Löstige Paulaner überraschten bei Sessionseröffnung ihre Tanzgruppe „Kölner Paulinchen“

Wenn am Freitag nach dem 11. im 11. in rud un wieß kostümierte Damen und Herren in roter Litewka und Lackschuhen zum Brauhaus Sion strömen, dann ist es wieder soweit. Die Löstigen Paulaner KKG von 1949 feiert Sessionseröffnung.
So konnte auch in diesem Jahr Dominik Müller, Präsident der Löstigen Paulaner, eine jecke Schar in der ausverkauften Alten Brauerei im Brauhaus Sion begrüßen. Neben vielen Mitgliedern der Famillich freuten sich auch Gäste der KKG Blomekörfge, der KG Schlepp Schlepp Hurra und, ganz spontan, Mitglieder der Fritzlarer Stadtnarren Blau-Weiß (aus Fritzlar Nord-Hessen) über die Einladung.

Nach der Begrüßung erfolgte auch sehr schnell der erste offizielle Programmpunkt, die Aufnahme der neuen Mitglieder in den Kreis der Famillich. Jedes neue Mitglied, namentlich vorgestellt, erhielt seine persönliche Aufnahmeurkunde sowie den Gesellschaftspin. Ebenso wurden auch langjährige Mitglieder, die sich für die Gesellschaft engagiert haben, mit einer Urkunde geehrt.
Die anschließende Pause nutzen alle Gäste, um sich unter anderem mit Brauhausspezialitäten und diversen Kaltgetränken auf den nächsten Programmpunkt vorzubereiten, denn der sollte es in sich haben.
Unter großem Jubel und Applaus zogen die 33 Tänzerinnen der vereinseigenen Tanzgruppe „Kölner Paulinchen“ in die „Alte Brauerei“ ein. Paulinchen-Power mal 33 heißt: Der ganze Saal steht – zum Teil auf Stühlen und Bänken – um ja nichts von der Akrobatik und Eleganz zu verpassen. Hebungen und leichte Würfe wechselten sich ab mit dynamischem Gruppentanz und selbst die Lichtkränze wurden zum Teil in die Darbietung mit einbezogen.
Nach diesem fulminanten Auftritt wurde es dann offiziell. Erich Ströbel vom Festkomitee Kölner Karneval ergriff das Mikrophon. Im Namen des Festkomitees verlieh er den „Kölner Paulinchen“ offiziell den Titel „Original Kölsche Tanzgruppe“. In seiner Rede hob Erich besonders die Liebe und Leidenschaft, das Engagement und das Herzblut für den Karneval hervor, welches die Tanzgruppe bei jedem ihrer vielen Auftritte bisher gezeigt hat und auch weiter zeigen wird. Diese großartige Leistung – neben Beruf und Familie – verdiene höchste Anerkennung und wird vom Festkomitee durch die Verleihung des Titels „Original Kölsche Tanzgruppe“ ausgedrückt.
Als letzten Programmpunkt durften die Gäste an diesem Abend dann die Band „Eldorado“ begrüßen. Hatten die Kölner Paulinchen die Stimmung im Saal schon auf den Höhepunkt gebracht, setzten die fünf Jungs, unter anderem mit ihren bekannten Songs „Verlieb’ dich nie“ (Thekenmädche) und „Zick zo Lääve“, noch ordentlich einen drauf. Diese gute Stimmung wurde anschließend durch den DJ mit kölscher Musik bis weit nach Mitternacht aufrechterhalten.
Quelle: Löstige Paulaner Kölner Karnevalsgesellschaft von 1949 e.V.; (Foto/s): Sabrina Backofen

Dann folgte bereits der erste Programmpunkt des Abends. Ein glänzend vorbereitetes Tanzcorps Colonia Rut Wiess zeigte bei ihrem ersten Auftritt in der noch jungen Session – worauf man sich in den kommenden Wochen und Monaten freuen darf.




Das war Anlaß genug, groß zu feiern. 150 Mitglieder ließen es sich nicht nehmen, der Einladung zu folgen, um einen unvergesslichen Abend zu erleben. Nachdem man sich mit kölschem Fingerfood und einem ersten Getränk gestärkt hatte, ging es in den elegant eingedeckten Festsaal der Wolkenburg, wo auch die beiden musikalischen Highlights des Abends warteten. Auf der Bühne wartete schon‚ „Ten Ahead‘“. Eine Showband, die dem alle Ehren machte und mit großartiger Performance dem Abend eine glamouröse Note gab. Es wurde getanzt bis in den frühen Morgen.
Was aber wäre eine Sessionseröffnung der Stromlosen ohne die eigentliche offizielle Eröffnung der Session? Im Laufe des Abends ergriff Senatspräsident Lothar Becker das Mikrofon und bat die Senatoren der Gesellschaft nach vorne, um umrahmt vom Senat die Session auch für die Stromlose Ader offiziell zu eröffnen. Außerdem konnten noch drei neue Senatoren an dem Abend in den Senat aufgenommen werden. Heinz Düsseldorf, Dr. David Gabrysch und Hans Kolvenbach und erhielten ihre Senatsmütze, den Halsorden und ihre Urkunde.


















