Reiter-Korps begrüßt die neuen Leitlinien für Pferde in Karnevalszügen

Seit annähernd hundert Jahren führt das Reiter-Korps „Jan von Werth“ Pferde im Rosenmontags- und im Weiberfastnachtszug mit. Darüber hinaus sind viele Mitglieder der Gesellschaft auch außerhalb der Session sehr intensiv im Pferdesport aktiv.

Entsprechend groß ist unter den Pferdefreunden die Erleichterung, daß die Richtlinien, die in Köln schon seit Jahren gelten, endlich auch für ganz NRW übernommen wurden.

Für die Kölner Züge gelten in Teilen strengere Maßstäbe, als das, was Ministerin Ursula Heinen-Esser als Leitlinien des NRW-Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz vorgestellt nunmehr hat, aber das kann ja jede Kommune für sich selber adaptieren, so wie es die örtlichen Bedingungen hergeben.

Der Führer der Reiterschwadron Bernhard Harf freut sich auf jeden Fall, daß weiterhin das Tierwohl im Mittelpunkt steht, so wie es seine Reiter bereits seit vielen Jahrzehnten praktizieren. „Sich Karneval nur ein paar Stunden aufs Pferd schwingen, funktioniert nicht, da gehört einfach mehr zu.“ faßt Bernhard Harf die Haltung seiner Reitergegenüber den Tieren zusammen. „Und wenn zukünftig alle Jecken am Zugweg so respektvoll den Pferden im Zug begegnen, wie es für 99,99 Prozent von ihnen selbstverständlich ist, dann werden wir auch weiterhin viel Freude an und mit diesen tollen Tieren im Fasteleer haben können.“ ist sich der Schwadronsführer sicher.

Quelle und Grafik: Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.




„Mir sin die Große KG Frohsinn“

Die Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V. sagt alle geplanten Veranstaltungen für die Session 2021/2022 ab und feiert trotzdem

„Alles hät sing Zick“ – so heißt das Motto in diesem Jahr. Dass diese Zick so schnell wieder vorbei sein könnte, hätte vor einigen Wochen keiner für möglich gehalten. Am 5. November 2021 feierte die Große KG Frohsinn noch ihre große Sessionseröffnung. Zu dem Zeitpunkt waren die weiteren Veranstaltungen – eine Kostümsitzung im Gürzenich am 9. Januar 2022 und eine Veranstaltung im Wartesaal am Dom am 28. Januar 2022 – bereits fertig geplant mit fulminantem, karnevalistischem Programm. Doch wie so viele Gesellschaften folgte auch die Große KG Frohsinn der Empfehlung des Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. „Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber den Gästen, Künstlern, Mitarbeitern der jeweiligen Locations und allen anderen, mit denen wir im physischen Kontakt wären, bewußt und können es nicht verantworten, ein Event in dieser Größenordnung durchzuführen.“ teilte Präsidentin Tanja Wolters voller Bedauern vor Weihnachten mit. Und so mußte bereits das zweite Jahr in Folge, die mit Sehnsucht erwartete Neuauflage der Kostümsitzung der KG abgesagt werden.

Nach erstem Schock und Kummer über die Absage wurde der Vorstand aber schon aktiv. „Im vergangenen Jahr haben wir diverse Veranstaltungen für unsere Mitglieder angeboten. Zum einen haben wir Online-Formate wie einen virtuellen Stammtisch oder eine virtuelle Kindersitzung, zum anderen aber auch coronakonforme Präsenzveranstaltungen wie unsere Bimmelbahntour durchgeführt. Auch dieses Jahr haben wir uns natürlich etwas Besonderes einfallen lassen.“ erzählt die Präsidentin mit einem Schmunzeln. Das besondere Finale der Sitzung erhielten die Mitglieder nämlich gestern persönlich nach Hause. „Seit 1 ½ Jahren haben wir mit Manuel Sauer und Simon Kurtenbach von der Tonbauhütte an einem eigenen Lied gearbeitet. Wir haben es aus Mitgliederreihen einsingen lassen und wollten es als großes Finale bei der Sitzung präsentieren.“ so Literat und 2. Vorsitzender Oliver Michels, der einen engen Draht zu den beiden Musikern pflegt. „Inhaltlich greift das Lied unser Selbstverständnis auf, in dem wir die verbindende Kraft des Karnevals in den Vordergrund stellen.“ so der 1. Vorsitzende Andreas Wolf, der selber das Lied mit eingesungen hat. „Wir verstehen uns als Gute-Laune-Stifter und möchten uns und andere froh machen, denn der Fastelovend verbindet Groß und Klein und hält unsere Stadt zusammen.“

Und so fand die Premiere dieses schönen Liedes für jeden einzelnen zu Hause statt. Aufgezeichnet im Gürzenich, mit der Unterstützung von Manuel Sauer, Simon Kurtenbach und Michael Kuhl, erhielten die Mitglieder einen frohsinnigen Film, produziert von Eitel Sonnenschein. „Wir freuen uns schon sehnsüchtig darauf das Lied mit allen Mitgliedern gemeinsam zu singen.“ so Tanja Wolters. „Unsere Zeit wird kommen, zwar nicht diese Session in der Form wie wir es geplant haben, aber dann in der nächsten – und dann umso ausgelassener und frohsinniger. ‚Alles hät sing Zick‘“.

Mir sin die Große KG Frohsinn

Musik: Manuel Sauer, Simon Kurtenbach
Text: Manuel Sauer
Verlag: Edition Tonbauhütte

Dudjesaate lääve länger,
su heiss et överall,
un datt dat nit nur ne Spruch es,
wisse mir opjedenfall.

Denn vür övver hundert Johr,
do kom dä Fruhsinn an der Rhing,
un jovv der Freud am Fasteleer ne janz besondre Sinn.

Refrain
Mir sin die „große KG Frohsinn“,
he bes du niemols allein,
he wees de in der Ärm jenumme,
janz ejal ov jroß, ov klein.

Mir sin die „große KG Frohsinn“,
wenn du Freud am Levve häss,
jo dann bes du bei uns richtig,
mit Konfetti deef im Hätz.

Der Alldaach es ovv grau in grau,
doch dat muss jar nit sin.
Dat Levve lääv sich leichter,
wenn mir zosamme sin.

Mer sin joode-Laune-Stifter,
Fruhsinn es uns Religion,
Stonn: im Konfetti rään – un op uns Tradition.

Mit Hand un Hätz mit Kopp un Siel für uns Vatterstadt,
Dat es wat uns all zick Johr verbink,
verjesse nie – der Fasteleer es für jede Minsch jemaat,
Dat es unser Ding.
Dat es unsre Sinn.

Quelle, Foto und Text Vereinslied: Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V.




K.G. Alt-Köllen – Abgesagte Zeltsitzungen, aber Karneval der Herzen

Eigentlich hätten von Samstag, 8. Januar 2022 bis Montag, 10. Januar 2022 über 5.500 Jecke drei Tage lang bei den beiden Volkssitzungen und der Mädchensitzung der K.G. Alt-Köllen im Festzelt auf dem Neumarkt gefeiert. Leider mußten diese Veranstaltungen wie bereits im letzten Jahr schweren Herzens aufgrund Corona abgesagt werden. Die Alt-Köllen-Mitglieder wollten aber nicht einfach den Kopf hängen lassen und Trübsal blasen, und so traf man sich am Samstagnachmittag (8. Januar 2022) ganz spontan im nahe gelegenen Wirtshaus „Zum Jan“ in kleiner Runde mit rund 80 Personen. Natürlich Corona-konform streng nach der 2G+ Regel.

Unter den Gästen befanden sich neben Mitgliedern von Alt-Köllen auch Mitglieder befreundeter Gesellschaften, unter anderem die Präsidenten Marcel Hergarten (Fidele Fortuna), Stefan J. Kühnapfel („Jan von Werth“), Reinhard Müller (Kölsche Huhadel), Marcus Schneider (Fidele Burggrafen), die Senatspräsidenten Michael Bisdorff (Neppeser Naaksühle und Adjutant des Präsidenten der Altstädter Köln), Peter Kloiber („Schnüsse Tring“), Karl-Heinz Loeffler, (1. Vorsitzender der KG Neppeser Naaksühle), sowie die Literaten Domenico Carrieri (Sr. Tollität Luftflotte), Volker Hochfeld (Blomekörfge), Margret Lutter (Schmuckstückchen), Wolfgang Lutter (Große Braunsfelder KG), Guido Stöcker (Neppeser Naaksühle) und auch das Tanzpaar der Altstädter, Jeanette Koziol und Jens Käbbe.

