Typisch Kölsch 3/2026

Von Heike, Niklas und Schosch Jäckel und Gastbeiträgen und Presseinformationen von
Daniela Decker, Klaus Huber (khu), Angela Kanya-Stausberg (aks), Cornelia Klinger, Nadine Sprung (nsp), Anne Gelb-Wintrich (agw), Annette Quast (aq), Hans-Peter Specht (hps), Alte Kölner KG Schnüsse Tring 1901 e.V./Frank Joisten/Achim Kaschny/Dieter Kaspers †, Altstädter Köln e.V./Bernd Kalkum/Hubert Koch †/Peter A. Schaaf/Heinz Schulte, Bürgergarde blau-gold von 1904 e.V. Köln/Michael Flock/Andreas Alper, Die Grosse von 1823 Karnevalsgesellschaft Köln e.V./Jürgen Hoffmann/Bernd Cordsen, EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V./Manfred Damaschke, Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V., Große Allgemeine KG von 1900 Köln e.V./Anne Gelb-Wintrich (agw)/Max Rheinländer, GKG Greesberger Köln e.V. von 1852 e.V./Georg Steinhausen (gs), G.M.K.G. Große Mülheimer K.G. e.V. gegr. 1903/Heribert Erschfeld, Kleine Erdmännchen e.V., Klub Kölner Karnevalisten 1950 e.V., Kölner Funken Artillerie blau-weiß von 1870 e.V. – Blaue Funken/Jürgen Stelter/Dr. Armin Hoffmann, KG Kölsche Grielächer vun 1927 e.V./Henry Schroll (hsch)/Norbert Subal, Karnevalsgesellschaft Müllemer Junge – Alt-Mülheim e.V. von 1951/Silke Dick/Siegfried Schaarschmidt, K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V., KG Original Kölsche Domputzer von 1979 e.V., KG Schlenderhaner Lumpe e.V./Jürgen Knaack/Jochen Wechsler, KG UHU von 1924 e.V. Köln-Dellbrück/Frank Udelhofen/Axel Wölk, KKG Blomekörfge 1867 e.V./Wilfried Schmitt †, KKG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V./Jutta Frey (jfr)/Conelia Klinger, KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V./Armin Orichel (ao)/Erich Ströbel, KKG Stromlose Ader e.V. von 1937/Hans-Peter Limburg, Literatenstammtisch gegr. 1951, Medienklaafer – Pressesprecher-Stammtisch Kölner Karnevalsgesellschaften von 1997, Music-Colonia/Anja Bögge und Elisabeth Martini, Muuzemändelcher – Die Kölner Karnevalisten 1949 e.V., Prinzen-Garde Köln 1906 e.V./Helmut Urbach †/Dr. Gerd Wirtz, Reiter-Korps „Jan von Werth“ 1925 e.V./Heinz Keller (hke)/Ralf Neuerburg/Jochen Pöttgen, Rote Funken – Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V./Dieter Szary, Sr. Tollität Luftflotte 1926 e.V., Stammtisch Kölner Karnevalisten 1951 e.V., StattGarde Colonia Ahoj e.V./Sascha Krüger/Jörg Esser, Traditionstanzgruppe Hellige Knäächte un Mägde e.V., Treuer Husar Blau-Gelb 1925 e.V. Köln/Heiner Beermann/Peter Lautenschläger/Heinz Leuther/Franz Wallfraff jun., Willi Ostermann Gesellschaft Köln 1967 e.V./Cornelia Klinger, ARENA Management GmbH Presse -und Öffentlichkeitsarbeit (LANXESSarena), Bläck Fööss/Anne Altschuck/Bruno Eichel †, BRINGS, center.tv, De Räuber – Räuber, Domstädter Köln e. V., Domstürmer, EMI Music/Rhingtön, G.M.K.G./Veranstaltungsservice G.M.K.G., himmel & ääd e.V. Höhner, KölnKongress GmbH, koelnmesse GmbH (InterKarneval), KölnTourismus GmbH, Kribbelköpp, LVR-Kommunikation, MD Mediendienst/Manfred Damschke, Mrs. Q – Kulturnews/Annette Quast, Orden Bley Prägaform Bonn, Presse Promotion EMM & Rhingtön, Radio Köln 107,1/Klaus Huber, Südwest Rundfunk (SWR), Die Talentschneider – Alex Dick/papallapap, TSC-Rheinfeuer Koblenz e.V., Westdeutscher Rundfunk/Pressestelle, www.jeck-op-kölsch.de/Hans-Peter Specht (hps), www.koelsche-fastelovend.de,/Andreas Klein (akl), www.mrsq-kulturnews.de/Annette Quast, www.orden.com, ZIK  †.

 

Bildnachweis und Grafik:
alaaaf GbR Karneval und mehr (alaaaf.de), Alte Kölner KG Schnüsse Tring 1901 e.V., Altstädter Köln 1922 e.V., Anne Gelb-Wintrich, Joachim Badura, Joachim Badura/Festkomitee Kölner Karneval 1823 e.V., Erich Bädorf, Costa Belibasakis Photography,  Kurt Braun †, center-tv Köln, Cheerleader des 1. FC Köln, Dat Kölsche Rattepack, Vera Drewke Photgraphy, Stefan Dößereck, Udo Eulgem (Grafik Närrisches TV-Journal ©),  Kai-Uwe Ficher, Jutta Frey/KKG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V., G.M.K.G. Große Mülheimer Karnevals-Gesellschaft/Veranstaltungsservice G.M.K.G., Klaus Huber/Radio Köln 107,1, Hans-Georg Schosch Jäckel, Heike Jäckel, Lucca Jäckel, Niklas Jäckel, Yannick Jäckel, Karnevalsgesellschaft Müllemer Junge – Alt-Mülheim e.V. von 1951, K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V., KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V., KölnKongress GmbH, Koelnmesse, Helmut Köppe, Kribbelköpp, Willi Kurth †, Dirk Loerper Fotographie, LVR/Strödter, Dirk Merten/TSC-Rheinfeuer Koblenz e.V., Klaus Michels, Music-Colonia/Anja Bögge und Elisabeth Martini, Privatbrauerei Gaffel, Annette Quast, Erich Radermacher, Reiter-Korps „Jan von Werth“ 1925 e.V., Fotografie Joachim Rieger, Joachim Rieger/Festkomitee Kölner Karneval 1823 e.V., detailliebe SANDRA SCHILD PHOTOGRAPHIE,  schopps[foto]grafie – Martin Schopps,  Niki Siegenbruck – Foto & Grafik | Köln, Hans-Peter Specht, Stadt Köln/KölnTourismus, Strobel/Festkomitee Kölner Karneval, Frank Tewes/Dat wor et , Jupp Virnich, Bernhard Vosen, WDR Pressestelle, www.jeck-op-koelsch.de/Hans-Peter Specht, www.kammerkaetzchen.de, www.koelsche fastelovend.de/AndreasKlein/Nadine Sprung, www.mrsq-kulturnews.de/Annette Quast, www.orden.com, ZIK †.




Rote Funken zu Gast in der Bayerischen Staatskanzlei

Zum Abschluß der Roten Funken-Manöverfahrt nach Bayern besuchte eine kleine Abordnung des Vorstands und verdienter Mitglieder der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. am vergangenen Sonntag die Bayerische Staatskanzlei in München.

Empfangen wurden die Roten Funken vom Referatsleiter Dr. Johannes Urban, der die Kölner Gäste zu einem persönlichen und ausgesprochen offenen Austausch begrüßte. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen neben der aktuellen Sicherheitslage insbesondere die Bedeutung des Ehrenamtes, gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie die verbindende Kraft von Tradition und gelebtem Brauchtum.

Dabei zeigte sich schnell, wie viele Gemeinsamkeiten zwischen rheinischer und bayerischer Traditionspflege bestehen. Ob Karneval in Köln oder Trachten- und Brauchtumspflege in Bayern: Vereine bringen Menschen unterschiedlicher Generationen und gesellschaftlicher Bereiche zusammen und übernehmen damit eine wichtige Funktion weit über das eigentliche Brauchtum hinaus.

Zum Abschlusß bedankte sich Präsident Dirk Wissmann im Namen der Roten Funken für die außergewöhnliche Gastfreundschaft und überreichte gemeinsam mit der Delegation ein persönliches Grußwort unseres Oberbürgermeisters Torsten Burmester sowie einige Erinnerungen aus Köln. Dabei durfte unser Sessionsorden natürlich nicht fehlen.

„Für uns war dieser Besuch etwas ganz Besonderes. Wir haben in Bayern erlebt, wie stark Tradition, Heimatverbundenheit und Gemeinschaft Menschen miteinander verbinden. Genau das leben auch wir Roten Funken seit mehr als 200 Jahren in Köln“, so Vizepräsident Boris Müller.

Ein besonderer Abschluß einer Manöverfahrt, die eindrucksvoll gezeigt hat: Kölsches Hätz und bayerische Tradition verstehen sich ziemlich gut.

Quelle (Text) Kölsche Funken rut-wieß vun 1823 e.V.; Niki Siegenbruck – Foto & Grafik | Köln / Kölsche Funken rut-wieß vun 1823 e.V.




„Alaaf“ auf 2.962 Metern – Die Roten Funken erobern Bayern

Vier Tage, 136 Rote Funken und jede Menge kölsches Hätz: Von der Ulrepforte über Stuttgart und Garmisch-Partenkirchen bis auf die Zugspitze und mitten hinein ins Münchner Trachtenmeer führte die diesjährige Manöverfahrt.

Was für eine Reise! Vom 18. bis 21. September waren 136 Rote Funken unterwegs und brachten eine ordentliche Portion kölsches Hätz nach Bayern. Die Route führte von Köln zunächst nach Stuttgart, weiter nach Garmisch-Partenkirchen und auf die Zugspitze, anschließend nach München und schließlich mitten hinein ins Oktoberfest.

Dabei ging es längst nicht nur darum, gemeinsam ein paar schöne Tage zu verbringen. Eine Manöverfahrt ist immer auch gelebtes Korpsleben: gemeinsam unterwegs sein, Geschichte erleben, Freundschaften pflegen, neue Kontakte knüpfen und natürlich auch ordentlich Spaß haben.

Und diese Reise hatte davon reichlich zu bieten. Es wurde marschiert, gesungen, gelacht, gestaunt und gefeiert. Vor allem aber gab es Begegnungen – mit Menschen, mit anderen Traditionen und mit Orten, die für die Roten Funken auf ganz unterschiedliche Weise Bedeutung bekamen.

Besonders war die Reise auch deshalb, weil sie die Funken nach 71 Jahren wieder an einen historischen Ort führte: auf die Zugspitze.

Von der Ulrepforte über Stuttgart in den Süden
An der heimischen „Ülepooz“ fiel der Startschuß für die Manöverfahrt. 136 Funken machten sich gemeinsam auf den Weg in Richtung Süden. Schon die Anreise zeigte, daß eine Reise mit den Roten Funken eben keine gewöhnliche Busfahrt von A nach B ist. Wo viele Menschen gemeinsam unterwegs sind, gehören Gespräche, Gesang, gemeinsames Lachen und natürlich auch die eine oder andere Stärkung ganz selbstverständlich dazu.

Der erste Zwischenstopp führte die Reisegesellschaft nach Stuttgart. Hier wurde die lange Fahrt unterbrochen und die Gelegenheit genutzt, einen weiteren Ort und seine Besonderheiten kennenzulernen, bevor es weiter in Richtung Alpen ging.

Solche Zwischenstopps sind bei einer Manöverfahrt mehr als reine Reiseunterbrechungen. Sie geben Gelegenheit zum Austausch und machen aus einer Fahrt eine gemeinsame Reise. Und so gehörte auch Stuttgart zu den Stationen, die diese vier Tage zu einem abwechslungsreichen Erlebnis machten.

Von dort ging es weiter nach Garmisch-Partenkirchen, wo die Funken am Abend ankamen und sich auf die kommenden Tage einstimmten.

Kölsches Hätz trifft bayerische Gemütlichkeit
Nach der Ankunft in Garmisch-Partenkirchen wurde zunächst einmal richtig bayerisch eingestimmt. Beim gemeinsamen Abend trafen kölsche Lebensfreude und bayerische Gemütlichkeit aufeinander.

Und eigentlich war damit schon ziemlich viel über diese Manöverfahrt gesagt. Denn während die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. ihre kölsche Art mitgebracht hatten, ließen sie sich gleichzeitig auf die Traditionen und die Gastfreundschaft ihrer Gastgeber ein. Alaaf und Oans, zwoa lagen plötzlich gar nicht mehr so weit auseinander.

Dass sich zwei Brauchtumswelten, die auf den ersten Blick ziemlich unterschiedlich wirken, bestens verstehen können, sollte sich in den folgenden Tagen noch mehrfach zeigen.

Besuch der Roten Funken auf der Zugspitze im Jahre 1951

71 Jahre später wieder auf der Zugspitze
Am Samstag (19. September 2026) wurde es dann hochalpin. Mit Zahnrad- und Gletscherbahn machten sich die Roten Funken auf den Weg zur Zugspitze. 2.962 Meter über dem Meeresspiegel warteten ein beeindruckendes Alpenpanorama und ein ganz besonderes Stück Funken-Geschichte.

Denn bereits 1955 hatten die Roten Funken die Zugspitze besucht. Ein historisches Foto aus jener Zeit hat bis heute seinen festen Platz im Funken-Archiv. 71 Jahre später sollte sich dieses Bild gewissermaßen wiederholen, allerdings mit einer größeren Funken-Mannschaft als im Jahr 1955.

Wieder standen die Roten Funken in großer Uniform auf dem Gipfel. Wieder vor der beeindruckenden Kulisse der bayerischen Alpen. Und wieder entstand ein Foto, das künftig seinen Platz in der Geschichte des Korps finden dürfte. Begeistert staunten, fotografierten und filmten alle anderen Gipfelbesucher das kölsche Spektakel auf der Zugspitze.

71 Jahre nach dem ersten Besuch standen die Roten Funken wieder auf der Zugspitze. Rot-wieß vor Alpenkulisse – ein Bild mit echtem Gänsehaut-Faktor

Auch der Bürgermeister von Grainau, Stephan Märkl, begrüßte die Kölner Delegation auf der Zugspitze. Die Roten Funken überreichten ein Geschenk und überbrachten zugleich ein Grußwort des Kölner Oberbürgermeisters Torsten Burmester.

Dass auf 2.962 Metern nicht nur fotografiert, gefilmt und gestaunt, sondern auch getanzt werden kann, bewies anschließend das Tanzpaar Elena Stickelmann und David Eßer. Mit einer kleinen Kostprobe kölscher Tanzkultur brachten die Funken ein Stück Fastelovend auf den Gipfel.

