Kölsche Grielächer präsentierten Spitzensitzung mit fünf Rednern, fünf Bands und besonderer Ehrung an Markus Ritterbach

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-hgj- Schöner und gemütlicher als bei einer guten Sitzung kann man einen Sonntag einfach nicht verbringen. Dies dachten sich auch weit über 1.400 Damen und Herren, die zur 1. Miljöh-Sitzung met Damen em Kostümche der Kölsche Grielächer ins Maritim am Heumarkt angereist waren. Wie ein Schweizer Uhrwerk funktionierte auch wieder das jahrelange Zusamenspiel zwischen Präsident Rudi Schetzke, seinem Vorstand, den aktiven Mitgliedern und Literat Roland Lautenschläger, welcher wieder ein Spitzenprogramm mit erlesenen Künstlern der „fünften Jahreszeit“ zusammengestellt hatte.

Während das Festkomitee erst im vergangenen Jahr auf die Idee kam, den diesjährigen Rosenmontag und die Session unter das Motto „ Et Hätz schleiht em Veedel“ auszurufen, praktizieren die Grielächer als „Gesellschaft met Hätz“ dies schon seit ihren Gründung im Jahre 1927. Hier springt bei jeder Veranstaltung recht schnell der Funke des Publikums über, welches sich am „Bazillus Carnevalis“ infiziert hat. So auch heute wieder wie dies bei den ersten Akteuren mit dem Aufzug der Kölsche Funke rut-wieß mit Musik ihres Regimentsspielmannszuges und den tänzerischen Darbietungen ihres Tanzpaares Judith Gerwing und Florian Gorny und ihren wibbelnden Gardisten der Fall war.

Hiernach standen mit Volker Weiniger „Der Sitzungspräsident“ und Dave Davis als „Motombo Umbokko“ zwei Redner auf dem Podium, die beim herzhaft fröhlich feiernden Auditorium für einen Lachflash nach dem anderen sorgten. Vor Martin Schopps, der wieder aus dem Nähkästen seiner „Rednerschule“ plauderte, sorgten die „Räuber“ mit ihrem Liedgut wie „Für die Ihwigkeit“, „Dat es Heimat“, „Schau mir in die Augen“ und weiteren Hits für ekstatische Stimmung im Saal, die nach der „Rednerschule“ von „Brings“ mit „Polka, Polka, Polka“, „Kölsche Jung“, „Jeck Yeah!“ und „Sünderlein“ auf gleich hohem Niveau die erste Abteilung enden ließ.

Vom Foyer holte nach der Pause das Kölner Dreigestirn die Gäste und Ehrengäste in den Saal, bei dessen Besuch die Ehrung des „Grielächer des Jahres 2019“ an den Ehrenpräsidenten des Festkomitees Markus Ritterbach eingebunden wurde. Nach erster Gratulation durch den Vorstand der Grielächer und des Kölner Trifoliums „Prinz Christian II.“, „Bauer Frank“ und „Jungfrau Griet“, reihten sich auch Ludwig Sebus und Peter Raddatz in die Gratulationscour, die diese hohe Auszeichnung bereits in 2006 und 2015 erhalten haben, sowie die Ehren-Grielächer Bernd Darius und Reinhold Masson.

Sodann nahm das Programm mit „Werbefachmann“ Bernd Stelter weiter Fahrt auf, dem das Publikum Zugaben abverlangte. Mit dem Auftritt der „Paveier“ stand bereits die vierte von fünf Kleeblattband („Bläck Fööss“, Brings“, „Höhner“, „Paveier“ und „Räuber“) des Kölner Karnevals auf der Bühne der 1. Miljöh-Sitzung, die hier und heute mit „Nie mehr Alkohol“, „Leev Marie“, „Kumm Mädche danz“, „Sieben Nächte lang in Amsterdam“ und weiteren Titeln aus dem großen Bankett- und Festsaal des Maritim Hotels ein Tollhaus machten und Guido Cantz („Der Mann für alle Fälle“) einige Minuten warten ließen.

Dieser legte hiernach als fünfter Redner der Sitzung eine geschliffene Rede ab, die von A bis Z mit Spitzen, Witzen, Frivolitäten und Pointen gespickt war, wofür er mit stehenden Ovationen belohnt wurde. Zum Abschluß der heutigen Grielächer-Sitzung, bei der ausnahmsweise mit Niclas Evers, Marco Fauck, Jürgen Mehler und Heinz Roder in der Pause vier neue Mitglieder vereidigt wurden, holte Rudi Schetzke „Kasalla“ und „Höhner“ aufs Podium, die der ersten von zwei Miljöh-Sitzungen das Krönchen vor der Nachsitzung im Foyer mit DJ Max Konrad aufsetzten.

Quelle (Text und Fotos): © 2020 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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