Trotz der spontanen Idee und kurzfristigen Planung hatte Alt-Köllen-Präsident Stephan Degueldre neben DJ Henry (Heinz Cöllen), auch Bauchredner Peter Kerscher mit seiner Kuh Dolly, Marita Köllner und Max Biermann für das Programm gewinnen können. Gäste und Künstler waren sich einig, daß es gerade in dieser Session solche Veranstaltungen braucht. Brauchtum, Tradition und der ursprüngliche Karneval waren in diesem kleinen Kreis so herzergreifend nah, daß neben viel guter Stimmung auch das ein oder andere Tränchen verdrückt wurde.

Neben einer gefühlvollen Fastelovends-Atmosphäre gab es bis nach Mitternacht viel Zeit für Gespräche. Sogar die Künstler feierten nach ihren Auftritten noch längere Zeit mit. „Auch hier zeigte sich, wie schon beim Dreikünnige-Appell der Gesellschaft zwei Tage vorher, daß man unter den aktuellen Regeln durchaus sicher und verantwortungsvoll wundervolle kleinere Veranstaltungen durchführen kann. „Unser gesamter Vorstand wird versuchen, auch für die restliche Session solche spontanen Formate zu organisieren.“, so Stephan Degueldre.

Quelle und Foto/s: K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.




Kölner Karneval: Proklamation der Kölner Dreigestirne: Start in eine ungewöhnliche Karnevalssession

Jetzt ist es offiziell: Köln hat wieder zwei Dreigestirne. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat heute sowohl das kleine als auch das große Trifolium im großen Festsaal des Gürzenich zu Köln proklamiert. Mit der Übergabe der Insignien startet die Session 2022, in der coronabedingt erneut die kleinen besonderen Momente statt der großen Auftritte im Vordergrund stehen werden.

Für „Prinz Sven I.“ (Sven Oleff), „Bauer Gereon“ (Gereon Glasemacher) und „Jungfrau Gerdemie“ (Dr. Björn Braun) ist es schon die zweite Amtszeit in Folge. Die drei Freunde aus dem Traditionskorps der Altstädter 1922 e.V. sind das erste Kölner Dreigestirn, das zwei Sessionen regiert. Grund für diese geschichtsträchtige Entscheidung war der coronabedingte Ausfall vieler karnevalistischer Veranstaltungen in der vergangenen Session. Das Kinderdreigestirn 2022 rund um „Kinderprinz Felix I.“ (Felix Diederichs), „Kinderbauer Robin“ (Robin Valentin Fischenich) und „Kinderjungfrau Helena“ (Helena Baum) freut sich hingegen auf seine erste Amtszeit und wurde genau wie das letztjährige kleine Trifolium nicht im Kölner Tanzbrunnen, sondern mit den Großen in einer gemeinsamen Zeremonie proklamiert.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage fand die Proklamation beider Trifolien auch 2022 in kleinerem Rahmen und ohne Publikum als TV-Produktion statt. So hatte es das Festkomitee Kölner Karneval gemeinsam mit dem WDR Ende Dezember beschlossen. „Natürlich hätten wir uns gewünscht, daß die Proklamation und die ganze Session unter anderen Vorzeichen gestanden hätten“, erklärt „Prinz Sven I.“. „Aber Corona bestimmt nun schon im zweiten Jahr das Geschehen und macht vielen Menschen einen Strich durch ihre Planungen und Träume. Da bildet der Karneval keine Ausnahme. Umso wichtiger ist es, dasß wir die kleinen Momente genießen, die uns die fünfte Jahreszeit zum Glück trotz Pandemie schenkt. Dafür wollen wir als Dreigestirn alles tun – zum Beispiel, indem wir ein wenig Fastelovendsjeföhl zu den Menschen ins heimische Wohnzimmer bringen.“

Ursprünglich war die Proklamation mit 1.300 Gästen vorgesehen, die Pläne wurden aber kurzfristig an die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie angepaßt. „Wir haben schon in der vergangenen Session gezeigt, daß wir flexibel und verantwortungsbewußt agieren können. So wird es auch 2022 sein, und diese Proklamation ist der Start dafür“, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „In beiden Dreigestirnen stecken unglaublich viel Kreativität und Engagement, und damit werden sie den Jecken in den kommenden Wochen sicherlich viel Freude bringen.“ Im Fokus stehen dabei vor allem soziale Termine wie etwa der Besuch der Bahnhofsmission oder Open-Air-Auftritte vor Krankenhäusern und Seniorenheimen.

Der WDR überträgt die Proklamation am Sonntag, 9. Januar um 20.15 Uhr. Mit dabei sind viele bekannte Kölner Karnevalskünstler wie die „Bläck Fööss“, die „Höhner“ und „cat ballou“ sowie Achnes Kasulke, Jens Singer und Jürgen Beckers. Als „Herrengedeck” traten „JP Weber“ (Jörg Paul Weber), Martin Schopps und Volker Weininger erstmals gemeinsam auf.

Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto/s): Festkomitee Kölner Karneval / Costa Belibasakis




Goldene Mütze 2022 der K.G. Alt-Köllen geht an Michael Schwan

Am 6. Januar 2022 startete die K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V. mit ihrem traditionellen Dreikünnige-Appell im Lindner Hotel City Plaza ins neue Jahr. Nachdem die Veranstaltung im letzten Jahr aufgrund der Pandemie abgesagt werden mußte, konnte sie in diesem Jahr unter 2G+ Bedingungen stattfinden.

Erstmals konnte der im vergangenen Sommer neu gewählte Präsident Stephan Degueldre die Mitglieder und Ehrengäste bei einem Kölsch-Empfang begrüßen. „Gerade weil wir nun bereits zum zweiten Mal mit einer sehr eingeschränkten Session konfrontiert sind, wollen wir zeigen, daß unser Fastelovend eben nicht einfach abgesagt werden kann. Tradition und Brauchtum sind doch gerade auch in dieser schwierigen Corona-Zeit wichtig. Heute zeigen wir, wie man unter Beachtung aller Regeln verantwortungsvoll mit dieser Situation umgehen kann.“, so Pressesprecher und 2. Vorsitzender Axel Kraemer in seiner Pressemitteilung.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Goldenen Mütze 2022 an Michael Schwan, den Ehrenpräsidenten des Kölsche Huhadel vun 1985 e.V. und bestens bekannter Kult-Moderator von center TV. Die Laudatio hielt sein langjähriger Freund und Co-Moderator bei center TV, Stephan Brandt. Michael Schwan zeigte sich sichtlich gerührt und geehrt, nun in einer Reihe mit den bisherigen prominenten Mützenträgern zu stehen.

Der nächste Höhepunkt waren die Auftritte der beiden Tanzgruppen der Kölschen Harlequins. Tanztrainerin Ines Autermann hat es gemeinsam mit den über 50 Tänzerinnen und Tänzern geschafft, trotz der teils schwierigen Trainingsbedingungen ein hervorragendes Programm auf die Bühne zu bringen. Die Gäste zeigten sich begeistert und ließen die Tanzgruppen erst nach einigen Zugaben mit Standing Ovations aus dem Saal. Auch der Auftritt von „JP Weber“ (Jörg Paul Weber) wurde zu einem weiteren, besonders emotionalen Höhepunkt. Als er davon sprach, wie sehr ihm Karneval, die Stimmung in den Sitzungen, vor allem aber die Menschen fehlten und dazu stimmungsvoll seine einmaligen Krätzchen sag, wurde sogar das eine oder andere Tränchen vergossen.

Stephan Degueldre freute sich besonders darüber, daß gerade in seinem ersten Jahr als Präsident auch besondere Gäste befreundeter Kölner Gesellschaften seiner Einladung gefolgt waren. So begrüßte er Stefan Kühnapfel (Präsident des Reiter-Corps „Jan von Werth“), Tanja Spiegel (Präsidentin der KG „Goldmarie“), Hans-Peter Houben (Präsident der KKG „Stromlose Ader“), Marcel Hergarten (Präsident der KG „Fidele Fortuna“), Herbert Kau (Präsident der KG „Neppeser Naaksühle“), Reinhard Müller (Präsident der KG „Kölsche Huhadel“), Michael Bisdorff (Senatspräsident der KG „Neppeser Naaksühle“ und Adjutant des Präsidenten der „Altstädter Köln“), Thorsten Sauer (Senatspräsident der KG „Müllemer Junge“) und Domenico Carrieri (Literat der KG „Sr. Tollität Luftflotte“).

Eine besondere Ehre war es Stephan Degueldre als neuem Präsidenten der KG Alt-Köllen dann auch, dem ebenfalls neu gewählten Senatspräsidenten Markus Lüdemann dessen Präsidentenkette und -mütze zu überreichen. Neben der Vorstellung und Übergabe des neuen Sessionsordens, für den Bernd Schneider verantwortlich zeichnete, wurden bei dem Appell wie in jedem Jahr auch zahlreiche Mitglieder für ihre Verdienste um die Gesellschaft und den Kölner Karneval geehrt.

