Treuer Husar feiert 100 Jahre mit einer glanzvollen Prunk- und Kostümsitzung im Gürzenich

Ein Jahrhundert voller Tradition, Gemeinschaft und kölscher Lebensfreude: Die KG Treuer Husar Blau-Gelb Köln feierte gestern eine beeindruckende Prunk- und Kostümsitzung, die ganz im Zeichen des 100jährigen Bestehens der Gesellschaft stand. Im ausverkauften Gürzenich erlebten die Gäste einen Abend voller Höhepunkte, Emotionen und ausgelassener Stimmung.
Bereits beim Einlaß sorgten die Treuen Husaren für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Offiziere bildeten entlang der Treppen des Gürzenich ein Ehrenspalier, während die Fackeln den Weg zur Feier erleuchteten und die Gäste mit einem Gefühl von Exklusivität willkommen hießen.
Tradition trifft auf Emotion: Der Abend beginnt
Mit dem Einzug des Elferrats und der Vorstellung durch den Präsidenten und Sitzungsleiter Markus Simonian startete die Sitzung mit einem grandiosen Auftritt des gesamten Korps, begleitet von den Husaren-Pänz und dem Musik- und Tanzkorps. In diesem Jahr gab es gleich zu Beginn eine besondere Premiere: Der erste Auftritt von Lena Küpper als neue Marie der Gesellschaft. Die langjährige Tänzerin und Trainerin der Husaren-Pänz beeindruckte gemeinsam mit Tanzoffizier Julian Stockhausen das Publikum mit einer herausragenden Darbietung. Eine besondere Überraschung hatte Senatspräsident Dr. Marko Schauermann im Gepäck: Er überreichte dem ersten Vorsitzenden Berthold Diller und Schatzmeister Kurt Wietheger einen Scheck in Höhe von € 50.000,00. Damit will sich der Senat an den Kosten beteiligen, die im Rahmen der Jubiläumssession entstehen.
Höhepunkte und Ehrungen prägen die Sitzung
Das Programm war ebenso hochkarätig wie vielfältig. Für Begeisterung sorgten bekannte Größen wie die Redner Marc Metzger und Martin Schopps sowie die Bands „Räuber“, „cat ballou“, „Kasalla“, „Bläck Fööss“ und „Höhner“. Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war der feierliche Einzug des Kölner Dreigestirns, angeführt von „Prinz René I.“, „Bauer Michael“ und „Jungfrau Marlis“. Die Drei wurden mit großem Jubel empfangen. Im Fokus stand an diesem Abend auch Dr. Marco Hollekamp, der Adjutant des Bauern Michael. Anlässlich seines Geburtstags überraschten ihn die Treuen Husaren mit einer festlich gestalteten Geburtstagstorte.
Ein weiteres Highlight war die Ehrung von André Kuper, dem Präsidenten des Landtages NRW, der zum Ehrenoffizier der Gesellschaft ernannt wurde. Auch Friedhelm Tillmann von Tillmann Sportpferde & Gestüt Neuhaus wurde ehrenhalber in die Gesellschaft aufgenommen als Dankeschön für die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Reiterkorps. Unter Applaus erhielten beide die Mütze der Treuen Husaren und bedankten sich herzlich für diese besondere Auszeichnung.
Besonders beeindruckend war zudem der Aufzug der Altstädter Köln, die als befreundetes Traditionskorps mit beeindruckender Mannstärke die besten Wünsche zum Jubiläum überbrachten. Das Saalorchester unter Leitung von Markus Quodt sorgte während des gesamten Abends für den perfekten musikalischen Rahmen.
Politik und Gesellschaft zu Gast bei den Treuen Husaren
Die Sitzung war auch in diesem Jahr Anziehungspunkt für Gäste aus Politik und Gesellschaft. Neben André Kuper zählte Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Falk Schnabel, ehemaliger Polizeipräsident der Stadt Köln und jetzt Polizeipräsident der Freien und Hansestadt Hamburg, zu den Ehrengästen. Mit einem emotionalen Finale und dreimal „Husare Alaaf“ verabschiedeten sich die Treuen Husaren von ihren Gästen. Der Startschuß ins Jubiläumsjahr ist gelungen – ein Jahr, das für die Gesellschaft voller weiterer Höhepunkte stehen wird.
Quelle und Foto/s: KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln








Der Startschuß für die Herrensitzung fiel mit dem Einzug des Elferrates und aller grün-roten Korpsteile (Vorstand, Regimentsspielmannszug, Reiterkorps, Reservekorps, Tanzkorps und Großer Rat) in den Saal, worauf Altstädter-Präsident Dr. Björn Braun das närrische Auditorium begrüßte. Letztmalig mit von der Partie, war auch das Tanzpaar Jeanette Leithe und Jens Käbbe, welche mit dem bitteren Aschermittwoch aus privaten und beruflichen Gründen ihre Stiefel an die nächste Generation weiterreichen.