Kölscher Tanz auf der Zugspitze? Warum eigentlich nicht. Bei den Roten Funken gehört das offenbar auch zum guten Ton.

Von den Alpen direkt nach München
Nach dem Gipfelerlebnis ging es wieder talwärts und weiter nach München. Dort warteten bereits Freunde vom Köln-Münchner-Karnevals-Verein auf die Funken. Im Augustiner-Keller wurde gemeinsam gegessen, getrunken und geklönt. Und auch hier zeigte sich, daß Brauchtum vor allem dann lebendig wird, wenn Menschen es miteinander teilen.

Hier hieß es Alaaf, dort Oans, zwoa. Hier wurde geschunkelt, dort die Maß gehoben. Unterschiedliche Traditionen, unterschiedliche Getränke, unterschiedliche Trachten – und doch eine erstaunliche Gemeinsamkeit: die Freude daran, zusammenzukommen. Für die Roten Funken war dieser Abend deshalb nicht nur ein gemütliches Beisammensein, sondern auch ein weiterer Höhepunkt einer Reise, die immer stärker vom gegenseitigen Kennenlernen geprägt wurde.

Rot-wieß mitten im bayerischen Trachtenmeer: 80 der insgesamt 136 Roten Funken
marschierten beim Münchner Trachten- und Schützenzug mit

Rut-wieß mitten im Münchner Trachtenmeer
Am Sonntag (20. September 2026) wurde es öffentlich. Beim traditionellen Münchner Trachten- und Schützenzug marschierten 80 Rote Funken mit. Rund sieben Kilometer führte der Festzug an jubelnden Münchener Bürgern und Gästen aus aller Welt durch die Münchner Innenstadt bis zur Theresienwiese.

Tausende Teilnehmer aus Trachtenvereinen, Schützenvereinigungen, Musikkapellen und zahlreichen weiteren Gruppen machten den Zug zu einem großen bayerischen Brauchtumsspektakel. Und mittendrin marschierten 80 Funken der 136 angereisten Kölner Jecken in Rot und Weiß.

Für die Funken war das durchaus eine besondere Erfahrung. Denn wer den Kölner Rosenmontagszug kennt, weiß, daß dort neben der eigentlichen Marschordnung auch Wibbeln, Ausscheren und Kamellewerfen ihren festen Platz haben können. In München ging es deutlich geordneter zu, um nicht zu sagen preußischer als im Rheinland.

Die Roten Funken stellten sich der Herausforderung – und sorgten dabei für reichlich Aufmerksamkeit.

Rote Funken-Präsident Dirk Wißmann (rechts) ernannte in Beisein von Markus Ritterbach (Roter Funken und ehemaliger Festkomitee-Präsident) und Marie Elena Stickelmann Christian Schottenhammel zum neuen EHREN-Funken-Leutnant der Reserve

Wo sonst Trachten, Lederhosen und Dirndl das Straßenbild bestimmten, leuchteten plötzlich die roten Uniformen durch die Münchner Innenstadt. Am Straßenrand wurde gewunken, fotografiert und den Kölnern zugejubelt. Und natürlich blieb auch das kölsche „Alaaf“ nicht aus.

So wurde aus einem bayerischen Traditionszug für ein paar Stunden auch ein kleines Stück Köln mitten in München.

Sieben Kilometer später: Ab auf die Wiesn
Nach rund sieben Kilometern Marsch war die Sache erledigt. Die Füße hatten ihren Dienst getan – das Funken-Hätz allerdings war noch lange nicht müde. Denn direkt nach dem Trachtenzug wartete bereits das nächste große Erlebnis: das Oktoberfest. Für alle 136 Roten Funken waren Plätze im Schottenhamel-Festzelt reserviert. Nun durfte die Uniform ausgezogen und die Marschordnung gegen gemütliches Beisammensitzen eingetauscht werden.

Hendl statt Halver Hahn, Maß statt Kölsch und Wiesn statt Zülpicher Straße. Ganz ohne kölsche Betrachtung ging es natürlich trotzdem nicht. So stellte sich irgendwann die vielleicht wichtigste Frage des Tages: Wie viele Kölsch passen eigentlich in eine Maß? Die Reiseleitung hatte die Antwort vorsichtshalber schon parat: fünf. Ob diese Rechnung jemals wissenschaftlich überprüft wurde, ist nicht überliefert. Dass sie für reichlich Gesprächsstoff sorgte, dagegen schon.

Nach sieben Kilometern Marsch war jedenfalls klar: Jetzt durfte es etwas gemütlicher werden. Die Roten Funken genossen gemeinsam die Wiesn und ließen den ereignisreichen Tag ausklingen.

Köln und München – Brauchtum mit viel Hätz
Vielleicht lag genau darin der besondere Reiz dieser Manöverfahrt. Die Roten Funken waren nicht einfach nach Bayern gefahren, um ein paar Tage Urlaub zu machen. Sie hatten ihr Köln mitgenommen: ihre Uniform, ihre Geschichte, ihre Musik, ihre Freundschaften und vor allem ihr kölsches Hätz.

Dirk Wißmann und Elena Stickelmann überreichen Dr. Johannes Urban, Referatsleiter der Bayerischen Staatskanzlei die Gastgeschenke des Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester und den 2026er Sessionsorden ihres Traditionskorps

Gleichzeitig begegneten sie der bayerischen Kultur mit Offenheit und Interesse. Sie ließen sich auf das ein, was ihnen begegnete, und machten dabei die Erfahrung, dass Brauchtum auch über große Entfernungen hinweg verbinden kann.

Denn am Ende braucht es gar nicht so viel, damit unterschiedliche Traditionen zusammenpassen: ein bisschen Neugier, gegenseitiger Respekt und vor allem die Bereitschaft, gemeinsam zu feiern. So trafen während dieser vier Tage Alaaf und Oans, zwoa aufeinander, Kölsch auf Maß, Rosenmontag auf Wiesn und rut-wieß auf Weiß-Blau. Un wat soll mer sage: Et paßt.

Zum Abschluß in die Bayerische Staatskanzlei
Am Montag bekam die Manöverfahrt noch einen offiziellen Schlußpunkt. Eine Delegation der Roten Funken wurde in der Bayerischen Staatskanzlei empfangen.

Damit endete eine Reise, die vom ersten Kilometer an von Begegnungen geprägt gewesen war. Die Funken hatten Grüße aus Köln überbracht, bestehende Freundschaften gepflegt und neue Eindrücke gesammelt. Sie hatten Geschichte auf der Zugspitze erlebt, sich mitten in München in einen bayerischen Traditionszug eingereiht und gemeinsam mit ihren Gastgebern gefeiert.

Vor allem aber hatten sie gezeigt, daß kölsches Brauchtum auch weit außerhalb der Domstadt seinen Platz findet – und daß Begegnungen zwischen unterschiedlichen Kulturen und Traditionen dann besonders schön werden, wenn beide Seiten ihre eigene Identität mitbringen und zugleich offen für die andere sind. Dann hieß es langsam: Auf nach Hause.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Niki Siegenbruck – Foto & Grafik | Köln / Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. sowie Archiv Rote Funken, Köln
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Alexander Dick ist neuer „Baas“ der Literatenvereinigung Köln

V.l.n.r.: Manes Kröhnert, Hans-Peter Houben, Angelika Blatz, Waltraud Piel und Alexander Dick

Angelika Blatz gibt den Vorsitz vorzeitig ab – übriger Vorstand bleibt unverändert im Amt

Die Literatenvereinigung Köln von 1987 (LVK) hat einen neuen Vorsitzenden: Bei der Jahreshauptversammlung am 7. September 2026 im Bootshaus „Alte Liebe“ am Rodenkirchener Leinpfad wurde Alexander Dick einstimmig zum 1. Vorsitzenden und damit zum „Baas“ (Vorsitzender) der Vereinigung gewählt. Er nimmt die Wahl an und tritt die Nachfolge von Angelika Blatz an.

Angelika Blatz hatte im Vorfeld angekündigt, ihr Amt aus beruflichen und privaten Gründen vorzeitig niederzulegen. Sie war im ersten Jahr ihrer zweiten Amtszeit. In ihrem Rückblick dankte sie den Mitgliedern und ihren Vorstandskolleginnen und -kollegen für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen und blickte mit Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. Geschäftsführer Hans-Peter Houben würdigte ihre Arbeit im Namen des Vorstands und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

Alexander Dick dankte den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und stellte klar, daß er die Vorstandsarbeit als gemeinsame Teamleistung versteht. Man knüpfe an das an, was sich bewährt habe, und wolle zugleich für die kommenden Jahre neue Impulse setzen: das Netzwerk der Literaten untereinander weiter ausbauen, den fachlichen Austausch stärken und die Zusammenarbeit mit den Kölner Gesellschaften und den Vereinen im Umland vertiefen. Attraktiv bleiben will die LVK dabei ausdrücklich auch für jüngere Literatinnen und Literaten.

Der Vorstand im Überblick:

Neben dem Wechsel an der Spitze bleibt der Vorstand unverändert. Ihm gehören an:

  • Alexander Dick 1. Vorsitzender (Baas) – KG Müllemer Junge Alt-Mülheim e.V. von 1951
  • Hans-Peter Houben Geschäftsführer – KKG Stromlose Ader e.V. von 1937
  • Manfred Kröhnert Schatzmeister – StattGarde Colonia Ahoj e.V.
  • Waltraud Piel Schriftführerin – Kölner Karnevals-Verein “UNGER UNS” von 1948 e.V.

74 Mitglieder – vier neue Literaten aufgenommen

Die LVK zählt derzeit 74 Mitglieder. Als neue aktive Literaten wurden aufgenommen:

  • Nina Lublitz (Flittarder KG von 1934 e.V.)
  • Christoph Duscha (Kölner KG Blomekörfge von 1867 e.V.)
  • Hans-Peter Hasche (KG Stommeler Buure von 1946 e.V.)
  • Christian Hess (Kölner Karnevals-Verein „UNGER UNS“ von 1948 e.V.

Über die Literatenvereinigung Köln von 1987 (LVK)

Die LVK ist der Zusammenschluss der Literaten – der Programmgestalter – der Kölner Karnevalsgesellschaften und der Vereine im Umland. Sie vertritt deren Interessen, fördert den Austausch untereinander und unterstützt ihre Mitglieder bei der Programmgestaltung und Buchung für die Session

Text und Foto: Literatenvereinigung Köln von 1987




Jens Scharfe übernimmt das Kommando bei den Altstädtern Köln 1922 e.V.

V.l.n.r.: Michael Klaas übergibt das Kommando bei der Altstädter Köln an Jens Scharfe

Nach 14 Jahren als Kommandant übergibt Michael „Piccolo“ Klaas die Führung des Tanzkorps an den früheren Tanzoffizier

Führungswechsel im Tanzkorps der Altstädter Köln 1922 e.V.: Bei der gestrigen (15. September 2026) Jahreshauptversammlung des Tanzkorps wählten die Mitglieder Jens Scharfe, genannt „Zündkääz“, zu ihrem neuen Kommandanten. Er folgt auf Michael Klaas, im Kölner Karneval als „Piccolo“ bekannt. Michael Klaas hat das Korps seit 2012 als Kommandant geführt und zuvor von 2003 bis 2012 als Spieß Verantwortung übernommen. Sein Wort hatte Gewicht, weil er das Korps kannte, klare Entscheidungen traf und sich seine Mannschaft auf ihn verlassen konnte. Damit endet eine Amtszeit, die das Korps über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt hat.

Der Tanzkorps-Vorstand der Altstädter Köln (v.l.n.r:): Sebastian Schulte (Schriftführer), Jens Scharfe (Kommandant), Stefan Berling (Spieß), Marc Glöckner (Zahlmeister)

„Piccolo hat unser grün-rotes Korps mit großem Einsatz, klarem Kurs und einem sicheren Gespür für seine Mitglieder geführt. Auf den Bühnen Kölns und bei unseren Auftritten außerhalb der Stadt konnten wir uns stets auf ihn verlassen“, sagt Dr. Björn Braun, Präsident der Altstädter. „Er verstand es, Disziplin und Kameradschaft zusammenzubringen. Dafür genoß er den Respekt und das Vertrauen seiner Mannschaft. Wir danken ihm von Herzen für seine hervorragende Arbeit und seine langjährige Treue.“

Mit Jens Scharfe übernimmt ein Nachfolger das Kommando, der das Korps bestens kennt. In der Session 2010/2011 wurde er als Tanzoffizier aufgenommen. Sieben Jahre stand er gemeinsam mit der heutigen Ehrenmarie Steffi Scharfe (geborene Pütz)auf der Bühne.

„Jens ist da, wenn seine Altstädter ihn brauchen. Er packt an, übernimmt Verantwortung und weiß, was dieses Korps zusammenhält“, sagt Björn Braun. „Er kennt die Aufgaben und Herausforderungen, die vor ihm liegen, und ist im Kölner Karneval bestens vernetzt und anerkannt. Ich freue mich sehr, daß er diese Verantwortung übernimmt. Wir wünschen ihm für sein neues Amt viel Erfolg, ein gutes Gespür und vor allem Freude an der gemeinsamen Sache.“

„Mit Piccolo geht eine Ära zu Ende. Was er in mehr als zwei Jahrzehnten Vorstandsarbeit für unser Korps geleistet hat, beeindruckt mich sehr. Die Fußstapfen, die er hinterläßt, sind groß. Das ist mir bewußt.“ Seinen Blick richtet der neue Kommandant zugleich nach vorn: „Ich möchte unser Korps gemeinsam mit meinem Vorstand sicher in die Zukunft führen. Unsere Tradition und die Gemeinschaft, die wir bei den Altstädtern leben, sind dafür das Fundament“, sagt Jens Scharfe, Kommandant der Altstädter Köln 1922 e.V.

Text und Foto/s: Altstädter Köln 1922 e.V.




Oans, zwoa – Funke! 136 Rote Funken auf Kulturmission in Bayern

Wenn 136 Rote Funken gemeinsam Richtung Bayern aufbrechen, kann man wohl mit Fug und Recht von einer größeren diplomatischen Mission sprechen. Vom 18. bis 21. September 2026 führt die diesjährige Manöverfahrt der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. nach Garmisch-Partenkirchen und München. Im Gepäck: kölsches Brauchtum, große Uniform, Krätzje – und reichlich Vorfreude auf vier außergewöhnliche Tage.

Besuch der Roten Funken auf der Zugspitze im Jahre 1951

Dabei knüpft das älteste Traditionskorps des Kölner Karnevals auch an seine eigene Geschichte an: Bereits 1955 standen die Roten Funken in Uniform auf der Zugspitze. 71 Jahre später kehren sie nun mit einer großen Delegation auf Deutschlands höchsten Berg zurück. Das historische Foto der damaligen Reise gehört bis heute zum Funken-Archiv – nun soll auf 2.962 Metern ein neues Kapitel dazukommen.

