Kölsche Lebensfreude im Kristallsaal – Eine Kostümsitzung, die Herzen hob und Geschichte schrieb

Waltraud Piel und Udo Beyers vor der Überraschungsdekoration zu dessen 2 x 11. Präsidentenjubiläum

-hgj/nj- Wenn der Kristallsaal der Koelnmesse in ein funkelndes Meer aus Farben, Kostümen und kölscher Herzlichkeit getaucht wird, dann ist klar: Der Kölner Karnevals-Verein UNGER UNS von 1948 e.V. hat zur Kostümsitzung geladen. Und was die Jecken an diesem Sonntag (8. Februar 2026) erlebten, war eine Karnevalsveranstaltung von außergewöhnlicher Dichte, Wärme und Strahlkraft – ein Fest, das noch lange in den Gedanken der Gäste bleibt.

Mit dem Einmarsch des Elferrates begann ein Nachmittag, der vom ersten Moment an unter einem guten Stern stand. Zum klingenden Spiel des Regimentsspielmannszuges der Kölsche Funke rut-wieß zog der Elferrat in den Kristallsaal ein und wurde vom närrisch kostümierten Publikum frenetisch begrüßt. Nach der herzlichen Begrüßung durch UNGER UNS-Präsident Udo Beyers ließen die Roten Funken keinen Zweifel daran, daß sie gekommen waren, um Maßstäbe zu setzen: Mit ihrem aktuellen Bühnenprogramm, den Tänzen des Tanzpaares und weiteren musikalischen Glanzstücken spielten sie den Saal in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur.

Nicht unerwähnt bleiben darf ein ganz besonderer Akt kölscher Großzügigkeit: Heinz-Günther Hunold, Ehrenpräsident der Kölsche Funke rut-wieß, spendierte als Kommandant seiner Roten Funken an diesem Tag dem Verein spontan 100 Liter Kölsch – und erhöhte diese Summe nach einem humorvollen Zuruf aus dem Saal kurzerhand auf 200 Liter. Ein herzliches Dankeschön dafür an einen Freund des Karnevals und Unterstützer des einzigen Vereins unter dem Dach des Festkomitees Kölner Karneval.

Dass diese Sitzung frühzeitig ihren ersten Höhepunkt erreichte, war dem Auftritt von Volker Weiniger als „Der Sitzungspräsident“ zu verdanken. Sein hochprozentig beschwipster Redebeitrag wurde vom Publikum gefeiert, als habe die Sitzung bereits ihren stimmungsmäßigen Zenit erreicht – ein Beweis für die ungebrochene Kraft des klassischen kölschen Wortwitzes.

Musikalisch ging es nahtlos weiter: „cat ballou“ präsentierten bekannte Ohrwürmer ebenso wie neue Hits der Session und rissen das Publikum von den Sitzen. Die lautstark geforderten Zugaben zeigten, wie tief die Songs der Band im Herzen der Jecken verankert sind. Kaum verklungen, übernahm das Tanzcorps „Rheinmatrosen“ der G.M.K.G. die Bühne und setzte mit seiner bekannten tänzerisch-akrobatischen Präzision und Ausdruckskraft einen weiteren Glanzpunkt.

Den Abschluß der ersten Abteilung gestalteten – auf Einladung von Waltraud Piel, der Literatin des Vereins – die Jungs von „Miljö“. Mit ihrer unverwechselbaren Art begeisterten sie die Gäste aus nah und fern und machten eindrucksvoll klar, warum sie eine Woche vor Karnevalssonntag nicht mehr aus dem kölschen Sitzungskarneval wegzudenken sind.

Mit dem Einzug des Tanzkorps „Kölner Rheinveilchen“ begann die zweite Halbzeit dieser außergewöhnlichen Kostümsitzung. Gemeinsam mit dem Publikum und dem UNGER UNS-Elferrat zogen sie in den Saal ein – begleitet von Begeisterungsstürmen, die den Kristallsaal erzittern ließen. Ein Tusch nach dem anderen, gespielt vom Orchester Touche, begleitete die folgenden Programmpunkte, bei denen das Publikum kaum Luft zum Durchatmen fand: „Brings“, Martin Schopps mit seiner „Rednerschule“, „Kasalla“ und Guido Cantz – „Der Mann für alle Fälle“ gaben sich die Klinke in die Hand und sorgten für ein karnevalistisches Feuerwerk, von dem man schlicht nicht genug bekommen konnte.

Den würdigen Abschluß dieser Sitzung im 2 x 11. Präsidentenjahr von Udo Beyers gestalteten die „Domstürmer“, Ehrenmitglieder des KKV UNGER UNS. Ihr Finale war emotional, kraftvoll und zutiefst kölsch in all ihren Liedern- ein Finale, wie er passender kaum hätte sein können.

Besonders bewegt zeigte sich Waltraud Piel, die an diesem Tag letztmalig nach 25 Jahren im Elferrat Platz nahm. Der Blick von der Bühne über die Künstler hinweg in den begeisterten Saal hinein sei, so ihre Worte, einer der schönsten im gesamten Kölner Karneval gewesen – ein Moment, der ihre lange ehrenamtliche karnevalistische Laufbahn würdig krönte.

Diese Kostümsitzung von UNGER UNS war mehr als ein Programmnachmittag: Sie war ein lebendiges Bekenntnis zu kölscher Tradition, zu Gemeinschaft und zu jener unvergleichlichen Lebensfreude, die den Kölner Karneval seit jeher auszeichnet.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Rolf Simons
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Karneval 2026 im WDR – Humor, Heimat, Helau und Alaaf!

Samstag, 7. Februar 2026:
Thementag „Wir lieben Karneval“
Zum Auftakt in die heiße Phase der Session lädt der WDR am 7. Februar zum großen Thementag „Wir lieben Karneval“ ein. Von morgens bis abends dreht sich im WDR Fernsehen alles um Geschichten, Menschen und Momente aus den Karnevalshochburgen im Westen. Dokumentationen, Klassiker, Porträts kölscher Kultfiguren und jede Menge jecke Unterhaltung sorgen für bestes Warm-up für die tollen Tage. Unser Tipp für alle Karnevalsexperten und die, die es noch werden wollen: Um 20:15 Uhr läuft Marc Metzgers großes Karnevalslexikon als Erstausstrahlung im WDR Fernsehen – 90 Minuten Karneval pur mit “Blötschkopp” und Gästen!

 

Donnerstag, 12. Februar 2026 (Weiberfastnacht):
„Weiber live“
Passend zur Weiberfastnacht geht’s an diesem 12. Februar mit „Weiber live“ weiter, denn überall im Westen beginnt der Straßenkarneval. Aus den närrischen Hochburgen im Rheinland, Düsseldorf, Köln und Bonn, aber auch aus dem westfälischen Billerbeck kommen die Live-Bilder der feiernden Jecken und Karnevalsbands zwischen 11:00 Uhr und 12:45 Uhr im WDR Fernsehen.

„Jeck 111 – Die größten Karnevalshits aller Zeiten“
Ebenfalls am 12. Februar wird ab 13:00 Uhr bis 16 Uhr mit den größten Karnevalshits aller Zeiten weitergetanzt. Egal, ob Klassiker, Ohrwurm oder Schunkelschätzchen – die von den WDR 4 Hörerinnen und Hörern gevoteten Songs werden für ausgelassene Stimmung sorgen. Das WDR Fernsehen zeigt den Countdown LIVE aus dem WDR 4-Hörfunkstudio. Den jecken Visual-Radio-Marathon kann man trimedial live verfolgen (TV, Radio oder Stream) und kurz vor 16 Uhr steht dann fest, welcher Karnevalssong es auf Platz 1 geschafft hat.

Stunksitzung 2026 – Das Beste aus dem alternativen Kölner Karneval
Die Kultsitzung des alternativen Kölner Karnevals nimmt die aktuell schwierige Weltlage zum Anlaß, um Politik und Gesellschaft durch den Kakao zu ziehen. Getreu dem Motto: „Es gibt Wein, der mit der Zeit besser wird. Und es gibt Zeiten, die mit Wein besser werden.“ Am 12. Februar zeigt das WDR Fernsehen ab 22:15 Uhr, wie die Stunker in diesem Jahr politische und gesellschaftliche Ereignisse aus 2025 für ihre Sitzung verarbeitet haben. Besondere Highlights: Donald Trump, der zum Trumpel auf der Weltbühne im Hänneschen Theater wird.

Sitzungspräsidentin Biggi Wanninger führt auch in der „Stunksitzung 2026“ souverän durch eine gewohnt bissige Mischung aus bundespolitischer Karnevals-Satire, lokaler kölscher Tradition und stimmungsvollen Köbes Underground Songs. Zu hören auch im WDR Hörfunk am 14. Februar 2026, 15:05 Uhr bis 17:00 Uhr und in der ARD Mediathek und Audiothek (bereits jetzt verfügbar).

Samstag, 14. Februar 2026:
Divertissementchen 2026 – E Levve för Kölle
Im Himmel ist Party! Der frühere Kölner Oberbürgermeister und Bundeskanzler Konrad Adenauer feiert seinen 150. Geburtstag und mit ihm vielen ehemaligen Weggefährten. Das Divertissementchen 2026 „E Levve för Kölle“ von und mit der Bühnenspielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg Kölner Männer-Gesang-Verein begeht dieses Jubiläum am 14. Februar zwischen 10:30 Uhr und 16:00 Uhr im WDR Fernsehen mit einem rasanten Musikspektakel voller Humor, Situationskomik und natürlich mit dem typischen Musik-Mix.

Düsseldorf Helau 2026 – „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!”
Bei der großen Prunksitzung „Düsseldorf Helau“ am 14. Februar (20:15 Uhr bis 23:00 Uhr) im WDR Fernsehen überrascht das Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. mit einer neu geschaffenen Ehrung: „Der närrische Spiegel“ zeichnet eine Persönlichkeit aus, deren Ziel es ist, Menschen Freude zu bereiten und die Welt ein Stückchen bunter zu machen. Die Sendung ist geprägt von dem Motto der Session „Mer bliewe bunt – ejal war kütt!“ und bietet mit musikalischen Höhepunkten, großartigen Tanzeinlagen und „narrensicheren“ Büttenrednern alles, was das jecke Herz begehrt.

Sonntag, 15. Februar 2026:
„Kölner Schull- un Veedelszöch 2026“
Die Kölner Schull- un Veedelszöch stehen für das Herz des Straßenkarnevals! Mehr als 8.000 Teilnehmende aus 42 Schulen und 48 Veedelsvereinen sind am 15. Februar mit ihren handgemachten Kostümen auf den Beinen und greifen vielfach das Kölner Sessionsmotto „ALAAF – Mer dun et för Kölle!“ auf. Am Straßenrand werden bis 250.000 jubelnde Jecken erwartet. Das WDR Fernsehen fängt zwischen 12:30 Uhr und 15:40 Uhr die frechen und bunten Botschaften ein, die vor allem sagen sollen: Unsere Stadt ist tolerant und vielfältig im Zusammenleben!

 

Rosenmontag,16. Februar 2026:
„Rosenmontagszug aus Köln“
Der Kölner Rosenmontagszug ist der größte in Deutschland! Auf einer Zugstrecke von fast acht Kilometern präsentieren 22 Persiflagewagen regionale, bundesweite und international relevante Themen. Dieses Jahr zieht „der Zoch“ unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle!“ durch die Dom-Stadt und das WDR Fernsehen unterstützt tatkräftig durch eine Übertragung am 16. März ab 9:30 Uhr live, kommentiert von Sabine Heinrich und Guido Cantz als eingespieltes Duo.

Im Ersten kommentieren Thorsten Schorn und Monika Salchert zwischen 14:00 und 15:30 Uhr, als Reporter liefert wieder der Kölner Komiker und Schauspieler Martin Klempnow Stimmungsbilder aus dem närrischen Volk. Auslandskorrespondentin Gudrun Engel ist als Reporterin auf dem Zugleiterwagen dabei.

„Rosenmontagszug aus Düsseldorf“
Der Rosenmontagszug aus Düsseldorf ist der politischste Rosenmontagszug Deutschlands und zieht seit mehr als 200 Jahren durch Düsseldorf. Diesmal unter dem Sessions-Motto: „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“, kommentiert von Freddie Schürheck und Stefan Kleinehr im Ersten.

Am 16. Februar überträgt One ab 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr live aus der Landeshauptstadt. Hier kommentieren Janine Kemmer und Sven Lorig. Aljoscha Höhn ist als Reporter unterwegs. Das Erste zeigt die Highlights von 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr mit Reporter Sebastian Auer. Der Zug ist im WDR Fernsehen ab 15:45 Uhr zu sehen.

