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-hgj/nj- Von kölscher Nachwuchsförderung über musikalische Traditionspflege bis zu Humor und tänzerischen Höhepunkten: Die Sessionseröffnung 2026 in der Stadthalle Köln vereinte die ganze Vielfalt des Fastelovends.
Kölscher Fastelovend lebte von Tradition, Musik, herzlichem Miteinander und natürlich von einer ordentlichen Portion Klaaf. Genau diese Mischung hatte die KG Kölsche Narren Gilde von 1967 e.V. (KNG) am Freitag, 6. November 2026, mit ihrer Veranstaltung „Ähzezupp, Klaaf & Fastelovend 2026“ in die Stadthalle Köln am Wiener Platz gebracht. Dort war die Stadthalle zum Treffpunkt karnevalistischer Geselligkeit geworden, bei dem sich rheinisches Brauchtum, musikalische Unterhaltung, tänzerischer Nachwuchs und kölsche Lebensart zu einem abwechslungsreichen Abend verbunden hatten.
Schon der musikalische Auftakt durch „OTTO & PASCAL“ hatte den passenden Rahmen für die Sessionseröffnung geschaffen. Im Anschluß war die Kölsche Narren Gilde mit ihren Plaggenträgern, dem KNG-Herold und dem Elferrat festlich eingezogen. Begleitet wurde der Einmarsch vom Prinzenpaar aus dem Raum Stuttgart mit seinem Gefolge sowie dem Vorstand der Gesellschaft. Damit hatte die KNG gleich zu Beginn ihre Verbundenheit mit dem karnevalistischen Brauchtum und ihre Offenheit für närrische Gäste über die Grenzen Kölns hinaus unterstrichen.
Ein besonderer vereinsinterner Moment war die Begrüßung und Vorstellung des neuen KNG-Präsidiums gewesen. Damit hatte die Gesellschaft nicht nur den Blick auf die bevorstehende Session gerichtet, sondern zugleich ihre personelle Verantwortung für die weitere Entwicklung des Vereins sichtbar gemacht.
Närrische Verbundenheit über die Grenzen Kölns hinaus
Der Besuch des Prinzenpaares aus dem Raum Stuttgart hatte dem Abend eine besondere Note verliehen. Er zeigte einmal mehr, daß der rheinische Karneval längst nicht an den Grenzen des Rheinlandes endete. Die Begeisterung für das närrische Brauchtum verband Menschen aus unterschiedlichen Regionen und machte deutlich, wie weit die kölsche Lebensart ihre Ausstrahlung entfaltet hatte.
Auch der karnevalistische Nachwuchs hatte seinen Platz im Programm erhalten. Die „Pänz“ der „Kölsche Stäänefleejer“ hatten mit ihrem Auftritt eindrucksvoll die Bedeutung der Nachwuchsarbeit für den Fortbestand des kölschen Fastelovends repräsentiert. Denn Tradition blieb nur dann lebendig, wenn sie von der nächsten Generation mit Begeisterung aufgenommen und weitergetragen wurde. Gerade die Förderung junger Tänzerinnen und Tänzer gehörte deshalb zu den wichtigen Aufgaben der karnevalistischen Gesellschaften.
Für die humoristische Seite des Abends hatten anschließend „Willi und Ernst“ (Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum) gesorgt. Mit ihrem rheinischen Humor und ihrer Bühnenunterhaltung hatten sie jene Mischung aus Wortwitz und Situationskomik eingebracht, die im kölschen Karneval seit jeher ihren festen Platz hatte.
Ähzezupp als kulinarisches Herzstück und erster Sessionsorden
Wie es der Veranstaltungstitel bereits angekündigt hatte, war die traditionelle Ähzezupp-Pause weit mehr als eine gewöhnliche Unterbrechung des Bühnenprogramms gewesen. Sie hatte den geselligen Charakter der Veranstaltung besonders unterstrichen und den Gästen Gelegenheit zum gemeinsamen Essen und zum persönlichen Klaaf gegeben.
Eine besondere Bedeutung hatte dabei die Verleihung des ersten Ordens der Session erhalten, die während des Auftragens der Suppe stattgefunden hatte. Damit hatte die Kölsche Narren Gilde ihr närrisches Brauchtum unmittelbar mit dem geselligen Mittelpunkt des Abends verbunden. Die Ordensverleihung hatte zugleich den offiziellen Auftakt in die neue Session auch auf dieser traditionellen Ebene sichtbar gemacht.
Nach der Pause war die Gesellschaft mit den „Plaggeköpp“ und den grün-gelben Husaren wieder eingezogen und hatte damit den zweiten Teil der Veranstaltung eingeleitet. Die Kölner Husaren grün-gelb hatten anschließend die Tradition des kölschen Korps- und Gardekarnevals auf die Bühne gebracht. Ihr Auftritt hatte das Programm um eine weitere Facette des rheinischen Fastelovends bereichert.