„Diese Manöverfahrt verbindet eigentlich alles, wofür die Roten Funken stehen: Tradition, Freundschaft, Kameradschaft und die Freude daran, kölsches Brauchtum über die Stadtgrenzen hinauszutragen“, sagt Funken-Präsident Dirk Wissmann. „Dass wir nach mehr als sieben Jahrzehnten wieder gemeinsam auf der Zugspitze stehen und anschließend beim großen Trachten- und Schützenzug in München mitmarschieren dürfen, macht diese Reise für uns zu etwas ganz Besonderem.“

Los geht es am Freitagmorgen an der Kölner Ulrepforte. Von dort reisen die 136 Funken mit Bussen zunächst nach Garmisch-Partenkirchen. Auf dem Weg dorthin gibt es mobiles Biwak auf einem Rastplatz hinter Stuttgart! Nach dem gemeinsamen bayerischen Abend wartet am Samstag einer der emotionalen Höhepunkte: In großer Uniform geht es mit Zahnrad- und Gletscherbahn hinauf auf die Zugspitze. Am Gipfelkreuz ist ein gemeinsames Korpsfoto geplant, anschließend kehren die Funken im Gipfelrestaurant „Panorama 2962“ ein. Dort empfangen wir den Bürgermeister von Grainau Stephan Märkl und überreichen ein Geschenk sowie ein Grußwort unseres Oberbürgermeisters Torsten Burmester (trägt bei uns den Spitznamen „Packan“). Am Nachmittag geht es über den Eibsee weiter nach München.

Dort treffen wir am Samstagabend im traditionsreichen Augustiner-Keller auf unsere Freunde vom Köln-Münchner-Karnevals-Verein. Bei bayerischer Küche und Musik dürfte schnell geklärt sein, daß zwischen „Alaaf“ und „Oans, zwoa, gsuffa“ weniger kulturelle Distanz liegt, als man zunächst vermuten könnte.

Besuch der Roten Funken auf der Zugspitze im Jahre 1951

80 Rote Funken mitten im großen Münchner Trachtenzug

Am Sonntag folgt der Höhepunkt der Reise. Rund 9.000 Mitwirkende ziehen beim traditionellen Trachten- und Schützenzug durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese. Mittendrin: 80 Rote Funken, die als 32. Gruppe mit dem Marsch der Roten Funken durch München ziehen. Der Festzug wird live in der ARD übertragen. Die übrigen Funken verfolgen den Zug von reservierten Tribünenplätzen am Odeonsplatz und begrüßen dort ihre vorbeimarschierenden Kameraden. „Beim Rosenmontagszug dürfen wir wibbeln, Kamelle werfen und auch schon einmal ein paar Meter nach links und rechts machen. In München ist die Marschordnung deutlich preußischer – ausgerechnet für uns Kölner“, sagt Vizepräsident und Pressesprecher Boris Müller augenzwinkernd. „Aber wir werden beweisen, daß Rote Funken nicht nur Fastelovend können. Und wenn 80 Funken in großer Uniform durch die Maximilianstraße marschieren, dürfte das ein Bild werden, das man so schnell nicht vergißt.“

Steffi Schlechter tanzte zusammen mit ihrem Funkendoktor (Tanzoffizier) G. Lorenz Strobl in den Sessionen 1955, 1956 und 1957 bei den Roten Funken als Tanzpaar

Nach rund sieben Kilometern endet der Zug unmittelbar an der Theresienwiese. Dort wartet auf die gesamte Kölner Delegation bereits der nächste Höhepunkt: Alle 136 Roten Funken haben gemeinsame Plätze im Mittelschiff des Schottenhamel-Festzeltes reserviert. Hendl und Maß inklusive – wobei man in Köln bekanntlich noch darüber diskutiert, wie viele Kölsch eigentlich in eine Maß passen. Die interne Reiseleitung hat die Frage vorsorglich mit fünf beantwortet.

Am späten Nachmittag heißt es dann allerdings: Uniform aus. Die Funken verlassen gemeinsam das Oktoberfest und fahren zurück ins Hotel. Wer noch Kondition besitzt, kann am Abend in Lederhose oder ziviler Tracht noch einmal zur Wiesn aufbrechen.

Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei
Auch der Montag steht ganz im Zeichen des offiziellen Charakters der Reise. Um 10:00 Uhr werden die Roten Funken mit einer Delegation in der Bayerischen Staatskanzlei zu einem offiziellen Empfang durch die Bayerische Landesregierung erwartet. Als Kulturbotschafter ihrer Heimatstadt überbringen sie dabei ein Grußwort und ein Geschenk des Kölner Oberbürgermeisters Torsten Burmester, der selbst Mitglied der Roten Funken ist. Anschließend geht es zurück nach Köln.

„Wir haben im Frühjahr etwas scherzhaft von aktiver kölscher Außenpolitik gesprochen. Inzwischen ist daraus tatsächlich eine kleine Kulturmission geworden“, sagt Boris Müller. „Der Kölner Karneval und das Münchner Oktoberfest gehören zu den bekanntesten Brauchtumsfesten der Welt. Beide leben von Tradition, Ehrenamt, Gemeinschaft und davon, daß dieses Brauchtum von Generation zu Generation weitergegeben wird. Genau diese Gemeinsamkeit wollen wir zeigen.“ Und spätestens am Montagabend dürfte dann trotz Zugspitze, Wiesn und Staatskanzlei wieder kölsche Einigkeit herrschen. Denn nach vier Tagen Bayern endet die Manöverfahrt dort, wo sie begonnen hat: an der Ulrepforte in Köln. Oder, wie es im offiziellen Reiseprogramm der Roten Funken bereits heißt: „Dä, mer sin widder do!“

Text und Grafik: Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.; Foto/s: Archiv der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.




Festkomitee: Ticketverkauf für Sitzungen und Tribünen der Session 2027 startet

-hgj/nj- Jetzt heißt es schnell sein: Am morgigen Mittwoch, 16. September 2026, öffnet das Festkomitee Kölner Karneval um 12:00 Uhr das Ticketportal für die eigenen Veranstaltungen der Session 2027. Gleichzeitig startet der Verkauf der Karten für die Festkomitee-Tribünen entlang des Zugweges des Kölner Rosenmontagszuges sowie der Schull- un Veedelszöch.

Große Sitzungen mit Spitzenprogramm
Für die folgenden Veranstaltungen können ab Mittwoch, 16. September 2026, 12:00 Uhr, Eintrittskarten erworben werden:
Proklamation des Kölner Kinderdreigestirns – 10. Januar 2027, 13:20 Uhr
Kölle Alaaf – Die ZDF-Mädchensitzung
– 13. Januar 2027, 15:00 Uhr
Kölle Alaaf – Die große WDR4-Kostümsitzung
– 21. Januar 2027, 19:00 Uhr
Karneval in Köln – Die 1. ARD-Fernsehsitzung
– 27. Januar 2027, 19:00 Uhr
Karneval in Köln – Die 2. ARD-Fernsehsitzung
– 29. Januar 2027, 19:00 Uhr

Die Veranstaltungen versprechen ein hochkarätiges Programm und jede Menge kölsche Lebensfreude. Auf der Bühne stehen unter anderem „Druckluft“, „cat ballou“, „StadtRand“, „Brings“ und die „Höhner“. Für die jecken Töne zwischen den musikalischen Auftritten sorgen bekannte Redner wie Volker Weininger, Achnes Kasulke, Martin Schopps und Bernd Stelter.

Natürlich darf auch das Kölner Dreigestirn der Session 2027 nicht fehlen. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Traditionskorps und Tanzgruppen, die für echtes kölsches Sitzungsgefühl sorgen.

Die jeweiligen Ticketlinks sowie die vollständigen Programme der einzelnen Veranstaltungen sind über die Übersichtsseite des Festkomitees abrufbar: Festkomitee-Veranstaltungen

Wichtig: Die Verlinkungen zu den einzelnen Angeboten werden erst am Mittwoch, 16. September 22006, um 12:00 Uhr freigeschaltet.

Tribünenplätze entlang der Zugwege
Parallel zum Sitzungsverkauf gehen sämtliche Karten für die Festkomitee-Tribünen am Zugwegrand in den Verkauf. Das gilt sowohl für den Kölner Rosenmontagszug 2027 als auch für die Schull- un Veedelszöch am Karnevalssonntag.

Zur Auswahl stehen unter anderem:
Severinskirchplatz: Stehplatztribüne beim WDR, Fernsehbilder möglich
Mühlenbach:
Sitzplatztribüne
Hohenzollernring:
Sitzplatztribünen
Hohenzollernring:
Familientribüne mit Sitzplätzen und eigenem Kinderbereich
Hohenzollernring:
Inklusionstribüne – Bewerbung und Anfrage über den LVR unter karneval-fuer-alle@lvr.de
Burgmauer:
Sitzplatztribünen
EL-DE-Haus:
Sitzplatztribüne
Heumarkt:
überdachte Sitzplatztribünen mit und ohne Catering, All-In
Taubenbrunnen:
Sitzplatztribüne

Sämtliche Tribünen verfügen über Toiletten und Sicherheitspersonal. Für die Schull- un Veedelszöch stehen überdachte Sitzplatztribünen auf dem Heumarkt zur Verfügung.

Auch die Links zu den einzelnen Tribünenangeboten werden über die Veranstaltungsübersicht des Festkomitees bereitgestellt: Festkomitee-Veranstaltungen

Damit ist der Startschuß für den Ticketverkauf der Session 2027 gefallen. Wer bei den großen Sitzungen oder beim jecken Treiben entlang der Zugwege live dabei sein möchte, sollte sich am Mittwoch pünktlich um 12:00 Uhr auf den Weg ins Ticketportal machen – denn die begehrten Plätze dürften erfahrungsgemäß schnell vergriffen sein.

Text: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; Foto: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.
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100 Jahre Reiterkorps der Große Kölner mit festlicher Gala gefeiert

„Nacht des Reiterkorps“ in der Flora bildet den glanzvollen Abschluss eines Jubiläumsjahres

 Mit einer festlichen Gala hat das Reiterkorps der Große Kölner Karnevalsgesellschaft 1882 e.V. am Samstagabend sein 100jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem Motto „Nacht des Reiterkorps – 100 Jahre Eleganz und Tradition“ kamen Mitglieder und Gäste im Dachsalon der Flora zusammen, um auf ein Jahrhundert Reiterkorps zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorne zu richten. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Orchester Markus Quodt.

 

Den Auftakt des Abends bildete die Begrüßung durch die Vorsitzende des Reiterkorps, Dr. Nina-Maarit Scheiffarth. Sie stellte dabei die Verbindung  von Rückblick und Zukunft in den Mittelpunkt: „Lassen Sie uns gemeinsam feiern, lachen, anstoßen und auf das zurückblicken, was unser Reiterkorps in den vergangenen 100 Jahren geworden ist. Und gleichzeitig voller Zuversicht nach vorne schauen.“

 In seiner Laudatio würdigte der Präsident der Große Kölner Karnevalsgesellschaft, Dr. Joachim Wüst, die Geschichte des Reiterkorps und insbesondere das Engagement der jeweiligen Vorsitzenden. Über die Jahrzehnte sei es immer wieder gelungen, Bewährtes zu bewahren und das Reiterkorps zugleich weiterzuentwickeln und zu modernisieren.

Kontrabassist Johannes Eßer mit „Schängs Schmölzje“

Joachim Wüst hob zudem die besondere Rolle des Reiterkorps im Kölner Karneval hervor: „Es hieße Eulen nach Athen oder besser Kamelle nach Köln tragen, wenn man darauf hinweist, daß an Rosenmontag ‚unser‘ Reiterkorps nicht nur ein Aushängeschild für die Große Kölner, sondern für den gesamten Kölner Karneval ist. Denn das Reiterkorps der Großen Kölner ist sicherlich die adretteste und disziplinierteste Reitergruppe in der närrischen Parade. So bietet das Reiterkorps nicht nur den Zuschauern am Zugweg, sondern auch den Teilnehmern auf den Festwagen der Großen Kölner ein wunderbares Bild der Harmonie von Pferd und Reiter.“

Den musikalischen Schlußpunkt der Gala setzte „Schängs Schmölzje“ (Gerry Dierig, Rudi Rumstajn) um den Sänger und Kontrabassisten Johannes Eßer. Mit alten kölschen Liedern, darunter auch Stücken aus der Zeit der Gründung des Reiterkorps, schlug die Gruppe noch einmal den Bogen von der Gegenwart zurück zu den musikalischen Wurzeln Kölns. So endete die „Nacht des Reiterkorps“ mit Erinnerungen an vergangene Zeiten und zugleich mit einem eindrucksvollen Zeichen dafür, daß Tradition lebendig bleibt, wenn sie immer wieder neu mit Leben gefüllt wird.

Dass das Jubiläum nicht auf einen einzelnen Abend beschränkt blieb, zeigte sich bereits im Verlauf des gesamten Jahres. Der Orden der Große Kölner war in der Session 2026 dem Reiterkorps gewidmet. Bei den Sitzungen im Gürzenich zog Präsident Dr. Joachim Wüst gemeinsam mit dem Reiterkorps ein und leitete die Sitzungen in diesem besonderen Jubiläumsjahr in Reiterkorps-Uniform.

Ein weiterer Höhepunkt war die feierliche Festmesse zu Pferd im Juni im Kölner Reit- und Fahrverein, an der zahlreiche befreundete Reiterkorps teilnahmen. In diesem Rahmen erhielt das Reiterkorps von der Gesellschaft eine neue Standarte, die anschließend gesegnet wurde. Beim gemeinsamen Sommerfest von Große Kölner und Reiterkorps auf der Pferderennbahn in Weidenpesch wurde das Jubiläumsjahr ebenfalls gemeinsam gefeiert.

Quelle (Text): Große Kölner Karnevalsgesellschaft e. V. 1882; (Foto/s): Große Kölner Karnevalsgesellschaft e. V. 1882 / Thomas Schöckel




Generationenwechsel geht weiter: René Görgen neuer Vizepräsident und 2. Vorsitzender der „Schnüsse Tring“

Die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ 1901 e.V. setzt ihren Generationenwechsel fort. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag (10. September 2026), im Saal Heumarkt des Maritim Hotels Köln hat die Gesellschaft René Görgen (44) einstimmig zum neuen Vizepräsidenten und 2. Vorsitzenden sowie Vertreter von Präsident Dirk Königs gewählt. Der geschäftsführende Vorstand hatte René Görgen den Mitgliedern zuvor für das Amt vorgeschlagen. Damit ist der Posten nach dem Ausscheiden von Guido Klein wieder besetzt, der ein Jahr lang vakant war. Rund 80 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, der Saal Heumarkt war gut gefüllt.