Wie immer mit Spannung erwartet: Die provokanten Mottowagen des legendären Wagenbauers Jacques Tilly. Mehr denn je schaut man in diesem Jahr auch weit über die deutschen Grenzen hinaus auf die Wagenkreationen des bekannten Künstlers. Tilly wird in Moskau wegen „Verunglimpfung der russischen Armee“ angeklagt, er soll bereits auf einer internationalen Fahndungsliste stehen. Jacques Tilly hat mit seinen satirischen Motivwagen wiederholt Präsident Putin und dessen Politik kritisch dargestellt. Die Solidaritätsbekundungen für Jacques Tilly aus der NRW-Landespolitik und der Bevölkerung sind groß, die Anklage wird als Angriff gegen die Meinungsfreiheit und Einschüchterungsversuch verurteilt.

„Karneval in Köln 2026“
Die alljährliche Kölner Fernsehsitzung am Rosenmontag findet unter dem Sessionsmotto 2026 „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ traditionell wieder im altehrwürdigen Gürzenich in Köln statt – im ausverkauftem Saal in Feierlaune natürlich! Auch in diesem Jahr wieder unter der Leitung von Marcus Gottschalk, dem Protokollführer des Kölner Dreigestirns und Vorstand der Kölner Prinzen-Garde!

Das Who is Who der prominenten Redner: steht für dieses große Rosenmontagsspektakel im Ersten bereit: Guido Cantz, Bernd Stelter, „Der Sitzungspräsident“ alias Volker Weininger, Martin Schopps, J.P. Weber, Marc Metzger alias „Dä Blötschkopp““ und viele mehr. Die Sitzung wird von 20:15 bis 23:30 Uhr im Ersten gezeigt.

„Superjeilezick: Die große WDR Karnevalsparty!“
Zum Abschluß des Rosenmontags gibt es im WDR Fernsehen ab 23:30 Uhr vier Stunden Karnevalslaune und Party pur aus dem Gürzenich zu Köln! Mit den größten Bands des Kölner Karnevals: „Bläck Fööss“, „Klüngelköpp“, „Brings“, „Höhner“, „Kasalla“, „Paveier“, „cat ballou“, „Miljö“ und viele mehr. Hier heißt es für alle Jecken noch einmal: Lautstärke aufdrehen und mitfeiern zu allen großen Hits und den neuen Sessionstiteln!

Dienstag, 17. Februar:
Westfalen haut auf die Pauke 2026

Bei „Westfalen haut auf die Pauke“ gibt es in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen: Bereits zum 60. Mal verwandelt sich der Congress Saal der Halle Münsterland in ein Studio für die große TV-Gala und die Halle selbst feiert ihr 100jähriges Bestehen. Seiner Hoheit „Prinz Christian II.“ zu Ehren performen am 17. Februar im WDR Fernsehen zwischen 20:15 Uhr und 22:15 Uhr bekannte Comedians und brillante Tanzgruppen aus dem westfälischen Karneval. Und die anwesenden Bands hauen so lange auf die Pauke, bis selbst der sturste Westfale über Tische und Bänke geht.

Quelle: WDR Presselounge / WDR Kommunikation; Foto: WDR/Marcel Kusch/picture alliance/dpa




Redner-Häreovend: Kölsche Wortkunst in neuer Größe

-hgj/nj- Der Redner-Häreovend der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft e. V. 1882 ist weit mehr als nur ein weiterer Termin im prall gefüllten Sitzungskalender der „fünften Jahreszeit“. Er ist ein Bekenntnis zur kölschen Redekunst, zur Tradition des gesprochenen Wortes – und zur besonderen Atmosphäre eines Abends, an dem der Redner im Mittelpunkt steht.

Am 5. Februar 2026 versammelten sich 475 Herren sowie ein Hauch Karnevalsprominenz aus zahlreichen Kölner Gesellschaften und dem närrischen Umland im Kleinen Saal (Garderobensaal) des altehrwürdigen Gürzenichs, um genau diese Tradition zu feiern.

Vom Marsiliussaal in den Kleinen Saal – ein Zeichen lebendiger Begeisterung
Über viele Jahre hinweg war der Marsiliussaal die angestammte Heimat des Redner-Häreovends. Doch die stetig wachsende Begeisterung für dieses besondere Format machte vor einigen Jahren einen Wechsel notwendig. Der Umzug in den Kleinen Saal – den Garderobensaal des Gürzenichs – war dabei kein Abschied von der Tradition, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung.

Hier, in unmittelbarer Nähe, dichter am Rednerpult und mit einer fast familiären Atmosphäre, entfaltet die kölsche Rhetorik ihre volle Wirkung. Pointen sitzen schärfer, leise Töne werden hörbar, und das berühmte kölsche Augenzwinkern findet sein dankbares Publikum.

Die Redner im Rampenlicht
Ganz traditionell stellte Dr. Joachim Wüst als Präsident der Großen Kölner an diesem Abend die Kölner Redner in den Mittelpunkt – viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, eigens für diesen Anlaß besondere Programmpunkte zu präsentieren. Das hochkarätige Programm ließ dabei keine Wünsche offen:

  • „Dä Schofför des Kanzlers“ – Dr. Jens Singer
  • „Dä Blötschkopp“ – Marc Metzger
  • „Dä Nubbel“ – Mike Hehn
  • „Die Rednerschule“ – Martin Schopps
  • „J.P. Weber“ – Jörg Paul Weber
  • „Der Sitzungspräsident“ – Volker Weininger

Zwischen den Wortbeiträgen durfte natürlich ein fester Bestandteil des Redner-Häreovends nicht fehlen: das traditionelle Hämmchen-Essen. Es ist mehr als nur kulinarische Stärkung – es schafft Raum für Gespräche, für Wiedersehen alter Weggefährten und für den persönlichen Austausch, der diesen Abend seit jeher prägt.

„Mer dun et för Kölle“
Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „Mer dun et för Kölle“ nutzte die Große Kölner die Session, um das vielfältige Engagement innerhalb der Gesellschaft sichtbar zu machen. Der Redner-Häreovend ist dabei ein lebendiges Beispiel dafür, wie Brauchtum, Gemeinschaft und Verantwortung für die Stadt Hand in Hand gehen.

So bleibt dieser Abend nicht nur als ein weiteres karnevalistisches Highlight in Erinnerung, sondern als Ausdruck dessen, was die Große Kölner seit 1882 ausmacht: gelebte Tradition, kölsches Herzblut und das feste Versprechen, Karneval immer auch für Kölle zu machen.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Mädchensitzung der Kölsche Grielächer begeistert nicht nur durch tänzerisches Kölner Dreigestirn

-hgj/nj- Der große Ballsaal des Hotel Maritim stand am Donnerstagnachmittag (5. Februar 2026) ganz im Zeichen von Grün und Blau: Die annähernd ausverkaufte Mädchensitzung der Kölsche Grielächer entpuppte sich einmal mehr als mitreißendes Highlight im kölschen Sitzungskarneval. Von der ersten Minute an wurde deutlich, daß die Grielächer auch im Jubiläumsjahr „9 × 11“ nichts dem Zufall überlassen.

Nach dem feierlichen Einzug des Elferrates mit Präsident Udo Schaaf und Sitzungsleiterin „Julie Voyage“ (Ken Reise) wurde das jecke Auditorium aus Mädels, Mädcher un Madämncher herzlich begrüßt – und anschließend direkt in Bewegung versetzt. Für die obligatorische „musikalische Gymnastik“ hatte Literat Torsten Stommel niemand Geringeren als „Kasalla“ verpflichtet. Die Band nutzte die erste halbe Stunde der Sitzung, um sowohl den Schallpegel als auch die ausgelassene Stimmung nahezu an den Anschlag zu treiben – textsicher, tanzend und mit voller Leidenschaft im Saal.

Bevor das Tanzcorps Sr. Tollität „Luftflotte“ mit seinen extrem pulsierenden Darbietungen aus Schnelligkeit, kraftvollen Hebungen und waghalsigen Figuren die Bühne eroberte, nahm Martin Schopps das Publikum mit in eine ebenso lehrreiche wie urkomische Unterrichtsstunde seiner „Rednerschule“. Nach den tänzerischen Höhenflügen der „Luftflotte“ sorgte Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“ für rhetorische Erdung – mit treffsicheren Ratschlägen, kölschen Weisheiten, reichlich Pointen und Lachsalven für die Mädels im Saal. Die vom Publikum frenetisch eingeforderten Zugaben unterstrichen einmal mehr seine Ausnahmestellung im Rednerfach.

Musikalisch übernahm anschließend „Räuber“ das komplette Podium und verwandelte den Ballsaal in eine einzige große Schunkel-, Tanz- und Mitsingarena – sozusagen als schwungvoller Abschluß des ersten Sitzungsteils.

Der zweite Teil der „Sitzung nor för Mädcher“ startete nach der Pause direkt mit einer absoluten Besonderheit im kölschen Fasteleer: Den Kölsche Grielächern war es gelungen, das Kölner Dreigestirn zu überzeugen das das weibliche Publikum durch den legendären Auftritt des Trifoliums mit Tanz und Gesang zu frenetischen Fans wie bei einem Rockkonzert in Wallung zu bringen. Ein emotionaler Moment, der bei allen „jecken Wiever“ im Saal für leuchtende Augen sorgte.

Danach begeisterte „Et fussich Julche“ Marita Köllner mit ihren Hits, die durch mehrere Zugabe für ein wenig Verspätung bei den nachfolgenden Künstlerkollegen sorgte. Leider wurde jetzt aber auch klar: wundervoll stimmungsgeladene Nachmittag neigt sich langsam aber sicher dem Finale entgegen.

Auf der Zielgeraden vor der Nachfeier im Maritim-Foyer warteten jedoch noch drei absolute Spitzendarbietungen. Die „Höhner“ lieferten mit Hits und Evergreens den perfekten musikalischen Auftakt auf der Zielgerade der Sitzung, wonach die über vierzig Tänzer und die Marie der Rezag Husaren mit hochdynamischen, ausdauernden Choreografien für atemlose Begeisterung sorgten – jecke Herzen inklusive Stillstand-Garantie.

Den umjubelten Schlußpunkt setzten schließlich „cat ballou“. Als wahre Herzensbrecher erfüllten sie im Jahr vor dem 100. Jubiläum – der aus den Grenadieren grün-blau hervorgegangenen Grielächer – einen vielfach geäußerten stimmungsvoll musikalischen Wunsch der Mädchen und machten die Mädchensitzung 2026 zu einem emotionalen, musikalischen und karnevalistischen Glanzpunkt.

Quelle(Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Jürgen Vahlenkam
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Getrennt in Farben – vereint durch et Kölsches Hätzbloot

Dritter Deckelabend 2026 der Chevaliers von Cöln in der Malzmühle ein voller Erfolg

-hgj/nj- Zum ausverkauften dritten Deckelabend der Chevaliers von Cöln 2009 e.V. versammelten sich am letzten Montagabend im Januar wieder hunderte karnevalistisch begeisterte Jecke im gemütlichen Saal der Brauerei zur Malzmühle am Heumarkt. Tradition und karnevalistisches Brauchtum trafen an diesem Abend auf herzliche Wohltätigkeit – ganz nach dem Motto

Bereits im Vorfeld war die Veranstaltung restlos ausverkauft, so groß war der Zuspruch aus den Reihen von Karnevalsgesellschaften und Unterstützern. Insgesamt hatten sich Teilnehmer aus 24 verschiedenen Kölner Karnevalsgesellschaften eingefunden, um für den guten Zweck mitzufiebern.

Im Mittelpunkt des geselligen Abends stand wieder das beliebte Spiel mit den Bierdeckeln: Jeder Gast konnte persönlich markierte Bierdeckel erwerben und versuchen, diese mit einem gezielten Wurf in eine bereitstehende Tonne zu versenken. Jeder erfolgreiche Wurf brachte die Chance auf einen der über 50 Preise, die großzügig von den Chevaliers selbst, befreundeten Gesellschaften sowie lokalen Partnern wie dem Blumenhaus Aussem und der Brauerei zur Malzmühle gespendet worden waren.

Präsident Michael Schwarz-Harkämper eröffnete den Abend offiziell und übergab die Moderation anschließend an den langjährigen Mitstreiter Markus Otrzonsek, eine Geste, die ebenso für kameradschaftlichen Zusammenhalt stand wie das gesamte Event. Der Saal war erfüllt von fröhlichem Gelächter, kölschem Dialekt und einer spürbaren Gemeinschaftsatmosphäre.