Besonders erwähnenswert sind Ehrungen für 50 Jahre Mitgliedschaft von Willi Egger und Manfred Engel. Letzterer wurde zusätzlich mit dem Verdienstorden der Sonderstufe in Gold ausgezeichnet. Udo Marx, Vertreter des Festkomitees Kölner Karneval überreichte schließlich dem ehemaligen Senatspräsidenten Gregor Berthold den Verdienstorden in Silber des Festkomitees. Eine besondere Idee hatte sich der Vorstand noch für den Schatzmeister Sebastian Pütz ausgedacht. Da dieser, wie viele andere Schatzmeister auch, sowohl im letzten Jahr als auch in diesem Jahr mit schwierigsten Bedingungen und diversen Fördertöpfen zu kämpfen hatte und dafür einen immensen ehrenamtlichen Arbeitsaufwand hatte und noch haben wird, bedankte sich der Vorstand bei ihm mit einem sehr persönlichen Geschenk in Form eines besonderen Drucks des KG-Enblems plus einem Gutschein für ihn und seine Frau.

Obwohl die bisherigen Veranstaltungsabsagen natürlich alle schmerzen, betonte der Axel Kraemer, daß der Vorstand auch weiterhin versuchen werde, mögliche Alternativen zu schaffen. „Mit der heutigen Veranstaltung haben wir, wie bereits schon mit unserem Sessionsauftakt im November, gezeigt, daß mehr geht als in der letzten Session. Wir sind zuversichtlich und hoffnungsfroh, daß noch weitere Aktivitäten möglich sein werden.“

Dass Kreativität gefragt ist, erfuhren übrigens alle Teilnehmer gleich vor Beginn des Dreikünnge-Appells. Die „Zeltorden“, die eigentlich an diesem Wochenende für die leider abgesagten drei Sitzungen im Zelt auf dem Neumarkt mit über 5.500 Gästen vorgesehen waren, kamen stattdessen in anderer Weise zum Einsatz. Nämlich als Nachweis für jeden, der die strenge „Geimpft-Getestet“-Kontrolle beim Einlaß durchlaufen hatte.

Weitere Auszeichnungen:
• Ratsherren: Sven Hellmold, Willi Köhler, Sebastian Scheer
• für 11 Jahre Mitgliedschaft: Ernst Braun, Christoph Förster, Hannspeter Henseler, Roland Pfeifer, Dr. Hermann Rudolphi
• für 25 Jahre Mitgliedschaft: Prof. Dr. Klaus Fritz, Thomas Müsgen
• Casino Orden: Sven Hellmold, Sebastian Pütz
• Ehrenmitglieder KG: Frank Homilius, Ewald Kappes
• KG Bronze: Martin Syrek

Quelle (Text): K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.; (Foto/s): Hans Renn




Prinzen-Garde Köln: Absage Veranstaltungen Session 2022

Das Festkomitee Kölner Karneval sowie die Landesregierung NRW haben zu einer freiwilligen Absage der karnevalistischen Saalveranstaltungen der Session 2022 aufgerufen, um eine Ausbreitung des Corona-Virus nicht zu forcieren. Die Prinzen-Garde ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und Vorbildfunktion in dieser Situation bewusst und hat sich daher zur Absage der o.g. Veranstaltungen entschieden. Unsere Gäste erhalten gezahlte Eintrittsgelder zurückerstattet.

Von der freiwilligen Absage sind unserer Karnevalsbälle mit Partycharakter nicht betroffen, da sie gemäß Corona-Schutzverordnung (CoronaSchVO) aktuell ohnehin verboten sind. Dieses Verbot endet zwar am 12. Januar 2022, eine Verlängerung ist aber wahrscheinlich, so daß auch diese Eintrittsgelder ggf. erstattet werden.

Wir sind sehr traurig über diese Entwicklung, zumal wir uns auf jede nur denkbare Situation und jedes Szenario akribisch vorbereitet hatten. Wir sind deshalb auch vorbereitet, sollte sich eine Möglichkeit eröffnen, kleinere Veranstaltungen durchzuführen. Ganz sicher ist außerdem, daß wir Hoffnung und Zuversicht nicht aufgeben. „Wat och paßeet, mer stonn zesamme“ ist nicht nur unser selbst gegebenes Motto, es ist unsere Motivation, mit der wir auch durch diese Zeit gehen.

Die Absage der Prinzen-Garde Köln betrifft nachfolgende Sitzungsveranstaltungen

8. Januar 2022 Prunksitzung, Maritim Hotel Köln
13. Januar 2022 Kostümsitzung, Maritim Hotel Köln
16. Januar 2022 Herrensitzung, Maritim Hotel Köln
22. Januar 2022 Prunksitzung, Gürzenich
27. Januar 2022 Fest in weiss-rot, Gürzenich
29. Januar 2022 Kostümsitzung, Maritim Hotel Köln
3. Februar 2022 Damensitzung, Gürzenich
5. Februar 2022 Prunksitzung, Maritim Hotel Köln
12. Februar 2022 Prunksitzung, Maritim Hotel Köln
17.Februar 2022 Kostümsitzung, Gürzenich

Quelle: Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.




1. Damengarde Coeln: Absage Veranstaltungen Session 2021/2022

In Anbetracht steigender Inzidenzen sieht sich die Damengarde in der Verantwortung und hat sich entschieden, die für die Session geplanten Veranstaltungen vollständig abzusagen. Denn Karneval bedeutet nicht nur ausgelassen, sondern auch verantwortungsvoll zu feiern und, wenn nötig, sogar ganz auf das gemeinsame Feiern zu verzichten. Also heißt es: #jeckmitverantwortung.

Damit folgt die Damengarde der Empfehlung der Landesregierung NRW sowie des Festkomitees Kölner Karneval vom 14. Dezember 2021, keine Karnevalssitzungen in Innenräumen durchzuführen.

Präsidentin Barbara Brüninghaus: „Schweren Herzens sagen wir unsere Veranstaltungen ab. So gerne wir endlich wieder ausgelassen gefeiert hätten, so sehr sehen wir uns nicht nur in der Verantwortung gegenüber unseren Gästen und Mitgliedern, sondern auch in einer gesellschaftlichen Verantwortung. Mit der Absage möchten wir unseren Teil zur Eindämmung der Pandemie beitragen.“

Von der Absage sind die folgenden Veranstaltungen der Damengarde betroffen:

  • 01.2022: Urkölsche Sitzung – Hotel Maritim, Saal Heumarkt
  • 13.02.2022: Prix de la Bütt – Gloria Köln

Quelle: 1. Damengarde Coeln 2014 e.V.




Kölner Narren-Zunft sagt freiwillig Veranstaltungen ab

Die Kölner Narren-Zunft hat sich über die Feiertage bis zum Dienstag (4. Januar 2022) dieser Woche weiterhin intensiv mit verschiedenen Ansprechpartnern über die aktuelle Situation rund um die Empfehlung zur freiwilligen Absage von Karnevalssitzungen in Innenräumen ausgetauscht. Nach mehrstündigen Diskussionen des geschäftsführenden Vorstands stand die Entscheidung fest, die KNZ-Bannerhär (Präsident) Thomas Brauckmann sichtlich emotional kommentierte: „Wir stehen zu unserer gesundheitlichen und gesellschaftlichen Verantwortung in der Corona-Pandemie und übernehmen diese im Schulterschluß mit vielen anderen Kölner Karnevalsgesellschaften. Leider gibt es immer noch keine endgültige Klarheit zu vielen mit der Absageempfehlung verbundenen Fragestellungen. Aber nach weiteren Gesprächen vertrauen wir auf die Zusage der NRW-Landesregierung hinsichtlich der Nutzbarkeit des Kultur-Sonderfonds des Bundes.“

Im Detail sagt die Kölner Narren-Zunft freiwillig die folgenden Veranstaltungen ab und wird innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen bereits bezahlte Karten erstatten:

– Mädchersitzung (16. Januar 2022 / Kristallsaal, Koelnmesse)– Traditioneller Herrenfrühschoppen (23. Januar 2022 / Mercure Hotel)
– Damenfrühschoppen (23. Januar 2022 / Lindner Hotel City Plaza)
– Große Kostümsitzung mit Damen (4. Februar 2022 / Kristallsaal, Koelnmesse)
– Traditionelle Blaue Montagssitzung (21. Februar 2022 / Kristallsaal, Koelnmesse)

Aufgrund der Absage des Schull- und Veedelszochs am Karnevalssonntag und der bereits angekündigten Änderungen für den Rosenmontagszug, werden darüber hinaus seitens der gemeinnützigen GmbH der Kölner Narren-Zunft auch die Tribünenbesuche für beide Tage abgesagt und bereits bezahlte Tickets ebenfalls zurückerstattet.