„Ich bin unfaßbar stolz, unsere Gesellschaft in dieser Position mitzugestalten und gemeinsam mit ihr voller Zuversicht in die Zukunft zu gehen“, sagt René Görgen.

Neuer Präsident ließ sich mit der Nachbesetzung bewußt Zeit
Der im vergangenen Jahrgewählte neue Präsident Dirk Königs wollte sich für die Besetzung des Amtes als Vizepräsident und 2. Vorsitzender Zeit nehmen. Der geschäftsführende Vorstand schlug den Mitgliedern daraufhin einstimmig René Görgen für das Amt vor. René Görgen, Mitglied des Großen Rates der „Schnüsse Tring“, ist bereits seit einigen Monaten im geschäftsführenden Vorstand aktiv und verantwortet dort das Ressort Marketing. In dieser Funktion hat er bereits wesentliche Impulse gesetzt: Auf seine Initiative gehen unter anderem die Radioshow im Juli sowie die Premiere des ersten Oktoberfests der Gesellschaft, die „Wiesnliebe“ am 26. September 2026, zurück. Mit seiner Wahl verjüngt sich die KG weiter und bekräftigt zugleich ihren Kurs, Tradition zu bewahren und neue Wege zu gehen.

Karneval ist für Görgen Familiensache
René Görgen lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern in Köln-Nippes und ist seit seiner Kindheit eng mit dem Fastelovend verbunden. Aufgewachsen in einem jecken Elternhaus in Stolberg bei Aachen, ist Karneval für ihn heute Familiensache: Seine Tochter tanzt in der Jugend der „Kammerkätzchen und Kammerdiener“, seine Frau engagiert sich im Bereich Social Media. Besonders wichtig ist ihm das Miteinander in der Gesellschaft: „Mer sin Familich“ steht für ihn für die Verbindung von langjährigen Mitgliedern und der nächsten Generation, von Tradition und neuen Ideen.

Soziales Engagement gehört dazu
Auch das soziale Engagement gehört für René Görgen fest zum Karneval, etwa bei Besuchen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Zwei weitere Ehrenämter bestätigt
Neben der Wahl René Görgens bestätigten die Mitglieder bei der Versammlung außerdem René Töpfer als System-Beauftragten sowie Markus Richert als Pressesprecher der Gesellschaft in ihren Ämtern – beide ebenfalls einstimmig.

Quelle und Foto: Alte Kölner Karnevalsgesellschaft 1901 e.V.




Die KNZ feiert Ihr designiertes Dreigestirn

Bis zum Schluß hatte die Tarnung als brandneues KNZ-Stammtisch-Format am Mittwochabend gehalten. Nachdem aber bei der Pressekonferenz des Festkomitees die Katze aus dem Sack gelassen wurde, gab es bei der Kölner Narren-Zunft kein Halten mehr, denn ab diesem Moment war klar: Das wird nicht einfach ein geselliger Abend, sondern der erste Abend mit dem designierten Kölner Dreigestirn aus den eigenen Reihen der Kölner Narren-Zunft.

Bereits weit vor dem offiziellen Beginn um 18:00 Uhr trafen viele euphorisierte KNZ-Mitglieder und deren Gäste im Sion Stapelhaus ein und es wurde aufgeregt über die drei designierten Jungs gesprochen. „So eine sensationelle Nachricht mobilisiert natürlich noch einmal ganz besonders, so daß wir uns über eine Teilnahmequote von 165 Prozent der angemeldeten Personen freuen durften.“, sagt Gaffelschriever Jesper Ziegengeist mit einem Augenzwinkern, denn natürlich war man auf den Ansturm vorbereitet.

Um 19:30 Uhr war es dann soweit: Unter großem Jubel zogen die designierten „Prinz Marius I.“ (Wallenborn), „Bauer Alex“ (Alexander Hagen) und „Jungfrau Johanna“ (Maximilian Roth) gemeinsam mit dem Vorstand des Festkomitees Kölner Karneval in das mittlerweile gut gefüllte Stapelhaus ein. Und es lief wie am Schnürchen: Die Performance der Jungs saß und sie ließen mit ihrer kurzen Ansprache keinen Zweifel daran, daß sie genau die Richtigen für die kommende Session sind.

Das anschließende Bad in der Menge bei ihren Narrenzünftlern sowie Freunden und Familie genossen die Drei sichtlich mit unzähligen Glückwünschen, gemeinsamen Fotos und tollen Gesprächen – zuhause ist es halt am schönsten.

So ging ein großartiger Abend viel zu schnell zu Ende und die gesamte KNZ freut ich bereits wie jeck darauf, mit ihrem Dreigestirn in die Session zu starten.

Quelle (Text und Foto): Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.

 




Kölner Narren-Zunft stellt das Kölner Dreigestirn 2027

Heute (9. September 2026) ist für die KNZ ein magischer Moment, denn nach 1997 und 2017 ist es 2027 wieder soweit: Die Kölner Narren-Zunft stellt das Kölner Dreigestirn!

„Morje es, wat do drus mähs!“ lautet das Motto der Session 2027. Und welche Dreigestirn-Besetzung könnte besser zum Sessionsmotto passen, als drei Anfang 30 Jahre junge Kölner?

Genau solche drei Senatoren der KNZ haben sich zusammengefunden und gemeinsam mit Bannerhär Thomas Brauckmann heimlich, still und leise alles in die Wege geleitet.

Und sie haben überzeugt: „Das ist eine gigantische Ehre für unsere designierten „Prinz Marius I.“, „Bauer Alex“ und „Jungfrau Johanna“. Die Kölner Narren-Zunft wird sie mit geballter Kraft und großer Freude durch diese unvergeßliche Session tragen.“, freut sich Thomas Brauckmann über die erfolgreiche Bewerbung.

Aus Sicht der KNZ verkörpern die drei Jungs genau die Energie und die Leidenschaft, die den Kölner Karneval heute und in Zukunft ausmachen: „Die KNZ ist seit über 140 Jahren ein fester Bestandteil im Kölner Karneval und dieses dynamische Trio ist der lebende Beweis dafür, dasß jahrzehntelange Tradition und frischer, junger Wind Hand in Hand gehen können.“, erklärt hierzu Pressesprecher Jesper Ziegengeist.

Das designierte Trifolium lebt in der KNZ schon seit Langem genau diesen Eigenanspruch:

  • „Prinz Marius I.“ (Wallenborn) engagiert sich seit Jahren bei Wind und Wetter in der Organisation der KNZ-Gruppe im Kölner Rosenmontagszug.
  • „Bauer Alex“ (Hagen) ist als kooptiertes Vorstandsmitglied für digitale Themen wie die Website, den Mitgliederbereich und Social Media mitverantwortlich.
  • „Jungfrau Johanna“ (Maximilian Roth, trägt den Namen zu Ehren seiner verstorbenen Großmutter) erstellt bei den KNZ-Veranstaltungen den wichtigen Social Media Content.

Die Vorfreude bei Jung und Alt ist also groß in der Kölner Narren-Zunft – Morgen kann kommen.

Quelle (Text): Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.; (Foto): Jesper Ziegengeist




Köln bekommt ein neues Dreigestirn: „Prinz Marius I.“, „Bauer Alex“ und „Jungfrau Johanna“ stehen bereit

-hgj/nj- Die Kölner Narren-Zunft von 1880 stellt das designierte Trifolium der Session 2027 – drei Freunde, ein gemeinsamer Traum und 33 Tage voller Fastelovend.

Et es widder esu wigg: In Köln ist das Geheimnis um die drei Männer gelüftet, die in der kommenden Session die jecke Stadt anführen sollen. „Prinz Marius I.“, „Bauer Alex“ und „Jungfrau Johanna“ heißen die designierten Tollitäten der Session 2027. Und eines wird schon bei ihrer Vorstellung deutlich: Hier kommt ein Trifolium zusammen, das den Fastelovend nicht nur liebt, sondern ihn auch ein Stück weit mitgestalten möchte.

Marius Wallenborn, Alexander Hagen und Maximilian Roth gehören allesamt der traditionsreichen Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. an. Damit kehrt die Gesellschaft nach zehn Jahren wieder in die erste Reihe der Kölner Jecken zurück. Zuletzt stellte sie 2017 das Kölner Dreigestirn, erklärt Tollitätenvater und KNZ-Präsident Thomas Brauckmann, der in der Session 1997 als Prinz selbst einer der Protagonisten des höchsten närrischen Amtes war.

Die kommende Session wird allerdings alles andere als lang. Gerade einmal 33 Tage bleiben dem designierten Trifolium zwischen Proklamation und Rosenmontag. Am 11. im 11.2026 werden die drei erstmals vor der großen Öffentlichkeit auf dem Heumarkt erscheinen, am 8. Januar 2027 folgt die feierliche Proklamation im Gürzenich. Und schon am 8. Februar 2027 zieht der Rosenmontagszug durch Köln.

Ein Prinzentraum, der mehr als 20 Jahre gewartet hat
Für den designierten „Prinzen Marius I.“ schließt sich damit ein ganz besonderer Kreis. Marius Wallenborn träumt bereits seit seiner Kindheit davon, einmal selbst als Prinz über die Kölner Jecken zu regieren. Einen ganz besonderen Schub bekam dieser Wunsch im Jahr 2004. Damals war sein Stiefvater Wolfgang selbst Kölner Tollität. Der junge Marius durfte auf dessen Wagen durch Köln fahren – und wußte offenbar schon damals ziemlich genau, wo er eines Tages selbst stehen wollte.

Heute ist aus dem kleinen Jungen ein gestandener Karnevalist geworden. Seit 2016 gehört Marius Wallenborn der Kölner Narren-Zunft an und ist dort Senator. Bereits seit 2010 engagiert er sich als Helfer im Kölner Rosenmontagszug, seit 2024 unterstützt er zudem den Ordensmeister als Assistent.

Auch beruflich ist Marius Wallenborn fest in Köln verwurzelt. Nach seiner Ausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker, dem Studium des Handwerksmanagements und der Meisterausbildung in der Orthopädietechnik ist er heute Gesellschafter-Geschäftsführer der Wallenborn Sporthopädie GmbH.

Wenn der Karneval einmal Pause macht, darf es sportlich werden. Marius Wallenborn ist lebenslanges Mitglied des 1. FC Köln und dem SV Deutz 05 verbunden. Golf und Squash gehören ebenfalls zu seinen Freizeitbeschäftigungen. Und natürlich bleibt Zeit für Freunde und seine Lebensgefährtin.

„Bauer Alex“: kölsche Wurzeln und ein Faible für die Zukunft
An der Seite des Prinzen steht mit „Bauer Alex“ – Alexander Hagen ein gebürtiger Kölner, bei dem kölsche Verbundenheit praktisch in der Familie liegt.

Alexander Hagen ist Wirtschaftsingenieur und Betriebsleiter und arbeitet im Familienunternehmen Multitech Gesellschaft für Umwelttechnik. Seit 2025 ist er dort auch als Gesellschafter tätig.

Seine Verbindung zur Kölner Narren-Zunft besteht seit 2018. Dort engagiert er sich als Senator und gehört seit 2025 als kooptiertes Vorstandsmitglied zum erweiterten Vorstand. Besonders kümmert er sich um die digitalen Themen der Gesellschaft – von der Internetseite über den Mitgliederbereich bis hin zu den sozialen Medien.

Dass ein Kölner Jung an seinem FC hängt, versteht sich beinahe von selbst. Alex Hagen ist seit fast zwei Jahrzehnten Mitglied des 1. FC Köln. Doch auch der Fastelovend wurde ihm gewissermaßen mitgegeben: Schon als Kind war er Teil der „Krabbelgruppe“ der Prinzen-Garde Köln. Sein Vater gehörte zu den Gründern der KG Kleine Erdmännchen.

Privat genießt der designierte Bauer die Zeit mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter. Reisen, Skifahren in den österreichischen Bergen und Golf gehören zu seinen Freizeitaktivitäten. Und wenn es um American Football geht, darf die Runde gerne größer sein – am liebsten gemeinsam mit seinen Freunden Marius und Max.

„Jungfrau Johanna“: Ein Name mit ganz besonderer Bedeutung
Und dann ist da „Jungfrau Johanna“, hinter deren Ornat sich Maximilian Roth verbirgt. Der Name ist nicht zufällig gewählt. Maximilian Roth widmet seine Regentschaft seiner verstorbenen Großmutter Johanna, die für ihn eine besonders wichtige Bezugsperson war. So bekommt die Figur der Kölner Jungfrau in der Session 2027 eine ganz persönliche Geschichte mit auf den Weg.

Maximilian Roth ist seit rund zehn Jahren im organisierten Karneval aktiv. 2017 schloß er sich der Kölner Narren-Zunft an. Seit 2023 gehört er außerdem zum Tanzkorps „Blaue Jungs“ der KG Lövenicher Neustädter.

Beruflich ist Maximilian Roth in der Versicherungsbranche zu Hause. Nach seiner Tätigkeit als Allianz-Kundenbetreuer machte er sich 2023 selbstständig und gründete in Pulheim eine eigene Niederlassung. Dort betreut er Kunden rund um Versicherungen und Vorsorge.

Wenn der Terminkalender es zuläßt, gehört seine Freizeit der Familie, Freunden und seiner Lebensgefährtin. Sport ist dabei ebenfalls ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Fußball und American Football schaut Maximilian Roth besonders gerne – am liebsten gemeinsam mit den Menschen, die ihm nahestehen.

Das designierte Kölner Dreigestirn 2027 mit Festkomitee Präsident Lutz Schade (links), Thomas Brauckmann, Bannerhär (Präsident) der Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. und jungen Dachdeckern des MeisterCampus der HwK zu Köln.

Drei Freunde mit einer gemeinsamen Idee
Was das designierte Trifolium verbindet, ist nicht allein die Mitgliedschaft in derselben Gesellschaft. Die drei kennen sich, teilen gemeinsame Interessen und wollen die kommende Session nutzen, um mit möglichst vielen Menschen in Köln ins Gespräch zu kommen.

Dabei geht es ihnen um mehr als Sitzungen, Schunkeln und Kamelle. Ihr Blick richtet sich bewußt nach vorne. Gerade junge Menschen sollen stärker für das kölsche Brauchtum begeistert und gleichzeitig ältere Generationen mitgenommen werden.