Für die musikalische Untermalung sorgte erneut das Duo „Mi Hätz“, das mit seinen bekannten kölschen Liedern das Publikum begeisterte und zum Mitsingen animierte. Begleitet wurden sie vom Musikzug der Stadtsoldaten aus Rheinbach, der mit seinen klassischen Marsch- und Karnevalsmelodien zur ausgelassenen Stimmung beitrug.

Viele der Gäste nutzten den Abend nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zum Austausch und zur Pflege des kölschen Brauchtums. Gerade in Zeiten, in denen karnevalistische Veranstaltungen in der Domstadt wieder stärker ins Bewußtsein rücken, erhielt der Deckelabend als soziale und kulturelle Größe einen besonderen Stellenwert: Er verbindet farbenfrohe Kostüme und ausgelassene Jecken-Freude mit dem tief verwurzelten Wunsch, etwas Gutes für andere zu tun.

Dank des großen Engagements aller Beteiligten – von den freiwilligen Helferinnen und Helfern über die zahlreichen Spender bis hin zu den aktiven Karnevalistinnen – konnte der Deckelabend seine traditionelle Rolle im Veranstaltungskalender festigen. Schon jetzt blicken die Chevaliers von Cöln mit Vorfreude auf den nächsten Deckelabend am letzten Montag im Januar 2027 (25. Januar), der erneut mit großer Nachfrage erwartet wird.

Ein herzliches Dankeschön ging am Ende des Abends an alle, die mit ihrem Beitrag gezeigt haben, dass kölsches Hätzbloot weit mehr ist als eine Redensart: Es ist ein verbindendes Lebensgefühl, das in Köln jeden jecken Abend zu etwas Besonderem macht.

Quelle: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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„Wecken der Jecken“: Große Allgemeine eröffnet mit Bellejeckzug den Straßenkarneval an Weiberfastnacht

Mit dem „Wecken der Jecken“ eröffnet die Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft am kommenden Donnerstag (12. Februar 2026) den Kölner Straßenkarneval. Angeführt vom „Bellejeck“, den Abordnungen von rund 20 Karnevalsgesellschaften und einem Musikcorps geht es vom Bahnhofsvorplatz zur Hofburg im DORINT am Heumarkt, wo das Kölner Dreigestirn gegen 8:30 Uhr „geweckt“ wird. Zu diesem Umzug und dem ersten Auftritt des Kölner Dreigestirns an Weiberfastnacht lädt die Große Allgemeine alle Jeckinnen und Jecken ganz herzlich ein.

Der Bellejeckzug „Wecken der Jecken“ der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V. ist der erste offizielle Umzug an Weiberfastnacht und eröffnet damit den Kölner Straßenkarneval.

2009 griff die Große Allgemeine die historische Figur des Karnevals auf und belebte den „Bellejeck“ wieder. Seinen Ursprung hat er im mittelalterlichen Hofnarren. Damit blickt der „Bellejeck“, der in Köln ausschließlich von der Großen Allgemeinen gestellt wird, auf eine mehr als 500 Jahre alte Tradition zurück.

Traditionell nehmen am „Bellejeckzug“ neben den Fahnenträgern („Plaggeköpp“) und Abordnungen vieler Gesellschaften auch ca. 250 bis 300 Jeckinnen und Jecken teil.

„Wir würden uns sehr freuen, Sie am kommenden Donnerstag, 12. Februar 2026, 8:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz um Start des Umzugs begrüßen zu dürfen. Das Eintreffen an der Hofburg im DORINT am Heumarkt ist für 08:30 Uhr geplant. Dort werden wir das Kölner Dreigestirn „wecken“ und den ersten Auftritt des Trifoliums an Weiberfastnacht erleben dürfen.“, teilt GA-Pressesprecher Andreas Holtmann mit.

Quelle (Text):Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V.; (Foto): © 2025 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Ausverkauftes Haus im Dom im Stapelhaus – KG Schlepp Schlepp Hurra setzt starkes Zeichen für den guten Zweck

Mit einem restlos ausverkauften Haus feierte die KG Schlepp Schlepp Hurra am 2. Februar 2026 im „Dom im Stapelhaus“ eine rundum erfolgreiche Veranstaltung. Bereits zu Beginn des Abends gab es einen besonderen Moment für den Verein: Der neu gewählte Präsident Max Mayerhöfer wurde offiziell in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig dankte die Gesellschaft Christoph Pickel herzlich für seine siebenjährige Amtszeit als Präsident, in der er den Verein maßgeblich geprägt und weiterentwickelt hat. Der Applaus des Publikums unterstrich die große Wertschätzung für beide.

Im weiteren Verlauf des Abends herrschte von Beginn an ausgelassene Stimmung. Das Publikum feierte ein abwechslungsreiches Programm und einen Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Neben hochkarätiger Unterhaltung stand auch der soziale Gedanke klar im Fokus. Im Rahmen der Veranstaltung konnten Spendenschecks an drei Kölner Organisationen überreicht werden, die sich mit großem Engagement für soziale Belange einsetzen:

• € 1.000,00 an das Sozialwerk der Polizei Köln
• € 111,11 an Himmel un Ääd e.V.
• € 111,11 an Traube Köln e.V.

Die KG Schlepp Schlepp Hurra zeigt damit einmal mehr, dasß Karneval, Gemeinschaft und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammengehören. Der große Zuspruch des Publikums und das ausverkaufte Haus unterstreichen die Bedeutung solcher Veranstaltungen für das Kölner Brauchtum und den guten Zweck.

Veranstalter, Mitwirkende und Gäste blickten am Ende auf einen rundum gelungenen Abend zurück – mit viel Herz, viel Stimmung und einem starken Zeichen der Solidarität.

Quelle (Text): KG Schlepp Schlepp Hurra e. V.; (Foto/s): Juliane Renn und Tom Crumbach




Kölner Rosenmontagszug 2026: Zwischen bunter Bissigkeit und jecker Spende

Vorstellung ausgewählter Persiflagen des Kölner Rosenmontagszuges 2026

Knapp zwei Wochen vor dem höchsten Feiertag im Kölner Karneval hat Rosenmontagszugleiter Marc Michelske erstmals die aktuellen Persiflagen der Presse vorgestellt. Insgesamt 21 Persiflagen werden dieses Jahr im Zoch zu sehen sein. Die Motive zeigen politische und gesellschaftsrelevante Themen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

19 Zeichnungen zeigte der Zugleiter heute den Medien, vier davon sind bereits zur Veröffentlichung freigegeben. Zwei Entwürfe – sogenannte Überraschungswagen – werden nicht vorab gezeigt. Allen Wagen gemeinsam ist das Sessionsmotto als Roter Faden. „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ lautet es 2026. Ziel des Festkomitees Kölner Karneval war es, den Fokus damit auf die rund 200.000 Menschen zu richten, die sich im Kölner Karneval, aber auch an vielen anderen Ecken der Stadt ehrenamtlich engagieren.

Wer hier eigentlich was für wen tut – das verraten nun die Persiflagewagen beim Rosenmontagszug. „Seit dem Sommer treffe ich mich mit dem Team der sogenannten Kritzelköpp, um die Themen für den kommenden Zoch festzuzurren“, erklärt Marc Michelske. Dabei ist uns Vielfalt genauso wichtig wie Aktualität und Relevanz. Wir wollen auch nicht nur mahnen und anklagen. Einige unserer Wagen zeigen unsere Wertschätzung und Dankbarkeit bei bestimmten Themen. Ich denke, die Mischung ist uns gelungen, und ich freue mich schon darauf, endlich zu sehen, wie die Wagen den Jecken gefallen.“

Der Kölner Karneval ist ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region – aber letztlich fußt er auf dem Ehrenamt. Zugleiter Marc Michelske: „Unser Sessionsmotto findet sich daher im gesamten Zoch wieder, bei den Persiflagen aber beispielsweise auch bei der Eröffnung durch unseren Ehrenamtschor.“ Etwa 250 Sängerinnen und Sänger aus über 30 Kölner Chören, aus diversen Veedeln und allen Generationen werden – begleitet von einem rund 50köpfigen Orchester – dem Zoch einen ganz besonderen Auftakt schenken.

Auch der Profisport würde nicht funktionieren ohne das Ehrenamt im Amateurbereich. Die Verbindung zeigt sich in vielen Bereichen an der Kölner Sporthochschule, deren Studierende sich auch ehrenamtlich im Kölner Rosenmontagszug einbringen. Schon seit 2023 werden die neuen Großfiguren „Big Jeck“ von ihnen bespielt, insgesamt zehn Figuren gibt es. Eine von ihnen präsentiert nun die Persiflage zu Köln als Leading City für die Olympia-Bewerbung. Denn „Mer dun et för Köllympia“!

Rosenmontagszug-Spange online und am Zoch erhältlich
In der vergangenen Session hatte sie ihre jecke Premiere: Die Rosenmontagszug-Spange, mit der die Jecken den größten deutschen Karnevalszug direkt unterstützen können. Sie ist im Design dem Schild „D’r Zoch kütt“ zu Beginn des Zuges nachempfunden und neben dem Original auch in Silber und Gold (€ 10,00, € 25,00, oder € 50,00) erhältlich. Wer mit dem Kauf der Spange seine Verbundenheit mit dem Zoch zeigen möchte, kann diese unter koelnerkarneval.shop oder während des Straßenkarnevals bei mobilen Verkaufsteams erwerben.

Der Kölner Rosenmontagszug ist mit jährlich 3,5 Millionen Euro Kosten hoch defizitär und wird vom Festkomitee Kölner Karneval querfinanziert. Dazu gehört neben Einnahmen aus Tribünen, Mediarechten und Sponsorschaften auch der Verkauf der Spangen und weiterer Sessionsartikel.

 

Wat doot ihr all met Kölle?
„Mer dun et all für Kölle“ Das ist das Motto dieser Session. Wir besingen unser Köln in Hunderten von kölschen Liedern. Immer und immer wieder beschwören wir unsere ewige Liebe zu dieser Stadt. Aber das Thema Nr. 1 im Kommunalwahlkampf war die Verwahrlosung der Stadt. Da paßt doch was nicht ganz zusammen! Und Konrad Adenauer würde uns angesichts dieser Zustände an seinem 150. Geburtstag ganz sicher gehörig die Leviten lesen. Er würde uns das Motto als Gegenfrage vor den Latz knallen: Wat doot ihr all met Kölle?! Und deswegen fahren wir Adenauer auch nicht als Denkmal durch die Stadt, sondern als „Denk mal drüber nach”!

 

Mer dun et för Köllympia
Dass sich die Region RheinRuhr inklusive Köln mit München, Berlin und Hamburg im Wettkampf um die deutsche Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 befindet, wurde in der hiesigen Öffentlichkeit lange kaum wahrgenommen. Das änderte sich schlagartig, als es Anfang Dezember plötzlich hieß, daß Köln zur „Leading City“ für die Rhein-Ruhr-Bewerbung aufsteigt. Unser neuer Oberbürgermeister – mit beruflicher Vorgeschichte beim DOSB – bringt sich auch gleich mal als Oberübungsleiter in Form. Wir Kölsche reiben uns derweil verwundert die Augen und fragen uns, wie unser geliebtes Köln es beim gegenwärtigen Leistungsniveau wohl schaffen könnte, in gerade mal zehn Jahren olympiareif zu werden. Vielleicht indem sich alle mal zusammenreißen? Wär doch was! „Mer dun et für Köllympia!“

 

Mer dun et, weil mer blauäugig sin
„Ich bin so ganz anders als deine Freunde. Die sind falsch! Hör‘ auf mich / glaube mir / Augen zu / vertraue mir!“ So versetzt die Schlange Kaa den kleinen Mogli im Dschungelbuch in Trance. Und genau so lässt sich der deutsche Michel von der blauen Schlange mit der Pfeilspitzen, roten Zunge politisch hypnotisieren. Mer dun et weil mer blauäugig sin. Reichlich naiv, die Blauen zu wählen und zu glauben, dann würde alles besser. Aber wie, zum Teufel, weckt man fast 30 Prozent der Wähler aus einer Hypnose auf?

 

Mer dun et för dr jode Geschmack
Dieses Motiv ist dem „König von Amerika“ gewidmet und seiner sehr besonderen Art, Hof zu halten. Während sich früher europäische Würdenträger mit einem Kuß des Rings oder der Füße die Ehre erwiesen ließen, heißt es bei Trump: „Man möge ihn am Arsche küssen!“ Und wo Selenskyj noch denkwürdig antwortete: „Du mich auch!“ kommen FIFA, NATO, EU und viele mehr willfährig angekrochen. Warum, ist schwer zu sagen. Vielleicht schmeckt das präsidiale Gesäß sogar?

Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto/s) Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. / Costa Belibasakis




Goldmarie zeigt Haltung, Humor und Herz – eine Sitzung, die ihren eigenen Takt vorgibt

-hgj/nj- Wer am 1. Februar 2026 das Hotel pullman Cologne betrat, spürte schnell: Diese Sitzung wollte nicht einfach nur unterhalten. Die 6. Goldmarie-Sitzung präsentierte sich als selbstbewußter Mix aus Glamour, Haltung und kölscher Leichtigkeit – und bewies eindrucksvoll, warum die Kölner Damen-KG längst eine feste Größe im Sitzungskalender und im Kölsche Fastelovend ist.

Noch bevor der offizielle Startschuß fiel, setzte eine schillernde Bühnenfigur den Ton des Nachmittags: „Julie Voyage“, alias Ken Reise, eröffnete das Geschehen mit einem Pre-Show-Act als Einsing-Konzert, der augenzwinkernd, extravagant und publikumsnah zugleich war. Kein klassisches Warm-up, sondern ein Versprechen: Hier darf gelacht, gestaunt und gefeiert werden – und zwar ohne Schablone.

Als die Goldmaries anschließend selbst in den Saal einzogen, war der Funke sofort übergesprungen. Präsidentin Tanja Spiegel eröffnete die Sitzung sichtbar bewegt und nutzte diesen Moment nicht nur für Begrüßungsworte, sondern auch für eine Geste, die dem Nachmittag zusätzliche Tiefe verlieh: Ken Reise wurde überraschend zur Ehren Goldmarieund somit zum Ehrenmitglied ernannt. Der spontane, emotionale Dank des Geehrten machte deutlich, daß diese Auszeichnung von Herzen kam – und genau dort auch ankam.

Im weiteren Verlauf zeigte sich die Sitzung programmatisch breit aufgestellt. Mit dem Einzug der Bürgergarde „blau-gold“ und dem Besuch des Kölner Dreigestirns erhielt der Nachmittag eine klassische, karnevalistische Note. „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ wurden nicht nur gefeiert, sondern auch mit einer Spende über € 1.111,00 für den Verein CAYA bedacht – ein leiser, aber wirkungsvoller Akzent für Wohnungslose und Bedürftige in Köln die unbürokratisch eine kostenlose medizinische Grundversorgung benötigen.

Humor spielte bei den Goldmaries selbstverständlich eine Hauptrolle, allerdings ohne auf altbekannte Muster zurückzugreifen. Volker Weininger (Der Sitzungspräsident“) und Ingrid Kühne („De Frau Kühne“) nutzten ihre Auftritte weniger für Monologe als für echtes Spiel mit dem Saal. Schlagfertig, direkt und überraschend entstanden Momente, die sich nicht planen lassen – und gerade deshalb wirkten.

Musikalisch setzte die Sitzung auf Abwechslung statt Routine. „Miljö“ trafen mit ihrem energiegeladenen Auftritt den Nerv des Publikums, während andere Bands den Saal immer wieder in Bewegung brachten. Besonders bemerkenswert: kleine Geschichten und spontane Situationen entwickelten sich ganz nebenbei zu Gesprächsthemen des Tages – ein Zeichen dafür, wie nah Bühne und Publikum an diesem Nachmittag beieinanderlagen.

Auch tänzerisch wurde Akzente gesetzt. Das Tanzcorps der KG Seiner Tollität „Luftflotte“ brachte mit ihrer Akrobatik Spannung in den Saal und zeigte, wie viel Mut und Präzision moderner Karnevalstanz erfordert. Später übernahmen „cat ballou“, „Mätropolis“ und die „Domstürmer“ die musikalische Führung, bevor die „Bläck Fööss“ dem Programm ein Finale verliehen, das eher an ein gemeinsames Fest als an einen Schlußpunkt erinnerte.

Am Ende blieb der Eindruck einer Sitzung, die nicht auf Effekte setzte, sondern auf Atmosphäre. Die Goldmarie-Sitzung 2026 war kein lautes Spektakel, sondern ein fein abgestimmter Nachmittag mit Persönlichkeit, Haltung und viel Herzblut.

Dass die Goldmaries im kommenden Jahr neue Wege gehen und am 10. Januar 2027 im Palais der Flora feiern werden, paßt ins Bild: Diese Gesellschaft bleibt in Bewegung – stilvoll, mutig und ganz bei sich.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Ausverkauftes Haus bei der Großen Kostümsitzung der KNZ

Volles Haus und hervorragende Stimmung – so läßt sich die Große Kostümsitzung der KNZ vom letzten Freitag (30. Januar 2026) im Kristallsaal kurz und knapp zusammenfassen, denn es fehlte an nichts. Das kurzweilige und hochkarätige Programm gepaart mit der ausgelassenen Stimmung der knapp 1.500 Gäste erzeugte eine Positiv-Spirale, in der Künstler und Publikum gleichermaßen voll auf ihre Kosten kamen. Nach dem Einzug des Elferrats mit der Nippeser Bürgerwehr durfte sich das Publikum über eine ausgewogene Mischung aus Rede, Musik und Tanz freuen.

Martin Schopps und „Sitzungspräsident“ Volker Weininger punkteten mit ihren humorvollen Vorträgen, während die „Karnevalsmäuse“ von „Druckluft“ sowie „Miljö“, „Räuber“ und „Bläck Fööss“ dem Saal ordentlich mit Musik einheizten. Auch das sympathische Kölner Dreigestirn um den quirligen „Prinz Niklas I.“ durfte natürlich nicht fehlen, bei deren Auftritt „Bauer Clemens“ mit seinem Trompetensolo für Gänsehaut im Saal sorgte. Darüber hinaus lieferte das Tanzcorps der KG Sr. Tollität „Luftflotte“ mit einer spektakulären Choreografie eine herausragende Performance.

Über einen besonderen Augenblick durfte sich die Kinder- und Jugendtanzgruppe der Kölner Narren-Zunft nach ihrem ebenfalls großartigen Auftritt freuen. Sie feiert in dieser Session ihr 35. Jubiläum und sorgt mit mittlerweile über 30 Pänz im Alter von sechs bis 16 Jahren für beste Stimmung auf der Bühne. Aus diesem Anlaß wurde der Tanzgruppe ein von Senatsschriftführer Udo Hillgemann entworfenes neues Logo überreicht, das die Pänz künftig voller Stolz tragen werden.

Sitzungspräsident Andreas Bulich schloß die Sitzung gegen 0:30 Uhr und entließ die sichtlich zufriedenen Gäste ins Foyer des Kristallsaals. Hier wurde bis in den frühen Morgen mit „DJ Henry“ (Cöllen) weitergefeiert.

Quelle (Text): Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.; (Foto/s): Jesper Ziegengeist




Kölsche Figaros setzen Glanzpunkt der Session im Theater am Tanzbrunnen

-hgj/nj- Das Theater am Tanzbrunnen war am Sonntag, 1. Februar 2026, bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Kölsche Figaros e.V. von 1950 zu ihrer Großen Kostümsitzung einluden. Was das Publikum an diesem Nachmittag erlebte, war eine Sitzung mit klarer Handschrift: traditionsbewußt, hochklassig besetzt und getragen von spürbarer Begeisterung auf und vor der Bühne.

Nach der Begrüßung durch Präsident Marco Köhler ließ die Gesellschaft keine Zeit verstreichen. Mit dem feierlichen Einzug des Elferrates, begleitet von den Kölsche Funken rut-wieß, nahm die Sitzung sofort Fahrt auf. Diszipliniert, präsent und eindrucksvoll setzten die Roten Funken einen würdigen Auftakt mit wunderschönen Tänzen ihres Tanzpaares sowie vielfältigen Kölschen Tön` und gaben die Richtung für den weiteren Verlauf des Abends vor.

Einen ersten humoristischen Höhepunkt setzte Martin Schopps mit seiner „Rednerschule“. Mit seinem bekannten Gespür für Situationskomik und treffsicherer Beobachtung nahm er das Geschehen im Saal auf, band das Publikum charmant ein und sorgte für anhaltende Lachsalven. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte das Publikum die Sitzung voll angenommen.

Tänzerisch überzeugte das Tanzkorps „Agrippina Colonia“, das Ehrentanzkorps der Kölsche Figaros. Mit präziser Ausführung, klaren Formationen und professioneller Ausstrahlung unterstrichen sie ihren besonderen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft und wurden entsprechend gefeiert.

Besonderen Applaus erhielt auch das Kölner Dreigestirn 2026. Nach ihrem stimmungsvollen Auftritt überreichten die Kölsche Figaros einen Scheck für das diesjährige Spendenprojekt. Zudem wurde Prinz, Bauer und Jungfrau zum zweiten Mal die „Goldene Böösch“ der Gesellschaft verliehen – eine Auszeichnung, die ab der kommenden Session fester Bestandteil werden soll.

Musikalisch setzte die Sitzung bereits vor der Pause mit den „Höhnern“ ein deutliches Ausrufezeichen. Ihre bekannten Titel verwandelten das Theater am Tanzbrunnen in eine große Mitsing-Arena und sorgten für ausgelassene Stimmung im Saal.

Mit dem Seitenwechsel von der Pause zurück in den Saal folgte erneut der Einzug des Elferrates der Kölsche Figaros. Die „Fidelen Kölsche“ als buntester Musikzug der Domstadt übernahmen im Anschluß die Bühne und kombinierten Musikzug und Tanz zu einem stimmungsvollen Fastelovend-Erlebnis. Mit viel Farbe, Bewegung und Nähe zum Publikum trafen sie genau den Nerv der Jecken.

Marita Köllner, das „Fussisch Julche“, bewies einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Kölner Karnevals ist. Mit Energie, Charisma und unverwechselbarem kölschem Temperament brachte sie den gesamten Saal zum Mitsingen. Die „Domstürmer“, „Kasalla“ und die Mutter aller Kölner Bands, die „Bläck Fööss“ hielten das hohe musikalische Niveau nahtlos aufrecht.

Für eine unerwartete Wendung sorgte eine Verzögerung bei den „Rabaue“, die aufgrund eines Staus nicht pünktlich im Theater eintreffen konnten. Improvisation war gefragt – und sie gelang. Kurzfristig sprang der Krätzje-Sänger und Hans-Süper-Preisträger Fabian Rangol ein, der mit seiner „Flitsch“ souverän überbrückte. Später konnten die „Rabaue“ ihren Auftritt wie geplant absolvieren und das offizielle Programm stimmungsvoll abschließen.

Nach dem letzten Bühnenapplaus war der Abend noch lange nicht beendet. Bei der After-Show-Feier wurde weitergefeiert – „DJ Schädel“ sorgte mit bekannten kölschen Hits für beste Stimmung bis in die späten Stunden.

Die Große Kostümsitzung 2026 der Kölsche Figaros zeigte eindrucksvoll, wie Qualität, Spontanität und kölsche Leidenschaft zusammenwirken können. Ein Abend, der vielen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Sonntags mit der Familie eine schöne Zeit verbringen – Frühschoppen der KKG Blomekörfge 1867 e.V.

Mer dun et för Kölle – Wertschätzung des Ehrenamt und eine Bühne für Nachwuchskünstler

Mitten in der kurzen Session wurde auf gewohnte Blomekörfge-Art zum Familienfrühschoppen am Sonntag (1. Februar 2026) geladen. Um 10:11 Uhr eröffnete der Vorstand die Veranstaltung im Pfarrsaal von St. Maternus.

Wir bereits im Jahr zuvor heizten unsere Freunde der KG Torrausch Hasenfeld 79 e.V. mit den „Silvergirls“ und ihrem Männerballett den Gästen ordentlich ein. Das erste Mal auf der Blomekörfge-Bühne durfte Fabian Rangol, ein kölscher Jung aus dem Vringsveedel, begrüßt werden. Er begeisterte von Anfang an die Gäste mit Gitarre und Wortwitz. Es ist der Gesellschaft ein besonderes Anliegen, Nachwuchskünstlern eine Bühne zu bieten, und die hat Fabian Rangol voll ausgefüllt. Er wird in Zukunft bestimmt noch auf einigen Bühnen anzutreffen sein. Eine ganz besondere Freude war die Ehrung des Ehrenmitglied Ilse Prass für 25 Jahre Mitgliedschaft. Ilse Prass ist seit vielen Jahren im Karneval ehrenamtlich tätig, unter anderem beim Literarischen Komitee. Stolz wurde ihr die Nadel mit Brillianten für 25 Jahre Mitgliedschaft überreicht.