Die legendäre Keine-Nacht-Zuhause-Party am 25. Februar 2022 im Tanzbrunnen ist von der Absage ausgenommen, da sie gemäß der aktuellen behördlichen Vorgaben nicht stattfinden darf und eine Verlängerung dieses Verbotes zu erwarten ist. Hierzu wird die KNZ dann zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen bekanntgeben.

Quelle und Grafik: Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.




Blaue Funken: Information zu den Veranstaltungen der  Session 2021/2022

Aufgrund der Vorgaben der bestehenden Corona-Schutzverordnung sowie der Absprache des Festkomitee Kölner Karneval mit der NRW-Landesregierung hat die Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. in der Verantwortung für die Gesundheit ihrer Gäste, Freunde und Mitglieder beschlossen, folgende Veranstaltungen vollständig abzusagen:

– Festsitzung am 14. Januar 2022 im Gürzenich
– Alaaf les Bleus am 19. Januar 2022 im Gürzenich
– Mädchersitzung am 20. Januar 2022 im Gürzenich
– Funkenkostümsitzung am 29. Januar 2022 im Gürzenich
– Funke… janz höösch am 30. Januar 2022 in der Flora
– Närrische Kostümsitzung am 11. Februar 2022 im Maritim Hotel
– Funkenkostümsitzung am 12. Februar 2022 im Kristallsaal
– Kostümsitzung am 18. Februar 2022 im Maritim Hotel

Der Regimentsappell der Blauen Funken, der ursprünglich für den 10. Januar 2022 im Gürzenich geplant war, wird ebenfalls an diesem Tag nicht stattfinden.

Aufgrund der Absage des Rosenmontagszuges durch das Festkomitee Kölner Karneval ist auch die Rosenmontagstribüne der Blauen Funken am 28.02.2022 betroffen.

Von dieser freiwilligen Absage sind derzeit das „Fest in Blau“ im Gürzenich und die „blu|white – Karneval meets Clubbing“ im Bootshaus Cologne noch nicht betroffen, da sie derzeit ohnehin verboten sind. Sobald zu diesen beiden Veranstaltungen neue Informationen vorliegen, werden diese sofort veröffentlicht.

Die Gesellschaft wird kurzfristig alle Gäste kontaktieren und die Modalitäten für die Abwicklung der bereits gekauften Karten übermitteln.

Die Blauen Funken bedauern diese Entscheidung sehr, sehen aber aufgrund der immer noch andauernden Pandemie keine andere Möglichkeit. Dennoch glauben die Blauen Funken weiterhin an die Kraft des Karnevals und entwickeln derzeit unterschiedliche pandemie-konforme Alternativen. Sobald Details und Termine dafür feststehen, informiert die Gesellschaft über alle zur Verfügung stehenden Kanäle.

Quelle und Grafik: Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. – Blaue Funken




Gemeinsame Pressemitteilung der neun Traditionskorps im Kölner Karneval zu den Veranstaltungen der Session 2021/2022

Aufgrund der Vorgaben der bestehenden Corona-Schutzverordnung sowie der Absprache des Festkomitees Kölner Karneval mit der NRW-Landesregierung haben die neun Traditionskorps (Kölsche Funke rut-wieß, Kölner Funken Artillerie blau weiß, EhrenGarde der Stadt Köln, Nippeser Bürgerwehr, Bürgergarde „blau-gold“, Prinzen-Garde Köln, Altstädter Köln, Reiter-Korps „Jan von Werth“, Treuer Husar) im Kölner Karneval in der Verantwortung für die Gesundheit ihrer Gäste, Freunde und Mitglieder beschlossen, einen Großteil der Karnevalssitzungen in Innenräumen abzusagen. Die Details zu einzelnen Sitzungen werden die Gesellschaften separat veröffentlichen.

Die Traditionskorps werden kurzfristig alle Gäste kontaktieren und die Details für die Rückabwicklung der bereits verkauften Karten übermitteln.

Von dieser freiwilligen Absage sind derzeit die großen Tanzveranstaltungen und Bälle noch nicht betroffen, da sie derzeit ohnehin verboten sind. Sobald neue Informationen vorliegen, werden diese ebenfalls separat durch die einzelnen Gesellschaften veröffentlicht.

Die neun Traditionskorps bedauern diese Entscheidung sehr, sehen aber aufgrund ihrer Verantwortung keine andere Möglichkeit, um auch Schaden vom immateriellen Kulturerbe Rheinischer Karneval sowie der Stadt Köln fernzuhalten. Diese Absage ist mit dem Wunsch verbunden, möglichst schnell eine höhere Impfquote in der Bevölkerung zu erzielen, um bald wieder den Karneval in der Form, wie wir ihn lieben, feiern zu können und unsere Kultur zu leben.

Für den späteren Teil der Session werden – je nach pandemischer Lage und Vertretbarkeit – unterschiedliche pandemiekonforme Aktionen und kleinere Formate geplant, um unseren Fastelovend in einer alternativen Form erleben zu können. Die einzelnen Traditionskorps werden dazu weiter informieren, sobald Details und Termine dafür feststehen.

Quelle (Text): Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. – Blaue Funken; (Grafik): Traditionskorps des Kölner Karnevals




Kölner Karneval: Domgottesdienst für Karnevalisten wird live für alle Jecken übertragen

Msgr. Robert Kleine im Kölner Dom

In der vergangenen Session hatten die Jecken aufgrund der Corona-Pandemie noch drauf verzichten müssen, in diesem Jahr findet der Domgottesdienst für Kölner Karnevalisten wieder statt und wird via Live-Stream allen Interessierten zugänglich gemacht. Erstmals findet der Gottesdienst zudem am Wochenende nach der Proklamation statt, so daß das Kölner Dreigestirn und das Kölner Kinderdreigestirn im vollen Ornat teilnehmen können.

Der Domgottesdienst für Kölner Karnevalisten wird bereits seit 2007 veranstaltet und seit einigen Jahren als ökumenischer Gottesdienst gefeiert. In diesem Jahr leiten den Gottesdienst der Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine sowie der evangelische Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger. „Der Gottesdienst ist für uns inzwischen ein fester Bestandteil der Karnevalszeit, und wir freuen uns sehr, wieder im Kölner Dom um den Segen für die Session bitten zu dürfen“, betont Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Gerade in Krisenzeiten, wie wir sie aktuell erleben, ist der Glaube für viele Menschen eine wichtige Stütze. Die enge Verbindung zwischen Kirche und Karneval liegt uns deshalb besonders am Herzen.“

Der Gottesdienst für Karnevalisten gehört in regulären Jahren zu den am besten besuchten Gottesdiensten im Kölner Dom. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie wird er in diesem Jahr allerdings nur im kleinen Teilnehmerkreis stattfinden und nicht öffentlich zugänglich sein. Die Veranstaltung wird aber live übertragen auf den Kanälen des Festkomitees und des Domradios:

Samstag, 8. Januar 2022, 12.00 Uhr
www.koelnerkarneval.de
https://www.facebook.com/koelnerkarneval.de
https://www.domradio.de/web-tv/wort-gottes-feier-zur-eroeffnung-der-karnevalssession

Quelle: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V./Costa Belibasakis




Kölner Karneval: Designiertes Kölner Dreigestirn erhält Schlüssel zur Hofburg

V.l.n.r.: Jo Weber, Hoteldirektor Frank Schönherr, Dr. Björn Braun, Sven Oleff, Gereon Glasemacher, Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, Michael Bisdorff

Im kleinen Rahmen fand heute der „Einzug in die Hofburg“ des designierten Kölner Dreigestirns 2022 statt. Herbergsvater und Hoteldirektor Frank Schönherr übergab symbolisch einen großen Schlüssel an den designierten „Prinz Sven I.“ (Oleff), den designierten „Bauern Gereon“ (Glasemacher) und die designierte „Jungfrau Gerdemie“ (Dr. Björn Braun).

Das Dorint Hotel am Heumarkt stellt in dieser Session bereits zum vierten Mal große Teile der siebten Etage dem Kölner Dreigestirn und seiner Adjutantur als offizielle Hofburg zur Verfügung. „Auch wenn wieder all unsere Planungen für die Session durcheinandergeworfen wurden, freuen wir uns sehr, daß diese Konstante bleibt“, betont Frank Schönherr. „Der Karneval ist wichtig für die Kölnerinnen und Kölner, und wir unterstützen das Dreigestirn sehr gerne dabei, ein bißchen Fastelovend in der Stadt zu verbreiten.“

V.l.n.r.: Dr. Björn Braun (designierte Jungfrau), Hoteldirektor Frank Schönherr, Sven Oleff (designierter Prinz), FK-Präsident Christoph Kuckelkorn, Gereon Glasemacher (designierter Bauer)

Das Kölner Dreigestirn wird anders als in normalen Sessionen allerdings nicht durchgehend im Hotel wohnen, da Sitzungen und Bälle 2022 erneut ausfallen. „Wir konzentrieren uns in den kommenden Wochen vor allem auf soziale Termine an den Wochenenden“, erklärt der designierte Prinz. „Da ist es eine enorme Erleichterung, das Dorint als Basis und Ausgangspunkt für Termine nutzen zu können. Hier können wir uns umziehen, vorbereiten und zwischendrin auch mal durchatmen.“

In Vorbereitung auf die Session hatte das Dorint Hotel den Eingangsbereich umgestaltet und so mehr Platz für Karnevalsveranstaltungen geschaffen. Auch wenn ausgelassene Feiern wohl erst in der Session 2023 wieder möglich sein werden, bleibt Harry’s New York Bar durchgehend für das Kölner Dreigestirn und andere Jecken geöffnet.

Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto/s): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V./Costa Belibasakis




Typisch Kölsch 4/2021

Von Heike, Niklas und Schosch Jäckel und Gastbeiträgen und Presseinformationen von
Daniela Decker, Klaus Huber (khu), Angela Kanya-Stausberg (aks), Andreas Klein (akl), Cornelia Klinger, Nadine Sprung (nsp), Anne Gelb-Wintrich (agw), Annette Quast (aq), Hans-Peter Specht (hps), Alte Kölner KG Schnüsse Tring 1901 e.V./Frank Joisten/Achim Kaschny/Dieter Kaspers †, Altstädter Köln e.V./Bernd Kalkum/Hubert Koch/Peter A. Schaaf/Heinz Schulte, Bürgergarde blau-gold von 1904 e.V. Köln/Michael Flock/Andreas Alper, Die Grosse von 1823 Karnevalsgesellschaft Köln e.V./Jürgen Hoffmann/Bernd Cordsen, EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V./Manfred Damaschke, Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V., Große Allgemeine KG von 1900 Köln e.V./Anne Gelb-Wintrich (agw), Max Rheinländer, GKG Greesberger Köln e.V. von 1852 e.V./Georg Steinhausen (gs), G.M.K.G. Große Mülheimer K.G. e.V. gegr. 1903/Heribert Erschfeld, Kleine Erdmännchen e.V., Klub Kölner Karnevalisten 1950 e.V., Kölner Funken Artillerie blau-weiß von 1870 e.V. – Blaue Funken/Jürgen Stelter/Dr. Armin Hofmann, KG Kölsche Grielächer vun 1927 e.V./Henry Schroll (hsch)/Norbert Subal, Karnevalsgesellschaft Müllemer Junge – Alt-Mülheim e.V. von 1951/Silke Dick/Siegfried Schaarschmidt, K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V., KG Original Kölsche Domputzer von 1979 e.V., KG Schlenderhaner Lumpe e.V./Jürgen Knaack/Jochen Wechsler, KG UHU von 1924 e.V. Köln-Dellbrück/Frank Udelhofen/Axel Wölk, KKG Blomekörfge 1867 e.V./Wilfried Schmitt, KKG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V./Jutta Frey (jfr)/Conelia Klinger, KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V./Armin Orichel (ao)/Erich Ströbel, KKG Stromlose Ader e.V. von 1937/Hans-Peter Limburg, Literatenstammtisch gegr. 1951, Medienklaafer – Pressesprecher-Stammtisch Kölner Karnevalsgesellschaften von 1997, Muuzemändelcher – Die Kölner Karnevalisten 1949 e.V., Prinzen-Garde Köln 1906 e.V./Helmut Urbach †/Dr. Gerd Wirtz, Reiter-Korps „Jan von Werth“ 1925 e.V./Heinz Keller (hke)/Ralf Neuerburg/Jochen Pöttgen, Rote Funken – Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V./Dieter Szary, Sr. Tollität Luftflotte 1926 e.V., Stammtisch Kölner Karnevalisten 1951 e.V., StattGarde Colonia Ahoj e.V./Sascha Krüger/Jörg Esser, Traditionstanzgruppe Hellige Knäächte un Mägde e.V., Treuer Husar Blau-Gelb 1925 e.V. Köln/Heiner Beermann/Peter Lautenschläger/Heinz Leuther/Franz Wallfraff jun., Willi Ostermann Gesellschaft Köln 1967 e.V./Cornelia Klinger, ARENA Management GmbH Presse -und Öffentlichkeitsarbeit (LANXESSarena), Bläck Fööss/Anne Altschuck/Bruno Eichel †, BRINGS, center.tv, De Räuber – Räuber, Domstädter Köln e. V., Domstürmer, EMI Music/Rhingtön, G.M.K.G./Veranstaltungsservice G.M.K.G., himmel & ääd e.V. Höhner, KölnKongress GmbH, koelnmesse GmbH (InterKarneval), KölnTourismus GmbH, Kribbelköpp, LVR-Kommunikation, MD Mediendienst/Manfred Damschke, Mrs. Q – Kulturnews/Annette Quast, Orden Bley Prägaform Bonn, Presse Promotion EMM & Rhingtön, Radio Köln 107,1/Klaus Huber, Südwest Rundfunk (SWR), Die Talentschneider – Alex Dick/papallapap, TSC-Rheinfeuer Koblenz e.V., Westdeutscher Rundfunk/Pressestelle, www.jeck-op-kölsch.de/Hans-Peter Specht (hps), www.koelsche-fastelovend.de,/Andreas Klein (akl), www.mrsq-kulturnews.de/Annette Quast, www.orden.com, ZIK  †.

 

Bildnachweis und Grafik:
alaaaf GbR Karneval und mehr (alaaaf.de), Alte Kölner KG Schnüsse Tring 1901 e.V., Altstädter Köln 1922 e.V., Anne Gelb-Wintrich, Joachim Badura, Joachim Badura/Festkomitee Kölner Karneval 1823 e.V., Erich Bädorf, Kurt Braun †, center-tv Köln, Cheerleader des 1. FC Köln, Dat Kölsche Rattepack, Stefan Dößereck, Udo Eulgem (Grafik Närrisches TV-Journal ©), Jutta Frey/KKG Fidele Zunftbrüder von 1919 e.V., G.M.K.G. Große Mülheimer Karnevals-Gesellschaft/Veranstaltungsservice G.M.K.G., Klaus Huber/Radio Köln 107,1, Hans-Georg Schosch Jäckel, Heike Jäckel, Lucca Jäckel, Niklas Jäckel, Yannick Jäckel, Karnevalsgesellschaft Müllemer Junge – Alt-Mülheim e.V. von 1951, K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V., Andreas Klein, KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V., KölnKongress GmbH, Koelnmesse, Helmut Köppe, Kribbelköpp, Willi Kurth †, LVR/Strödter, Dirk Merten/TSC-Rheinfeuer Koblenz e.V., Klaus Michels, Privatbrauerei Gaffel, Annette Quast, Erich Radermacher, Reiter-Korps „Jan von Werth“ 1925 e.V., Joachim Rieger/Festkomitee Kölner Karneval 1823 e.V., Hans-Peter Specht, Stadt Köln/KölnTourismus, Strobel/Festkomitee Kölner Karneval, Frank Tewes/Dat wor et , Jupp Virnich, Bernhard Vosen, WDR Pressestelle, www.jeck-op-koelsch.de/Hans-Peter Specht, www.kammerkaetzchen.de, www.koelsche fastelovend.de/AndreasKlein/Nadine Sprung, www.mrsq-kulturnews.de/Annette Quast, www.orden.com, ZIK †.




Kölner Karneval: Proklamation der Kölner Dreigestirne als TV-Produktion

Die Proklamation des Kölner Dreigestirns 2022 findet wie geplant am 7. Januar 2022 im Gürzenich zu Köln statt – ohne Publikum, aber zusammen mit dem Kölner Kinderdreigestirn. Das hat das Festkomitee Kölner Karneval gemeinsam mit dem WDR entschieden. „Auch ohne Sitzungen und Bälle brauchen wir ein großes und ein kleines Kölner Dreigestirn“, betont Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees. „Eine Session besteht nicht nur aus dem gemeinsamen Feiern, sondern vor allem auch aus vielen sozialen Terminen. Diese sind wichtig, um etwa Spendengelder für karitative Vereine zu sammeln und nicht zuletzt, um Menschen ein bisschen Trost und Freude zu schenken. An diesen Terminen wollen wir so weit wie möglich festhalten.“ In einer regulären Session besuchen die Kölner Dreigestirne im kleinen Rahmen Krankenhäuser, Altenheime, Hospize, Schulen und Kindergärten und andere soziale Einrichtungen wie die Bahnhofsmission oder den Vringstreff für Wohnungslose.

