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9. Februar 2026-hgj/nj- Wenn im traditionsreichen Sartory die Lichter angehen, die Kapellen aufspielen und der Saal in den Farben der Kölnischen KG erstrahlt, dann liegt ein Hauch von großem Karneval in der Luft. Am 7. Februar 2026 wurde diese Erwartung mehr als erfüllt: Die Fastelovendssitzung der 1945 gegründeten Gesellschaft entwickelte sich zu einem wahren Triumphzug rheinischer Lebensfreude – ein Abend voller Glanz, Humor, Musik und tänzerischer Höchstleistungen.
Mit Charme, Souveränität und spürbarer Begeisterung führte Senatspräsident Walter F. Passmann als Sitzungsleiter durch das hochkarätige Programm. Schon die ersten Minuten machten deutlich, daß der große Festsaal des Sartory an diesem Abend zum Epizentrum jecker Ausgelassenheit werden würde.
Den Auftakt gestaltete eine Institution des Kölner Karnevals: die Prinzen-Garde Köln. Mit beeindruckender Präsenz marschierte das Traditionskorps in den Saal ein – eine gewaltige Formation, die mit ihren roten Uniformen, blitzenden Säbeln und dem kraftvollen Klang des Regimentsspielmannszuges ein imposantes Bild bot. Als das Tanzpaar über die Bühne wirbelte und die Gardetänzer mit ihren Schritten glänzten, brandete im Saal frenetischer Applaus auf. Der Abend war damit bereits fulminant eröffnet.
Mit einem Feuerwerk aus Wortwitz übernahm anschließend Guido Cantz die Bühne. In seiner Rolle als „Der Mann für alle Fälle“ ließ er eine Pointe nach der anderen folgen und nahm mit treffsicherem Humor die kleinen und großen Absurditäten des Alltags aufs Korn. Der Saal tobte vor Lachen – Guido Cantz bewies einmal mehr, warum er zu den bekanntesten Rednern im rheinischen Karneval zählt.
Dann wurde es musikalisch kraftvoll: Die Bonner Brass- und Performanceband „Druckluft“ brachte mit ihrem energiegeladenen Sound sofort Bewegung in die Reihen. Mit satten Bläsersätzen, pulsierenden Rhythmen und jeder Menge Bühnenpower verwandelten sie den Sartory in eine einzige große Partyzone. Spätestens bei ihrem Kulttitel „Karnevalsmaus“ sang der gesamte Saal lautstark mit.
Ein tänzerischer Glanzpunkt folgte mit den Rezag Husaren. Die Formation begeisterte mit einem rasanten Gardetanz voller Dynamik und Präzision. Besonders das Tanzpaar Stefanie Vogelsberg und Dominik Hinz der KG Fidele Grön-Wieße REZAG Porzer Ehrengarde sorgte mit eleganten Hebungen, schnellen Drehungen und perfektem Zusammenspiel für Staunen und tosenden Beifall.
Nach einer kurzen Pause im Foyer bei Kölsch, Currywoosch und „Klaaf“ wartete bereits ein Moment, der im Kölner Karneval immer für Gänsehaut sorgt: der Einzug des amtierenden Kölner Dreigestirn. Mit Adjutantur und Equipe zog das närrische Trifolium unter großem Jubel in den Saal ein. Die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen und begrüßten Prinz, Bauer und Jungfrau mit langanhaltendem Applaus – ein emotionaler Höhepunkt des Abends.
Danach übernahm Marc Metzger, bekannt als „Dä Blötschkopp“, das Mikrofon. Mit seinem einzigartigen Stil – einer Mischung aus Wortwitz, spontanen Einfällen und feinsinnigem Humor – brachte er die Gäste im Sartory in kürzester Zeit zum Lachen. Seine pointierten Geschichten trafen mitten ins Herz des Publikums. Musikalisch ging es mit den „Klüngelköpp“, dem fünften Blatt des musikalischen Kleeblattes neben „Bläck Fööss“, „Brings“, „Höhner“ und „Paveier“ weiter. Die Band verwandelte den Saal mit ihren bekannten Karnevalshymnen in ein Meer aus schunkelnden Armen und mitsingenden Jecken.
Für einen urkomischen Höhepunkt sorgten anschließend Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum als „Willi und Ernst“. Mit ihrer Mischung aus Situationskomik, slapstickhaften Einlagen und liebevoll-spöttischen Neckereien lieferten die beiden eine Nummer, bei der der Saal aus dem Lachen kaum herauskam. Hiernach wurde es sportlich und spektakulär: Die Cheerleader des 1. FC Köln, zugleich offizielle Tanzgruppe der Kölnischen KG, präsentierten eine dynamische Show aus Tanz, Akrobatik und beeindruckenden Formationen. Mit ihrer Energie und Präzision sorgten sie für ein weiteres Highlight.
Zum großen Finale stürmten schließlich die „Räuber“ die Bühne. Mit einem Mix aus bekannten Klassikern und frischen Songs brachten sie den Sartory endgültig zum Beben. Der gesamte Saal sang, klatschte und feierte – ein würdiger Abschluß eines Abends, der vor karnevalistischer Leidenschaft nur so sprühte.
Als nach vielen Stunden die letzten Akkorde verklangen, war eines klar: Diese Fastelovendssitzung war weit mehr als nur eine Karnevalsveranstaltung. Sie war ein rauschendes Fest des rheinischen Frohsinns, ein Abend voller Emotionen, Humor und musikalischer Höhepunkte – und ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie lebendig und mitreißend der Kölner Karneval auch heute noch ist.
Oder kurz gesagt: Der Sartory bebte in jeder Minute der Sitzung – und die Kölnische KG mit ihrer farbenfrohen Grau als Vereinsfarbe lieferte Fastelovend in seiner schönsten Form.
Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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