Nach Aschermittwoch: Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn tritt zurück

FK-Präsident Christoph Kuckelkorn (links) mit Vizepräsident Lutz Schade
Christoph Kuckelkorn gibt sein Amt als Präsident des Festkomitees Kölner Karneval nach Aschermittwoch ab. Das hat der 61jährige im Rahmen des vorweihnachtlichen Präsidentenabends (1 Dezember 2025) im Gürzenich bekannt gegeben. „Der Karneval hat von frühester Kindheit an mein Leben geprägt”, erklärt Christoph Kuckelkorn. „Nach 21 Jahren im geschäftsführenden Vorstand des Festkomitees ist es nun an der Zeit, meine Aufgaben in jüngere Hände zu legen. Neue berufliche Entwicklungen haben diesen schon länger geplanten Prozeß beschleunigt. Die Tätigkeit als Vorsitzender im Beirat unseres bundesweiten Bestatternetzwerks fordert mich immer mehr. Hier übernehme ich zusätzlich zum Tagesgeschäft in unserem Bestattungshaus große Verantwortung in der Vernetzung der über 100 angeschlossenen Bestattungshäuser.”
Die für Oktober 2026 geplante Mitgliederversammlung soll vorgezogen werden, um dem neuen Präsidenten ausreichend Zeit zu geben, die Session 2027 vorzubereiten. „Zum Abschied schenken wir Chris eine Session, in der er sich ganz aufs Feiern konzentrieren kann, denn das ist in den vergangenen Jahren naturgemäß oft zu kurz gekommen”, so Vizepräsident Lutz Schade. „Vizepräsidentin Christine Flock, die Vorstandskollegen und ich übernehmen das Tagesgeschäft, so dasß der Präsident sich möglichst von jeder unserer rund 140 Mitgliedsgesellschaften persönlich verabschieden kann.”
Als Präsident des Dachverbandes der Kölner Karnevalsgesellschaften ist Christoph Kuckelkorn zugleich auch Geschäftsführer einer gemeinnützigen GmbH, die für die wirtschaftliche Seite des Karnevals zuständig ist. „Das entspricht einem kleinen, mittelständischen Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitern”, so Kuckelkorn. „Da ist es besonders wichtig, dass der Geschäftsbetrieb reibungslos weiterläuft. Mit unserem hauptamtlichen Geschäftsführer Dr. Philipp Hoffmann und Lutz Schade als ehrenamtlichem Geschäftsführer sind wir hier gut aufgestellt. Auch im Vorstandsteam haben wir eine seit Jahren eingespielte Mannschaft, die mit viel Know-how und noch mehr Herzblut für unseren Fastelovend arbeitet. Das gibt mir ein gutes Gefühl für die Zukunft.”
Christoph Kuckelkorn ist seit 2005 Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Festkomitees und war dabei zwölf Jahre als Zugleiter des Kölner Rosenmontagszuges der kreative Kopf hinter dem größten Karnevalsumzug Europas. Seit 2017 ist er als Nachfolger von Markus Ritterbach FK-Präsident. In seine Amtszeit als Präsident fielen außergewöhnliche Zeiten wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg, die starke Spuren auch im Kölner Karneval hinterlassen haben und das Festkomitee vor besondere Herausforderungen stellten. Besonders positiv in Erinnerung bleibt sicherlich den Kölner Jecken das Jubiläumsjahr, das die ganze Vielfalt des kölschen Fastelovends zeigte. In seiner Amtszeit wurde aus der Dachorganisation der Karnevalsvereine ein Verband, der innerhalb des Karnevals, aber auch in Richtung Politik mit Nachdruck die Interessen seiner Mitglieder vertritt und zu einer in der Stadtgesellschaft deutlich wahrnehmbaren Stimme geworden ist.
Zugleich vernetzt sich das Festkomitee national und international immer mehr mit anderen Karnevalisten. Christoph Kuckelkorn forcierte den Austausch mit Aachen, Bonn und Düsseldorf im Rahmen des gemeinsamen immateriellen Kulturerbes ebenso wie mit den Hochburgen in Venedig oder Rio de Janeiro. „Der Fastelovend hat mir auf allen Ebenen die Türen geöffnet, um unterschiedlichste Menschen und ihre Gedanken und Träume kennenzulernen”, so Christoph Kuckelkorn. „Es gab viele schöne, unvergeßliche Momente und tolle Begegnungen. Für diese einzigartige Erfahrungen bin ich den Mitgliedgesellschaften, allen FK-Gremien und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Festkomitees unendlich dankbar. Demnächst werde ich nicht mehr Präsident sein, aber den Jeck im Herzen, den behalte ich und stehe als Ratgeber im Hintergrund bei Bedarf gerne auch weiterhin zur Verfügung.”
Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. / Costa Belibasakis

Präsidentin Tanja Spiegel eröffnete das Event um 12.11 Uhr und kündigte ein stimmungsvolles Rahmenprogramm an. Danach stellte „Julie Voyage“ (Ken Reise) die Packstraße vor, die ja zweifelsohne das „Hätz der Goldtafel“ darstellt. Mit ihren Kölschen Tön heizte „Julie Voyage“ das Publikum zum Singen und ausgelassenen Schunkeln an.






















