
Improvisation und Tränen bei der Mädchensitzung der Treuen Husaren und Großen Allgemeinen
30. Januar 2026
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1. Februar 2026-hgj/nj- Am 31. Januar 2026 wurde das Forum der Gesamtschule Holweide erneut zur Bühne für eine der stimmungsvollsten Veranstaltungen der Session. Die traditionelle Boore-Sitzung met Mädcher und Madämcher der KG UHU lockte zahlreiche karnevalsbegeisterte Jecken an – und schon früh zeigte sich: Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein Meer aus phantasievollen Kostümen, erwartungsvolle Gesichter und die unverwechselbare Atmosphäre des rheinischen Karnevals sorgten bereits vor Beginn für echte Fastelovendsstimmung.
Mit großem Applaus zog der Elferrat in den festlich geschmückten Saal ein und eröffnete damit offiziell einen Abend, der ganz im Zeichen von Frohsinn, Musik und kölscher Tradition stand. UHU-Präsident Rainer Ott begrüßte das bunt kostümierte Publikum herzlich und stimmte die Gäste auf ein Programm ein, das keine Wünsche offenließ.
Den Auftakt auf der Bühne machten die „Schnäuzer Pänz“ – der jecke Nachwuchs der Gesellschaft. Mit jugendlichem Charme, sichtbarer Begeisterung und viel Energie zeigten die jungen Karnevalisten der gemischten Kindertanzgruppe im Alter von sechs bis 16 Jahren eindrucksvoll, daß die Zukunft des Fastelovends bereits voller Leidenschaft heranwächst. Das Publikum honorierte den Auftritt mit begeistertem Applaus.
Ein Höhepunkt der ersten Programmhälfte war der Auftritt von Ralf Knoblich. Als „Da Knubbelich“ verstand er es meisterhaft, mit pointierten Beobachtungen, treffsicherem Humor und typisch kölschem Wortwitz die Lachmuskeln des Publikums zu strapazieren. Seine Rede entwickelte sich schnell zu einem der humoristischen Glanzpunkte des Abends – mit großem Beifall und vielen herzhaften Lachsalven aus dem Saal.
Musikalisch wurde es anschließend emotional und traditionsreich: Die Ehrenmitglieder der Dellbrücker KG, die legendären „Bläck Fööss“, betraten die Bühne. Mit einem liebevoll zusammengestellten Querschnitt ihrer bekannten und beliebten Lieder entführten sie das Publikum auf eine musikalische Reise durch Jahrzehnte kölscher Musikgeschichte. Der Saal sang lautstark mit, schunkelte im Takt und dankte der Kultband am Ende mit stehenden Ovationen und langanhaltendem Applaus. Traditionell durften natürlich auch die Orden der Gesellschaft nicht fehlen – und als Wegzehrung für die lange Nacht wurden den Musikern außerdem die obligatorischen Servierblatte Frikadellen überreicht.
Ein besonders eindrucksvolles Bild bot der Auftritt des „Dellbröcker Boore-Schnäuzer-Ballett“. Rund 50 Herren marschierten auf die Bühne und verwandelten diese in ein einzigartiges Spektakel aus Tanz, Humor und gelebter Tradition. Das unverwechselbare Erscheinungsbild der „Boore“ sorgt jedes Jahr aufs Neue für Begeisterung: Dreiviertellange Hosen über roten Strümpfen, Frackoberteil und Dreispitz gehören selbstverständlich dazu – doch statt eines Federbuschs ziert ein Staubwedel die Kopfbedeckung. Anstelle von Gewehr und Säbel tragen die Boore ein Paraplü, während Schnurrbart und Nickelbrille den charakteristischen Look komplettieren.
Mit dabei waren auch die bekannten Figuren des „Schnäuzer Balletts“: Marie, dargestellt von Kjell Jensen, der Offizier, verkörpert von David Brühl, sowie das legendäre Zebra. Dieses wurde von Tim Burghof als „Pääd vürre“ und Joel Ayadial als „Pääd hinge“ mit viel Witz und Bewegung zum Leben erweckt. Der Auftritt vereinte tänzerische Präzision mit augenzwinkerndem Humor – ein Programmpunkt, der das Publikum sichtbar begeisterte.
Im Anschluß betrat mit Marc Metzger einer der beliebtesten Redner des Kölner Karnevals die Bühne. Als „Dä Blötschkopp“ gelang es ihm erneut mühelos, den Saal mit seiner spontanen, mitreißenden Art in seinen Bann zu ziehen. Schlagfertig, charmant und mit einem feinen Gespür für Situationskomik nahm er Alltag, Gesellschaft und kölsche Eigenheiten aufs Korn – zur großen Freude der Gäste, die ihm mit tosendem Applaus dankten.
Für tänzerische Eleganz und beeindruckende Akrobatik sorgte anschließend die renommierte Tanzgruppe „De Höppemötzjer“. Mit rasanter Choreografie, spektakulären Hebefiguren und strahlender Bühnenpräsenz setzten sie einen weiteren Glanzpunkt im Programm und brachten den Saal zum Staunen.
Musikalisch ging es anschließend noch einmal richtig hoch her: Die „Paveier“ sorgten mit ihren bekannten Liedern ihre unerschöpflichen Repertoires für ausgelassene Mitsingmomente. Spätestens jetzt hielt es viele Gäste nicht mehr auf den Stühlen – es wurde geschunkelt, gesungen und gefeiert, ganz so, wie es zum kölschen Karneval gehört.
Doch mit dem letzten Programmpunkt war der Abend noch lange nicht vorbei. Im Foyer der Gesamtschule Holweide wurde anschließend fröhlich weitergefeiert. Bei Spezialitäten der kölschen Fooderkaat, frisch gezapftem Kölsch und passend zur KG UHU Calvados ließ man den gelungenen Abend Revue passieren, tauschte Anekdoten aus und genoß das gesellige Beisammensein bis tief in die Nacht.
Die Boore-Sitzung der KG UHU zeigte einmal mehr eindrucksvoll, was den rheinischen Karneval ausmacht: gelebte Tradition, humorvolle Unterhaltung, mitreißende Musik und vor allem die besondere Gemeinschaft, die den Fastelovend so einzigartig macht. Ein Abend voller Emotionen, Lachen und kölscher Lebensfreude – ganz im Sinne des Mottos: Wenn die „Boore“ feiern, dann richtig.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s:
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