 Das designierte Kölner Dreigestirn (v.l.n.r.: Dr. Björn Braun, Sven Oleff und Gereon Glasemacher), hier im Archivbild von deren Pressevorstellung am 26. Oktober 2020

Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird nun am 7. Januar 2022 dem designierten “Prinz Sven I.“ (Oleff), dem designierten „Bauern Gereon“ (Glasemacher) und der designierten „Jungfrau Gerdemie“ (Dr. Björn Braun) die Insignien überreichen und sie damit offiziell ins Amt heben. „Als erstes Dreigestirn in der Geschichte des Kölner Karnevals dürfen wir zwei Jahre dieses Amt bekleiden. Auch wenn sie anders als erwartet wird, freuen wir uns dennoch auf unsere zweite Session, die sicherlich noch mit einigen Überraschungen aufwarten wird“, erzählt Sven Oleff. „Wir haben in der vergangenen Session an ganz vielen Stellen gespürt, wie wichtig den Menschen der Karneval gerade in so einer Krisenzeit ist. Wenn wir in den kommenden Wochen wieder ein wenig helfen können, die kölschen Jecken durch diese schwere Zeit zu bringen, dann stellen wir uns voller Überzeugung dieser Aufgabe und übernehmen Verantwortung.“

Bei der Proklamation mit dabei sind viele bekannte Kölner Karnevalskünstler wie die „Bläck Fööss“, die „Höhner“ und „cat ballou“ sowie Jörg Runge, Jens Singer und Jürgen Beckers, die den Jecken zu Hause Fastelovendsjeföhl in die heimischen Wohnzimmer bringen werden. Auch das Kölner Kinderdreigestirn wird an diesem Tag auf der Bühne stehen und von Oberbürgermeisterin Henriette Reker seine Insignien erhalten: der designierte „Kinderprinz Felix I.“ (Diederichs), der designierte „Kinderbauer Robin“ (Robin Valentin Fischenich) und die designierte „Kinderjungfrau Helena“ (Baum). Die ursprünglich geplante Proklamation des Kinderdreigestirns im Tanzbrunnen mit 1.500 Kindern wurde aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklungen abgesagt.

Quelle und Grafik: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; Archivbild: © 2021 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Nippeser Bürgerwehr: Absage Nippeser Dienstagszug 2022

Nach Bewertung der aktuellen Lage hat die Karnevalsgesellschaft KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V. beschlossen, den Nippeser Dienstagszug am 1. März 2022 abzusagen. Aufgrund der besonderen Situation sehen die Appelsinefunke, die Veranstalter des traditionsreichen Veedelsumzugs sind, keine Möglichkeit der Durchführung im kommenden Jahr. Bereits jetzt sind die Gesamtauflagen nicht zu erfüllen. Der offene und stetige Austausch mit den teilnehmenden Gruppen sowie die Rückmeldungen sind ein großer Vertrauensbeweis an die Zugleitung. Stefan „Schlambo“ Buschmann und Marius Broicher, das Dienstagszugleitergespann, stellen fest: „Gerade deshalb übernehmen wir hiermit die Verantwortung und sagen diesen Zug, so schwer es uns fällt, zum jetzigen Zeitpunkt ab.“

Das Spannungsfeld zwischen sehr hohen behördlichen Auflagen, dem hohen Gut des Gesundheitsschutzes aller Beteiligten sowie der daraus resultierenden hohen Kosten für Gäste, Zugteilnehmenden und Gesellschaft zwingen die Nippeser Bürgerwehr zu diesem traurigen Schritt. Wenn es die Situation im Februar 2022 zuläßt, wird sich die Gesellschaft über mögliche Alternativveranstaltungen am Tag des Nippeser Dienstagszuges entsprechend äußern.

Quelle: Kölner Karnevalsgesellschaft Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V.




Kölner Karneval: Kleines Rosenmontagsfest statt großem Zoch geplant

Das Festkomitee Kölner Karneval plant für den Rosenmontag intensiv an Alternativen zum klassischen Zoch. Das hat Zugleiter Holger Kirsch heute bekannt gegeben. „In Anbetracht der Prognosen zur Omikron-Variante gehen wir derzeit davon aus, daß ein normaler Rosenmontagszug mit Hunderttausenden von Zuschauern nicht möglich sein wird. Aber natürlich beobachten wir die Corona-Lage weiterhin sehr genau und prüfen, welche Alternativen Konzepte kurzfristig möglich sein könnten, um den kölschen Jecken trotzdem einen besonderen Rosenmontag zu bereiten.” Wichtigstes Element bleiben dabei die Persiflagen, mit denen sich der Karneval zu politischen und gesellschaftskritischen Themen äußert. „Die wird es auf jeden Fall auch in diesem Jahr zu sehen geben”, versichert Holger Kirsch. Da der Rosenmontagszug nicht den üblichen Zochweg nutzen wird, haben die Freunde und Förderer des kölnischen Brauchtums die Schull- un Veedelszöch abgesagt. Deren Zugleiter Willi Stoffel erklärt dazu: „Unsere komplette Logistik baut auf der Infrastruktur des Rosenmontagszuges auf. Ein Alleingang ist für uns deshalb nicht denkbar, zumal ja auch die Zöch am Sonntag Hundertausende in die Innenstadt locken. Wir verstehen, dass das Festkomitee unterschiedliche Alternativen durchspielt. Aber für die Schulen und Veedelsvereine, die nur wenige personelle und finanzielle Ressourcen haben, wollen wir jetzt Klarheit schaffen. Daher haben wir uns entschlossen, die Schull- un Veedelszöch schweren Herzens für 2022 abzusagen.”

Schon im ersten Jahr der Corona-Pandemie hatte das Team der Zugleitung für den Rosenmontag unterschiedliche Konzepte erarbeitet. Diese werden nun erneut auf Machbarkeit geprüft. Dazu zählte etwa das sogenannte Platzkonzept, eine Variante, bei der die Persiflage-Wagen auf verschiedenen Plätzen in den Kölner Veedeln als Ausstellungsstücke zu sehen sein sollten. Oder die Rio-Variante mit festen Tribünen auf beiden Seiten eines deutlich verkürzten Zugweges, wo auf Sitzplätzen im Außenbereich Abstände optimal eingehalten und eine personengenaue Rückverfolgung gewährleistet wäre. Nicht zuletzt wurde im Vorjahr auch ein Rosenmontagszug im RheinEngergieSTADION konzipiert. Wenn der FC bis Ende Februar 2022 Corona-konform wieder vor Publikum spielen dürfte, könnte auch diese Alternative ein Weg sein, um unter 2G-Plus-Bedingungen sicher feiern zu können. „All diese Varianten sind natürlich kein Ersatz für einen normalen Rosenmontagszug, das ist allen Beteiligten bewußt”, erklärt Zugleiter Holger Kirsch. „Der Zoch lebt – wie der Karneval insgesamt – von menschlicher Nähe, vom gemeinsamen Erleben einzigartiger Momente. Und dennoch wissen wir aus dem vergangenen Jahr, daß die kölschen Jecken für kleine, auf den ersten Blick verrückte Ideen offen sind. Darauf müssen wir jetzt aufbauen.” Im Vorjahr hatte es in Zusammenarbeit mit dem Kölner Hännesche Thiater einen Zoch im Miniaturformat gegeben, der dann vom WDR in die Wohnzimmer übertragen wurde. „Dabei ist vielen Kölnern während des letztjährigen Lockdowns warm ums Herz geworden. Auch wenn wir diese im wahrsten Sinne des Wortes ‚einmalige‘ Idee nicht noch einmal umsetzen können, wollen wir das Rosenmontagsfest dennoch irgendwie zu den Menschen nach Hause bringen – daran werden wir in den kommenden Wochen intensiv arbeiten. Unsere ersten Ansprechpartner sind dabei die Kölner Karnevalsgesellschaften, die sich nun nicht mehr auf den ‚normalen‘ Zoch vorbereiten. Sobald feststeht, welche Alternativkonzepte Corona zuläßt, werden wir die Gesellschaften in die konkreten Planungen einbinden.”

Quelle und Grafik: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.




Offener Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Lieber Herr Lauterbach,

es ist schade, wie wenig Sie als Rheinländer über den Karneval wissen. Sonst würden Sie sich nicht öffentlich eine Verlegung der Karnevalsaktivitäten in den Sommer wünschen. Der Karneval ist ein Fest im Jahreskreislauf wie Weihnachten oder Ostern. Niemand würde ernsthaft fordern, alle weihnachtlichen Feiern vom Weihnachtsmarkt über die Christmette bis zu den Treffen im Familienkreis auf den Sommer zu verlegen – selbst in Pandemiezeiten nicht.

Als Abgeordneter aus dem Wahlkreis in Köln und Leverkusen sollte man übrigens auch wissen, daß der rheinische Karneval als immaterielles Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland anerkannt ist. Und zwar zu Recht, denn unser Brauchtum besteht eben aus viel mehr als wilden Partys und zügellosem Alkoholkonsum. Ja, beides gibt es auch und beides paßt nicht zur Pandemiesituation – das ist völlig unstrittig. Aber der Karneval gibt den Menschen auch Hoffnung und Zuversicht. Schauen Sie mal in die Schulen, die Kitas, die Krankenhäuser, die Altenheime! Dort erleben Sie, wie Menschen den Karneval im Herzen tragen – und gleichzeitig überaus verantwortungsvoll mit der pandemischen Lage umgehen.

