
Jeck op Fahrt: Die „Plaggeköpp“ läuten die neue Session ein
28. Oktober 2026
-hgj/nj- Bevor wir Roten Funken wieder in den Fastelovend starten, stehen wir still.
Am Sonntag, 1. November 2026, gedachten die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. auf dem Melatenfriedhof ihrer neun verstorbenen Funkenkameraden. Seit mehr als 100 Jahren gehört diese besondere Tradition fest zum Leben unseres Korps. Sie ist Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber den Generationen, die die Gemeinschaft der Roten Funken geprägt und getragen haben.
Unter dem Klang eines Dudelsacks, gespielt vom Marc Steffen, versammelten sich die Funken um 9:30 Uhr an der Trauerhalle auf Melaten. Anschließend zieht das Korps gemeinsam zur Funkengedenkstätte. Das Regimentsorchester unter der Leitung von Matthias Heßeler begleitet den Trauermarsch mit dem Funkenmarsch in Moll. An der Spitze werden der Kranz und die Fahnen des Korps getragen.
An der Gedenkstätte wurde der Kranz für die verstorbenen Kameraden Björn Brinkmann, Peter Enkel jun., Erich Fehn, Heinz Hambrücken, Ludwig Reinhard, Klaus Rück, Dr. h.c. Fritz Schramma, Lothar Straten und Dr. Rüdiger L. Walch niedergelegt. Funkenpastor „Altärche“ Johannes Quirl hielt in diesem Jahr die geistliche Ansprache. Der eigene Funkenchor „De Mösche vun d’r Ülepooz“ gestaltete die Gedenkfeier unter der Begleitung von Herbert Schmidt musikalisch mit.
Präsident und Kommandant Dirk Wissmann „Appelzien vun d´r Ülepooz“ erinnerte in seiner Ansprache emotional und würdevoll an die im vergangenen Jahr verstorbenen Funkenkameraden und an ihre bleibende Bedeutung für das Korps. Das Regimentsorchester, der gemeinsame Choral „Der gute Kamerad“ und Thomas Cüpper „Et Klimpermännche“ bildeten den musikalischen Rahmen der Gedenkfeier. Anschließend marschierten die Roten Funken gemeinsam in Richtung Aachener Straße ab und versammelten sich zum anschließenden Austausch in Junkersdorf im „Kastanienhof“.
„Bevor wir auf den Bühnen dieser Stadt stehen, stehen wir am Grab unserer verstorbenen Funken. Unser Fastelovend beginnt mit Dankbarkeit und Demut gegenüber denjenigen, auf deren Fundament unsere Gemeinschaft heute steht. Erinnerung bedeutet für uns zugleich Verantwortung: für Zusammenhalt, Respekt und ein tolerantes Köln“, erklärt Präsident und Kommandant Dirk Wissmann.
„An Allerheiligen wird es bei uns Roten Funken ganz still. Wir nennen die Namen derjenigen, die uns verlassen haben, und zeigen damit: Ein Funk bleibt Teil unserer Gemeinschaft, auch wenn er nicht mehr unter uns ist.“, so Vizepräsident und Pressesprecher Boris Müller.
Das Allerheiligen-Gedenken ist für die Roten Funken weit mehr als ein fester Termin im Jahreskalender. Es verbindet die Generationen und macht sichtbar, was die Gemeinschaft des Korps auszeichnet: „Met Fründe zesammestonn, op kölsche Aat – dat sin mer.“ Die Teilnahme ist für die Funken Ehrensache und somit alljährlich inoffizieller Start der neuen Session.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. / Niki Siegenbruck – Foto & Grafik | Köln
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