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16. Juli 2026
Typisch Kölsch 3/2026
25. Juli 2026„Levve, un levve losse“ – kaum ein Satz beschreibt das kölsche Lebensgefühl treffender. Nun soll genau diese Botschaft einen sichtbaren Platz im Herzen Kölns erhalten. Der Verein Levve Un Levve Losse e.V. ruft Kreative aus ganz Deutschland dazu auf, den zukünftigen Erinnerungsort für die unvergessene Karnevalslegende Marie-Luise Nikuta zu gestalten.
Köln verdankt Marie-Luise Nikuta weit mehr als unzählige unvergessene Lieder. Die 1938 geborene und 2020 verstorbene Sängerin, Komponistin und Texterin war die unbestrittene „Mottoqueen“ des Kölner Karnevals. Über Jahrzehnte prägte sie mit ihren Liedern Generationen von Jecken und verlieh dem kölschen Fastelovend eine unverwechselbare Stimme. Gleichzeitig stand sie wie kaum eine andere Persönlichkeit für Offenheit, Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit.
Mit ihrem wohl bekanntesten Lebensmotto „Levve, un levve losse“ schuf sie weit mehr als einen Liedtitel – sie formulierte eine Haltung, die bis heute das Herz der Domstadt berührt.
Ein Platz mit Geschichte soll ein Gesicht bekommen
Seit Oktober 2025 trägt der Platz an der Hahnentorburg offiziell den Namen Marie-Luise-Nikuta-Platz. Nun beginnt der nächste bedeutende Schritt: Der Verein Levve Un Levve Losse e. V. – Freundeskreis Marie-Luise Nikuta möchte dort gemeinsam mit kreativen Köpfen einen dauerhaften Erinnerungsort entstehen lassen.
Gesucht werden außergewöhnliche Ideen – ob Denkmal, Skulptur, künstlerische Platzgestaltung oder ein innovatives Gesamtkonzept. Der Phantasie sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist allein, dass die Botschaft „Levve, un levve losse“ sichtbar, erlebbar und dauerhaft in den öffentlichen Raum getragen wird.
€ 5.000,00 Preisgeld warten auf die besten Ideen
Der Wettbewerb richtet sich bewußt an ein breites kreatives Publikum. Künstler, Designer, Architekten, Studenten sowie interdisziplinäre Teams sind eingeladen, ihre Ideen einzureichen.
Für die drei überzeugendsten Entwürfe stellt der Verein Preisgelder in Höhe von insgesamt € 5.000,00 bereit:
- 1. Preis: € 2.500,00
- 2. Preis: € 1.500,00
- 3. Preis: € 1.000,00
Die Einreichungsfrist endet am 11. November 2026 – paßender könnte ein Termin im kölschen Kalender kaum gewählt sein.
Mehr als ein Wettbewerb – ein Denkmal für kommende Generationen
Der Ideenwettbewerb bildet den Auftakt eines langfristigen Projekts. Gemeinsam mit der Stadt Köln soll auf Grundlage des Siegerentwurfs ein dauerhaftes Denkmal entstehen, dessen Realisierungskosten im bis zu sechsstelligen Bereich liegen können. Finanziert werden soll das Projekt durch Spenden und Förderpartnerschaften.
Damit entsteht nicht nur ein Kunstwerk, sondern ein Ort des Erinnerns, der Begegnung und der kölschen Identität – mitten zwischen Rudolfplatz, Hahnentorburg und Schaafenstraße, einem der lebendigsten und vielfältigsten Viertel der Stadt.
Prominent besetzte Jury entscheidet anonym
Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft. Mit dabei ist Andrea Nikuta-Meerloo, Tochter von Marie-Luise Nikuta und Ehrenpräsidentin des Vereins. Ergänzt wird das Gremium durch Persönlichkeiten aus Kirche, Karneval sowie der queeren Community.
Die eingereichten Arbeiten werden anonym bewertet – allein die Qualität der Ideen entscheidet.
Ein Aufruf an alle Kreativen
Der Wettbewerb startet bewußt am 88. Geburtstag von Marie-Luise Nikuta. Ein symbolträchtiger Moment, der zeigt, daß ihr Vermächtnis weit über ihre Lebenszeit hinauswirkt.
Wer sich künstlerisch mit Köln, seiner Kultur und seiner einzigartigen Lebensphilosophie verbunden fühlt, erhält hier die außergewöhnliche Möglichkeit, Geschichte mitzuschreiben. Vielleicht wird gerade der eigene Entwurf künftig tausende Menschen täglich daran erinnern, wofür Marie-Luise Nikuta ihr Leben lang stand: Respekt, Zusammenhalt und die Freude am Miteinander.
Wie Vereinspräsident André Schulze Isfort treffend formuliert:
„Marie-Luise hat ihr Leben lang Menschen zusammengebracht. Ein Denkmal an diesem besonderen Ort ist die schönste Art, ihre Botschaft lebendig zu halten – mitten in Köln, für alle sichtbar. Wir freuen uns auf mutige, kreative Ideen.“
Teilnahme
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen sowie das Teilnahmeformular stehen auf der Internetseite des Vereins bereit. Einsendeschluß ist der 11. November 2026.
typischkölsch.de findet: Dies ist weit mehr als ein Kunstwettbewerb. Es ist eine Einladung, einem der größten kölschen Originale ein bleibendes Denkmal zu setzen – und zugleich ein sichtbares Zeichen dafür, dass „Levve, un levve losse“ heute aktueller ist denn je.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik): Levve Un Levve Losse e. V.
Abdruck nur gegen Honorar und Beleg
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