Im weiteren Verlauf begeisterte „Dä Schofför des Kanzlers „- Jens Singer – die Gäste mit seiner politischen Rede, die sich zwischen Bundeshauptstadt und karnevalistischer Hochburg bewegte. Das Damendreigestirn der KG Ansteler Burgritter verzauberte die Anwesenden mit ihrem Sessionslied und dem Animationshit „Karnevalsmaus“ eine große Freude. Musikalisch schloss „D´r Frank“ (Frank Schalla), der in den Reihen des Blomekörfge kein Unbekannter ist, das Programm ab. Mit seinen Hits regte er die Mitglieder und Gäste nochmal ordentlich zum Tanzen und Schunkeln an. Es war ein gelungenes Frühschoppen mit ausgelassener Stimmung und guten Freunden.

Quelle und Foto/s: KKG Blomekörfge 1867 e.V.




KVB: Karneval in Köln – mit Bus und Bahn

ALAAF – Mer dun et för Kölle un fahre för üch

Alaaf – damit die jecken Tage entspannt bleiben, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zu Fahrplanänderungen an Karneval.

Fahrplanänderungen zu Karneval

Über die närrischen Tage fahren wir auch in diesem Jahr zu den Feiern und Veranstaltungen.

Von Donnerstag (Weiberfastnacht) bis Sonntag (Karnevalssontag) sowie am Karnevalsdienstag fahren die Stadtbahnen und Busse nach dem jeweiligen Tagesfahrplan.

An Weiberfastnacht fahren alle Stadtbahnlinien bis 23:00 Uhr im 10-Minuten-Takt.
Ab 23:00 Uhr bis 2:15 Uhr fahren die Linien im 15-Minuten-Takt und danach im 30-Minuten-Takt.
Die Buslinien 132 und 136 fahren ab 23:00 Uhr bis 2:15 Uhr im 15-Minuten-Takt, danach fährt die Linie 132 im 30-Minuten-Takt.

Karnevalssonntag und Rosenmontag fahren die Stadtbahnen ab 1:15 Uhr einen Nachtverkehr im 30-Minuten-Takt.

Rosenmontag fahren die Stadtbahnen ganztägig nach Freitagsfahrplan und die Busse nach Sonntagsfahrplan.

Karnevalsdienstag wird ab 01:15 Uhr ein Nachtverkehr im 60-Minuten-Takt angeboten.

KVB-Fahrplanänderungen: https://www.kvb.koeln/aktuelles/karneval/fahrplanaenderungen/index.html

KVB-Karnevalsflyer: file:///G:/Downloads/KVB%20Karnevalsflyer%202026.pdf

Sonderöffnungszeiten der Kundencenter und KVB-eigenen Verkaufsstelle

 Weiberfastnacht

  • Mülheim: 7:30 – 14:00 Uhr
  • Ehrenfeld: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Südstadt: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Neumarkt: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Dom: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Verkaufsstelle Dom: 7:30 – 14:00 Uhr

Rosenmontag

  • Mülheim: geschlossen
  • Ehrenfeld: geschlossen
  • Südstadt: geschlossen
  • Neumarkt: geschlossen
  • Dom: geschlossen
  • Verkaufsstelle Dom: 7:30 – 16:00 Uhr

Karnevalsdienstag

  • Mülheim: 7:30 – 14:00 Uhr
  • Ehrenfeld: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Südstadt: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Neumarkt: 8:00 – 20:00 Uhr
  • Dom: 8:00 – 18:30 Uhr
  • Verkaufsstelle Dom: 7:30 – 20:00 Uhr

An Karnevalsfreitag, Karnevalssamstag sowie Karnevalssonntag gelten die regulären Öffnungszeiten der Kundencenter und der Verkaufsstelle.

Verbotszonen KVB-Rad und Mietfahrzeuge

 Mit der Eröffnung des Straßenkarnevals hat die Stadt Köln, bezüglich des Abstellens von KVB-Rädern und anderen Mietfahrzeugen (zum Beispiel E-Scooter), bestimmte Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

Aus Sicherheitsgründen dürfen KVB-Räder und andere Mietfahrzeuge vom 12. Februar bis 17. Februar 2026 in folgenden Teilen der Innenstadt sowie den dazugehörigen Radstationen nicht abgestellt werden:

Wird das Mietfahrzeug innerhalb der Verbotszonen abgestellt, kostet die Rückgabe € 20,00!

Quelle: Kölner Verkehrs-Betriebe AG – Presse




Die LVR-Initiative „Karneval für alle“

Gemeinsam feiern in der Session 2026

Kartenwünsche für die Session 2026

In der aktuellen Session sind wir natürlich wieder mit unseren inklusiven Angeboten dabei. Auf den jeweiligen Unterseiten findet Ihr hierzu nähere Informationen.

Kartenwünsche nehmen wir bereits jetzt gerne jederzeit entgegen. Schreibt dazu einfach eine E-Mai mit den Namen aller teilnehmenden Personen, dem Namen der Veranstaltung, Adresse und Handynummer an karneval-fuer-alle@lvr.de.

So feiern wir am liebsten Karneval für alle
Karneval für alle muß man erleben! Hier könnt Ihr Euch einen Beitrag über unsere Initiative am Kölner Heumarkt anschauen. Viel Spaß dabei!

Mit seiner Initiative „Karneval für alle“ macht sich der LVR seit 2013 dafür stark, daß auch Menschen mit Behinderung feiern und schunkeln können. Unterstützt wird er dabei bereits von der RheinEnergie AG als Sponsor sowie dem Festkomitee Kölner Karneval und verschiedenen Karnevalsgesellschaften in Köln und im Rheinland als Kooperationspartner.

Quelle und Grafik: LVR-Fachbereich Kommunikation




Improvisation und Tränen bei der Mädchensitzung der Treuen Husaren und Großen Allgemeinen

Wenn zwei Gesellschaften des Kölner Karnevals gemeinsam einladen, ist beste Stimmung garantiert: Die KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln und die Große Allgemeine von 1900 Köln e.V. haben am gestrigen Abend (29. Januar 2026) im Hotel pullman Cologne ihre Mädchensitzung gefeiert – traditionell als Doppelveranstalter.

Pünktlich um 18:00 Uhr marschierte der Elferrat ein – bestehend aus Vertretern beider Gesellschaften und begleitet von den „Flöhen“ der Großen Allgemeinen und den „Husaren Pänz“, die mit ihren Tänzen für einen tänzerischen Auftakt sorgten, wie man ihn sich nur wünschen kann. Nachwuchs und Tradition Hand in Hand.

Das anschließende Bühnenprogramm war hochkarätig besetzt: Mit Martin Schopps, „Miljö“, „Paveier“, „Rabaue“, „Kasalla“, „cat ballou“, der Tanzgruppe der Großen Allgemeinen sowie dem Tanz-, Musik- und Offizierskorps der Treuen Husaren bot sich dem Publikum ein Abend voller kölscher Tön und tänzerischer Höchstleistungen.

Ein besonders emotionaler Moment ereignete sich beim Auftritt der „Rabaue“: Albert Detmer, langjähriger Schlagzeuger der Band und Mitglied des Treuen Husaren, hatte angekündigt, nach dieser Session in den musikalischen Ruhestand zu gehen. Eigentlich hätte er beim vergangenen Korpsappell für 25 Jahre Mitgliedschaft mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet werden sollen – doch wie das bei Musikern so ist, war er unterwegs im Dienste des Fastelovends. Diese Ehrung wurde nun nachgeholt: Präsident Markus Simonian und 1. Vorsitzender Berthold Diller überreichten ihm nach dem Auftritt auf der Bühne nicht nur die silberne Vereinsnadel, sondern auch den Sessionsorden, die Jubiläumschronik sowie eine Flasche des limitierten Jubiläums-Gins der Gesellschaft. Doch damit nicht genug: Als Zeichen der Dankbarkeit und Verbundenheit erhielt Albert zudem eine exklusive Einladung, am Rosenmontag gemeinsam mit dem Tanzpaar auf dem Festwagen des Treuen Husaren mitzufahren – ein Gänsehautmoment, der Albert Detmer zu Tränen rührte und vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

Ein weiteres absolutes Highlight des Abends war der Auftritt von „Kasalla“ – wenn auch ganz anders als geplant. Die Band kam an, doch ihr Technikbus steckte in einer Vollsperrung fest. Ohne Instrumente und Tonanlage drohte der Auftritt zu platzen. Doch statt abzusagen, zeigte sich kölscher Impro-Geist. Frontmann Basti Kampmann: „Wir haben jetzt zwei Optionen: Entweder fahren wir wieder oder wir improvisieren – denn da stehen ja Instrumente vom Orchester.“ Die Band stimmte sich spontan mit dem Orchester Markus Quodt – unter der Leitung von Bernhard Heinl – ab und verwandelten den geplanten Auftritt in ein einmaliges Akustik-Erlebnis. Musiker der Band griffen auf die vorhandenen Instrumente zurück, das Team Quodt wurde zum Teil der Band und die Frontmänner Basti Kampmann und Flo Peil performten unplugged – ganz nah am Publikum, ganz großes Kino. Der Saal tobte.

Den stimmungsvollen Abschluß des Abends lieferte „cat ballou“, die noch einmal alle Kräfte mobilisierten und den Saal in ein Finale aus Gesang, Rhythmus und kölscher Lebensfreude entließen. Für die beiden Präsidenten Markus Simonian (Treuer Husar) und Markus Meyer (Große Allgemeine) war der Abend ein weiterer Beweis für die starke Freundschaft beider Gesellschaften und für die Lebendigkeit des Kölner Karnevals. Die Zusammenarbeit zeigt, wie kölscher Fastelovend heute funktioniert: generationsübergreifend, traditionsbewusst, musikalisch vielfältig – und getragen von echter Freundschaft. Oder, wie es bei den Treuen Husaren heißt: #EinFamilich. Gleichzeitig war es auch ein Abschied mit Wehmut: Nach vielen unvergeßlichen Jahren wird die Damensitzung im pullman Cologne nicht fortgeführt werden können – das Hotel wurde verkauft und steht für die kommende Session nicht mehr zur Verfügung. Doch der Blick geht klar nach vorn: Ab 2027 ziehen die Gesellschaften mit dieser traditionsreichen Veranstaltung in die Sartory-Säle.

Quelle und Foto: KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln




Unplugged, aber keinesfalls unbeholfen: beim Auftritt von „Kasalla“ blieben die Instrumente auf der Strecke

Ungeplanter, aber gefeierter Höhepunkt der gemeinsamen Mädchensitzung von der Großen Allgemeinen (GA) und dem Treuer Husar: der Auftritt von „Kasalla. Während die Musiker am Donnerstagabend (29. Januar 2026) pünktlich zum Auftritt im Hotel pullmann Cologne erschienen, steckte ihr Technikfahrzeug mit den Instrumenten im Stau. „Unser Equipment wird von einem Unfall auf der Trankgasse aufgehalten.“ verkündete Front-Mann Bastian Campmann den wartenden Jecken. Doch auch ohne Technik und nur mit vom Saalorchester Markus Quodt geliehenen Instrumenten rockte die Band dem weiblichen Publikum im ausverkauften und bestens gelaunten Saal völlig unbeirrt ein. „Das war unplugged, aber nicht unbeholfen.“ zeigte sich GA-Präsident Markus Meyer von der Leistung der Musiker bei diesem ganz besonderen Auftritt beeindruckt.

Quelle und  Foto/s: Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V.




Mädchensitzung der Greesberger – Abschied und große Spendenbereitschaft im Maritim

Währensd der Mädchensitzung der Großen Karnevals-Gesellschaft Greesberger e.V. von 1852 am Mittwoch (28. Januar 2026) im Hotel Maritim wurde es zu Beginn der Sitzung wehmütig und es flossen auch ein paar Tränen.

Zum letzten Mal stand Ingrid Kühne alias „De Frau Kühne“ bei den Greesbergern auf der Bühne. Sie verabschiedete sich vom Sitzungsleiter Michael Kramp, dem Elferrat und natürlich allen Damen im ausverkauften Haus mit 1.400 Gästen. Sie sagte, sie würde mit dem Karneval nicht aufhören, wenn sie stets ein so aufmerksames und ruhiges Publikum gehabt hätte wie bei den Greesbergern. Im Foyer trug sich Ingrid Kühne dann noch ins Ehrenbuch der Gesellschaft ein. Bis zur Pause wurden die Mädels im Saal von Miljö, Jörg Runge „Tuppes vom Lande“ und den „Küngelköpp“ begeistert.

