
Mit vill Konfetti, kölschem Hätz und einem Blick nach vorn: Die Große KG Frohsinn eröffnete die Session 2027
8. November 2026
Typisch Kölsch 4/2026
8. November 2026
V.l.n.r.: Senatspräsident Hans Kürten überreicht Uschi Teuber zusammen mit Senatsvizepäsidentin Stephanie Riedel und Senatsschatzmeister Andreas Schütt die Urkunde zur Ehren-Senatspräsidentin
-hgj/nj- Im traditionsreichen Brauhaus „Em Kölsche Boor“ am Eigelstein trafen sich am 7. November 2026 rund 100 Mitglieder, Freunde und Gäste der KKG Blomekörfge 1867 e.V. zum diesjährigen Ordensabend. Mit der traditionellen Veranstaltung startete die Familiengesellschaft zugleich in ihre besondere Jubiläumssession, in der sie auf 160 Jahre Vereinsgeschichte zurückblickt. Dabei standen nicht nur der neue Sessionsorden und der Sessionspin im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen, die mit ihrer Treue, ihrem ehrenamtlichen Einsatz und ihrer Verbundenheit das Vereinsleben der Gesellschaft seit vielen Jahren prägen.
Ein erster Höhepunkt des Abends war die Vorstellung des neuen Sessionsordens und des dazugehörigen Sessionspins. Der Orden griff das Sessionsmotto 2027 „Morje es, wat do drus mähs!“ auf und richtete damit den Blick auf eine gemeinsame Zukunft, ohne die Wurzeln der Gesellschaft aus den Augen zu verlieren.
- V.l.n.r.: Christoph Duscha, Volker Hochfeld, Laura Geißler, Karin Dohlen, Dr. Veronika Brune, Tuschar Biswald
- Präsentation des Taschennubbel
Besonders ausdrucksstark ist das zentrale, drehbare Element des Ordens gestaltet: Es zeigt auf der einen Seite das aktuelle Wappen der Gesellschaft, während auf der anderen das historische Wappen des drehbaren Elements aus vergangenen Zeiten zu sehen ist. Zwei Darstellungen, die unterschiedliche Epochen repräsentieren und doch untrennbar miteinander verbunden sind. Sie verdeutlichen, daß das heutige Blomekörfge auf dem Fundament vieler Generationen gewachsen ist.
Getragen wird das Blomekörfge auf dem Orden von zwei Clowns, die sinnbildlich für das Gestern, Heute und Morgen der Gesellschaft stehen. Sie bewahren die Geschichte und Tradition und geben diese zugleich ankommende Generationen weiter. Am oberen Rand finden sich zudem die bekannten Größen des Kölner Karnevals in den Wolken wieder – eine Erinnerung daran, daß Tradition nicht Stillstand bedeutet, sondern davon lebt, Bewährtes mit Stolz weiterzutragen und gleichzeitig offen für die Zukunft zu bleiben. Auch der Sessionspin greift die Gestaltung des Ordens auf, während der Damenorden die Damen der Gesellschaft besonders in den Mittelpunkt stellt.
Für eine besondere Überraschung sorgte anschließend die gemeinsame Präsentation des Taschennubbels mit der StattGarde Colonia Ahoj. Die KKG unterstützt damit in der laufenden Session eine karitative Aktion, deren Erlös dem Bunten Kreis Rheinland zugutekommt. Die Einrichtung begleitet und unterstützt Familien in schwierigen Lebenssituationen, insbesondere wenn ein Kind mit einer Behinderung oder einer schweren Erkrankung zur Welt kommt. Die Taschennubbel sind gegen eine Mindestspende von € 10,00 bei beiden Gesellschaften erhältlich; beim Erwerb von fünf Exemplaren wird eines davon kostenfrei abgegeben. So verbindet sich die Freude am Fastelovend mit einem wichtigen sozialen Anliegen.
Auch der karnevalistische Nachwuchs erhielt eine verdiente Bühne. Die Jugendtanzgruppe „Kölsche Harlequins Pänz“ begeisterte die Anwesenden mit ihrem Auftritt und zeigte eindrucksvoll, wie viel Freude, Talent und Begeisterung in der nächsten Generation des kölschen Karnevals steckt.
Ein besonders bewegender Moment galt Karin Dohlen, die für ihre mittlerweile 55jährige Mitgliedschaft in der KKG Blomekörfge geehrt wurde. Mehr als ein halbes Jahrhundert Verbundenheit mit einer Gesellschaft ist schließlich alles andere als selbstverständlich. Eine solche Treue steht für gelebte Gemeinschaft, Freundschaft und die Bereitschaft, den kölschen Fastelovend über Generationen hinweg mitzutragen.
- „Don de Cologne“ (Patrik Reichwein)
- Max Biermann
Musikalisch bereicherten die Krätzchensänger „Don de Cologne“ (Patrik Reichwein) den Abend und sorgten für die passende Stimmung im Saal.
Im Mittelpunkt eines weiteren Höhepunktes stand anschließend eine ganz besondere Persönlichkeit der Gesellschaft: Uschi Teuber. Für ihr langjähriges und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement wurde sie in den Ehrensenat aufgenommen und zur Ehrensenatspräsidentin ernannt.
Die Auszeichnung, die durch Senatspräsident Hans Kürten vorgenommen wurde, war eine besondere Würdigung ihrer Verdienste um die KKG Blomekörfge. Mit dieser Ernennung nimmt Uschi Teuber zudem eine bemerkenswerte Stellung im Kölner Karneval ein: Als eine der ersten Frauen an der Spitze eines Senats einer Kölner Karnevalsgesellschaft steht sie beispielhaft für das Engagement und die wichtige Rolle von Frauen in den Traditionsgesellschaften des Fastelovends.
Mit der Ernennung zur Ehrensenatspräsidentin setzte die KKG Blomekörfge ein deutliches Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung. Ein Moment, der nicht nur für die Geehrte selbst, sondern auch für die gesamte Gesellschaft von besonderer Bedeutung war.
Für den musikalischen Ausklang sorgte später Max Biermann, der mit seinen kölschen Tönen noch einmal die besondere Atmosphäre des Abends unterstrich.
So wurde der Ordensabend der KKG Blomekörfge zu einer rundum gelungenen Veranstaltung, bei der Tradition und Zukunft, musikalische Unterhaltung, soziales Engagement und persönliche Wertschätzung auf schöne Weise zusammenfanden. Gerade im Jahr des 160jährigen Bestehens wurde deutlich, was die Gesellschaft seit Generationen auszeichnet: Menschen, die miteinander feiern, füreinander einstehen und ihre Verbundenheit mit dem kölschen Fastelovend mit Herzblut und Leidenschaft leben.
Denn Fastelovend ist weit mehr als eine Session – er ist gelebte Gemeinschaft, die von den Menschen getragen wird, die ihre Tradition bewahren und zugleich die Zukunft gestalten
Weitere Informationen zum Sessionsorden und seinen Motiven unter: https://www.blomekoerfge.de/orden







