Altstädter-Kostümsitzung mit vielen närrischen Highlights un dem Neuner Tanz der Traditionskorps

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-hgj/nj- Mit ihrer „Altstädter-Kostümsitzung“ startete die drittjüngste Traditionsgesellschaft des Kölner Karnevals zwei Tage nach dem Korpsappell in die närrischen Wochen, die durch Sitzungen und Bälle geprägt sind. Im großen Saal des Hotel Maritim Köln Heumarkt strömten ab etwa 18.30 Uhr Besucher und Aktive zusammen, die sich gemeinsam auf den Abend freuten.

Für die Überraschungen – mit denen die Altstädter Köln ihr Bühnenprogramm bestreiten – hatte Martin Zylka als Literat gesorgt, der letzte Details nochmals mit Präsident Hans Kölschbach und Norbert Haumann als Sitzungsleiter abklärte. Von Minute zu Minute rückten die Zeiger der Uhren näher, so daß Korpskommandant „Piccolo“ Michael Klaas, auf seiner Trillerpfeife das Signal zum sammeln gab, um pünktlich um 20.00 Uhr, das Programm mit allen Korpsteilen zu eröffnen.

Bevor nun die erwachsenen Aktiven der grün-roten Korpsgesellschaft nach dem Einzug zu den Klängen der Regimentskapelle und des Regimentsspielmannszuges vom Foyer auf die Bühne zogen, hatten die Mitstreiter der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Dillendöppcher“ bereits ihre närrischen Leistungen absolviert und gaben dem begeisterten Publikum noch eine Zugabe vor ihrem Abmarsch ins Bettchen.

Kaum auf dem Podium des Maritim Hotels angekommen, begrüßte Hans Kölschbach in seiner einzigartig saloppenen Art das karnevalistische Auditorium und den einzigen Ehrengast des Abends, Maritim-Chef Hartmut Korthäuser. Sodann übergab er das Mikrophon samt Bühnenregie an Norbert Haumann ab, der seit Jahren salopp in gekonnter Manier alle Sitzungen seiner Gesellschaft leitet.

So hieß auch er alle kostümierten und nicht verkleideten Gäste willkommen, wünschte diesen einen schönen Abend bei den Altstädtern und dankte dem Korps, daß sich nach einigen Musikstücken mit seinen Tanzkorps und dem neuen Tanzpaar Carina Stelzmann und Philipp Bertram den Gästen auf diese prächtige Art gezeigt hat. Nach der Absolvierung aller Tänze spielten die Musiker der 1992 gegründeten Karnevalsgesellschaft und seit 1964 vom Festkomitee in den Stand eines Traditionskorps erhobenen Korps alle Gardisten und Offiziere aus dem Saal, so daß Jürgen Beckers in seiner Type als „Ne Hausmann“ wieder über seinen von der Ehefrau verordneten Hausputz und die Schwierigkeiten mit den heutigen Schülern berichtete, da der „Hausmann“ im „Zweitberuf“ noch im Lehramt tätig ist.

Mit kräftigem Applaus verabschiedet das Publikum Jürgen Beckers und hieß die „Höhner“ willkommen, die einen musikalischen Blumenstrauß dabei hatten um mit ihren Hits die bisher bereits sehr gut laufende Kostümsitzung noch weiter zu steigern. Von der Musik zur Rede und sodann wieder in das Genre Musik hinein, nahmen Guido Cantz („Der Mann für alle Fälle“) und die „Brings“ das Publikum, welches nach deren Zugaben leicht erschöpft in die Pause schlenderten um dort bei Kölsch und Leckereien aufzutanken.

Wie bei den Korpsgesellschaften üblich, gehört nach der Pause der ersten Abteilung ein Korpsaufzug eines anderen Kölner Traditionskorps zum Prozedere, das heute Abend die Prinzen-Garde Köln übernahm. Mit ihren Darbietungen des Regimentsspielmannszuges, wie auch den Tänzen des Tanzpaares Tina Brahm und Alexander Ritter sowie des Tanzkorps überzeugte die Prinzen-Garde das fröhlich feierende Publikum ihres Bruderkorps. Himmlisch ruhig wurde es nach den „Mählsäck“ alsdann mit Krätzjer, Verzäll und Leedcher von Thomas Cüpper ein Stück der guten alten Zeit einzog, welcher als „Et Klimpermännche“ immer ein Garant für Sitzungen ist.

Hiernach, moderierte Norbert Haumann die „Bläck Fööss“ an, die in ihrem Repertoire von „Drink doch eine met“ über „En unserm Veedel“, der „Kaffeebud“ bis hin zu „Freiheit Alaaf“ die Jecken im Saal begeisterten und zum mitsingen und schunkeln aufforderten. Dem konnten sich „Prinz Michael II.“, „Bauer Christoph“ und Jungfrau „Emma“ samt Equipe nicht entziehen, die bereits auf ihren Auftritt im Foyer warteten.

Nach dem das Kölner Dreigestirn den Saal erobert hatte und nach ihren ans närrische Volk gerichteten Worten noch ihren Sessionshit „Drei Junge us Nippes“ anstimmte, gab es für viele Gäste kein Halten mehr um dem Trifolium noch mehr zu zujubeln. Zum krönenden Abschluß hatte Martin Zylka die „Klüngelköpp“ mit ihren zum Herzen gehenden Liedern sowie die Tanzpaare aller neun Traditionskorps eingeladen, um den von Jens Hermes einstudierten und nur alle paar Jahre stattfindenden Neuner Tanz zur Freude des Publikums um 1.15 Uhr darzubieten, den sie zum Finale der Sitzung noch durch ihre Zugabe toppten.

Quelle (Text und Fotos): © 2018 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Stefan Feck/Altstädter Köln 1922 e.V.
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