StattGarde Colonia Ahoj holte bei Captain´s Diner Publikum in die frivol, freche Zeit der 1920er Jahre

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-hgj/nj- Schillernd, bunt und fulminant wie man die StattGarde Colonia Ahoj (SCA) kennt, feierte Kölns maritimste Karnevalsgesellschaft heute Abend zum 16. Male ihr Captain‘s Diner mit 1.000 Besuchern und Mitglieder im Theater am Tanzbrunnen. Mit dem Einlaß schunkelte man sich bei Champus, Longdrinks und Kölsch in Stimmung, da dieser Abend wie bei allen StattGarde-Veranstaltungen immer etwas besonderes ist.

Mit ertönen des Schiffshorns, welches bei allen Events zu Beginn der Veranstaltung und zum Abschluß der Pause genutzt wird, begrüßte Präsident und Kapitän André Schulz Isfort das jecke Volk im einzigartigen Rundbau, für das man sich zum Captain´s Diner je nach Gusto in Schale, Kostüm oder Uniform geworfen hatte. Sodann tauchte man zusammen mit dem Publikum in die verruchten 1920er Jahre der Charleston- und Swingzeit und der Weltwirtschaftskriese ein, will heißen, die Show begann temporeich, sowie frivol und frech im sündigen Tanzsaal „Babylon Berlin“. Hierzu hatte Georg Hartmann, der die Fäden der Inszenierung in Händen hielt fürs Opening nicht nur aktive sondern, auch ehemalige Tänzer des StattGarde-Tanzcorps gewinnen können, die eine fernsehreife Leistung bei den begeisternd staunenden Gästen hinterließ und hierfür nicht nur anhaltenden Applaus sondern auch stehende Ovationen und Zugabenrufen belohnt wurde.

Nach Glamour und Glitzer im dekadenten „Babylon Berlin“, folgte mit Volker Weiniger eine hochprozentiger Büttenrede, die „Der Sitzungspräsident“ natürlich wieder am Biertisch hielt und für seinen Einsatz bei der Alkoholvernichtung, wie das Opening mit Beifall, Standing Ovations und Forderungen nach Zugabe gefeiert wurde. Wer die Captain´s Diner schon einmal besucht hat, weiß das die StattGarde hierzu stets einen Stargast engagiert. Heute Abend war dies der zweifache Gewinner des Grand Prix Eurovision de la Chanson, dem heutigen European Song Contest, Johnny Logan, der 1980 in Den Haag mit „What’s Another Year“ und 1987 in Brüssel mit „Hold Me Now“ gewann. Neben weiteren Titeln und seinem Versprecher „Colonge Fasching“, eroberte er die Herzen im Theater am Tanzbrunnen und es folgte auch noch das Lied „An der Nordseeküste“, bevor er die Bühne vor der Pause den „Paveiern“ mit ihren neuesten Hits und bekannten Liedern überließ.

Im zweiten Part des diesjährigen Diner‘ s von Kapitän André Schulz Isfort, seiner Mannschaft und den Passagieren, konnte dann nach Herzenslust nach kölscher Manier gefeiert werden. Hierbei wirkten im Bordprogramm von Veranstaltungsoffizierin Pia Schumacher zu Beginn die Aktiven der drei Mannschaften von Bordkapelle, Shanty-Chors und des Tanzkorps mit, welche mit dem Stammboot froh und gutgelaunt mit einzogen. Nach dem musikalischen Aufzug und rheinischen Liedern der Bordkapelle, durfte sich der Shanty-Chor vor den Gästen im Saal beweisen und stellte fest, daß man mit dem neuen Sessionshit die Herzen in jedem Veedel höher schlagen läßt. Frenetisch wie immer wurden die Tänzer des Tanzkorps empfangen, die wieder extravagante wie gekonnte Schritt, Hebungen und sonstige tänzerische Höchstleistungen präsentierten.

Nach den Zugaben und dem Auszug der gesamten Besatzung des Ursula-Böötchen der SCA folgten Schlag auf Schlag mit „Kuhl un de Gäng“, den „Funky Marys“, „Lupo“ und der „Micky Brühl Band“ vier Kölner Musikgruppen. Im Anschluß an das phantastische Finale wurde bis in die späte Nacht bei der Foyer-Party und den Hits die „DJ Henry“ (Heinz Cöllen) auflegte weitergefeiert, da die Damen-Party erst am 4. Januar 2020 im Gloria-Theater steigt und die Zeit bis dahin wenn auch nur stundenweise überbrückt werden muß.

Im Übrigen wurde Aaron Knappstein der nicht nur langjähriges StattGarde-Mitglied, sondern ist auch Gründungsmitglied des StattGarde Fördervereins „Die Reederei e.V., als autarker Verein sozusagen die Funktion eines Senats der StattGarde ausübt geehrt. Aaron Knapptein hatte seine Mitgliedschaft in der Reederei aus zeitlichen Gründen beenden wollen, da er sei 2017 Präsident der Karnevalsgesellschaft „Kölsche Kippa Köpp“ ist. Aus diesem Grund verlieh der Reederei-Vorstand ihm im Rahmen der Veranstaltung für seine Verdienste die Ehrenmitglied.

Besonders erwähnenswert teilte Presseoffizier Jörg Esser typischkölsch.de mit, ist daß man in der Session wieder etwas für den guten Zweck tue. So startete die StattGarde heute Abend ihren Losverkauf bei den 1.000 Gästen. Als Preis winkt ein von Auping gesponsertes hochwertiges Boxspringbett des 1888 von Johannes Auping gegründeten Unternehmens. Die Erlöse aus allen Veranstaltungen der SCA gehen nach Aschermittwoch an die Kölner Klinik Clowns, die man hierfür unterstützen möchte, da es dort an vielen Ecken Nachholbedarf für kranke „Pänz“ gibt.

Quelle (Foto): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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