Danach hieß es wieder aufstehen, schunkeln und mitsingen, als die „Domstürmer“ das Zelt rockten. Neben bekannten Liedern fanden auch die neuen Songs großen Anklang. Mit der Ballade „Wunsch ist Wunsch“ und der absoluten Schunkelnummer „Fastelovend“ sind den „Domstürmern“ wieder echte Hits gelungen.







Zu den weiteren Neuerungen welcher der neue Vorstand im Funkenleben etablierte, gehört der neue Funken-Podcast „Flöck jefunk“. Dort bildet TV-Moderator und Funk Manuel Andrack zusammen mit seinem Präsidenten das Team. Hier fließen Geschichten und Anekdoten ein, die viel Wissenswertes über Historie, Ülepooz und das Funkenleben vermitteln.
Auch der anschließende Auftritt der großen „Kölschen Harlequins“ überzeugte die anwesenden Alt-Köllen-Mitglieder. Die Tänzerinnen und Tänzer hatten die Zeit vor dem Sessionsbeginn genutzt, um die Tänze auf den Punkt einzustudieren und dem Publikum dabei auch die eigene Freude und Begeisterung zu zeigen.
Durch das Festkomitee Kölner Karneval wurden an diesem Abend dann noch zwei besondere Ehrungen verliehen. Der silberne Verdienstorden des FK ging an den ehemaligen Senatspräsidenten Markus Lüdemann und der goldene Verdienstorden an den ehemaligen 1. Vorsitzenden Hans-Günter Horst.



Wie gewohnt sorgten die Naaksühle in Eigenregie für das leibliche Wohl der Besucher. Neben „Weihnachtsmarktklassikern“ wie Reibekuchen, Bratwurst oder Glühwein, fand man beim Senat der Gesellschaft, Champignons mit Knoblauchdip, Scampi in Weißweinsoße sowie korrespondierende Weine. Abgerundet wurde der Weihnachtsmarkt mit einem kleinen, gemischten Bühnenprogramm durch das Guido Heup gekonnt führte.

Die Messe wurde musikalisch begleitet vom Musikzug der Domstädter Köln, der mit seinen wunderbar passenden Tönen und Texten eine besondere Atmosphäre schuf. Unter der Leitung von Ehrenratsherr Prälat Gerd Bachner und Diakon Werner Boller fand die Messe statt. Letzterer hielt eine unterhaltsame Predigt in Reimrede, in der er mit viel Humor die kleinen und großen Probleme in Köln ansprach – von der Pünktlichkeit der KVB über die Herausforderungen des 1. FC Köln bis hin zum Verkehr in der Stadt. Ein besonders berührendes Thema war die Großzügigkeit des Vereins im Hinblick auf die Spendenaktionen der letzten vielen Jahre zum Erhalt des Kölner Doms.





Gegen 18.30 Uhr wurde es hoch offiziell bei den Naaksühle. Das Festkomitee Kölner Karneval, vertreten durch Udo Marx, war erschienen, um Ferdi Kilbinger mit dem Verdienstorden des Festkomitees in Gold auszuzeichnen. Ferdi Kilbinger ist seit über 30 Jahren Mitglied der Naaksühle, Verantwortlicher für die Gründung der rechtsrheinischen Löffelgesellschaft und seit Jahrzehnten nicht mehr aus der Küche der Naaksühle wegzudenken. Nach einer kurzen Stärkungspause am Büffet, verübte das „Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett“ der KG UHU den einen oder anderen Angriff auf die Lachmuskeln der Anwesenden.
Vor dem eigentlichen Highlight des Abends, der Präsentation des Ordens wußte Trompeter Markus Rey die Anwesenden von den Stühlen zu reißen und zum Mitsingen und Schunkeln zu animieren.






