Große „Schäl Sick“ Sitzung wurde erstmals in Zusammenarbeit mit dem LVR Rheinland simultan für Menschen mit Hörschaden übersetzt

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-hgj/nj- Mit dem Besuch der Große „Schäl Sick“ Sitzung stand wie bei anderen Redaktionen auch bei www.typischkölsch.de der letzte Besuch innerhalb dieser Session im Congress-Saal der koelnmesse an. Hier feierte gestern Abend mit knapp über 800 kostümierten Gästen, Freunden, Ehrenmitgliedern und Imis die Deutzer KG „Schäl Sick“, hierbei auch Ehrengäste wie der Kölner Domvikar Tobias Hopmann und Theo Schäfges als Präsident der Fidele Zunftbrüder.

Zum Auftakt in den Abend mit hochrangig närrischen Künstlern und der nach der „Schäl Sick“ Sitzung bevorstehenden Nachfeier bis in den frühen Morgen hinein, stimmte „Orjels Antje“ (Antje Kessel) das Auditorium mit kölschen Klassikern auf ihrer Orgel ein. Als erste Akteure begeisterte das Musikkorps „Schwarz-Rot“ das jecke Publikum im Saal, welches den Elferrat samt seine Präsidenten Dr. Heinz-Peter Schnepf ins Elferratsgestühl begleitet hatte.

Nach dem das Musikkorps „Schwarz-Rot“ bereits die Stimmung ein gutes Stück nach vorn gebracht hatte, übernahmen die Musiker von „Eldorado“ die Bühne und überzeugten mit ihren Hits „1, 2 oder 3 (kein Ende)“, „Cabrio“ und „An Dich kütt keiner dran“ und ihren ultimativen Sessionshit „Verlieb´ Dich nie (Thekenmädchen)“, welcher bei all ihren Auftritten zum diesjährigen Ohrwurm über die Grenzen Kölns wurde.

Ins weitere Programm hatte DKG-Literatin Claudia Kreher sodann Fritz Schopps als „Et Rumpelstilzche“ als Altmeister der Reimrede platziert, welcher feinsinnig aus dem Märchenwald hinaus über die Geschehnisse unseres Alltags und die Schwächen der Politiker berichtete. Mit stehenden Ovationen verabschiedete das überschwänglich jubelnde Publikum Fritz Schopps, dessen Reimrede von Michael Zymelka als Gebärdendolmetscher simultan für die hörgeschädigten und tauben Gäste übertragen wurde. Hiermit schließt sich die Deutzer KG erstmals dem Angebot des LVR (Landschaftsverband Rheinland) an, der seit 2013 diese Initiative als Inklusion unter dem Motto „Karneval für Alle“ fördert.

Um auch dieser Klientel eine Möglichkeit zu geben, gemeinsam mit der „Schäls Sick Familisch“ Karneval zu feiern hatte die DKG „Schäl Sick“ zudem 20 Freikarten gespendet, die über den LVR erwerbar waren, da der Verband bei allen Veranstaltern dieses Angebotes auch die Gebärdendolmetscher finanziert.

Nach dem hochherrschaftlichen Besuch des Kölner Dreigestirns, das das jecke Publikum aufforderte den Rosenmontagszug hautnah von der Süd- bis zur Altstadt zu erleben, erlebten viele Gäste erstmals die junge Band „StadtRand“, die im April und Mai diesen Jahres erstmals in acht Locations in und um die Domstadt bis hin nach Bitburg auf Fründschaff-Tour gehen. Sodann hörte das Publikum dem Verzäll und den Liedern von Thomas Cüpper („Et Klimpermännche“) und Martin Schopps und seiner „Rednerschule“, denen man noch stundenland hätte zuhören können.

Eine Spitzenleistung präsentierte hiernach die Tanzgruppe „Kölsche Greeseberger“, die neben der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Greesberger“ das Aushängeschild der G.K.G. Greesberger sind und nach ihrer Zugabe „Werbefachmann“ Bernd Stelter für 30 Minuten Freiraum für seinen exzellenten Vortrag ließ.

Ein besondere Augen- und Ohrenschmaus im Fastelovend der Domstadt – sind seit mittlerweile mehr als zehn Jahren – die Bühnenaktivitäten von Brass-, Marching- und Performancebands, wie „Druckluft“, die heute mit ihrer schmissigen Darbietung zu gecoverten Hits wie „Bella Ciao“, „Superjeilezick“ und anderen Songs einen der letzten ihrer 180 Auftritte in der „fünften Jahreszeit“ 2019/2020 absolvierten. Abschließend gehörte das Podium im Congress-Saal den „Rabaue“ die den Jecken im Saal musikalisch versicherten „Du bess Fastelovend“ und den Abend im Saal vor dem Open End mit „Himmel un Äd“ im Foyer mit einer Polonaise beendeten.

Quelle (Text und Fotos): © 2020 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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