
-hgj/nj- Wenn Tradition auf Aufbruch trifft und Herzblut auf Perfektion, dann ist Greesberger-Zeit! Die Kostümsitzung der Großen Karnevals-Gesellschaft Greesberger e.V. von 1852 im restlos ausverkauften Theater im Tanzbrunnen war nicht weniger als ein karnevalistischer Premierenrausch – ein Abend, der die Jecken mitriß, berauschte und zum Gesprächsthema Nummer eins machte.
Schon beim Betreten des Theaters lag dieses besondere Knistern in der Luft: Hier geschieht heute etwas Großes. Und tatsächlich – die Greesberger lieferten ab. Punktgenau. Mit Stil. Mit Herz.
Allen voran Michael Bier, der an diesem Abend erstmals als Präsident die Oberhoheit über die Sitzung innehatte. Bewährt-charmant und doch frisch wie eh und je führte Sitzungsleiter Michael Kramp durch den Abend. Eine weitere kleine, aber feine Revolution: Der Elferrat nahm erstmals am neuen Elferratstisch Platz – bequemer, repräsentativer und ganz offensichtlich ein Ort, an dem beste Laune besonders gut gedeiht. Apropos Elferrat: Historisch wurde es durch die erstmals paritätische Besetzung mit Frauen und Männern – ein starkes Zeichen für gelebte Gegenwart bei gleichzeitiger Hochachtung vor der Tradition.
Die nächste Premiere: Literat Günter Peters stellte erstmals das Programm zusammen – und was für eines! Seine Feuerprobe bestand er mit Bravour, Standing Ovations bei den Auftritten der Akteure inklusive. Der fulminante Einzug des Elferrates zu den Klängen des Regimentsspielmannszugs, begleitet von den Uniformierten der Bürgergarde „blau-gold“, setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen, das bis tief in die Nacht nachhallte.
Das Bühnenprogramm las sich wie das „Who is Who“ des kölschen Karnevals: „Willi und Ernst“ (Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum“, die Jugendtanzgruppe der Greesberger, „Kuhl un de Gäng“, „Berniebärchen“ Bernd Stelter sowie „Kasalla“ mit ihrem weitgestreckten Repertoire sorgten vor der Pause für Lachtränen, Gänsehaut und textsichere Mitsing-Chöre. Nach der Pause übernahmen die phantastischen Tänzerinnen und Tänzer der Greesberger Tanzgruppen das Kommando, bevor Volker Weininger wieder in seiner Type als „Der Sitzungspräsident“ brillierte. Nach den Hits von „Miljö“ gehörte das Podium dem am Vorabend proklamierten Kölner Dreigestirn und schließlich den „Räubern“ die das närrische Finale einläuteten. Über 1.300 Gäste feierten, sangen und tanzten – beseelt, stolz und vollkommen zurecht begeistert.
Auch jenseits der Bühne bewiesen die Greesberger Haltung: Im Foyer informierte die vom Kölner Dreigestirn unterstützte Organisation CAYA e.V. über ihre wertvolle Arbeit als medizinische Anlaufstelle für wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen – Karneval mit Herz und Verantwortung.
Doch wer dachte, nach dem letzten „Räuber“-Song sei Schluß, hatte die Rechnung ohne das Foyer gemacht: Dort heizte Heinz Cöllen alias „DJ Henry“ den Jecken bis weit nach 2.00 Uhr nachts ein – mit Klassikern, neuen Hits und einer Tanzfläche, die keine Pause kannte.
Dass viele Gäste noch am selben Abend Tickets für die nächste Kostümsitzung am Freitag, 8. Januar 2027 bestellten, überrascht niemanden. Wer diese Premiere erlebt hat, weiß: Bei den Greesbergern dabei zu sein, ist keine Option – es ist ein Muß.
Fazit: Diese Kostümsitzung war mehr als ein Abend. Sie war ein Versprechen. Und Köln wird noch lange darüber reden.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Niki Siegenbruck – Foto & Grafik | Köln
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