Das paßt zum Sessionsmotto 2027: „Morje es, wat do drus mähs“
Der Satz ist dabei mehr als ein hübscher Sessionsspruch. Er beschreibt ziemlich genau die Haltung, mit der Prinz, Bauer und Jungfrau ihre kurze Regentschaft angehen wollen: Nicht darauf warten, daß andere die Zukunft gestalten – sondern selbst mitmachen.

Auch Festkomitee-Präsident Lutz Schade sieht in dem Trio eine gute Besetzung für diesen Gedanken. Die drei stünden beispielhaft dafür, jungen Jecken Verantwortung zu übertragen und ihnen die Möglichkeit zu geben, den Karneval von morgen aktiv mitzugestalten.

Vorgestellt dort, wo Zukunft gemacht wird
Der Ort der offiziellen Vorstellung war deshalb durchaus pasßend gewählt. Im MeisterCampus der Handwerkskammer zu Köln in Ossendorf präsentierte das Festkomitee das neue Trifolium.

Hier geht es normalerweise nicht um Orden, Strüßjer oder Prinzenführer, sondern um Ausbildung, Handwerk und berufliche Zukunft. Genau deshalb passte der Ort hervorragend zum Gedanken hinter dem Sessionsmotto.

Denn auch der Kölner Karneval lebt davon, dass Generationen Verantwortung übernehmen, Traditionen weitertragen und gleichzeitig den Mut haben, Neues auszuprobieren.

Jetzt wird es ernst
Für Marius Wallenborn, Alexander Hagen und Maximilian Roth beginnt damit eine außergewöhnliche Zeit. Noch sind sie designiert. Doch die kommenden Monate werden sie intensiv auf ihre große Aufgabe vorbereiten.

Am 11. im 11. heißt es dann erstmals öffentlich: Bühne frei für das neue Kölner Dreigestirn.

Und spätestens am 8. Januar 2027, wenn im Gürzenich die Insignien überreicht werden, wird aus dem Traum endgültig Realität.

Dann stehen „Prinz Marius I.“, „Bauer Alex“ und „Jungfrau Johanna“ dort, wo schon viele vor ihnen standen – mitten im Herzen des Kölner Fastelovends.

Nur eines ist anders: Ihnen bleiben diesmal gerade einmal 33 Tage. Aber die dürften es in sich haben.

Denn wenn drei junge Kölner mit Herzblut, Freundschaft und einer gehörigen Portion Vorfreude ins Ornat steigen, dann darf Köln sich schon jetzt auf eine Session freuen, die eines ganz bestimmt nicht werden soll: langweilig.

 

Das designierte Kölner Dreigestirn 2027

Der designierte Kölner Prinz Karneval 2027 „Prinz Marius I.”
Marius Wallenborn

Geburtsdatum: 19. April 1994
Familienstand: in einer Beziehung

Beruflicher Weg:
Nach seiner Ausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker und einem Studium des Handwerksmanagements schloss Marius Wallenborn seine Ausbildung mit einem Meister im Bereich Orthopädietechnik ab. Heute ist er Gesellschafter-Geschäftsführer der Wallenborn Sporthopädie GmbH in Köln.

Freizeit:
Diese Session erfüllt sich der designierte Prinz Karneval einen großen Traum, der ihn seit über 20 Jahren nicht loslässt. Sein Stiefvater Wolfgang war 2004 Tollität und Wallenborn durfte auf seinem Wagen durch Köln fahren. Ab diesem Zeitpunkt war ihm klar: Auf dieser Kanzel möchte ich auch stehen! Wenn es nicht um Karneval geht, dann gerne um Sport. Er ist lebenslanges Mitglied beim 1. FC Köln und auch beim SV Deutz 05 aktiv. Abseits des Fußballplatzes findet man ihn oft auf dem Golfplatz, beim Squash oder beim Eishockey – dort allerdings eher als Zuschauer. Er verbringt gerne Zeit mit Freunden und verreist mit seiner Lebensgefährtin, am liebsten in die Städte dieser Welt.

Karnevalistische Aktivitäten:
Seit 2016     Mitglied bei der Kölner Narrenzunft von 1880 e.V.

seit 2024: Assistent des Ordensmeisters
seit 2016: Senator
seit 2016: Saalordner auf den Sitzungen
seit 2010: Helfer im Kölner Rosenmontagszug

Der designierte Kölner Bauer 2027 „Bauer Alex”
Alexander Hagen

Geburtsdatum: 14. Januar 1992
Familienstand: in einer Beziehung, eine Tochter

Beruflicher Weg:
Der designierte Bauer hat in Köln und Pulheim studiert und arbeitet heute als Wirtschaftsingenieur und Betriebsleiter. Seit 2012 ist er Teil des Familienbetriebs Multitech Gesellschaft für Umwelttechnik, für welches er seit 2025 als Gesellschafter tätig ist.

Freizeit:
Als geborener Kölner ist er seiner Stadt und dem jecken Brauchtum stark verbunden. Sein Herz schlägt für den 1. FC Köln, wo er seit knapp 20 Jahren Mitglied ist. Aber auch ein Leben ohne Karneval kennt der 34-Jährige nicht: Er war bereits Teil der „Krabbelgruppe“ der Prinzen-Garde Köln, und sein Vater war Gründungsmitglied der KG Kleine Erdmännchen. Wenn er sich nicht gerade mit dem FC oder Fastelovend beschäftigt, reist er gerne mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter durch die Welt. Besonders oft findet man ihn in den österreichischen Bergen auf Skiern, gerne aber auch auf dem Golfplatz oder beim gemeinsamen American Football schauen, letzteres gerne mit Marius und Max.

Karnevalistische Aktivitäten:
Seit 2018     Mitglied der Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.

seit 2025 Kooptiertes Vorstandsmitglied
seit 2018 Senator

Die designierte Kölner Jungfrau 2027 „Jungfrau Johanna“
Maximilian Roth

Geburtsdatum: 20. September 1992
Familienstand: in einer Beziehung

Beruflicher Weg:
Maximilian Roth arbeitete als Allianz-Kundenbetreuer bei der Generalvertretung Henning Lorbetzki, bevor er sich 2023 selbstständig machte und eine eigene Niederlassung in Pulheim gründete. Dort kümmert er sich heute um Versicherungen und Vorsorgen.

Freizeit:
Das Herz der designierten Jungfrau schlägt neben dem Karneval vor allem für den Sport. Mit seiner Rolle als Tänzer der „Blauen Jungs” kann er seine beiden großen Leidenschaften auf ganz besondere Weise verbinden. Wenn er nicht tanzt, schaut er gerne Fußball und American Football, am liebsten in Gesellschaft seiner Lebensgefährtin, seiner Freunde oder seiner Familie. Von dort stammt auch die Inspiration für Jungfrau Johanna: Er trägt den Namen zu Ehren seiner Oma Johanna, die für ihn eine besonders wichtige Bezugsperson war.

Karnevalistische Aktivitäten:
Seit 2017 Mitglied bei der Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.
Seit 2023 Tanzkorps Blaue Jungs der KG Lövenicher Neustädter 1903 e.V.

Quelle und Foto: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Vita des Kölner Dreigestirns): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto/s der Vita): Festkomitee Kölner Karneval / Costa Belibasakis
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Veedel trifft Wiesnliebe: „Schnüsse Tring“ startet Oktoberfest in Köln-Nippes

Dirndl, Lederhose, kölsches Hätz und ordentlich Stimmung: Die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ bringt erstmals ihre eigene Oktoberfestparty ins Veedel. Am Samstag, 26. September 2026, steigt ab 17:00 Uhr im Gasthaus im Viertel in Köln-Nippes die Premiere der „Wiesnliebe“. Statt eines riesigen Festzelts und einer anonymen Massenveranstaltung setzt die Traditionsgesellschaft bewußt auf Veedelscharme und Nähe.

„Wir wollen eine richtig gute Party, bei der Jung und Alt zusammenkommen“, sagt Präsident Dirk Königs. „Wir wollen eine moderne Party mitten im Veedel – mit guter Musik, bester Stimmung und ganz viel Lust aufs gemeinsame Feiern.“

Nach dem 125jährigen Jubiläum bewußt ein neues Kapitel aufschlagen
Im vergangenen Jahr feierte die Schnüsse Tring ihr 125jähriges Bestehen. Mit der „Wiesnliebe“ schaut die Gesellschaft nun bewußt nach vorn: Tradition bleibt wichtig, soll aber immer wieder neu gelebt werden. „Wir sind stolz auf unsere Geschichte, aber wir wollen uns weiterentwickeln und unsere Zukunft vielseitig gestalten“, sagt Dirk Königs. „Mir sin Familich“ bedeute schließlich auch, verschiedene Generationen zusammenzubringen. Das paßt zum neuen Format: Feiern, Tanzen, Leute treffen und gemeinsam einen besonderen Abend erleben.

Von Ossendorf nach Nippes
Eigentlich schlägt das Herz der „Schnüsse Tring“ in Ossendorf. Für die „Wiesnliebe“ macht die Gesellschaft einen Abstecher ins Nachbarveedel Nippes. Das Gasthaus im Viertel (Holbeinstraße 35-37) wird für einen Abend zum kleinen Festzelt. Willkommen sind alle, die Lust auf ausgelassene Stimmung, gute Musik und einen besonderen Abend in geselliger Atmosphäre haben.

Spaten, Schmankerl und Party bis die Tanzfläche voll ist
Für die passende Wiesn-Stimmung gibt es frisches Spaten vom Faß, Wiesn-Schmankerl und Live-DJ. Dirndl und Lederhose sind gern gesehen, im Mittelpunkt steht aber vor allem eines: zusammen eine richtig gute Zeit zu haben. Tickets gibt es ab sofort über schnuesse-tring.de.

Quelle und Foto: Alte Kölner Karnevalsgesellschaft 1901 e.V.




Führungswechsel bei der Kölsche Narren Gilde: Ein Präsident geht, ein neues Kapitel beginnt

-hgj/nj- Bei der Kölsche Narren Gilde 1967 e.V. ist eine Ära zu Ende gegangen: Nach 20 Jahren an der Spitze der Gesellschaft hat Präsident Helmut Kopp das Präsidentenamt in jüngere Hände gelegt. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Haus des Festkomitees Kölner Karneval im Maarweg wurde Stefan Bertrams einstimmig zum neuen und damit fünften Präsidenten der Gesellschaft gewählt.

Stefan Bertrams ist dabei alles andere als ein Unbekannter. Über viele Jahre prägte er die Arbeit der Kölsche Narren Gilde mit, zuletzt als Ehrensenatspräsident und als Berater des Präsidenten. Nun übernimmt er die Verantwortung an der Spitze der Gesellschaft und steht damit vor der Aufgabe, Bewährtes zu bewahren und gleichzeitig neue Akzente zu setzen.

Ein Ring als Zeichen der Verbundenheit
Besonders emotional wurde es bei der symbolischen Übergabe des Gesellschaftsrings. Helmut Kopp überreichte seinem Nachfolger den Ring, der einst Hans Horst Engels, einem der Gründerväter und früheren Präsidenten der Kölsche Narren Gilde, gehörte.

Mehr als ein Schmuckstück wechselte damit den Besitzer. Der Ring steht für die Geschichte der Gesellschaft, für ihre Präsidenten und für die Verantwortung, die von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Ein stiller, aber eindrucksvoller Moment, der Tradition und Zukunft miteinander verband.

Für seine zwei Jahrzehnte an der Spitze wurde Helmut Kopp von der Jahreshauptversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt. Ganz verabschieden muß sich die Gesellschaft von ihrem langjährigen Präsidenten allerdings nicht: Helmut Kopp wird der Kölsche Narren Gilde auch künftig als Berater des Präsidenten zur Seite stehen.

Bewährte Kräfte und neue Verantwortung
Auch bei den weiteren Vorstandsposten setzte die Gesellschaft auf Kontinuität und klare Zuständigkeiten. Stefan Virnich wurde einstimmig als Vizepräsident bestätigt. Neu in das Amt der Schatzmeisterin gewählt wurde Sabine Ewert, die künftig für die finanziellen Belange der Gesellschaft verantwortlich zeichnet.

Die Jahreshauptversammlung machte deutlich, wie eng die Mitglieder der Kölsche Narren Gilde ihrer Gesellschaft verbunden sind. Dankbarkeit für die geleistete Arbeit, emotionale Momente rund um den Führungswechsel und der Blick nach vorn prägten den Abend.

Mit Stefan Bertrams steht nun ein erfahrener Karnevalist an der Spitze der Kölsche Narren Gilde 1967 e.V. Unterstützt von einem bewährten Vorstand kann die Gesellschaft mit Zuversicht in die Zukunft schauen.

Und Helmut Kopp darf sich nach 20 Jahren Präsidentschaft sicher sein: Sein Platz in der Geschichte der Kölsche Narren Gilde ist ihm gewiß – und sein Rat bleibt gefragt. Denn im kölschen Fastelovend gilt schließlich ganz besonders: Tradition endet nicht – sie wird weitergegeben.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s):  Kölsche Narren Gilde 1967 e.V.
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Sommerfest der KKG Blomekörfge: Kölsche Tradition trifft auf geselliges Beisammensein

-hgj/nj- Wenn die KKG Blomekörfge zum Sommerfest einlädt, darf man sich auf einen Nachmittag mit kölscher Musik, Tradition und jeder Menge guter Laune freuen. Am Samstag, 12. September 2026, wird ab 11:11 Uhr im Innenhof von St. Maternus in der Nähe des Chlodwigplatzes gefeiert.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgt gegen 14:00 Uhr die historische Löschgruppe der Kölschen Funkentöter. Eine kleine Abordnung demonstriert mit einem historischen Löschgerät, wie einst bei Bränden für Sicherheit gesorgt wurde – ein Stück kölsche Feuerwehrgeschichte zum Anschauen und Staunen.

Auch musikalisch und tänzerisch ist einiges geboten. Den Auftakt macht um 11:45 Uhr der Spielmannszug der Interessengemeinschaft Niehler Karneval. Um 15:00 Uhr sorgt Marcel Wirtz für musikalische Unterhaltung, bevor um 15:45 Uhr die Kindertanzgruppe „FC Cheerleader Pänz“ ihr Können zeigt. Den musikalischen Schlusspunkt setzt ab 17:45 Uhr die „Domstadtbande“.

Auch die kleinen Gäste kommen voll auf ihre Kosten: Hüpfburg, Kinderschminken und Entenangeln sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Damit bietet das Sommerfest der KKG Blomekörfge beste Voraussetzungen für einen geselligen Tag mit Freunden, Familie und vielen Freunden des kölschen Brauchtums.

Der Eintritt ist frei!!!