Nach der Pause erfolgte beim Auftritt der Tanzgruppe die Ernennung von Ute Funk durch deren Leiter René Heß zu ersten weiblichen Ehrentänzerin bei den Greesbergern. Hiernach gehörten Martin Schopps und den „Paveier“ die nächsten Programmnummern vor dem Besuch des Kölner Dreigestirns.

Diesem wurden auf der Bühne symbolisch zwei Spritzen für Ihr Projekt CAYA (come as you are) übergeben. Auf der einen Spritze fanden sich € 333,00 als Spende der Gesellschaft. In der anderen war eine Summe von € 3.088,00 verzeichnet. Zwei fleißige „Krankenschwestern“ in Kleidung der 1950er Jahre hatten auf der Kostüm- sowie der Mädchensitzung diese Summe beim Publikum eingesammelt.

Prinz, Bauer und Jungfrau freuten sich enorm über diese Spenden, die der Verein für medizinische Ausrüstungen und Medikamente sehr gut gebrauchen kann.

Nachdem die Sitzung mit der StattGarde Colonia Ahoj und „Brings“ begeistert endete, ging es danach im Foyer noch weiter. Der DJ legte auf und es flossen noch einige Kölsch.

Viele Besucherinnen nutzten die Chance und bestellten noch am gleichen Abend Karten für die Mädchensitzung in der kommenden Session, Dienstag, 12. Januar 2027.

Quelle und Foto/s: Große Karnevalsgesellschaft Greesberger e.V. Köln von 1852




REWE und Festkomitee unterstützen den Veedelskarneval – 32 Paletten Kamelle für Veedelskarneval

Paßend zum Sessionsmotto „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ engagiert sich REWE in diesem Jahr gezielt für den Kölner Veedelskarneval. Gemeinsam mit dem Festkomitee Kölner Karneval stellt das Unternehmen eine großzügige Kamellespende zur Verfügung: 32 Paletten mit insgesamt 2.020 Kartons Schokowaffeln gehen an die kleinen und großen Umzüge in den Kölner Stadtvierteln.

Die Spende soll insbesondere dort helfen, wo der Karneval im Veedel in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten ist. Stark gestiegene Kosten für Sicherheit, Organisation und Logistik haben vielerorts finanzielle Engpässe verursacht, gerade bei den kleineren ehrenamtlich organisierten Karnevalszügen.

„Für die REWE Region West mit starken Wurzeln in Köln ist Zusammenhalt eine echte Herzensangelegenheit. Unser Hätz schlägt für die Stadt und die Menschen, die sie ausmachen. Nirgendwo wird diese Verbundenheit so lebendig wie im Karneval – getragen von tausenden Ehrenamtlichen. Mit unserer Kamellespende an das Festkomitee Kölner Karneval möchten wir ganz konkret dazu beitragen, daß der Veedelskarneval lebendig bleibt. Die Spende kommt also genau in den Veedeln an, in denen auch unsere REWE-Märkte zu Hause sind und für das Lokale stehen“, sagt Lars Klein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der REWE Region West.

Aus Sicht des Festkomitees Kölner Karneval ist die Unterstützung ein wichtiges Signal für den Erhalt der Umzüge in den Stadtvierteln:

„Der Veedelskarneval ist das Herzstück unseres kölschen Karnevals. Ohne das enorme Engagement der Ehrenamtlichen gäbe es diese Umzüge in den Stadtteilen nicht“, sagt Marc Michelske, Zugleiter des Rosenmontagszuges. „Die Unterstützung durch REWE und das Festkomitee ist ein starkes Zeichen für Solidarität im Karneval und hilft ganz konkret dabei, die Züge auch in Zukunft möglich zu machen.“

Viele dem Festkomitee angeschlossene Mitgliedsgesellschaften engagieren sich nicht nur im großen Rosenmontagszug, sondern auch bei den Veedelszügen als Organisatoren oder teilnehmende Gruppen. Insgesamt 34 Vereine haben sich an der Aktion beteiligt und die Kamellespenden für die Nutzung in den Veedelszügen mitgenommen. Damit leisten REWE und das Festkomitee Kölner Karneval einen wichtigen Beitrag dazu, die Vielfalt und Lebendigkeit des Veedelskarnevals zu erhalten.

Quelle und Foto: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.




Fulminate Hääre-Sitzung der Roten Funken begeistert im ausverkauften Gürzenich

-hgj/nj- Die traditionelle Hääre-Sitzung der Kölsche Funke rut-wieß von 1823 e.V. am Sonntag (24. Januar 2026) bestätigte auch in dieser Session eindrucksvoll ihren Ruf als Garant für beste Stimmung, klare Haltung und echten Fastelovend op Funke Aat. In der ausverkauften „Guten Stube Kölns“, dem Gürzenich, erlebten die Herren ein hochkarätiges, kurzweiliges und durchweg unterhaltsames Sitzungsprogramm.

Ein besonderes Markenzeichen der Hääre-Sitzung ist die legendäre Original-Bütt aus den 1950er Jahren, die die Roten Funken auch 2026 wieder auf die Bühne holten. In dieser geschichtsträchtigen Bütt trugen einstige und tragen heutige Kölner Karnevalsgrößen ihre Reden vor. Namen wie Hans Hachenberg „Doof Noss“, Hans Bols Et Botterblömche“, Fritz Schopps „Et Rumpelstilzche“ und Karlheinz Jansen „Ne Tröötemann“, 65 Jahre Mitglied der Roten Funken (Biername „Spreutz“), stehen exemplarisch für die große karnevalistische Tradition, die hier gepflegt und lebendig gehalten wird.

Vor dem eigentlichen Sitzungsbeginn stärkten sich die Herren bei traditionellem Hämchen mit Püree und Kraut sowie frisch gezapftem Kölsch – ein fester Bestandteil der Hääre-Sitzung, der Geselligkeit und Vorfreude gleichermaßen fördert. Der eigens produzierte Intro-Film leitete anschließend stimmungsvoll den unmittelbaren Beginn der eigentlichen Sitzung ein.

Als musikalischer Opener nach dem Essen zogen die Roten Funken mit ihrem Regimentsspielmannszug sowie dem Tanzpaar in den Saal ein, und präsentierten ein unverwechselbares Programm mit perfekt intonierten Musikstücken und tänzerischen Darbietungen. Hierbei lag die Sitzungsleitung in den bewährten Händen von Vizepräsident und Pressesprecher Boris Müller, so daß Funken-Präsident Dirk Wissmann den Nachmittag zurückgelehnt als auch entspannt im Elferrat genießen konnte.

Bis zur Pause folgte ein abwechslungsreiches Programm mit „Der Rednerschule“ mit Martin Schopps, den rhythmischen Liedern von „Band Kempes“ Finest, dem Witzen und Anspielungen des „Blötschkopp“ Marc Metzger sowie der StattGarde Colonia Ahoj, die mit komplettem Stammboot, Bordkapelle, Shanty-Chor und ihrem über Köln und das Rheinland bekannten Tanzcorps – den „jeilsten Schenkeln der Domstadt“ – für maritime Karnevalsstimmung sorgte. Ergänzt wurde das Programm durch Dr. Jens Singer in seiner Type als der „Der Schofför des Kanzlers“, „Bläck Fööss“ und die „Fauth Dance Company“, die die „Äujelchen“ der Männer strahlen ließen. „Et Klimpermännche“ Thomas Cüpper oblag es wie in jedem Jahr den offiziellen Teil des Künstlerparts stimmungsvoll beschließen.

Nach den letzten Liedern von Thomas Cüpper fand die diesjährige Sitzung nor för Hääre ihren emotionalen Abschluß mit dem „Bläck-Fööss“-Evergreen „En unser Veedel“. Begleitet vom Orchester Matthias Hesselrath sangen Vorstand und Publikum gemeinsam, bevor man die Sitzung geschlossen wurde und man(n) zur Nachfeier ins Foyer wechselte.

Die Hääre-Sitzung 2026 unterstrich einmal mehr eindrucksvoll, wofür die Roten Funken stehen: gelebte Tradition, kölsche Haltung und Karneval auf höchstem Niveau.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Blaue Funken: Zehn Jahre Feingefühl, Qualität und kölsche Klasse – eine Sitzung mit besonderem Charakter

-hgj/nj- Was 2015 als mutige Idee begann, hat sich längst zu einem festen Fixpunkt im Kölner Sitzungskalender entwickelt. In diesem Jahr feierte das besondere Sitzungsformat der Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. sein zehntes Jubiläum – und bestätigte eindrucksvoll, warum es seit einem Jahrzehnt zu den begehrtesten Veranstaltungen der Session zählt. Zehn Ausgaben, zehnmal restlos überzeugt.

Der Reiz dieser Sitzung liegt seit jeher in ihrem bewußten Gegenentwurf zur lauten Reizüberflutung mancher Karnevalsformate. Hier treffen Wortkunst auf feinsinnigen Humor, klassische Elemente auf moderne Akzente und musikalische Zurückhaltung auf emotionale Tiefe – ohne dabei jemals an Vielfalt oder Qualität einzubüßen.

Seinen Ursprung hat dieses Konzept in der Amtszeit von Theo Jussenhofen, der als Präsident und Kommandant der Blauen Funken die Vision entwickelte, eine Veranstaltung mit leiseren Tönen zu schaffen, die dennoch ein vollständiges, anspruchsvolles Sitzungsprogramm bietet. Diese Idee erwies sich als Volltreffer: Seit der Premiere sind die Karten begehrt, Wartelisten die Regel und der Vorverkauf beginnt oft, bevor der letzte Applaus der laufenden Session verklungen ist.

Den Auftakt im Palais der Flora am botanischen Garten gestalteten traditionsgemäß das Korps sowie die Kinder- und Jugendtanzgruppe der Blauen Funken. Mit Disziplin, Ausdruck und tänzerischer Präzision zeigten sie eindrucksvoll, wie lebendig Brauchtum in die Zukunft getragen werden kann. Am Ende dieses Auftritts nutzte Präsident und Kommandant Björn Griesemann die Gelegenheit für eine wichtige Personalie: Der langjährige Leiter der Kinder- und Jugendtanzgruppe, Henrik Schorn, wird seine Verantwortung nach elf Jahren im Sommer 2026 an Marcel Kuckelkorn übergeben – ein Wechsel, der mit großem Respekt und Dankbarkeit begleitet wurde.

Ein zentraler Bestandteil des Programms ist seit jeher die Rednerdichte auf höchstem Niveau. Mit Philipp Oebel, „J.P. Weber“ (Jörg-Paul Weber), „Der Sitzungspräsident“ Volker Weininger, „Der Werbefachmann“ Bernd Stelter und Guido Cantz bekannt als „Der Mann für alle Fälle“ standen einige der profiliertesten Wortkünstler des Kölner Karnevals auf der Bühne. Trotz des stilvollen Rahmens blieb es bei keinem von ihnen ruhig bis zum Schluß: Jeder Auftritt endete mit stehenden Ovationen und lautstarken Zugabeforderungen – ein Beweis dafür, daß kluge Pointen und feiner Humor das Publikum ebenso mitreißen können wie große Gesten.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem gemeinsamen Auftritt des Kölner Dreigestirns 2026 und des Kölner Kinderdreigestirns. Präsident Björn Griesemann nutzte diesen Moment, um den zahlreichen ehrenamtlichen Begleitern beider Trifolien seinen ausdrücklichen Dank auszusprechen. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er der Adjutantur des Kölner Dreigestirns einen Gutschein für einen gemeinsamen Abend bei den Blauen Funken. Die jungen Tollitäten und ihre Pagen durften sich zudem über Kinogutscheine freuen, die ihnen vom Elferrat überreicht wurden.

Auch musikalisch bewies die Sitzung einmal mehr ihr besonderes Gespür. Die Kunst, Musik so einzubetten, daß sie den ruhigen Spannungsbogen nicht unterbricht, sondern ergänzt, verlangt Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Programmgestalter Gerd Wodarczyk stellte dies eindrucksvoll unter Beweis. Die Original Tanzgruppe „Kölsch Hännes’chen“ und die „Bläck Fööss“ präsentierten in ihren getanzten, gesungenen und musikalisch untermalten Beiträgen klassische kölsche Lieder, die exakt den Ton der Veranstaltung trafen und das kleine Jubiläum musikalisch würdig abrundeten.

