
Karneval 2026 im WDR – Humor, Heimat, Helau und Alaaf!
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8. Februar 2026-hgj/nj- Manche Veranstaltungen sind mehr als nur ein Termin im Karnevalskalender. Sie sind ein Bekenntnis – zur Stadt, zu ihren Menschen und zu dem einzigartigen Gefühl, das nur der kölsche Fastelovend hervorbringt. Genauso ein Nachmittag war die Kostümsitzung der Gesellschaft „Kölle bliev Kölle“ am 7. Februar 2026 im Hotel DORINT an der Messe Köln.Schon beim Betreten des Saales lag diese besondere Atmosphäre in der Luft: ein Meer aus Farben, phantasievollen Kostümen und erwartungsvollen Gesichtern. Kein Platz blieb frei – bis auf den letzten Stuhl war der Saal besetzt. Hier trafen sich Freunde des Karnevals, Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben der Stadt und viele treue Wegbegleiter der noch jungen, aber tief im kölschen Brauchtum verwurzelten Gesellschaft.
Denn „Kölle bliev Kölle“ ist keine Gesellschaft, die nur Karneval veranstaltet – sie versteht sich als leidenschaftliche Botschafterin der Stadt und ihrer Traditionen.
Mit dem Einzug des Elferrates nahm der Abend Fahrt auf. Präsident Armin Kastleitner begrüßte die Gäste mit spürbarer Herzlichkeit und führte mit Charme und kölscher Lockerheit durch das Programm. Dabei wurde auch ein Blick in die Zukunft der Gesellschaft geworfen: Mit Tanja Ristovo stellte sich die neue Schatzmeisterin vor – ein Zeichen dafür, daß die Gesellschaft wächst und mit viel Engagement in die kommenden Jahre blickt.
Doch wer „Kölle bliev Kölle“ kennt, weiß: Hier wird nicht nur an sich selbst gedacht. Die Gesellschaft lebt den Gedanken der karnevalistischen Gemeinschaft. Ein besonderes Beispiel dafür ist die Patenschaft für die KG Die Reiter, die sich in diesem Jahr um die Aufnahme in das Festkomitee Kölner Karneval bemüht. Eine Geste der Unterstützung und des Zusammenhalts – ganz im Sinne des kölschen Mottos: „Mer stonn zesamme.“
Den ersten tänzerischen Glanzpunkt setzte die Ehrentanzgruppe „Eulchen“ der KG Rot-Weiß Habbelrath. Mit beeindruckender Schrittfolgen, kraftvollen Hebungen und strahlender Bühnenpräsenz zeigten sie, wie viel Leidenschaft und Disziplin im karnevalistischen Tanzsport steckt. Der Saal dankte es mit begeistertem Applaus.
Sodann wurde es feierlich: Unter großem Jubel zog das Kölner Dreigestirn ein. Prinz, Bauer und Jungfrau brachten den Glanz der Session ins DORINT und wurden vom Publikum mit stehenden Ovationen empfangen. Ein Moment, der einmal mehr zeigte, welche Strahlkraft das Dreigestirn im Kölner Karneval besitzt.
Musikalisch nahm der Abend nun Fahrt auf: Die Musiker der Bonner Brassband „Druckluft“ brachte mit kraftvollen Bläsersätzen, modernen Beats, jeder Menge Energie und Hits wie die „Karnevalsmaus“ eine mitreißende Atmosphäre in den Saal. Spätestens jetzt hielt es viele Gäste nicht mehr auf ihren Plätzen.
Für humorvolle Spitzen sorgte anschließend Guido Cantz. In seiner Rolle als „Der Mann für alle Fälle“ präsentierte er eine Rede voller Wortwitz, treffsicherer Beobachtungen und charmantem Humor. Seine pointierten Geschichten aus dem Alltag trafen genau den Nerv des Publikums – Lacher und Applaus waren ihm sicher.
Mit kölschem Herzblut ging es musikalisch weiter: Die Band „Kölsche Vita“ brachte gefühlvolle Töne und echte Mitsingmomente in den Saal. Direkt danach sorgten Nici Kempermann und ihre Jungs von „Kempest Feinest“ mit modernen Sound für frische musikalische Akzente.
Eine kurzfristige Programmänderung verlangte dem Karneval einmal mehr seine legendäre Spontanität ab: Der angekündigte Marc Metzger „Blötschkopp“ mußte krankheitsbedingt passen. Doch statt enttäuschter Gesichter erlebte das Publikum eine Überraschung: Comedian und Kabarettist Stephan Bauer sprang ein und präsentierte eine herrlich überzeichnete, männliche Antwort auf die wohl bekannteste Putzfrau des Kölner Karnevals – „Achnes Kasulke“ (Annette Esser). Mit viel Show, Ironie und komödiantischem Talent verwandelte er die ungeplante Situation in einen eigenen Höhepunkt des Abends.
Nach der Pause ging es mit frischer Energie weiter. Die Band „StadtRand“ brachte moderne kölsche Klänge auf die Bühne und sorgte erneut für ausgelassene Stimmung im Saal. Ein weiteres tänzerisches Highlight folgte neben der Ehrentanzgruppe „Eulchen“ mit der spektakulären Performance der „De Höppemötzjer“. Mit atemberaubenden Hebefiguren, dynamischen Choreografien und sichtbarer Leidenschaft rissen sie das Publikum mit und erhielten dafür frenetischen Beifall.
Als danach die „Klüngelköpp“ die Bühne betraten, verwandelte sich der Saal endgültig in einen großen Chor. Ihre Lieder – mal emotional, mal kraftvoll – wurden aus voller Kehle mitgesungen und sorgten für Gänsehautmomente. Den krönenden Abschluß einer rundum gelungenen Sitzung bildeten schließlich die „Höhner“. Mit ihren unvergessenen Klassikern und aktuellen Hits brachten sie den Saal noch einmal zum Beben. Es wurde geschunkelt, gesungen und gefeiert – so, wie es nur der Kölner Karneval kann.
Als die letzten Töne verklangen, blieb vor allem eines zurück: das Gefühl, Teil einer Karnevalsveranstaltung gewesen zu sein, der über gewöhnliche Karnevalssitzungen hinausging.
So wurde die Kostümsitzung von „Kölle bliev Kölle“ zu einer Sitzung, die genau das verkörperte, wofür die Gesellschaft steht: echte kölsche Herzlichkeit, gelebte Tradition und eine tiefe Liebe zu Köln. Oder anders gesagt: Wenn Menschen zusammenkommen, die Köln im Herzen tragen, dann wird aus einer Sitzung schnell ein kleines Stück kölscher Seele.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s:
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