Für die musikalische Untermalung der Messe sorgten zum Start in die Session, die Musiker des Musikzugs, Orchester und Big Band „Domstädter“, welche wie die kleinen und großen Tänzerinnen und Tänzer der „Höppemötzjer“ karnevalistische Partner der renommierten und zugleich mitgliederstärksten Karnevalsgesellschaft Kölns sind.
Hieran holte Präsident Dr. Joachim Wüst „Djavid“ (Djavid Sediqi) nach der Abreise der künftigen Tollitäten auf die kleine Bühne, der erstmalig Gast bei der Großen Kölner war. Mit seinem einzigartigen Gespür für die unscheinbaren, oft übersehenen Momente des Alltags zauberte er aus dem Normalen das pure Chaos – und das auf die witzigste Art. Wo andere Alltagsroutine sahen, entfaltete „Djavid“ ein Feuerwerk an absurden Einfällen und schrillen Geschichten, die einfach jeden Gast umhauten!























Goldene Nadeln für 25 Jahre und 3 x 11jährige Zugehörigkeit zu den Müllemer Junge erhielten Hans-Jürgen Vogt und Markus Pohl, welcher 2002 im Kölner Dreigestirn der Gesellschaft als „Jungfrau Marika“ über die Bühnen der Domstadt wirbelte. Last not but least zeichnete der Vorstand Werner Felix mit der Goldenen Mitgliedernadel mit Brillanten für herausragende Verdienste und 50jährige Treue zu den Müllemer Junge aus.
Auf diesem Traumfänger befindet sich ein Lappe-Clown, der den Kölner Karneval symbolisiert. Er hält zum einen das Symbol des Friedens, die Friedenstaube, und zum anderen das Herz, das Symbol der Liebe, in seiner Hand. Er hebt den Blick in eine schöne Zukunft voll gegenseitigem Respekt und FasteLOVEnd.
Die Gesellschaft erfreut sich bereits seit der Gründung im Jahr 1867 über die Gleichstellung von allen Mitgliedern der Gesellschaft und ist stolz, daß immer wieder starke Frauen sich mit viel Einsatz und der Liebe zum FasteLOVEnd aktiv in das Gesellschaftsleben einbringen. Angelehnt an das 20jährige Bestehen der „Buschwindröschen“ und zur Anerkennung aller Frauen in der Gesellschaft, zeigt der Damenorden dieses Jahr ein herzförmiges Körbchen voller „Buschwind“-Röschen. Stellvertretend für alle Damen der Gesellschaft wurden Senatspräsident Uschi Teuber und Kartenverkäuferin und Social-Media Beauftragte Stephanie Riedel der Damenorden als erste überreicht. Beide halten die Damen der Gesellschaft (liebevoll auch Buschwindröschen genannt) zusammen und anläßlich des 20jährigen Bestehens der Buschwindröschen findet in diesem Jahr ein Wechsel der Führung von Uschi Teuber auf Stephanie Riedel statt.
Unter der Regie von Alex Barth, selbst langjähriges Mitglied des Reiter-Korps, erlebten die Zuschauer einen unvergesslichen Abend voller Höhepunkte. Bereits das Eröffnungsprogramm, angeführt von Korpskamerad Markus Potes als Nachtwächter von Köln und untermalt von einem atemberaubenden Feuerwerk, rührte die Anwesenden und stimmte sie auf die Jubiläumssession ein. Mit einer einzigartigen Darbietung des traditionellen Marsches wurde die Nacht erleuchtet und die Begeisterung bei den Jecken auf dem prall gefüllten Platz entfacht.
Verena und Christian betonten in ihrer Antrittsrede die Historie der Gesellschaft und die starke Gemeinschaft und Kameradschaft innerhalb des Korps. Entsprechend haben sie diese Aspekte auch in ihrem diesjährigen Sessionsmotto verankert und schließen mit dem prägenden Satz: „Wir alle sind Jan von Werth“.






