Müllemer Junge starten Jubiläumssession ihrer Original Matrosen vum Müllemer Böötche zur Sessionseröffnung 2019

Neppeser Naaksühle starten zum 58. Male mit Sitzung im Zelt in „fünfte Jahreszeit
10. November 2018
Sessionsorden Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V.
10. November 2018

-hgj/nj- Mit dem phänomenalen Einstieg in die Session 2019 und ins gleichzeitig beginnenden Jubiläumsjahr 6 x 11 Jahre ihrer Original Matrosen vum Müllemer Böötche, bricht die Alt Mülheimer KG ihre Ergebnisse der letzten Jahre. So gehören seit heute Abend 37 neue Mitglieder der Gesellschaft aktiv an, und das Ergebnis der Besucherzahlen der Sessionseröffnung von heute Abend ist einfach nur ein Traumergebnis. So begrüßte Präsident Siegfried „Sigi“ Schaarschmidt sage und schreibe 420 Mitglieder und Gäste in der Stadthalle Köln-Mülheim, die beim beschwingten Auftakt mit von der Partie sein wollten.

Damit das annähernd sitzungsähnliche Programm zur Sessionseröffnung reibungslos verlief, fiel die Begrüßung kurz aber herzlich aus, da auch Präsident „Sigi“ Schaarschmidt, sein Vorstand und die Damen und Herren des Elferrats, heute einmal vor der Bühne Platz nahmen und die Bühnenhighlight aus der Sicht des Publikum genießen konnten. Mit Max Biermann, der mit Flitsch (Mandoline) und Combo unter anderem Kölsche Evergreens wie „En d´r Kayjass No. 0“ oder „Och wat wor dat fröher schon in Colonia“ intonierte, war der passende Part den Literat Alexander Dick hierfür gefunden hatte.

Mächtig auf die Trumm, oder besser gesagt auf allerlei Schlaginstrumente, wie Trommel und Percussion schlugen sodann die sieben „Drummerholics“ aus Elsdorf, die bekannte Größen des Rheinlands sind und auch schon bei der Kölner Prinzen-Proklamation oder „cat ballou“-Konzerten auf der Bühne standen. Lichteffekte, wie Schwarzlicht und wechselnden Farben verstärkten noch die Wirkung ihrer Musikeinlagen, die das Publikum von den Stühlen holten. Hiernach stellte der Vorstand der Müllemer Junge mit ihrem Präsidenten die Personen vor, die ab sofort ordentliche Mitglieder der rechtsrheinischen Gesellschaft sind.

Als Gastgeschenk an die Jubiläumsgesellschaft, beziehungsweise an das Tanzcorps „Original Matrosen vum Müllemer Böötche“, standen die Tänzer des Tanzcorps „Echte Fründe“ der Flittarder KG auf dem Podium, die zur Freude des Schatzmeisters der Müllemer Junge ohne Honorar auftraten und somit ein ideelles Geschenk für alle Gäste in der Stadthalle am Jan-Wellem-Platz waren. Nach reichlich Beifall als Dank fürs Tanzcorps und den Zugaben verabschiedeten sich die „Echte Fründe“ von der Bühne und nahmen im Parkett Platz, wo bereits zahlreiche befreundete Gesellschaften (Dünnwalder KG, der G.M.K.G , der Höhenhauser Naaksühle der KGs „Die Isenburger“, Fürstenberg, Löstige Höhenhauser sowie UHU und selbstverständlich auch der Vorstand ihrer eigenen Gesellschaft) gemütlich zurückgelehnt das Programm in Augenschein nahmen.

Alsdann standen die ersten Ehrungen des Abends an, mit denen Mitglieder für 10-, 20-, 25jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Unter den insgesamt 18 Ehrungen sind Persönlichkeiten der KG Müllemer Junge Alt Mülheim e.V. von 1951 zu finden, wie für 20 Jahre Silke Dick (Pressesprecherin der Gesellschaft), und Erich Radermacher (Hoffotograf der Müllemer Junge), sowie Präsident „Sigi“ Schaarschmidt der fünf Jahre länger in der Gesellschaft Mitglied ist als seine Tochter Silke Dick. Zwei der Mitglieder welche seit 1993 ihren Müllemer Junge die Treue halten, erhielten nicht nur eine Ehrenurkunde, sondern auch noch den Verdienstorden in Silber (Katharina Kaper und Achim Weinicke).

Jungen Künstlern gibt die blau-weiß-rote Gesellschaft immer wieder gerne eine Plattform sich zu präsentieren, wie nach den ersten Ehrungen des Abends, Fabian Kronbach der mit seiner Band frischen Wind in die Künstlerszene des Kölner Karnevals bringen. Nach diesem Debüt von Fabian Kronbach und Band, standen die tanzenden Jubilare die Original Matrosen vum Müllemer Böötche im Rampenlicht des Geschehen, die erstmals in der Session 1952/1953 die Bühnen Kölner eroberten. Dies war auch heuer nicht anders bei den jungen Damen und Herren, die zum ersten Mal in der morgen beginnenden Session vor Publikum auftraten und herrliche Bilder, gekonnte Hebungen und akrobatische Leistungen wie perfekte Schrittkombinationen präsentierten.

Vor dem Hintergrund der Tänzerinnen und Tänzer nutze man die Zeit der Verschnaufpause vor der Zugabe, um weiteren Damen und Herren Dank zu sagen. So Katharina Kaboth, die den Verdienstorden in Silber für 25jährige Mitgliedschaft wie Achim Weinicke empfangen durfte. Achim Weinicke wurde zudem durch den Senatsvorstand in besonderer Weise ausgezeichnet und erhielt für seine Schaffenskraft im Ehrenamt den Senatssonderorden aus den Händen des Senatspräsidenten Hans-Jürgen Vogt. Werner Felix ernannte der Vorstand zum Ehrenmitglied, der wie Udo Kaboth als bestehendes Ehrenmitglied seit 4 x 11 Jahren seine Heimat in hier gefunden hat.

Im Anschluß an die internen Ehrungen hatten sich FK-Präsident Christoph Kuckelkorn samt Vizepräsident Dr. Joachim Wüst als Vertreter des Festkomitees und stellvertretend auch als Botschafter des Bund Deutscher Karneval angesagt, die den völllig überraschten Siegfried Schaarschmidt mit dem BDK-Verdienstorden in Gold für seine karnevalistischen Meriten auf der Kommandobrücke des Müllemer Böötche auszeichnete. Vor den Verleihungen der Treueabzeichen des BDK für den karnevalistischen Tanzsport in Bronze (2 x), Silber (1 x), Gold (4 x) und Gold mit Brillanten (3 x), holte Joachim Wüst Katahrina Kasper und Achim Weinicke nochmals aufs Podium, die neben ihren heutigen Auszeichnungen noch mit dem Verdienstorden des Festkomitee Kölner Karneval in Silber geehrt wurden.

Der Abschluß dieser erlebnisreich kurzweiligen Sessionseröffnung und der musikalische Leitung von MArkus Quodt und seinem Orchester, gehörte sodann der jungen Band „Planschemalöör“, die sich langsam aber sicher einen festen Platz im Getümmel der Kölner Bands erkämpft.

Quelle (Text): © 2018 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Erich Radermacher
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