KKG Alt-Lindenthal feierte zum sechsten Mal ihre Kostümsitzung im Palais der Flora

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-hgj/nj- Seit sechs Jahren feiert die Kölner Karnevalsgesellschaft Alt-Lindenthal nicht mehr innerstädtisch und in Nähe des Hohenzollernrings, sondern in unmittelbarer Nähe des Kölner Zoos im Palais der Flora. Der Wechsel hat der Gesellschaft, die ihren Ursprung im Kölner Stadtteil Lindenthal hat gut getan, so daß auch für die kommenden Jahre an diesem Ort die Prunk- und Kostümsitzung sowie die Lindenthaler Mädchensitzungen stattfinden.

Heute startete Alt-Lindenthal am frühen Abend mit ihrer große Prunk- und Kostümsitzung in den Sitzungskarneval zum diesjährigen Kölner Rosenmontagsmotto „Et Hätz schleiht em Veedel“, und, stellte gleichzeitig ihren neuen Orden vor der das Motto dies widerspiegelt. So zeigt der Sessionsorden auf der Vorderseite das allgemein bekannte gelbe Ortseingangsschild mit schwarzer Schrift auf sie auf ihren Ursprungsort hinweisen. Die Rückseite hingegen ist bunt gestaltet und deutet als Wimmelbild auf die bekannten Wahrzeichen Lindenthals, wie die Klinikclowns der Uniklinik, den Tierpark des Ortsteils oder das Krieler Dömchen mit seinem Orgelneubau hin. Wer den Orden nicht für seine Meriten in dieser Session von der Gesellschaft verliehen bekommt, hat dennoch eine Chance dieses originelle Sessions-Souvenir zu erhaschen, da dieser an der Abendkasse erwerbbar ist und € 5,00 der Einnahmen für verschiedene karitative Zwecke im Veedel gespendet werden.

Doch zurück zu Sitzung, bei der zusammen mit der bunten Brauchtumsgruppe Fidele Kölsche der Elferrat und Präsident Carl Hagemann gleich mit auf die Bühne zog. Nach kurzer und herzlichen Begrüßung durch Carl Hagemann, legten die Musiker der Fidele Kölsche gleich mit ihren närrischen Medley los, die gesanglich durch ihren 1. Vorsitzenden Marcel Geipel, Präsident Peter Hörth sowie Uwe Modler als „Jan“ des Reiter-Korps „Jan von Werth“ unterstützt wurden. Mit diesem Einstand hatte man bereits jetzt schon die Gunst des Publikums gewonnen, welches wie jeck zwischen Stühlen und Tischen sowie den Gängen schunkelte und tanzte.

Im weiteren Programm von Literat Thomas ten Thij wirkten bis zu Pause nach Martin Schopps´ „Rednerschule“, das Tanzcorps der Schlenderhaner Lumpe „Colonia Rut Wiess“, „Dä Nubbel“ Michael Hehn sowie „Querbeat“ mit ihrem reichen Repertoire mit. Zudem begrüßte Carl Hagemann das diesjährige Frechen-Bachemer Prinzenpaar „Prinz Kai I.“ (Wallraf), der als Autist zusammen mit seiner Mutter und „Prinzessin Katja“ (Wallraff) in Bachem unter dem Motto „jeck mal anders“ die Säle des Rhein-Erft-Kreises erobern. Für Kai, dem mit der Prinzwerdung ein Kindheitstraum in Erfüllung ging, gab es später noch ein weiteres Highlight im Verlauf der Alt-Lindenthaler Prunk- und Kostümsitzung, da er auf das amtierende Kölner Dreigestirn traf, die ihm und seiner Prinzessin ihrem Spange überreichten.

Hieran öffneten sich wieder die Türen zum Saal und somit zum zweiten Teil der Sitzung, bei dem mit dem Einzug des Reiter-Korps „Jan von Werth“ gleich 150 „Jan von Werther“ das Fassungsvermögen der Bühne sprengten. Nach den Musikstücken der Regimentskapelle und den Tänzen der Marketenderin Britta Schwadorf, ihrem Tanzoffizier Florian Braun und dem Tanz- und Reservekorps, übernahm Fritz Schopps als „Rumpelstilzje“ das Podium, dem neben Applaus auch die Herzen des kostümierten Auditorium bei seiner Reimrede entgegenschlugen.

Auf die Zielgerade der Lindenthaler-Sitzung schaute noch das Kölner Dreigestirn vorbei, welches von der KKG einen Scheck in Höhe von € 333,00 für ihr Spendenprojekt zur Entstehung eines neuen Rosenmontagswagens für Behinderte und nicht behinderte Mitmenschen überreichte. Musikalisch wie man begonnen hatte, wurde der Abend in der Flora durch die Auftritte der „Funky Marys“ und „Miljö“ auch beendet, wonach man zusammen mit den Gäste an der Bar den soeben angebrochenen Sonntag und die wunderschöne Prunk- und Kostümsitzung feierte.

Quelle (Text und Fotos): © 2020 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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