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik): KKG Blomekörfge 1867 e.V.
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Fastelovends Classic 2026 – Wenn alte Schätzchen auf vier Rädern Fastelovend feiern

22. Fastelovends Classics verbinden automobile Leidenschaft, kölsche Lebensfreude und den guten Zweck – 105 historische Fahrzeuge erreichen nach rund 180 Kilometern die Kölner Galopprennbah

Köln kann Fastelovend. Köln kann aber auch Oldtimer. Und wenn beides zusammenkommt, entsteht eine Mischung, die einfach typisch kölsch ist: Chrom glänzt in der Sonne, Motoren brummen, Menschen winken sich zu – und irgendwo ist immer ein „Hätz“ dabei.

Genau dieses Bild bot sich am Sonntag, 30. August 2026, bei der 22. Ausgabe der Fastelovends Classics. Unter dem Motto „Op veer Räder ent Glück“ gingen 105 historische Fahrzeuge auf eine rund 180 Kilometer lange Reise durch das Bergische Land. Mit dabei waren Teilnehmer aus 35 Karnevalsvereinen.

Der Startschuß fiel um 10:00 Uhr im Kölner Rheinauhafen. Von dort aus setzte sich das außergewöhnliche Teilnehmerfeld in Bewegung. Statt „Kamelle und Strüßjer“ standen diesmal klassische Fahrzeuge im Mittelpunkt – Fahrzeuge, die längst automobile Geschichte geschrieben haben und bei denen so mancher Blick unweigerlich zurück in vergangene Jahrzehnte ging.

Von Köln ins Bergische und zurück
Die Route führte die Oldtimerfans durch das Bergische Land. Nach den ersten Etappen wartete an der Holsteins Mühle in Nümbrecht die Mittagsrast. Zeit zum Verschnaufen, zum Fachsimpeln und natürlich auch zum gemeinsamen Austausch.

Denn bei den Fastelovends Classics geht es längst nicht ausschließlich darum, welches Fahrzeug unter der Haube wie viele Pferdestärken versammelt. Es geht um die Menschen dahinter, um die Freude an historischen Automobilen und vor allem um das gemeinsame Erlebnis.

Am Nachmittag hieß es schließlich wieder: Kurs auf Köln.

Gegen 16:30 Uhr rollten die ersten Teilnehmer auf der Kölner Galopprennbahn ein. Was am Morgen mit dem Start im Rheinauhafen begonnen hatte, fand dort seinen geselligen Abschluß. Teilnehmer, Freunde und Gäste ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

Automobile Zeitreise auf vier Rädern
Wer sich für historische Fahrzeuge begeistert, kam bei dieser Ausfahrt ohnehin auf seine Kosten. Das Starterfeld reichte von den frühen Klassikern bis zu Fahrzeugen, die vielen noch aus ihrer eigenen Jugend bekannt sein dürften. Die Baujahre der teilnehmenden Automobile lagen zwischen 1930 und 1990.

Besonders weit zurück führte ein Ford Model A Speedster aus dem Jahr 1930. Ebenfalls echte Hingucker waren unter anderem ein Austin Healey 100/4 BN1 von 1953, ein Porsche 356 Pre A Speedster und ein Jaguar XK 140, beide aus dem Jahr 1954.

Auch ein Mercedes-Benz 300 SE Cabriolet von 1965 gehörte zum rollenden Klassikerfeld. So unterschiedlich die Fahrzeuge auch waren – gemeinsam sorgten sie für jene besondere Atmosphäre, die den Reiz der Classics ausmacht: automobile Geschichte zum Anfassen, verbunden mit der unverwechselbaren Lebensfreude des Kölner Fastelovends.

Wer am Ende vorne lag
Natürlich gehört bei einer solchen Veranstaltung auch die Frage dazu, wer sich am Ende über eine Auszeichnung freuen durfte.

  • Bei der Gesamtwertung setzten sich Gabi und Ingo Sieger aus dem Altstädter Reservekorps an die Spitze. Die Auszeichnung überreichte Dr. Björn Braun.
  • Den zweiten Platz sicherten sich André Melchior und Leondro Di Modica mit Hannes aus dem Altstädter Tanzkorps. Die Ehrung nahm Josef Teupe vor.
  • Auf Rang drei folgten Jutta Hanisch und Veit Kausemann aus dem Altstädter Reiterkorps. Björn Griesemann übernahm hier die Auszeichnung.
  • Auch die Fahrzeuge selbst wurden bewertet. Dabei machte ein Mercedes-Benz 280 S das Rennen und belegte Platz eins. Rang zwei ging an einen Citroën 2CV, während ein Fiat X1/9 den dritten Platz erreichte.

€ 2.222,00 mit ganz viel Hätz

Doch die wichtigste Zahl des Tages stand nicht auf einer Ergebnisliste.

€ 2.222,00 kamen im Rahmen von „Dat Kölsche Hätz“ für den guten Zweck zusammen. Die Spende geht an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln.

Damit bekam die Ausfahrt eine zusätzliche, besonders wertvolle Dimension. Denn was gibt es Kölscheres, als gemeinsam Freude zu haben und gleichzeitig anderen etwas davon abzugeben?

Die Fastelovends Classics werden gemeinsam von den Altstädtern Köln 1922 e.V. und der Kölner Narren-Zunft von 1880 veranstaltet.

Un dann wor et widder e Stöckche Fastelovend
Irgendwann verstummen auch die letzten Motoren. Die Hauben werden geschlossen, die Fahrer steigen aus und aus dem rollenden Klassikerfeld wird wieder eine gesellige Runde auf der Galopprennbahn.

Doch der Tag hinterlässt mehr als schöne Bilder von glänzendem Chrom.

Er erzählt von Tradition. Von Freundschaft. Von der Freude an alten Dingen, die man bewahrt, weil sie Geschichten erzählen. Und von einer Stadt, in der Gemeinschaft eben nicht nur ein Wort ist.

  • 105 historische Fahrzeuge waren unterwegs.
  • Rund 180 Kilometer lagen hinter ihnen.
  • € 2.222,00 gehen an krebskranke Kinder.
  • Und ein Sonntag voller Fastelovend, Oldtimer un kölschem Hätz geht zu Ende.

Genau dafür lieben wir Köln und den Fastelovend!

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Altstädter Köln 1922 e.V. / Sandra Schild
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Tanzpaar wieder vollständig – Lisa-Marie Richters ist die neue Marketenderin des Reiter-Korps „Jan von Werth“

Bereits wenige Tage nach dem verletzungsbedingten Ausfall der bisherigen Marketenderin Lisa Quotschalla darf das Traditionskorps Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V. bekanntgeben:

„Unser Tanzpaar ist wieder komplett!“

Dank des guten Netzwerks im Karneval konnte trotz des herausfordernden Zeitpunkts, die große Lücke bereits nach wenigen Tagen wieder neu besetzt werden.

Wir sind stolz und glücklich, unsere neue Marketenderin Lisa-Marie Richters vorstellen zu dürfen.

Die 29jährige Beamtin im öffentlichen Dienst konnte auf Anhieb mit ihrem tänzerischen Können, ihrer Ausstrahlung und ihrer offenen Art überzeugen. Ab sofort wird sie gemeinsam mit Tanzoffizier Max Beckmann, der ebenfalls seine erste Session in der Uniform des Reiter-Korps „Jan von Werth“ bestreiten wird, das neue Tanzpaar bilden und damit die Farben der Gesellschaft auf und neben der Bühne vertreten.

Lisa ist gebürtig ein echtes kölsches Mädchen und lebt heute vor den Toren Kölns in Elsdorf. Ihre tänzerische Heimat fand sie zuletzt beim Tanzcorps Sr. Tollität „Luftflotte“. Zuvor sammelte sie bereits bei verschiedenen Stationen im Karneval wertvolle Erfahrungen und konnte ihr tänzerisches Können kontinuierlich weiterentwickeln. Wenn Lisa einmal nicht auf der Bühne steht, ist sie am liebsten aktiv: Sie spielt gerne Tennis, widmet sich der Fotografie oder verbringt Zeit mit ihren Freunden.

Für Lisa ist es ein ganz besonderes Privileg, als Marketenderin des Reiter-Korps „Jan von Werth“ ein Stück kölsche Lebensfreude zu verkörpern und gleichzeitig die Traditionen zu bewahren und weiterzutragen. Sie freut sich schon sehr auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Korps und darauf, die Mitglieder der Gesellschaft schon bald persönlich kennenzulernen.

Quelle (Text): Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.; (Foto): Jordi Mergen – Fotografie & Videografie / Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.




Kölsche Töne unter freiem Himmel – „J.P. Weber“ und Michael Kuhl laden zum musikalischen Sommerabend nach Brühl ein

-hgj/nj- Wenn sich die letzten Sonnenstrahlen des Tages über den historischen Kaiserbahnhof in Brühl legen, feine kölsche Klänge durch die warme Sommerluft ziehen und ein Publikum gemeinsam singt, lacht und genießt, dann ist genau jener Zauber zu spüren, der das Rheinland so einzigartig macht. Am Sonntag, 30. August 2026, verwandelt sich die außergewöhnliche Kulisse des Kaiserbahnhofs ab 19:00 Uhr in eine stimmungsvolle Open-Air-Bühne für einen Konzertabend, der Musik, Emotionen und gelebte rheinische Lebensfreude auf besondere Weise miteinander verbindet.

Mit „J.P. Weber“ (Jörg-Paul Weber) und Michael Kuhl stehen zwei Musiker auf der Bühne, die seit vielen Jahren für höchste musikalische Qualität, Leidenschaft und authentisches kölsches Lebensgefühl stehen. Jeder von ihnen hat die Musikszene weit über die Grenzen Kölns hinaus geprägt – gemeinsam versprechen sie einen Abend voller Klangfarben, Herzlichkeit und musikalischer Überraschungen.

„J.P. Weber“, den viele liebevoll als „Die Flitsch“ kennen, gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten der kölschen Musiklandschaft. Mit weit über 5.000 Konzerten auf nationalen und internationalen Bühnen, zahlreichen Kompositionen und mehr als 500 CD-Veröffentlichungen hat er sich einen außergewöhnlichen Ruf erarbeitet. Seine unverwechselbare Art, Virtuosität mit kölschem Humor und großer Publikumsnähe zu verbinden, macht jedes seiner Konzerte zu einem besonderen Erlebnis.

An seiner Seite steht Michael Kuhl – ein Musiker, dessen Name für musikalische Spitzenklasse steht. Als Gründer und ehemaliger Frontmann von „Kuhl un de Gäng“ begeisterte er viele Jahre das kölsche Publikum. Darüber hinaus ist er als Trompeter aus zahlreichen Produktionen und Konzerten unter anderem mit den „Bläck Fööss“, den „Höhnern“, der WDR Big Band Köln, Heino und vielen weiteren renommierten Künstlern bekannt. Seine Leidenschaft gilt der Musik als universeller Sprache, die Menschen unmittelbar berührt und verbindet.

Gemeinsam schaffen beide Künstler eine Atmosphäre, die weit über ein gewöhnliches Konzert hinausgeht. Zwischen kölschen Klassikern, feinsinnigen Eigenkompositionen, virtuosen Instrumentalstücken und spontanen musikalischen Momenten entsteht ein Abend, der gleichermaßen zum Zuhören, Mitsingen und Genießen einlädt. Unterstützt werden sie dabei von musikalischen Überraschungsgästen, die dem Konzert zusätzliche besondere Akzente verleihen werden.

Doch der Abend steht nicht nur im Zeichen großartiger Musik, sondern auch im Zeichen der Solidarität. Im Rahmen des Konzerts findet eine Versteigerung zugunsten des Fördervereins Elternhilfe der Elisabeth-von-Thüringen-Realschule statt. Sämtliche Erlöse kommen ohne Abzüge der wichtigen Arbeit des Vereins zugute und setzen damit ein starkes Zeichen für gesellschaftliches Engagement und gelebten Zusammenhalt.

Wer einen Sommerabend voller kölscher Lebensfreude, musikalischer Spitzenklasse und echter Gänsehautmomente erleben möchte, sollte sich diesen Termin vormerken. Wenn Musik Herzen öffnet und Gemeinschaft spürbar wird, dann zeigt sich einmal mehr, wie viel Kraft in der kölschen Kultur steckt.

Termin auf einen Blick
Sonntag, 30. August 2026
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Kaiserbahnhof Brühl

Eintrittskarten sind über die Homepage der Kölner Event Werkstatt erhältlich.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik);: Kölner Event Werkstatt
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Köln feiert das Leben – StattGarde Colonia Ahoj lädt zum unvergeßlichen Sommerfest ein

-hgj/nj- Wenn Kölsche Lebensfreude, Musik und echtes Miteinander aufeinandertreffen, dann entsteht genau das, was unsere Stadt seit jeher so besonders macht: Gemeinschaft, die von Herzen kommt.

Am Samstag, 8. August 2026, verwandelt sich der Kölner Rugby Park (Kölner Rugby-Park 1, 50939 Köln-Lindenthal) erneut in einen Ort voller Frohsinn, Herzlichkeit und kölscher Lebensart. Die StattGarde Colonia Ahoj e.V. lädt gemeinsam mit zahlreichen befreundeten Künstlerinnen, Künstlern und Vereinen zu ihrem traditionellen Sommerfest ein – und eines ist schon jetzt sicher: Hier wird nicht nur gefeiert, hier wird das kölsche Lebensgefühl gelebt.

Bereits ab 14:00 Uhr öffnen sich die Tore zu einem Sommertag, der Menschen zusammenbringt. Ab 15:00 Uhr übernimmt ein buntes Bühnenprogramm das Kommando und verspricht beste Unterhaltung für Jung und Alt. Ob kölsche Töne, mitreißende Tänze oder humorvolle Momente – auf der Bühne reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten.

Mit dabei sind selbstverständlich die beliebten Formationen der StattGarde – die Bordkapelle, der Shanty-Chor und das Tanzkorps -, die mit jeder Menge musikalischem Herzblut für beste Stimmung sorgen. Darüber hinaus dürfen sich die Gäste auf Auftritte von „Bianca“, Katja Henz, den „Waschlappen Glunkern“, „Chanterella“, dem KTV „Stäänefleejer“ Liblar 2015 e.V. sowie auf eine ebenso unterhaltsame wie charmante Travestie-Show mit „Tanta Gladice“ freuen. Für Spannung sorgt die große Tombola mit Hajo Päffgenrath, während „Julie Voyage“ mit viel Charme und Witz durch das Programm führt. Den passenden musikalischen Rahmen liefert DJ Thomas Wagner, der den Rugby Park den ganzen Tag über mit den richtigen Klängen erfüllt.

