
Ähzezupp, Klaaf und Fastelovend: Die Kölsche Narren Gilde eröffnete die neue Session mit rheinischer Lebensfreude
7. November 2026
-hgj/nj- Ein neuer Halsorden, jede Menge kölsche Musik und ein starkes Zeichen für die Zukunft des Fastelovends: Die Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V. feierte in DIE HALLE Tor 2 einen stimmungsvollen Auftakt in die neue Karnevalssession.
Wenn Konfetti durch die Luft wirbelt, kölsche Tön den Saal erfüllen und überall fröhliche Gesichter zu sehen sind, dann ist klar: Der Fastelovend hat wieder Einzug gehalten! Am Freitag (6. November 2026) lud die Große KG Frohsinn Köln traditionell am Freitag vor dem 11. im 11. zur Sessionseröffnung ein. Und die Frohsinn-Familie ließ sich nicht lange bitten: Mit einem abwechslungsreichen Programm, viel Herzblut und einer ordentlichen Portion kölscher Lebensfreude wurde der Start in die Session 2027 gebührend gefeiert.
Schon beim Betreten von DIE HALLE Tor 2 wurde deutlich, mit wie viel Liebe zum Detail die Gesellschaft ihren Auftakt vorbereitet hatte. Rot-goldene Luftballons schmückten die Decke, eine liebevoll dekorierte Candybar lud zum Naschen ein und moderne LED-Elemente setzten besondere optische Akzente. Eine Atmosphäre, die von der ersten Minute an spüren ließ, was die Große KG Frohsinn ausmacht: Herzlichkeit, Gemeinschaft und die Freude daran, anderen eine schöne Zeit zu bereiten. Auch die Konfetti-Shooter sorgten direkt zu Beginn für einen farbenfrohen Auftakt und machten die Vorfreude auf die neue Session im Saal unmittelbar spürbar.
Pünktlich zum Auftakt nahm Präsidentin Tanja Wolters das närrische Zepter in die Hand und führte gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Andreas Wolf durch das Programm des Abends. Mit einer herzlichen Begrüßung eröffneten sie die Veranstaltung und stimmten die Gäste auf die bevorstehenden närrischen Wochen ein.
Ein Kompass für die Zukunft – „Morje es, wat do drus mähs!“
Das Sessionsmotto „Morje es, wat do drus mähs!“ stellt die Zukunft in den Mittelpunkt des Kölner Karnevals. Eine Botschaft, die kaum besser zur Großen KG Frohsinn Köln passen könnte. Denn seit ihrer Neuausrichtung im Jahr 2019 verbindet die Gesellschaft ihre über 100jährige Tradition mit der Lust auf neue Ideen, ungewöhnliche Wege und einen Karneval, der Menschen aller Generationen begeistert.
Mit inzwischen mehr als 800 Mitgliedern, darunter zahlreichen Kindern und Jugendlichen, zeigt sich, daß dieser Weg erfolgreich eingeschlagen wurde. Die Große KG Frohsinn versteht sich dabei nicht nur als Bewahrerin kölscher Karnevalstradition, sondern möchte den Fastelovend aktiv weiterentwickeln und auch künftig Menschen für das Brauchtum begeistern.
Paßend zum Sessionsmotto stellte die Gesellschaft ihren neuen Sessionsorden vor. In diesem Jahr fiel die Wahl auf einen Kompass, der sinnbildlich dafürsteht, daß jeder selbst mitbestimmen kann, in welche Richtung es geht und wie die Zukunft gestaltet wird. Gleichzeitig greift das Motiv das Selbstverständnis der Gesellschaft auf, immer wieder neue Wege zu gehen, ohne dabei die eigenen Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
Präsidentin Tanja Wolters brachte diese Haltung auf den Punkt: „Wir möchten den Karneval nicht nur bewahren, sondern ihn gemeinsam mit unseren Mitgliedern weiterentwickeln. Gleichzeitig ist es uns wichtig, auch über den Fastelovend hinaus etwas für Köln zu bewegen. Genau das drückt das diesjährige Motto für uns aus.“
Ein neuer Halsorden – ein Zeichen echter Verbundenheit
Ein ganz besonderer Moment erwartete die Gäste im weiteren Verlauf des Abends: Die Große KG Frohsinn stellte ihren neuen Halsorden feierlich vor und verlieh ihn erstmals. Mit dieser besonderen Auszeichnung würdigt die Gesellschaft künftig alle stimmberechtigten Mitglieder, die ihr seit mindestens fünf Jahren angehören.