Volker Weininger führte mit Humor durch den Abend
Einen besonderen erzählerischen Schwerpunkt hatte der Auftritt von Volker Weininger als „Der Sitzungspräsident“ gebildet. Mit seiner Bühnenpräsenz, seinem unverwechselbaren Humor und seinem Gespür für die karnevalistische Unterhaltung hatte er die Verbindung zwischen Bühne und Saal geprägt.
Als „Sitzungspräsident“ hatte er dabei weit mehr als die reine Moderation übernommen. Seine Aufgabe hatte darin bestanden, die unterschiedlichen Programmpunkte miteinander zu verbinden, die Unterhaltung lebendig zu halten und dem Abend einen pasßenden dramaturgischen Rahmen zu geben. Mit seiner humoristischen Art hatte er die typische rheinische Mischung aus Wortwitz, Selbstironie und augenzwinkernder Beobachtung in die Stadthalle getragen.
„Bläck Fööss“ sorgten für einen musikalischen Höhepunkt
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Auftritt der „Bläck Fööss“ gewesen. Die Formation gehörte seit Jahrzehnten zu den prägenden musikalischen Stimmen Kölns und hatte wie kaum eine andere Band die Entwicklung der kölschen Musik und des modernen Sitzungskarnevals mitgestaltet. Ihre enge Verbindung zur Domstadt und zum Fastelovend hatte dem Auftritt einen besonderen Stellenwert verliehen.
Die „Fööss“ hatten damit einen musikalischen Akzent gesetzt, der die Verwurzelung der Veranstaltung in der kölschen Kultur besonders deutlich gemacht hatte.
Auch tänzerisch hatte die Veranstaltung noch einmal nachgelegt. Die großen „Kölsche Stäänefleejer“ hatten den tänzerischen Teil des Abends fortgeführt und damit gezeigt, daß die Begeisterung für den karnevalistischen Tanzsport nicht mit dem Nachwuchs endete, sondern auch bei den erwachsenen Tänzerinnen und Tänzern mit großem Engagement weiterlebte.
Mit „Druckluft“ war anschließend eine weitere musikalische Facette auf die Bühne gekommen. Der Auftritt hatte die stilistische Bandbreite des Programms unterstrichen und für einen abwechslungsreichen Übergang zu den weiteren karnevalistischen Höhepunkten gesorgt.
Traditionskarneval aus Eschweiler bereicherte das Programm
Mit der Roten Funken Artillerie Eschweiler e.V. 1913 hatte die Kölsche Narren Gilde zudem ein auswärtiges Traditionskorps in ihr Programm eingebunden. Der Auftritt hatte die regionale Vielfalt des rheinischen Karnevals sichtbar gemacht und die Verbundenheit der Gesellschaften über die Stadtgrenzen hinaus unterstrichen.
Solche Begegnungen hatten einmal mehr gezeigt, daß der Fastelovend von einem starken Netzwerk aus Vereinen, Korps und karnevalistischen Gemeinschaften getragen wurde. Trotz unterschiedlicher regionaler Traditionen verband alle Beteiligten die Begeisterung für das rheinische Brauchtum.
„Bye bye my love“ als gemeinsamer Schlußpunkt
Zum Abschluß hatte der gemeinsame musikalische Ausklang mit dem Schlußlied „Bye bye my love“ noch einmal einen besonderen Akzent gesetzt. Mit dem anschließenden Ausmarsch war die Sessionseröffnung der Kölschen Narren Gilde schließlich zu Ende gegangen.
„Ähzezupp, Klaaf & Fastelovend 2026“ hatte sich damit als facettenreicher Auftakt in die Session 2027 präsentiert. Die KNG hatte unterschiedliche Generationen, karnevalistische Traditionen und musikalische Stilrichtungen zusammengeführt und dabei sowohl dem Nachwuchs als auch den etablierten Kräften des Fastelovends eine Bühne gegeben.
Von der traditionellen Ähzezupp über die tänzerischen Darbietungen und die Auftritte namhafter Künstler bis hin zu den Traditionskorps aus Köln und Eschweiler hatte der Abend die Vielfalt des rheinischen Karnevals widergespiegelt. Vor allem aber hatte die Veranstaltung gezeigt, worauf es im Fastelovend ankam: auf Gemeinschaft, gelebtes Brauchtum, Freude an der kölschen Kultur und den gemeinsamen Blick auf eine neue Session.
Die Kölsche Narren Gilde hatte damit einen stimmungsvollen und abwechslungsreichen Start in die närrische Zeit 2027 gestaltet.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik): Kölsche Narren Gilde von 1967 e.V.
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