
Goldmarie zeigt Haltung, Humor und Herz – eine Sitzung, die ihren eigenen Takt vorgibt
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3. Februar 2026-hgj/nj- Wenn sich die Türen zur Mariechensitzung öffnen, ist eines garantiert: ein Saal voller Energie, Farbenpracht und ausgelassener Lebensfreude. Auch in diesem Jahr bewies die Veranstaltung eindrucksvoll, warum sie für viele Besucherinnen aus Köln und dem gesamten Rheinland ein fester Termin im karnevalistischen Kalender ist. Die hervorragende Stimmung im Saal? Kein Zufall – sondern das Ergebnis eines perfekt orchestrierten nachmittags.
Mit ruhiger Hand, großer Erfahrung und feinem Gespür für den richtigen Moment führte Sitzungsleiter und Justiziar Marc Michelske durch das Programm. Souverän, charmant und stets nah am Publikum sorgte er dafür, daß die Sitzung nicht nur reibungslos verlief, sondern auch emotional und stimmungsvoll ihren roten Faden behielt. An seiner Seite steht als junger Präsident und Vorsitzender Dik Hoffmann, der als Gesicht der Gesellschaft mit Herzblut und Engagement den Verein prägt und sowohl intern als auch nach außen eine starke, verbindende Rolle einnimmt. Gleichzeitig begleitet er interimsmäßig das Amt des Pressesprechers seiner rot-geben Karnevalsgesellschaft, deren Gründer die sich 1963 als Nachbarschaft der Schlenderhaner Straße fanden und aus der kleinen Familiengesellschaft ist mittlerweile eine feste Größe im Kölner Fasteleer bildeten.
Und doch zeigt sich bei aller Tradition auch ein spürbarer Wandel: Seit zwei Jahren sorgt ein Generationswechsel bei den Schlenderhaner Lumpe für frischen Wind im Vorstand. Neue, jüngere Kräfte übernehmen Verantwortung und führen den Verein mit modernen Impulsen in die Zukunft – ohne dabei die Wurzeln zu vergessen. Verdiente Persönlichkeiten wie Dr. Walter Kettenbach, Hellmut Schramm und Jürgen Knaack haben den Weg über Jahrzehnte geprägt und können sich heute mit Stolz auf ihr Lebenswerk zurücklehnen. Gerade Jürgen Knaack hinterläßt – wie alle ehemaligen Vorstandsmitglieder – große Fußstapfen: Nicht nur als langjähriger 1. Vorsitzender, sondern auch seit 1998 als verlässlicher Pressesprecher und Ansprechpartner für die Medien war er eine prägende Stimme der Gesellschaft. Heute beobachten sie alle mit wachem Blick und wohlwollender Gelassenheit, wie ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger die Traditionen weitertragen und zugleich neue Akzente setzen.

V.l.n.r.: Dr. Walter Kettenbach, Jürgen Knaack, Dirk Hoffmann, Ingrid Hannen, Hellmut Schramm und Michael Bartholme
Und dann: Bühne frei für ein Programm, das keine Wünsche offenließ.
Mit den 50 „Hopfenkehlchen“, Eschweilers wohl verrücktestem Männerchor, startete die Sitzung schwungvoll und brachte direkt die erste Welle der Begeisterung ins Rollen. Es folgte Guido Cantz, der mit seinem unverwechselbaren Humor als „Mann für alle Fälle“ das Publikum fest im Griff hatte, bevor das Kölner Kinderdreigestirn mit Charme und Herzlichkeit für einen der emotionalen Momente des Abends sorgte.
Martin Schopps als Lehrerkörper der „Rednerschule“ überzeugte mit intelligenter, pointierter Rede, „Tachles“ mit musikalischem Feinsinn eine besondere Note in das Programm brachte. Jörg Runge brillierte mit wohlformulierten als „Tuppes vom Land“ und traf mit seinen Geschichten mitten ins Herz des Publikums.
Musikalisch ging es Schlag auf Schlag weiter: Die „Räuber“ brachten den Saal zum Kochen, während die „Domstürmer“ und die „Paveier“ als auch „Et fussich Julche“ Marita Köllner mit ihren Hits für echte Mitsingmomente sorgten. Ein tänzerisches Highlight setzte das Tanzcorps Colonia Rot-Wiess der Schlenderhander Lumpe – kraftvoll, präzise und mitreißend und seit Jahr und Tanz unter der Leitung von Harlad Kaspers, der stets die Fäden in Händen hält.
Doch es war nicht nur das Programm, das diesen Abend so besonders machte. Es waren vor allem die zahlreichen weiblichen Stammgäste, die Jahr für Jahr aus Köln und dem gesamten Rheinland anreisen und der Sitzung ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Mit aufwendig gestalteten Kostümen, kreativen Ideen, prachtvollen Frisuren und beeindruckenden Kopfbedeckungen verwandelten sie den Saal in ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk.
Die Stimmung? Überschäumend. Mitreißend. Einfach elektrisierend
Dass diese Veranstaltung längst Kultstatus erreicht hat, zeigt auch der Blick in die Zukunft: Die Vorbestellungen für 2027 bewegen sich bereits im dreistelligen Bereich – ein deutliches Zeichen für die enorme Beliebtheit und Strahlkraft dieser besonderen Sitzung.
Die Mariechensitzung ist mehr als nur ein Programmpunkt im Karneval. Sie ist ein Erlebnis, ein Treffpunkt, ein Fest der Lebensfreude – und vor allem ein Abend, der noch lange nachklingt.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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