Im gleichen Statement sprechen Sie in dieser Woche davon, daß der Karneval nicht versuchen solle, sich „durchzulavieren”. Genau das macht der organisierte Karneval nicht. Unzählige ehrenamtlich geführte Vereine übernehmen Verantwortung und sagen freiwillig ihre Karnevalssitzungen ab. Wir versuchen dort Orientierung zu geben, wo die Politik es leider versäumt, klare Regeln zu formulieren.

Wir wollen nämlich gerade nicht um jeden Preis feiern. Der Schutz der Gesundheit geht vor, das haben wir in den vergangenen Monaten etliche Male bewiesen: So haben wir vor über einem Jahr bereits eine Aktion gemeinsam mit der Stadt Köln ins Leben gerufen, um die Jecken aufzufordern, am 11. im 11. zu Hause zu bleiben – VOR dem letztjährigen Lockdown übrigens. In der Session haben wir als Festkomitee, aber auch unsere über 130 Mitgliedsgesellschaften Corona-konform den Karneval fühlbar gemacht – mit provisorischen Bühnen vor Altenheimen, Video-Grußbotschaften, virtuellen Sitzungen und anderen kreativen Lösungen. Schon im Sommer haben wir erste Impfaktionen gestartet, um möglichst viele Menschen vom Impfen zu überzeugen. Am 11. im 11. des Jahres 2021 haben die uns angeschlossenen Gesellschaften für Veranstaltungen draußen freiwillig 2G zur Pflicht gemacht – lange BEVOR staatliche Stellen dies vorgeschrieben haben.

All dies ignorieren Sie leider und werfen Bilder von einer Partymeile am 11. im 11., die mit Karneval nichts zu tun hat, mit hervorragend ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen in der Innenstadt in einen Topf. Zugleich ignorieren Sie das Bemühen vieler ehrenamtlich geführter Vereine, auf eigenes Risiko Veranstaltungen in der kommenden Session abzusagen – als seien alle Kölner Karnevalisten unbelehrbare Corona-Leugner. Nein, Herr Lauterbach, das sind wir nicht. Wir erwarten lediglich einen respektvollen Umgang mit dem immateriellen Kulturerbe rheinischer Karneval. Was wir brauchen, sind keine weiteren moralischen Appelle, sondern eine klare Haltung und Unterstützung für die Vereine, Künstler, Saalbetreiber und andere Dienstleister, denen andernfalls durch freiwillige Absagen die Pleite droht.

Apropos Finanzen – eine Anmerkung noch: Wenn Sie schon so wenig Sinn für den Fortbestand der Vereine haben, die das Kulturgut Karneval ehrenamtlich tragen, dann interessieren Sie vielleicht die wirtschaftlichen Eckdaten. Laut einer Studie der Boston Consulting Group liegt die Wertschöpfung des Karnevals alleine in Köln bei 600 Millionen Euro pro Jahr. Davon erhalten die Karnevalsgesellschaften den kleinsten Anteil, aber ohne die von ihnen veranstalteten Sitzungen, Bälle und Karnevalsumzüge haben auch Hotels und Kneipen, Taxifahrer und Kellner, Friseure und Kostümfachgeschäfte keinen Umsatz im Karneval.

Wie gesagt, es ist schade, wie wenig Sie über den rheinischen Karneval wissen. Daher laden wir Sie ein zum Gespräch ins Kölner Karnevalsmuseum. So schnell wie möglich sollten wir dort über Perspektiven für ehrenamtliche Vereine, Künstler und andere Betroffene sprechen. Denn im zweiten Jahr der Pandemie ist das Thema Karneval für viele Menschen sprichwörtlich zu einer ernsten Sache geworden. Kommen Sie aus dem Talkshow-Modus heraus und agieren Sie wie ein Minister! Der Karneval ist bereit, Verantwortung zu tragen. Helfen Sie uns dabei!

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Kuckelkorn
Präsident des Festkomitees Kölner Karneval




Absage Damenparty / Vorstandsbeschluß Session 2022

Nach der neuesten Corona-Schutzverordnung für NRW sowie der Bund-Länderkonferenz vom 21. Dezember 2021 ist das Format der „Damenparty“ der StattGarde am 8. Januar 2022 untersagt. Die StattGarde muß daher die Veranstaltung ausfallen lassen. Bei allem Bedauern begrüßt die StattGarde, daß nun bis Anfang Januar eine klare gesetzliche Regelung gefunden wurde, die für alle gilt. Die Empfehlung des Festkomitees und der Landesregierung, dass Karnevalsveranstaltungen freiwillig abgesagt werden sollten, war insofern nicht glücklich da diese Empfehlung die StattGarde vor besondere Herausforderungen stellt. Die StattGarde ist nicht nur Veranstalter, sondern gleichzeitig auch Künstler, in dessen Rolle eine vertragliche Leistung zu erbringen ist. Die Buchungen der StattGarde als Programmpunkt bei anderen Gesellschaften wären zu erfüllen, sofern die Gastgeber ein Corona-konformes Format sicherstellen. Diese bizarre Situation, eigene Veranstaltungen abzusagen, externe Auftritte aber absolvieren zu müssen ist sowohl vereinsintern, als auch extern nur schwer zu vermitteln und nachzuvollziehen.

Aus diesem Grund wurde zunächst auch nur die „Damenparty“ abgesagt beziehungsweise untersagt. Für die weiteren Veranstaltungen „Jeck op Deck“ am 5. Februar 2022 und die „Matrosenparty“ am 26. Februar 2022 gilt diese Absage explizit noch nicht. Hierzu wartet der Vorstand die erneute Bund-Länderkonferenz am 7. Januar 2022 ab und wird sich hier die Optionen aufrechterhalten, daß zu den dann gültigen Beschlußfassungen in abgespeckter Form und mit Augenmaß gesetzlich erlaubte Veranstaltungen durchgeführt werden könnten. „Auf der einen Seite gilt es dabei den kulturell wichtigen, sozialen und emotionalen Aspekt unserer Veranstaltungen für unsere Mitglieder, Gäste und Künstler zu beachten und auf der anderen Seite darum, einen eventuellen Image-Schaden für den Kölner Karneval als Ganzes zu vermeiden. Gesetzlich zugelassene Veranstaltungen pauschal abzusagen, sollten diese von der Politik und den Experten mit geringem Risiko bewertet werden und dann wieder erlaubt sein sollen, empfinden wir als nicht angezeigt.“ so Kapitän und Präsident André Schulze Isfort.

Darüber hinaus weist die StattGarde daraufhin, daß für alle eventuellen Veranstaltungen und Teilnahmen an den Auftritten die hohen 2-G-Plus-Standards eingehalten werden. Bereits erworbene Tickets für die „Damenparty“ verlieren ihre Gültigkeit; die Kartenpreise werden kurzfristig und vollständig zurückerstattet. Für die noch nicht abgesagten Veranstaltungen bietet die StattGarde Ticketinhabern ab sofort ein kostenloses Rücktrittsrecht an.

Quelle und Grafik: StattGarde Colonia Ahoj e.V.

 




Absage der Blomekörfge-Veranstaltungen

Alles hät sing Zick, leider müssen wir unsere für die laufende Session 2022 geplanten Veranstaltungen absagen. Im Interesse unserer Mitglieder und unserer Gäste und aus Solidarität gegenüber unseren Vertragspartnern sehen wir leider keine andere Möglichkeit.

Die aktuelle Lage beachtend und der Empfehlung des Festkomitees Kölner Karneval folgend, sagen wir schweren Herzens ab:
• Den „Blome Jeck“ im NH Collection Hotel am 30. Januar 2022
• Die „Große Kostümsitzung“ im Ostermannsaal des Sartory am 25.Februar 2022

Die Gesundheit von uns allen geht vor!

Die Mitglieder und der Vorstand des Blomekörfge wünschen ein frohes Weihnachtfest und alles Gute im neuen Jahr 2022.

Quelle und Grafik: KKG Blomekörfge 1867 e.V.




K.G. Alt-Köllen sagt mit Wehmut Veranstaltungen ab – aber wir sehen uns wieder!

Die K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V. hat unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Lage und der Empfehlungen des Festkomitees Kölner Karneval sowie der Landesregierung NRW schweren Herzens beschlossen, die beiden traditionellen Volkssitzungen am 8. und 9. Januar 2022 im Zelt auf dem Neumarkt, die Mädchensitzung „Nümaats Wiever“ am 10. Januar 2022 sowie die Kostümsitzung „Orjenal Kölsch“ am 18. Februar 2022 im Sartory abzusagen.

