Regimentsexerzieren der Roten Funken fand coronakonform in dieser Session nur virtuell statt

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-hgj/nj- Wenn die Jecken dieses besondere Session nicht in Kölner Sälen und zum Aschermittwoch hin auf den Straßen und Plätzen Kölns erleben dürfen, dann muß der Kölsche Fastelovend einfach in die Wohnzimmer der Jecken und zahlreichen Aktiven des Karnevals der Dommetropole kommen.

So auch bei den Roten Funken als älteste Korpsgesellschaft Kölns, die in 2023 auf ihre 200 Jahre alte gepflegte Tradition zurückblicken können.

Für den am Samstagabend (30. Januar 2021) stattgefunden Korpsappell, welcher bei den Kölsche Funke rut-wieß Regimentsexerzieren genannt wird, hatte Pressesprecher Günter Ebert nicht nur die Medienvertreter zur virtuellen Präsentation im „Rote Funken Channel“ bei Youtube eingeladen, sondern auch Verantwortung der Produktionsleitung des diesjährig außerordentlichen Regimentsexerzieren übernommen.

„Inhaltlich hat sich jedoch nichts verändert, aber alles wird dann doch ein wenig anders sein als sie es bisher erlebt haben …“, so „Blömche“ Günter Ebert in seiner Einladung an die Medien. Bei allen zur Produktion gehörenden Personen wurde durch Mitglied Dr. med. Ludger Paas an allen Aufnahmetagen Corona-Tests durchgeführt, welche allesamt – auch bei den Mehrfachtestungen – negativ waren.

Selbstverständlich standen wie die allen vorherigen Regimentsexerzierabenden im Hotel Maritim am Heumarkt die Jungfunken im Mittelpunkt der Veranstaltung, welche vereidigt und nach ablegen des Funken-Eides auf den Plaggen ordentliche Funken sind, bis das sie „vum Stengel fallen“! Zudem erhielten sie durch Präsident und Kommandant Hans-Günther Hunold ihre Spitznamen – die in der tradierten rot-weißen Gesellschaft intern Biernamen deren sind -, die Halskreuze sowie von Korpskommandant Dirk Wissmann ihre Urkunden – an besonderen Orten und Plätzen der Heimatstadt Köln!

Wie die Jungfunken, die nach zweijähriger Hospitanz jetzt zum Kreis der ordentlichen Mitglieder gehören, gehörten auch über Jahre und Jahrzehnte verdiente Funkenjubilare zum virtuellen Appell, der in einem Studio von RTL West produziert wurde. Stellvertretend sei hier Oskar Hamacher genannt, der seit 70 Jahren Mitglied der Kölsche Funke ist und (auf Abstand coronakonform) durch Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn nach einem kleinen Interview den Verdienstorden des Festkomitees in Gold samt Urkunde im großen Saal des altehrwürdigen Gürzenichs erhielt.

Nicht weit hiervon entfernt überraschte Hans-Günther Hunold zusammen mit Korpskommandant Dirk Wissmann und Günter Ebert Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihrem Dienstzimmer des historischen Rathauses, die als Stadtchefin wie ihre Vorgänger automatisch Mitglied der Gesellschaft ist. „Agrippina Kurasch“, wie OB Henriette Reker bei den Roten Funken genannt wird, ehrte man mit der Beförderung zum aktiven „Gineral der Roten Funken“.

In diesem Zusammenhang folgte sodann eine weitere Überraschung. Diese galt dem Präsidenten der Roten Funken, dem Willi Stollenwerk als Vizepräsident und stellvertretender Vorsitzender eine besondere Urkunde zur 3 x 11jährigen Vorstandstätigkeit und dem 20. Jubiläum als Präsident und Kommandant der Roten Funken im Beisein der Oberbürgermeisterin übereichte.

Wigger im Projramm, mit dem Besuch des Tanzpaares Judith Gerwing und Florian Gorny in der Hofburg des Kölner Trifoilum. Hierbei durfte die Marie der Kölsche Funke einige Fragen an „Prinz Sven I.“, „Bauer Gereon“ und „Jungfrau Gerdemie“, sowie mit Ehrungen an verdiente Mitglieder, wodurch jeder Zuschauer einmalig „hinger de Britz“ des Dreigestirn-Protokolls blicken konnte.

Zudem hatte der virtuelle Appell der 1823 gegründeten und aus den Stadtsoldaten hervorgegangenen Korpsgesellschaft, vier sensationelle, selbstgeschriebene und produzierte Funken-Kumenden parat, die die Knubbel der Gesellschaft (I. Knubbel – „Streckstrump alaaf“, II. Knubbel – „Öllig“, III. Knubbel „Dopp“ und IV. Knubbel – „Stoppe“) als langersehnte Knubbelstücke produziert hatten.

Im Hinblick auf das gesamtproduzierte Regimentsexerzieren 2021 wurden alle Teilnehmer der Mitwirkenden vorab vom „Rude Funk“ Dr. med. Ludger Paas negativ auf Corona getestet.

„Normalerweise ist dies eine interne Funken-Veranstaltung. Weil unsere Gäste und Funkefründe aber in diesem Jahr keine Funkenveranstaltungen besuchen können, möchten wie allen Jecken die Möglichkeit bieten, egal wo sie sich gerade befinden, diese exklusiven Einblicke in eine der traditionellsten Veranstaltungen des Kölner Karnevals zu erleben!“, so Günter Ebert, welchem zusammen mit seinem Vorstand ein dickes Dankeschön für den gelungen Abend zu zollen ist.

Den Abschluß des hoffentlich einzigartig virtuellen Regimentsexerzieren bildete der karnevalistischen Zapfenstreich im Vereinsdomizil der Ülepooz durch den Hofkapellmeister der Kölsche Funke rut-wieß Helmut Blödgen.

Quelle (Text): © 2021 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Vera Drewke Photography
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