Natürlich gehört zu einem echten kölschen Sommerfest auch der Genuss. Ob ein Stück Kuchen bei einer Tasse Kaffee, Leckereien vom Grill, frische Salate, ein kühles Kölsch oder ein sommerlicher Cocktail – für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Und das Schönste daran: Der Eintritt ist frei. Jeder ist willkommen, mitzufeiern und einen unbeschwerten Tag in bester Gesellschaft zu verbringen.

Doch dieses Sommerfest ist weit mehr als ein unterhaltsamer Nachmittag. Es ist ein lebendiges Zeichen dafür, wofür die StattGarde Colonia Ahoj seit ihrer Gründung steht: Offenheit, Respekt, Toleranz und das feste Vertrauen darauf, daß Vielfalt Menschen verbindet. Hier spielt es keine Rolle, woher jemand kommt oder wen er liebt – entscheidend ist allein das gemeinsame Lachen, das Miteinander und die Freude am kölschen Brauchtum. Genau dieses gelebte Miteinander macht die StattGarde seit vielen Jahren zu einer ganz besonderen Größe im Kölner Karneval.

Mitglieder, Familien, Nachbarn, Freunde und alle, die das kölsche Hätz am rechten Fleck tragen, sind eingeladen, diesen Sommertag gemeinsam zu erleben. Denn genau solche Begegnungen machen Köln aus – herzlich, offen und voller Lebensfreude.

Ein besonderer Dank gilt den Freunden vom RSV Köln, die der StattGarde ihren Rugby Park als Gastgeber zur Verfügung stellen. Diese Gastfreundschaft ist weit mehr als eine schöne Geste. Sie ist Ausdruck einer tiefen Freundschaft und eines starken Zusammenhalts, wie ihn das Kölner Vereinsleben seit Generationen prägt. Gemeinsam zeigen beide Vereine, daß Zusammenhalt keine Floskel ist, sondern Tag für Tag gelebt wird.

Am Ende bleibt genau das Gefühl, das Köln so einzigartig macht: Menschen kommen als Gäste – und gehen als Freunde. Wer das kölsche Lebensgefühl mit allen Sinnen erleben möchte, sollte sich diesen Augusttag unbedingt vormerken. Denn wenn die StattGarde Colonia Ahoj zum Sommerfest ruft, wird aus einem Sommertag ein Fest voller Hätz, Musik und unvergesslicher Momente.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik): StattGarde Colonia Ahoj e.V.
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Ein kölsches Wohnzimmer erwacht zu neuem Leben – „Zum Jan“ schlägt ein neues Kapitel auf

-hgj/nj- Manche Häuser sind weit mehr als nur ein Ort zum Einkehren. Sie erzählen Geschichten, bewahren Erinnerungen und sind über Generationen hinweg ein Stück kölscher Heimat. Genau ein solcher Ort ist das traditionsreiche Gasthaus „Zum Jan“ in der Thieboldsgasse 137. Nach einer umfangreichen Modernisierung öffneten sich am vergangenen Samstag (1. August 2026) endlich wieder die Türen – und zahlreiche Gäste ließen sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen.

Schon beim Betreten war spürbar: Hier wurde nicht einfach ein Gasthaus wiedereröffnet. Hier kehrte ein Stück kölsches Lebensgefühl zurück. Zwischen herzlichen Begegnungen, angeregten Gesprächen und fröhlichem Lachen wurde bis in die Abendstunden gefeiert. Alte Weggefährten trafen sich wieder, neue Bekanntschaften wurden geschlossen – ganz so, wie es sich für ein echtes kölsches Wohnzimmer gehört.

Nur einen Tag später stand bereits der erste besondere Höhepunkt auf dem Programm. Die Mitglieder des Kölner Traditionskorps Reiter-Korps „Jan von Werth“, deren Vereinsleben seit Jahrzehnten eng mit diesem Haus verbunden ist, statteten ihrem langjährigen Domizil einen Besuch ab. Dabei nutzten sie die Gelegenheit, das gastronomische Konzept des neuen Pächters Jan Luca Jansen und seines Teams kennenzulernen – mit durchweg positiven Eindrücken.

Für das traditionsreiche Reiter-Korps bedeutet die Rückkehr in das Gasthaus weit mehr als einen neuen Versammlungsort. Es ist die Heimkehr an einen Platz, an dem Freundschaften gewachsen sind, Karnevalsgeschichte geschrieben wurde und zahllose unvergessliche Stunden ihren Anfang nahmen.

Korpskommandant und Vorsitzender Horst Köhler bringt die Stimmung innerhalb der Gesellschaft treffend auf den Punkt: „Wir sind froh und erleichtert, endlich wieder ein zentrales Zuhause zu haben. Unsere Überzeugung ist es, daß wir mit dem neuen Team rund um Jan Luca und ihrem Konzept hier einen modernen, nachhaltigen Treffpunkt für uns und viele andere Karnevalisten haben werden“

Ein Augenzwinkern darf dabei natürlich nicht fehlen. Für die Reiter gilt künftig gleich doppelt: Sie gehen nicht nur ins „Jan“, sondern zugleich auch zu „Jan“ (Luca Jansen) – ihrem neuen Wirt.

Dass ausgerechnet Jan Luca Jansen diese Aufgabe übernimmt, paßt dabei bestens zur Geschichte des Hauses. Der junge Gastronom zählt längst zu den bekannten Gesichtern der Kölner Gastroszene. Bereits 2021 übernahm er im Alter von nur 18 Jahren das traditionsreiche Wirtshaus „Spitz“ im Agnesviertel und machte damit als jüngster Wirt der Domstadt auf sich aufmerksam. Als aktiver Karnevalist bei den „Fidelen Sandhasen“ weiß er genau, worauf es ankommt: kölsche Gastfreundschaft mit Herz, gelebte Tradition und gleichzeitig der Mut, neue Wege zu gehen.

Auch ihn bewegt der Neustart sichtlich. Die große Resonanz zur Eröffnung, die vielen Glückwünsche und die herzliche Aufnahme durch die Karnevalsgesellschaft seien für ihn Bestätigung und Motivation zugleich. Sein Ziel ist klar: Das „Zum Jan“ soll wieder ein Ort werden, an dem Menschen gerne zusammenkommen, gemeinsam feiern und kölsche Lebensfreude erleben.

Mit der Wiedereröffnung gewinnt die Kölner Karnevalsfamilie nicht nur ein traditionsreiches Gasthaus zurück. Sie erhält einen Ort, an dem Brauchtum gelebt, Freundschaften gepflegt und neue Erinnerungen geschaffen werden. Einen Platz, an dem Vergangenheit und Zukunft miteinander verschmelzen – und an dem man schon heute spürt, daß hier viele weitere Kapitel kölscher Geschichte geschrieben werden.

Denn genau das macht Köln aus: Es sind nicht allein die großen Bühnen oder die prunkvollen Säle. Es sind diese besonderen Häuser, in denen aus Gästen Freunde werden, aus Begegnungen Gemeinschaft entsteht und das kölsche Hätz seinen ganz eigenen Takt schlägt.

Weitere Informationen zum Gasthaus, zur Speisekarte und zu den Öffnungszeiten sind auf der Internetseite des Hauses erhältlich.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Jordi Mergen – Fotografie & Videografie / Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.
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Festkomitee: Gastronomie: Ausschreibung für den Kölner Straßenkarneval

Getränke- und Essensstände entlang des Zugweges

Die Gemeinnützige Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH (GGKK) vergibt für den Zeitraum von Weiberfastnacht bis Rosenmontag Standplätze für Getränke-, Imbiß- und Non-Food-Stände entlang des Zugweges des Kölner Rosenmontagszuges. Interessierte Anbieterinnen und Anbieter sind eingeladen, sich im Rahmen dieser Ausschreibung um Standplätze zu bewerben.

Betrieb von Getränkeständen

Am Zugwegrand in der Kölner Innenstadt ist Platz für bis zu 29 Getränkestände. Folgende Rahmenbedingungen gelten:

  • Betriebszeitraum: Weiberfastnacht bis Rosenmontag (Do-Mo)
  • Auf- und Abbau: Unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn (Mi) beziehungsweise nach Veranstaltungsende (Di)
  • Anzahl Stände: Bis zu 29 Standplätze entlang des Zugweges. Bitte beachten Sie, daß keine Einzelstände vergeben werden.
  • Partnerbindung: Produkte und Lieferwege unserer Partner, der Radebergergruppe KG, insbesondere die Produkte des „Haus Kölscher Brautradition“, Red Bull Germany GmbH & Co. KG und CCEP Deutschland GmbH (Coca-Cola) sind verpflichtend zu berücksichtigen.
  • Strom und Wasser: Die Kosten für Strom- und Wasseranschlüsse werden über die GGKK abgerechnet und dem Caterer anschließend in Rechnung gestellt.
  • Zusammenhängende Kosten: Der Caterer hat sämtliche mit dem Betrieb des Verkaufsstandes zusammenhängenden Kosten selbst zu tragen.

Betrieb von Imbissständen

Neben den Plätzen für Getränkestände gibt es zusätzlich Platz für bis zu 30 Imbißstände. Folgende Rahmenbedingungen gelten:

  • Betriebszeitraum: Weiberfastnacht bis Rosenmontag (Do-Mo)
  • Auf- und Abbau: Unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn (Mi) beziehungsweise nach Veranstaltungsende (Di)
  • Anzahl Stände: Bis zu 30 Standplätze entlang des Zugweges. Bitte beachten Sie, daß keine Einzelstände vergeben werden.
  • Partnerbindung: Produkte und Lieferwege unseres Partners, der Hardy Remagen GmbH & Co. KG, sind verpflichtend zu berücksichtigen.
  • Strom und Wasser: Die Kosten für Strom- und Wasseranschlüsse werden über die GGKK abgerechnet und dem Caterer anschließend in Rechnung gestellt.
  • Zusammenhängende Kosten: Der Caterer hat sämtliche mit dem Betrieb des Verkaufsstandes zusammenhängenden Kosten selbst zu tragen.

Bewerbungen

Bitte übersenden Sie uns bis zum 15.9.2026 Ihre Bewerbung inklusive der von Ihnen angebotenen umsatz- und flächenunabhängigen Vergütung für den von Ihnen gewünschten Zeitraum, die Sie bereit sind für die Vergabe der Lizenzen zu zahlen. Alle Bewerbungen gehen an folgende Adresse:

Gemeinnützige Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH
z.H. Maximilian Otte
Maarweg 134
50825 Köln

oder per Mail an vermarktung(at)koelnerkarneval.de.

Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen unter +49 151 18232989 zur Verfügung.

Es gelten die üblichen rechtlichen Vorgaben und Genehmigungen. Die Gemeinnützige Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH (GGKK) verfügt über die exklusiven Vermarktungsrechte näher definierter öffentlicher Verkehrsflächen entlang des Zugweges zur Vergabe für Imbiss-, Getränke- und Non-Food-Stände. Diese Rechte wurden ihr als Veranstalterin des Kölner Rosenmontagszuges von der Stadt Köln eingeräumt.

Quelle und Foto / Grafik : Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.




Köln sucht ein Denkmal für seine unvergessene „Mottoqueen“ – Jetzt Ideen für den Marie-Luise-Nikuta-Platz einreichen!

-hgj/nj- „Levve, un levve losse“ – kaum ein Satz beschreibt das kölsche Lebensgefühl treffender. Nun soll genau diese Botschaft einen sichtbaren Platz im Herzen Kölns erhalten. Der Verein Levve Un Levve Losse e.V. ruft Kreative aus ganz Deutschland dazu auf, den zukünftigen Erinnerungsort für die unvergessene Karnevalslegende Marie-Luise Nikuta zu gestalten.

Köln verdankt Marie-Luise Nikuta weit mehr als unzählige unvergessene Lieder. Die 1938 geborene und 2020 verstorbene Sängerin, Komponistin und Texterin war die unbestrittene „Mottoqueen“ des Kölner Karnevals. Über Jahrzehnte prägte sie mit ihren Liedern Generationen von Jecken und verlieh dem kölschen Fastelovend eine unverwechselbare Stimme. Gleichzeitig stand sie wie kaum eine andere Persönlichkeit für Offenheit, Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit.

Mit ihrem wohl bekanntesten Lebensmotto „Levve, un levve losse“ schuf sie weit mehr als einen Liedtitel – sie formulierte eine Haltung, die bis heute das Herz der Domstadt berührt.

Ein Platz mit Geschichte soll ein Gesicht bekommen
Seit Oktober 2025 trägt der Platz an der Hahnentorburg offiziell den Namen Marie-Luise-Nikuta-Platz. Nun beginnt der nächste bedeutende Schritt: Der Verein Levve Un Levve Losse e. V. – Freundeskreis Marie-Luise Nikuta möchte dort gemeinsam mit kreativen Köpfen einen dauerhaften Erinnerungsort entstehen lassen.

Gesucht werden außergewöhnliche Ideen – ob Denkmal, Skulptur, künstlerische Platzgestaltung oder ein innovatives Gesamtkonzept. Der Phantasie sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist allein, dass die Botschaft „Levve, un levve losse“ sichtbar, erlebbar und dauerhaft in den öffentlichen Raum getragen wird.

€ 5.000,00 Preisgeld warten auf die besten Ideen
Der Wettbewerb richtet sich bewußt an ein breites kreatives Publikum. Künstler, Designer, Architekten, Studenten sowie interdisziplinäre Teams sind eingeladen, ihre Ideen einzureichen.

Für die drei überzeugendsten Entwürfe stellt der Verein Preisgelder in Höhe von insgesamt € 5.000,00 bereit:

  • 1. Preis: € 2.500,00
  • 2. Preis: € 1.500,00
  • 3. Preis: € 1.000,00

Die Einreichungsfrist endet am 11. November 2026 – paßender könnte ein Termin im kölschen Kalender kaum gewählt sein.

Mehr als ein Wettbewerb – ein Denkmal für kommende Generationen
Der Ideenwettbewerb bildet den Auftakt eines langfristigen Projekts. Gemeinsam mit der Stadt Köln soll auf Grundlage des Siegerentwurfs ein dauerhaftes Denkmal entstehen, dessen Realisierungskosten im bis zu sechsstelligen Bereich liegen können. Finanziert werden soll das Projekt durch Spenden und Förderpartnerschaften.

Damit entsteht nicht nur ein Kunstwerk, sondern ein Ort des Erinnerns, der Begegnung und der kölschen Identität – mitten zwischen Rudolfplatz, Hahnentorburg und Schaafenstraße, einem der lebendigsten und vielfältigsten Viertel der Stadt.

Prominent besetzte Jury entscheidet anonym
Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft. Mit dabei ist Andrea Nikuta-Meerloo, Tochter von Marie-Luise Nikuta und Ehrenpräsidentin des Vereins. Ergänzt wird das Gremium durch Persönlichkeiten aus Kirche, Karneval sowie der queeren Community.

