

-hgj/nj- Am 25. Januar 2026 erlebte der ausverkaufte Congress-Saal der Koelnmesse einen Karnevalsabend, wie er traditionsreicher kaum sein könnte: Das Rosen-Montags-Divertissementchen von 1861 e.V. (RMD) lud zur traditionellen Prunk- und Kostümsitzung – und bot seinen Mitgliedern wie Gästen einen ebenso fein komponierten wie emotionalen Mix aus Reden, Musik, Tanz und gelebter kölscher Tradition. Dabei dominierten bewußt die leiseren, tiefgründigeren Töne, ohne jemals an karnevalistischer Strahlkraft einzubüßen.
Den festlichen Auftakt gestaltete die EhrenGarde der Stadt Köln. Mit ihrem Einzug führte sie den Elferrat würdevoll zum Gestühl und setzte nach dem herzlichen Willkommen durch RMD-Rex (Präsident) Udo Marx direkt musikalische Akzente. Der Regimentsspielmannszug ließ bekannte wie neue kölsche Melodien erklingen und sorgte für einen ersten Gänsehautmoment im Saal.
In seiner Begrüßung hieß Udo Marx das gesamte närrische Auditorium willkommen und durfte dabei zahlreiche hochrangige Ehrengäste begrüßen. Unter ihnen befanden sich der Grandseigneur des Kölner Karnevals Ludwig Sebus, Alexander Freiherr von Chiari, Nestor des Festkomitees Kölner Karneval, die Präsidenten der Altstädter Köln und der Prinzen-Garde Köln Dr. Björn Brraun und Dino Massi sowie „Bömmel“ Lückerath und Erry Stoklosa als Gründungsmitglieder der legendären „Bläck Fööss“ – stellvertretend genannt für viele weitere Persönlichkeiten des kölschen Brauchtums, der Wirtschaft und Veraltung.
Anschließend gehörte die Bühne dem grün-gelben Tanzpaar und den Kadetten der EhrenGarde, die mit Präzision und Eleganz überzeugten. Nach dem musikalischen Auszug aus dem Saal übernahmen bis zur Pause die Künstler das Zepter: Thomas Cüpper als „Et Klimpermännche“ begeisterte mit feinem Humor und musikalischem Können, die „Paveier“ sorgten für kölsche Emotionen, und Jörg Runge bewies als „Dä Tuppes vum Land“ einmal mehr, warum er als bester Reimredner des rheinischen Karnevals zwischen Mainz und Düsseldorf gilt.
Ein besonderer Höhepunkt folgte am Ende der ersten Hälfte: Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, wurde für seine herausragenden Verdienste um das kölsche Brauchtum mit dem „Bajazzo“ des RMD ausgezeichnet. Diese besondere Ehrung wurde bislang erst 14 Persönlichkeiten beziehungsweise Institutionen zuteil und unterstrich die Bedeutung dieses Moments eindrucksvoll.
Nach der Pause zog mit dem Kölner Traditionskorps der KG Treuer Husar Blau-Belb eine weitere karnevalistische Institution in den Congress-Saal ein. Das Musikkorps spielte nicht nur den Elferrat des RMD auf die Bühne, sondern brachte gleich das gesamte aktive Korps mit. In bewährter Form vereinten sich Musik, Tanz und Farbenpracht zu einem geschlossenen Bild, gekrönt von den Darbietungen des Tanzkorps der Husaren, das durch sein Tanzpaar Lena Küpper und Julian Stockhausen eindrucksvoll unterstützt wurde.
Große Emotionen entfachte der Besuch des Kölner Dreigestirns 2026. Unter lautem Jubel und herzlichen Zurufen feierte das Publikum „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Udo Marx dem Dreigestirn einen Spendenscheck in Höhe von € 1.111,00 zugunsten des Karitativen Dreigestirn-Projekts „CAYA“.
Im letzten Teil des Programms standen erneut die Künstler im Mittelpunkt. Martin Schopps gewährte mit gewohnt scharfem Witz Einblicke in seine „Rednerschule“ und sorgte mit Geschichten über Schüler und Eltern für zahlreiche Lacher. Danach ließ das Tanzkorps der „Kölner Rheinveilchen“ den Saal in Blau und Weiß erstrahlen und präsentierte karnevalistischen Hochleistungssport auf höchstem Niveau. Als Dank für diese herausragende Leistung überreichte das RMD – wie in jeder Session – einen Scheck, über € 860,00, zur freien Verfügung. Diese besondere Geste geht traditionell an eine Kölner Tanzgruppe oder ein Tanzkorps und ist Ausdruck echter Wertschätzung.
Den krönenden Abschluß der grandiosen Sitzung bildeten Volker Weiniger als „Der Sitzungspräsident“ mit seiner weinselig-hochprozentigen Rede sowie cat ballou, die den Congress-Saal noch einmal zum Beben brachten, bevor sich die jecke Gesellschaft zur ausgelassenen Nachfeier ins Foyer begab.
Mit dieser Prunk- und Kostümsitzung bewies das Rosen-Montags-Divertissementchen einmal mehr, daß Tradition, Qualität und Herzblut im Kölner Karneval eine unschlagbare Einheit bilden.
Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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