Herzstück der Pänzbox sind fünf Erlebnismodule, die zum Mitmachen einladen. Neben einem Pänzquiz und einem farbenfrohen Memoryspiel rund um den Kölner Karneval finden sich darin kreative Elemente wie eine Krätzjer-Vorlage, mit der Schülerinnen und Schüler ihre eigene bunte Karnevalsmütze gestalten können. Musikalisch wird es mit einer Musikbox, die durch die passenden Liedtexte ergänzt wird. Ein besonderes Highlight ist das Jecko-Samenkonfetti, aus dem kleine Pflänzchen wachsen, die langfristige Freude versprechen.

Neben vielen Mitglieder der Gesellschaft, Senatoren, den Kölner Paulinchen und Gästen befreundeter Gesellschaften, hatten es sich auch die Ehrenmitglieder René Klöver („Prinz René I.“ der Session 2025) und Michael Samm („Bauer Michael“ der Session 2025) nicht nehmen lassen, die Gesellschaft auf der Sessionseröffnung zu besuchen.








Bereits seit dem frühen Morgen waren zahlreiche Jecke auf den Beinen, um den Start der „fünften Jahreszeit“ irgendwo in der Domstadt mitzuerleben. Zum Weiterfeiern bis in den Späten Abend zog es die vielen Jecke dann nach Nippes, da die Appelsinefunke zum Fastelovend em Veedel eingeladen hatten. Mit dem traditionellen Eröffnungssignal von Präsident Michael Gerhold startete die Bürgerwehr offiziell in die Session 2026.
Ab 16.30 Uhr erklang dann endlich der musikalische Startschuß zur Sessionseröffnung im Veedel – und von der ersten Minute an herrschte ausgelassene Stimmung. Acht Bands sorgten für beste Unterhaltung und echtes Fastelovendsjeföhl: „King Loui“, „Chanterella“, die närrischen Newcomer „Knallrut“, sowie „Domstürmer“, „Bel Air“, „Auerbach“, „Schamöör“ und Boore zum Finale rissen das Publikum mit.


Altstädter-Präsident Dr. Björn Braun eröffnete die Veranstaltung mit herzlichen Worten und einem Augenzwinkern: „Et jeiht widder loss, und wir haben ein Programm das uns und Kölle stolz macht!“ Mit dieser jecken Kampfansage startete die erste von sage und schreibe 18 Veranstaltungen, die das Traditionskorps für die Session 2026 auf die Beine stellt.
Begleitet wurde die feierliche Enthüllung musikalisch von Mathias Nelles, während Moderator Till Quitmann mit Witz und Charme durch kurze Gespräche mit Burgvogt Friedrich Bergmann und dem Künstler führte. Ein emotionaler Moment folgt auf den nächsten – spätestens beim gemeinsamen Schunkeln und dem Countdown zum Sessionsauftakt hielt es keinen „Funk“ mehr auf den Stühlen.
Im Anschluß folgte das Programm aus der Feder des Rote Funken-Literaten Julian Holz, welches jedes kölsche Herz Schlag auf Schlag höherschlagen ließ und sich die nachfolgenden Bands sprichwörtlich die Klinke in die Hand gaben: „Klüngelköpp“, „Rabaue“, „Kempes Feinest“, „Kasalla“, „Funky Marys“, „Cöllner“, „cat ballou“, „Räuber“ und „Chanterella“ sorgten für Stimmung, Emotionen und echte kölsche Musikpower.
Hier schlug der Puls des Veedels, hier wurde geschunkelt, gesungen und gelacht, bis die Wände wackeln. Nur einmal im Jahr öffnet sich dieses ganz besondere Wohnzimmer der Jecken, in dem die Heimatliebe zur kölschen Kultur in jedem Lied, jedem Lächeln und jeder Polonaise spürbar ist.
Durch das Programm führte souverän und professionell wie immer Alexander Dick als Sitzungsleiter, welcher wie seit vielen Jahren alle Programme für die neue Session zusammengestellt hat, Hierdurch zieht sich der rote Faden nicht nur am 11. im 11. durch den Tag, sondern durch die gesamte Jubiläumssession des 75. Geburtstags der KG.
Bereits „11 vor 11“ startete Präsident Udo Beyers nach der herzlich-heiteren Begrüßung den offiziellen Beginn in die „fünfte Jahreszeit“. Mit den ersten Akkorden der fünf Jungs von „cat ballou“ brach die Stimmung im vollbesetzten Saal schlagartig aus – Mitsingen, Schunkeln, Tanzen: Köln war närrisch wieder da, wie man es kennt und liebt. Die Band präsentierte ein Feuerwerk ihrer größten Hits und brandneuer Songs, die das Publikum in kürzester Zeit in eine einzige große, jubelnde Einheit verwandelten.

Am Sonntag, 9. November 2025, war es wieder soweit: Im Lindner Hotel Cologne City Plaza trafen sich Männer aus Tradition, Brauchtum, Wirtschaft und Gesellschaft, um gemeinsam in die neue Session zu starten – ganz im Sinne des Mottos: „Nor för Häre“ und damit eine vollständig frauenfreie Zone.









