KG Treuer Husar startet mit emotionalem Korpsappell in die Session 2026

Mit einem festlichen Korpsappell ist die KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln in die neue Karnevalssession gestartet. Im Pullman Hotel versammelten sich Mitglieder, Freunde und Förderer des Traditionskorps, um gemeinsam den Auftakt zu begehen – in einer Session, die nach Dreigestirn und 100-Jahr-Feier wieder in ruhigere Bahnen führt, aber mit ungebrochener Leidenschaft für Köln und den Fastelovend gelebt wird.
Husaren-Pänz machen den Anfang – neue Mitglieder folgen
Traditionell eröffneten die Husaren-Pänz den Abend, begleitet von der Uniformabnahme durch Präsident Markus Simonian und Kommandant Harry Kramer. Sieben neue Tänzerinnen und Tänzer bringen die Husaren-Pänz auf nunmehr 23 Kinder und Jugendliche. Mia Schmidt erhielt für ihr tänzerisches Engagement das BDK-Tanzabzeichen in Bronze.
Im Anschluß marschierten die neuen Hospitanten und diejenigen auf die Bühne, die nach zwei Jahren Hospitation endlich den ersehnten Eid auf die Fahne schwören dürfen. In diesem Jahr begrüßt der Treue Husar 14 neue Hospitanten und 21 neue Mitglieder in seinen Reihen. Der Mitgliederzuwachs unterstreicht einmal mehr, wie lebendig, offen und wachstumsstark das Korps auch im zweiten Jahrhundert seines Bestehens ist.

Verabschiedung verdienter Vorstandsmitglieder – Staffelstab wird übergeben
Gänsehautmomente prägten den Abend insbesondere bei der Verabschiedung dreier Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen und die Gesellschaft maßgeblich mitgestaltet haben. Schatzmeister Kurt Wietheger, der nach 26 Jahren im Amt seinen Rückzug angekündigt hatte, wurde offiziell verabschiedet. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung erhielt er einen vergoldeten Löwenkopfsäbel mit persönlicher Gravur, passend zu seinem Rang als General – ein Geschenk, das bei ihm sichtbar für große Rührung sorgte. Sein Nachfolger Lars Schmidt übernimmt das Amt mit viel Erfahrung und dem erklärten Ziel, den Husaren verantwortungsbewußt in die Zukunft zu führen.
Ebenfalls verabschiedet wurde Wolfgang Balduin, der die Gesellschaft seit 2016 als Schriftführer und zuvor unteranderem als Kammerverwalter mitgeprägt hat. Als Dank und Anerkennung für seine Leistung und Treue erhielt er die Verdienstspange der Treuen Husaren in Silber. Mit André Chapelier übernimmt ein engagierter Nachfolger, der neue Impulse setzen will.
Den dritten symbolischen Staffelstab übergab Paul-Dieter Schmitz, seit elf Jahren Korpskoch, an seinen Nachfolger Michael „Frosch“ Fröschle. Besonders emotional wurde es, als Paul-Dieter Schmitz – sichtlich gerührt – den Verdienstorden in Silber des Festkomitees Kölner Karneval entgegennahm und beim Überreichen der „Kelle“ an seinen Nachfolger mit den Tränen kämpfte.

Verdiente Mitglieder geehrt – Engagement, das verbindet
Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ würdigte der Treue Husar das Ehrenamt in seiner ganzen Vielfalt. Der Verdienstorden des Festkomitees in Silber ging neben Paul-Dieter Schmitz auch an Thomas Utri-Lennartz, der in den vergangenen elf Jahren das Reservekorps geleitet und zu einer wichtigen Säule der Gesellschaft aufgebaut hat. Weitere Verdienstspangen in Bronze erhielten Patrick Hermes, Fea Jasmin Dainat, Philip Capellen und Björn Zimmer.
Für langjährige Treue wurden mit der Goldenen Vereinsnadel mit Brillanten (50 Jahre) ausgezeichnet: Georg Binder, Dieter Hoffmann und Markus Schöcke. Die Silberne Vereinsnadel (25 Jahre) erhielten Günter Paßmann, Patrick Schlangenstein und Markus Simonian.
Auch musikalisch und tänzerisch zeigte sich die beeindruckende Bandbreite des Engagements: Lothar Meusel erhielt das Musikerabzeichen in Gold, Patrick Hermes das BDK-Tanzabzeichen in Gold mit Brillanten. Das Tanzabzeichen in Bronze ging an Alexander Preuss und Wolfram von Tongern erhielt die Reiterspange in Silber.

Selbstverständlich konnten nur jene Mitglieder ihre Auszeichnungen entgegennehmen, die am Abend persönlich anwesend waren. Alle, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen verhindert waren, erhalten ihre Ehrungen zu einem späteren Zeitpunkt auf angemessenem Wege – denn ihr Engagement bleibt ebenso unvergessen und hochgeschätzt.
Neue Oberste und musikalische Highlights
Für ihr Engagement wurden Günter Paßmann und Frank Preuß zum Oberst befördert. Musikalisch brachte die junge Kölner Band „Bel Air“ frischen Wind in den Abend. Die Band überzeugte mit modernen kölschen Tönen und einem Auftritt, der Tradition und Zeitgeist auf gelungene Weise miteinander verband.
Präsident Markus Simonian dankte am Ende des Abends der Kommandantur für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung des Korpsappells. „Ihr habt uns allen einen würdigen, emotionalen und reibungslosen Auftakt beschert – dafür ein großes Dankeschön.“ Nach zwölf Jahren war es der letzte Korpsappell unter der Leitung von Kommandant Harry Kramer, unterstützt von Vizekommandant Dieter Hagen, die beide nach dieser Session ihre Ämter abgeben werden. Zugleich stellte Simonian in Aussicht, „daß noch eine intensive Session mit vielen Auftritten vor uns liegt – und wir diese gemeinsame Zeit noch einmal in vollen Zügen genießen werden, bevor wir Harry und Dieter mit gebührendem Dank verabschieden.“
Quelle (Text): KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln; Foto/s: Björn Zimmer

