
De Kölsche Madämcher: „Nubbeline Charika-Hildegard“ ging auf dem Alter Markt in Flammen auf
19. Februar 2026
Typisch Kölsch 1/2026
22. Februar 2026Das Finale der Sambaschulen im Sambódromo in der vergangenen Nacht von Samstag auf Sonntag
Köln und Rio de Janeiro erfüllen die seit 2011 bestehende Städtepartnerschaft mit zusätzlichem Leben: Die Spitzenvertreter des Karnevals beider Städte tauschen sich seit einigen Monaten intensiv aus und vereinbarten bereits im September in Köln eine engere Kooperation. Nun erfolgte der Gegenbesuch von Vertretern des Festkomitee-Vorstandes im Rahmen einer Reise von Kölner Karnevalisten in die brasilianische Karnevalshochburg. Denn während in Köln der Aschermittwoch das Ende der Fastelovendssession bedeutet, strebte der Karneval in Rio erst an diesem Wochenende seinem Höhepunkt zu: dem Finale des Wettbewerbs der Sambaschulen. Gekrönt wurde der Besuch der kölschen Delegation rund um den scheidenden Festkomitee-Präsidenten Christoph Kuckelkorn durch die offizielle Anerkennung der karnevalistischen Partnerschaft durch die brasilianische Staatsministerin für Kultur, Margareth Menezes.
- FK-Präsident Christoph Kuckelkorn mit Milton Cunha, brasilianische Karnevalsikone und Kommentator der Show im Sambódromo
„Das ist eine tolle Wertschätzung der brasilianischen Regierung für das Kulturgut Karneval”, so Christoph Kuckelkorn. „Noch wichtiger war aber der intensive Austausch mit unseren brasilianischen Kollegen der LIESA. Sie haben uns mit unglaublicher Professionalität und zugleich überschäumender Herzlichkeit empfangen und uns hinter die Kulissen der hiesigen Karnevalsorganisation blicken lassen.” Die LIESA ist die Unabhängige Liga der Sambaschule von Rio de Janeiro und damit als Dachverband vergleichbar mit dem Festkomitee Kölner Karneval. „Die bunten Kostüme und die Musik sind in Köln wie in Rio nur das, was der Zuschauer sieht. Aber dahinter steht monatelange Vorbereitung – von der Finanzierung des Spektakels über logistische Themen bis hin zu Sicherheitsfragen. Genau hier ist der Austausch hilfreich, weil wir bei aller Unterschiedlichkeit der Feste viele gemeinsame Themen haben“, erklärte Milton Cunha (brasilianische Karnevalsikone und Kommentator der Show im Sambódromo).
Von den ähnlichen Themen wie etwa der Nachwuchsarbeit konnten sich die Kölner bei Besuchen der Parade der Kinder- und Jugend-Sambaschulen und bei einer Tanzgruppe aus einer Favela in Rio überzeugen. „Die integrative Kraft des Karnevals über alle sozialen Grenzen und Altersgruppen hinweg war dort mit Händen greifbar”, so Christoph Kuckelkorn. „Ähnlich wie in Köln sorgen Musik und Tanz dafür, daß schon die Jüngsten Lust auf Karneval bekommen und ihn im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße mitfeiern können. Lokale Sambaschulen, aber auch über 400 sogenannten ‚Blocos‘ – sozusagen Straßenumzügen im Veedel – machen den Karneval zum Gemeinschaftserlebnis und schenken den Menschen eine Auszeit vom Alltag.”
Ziel der künftig noch intensivieren Zusammenarbeit der Karnevalsmetropolen ist neben dem Erfahrungsaustausch auf den verschiedensten organisatorischen Ebenen vor allem die Begegnung von Menschen, die den Karneval lieben und leben – übrigens hier wie dort weitgehend im Ehrenamt. „Dafür haben wir einige Ansätze mitgenommen. Die Verantwortlichen von LIESA und Festkomitee wollen die Partnerschaft jedenfalls in Zukunft auf ganz praktischer und organisatorischer Ebene auf ein neues Level bringen – so wächst nicht nur das Wissen über eine andere Kultur, so wächst auch gegenseitiger Respekt über Länder und Kontinente hinweg.”
Das Festkomitee Kölner Karneval setzt sich schon seit Jahren für einen länderübergreifenden Austausch mit unterschiedlichen Karnevalshochburgen ein. Beispiele dafür sind Besuche in Venedig im Jubiläumsjahr 2023 oder in der Session 2025 in Belgien. Auch deutschlandweit wird inzwischen eng zusammengearbeitet, nicht nur mit den rheinischen Karnevalshochburgen, sondern auch mit der schwäbisch-alemannischen Fastnacht.
Quelle (Text) Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto/s): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 / Costa Belibasakis










