

In der Session 2026 werden die kölschen Jecken von „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ regiert

Am Freitagabend (9. Januar 2026) erlebte Kölns neuer Oberbürgermeister Torsten Burmester eine besonders jecke Premiere: Erstmals durfte er ein Kölner Dreigestirn proklamieren und „Prinz Niklas I.“ (Jüngling), „Bauer Clemens“ (von Blanckart) und „Jungfrau Aenne“ (Stefan Blatt) offiziell ins Amt einführen. Die drei gehören der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. an. Unter dem Applaus von mehr als 1.300 Gästen nahmen sie die Insignien – Pritsche (Prinz), Stadtschlüssel (Bauer) und Spiegel (Jungfrau) – entgegen und regieren nun ab sofort bis Aschermittwoch über die kölschen Jecken. „Von diesem Moment träume ich schon mein halbes Leben, ich kann noch gar nicht fassen, daß es jetzt wirklich losgeht“, erklärte der frisch proklamierte „Prinz Niklas I.“ „Wir alle drei freuen uns auf jede einzelne Gelegenheit in den kommenden sechs Wochen, mit den Menschen überall in der Stadt Fastelovend zu feiern.“
Der Proklamation folgte der erste Auftritt von „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“, der das Publikum überzeugte. Das Trifolium sag sein Lied „Loss mer all zesamme stonn“, jetzt schon ein kölscher Klassiker mit Ohrwurmpotenzial. Das Dreigestirn betont darin, passend zum Motto, den gemeinsamen Einsatz für Kölle – von den Karnevalisten und all den anderen ehrenamtlich engagierten Kölnerinnen und Kölnern. Beim anschließenden Dreigestirns-Medley wurde dem Saal eine echte Showeinlage geboten: „Prinz Niklas I.“ überzeugte mit seinem Können als ehemaliger Tanzoffizier, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ griffen zu Trompete und Kastagnetten.
Auch das restliche Programm begeisterte: Eröffnet wurde der Abend von Grandseigneur Ludwig Sebus, der gemeinsam mit Janus Fröhlich kölsche Klassiker sang. Weiter ging es mit einer Musicalnummer, die das Ehrenamt in den Mittelpunkt rückte. Daraus entwickelte sich der rote Faden des Abends: Bis zum Schluß drehte sich die Musikauswahl um das Thema Ehrenamt, das unter anderem mit einer kölschen Version von David Bowies „Heroes“ besungen wurde. „Druckluft“, das „Kwartett Lateng“, der Kölner Männer-Gesang-Verein und das „Herrengedeck“ (Martin Schopps, J.P. Weber und Volker Weininger) unterhielten die Gäste vor der großen Proklamation. Anschließend folgten „Stadtrand“ und die Tanzgruppe Sr. Tollität „Luftflotte“. Kölsch ging es weiter mit Stefan Knittler und Freunden, der krönende Abschluß war der Auftritt von „cat ballou“. „Das Programm war genauso bunt und jeck wie unser Karneval“, erklärte Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „In diesem Jahr war es uns wichtig, die unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler auf diese ehrwürdige Bühne zu bringen. Das in Kombination mit der Würdigung des Ehrenamtes passt perfekt.“
Dieses Konzept kam bei dem hochkarätigen Publikum gut an. Neben Oberbürgermeister Torsten Burmester und NRW-Landtagspräsident André Kuper war auch die Europapolitik vertreten: Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Dr. Katarina Barley und MEP Axel Foss waren zu Gast. Auch die WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau, Bettina Böttinger und Laura Wontorra sowie Max von der Groeben feierten das Kölner Dreigestirn. Kölns ehemalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde zudem mit der Ehrenmitgliedschaft im Festkomitee Kölner Karneval ausgezeichnet.
Eine jecke Zusammenfassung des Abends strahlt der WDR am Sonntag aus. Die Sendung beginnt am 11. Januar 2025 um 20:15 Uhr und ist anschließend in der ARD-Mediathek abrufbar.
Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.
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