Ein Anker für die Marie – gelebte Freundschaft über den Rhein hinaus
Verdiente Altstädter im Rampenlicht
Ein feierlicher Abschluß – und ein kölscher Blick nach vorn

Schon der musikalische Auftakt ließ die Bedeutung des Abends spüren. Die Korpskapelle „Jan von Werth“ eröffnete den Appell mit einer festlichen Ouvertüre, die durch gesangliche Akzente zweier Solisten eine besondere emotionale Tiefe erhielt. Nahtlos fügte sich daran der Auftritt der Puppenspieler des Hänneschen Theaters an, das mit einer eigens für diesen Anlaß inszenierten Darstellung der „Jan un Griet“-Legende begeisterte. Mit viel Wortwitz, Charme und feinem kölschem Humor wurde die Geschichte lebendig und erinnerte eindrucksvoll an die Wurzeln dieses traditionsreichen Amtes.
Der emotionale Höhepunkt des Abends folgte mit der feierlichen Proklamation des neuen „Jan un Griet“-Paares (Horst-Peter und Melanie Becker) durch den Präsident des Festkomitees des Kölner Karnevals Christoph Kuckelkorn und der Präsidentin Kölsche Madämcher Gabriele P. Gérard. Unter langanhaltendem Applaus nahmen das proklamierte Paar ihr Amt an und traten damit in eine Reihe von Persönlichkeiten, die diese besondere Aufgabe seit 1949 mit Leben füllen. In ihren Worten wurde spürbar, wie sehr ihnen diese Rolle am Herzen liegt: „Wir wollen Brücken bauen! Egal welche Farben wir tragen – in unseren Herzen tragen wir alle die Farben des Kölner Karnevals. Laßt uns feiern, laut und leise, aber immer bunt!“
Auch im weiteren Verlauf des Abends wurde deutlich, wie sehr Emotion und Anerkennung zusammengehören: Als eine besondere Ehrung ausgesprochen wurde und die Verdienste um den Kölner Karneval gewürdigt wurden, zeigte sich selbst bei erfahrenen Karnevalisten spürbare Rührung.
Überraschung für den Präsidenten – und ein Moment kölscher Unberechenbarkeit
Ehrungen, Auszeichnungen und besondere Ernennungen

Im Mittelpunkt des Abends stand die 53. Verleihung der Goldenen Mütze, einer der renommiertesten Auszeichnungen im Kölner Karneval. Mit langanhaltendem Applaus und sichtlicher Rührung wurde Marc Metzger, besser bekannt als „Dä Blötschkopp“, als neuer Träger der Goldenen Mütze 2026 geehrt. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den Erhalt, die Weiterentwicklung und die Authentizität des kölschen Karnevals verdient gemacht haben – eine Beschreibung, die auf Marc Metzger in jeder Hinsicht zutrifft.
Für tänzerische Glanzpunkte sorgten die beiden Tanzgruppen der Gesellschaft, die „Kölsche Harlequins“. Zunächst begeisterten die „Pänz“ mit jugendlicher Energie, Präzision und sichtbarer Freude am Tanz, bevor später die große Formation mit Ausdrucksstärke und karnevalistischer Eleganz den Saal füllte. Beide Auftritte unterstrichen eindrucksvoll die erfolgreiche Nachwuchs- und Vereinsarbeit der K.G. Alt-Köllen.
Zusätzlich wurde Christoph Kuckelkorn feierlich zum Ehrenratsherrn ernannt, der höchsten externen Auszeichnung der K.G. Alt-Köllen.







Zuvor, als Präsident Udo Schaaf das Publikum begrüßte, lag bereits diese besondere Spannung in der Luft, die nur echte Herrensitzungen erzeugen können: Hier wird nicht konsumiert – hier wird erlebt. Sodann legten die Blauen Funken mit ihrem Sessions-Potpourri der Musiker bestehend aus karnevalistischen Evergreens und neuen Hits vor den Tänzen des Tanzpaares zusammen mit den Artillerietänzern der zweitältesten Korpsgesellschaft los und bestachen die „Häre“ von der ersten Minute bis zur Zugabe.
Mit „J.P. Weber“ (Jörg-Paul Weber) folgten die leisen, allerdings auch lauten und poetischen Töne die er anschlug – kölsch, ehrlich, mitten ins Herz. Zu den Höhenpunkten seines Vortrags gehörte wie immer auch das Spiel „op d´r Flitsch“, wodurch alle Herren sich von ihren Stühlen erhoben und lautstark den „Bläck Fööss“-Klassiker von 1977 „En unserem Veedel“ mitsangen.


































Präsidentin Tanja Spiegel eröffnete das Event um 12.11 Uhr und kündigte ein stimmungsvolles Rahmenprogramm an. Danach stellte „Julie Voyage“ (Ken Reise) die Packstraße vor, die ja zweifelsohne das „Hätz der Goldtafel“ darstellt. Mit ihren Kölschen Tön heizte „Julie Voyage“ das Publikum zum Singen und ausgelassenen Schunkeln an.