Nach dem offiziellen Programm verlagerte sich das Geschehen ins Foyer, wo „DJ Martin“ Bender den Abend musikalisch fortsetzte und den Gästen Gelegenheit gab, den besonderen Sitzungstag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Zehn Jahre nach der Premiere steht fest: Dieses Format hat seinen Platz nicht nur gefunden, sondern sich erarbeitet. Es ist der Beweis dafür, daß Karneval nicht laut sein muß, um nachhaltig zu begeistern – sondern vor allem authentisch, klug und mit Liebe zum Detail gestaltet sein sollte.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. / Michael Nopens
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Grandiose Prunk- und Kostümsitzung des RMD: Karneval auf höchstem Niveau im ausverkauften Congress-Saal

-hgj/nj- Am 25. Januar 2026 erlebte der ausverkaufte Congress-Saal der Koelnmesse einen Karnevalsabend, wie er traditionsreicher kaum sein könnte: Das Rosen-Montags-Divertissementchen von 1861 e.V. (RMD) lud zur traditionellen Prunk- und Kostümsitzung – und bot seinen Mitgliedern wie Gästen einen ebenso fein komponierten wie emotionalen Mix aus Reden, Musik, Tanz und gelebter kölscher Tradition. Dabei dominierten bewußt die leiseren, tiefgründigeren Töne, ohne jemals an karnevalistischer Strahlkraft einzubüßen.

Den festlichen Auftakt gestaltete die EhrenGarde der Stadt Köln. Mit ihrem Einzug führte sie den Elferrat würdevoll zum Gestühl und setzte nach dem herzlichen Willkommen durch RMD-Rex (Präsident) Udo Marx direkt musikalische Akzente. Der Regimentsspielmannszug ließ bekannte wie neue kölsche Melodien erklingen und sorgte für einen ersten Gänsehautmoment im Saal.

In seiner Begrüßung hieß Udo Marx das gesamte närrische Auditorium willkommen und durfte dabei zahlreiche hochrangige Ehrengäste begrüßen. Unter ihnen befanden sich  der Grandseigneur des Kölner Karnevals Ludwig Sebus, Alexander Freiherr von Chiari, Nestor des Festkomitees Kölner Karneval, die Präsidenten der Altstädter Köln und der Prinzen-Garde Köln Dr. Björn Brraun und Dino Massi sowie „Bömmel“ Lückerath und Erry Stoklosa als Gründungsmitglieder der legendären „Bläck Fööss“ – stellvertretend genannt für viele weitere Persönlichkeiten des kölschen Brauchtums, der Wirtschaft und Veraltung.

Anschließend gehörte die Bühne dem grün-gelben Tanzpaar und den Kadetten der EhrenGarde, die mit Präzision und Eleganz überzeugten. Nach dem musikalischen Auszug aus dem Saal übernahmen bis zur Pause die Künstler das Zepter: Thomas Cüpper als „Et Klimpermännche“ begeisterte mit feinem Humor und musikalischem Können, die „Paveier“ sorgten für kölsche Emotionen, und Jörg Runge bewies als „Dä Tuppes vum Land“ einmal mehr, warum er als bester Reimredner des rheinischen Karnevals zwischen Mainz und Düsseldorf gilt.

Ein besonderer Höhepunkt folgte am Ende der ersten Hälfte: Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, wurde für seine herausragenden Verdienste um das kölsche Brauchtum mit dem „Bajazzo“ des RMD ausgezeichnet. Diese besondere Ehrung wurde bislang erst 14 Persönlichkeiten beziehungsweise Institutionen zuteil und unterstrich die Bedeutung dieses Moments eindrucksvoll.

Nach der Pause zog mit dem Kölner Traditionskorps der KG Treuer Husar Blau-Belb eine weitere karnevalistische Institution in den Congress-Saal ein. Das Musikkorps spielte nicht nur den Elferrat des RMD auf die Bühne, sondern brachte gleich das gesamte aktive Korps mit. In bewährter Form vereinten sich Musik, Tanz und Farbenpracht zu einem geschlossenen Bild, gekrönt von den Darbietungen des Tanzkorps der Husaren, das durch sein Tanzpaar Lena Küpper und Julian Stockhausen eindrucksvoll unterstützt wurde.

Große Emotionen entfachte der Besuch des Kölner Dreigestirns 2026. Unter lautem Jubel und herzlichen Zurufen feierte das Publikum „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Udo Marx dem Dreigestirn einen Spendenscheck in Höhe von € 1.111,00 zugunsten des Karitativen Dreigestirn-Projekts „CAYA“.

Im letzten Teil des Programms standen erneut die Künstler im Mittelpunkt. Martin Schopps gewährte mit gewohnt scharfem Witz Einblicke in seine „Rednerschule“ und sorgte mit Geschichten über Schüler und Eltern für zahlreiche Lacher. Danach ließ das Tanzkorps der „Kölner Rheinveilchen“ den Saal in Blau und Weiß erstrahlen und präsentierte karnevalistischen Hochleistungssport auf höchstem Niveau. Als Dank für diese herausragende Leistung überreichte das RMD – wie in jeder Session – einen Scheck, über € 860,00, zur freien Verfügung. Diese besondere Geste geht traditionell an eine Kölner Tanzgruppe oder ein Tanzkorps und ist Ausdruck echter Wertschätzung.

Den krönenden Abschluß der grandiosen Sitzung bildeten Volker Weiniger als „Der Sitzungspräsident“ mit seiner weinselig-hochprozentigen Rede sowie cat ballou, die den Congress-Saal noch einmal zum Beben brachten, bevor sich die jecke Gesellschaft zur ausgelassenen Nachfeier ins Foyer begab.

Mit dieser Prunk- und Kostümsitzung bewies das Rosen-Montags-Divertissementchen einmal mehr, daß Tradition, Qualität und Herzblut im Kölner Karneval eine unschlagbare Einheit bilden.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Jecke Herzen im Ausnahmezustand – Überschäumende Mädchensitzung der Bürgergarde „blau-gold“ im Sartory

-hgj/nj- Ein Nachmittag, der funkelte, tanzte und emotional berührte: Die Mädchensitzung der Bürgergarde „blau-gold“ 1904 e.V. Köln am 25. Januar 2026 im großen Sartory geriet zu einem wahren Feuerwerk kölscher Lebensfreude. Bis auf den letzten Platz war der traditionsreiche Saal gefüllt mit erwartungsvollen, karnevalssüchtigen Frauen – 16 bis 91 Jahre jung, farbenfroh kostümiert, perfekt frisiert und bereit für ein paar Stunden gefüllt mit närrischem Ausnahmezustand.

Mit dem feierlichen Einzug der blau-goldenen Bürgergarde, angeführt vom Regimentsspielmannszug, kochte die Stimmung sofort über. Mädcher, Mammsellcher und jecke Wiever begrüßten lautstark die „Tanzmäuse“ der Bürgergarde, das Kölner Kinderdreigestirn und das Korps selbst, das – abgesehen von seinen Musikerinnen – mit seiner Marie bekanntermaßen nur ein einziges, dafür umso glänzenderes Schmuckstück besitzt.

Auf der Bühne angekommen, hieß Präsident Markus Wallpott die jecke Damenschar herzlich willkommen und überließ dem Kölner Kinderdreigestirn die ersten Minuten des Nachmittags. Danach gehörte das Podium ganz den „Pänz“: Die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Tanzmäuse“ sowie die kleinen Tollitäten rührten Mamas, Omas, Tanten und große Schwestern zu mehr als einem feuchten Augenwinkel.

Nach dem Dank an die jungen Tänzerinnen und Tänzer sowie ihre Trainerinnen folgte ein Moment, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Statt des üblichen Gardetanzes präsentierte das Tanzkorps mit Marie Svenja Jauch und Tanzoffizier Christopher Wallpott eine höchst emotionale Überraschung: den „Tanz der alten Herren“. Ehemalige Tänzer aus den 1980er und 1990er Jahren sowie aus der gemeinsamen Zeit mit Christopher Wallpott wurden reaktiviert, um ihrem Tanzoffizier, der mit dem nahenden Aschermittwoch seine Tanzstiefel an den Nagel hängt, einen bewegenden Abschied zu bereiten. Mit dabei waren (v.l.n.r.: Frank Steffens, Markus Marx, Rolf Braun, Christian Kläser, Justus Westermann, Dominik Wallpott, Jürgen Meier, Markus Wallpott, Sebastian Flüch und Andreas Rodenkirch – ein Gänsehautmoment für Publikum und Bühne gleichermaßen.

Anschließend zündete das 2001 durch Festkomitee-Präsident Hans-Horst Engels in den Adelsstand erhobene Traditionskorps ein wahres Überraschungsfeuerwerk mit neun hochkarätigen Programmpunkten – nicht nur zur Freude der Mädcher, sondern augenzwinkernd auch für die Ehepartnerinnen des geschäftsführenden Vorstandes. Den Anfang machte der wortgewandte Martin Schopps, der erneut Schüler, Eltern und den ganz normalen Wahnsinn des Alltags in den Mittelpunkt seiner Rede stellte. Nach tosendem Applaus und Zugabe wechselte das Genre: Die Hits der legendären „Klüngelköpp“ sorgten für kollektives Mitsingen, bevor „Julie Voyages“ alias Ken Reise ihre / seine Premiere bei der Bürgergarde feierte – und vom jecken „Wievervolk“ bejubelt wurde, als gehöre sie /er seit 25 Jahren fest zum blau-goldenen Sitzungsinventar.

Trotz der geforderten Zugaben ließ sich das nächste Highlight nicht aufhalten: Das Kölner Dreigestirn der Session erwies der Mädchensitzung seine Referenz und wurde beim Ein- und Auszug sowie auf der Bühne frenetisch gefeiert. Kölsch, emotional und bunt ging es weiter mit den Klängen von „Kasalla“ und den „Höhnern“, ehe „Achnes Kasulke“ alias Annette Esser als letzte Putzfrau vor der Autobahn das Publikum über ihre Nachbarschaft oder ihr Eheleben mit ihrem Erwin erneut zum Lachen brachte.

Sodann wurde es heiß im Sartory: Mit eingeölten Oberkörpern, athletischen Figuren und erotischen Choreografien ließen die Gentlemen der „Fauth Dance Company“ die Herzen der Damen höherschlagen. Für einige Minuten vergaß selbst das weibliche Servicepersonal seine Tabletts und starrte – wie der gesamte Saal – mit offenem Mund Richtung Bühne. Den fulminanten Schlußpunkt der Sitzung „nor för Mädcher“ setzten schließlich „Miljö“. Mit Hits wie „Wolkeplatz“, „Su lang die Leechter noch brenne“ und „Schöckelpääd“ sowie weiteren Interpretationen ihres Repertoire verwandelten sie Parkett und Ränge in eine einzige tanzende Masse.

Doch damit war längst nicht Schluß: Nahtlos schwappte die Sitzung in eine ausgelassene Party über. Im Foyer vereinten sich Mädcher und „Häre“ der Bürgergarde bei Sektchen, Cocktails und Kölsch zu einer großen jecken „Familisch“ – und feierten bis tief in den Sonntagabend hinein eine Mädchensitzung, die ihrem Ruf mehr als gerecht wurde

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Andreas Alper
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Reiter-Korps „Jan von Werth“ – „Hinger d’r Britz“: Kölsche Gefühle, große Töne und ein Mittag voller Herzblut

-hgj/nj- Mit einem ebenso traditionsreichen wie stimmungsvollen Sitzungskonzept begeisterte das Reiter-Korps „Jan von Werth“ am 24. Januar 2026 erneut mit seiner Veranstaltung „Hinger d’r Britz“ im Ostermann-Saal der Sartory-Betriebe. Das besondere Arrangement, bei dem Damen und Herren in der ersten Abteilung durch eine symbolische Trennung voneinander separiert saßen, sorgte auch in diesem Jahr für das typisch kölsche Wechselspiel der Emotionen. Über die „Britz“ hinweg flogen Blicke, es wurde gebuht, applaudiert, gefrotzelt und liebevoll angespielt – genau jene Mischung, die dieses Format so einzigartig macht.

Eröffnet wurde die Sitzung von Präsident und Literat Stefan J. Kühnapfel, der nicht nur souverän durch das Programm führte, sondern selbst im Mittelpunkt einer besonderen Überraschung stand. Seine Korpskameraden und das Publikum gratulierten ihm mit einem spontanen Ständchen herzlich zu seinem 62. Geburtstag und sorgten so bereits zu Beginn für einen emotionalen Höhepunkt.

Bütt, Wortwitz und kölscher Humor
Der erste Programmteil bot hochkarätige Redner- und Musikbeiträge. Die „Domstürmer“ setzten musikalische Akzente, während Ingrid Kühne als „De Frau Kühne“ mit pointiertem Alltagswitz begeisterte. Nach ihrem Auftritt richtete Ingrid Kühne persönliche Worte an Stefan Kühnapfel. Sie dankte ihm für die zahlreichen gemeinsamen Auftritte auf den Bühnen der „Jan von Werth“-Sitzungen und ließ dabei anklingen, wie sehr sie diese Auftritte nach ihrem angekündigten Rückzug aus dem rheinischen Karneval nach Aschermittwoch vermissen werde – ein Moment, der beim Publikum spürbar nachhallte und auch für langanhaltenden Applaus und Standing Ovations für die Künstlerin sorgte.