Rund 200 der inzwischen mehr als 800 Mitglieder erfüllen bereits diese Voraussetzungen. Bei der Sessionseröffnung wurden die ersten Halsorden feierlich überreicht.
Der neue Halsorden (Titelfoto) ist weit mehr als ein schmückendes Zeichen. Er steht für Treue, Verbundenheit und die Wertschätzung all jener Menschen, die den Frohsinn über Jahre hinweg mittragen, mitgestalten und zu dem machen, was er heute ist. Denn eine Gesellschaft lebt nicht allein von großen Veranstaltungen und schönen Bühnenmomenten, sondern vor allem von den Menschen, die ihr mit Herz und Engagement verbunden sind.
Der 1. Vorsitzende Andreas Wolf unterstrich die Bedeutung dieser besonderen Auszeichnung: „Unsere Gesellschaft lebt von den Menschen, die sich mit ihr verbunden fühlen und sie über viele Jahre begleiten. Gerade seit unserer Neuausrichtung 2019 haben viele Mitglieder diesen Weg mit uns gestaltet. Mit dem neuen Halsorden möchten wir diese Verbundenheit sichtbar machen und auch ein Zeichen der Wertschätzung setzen.“
Mit der Einführung des Ordens setzte die Große KG Frohsinn ein wunderbares Zeichen der Anerkennung – und machte deutlich, wie wichtig ihr die Menschen hinter der Gesellschaft sind.
Zukunft ist bei den Frohsinnern längst Programm
Das Engagement der Großen KG Frohsinn endet keineswegs an der Bühnenkante. Gemeinsam mit dem Verein Domspitzen e.V. setzt sich die Gesellschaft im Rahmen ihrer Charity-Arbeit insbesondere für Kinder und Jugendliche in Köln ein. Bereits im vergangenen Jahr konnten zahlreiche Projekte unterstützt werden, die jungen Menschen neue Chancen und Perspektiven eröffnen.
Denn das Köln von morgen wird auch dadurch geprägt, welche Möglichkeiten Kinder und Jugendliche heute bekommen. Ganz nach dem Motto: Was aus dem Morgen wird, entscheidet sich auch durch das, was wir heute gemeinsam auf den Weg bringen.
Dass die Zukunft des Fastelovends beim Frohsinn nicht nur ein schönes Schlagwort ist, sondern mit Leben gefüllt wird, bewies einmal mehr der Auftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Strunde Pänz“.
Die „Strunde Pänz“ begeisterten mit kölschem Nachwuchsstolz
Traditionell eröffnete eine Kinder- und Jugendtanzgruppe das Bühnenprogramm der Sessionseröffnung. Dabei erhält jeweils eine der drei bestplatzierten Kinder- und Jugendtanzgruppen des „Nachwuchsdänzje“ die Gelegenheit, ihr Können vor großem Publikum zu präsentieren.
In diesem Jahr gehörte die Bühne den „Strunde Pänz“, die beim „Nachwuchsdänzje“ des Festkomitees den dritten Platz belegt hatten. Mit ihrem Auftritt brachten sie jugendliche Begeisterung und tänzerischen Nachwuchsstolz in den Saal und zeigten eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft und Talent in der nächsten Generation des kölschen Fastelovends steckt.
