
Fastelovend in Hochform: Die Kölnische KG entfacht ein jeckes Feuerwerk im Sartory
8. Februar 2026
Kölsche Lebensfreude im Kristallsaal – Eine Kostümsitzung, die Herzen hob und Geschichte schrieb
9. Februar 2026-hg/nj- Als am Samstagabend (7. Februar 2026), die schweren Türen des ehrwürdigen Gürzenich sich öffnen, lag ein Hauch von Magie in der Luft. Es war nicht irgendeine Karnevalssitzung – es war die „Kölsche Draumnaach“, jene glanzvolle Festveranstaltung der Rote Funken, die längst als stilistischer Höhepunkt der Session gilt. Ein Abend, der Tradition nicht nur bewahrte, sondern in ein schillerndes Gesamterlebnis verwandelte.
Ein Fest für alle Sinne
Schon der Sektempfang ließ erahnen, daß hier Großes bevorsteht: Elegante Abendgarderobe traf auf erwartungsvolle Vorfreude, während im Hintergrund leise orchestrale Klänge den Ton für die Nacht setzen. Das anschließende Dinner verband kulinarische Raffinesse mit geselligem Austausch – ganz im Sinne des rheinischen Miteinanders.
Doch mit dem Opening im großen Saal begann die eigentliche Reise: Ein Klangteppich aus der Eurovisions-Hymne, überraschenden Arrangements und eigens inszenierten Übergängen führt das Publikum hinein in eine Traumwelt – die „Draumnaach“.
Klanggewalt und Gänsehautmomente
Für die musikalische Dramaturgie sorgte das große Orchester unter der Leitung von Matthias Heßeler. Mit einem vollbesetzten Ensemble, das klassische Instrumentierung mit modernen Elementen vereint, entstand ein Sound, der weit über das hinausgeht, was man von einer traditionellen Sitzung erwarten würde. Hier verschmolzen sinfonische Wucht, kölsche Melodik und überraschende Stilbrüche zu einem einzigartigen Hörerlebnis.
Ob die kraftvolle „Overtüre Wicked“, emotionale Filmmomente oder das eigens arrangierte „Heimweh nach Kölle“ – jede Passage war Teil eines fein komponierten Gesamtkunstwerks.
Gastgeber mit Herz und Humor
Durch den Abend führten Präsident Dirk Wissmann und Vize-Präsident Boris Müller – ein eingespieltes Duo, das bereits im Vorjahr begeisterte. Mit augenzwinkerndem Witz, charmanter Leichtigkeit und wechselnden Verkleidungen sorgten sie für eine lebendige Moderation, die Nähe schafft und zugleich den festlichen Rahmen wahrt.
Ihre Dialoge – mal pointiert, mal herzlich – verbanden die einzelnen Programmpunkte zu einem fließenden Erlebnis.
Eine Hommage an kölsche Legenden
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war nach dem Korpsaufzug der Kölsche Funken rut-Wieß vun 1823 e.V. mit viel Musik und den Tänzen ihres Tanzpaares als auch der Rede des „Sitzungspräsidenten“ „Volker Weininger“ die große Show zu Ehren des 100jährigen Ludwig Sebus. Mit der „Ludwig Sebus Show“ wurde dem Grandseigneur des Kölner Liedguts ein musikalisches Denkmal gesetzt. Klassiker wie „Wenn ich vun Düx noh Kölle lur“, „Och Verwandte, dat sin Minsche“, „Circus Colonia“, über „Wer hat Dornröschen wach geküßt“ oder „Jeder Stein vun Kölle“ entfalteten im orchestralen Gewand mit Norbert Conrads und Jacky von Guretzky-Cornitz, dem Ensemble des Matthias Hesseler Orchsters und einem annähernd 30köpfigen Bonner Jugendchor, eine neue, beeindruckende Tiefe.
Begleitet von persönlichen Gesprächen, humorvollen Rückblicken und einem vielschichtigen Medley entsteht eine bewegende Hommage, die Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll vereint.
Vielfalt, die begeistert
Neben orchestralen Höhepunkten und Traditionspflege bot die „Draumnaach“ eine beeindruckende Bandbreite an Künstlern und Programmpunkten:
- „J.P. Weber“ und Michael Kuhl mit feinsinnigem musikalischem Dialog
- Hellige Knäächte un Mägde als Kölns älteste Tanzgruppe
- Bernd Stelter mit pointiertem Humor
- Die Kultband „Höhner“ mit energiegeladenen Auftritten
- Traditionelle Elemente wie der Korpsaufzug, mit Musik und den Tänzen des Tanzpaares der Roten Funken und das Kölner Dreigestirn
Immer wieder durchzogen von überraschenden visuellen und akustischen Inszenierungen, die den Abend lebendig hielten und ihm eine moderne, fast revuehafte Note verliehen.
Ein Finale, das unter die Haut geht
Als zum Abschluß die Melodie von „Heimweh nach Kölle“ erklang und sich der Saal in ein Meer aus Emotionen verwandelt, wurde spürbar, was diesen Abend so besonders macht: Es ist die tiefe Verbundenheit zur Stadt, zur Tradition und zu den Menschen.
Mit den Schlußworten des Präsidenten und dem augenzwinkernden Reminder „Denn nur einmal im Jahr ist Karneval“ endet der offizielle Teil – doch die Nacht ist noch lange nicht vorbei. Bei der After-Show-Party im Foyer wurde bis in den Morgen hinein weiter gefeiert, getanzt und gelacht.
Fazit
Die „Kölsche Draumnaach“ ist weit mehr als eine Karnevalssitzung. Sie ist ein kunstvoll inszeniertes Gesamterlebnis, das musikalische Exzellenz, kölsche Lebensfreude und stilvolle Festlichkeit miteinander verbindet. Ein Abend, der zeigt, wie lebendig Tradition sein kann – und wie sehr sie Menschen zu berühren vermag.
Oder, um es kölsch zu sagen: Et wor ene Ovend, dä mer nit verjiss.
Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
Abdruck nur gegen Honorar und Beleg
Mehr von typischkölsch.de unter http://typischkoelsch.cologne/ und https://www.facebook.com/typischkoelschkoeln/