Sodann präsentierte Guido Cantz sich als „Mann für alle Fälle“ mit gewohnt treffsicherem Humor, Martin Schopps brillierte scharfsinnig, emotional und akzentreich mit seiner „Rednerschule“ und Jörg-Paul Weber lieferte scharf beobachtete, sprachlich elegante Spitzen aus dem kölschen Alltag.

Umbau, Vereinigung und Party pur
In der Pause wurde der Saal umgebaut, die Trennung aufgehoben und das „Schmölzje“ der Herren konnte sich endlich mit den Damen vereinen. Damit schlug die Sitzung nahtlos die Brücke vom klassischen Sitzungskarneval zur ausgelassenen kölschen „Partynacht“ – ein Konzept, das inzwischen als Markenzeichen dieser Veranstaltung gilt.

Der zweite Teil stand ganz im Zeichen von Tanz und Musik. Die Tänzerinnen und Tänzer der Lyskircher Junge sorgten mit ihren schwungvollen Darbietungen für Begeisterung, bevor gleich vier bekannte Kölner Bands den Saal endgültig zum Kochen brachten. „Miljö“, „Bläck Fööss“, „Rabaue“ und „Kempes Feinest“ im Finalteil lieferten einen Hit nach dem anderen und verwandelten den Ostermann-Saal in ein Meer aus schunkelnden, singenden und feiernden Jecken aus zahlreichen Kölner Karnevalsgesellschaften.

Für die musikalische Begleitung der gesamten Sitzung sowie die unzähligen präzise gesetzten Tuschs zeichnete das Orchester Markus Quodt verantwortlich und trug maßgeblich zur durchgehend mitreißenden Atmosphäre bei.

Mit „Hinger d’r Britz“ bewies das Reiter-Korps „Jan von Werth“ einmal mehr, wie lebendig und wandelbar der kölsche Karneval sein kann. Die gelungene Verbindung aus Tradition, Wortbeiträgen, emotionalen Momenten und moderner kölscher Musik machte die Sitzung 2026 erneut zu einem Höhepunkt der Session – närrisch, herzlich und unverkennbar kölsch und einzigartig in den Hochburgen des rheinischen Karnevals.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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StattGarde Colonia Ahoj: „Jeck op Deck“ 2026: Wenn Kölns Karnevalsherz auf dem Rhein schlägt

-hgj/nj- Wenn 1.650 Jecke auf einem Schiff zusammenkommen, der Rhein im Takt des Karnevals seine Wellen wogt und Diversität, Lebensfreude und kölsche Tradition eine einzigartige Allianz eingehen, dann ist klar: „Jeck op Deck“ hat wieder abgelegt. Die legendäre Party der StattGarde Colonia Ahoj e.V. (SCA) verwandelte die MS „RheinEnergie“ der Köln-Düsseldorfer Schiffahrtsgeselschaft auch in diesem Jahr in einen schwimmenden Hexenkessel – restlos ausverkauft, stimmungsvoll und einmal mehr ein Höhepunkt der Session 2026.

Bereits beim Boarding am Kölner Altstadt-Ufer lag elektrisierende Vorfreude in der Luft. Farbenfroh ausgefallene Kostümkreationen, herzliche Begrüßungen und das unverwechselbare Gefühl, Teil von etwas Besonderem zu sein, prägten die ersten Momente an Bord. Den offiziellen Startschuß gab Kapitän und Präsident Dieter Hellermann, der gemeinsam mit seinen fünf Vorstandskollegen das jecke Volk von der Bühne des größten Party-Schiffs der KD willkommen hieß. Unter den Gästen: zahlreiche befreundete Karnevalsgesellschaften, Fans der maritim geprägten homo- und heterosexuellen Community, alle aktiven Mitglieder des SCA, viele ehemalige Vorstandsmitglieder, Unterstützer des Fördervereins, der Reederei sowie Gründungs- und Ehrenpräsident Andre Schulze Isfort – ein eindrucksvolles Abbild dessen, wofür die StattGarde seit jeher steht.

Ein Auftakt, der Maßstäbe setzt
Traditionell und doch jedes Mal neu begann der Abend mit dem Auftritt des vereinseigenen Tanzkorps. Als „die jeilsten Schenkel Kölns“ weit über die Domstadt hinaus bekannt, zündeten die Tänzer ein choreografisches Feuerwerk, das alle an Bord gleichzeitig in kollektive Begeisterung versetzte. Tosender Applaus, langanhaltende Ovationen, Forderungen nach Zugabe und eine Atmosphäre, die sofort klar machte: Dieser Abend würde keine Pausen kennen.

Zwischen den Bühnenauftritten gehörte das Schiff ganz seinen Gästen. Bei Kölsch und Cocktails, bei „Klaaf un Tratsch“, Tanz und Schunkeln verschmolzen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Identität und Generation zu einer großen, ausgelassenen Gemeinschaft. „DJ Henry“ (Cöllen) sorgte mit seinem feinen Gespür für Stimmung und Timing dafür, daß der musikalische Puls niemals abriß.

Gänsehaut-Momente und große Gefühle
Nach einer ausgelassenen Tanzphase und dem gefeierten musikalischen Auftritt von „Lupo rückte der Moment näher, den Kenner und Stammgäste jedes Jahr mit besonderer Spannung erwarten: der Besuch des Kölner Dreigestirns. Und auch diesmal wurde diese Erwartung mehr als erfüllt. Im Mittelpunkt stand die amtierende „Jungfrau Aenne“, die zugleich als neues Ehrenmitglied der StattGarde gefeiert wurde. Mit einer überraschenden, ebenso humorvollen wie emotionalen Gesangseinlage – fernab klassischer Karnevalsklischees – eroberte sie Bühne und Publikum gleichermaßen. Ein Augenblick, der für spürbare Gänsehaut sorgte und lange in Erinnerung bleiben wird.

Bühne frei für Kölns musikalische Elite
Bis Mitternacht folgte ein Programmpunkt dem nächsten: Die Tänzerinnen der Tanzgruppe „Kölner Paulinchen“ überzeugten mit tänzerischer Präzision, „cat ballou“ trafen mit ihren Hits direkt ins Herz des Publikums, die „Paveier“ lieferten kölsche Mitsing-Momente vom Feinsten und „Planschemalöör“ rundeten das Bühnenprogramm mit jugendlicher Energie und rheinischer Lebensfreude ab. Jeder Act fügte sich nahtlos in das Gesamtbild eines Abends, der keine Brüche, sondern nur Höhepunkte kannte.

Die Nacht gehört den Jecken
Nach dem offiziellen Programm war jedoch noch lange nicht Schluß. Das Parkett vor der Bühne wurde freigegeben, das Schiff endgültig zur Großraum-Tanzfläche, und „DJ Henry“ führte das Narrenschiff mit einer mitreißenden Mischung aus aktuellen Karnevalshits und zeitlosen Klassikern bis in die frühen Morgenstunden. Der Rhein glitt durch die Nacht, während an Bord gelacht, getanzt und gefeiert wurde – frei, respektvoll und ausgelassen.

Mehr als eine Party
„Jeck op Deck“ ist längst mehr als nur eine Karnevalsveranstaltung. Es ist ein Statement für Offenheit, Zusammenhalt und die verbindende Kraft des rheinischen Frohsinns. Die StattGarde Colonia Ahoj hat auch 2026 eindrucksvoll bewiesen, daß Tradition und Moderne, Humor und Haltung, Party und Gemeinschaft und sexuelle Neigung kein Widerspruch sind.

Wer an diesem Abend an Bord war, nahm mehr mit nach Hause als müde Beine und heisere Stimmen: das Gefühl, Teil einer jecken Familie zu sein – mitten auf dem Rhein, mitten im Herzen von Köln.

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Kostümsitzung der G.M.K.G. entfacht Karnevalsfeuer im Theater am Tanzbrunnen

-hgj/nj- Ein Meer aus Farben, funkelnde Augen und ein Saal voller Vorfreude: Mit der Kostümsitzung der Großen Mülheimer Karnevals-Gesellschaft (G.M.K.G.) wurde das Theater am Tanzbrunnen am Samstagabend (23. Januar 2026) einmal mehr zum pulsierenden Herz des Kölner Fastelovends. Der ausverkaufte Rundbau bebte vor Lebensfreude, als Präsident Michael Baur das närrisch bunt kostümierte Publikum herzlich willkommen hieß und damit den Startschuß für einen unvergeßlichen Abend gab.

Kaum waren die Begrüßungsworte verklungen, marschierten sie ein – die „Rheinmatrosen Minis“. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe eröffnete die Sitzung mit einer Energie, die den Saal sofort mitriß. Präzise, hochfrequent und voller Stolz präsentierten sich die „Pänz“, die ihren großen Vorbildern ihres Tanzcorps in nichts nachstanden. Monatelange Vorbereitung seit dem vergangenen Sommer zahlte sich aus – der Applaus wollte kein Ende nehmen.

Präsident Michael Baur nutzte im Anschluß die Bühne, um zahlreiche Ehrengäste willkommen zu heißen, bevor „Der Sitzungspräsident“ Volker Weininger mit seiner legendär hochprozentigen Rede für Lachtränen und ausgelassene Stimmung sorgte, die spürbar von Herz und Leidenschaft getragen war und dem Publikum Freudentränen in die Augen trieb.

Musikalisch übernahmen anschließend „King Loui“ das Kommando. Mit einer Mischung aus alten Hits und neuen Songs verwandelten sie den Saal in einen großen Chor – Mitsingen, Schunkeln und Feiern inklusive.

Dann wurde endgültig „weggeräumt“: Guido Cantz, der „Mann für alle Fälle“, fegte mit seinem Humor durch das Theater und erntete frenetischen Applaus sowie Zugaben. Direkt im Anschluß enterte die EhrenGarde der Stadt Köln die Bühne und zündete ein beeindruckendes musik- und tänzerisches Feuerwerk, das das jecke Publikum begeisterte. „Kasalla“ setzten mit ihren Hymnen den emotionalen Schlußpunkt vor der Pause und schickten Gäste und Elferrat zum Durchatmen und stärken an Büffet und Theke ins Foyer.

Der zweite Teil der Sitzung ließ keine Zweifel daran, warum diese Veranstaltung zu den Höhepunkten der Session zählt. Als das Tanzcorps „Rheinmatrosen“ die Bühne betrat, stand die Zeit still – im Foyer blieb außer Servicepersonal und Security kaum jemand zurück. Leidenschaft, Ausdruck und tänzerische Perfektion machten diesen Auftritt zu einem der absoluten Höhepunkte des Abends, da diese Tanzcorps die gewagtesten Figuren in ihren Tänzen Jahr für Jahr etabliert, ja sogar von Session zu Session noch spektakulärer formt.

Schlag auf Schlag folgten „Dä Tuppes vum Land“ (Jörg Runge) den man als den perfektesten Reimrede im Karneval entlang des Rheinlandes nennt. Die junge Band „StadtRand“ ließ die mannigfaltig kostümierte Publikum mitsingen sowie schunkeln und schließlich die „Höhner“, die mit ihrem energiegeladenen Finale das emotionale Schlußbild einer grandiosen Sitzung zeichneten. Spätestens hier war klar: Dieser Abend würde noch lange nachhallen – bei der anschließenden After-Show-Party bis in die frühen Morgenstunden ebenso wie in den Herzen der Gäste.

Ein besonderer Dank galt dem Sitzungsorchester unter der Leitung von Markus Quodt, das mit kölschen Klassikern, spontan ungezählte „Tuschs spielte und ad hock mit treffsicheren musikalischen Einspielungen von bekannten Titeln die Witze und Pointen der Kölner Karnevalsasse unterstrich.

Dass die Kostümsitzung der G.M.K.G. zu den begehrtesten Veranstaltungen des Kölner Karnevals gehört, zeigte sich wiederholt auch diesjährig wieder während der laufenden Sitzung: Der Vorverkauf für die kommende Session startete parallel – und bereits am selben Abend wechselte ein beachtliches Kartenkontingent den Besitzer. Geschäftsführer und Pressesprecher Harry Erschfeld brachte es auf den Punkt: Die Sitzungen der G.M.K.G. sind Jahr für Jahr echte Leckerbissen des Kölner Karnevals.

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