Die eingereichten Arbeiten werden anonym bewertet – allein die Qualität der Ideen entscheidet.

Ein Aufruf an alle Kreativen
Der Wettbewerb startet bewußt am 88. Geburtstag von Marie-Luise Nikuta. Ein symbolträchtiger Moment, der zeigt, daß ihr Vermächtnis weit über ihre Lebenszeit hinauswirkt.

Wer sich künstlerisch mit Köln, seiner Kultur und seiner einzigartigen Lebensphilosophie verbunden fühlt, erhält hier die außergewöhnliche Möglichkeit, Geschichte mitzuschreiben. Vielleicht wird gerade der eigene Entwurf künftig tausende Menschen täglich daran erinnern, wofür Marie-Luise Nikuta ihr Leben lang stand: Respekt, Zusammenhalt und die Freude am Miteinander.

Wie Vereinspräsident André Schulze Isfort treffend formuliert:
„Marie-Luise hat ihr Leben lang Menschen zusammengebracht. Ein Denkmal an diesem besonderen Ort ist die schönste Art, ihre Botschaft lebendig zu halten – mitten in Köln, für alle sichtbar. Wir freuen uns auf mutige, kreative Ideen.“

Teilnahme
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen sowie das Teilnahmeformular stehen auf der Internetseite des Vereins bereit. Einsendeschluß ist der 11. November 2026.

typischkölsch.de findet: Dies ist weit mehr als ein Kunstwettbewerb. Es ist eine Einladung, einem der größten kölschen Originale ein bleibendes Denkmal zu setzen – und zugleich ein sichtbares Zeichen dafür, dass „Levve, un levve losse“ heute aktueller ist denn je.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik): Levve Un Levve Losse e. V.
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Maifreunde übergeben Spende an die Schull- und Veedelszöch Köln

Die sieben Kölner Karnevalsgesellschaften der Maifreunde haben heute 16. Juli 2026) im Stapelhaus offiziell den Erlös in Höhe von € 4.200,00 ihrer gemeinsamen Veranstaltung „Tanz in den Mai“ an die Schull- und Veedelszöch Köln übergeben. Der Zusammenschluß hatte sich erstmals gebildet, um gemeinsam ein Zeichen für kölsches Brauchtum und Nachwuchsförderung zu setzen.

Die Spende unterstützt die traditionsreichen Schull- und Veedelszöch, die jedes Jahr tausende Kinder, Jugendliche und Veedelsgruppen auf die Straßen bringen und damit einen zentralen Beitrag zur kölschenen Kultur leisten.

„Dass wir als sieben Gesellschaften gemeinsam etwas bewegen können, hat dieser Abend eindrucksvoll gezeigt. Aber auch die Künstler haben den Aben zu dem Erfolg geführt und sind Pro Bono aufgetreten. Die Unterstützung der Schull- und Veedelszöch liegt uns allen am Herzen – denn sie sind die Zukunft unseres Brauchtums“, sagte ein Sprecher der Maifreunde bei der Übergabe.

Die Veranstaltung im Stapelhaus wurde gemeinsam mit Gastgeber Frank Markus realisiert, der die Aktion von Beginn an unterstützte.

Die Maifreunde sind nachfolgend genannte beteiligte Kölner Karnevalsgesellschaften:

• K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V. vertreten durch den Geschäftsführer Bernd Kampa
• K.G. Drügge Pitter von 1962 e.V. vertreten durch den 1. Vorsitzenden Frank Schmidt
• Kölner Drachenhorde vertreten durch den Präsidenten Miriam Pohl und 2. Vorsitzenden Tobi Eschweiler
• Große Gleueler Karnevalsgesellschaft von 1912 e.V. vertreten durch den Literaten Michael Lowartz
• Gesellschaft der Karnevalsfreunde Köln-Bickendorf von 1933 e.V. vertreten durch den Präsidenten Frank Hemmersbach
• Große Sülz-Klettenberger K.G. von 1928 e.V. vertreten durch den Präsidenten Peter Butzon
• K.G. Colonia Schiffssitzung e.V. von 2023 vertreten durch den Präsidenten Dirk Becker

Neben den genannten Karnevalsgesellschaften unterstützten die Künstler Jenny Budek, Timo Schwarzendahl und Kölsche Unikate, die einzigartige Aktion zum Erhalt der Schull- und Veedelszöch der Freunde und Förderer des Kölnischen Bracuhtums.

Quelle (Text): Festausschuss Ehrenfelder Karneval e.V. von 1953; (Foto/s): Thomas Crumbach




G.M.K.G. trauert um ihren ehemaligen Präsidenten Rolf Dietmar Schuster

Köln nimmt Abschied von einem Macher des Fastelovends

-hgj/nj- Der Kölner Karneval hat eine seiner prägenden Persönlichkeiten verloren: Rolf Dietmar Schuster ist tot. Der langjährige Präsident der Großen Mülheimer Karnevals-Gesellschaft (G.M.K.G.) starb bereits am 30. Juni 2026 im Alter von 81 Jahren nach langer Krankheit. Mit ihm verliert die Domstadt einen Mann, der über Jahrzehnte hinweg nicht nur den Fastelovend lebte, sondern ihn aktiv mitgestaltete und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte.

Ein Leben für Köln und den Karneval
Wenn es um engagierte Karnevalisten geht, fällt sein Name unweigerlich. Rolf Dietmar Schuster gehörte zu jener Generation von Fastelovendsgrößen, die den Kölner Karneval nicht als Hobby verstanden, sondern als Lebensaufgabe. Bereits seit 1966 war er im Stammtisch Kölner Karnevalisten aktiv und setzte sich mit großem Engagement für das kölsche Brauchtum ein.

Beruflich machte sich Rolf Dietmar Schuster als Konzert- und Gastspieldirektor einen Namen. Seine wahre Leidenschaft schlug jedoch im Takt des Kölner Karnevals. Ob hinter den Kulissen oder auf der Bühne – Rolf Dietmar Schuster war überall dort zu finden, wo Fastelovend gelebt wurde.

25 Jahre an der Spitze der Großen Mülheimer
Besonders eng verbunden war sein Name mit der Großen Mülheimer Karnevals-Gesellschaft. Von 1974 bis 1999 führte er die traditionsreiche Gesellschaft als Präsident und prägte sie wie kaum ein anderer.

Unter seiner Führung entwickelte sich die G.M.K.G. zu einer festen Größe im Kölner Karneval. Viele Projekte, Veranstaltungen und Initiativen tragen bis heute seine Handschrift. Vereinsintern gilt er als einer der bedeutendsten Präsidenten der Gesellschaftsgeschichte. Sein Einsatz sorgte dafür, daß die Große Mülheimer weit über Köln hinaus Aufmerksamkeit und Anerkennung erhielt.

Auch die Auszeichnung der „Goldenen Feder“, die bis heute einen festen Platz im Vereinsleben besitzt, geht auf seine Initiative zurück.

Der Mann hinter großen Veranstaltungen
Rolf Dietmar Schuster war ein Organisator mit außergewöhnlichem Gespür für erfolgreiche Formate. Zu den Veranstaltungen, die er maßgeblich mitprägte oder organisierte, gehörten unter anderem die legendäre „Lachende Sporthalle“, die Kölner Sechstagerennen sowie verschiedene Karnevalsproduktionen für das Fernsehen.

Dabei beschränkte sich sein Wirken nicht auf die Organisation. Rolf Dietmar Schuster stand selbst auf den Bühnen der Stadt und begeisterte das Publikum als Sänger. Mit kölschen Liedern und seiner unverwechselbaren Art war er bei Sitzungen und Veranstaltungen ein gern gesehener Gast.

Sein größter Coup: Das ZDF kommt nach Köln
Ein Meilenstein seiner karnevalistischen Laufbahn gelang ihm Anfang der 1990er Jahre. Damals schaffte es Rof Dietmar Schuster, die ZDF-Mädchensitzung nach Köln zu holen – ein Erfolg, der dem Kölner Karneval bundesweite Aufmerksamkeit bescherte.

1993 wurde die Sendung erstmals unter dem Dach der Großen Mülheimer ausgerichtet. Vier Jahre später folgte eine weitere Ausgabe. Auch viele Jahre danach blieb die Verbindung bestehen: 2013 kehrte die traditionsreiche Fernsehsitzung erneut zur G.M.K.G. zurück.

Dieser Erfolg war kein Zufall. Als Vorsitzender des Medienausschusses beim Festkomitee Kölner Karneval verfügte Rolf Dietmar Schuster über beste Kontakte in die Medienlandschaft und setzte sich konsequent dafür ein, den Kölner Karneval auch im Fernsehen modern und attraktiv zu präsentieren.

Neue Wege für den Fastelovend
Rolf Dietmar Schuster gehörte nie zu den Menschen, die sich auf Bewährtem ausruhten. Er war offen für neue Ideen und entwickelte gemeinsam mit Partnern verschiedene Fernsehformate, die den Karneval einem breiten Publikum näherbringen sollten.

Dabei bewies er immer wieder Mut zu neuen Konzepten. Sein Ziel war es, den Fastelovend zeitgemäß zu präsentieren, ohne dabei seine kölschen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Genau diese Mischung aus Tradition und Innovation machte ihn zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des Kölner Karnevals.

Auch innerhalb der G.M.K.G. setzte er wichtige Impulse. Unter seiner Führung entstand unter anderem das Vereinsmagazin „Kölle à la G.M.K.G.“. Zudem engagierte er sich für die Nachwuchsarbeit und unterstützte Projekte, die junge Menschen früh an den Karneval heranführen sollten.

Eine Persönlichkeit, die Spuren hinterläßt
Mit Rolf Dietmar Schuster verliert Köln weit mehr als einen ehemaligen Präsidenten. Die Stadt verliert einen leidenschaftlichen Botschafter des Fastelovends, einen Netzwerker, Organisator und Visionär, der über Jahrzehnte hinweg unzählige Projekte angestoßen und begleitet hat.

Wer heute auf die Entwicklung der Großen Mülheimer und vieler Karnevalsformate blickt, kommt an seinem Wirken nicht vorbei. Zahlreiche Veranstaltungen, Ideen und Initiativen, die mittlerweile selbstverständlich erscheinen, tragen seine Handschrift.

Köln sagt leise Servus
Der Abschied fällt vielen schwer. Familie, Freunde, Weggefährten und zahlreiche Karnevalisten erinnern sich an einen Mann, der mit Herzblut für den Fastelovend gearbeitet hat und dessen Name untrennbar mit einem bedeutenden Kapitel der Kölner Karnevalsgeschichte verbunden bleibt.

Oder wie es die Familie in ihrer Traueranzeige mit einem typisch kölschen Satz ausdrückte:

„Loß mer jetzt op Heim jon!“

Ein Satz, der in diesen Tagen viele berührt. Denn mit Rolf Dietmar Schuster geht ein Stück kölscher Karnevalsgeschichte – seine Verdienste um Köln und den Fastelovend werden jedoch bleiben.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik): Große Mülheimer Karnevals-Gesellschaft e.V. 1903
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Traditionsgemeinschaft setzt starkes Zeichen des Zusammenhalts

Neuer Vorstand lädt alle ehemaligen Kölner Dreigestirne zum Einstand ein

V.l.n.r.: Schriftführer Thomas Elster , Vizepräsident René Sion, Präsident Wolfgang Heckner
sowie Kassenwart Norbert Hasbach

Ein Abend im Zeichen von Tradition, Freundschaft und Fastelovend: Auf Einladung des neu gewählten Vorstands der „Traditionsgemeinschaft der Prinzen – Bauern – Jungfrauen im Kölner Karneval von 1928 e.V.“ kamen zahlreiche ehemalige Kölner Dreigestirne zu einem ersten gemeinsamen Austausch zusammen.

Mit der Einladung an alle ehemaligen Kölner Dreigestirne setzte der neue Vorstand bewußt ein Zeichen für Zusammenhalt, generationsübergreifenden Austausch und die Stärkung des gemeinsamen Miteinanders innerhalb der karnevalistischen Familie.

Der Vorstand, bestehend aus Präsident Wolfgang Heckner, Vizepräsident René Sion, Schriftführer Thomas Elster und Kassenwart Norbert Hasbach, zeigte sich erfreut über die große Resonanz sowie die herzliche und offene Atmosphäre des Abends.

Ein besonderer Moment war die Anwesenheit des ältesten Bauern der Gemeinschaft aus dem Jahr 1960, Oskar Hamacher. Seine Teilnahme machte eindrucksvoll deutlich, wie lebendig die Verbindung zwischen den Generationen ist und welchen besonderen Stellenwert Freundschaft, Zusammenhalt und Tradition im Kölner Karneval haben.

In seiner Begrüßung betonte Präsident Wolfgang Heckner die künftige Ausrichtung der Traditionsgemeinschaft: „Wir werden sicherlich einiges neugestalten, gleichzeitig aber das bewahren, was unsere Gemeinschaft seit Jahrzehnten auszeichnet. Besonders wichtig ist uns, daß wir alle gemeinsam Prinzen, Bauern und Jungfrauen sind, die zusammenhalten – unabhängig von Alter, Jahrgang oder Amt. Mir stonn zesamme.“

Die Veranstaltung fand in besonderem Ambiente über den Dächern Kölns im Lindner Hotel Cologne City Plaza statt. Gastgeber war Dirk Metzner, Direktor des Lindner Hotel Cologne City Plaza, der mit einem BBQ den würdigen Rahmen für diesen besonderen Abend bot.

Zu den Gästen zählten unter anderem Ralf Nüsser, Geschäftsführer Koelncongress, Polizeipräsident Johannes Hermanns sowie Henrik Große Perdekamp, Direktor des Maritim Hotel Köln.

Die Anwesenheit dieser Persönlichkeiten unterstrich die enge Verbundenheit der Traditionsgemeinschaft mit dem gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt Köln.

Der neue Vorstand sieht in diesem Abend den Auftakt für eine noch engere Vernetzung innerhalb der Traditionsgemeinschaft. Der generationenübergreifende Austausch, die Pflege kölscher Traditionen und das gemeinsame Miteinander sollen auch künftig im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen.

Die Traditionsgemeinschaft der Prinzen, Bauern und Jungfrauen Köln versteht sich als lebendiges Netzwerk ehemaliger Tollitäten und setzt sich für die Bewahrung und Weiterentwicklung des kölschen Brauchtums ein.

Mer stonn zesamme – för uns Tradition, uns Fründschaff un unsere Fastelovend.

Quelle und Foto/s: Traditionsgemeinschaft Prinzen, Bauern und Jungfrauen im Kölner Karneval von 1928 e.V.