Seit Jahren gehört es zur schönen Tradition der Sessionseröffnung, dem karnevalistischen Nachwuchs einen festen Platz auf der Bühne einzuräumen. Ein Auftritt, der einmal mehr deutlich machte: Um die Zukunft des Karnevals muß man sich keine Sorgen machen, wenn man seinem Nachwuchs solche Möglichkeiten bietet!
Kölsche Bands, kölsche Tön und jede Menge Frohsinn
Natürlich durfte bei einer Frohsinn-Sessionseröffnung auch musikalisch ordentlich aufgedreht werden. Und dafür hatte die Gesellschaft ein Programm zusammengestellt, das die ganze Vielfalt des kölschen Musikgefühls auf die Bühne brachte.
Mit „Scharmöör“, „Boore“, „StadtRand“ und „Höhner“ standen gleich vier namhafte Bands auf dem Programm. Von mitreißenden kölschen Rhythmen über moderne Töne bis hin zu den großen musikalischen Stimmungsgaranten des Kölner Karnevals war alles dabei, was das jecke Herz begehrt.
Die Musiker sorgten mit einer Mischung aus neuen Songs und bekannten Hits für beste Unterhaltung und brachten DIE HALLE Tor 2 kräftig in Bewegung. Da wurde geschunkelt, geklatscht, mitgesungen und gefeiert – ebenso, wie es sich für einen richtigen Frohsinn-Abend gehört!
Doch auch nach dem Bühnenprogramm war noch lange nicht Schluß: DJ Andreas Zwingmann von „First Class Entertainment“ übernahm die musikalische Begleitung und sorgte dafür, daß die ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht anhielt.
Tradition bewahren, Neues wagen und gemeinsam Freude schenken
Mit ihrer Sessionseröffnung unterstrich die Kölner KG einmal mehr, wofür sie seit mehr als einem Jahrhundert steht: für gelebte Tradition, eine starke Gemeinschaft und den Mut, immer wieder neue Ideen auf den Weg zu bringen.
Der neue Halsorden würdigt die Menschen, die der Gesellschaft seit Jahren die Treue halten. Der Kompaß als Sessionsorden steht für den Blick nach vorn und die Bereitschaft, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Die „Strunde Pänz“ repräsentieren die nächste Generation, die den Fastelovend mit Begeisterung weiterträgt. Und das soziale Engagement mit den Domspitzen zeigt, dass Frohsinn weit über die Karnevalsbühne hinausgeht.
So war dieser Abend weit mehr als nur der Startschuß in eine neue Session. Er war ein herzliches Bekenntnis zu den Werten der Gesellschaft, zu gelebter Gemeinschaft und zu einer Zukunft, die man gemeinsam gestalten möchte.
Die Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V. hat eindrucksvoll gezeigt: Wer Tradition im Herzen trägt, den Nachwuchs fördert und dabei die Freude am Miteinander niemals verliert, der ist bestens für das Morgen gerüstet.
Oder, um es paßend zum Frohsinn auf den Punkt zu bringen: „Em Hätze vill Konfetti – un de Zokunf em Blick!“
Die nächsten Frohsinn-Termine 2027
Auch im neuen Jahr dürfen sich die Mitglieder und Freunde der Großen KG Frohsinn Köln auf weitere Höhepunkte im Veranstaltungskalender freuen. Die traditionelle Kostümsitzung findet am 10. Januar 2027 im Gürzenich statt und ist bereits ausverkauft.
Wenige Tage später geht es mit der Frohsinnsparty unter dem Motto „Konfetti-Club“ weiter. Am 16. Januar 2027 verwandelt sich der Wartesaal am Dom erneut in einen Treffpunkt für alle, die den kölschen Fastelovend ausgelassen feiern möchten. Eintrittskarten sind online unter www.kg-frohsinn.de erhältlich.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Vera Drewke Photography
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