„Auch wenn unser karnevalistisches Herz blutet, weil wir wieder nicht mit vollem Einsatz feiern und Frohsinn verbreiten können, sind wir uns unserer besonderen Verantwortung bewußt. Sicherheit und Gesundheit stehen an erster Stelle.“, so Axel Kraemer, Pressesprecher und 2. Vorsitzender der K.G. Alt-Köllen.

Ob die vier weiteren geplanten Veranstaltungen, „Fastelovend en d’r Weetschaff“ am 28. Januar 2022 im FRÜH am Dom, die Benefiz-Kneipensitzung „Beim Zappes“ am 10. Februar 2022 im Zum Alten Brauhaus und der „Paprikaball“ am 26. Februar 2022 in der Wolkenburg stattfinden können, wird spätestens bis Mitte Januar geklärt werden.

Alle Mitglieder und Kartenkunden wurden bereits separat angeschrieben und über das weitere Vorgehen informiert. Denjenigen, die statt einer Rückerstattung auf einen Gutschein für Karten der nächsten Session umsteigen, garantiert Alt-Köllen für 2023 eine bevorzugte Platzierung und eine Preisgarantie.

„Wir sind traurig darüber, daß wir in der kommenden Session wieder nicht wie geplant feiern können. Besonders wichtig ist jetzt, nicht die Köpfe hängen zu lassen. Wir müssen zusammenhalten und weitermachen. Schließlich geht es hier um unseren Kölner Karneval, um unseren Fasteleer. Es geht um ein fast 200 Jahre altes Brauchtum, um Traditionen und um Freundschaft. Karneval ist doch so viel mehr als Party. Und natürlich kann man nur Veranstaltungen, aber nicht den Karneval selbst absagen. Wir Kölner tragen den Karneval im Herzen und da wird er auch bleiben. „Alles hät sing Zick“ und jetzt ist eben die Zeit für kreative Ideen und ganz sicher nicht die Zeit um aufzugeben.“, so Stephan Degueldre, neuer Präsident und Literat von Alt-Köllen.

Die neue Situation trifft besonders auch die beiden Tanzgruppen der „Kölsche Harlequins“, die bereits seit zwei Jahren unter schwierigen Bedingungen trainiert haben und jetzt schon wieder auf viele Auftritte verzichten müssen. Auch deshalb versucht die K.G. Alt-Köllen alternative Möglichkeiten zu finden. Es wird bereits mit Hochdruck daran gearbeitet, für die kommende Session mit kreativen Ideen zu zeigen, daß Karneval auch in dieser Session stattfinden wird und Alt-Köllen seinen Beitrag dazu leistet.

Bei aller Enttäuschung und Trauer wünscht Alt-Köllen allen Karnevalistinnen und Karnevalisten, daß niemand den Optimismus, die Zuversicht und den Mut verliert. Karneval im Herzen, Brauchtum und Tradition im Sinn und mit Zusammenhalt ist auch diese Situation zu schaffen. In diesem Sinne wünscht Alt-Köllen allen trotz oder gerade deshalb eine besonders fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Paßt auf Euch und Eure Lieben auf und bleibt gesund. Wir sehen uns wieder!

Quelle und Vereinslwappen: K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.




KG Kölsche Lotterbove e.V. 1957 sagen alle Veranstaltungen in der Session 2022 ab

Am 14. Dezember 2021 wurde in einem Spitzengespräch zwischen der Landesregierung NRW und den Vertretern der großen Karnevalsverbände beschlossen, dass klassische Karnevalssitzungen, sowie Partys und Bälle im Innenbereich auch in der Session 2022 nicht stattfinden können.

„Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, der Empfehlung der Landesregierung NRW und des Festkomitees Kölner Karneval zu folgen und sagen hiermit unsere Karnevalsveranstaltungen 2022 ab,“ teilt Hans-Dieter „Hadi“ Riehl, Pressesprecher der KG Kölsche Lotterbove e.V. 1957 mit.

Konkret betrifft dies die folgenden Veranstaltungen:
–       Damenrednerfrühschoppen am 9. Januar 2022
–       Damensitzung am 23. Januar 2022
–       Herrenrednerfrühschoppen am 13. Februar 2022

„Wir bleiben optimistisch und hoffen 2023 unsere Veranstaltungen wieder durchführen zu können und wünschen auf diesem Wege allen ein ruhiges und erholsames Weihnachtsfest und ein hoffentlich positives Jahr 2022.“

Bleibt gesund!

Quelle und Vereinswappen: KG Kölsche Lotterbove e.V. 1957




Kölner Karneval: Proklamation sowie TV- und Hörfunksitzungen müssen völlig neu geplant werden

Das Festkomitee Kölner Karneval hat heute alle Saalveranstaltungen für die kommende Session, bei denen es selbst als Veranstalter auftritt, abgesagt. Das betrifft die Proklamation des Kölner Dreigestirns und des Kinderdreigestirns sowie alle Fernseh- und Hörfunk-Sitzungen. Zugleich wird derzeit mit Hochdruck an Alternativformaten gearbeitet, die ein wenig kölsches Fastelovendsjeföhl zu den Menschen nach Hause bringen sollen. „Im vergangenen Jahr gab es trotz Lockdown eine ganze Reihe von karnevalistischen Momenten, die wir als Fernsehfilm, Videobotschaft oder TV-Bühnenformat den Kölnern nahebringen konnten”, erklärt Christoph Kuckelkorn. „Das war natürlich kein Ersatz für das Gemeinschaftsgefühl, daß ein persönliches Treffen im Gürzenich oder in anderen Sälen bietet, hat aber gezeigt, daß der Karneval selbst in schweren Zeiten lebt. Wir werden uns immer wieder an die aktuelle Situation der Pandemie anpassen müssen und neue Formate entwickeln. Daran arbeiten wir jetzt Tag und Nacht. Klar ist aber auch: Es wird in dieser Session keinen Sitzungskarneval wie wir ihn kennen, geben können. Denn auch im zweiten Jahr der Pandemie gilt: Die Kölner feiern nicht um jeden Preis Karneval – Sicherheit und Gesundheitsschutz für alle bleiben die obersten Gebote.”

Konkret heißt das für alle Gäste, die Karten für eine der Festkomitee-Veranstaltungen bestellt haben, dass sie heute offiziell per eMail darüber informiert werden, daß die jeweilige Veranstaltung nicht stattfindet. Selbstverständlich erhalten alle Kartenkäufer den vollen Eintrittspreis umgehend automatisch zurückerstattet. Dieser Prozeß soll noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Wenn eventuelle Alternativformate feststehen, werden die Kartenkäufer entsprechend informiert.

Quelle und Grafik: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.

 




Große Höhenhauser KG Naaksühle sagt pandemie-bedingt Karnevalsveranstaltungen ab

Auch die Großen Höhenhauser Naaksühle folgen der Empfehlung des Festkomitee Köln Karneval und des Landes NRW und sagen hiermit alle unseren geplanten Veranstaltungen für die Session 2021/2022 ab.

Diese sind wie folgtdie Veranstaltungen:
Stippeföttche für Botz un Röckchen am 22. Januar 2022
Große Prunk- und Kostümsitzung am 12. Februar 2022
Kinderkostümfest am 20. Februar 2022
Eröffnung des Straßenkarnevals auf dem Wupperplatz an Weiberfastnacht 24. Februar 2022

„Wir sind traurig diesen Weg dieses Jahr nochmal beschreiten zu müssen. Doch sehen wir uns als Karnevalsgesellschaft, angesichts der leider immer noch angespannten

Pandemielage, nach wie vor dazu verpflichtet zum Wohle der Allgemeinheit zu handeln“, teilt Pressesprecherin Daniela Kepper in ihrer Pressemitteilung vom heutigen 16. Dezember 2021 mit.

Quelle und Logo: Große Höhenhauser KG Naaksühle 1949 e.V.




Weihnachtsfeier der Gemeinschaft EHEMALIGER Präsidenten und Festkomitee-Mitarbeiter

v.l.n.r.: Werner Sobik, Uwe Brügemann, FK-Präsident Christoph Kuckelkorn, Dr. Hans-Peter Schnepf

Gestern, am 14. Dezember 2021, fand im Lindner Hotel City Plaza, die alljährliche Weihnachtsfeier der Gemeinschaft ehemalige Präsidenten und Festkomitee-Mitarbeiter statt. Natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln, daß heißt 2G+.

Nach den Begrüßungsworten des neuen Präsidenten Uwe Brüggemann begann ein besinnlicher, lustiger und gemütlicher Abend. Musikalisch untermalt wurde der Abend von Andreas Konrad, der später auch seine Weihnachtsshow präsentierte. Elfi Steickmann, die mit Ihren Weihnachtsgeschichten, welche von Weihnachten von früher und heute erzählen, ließ die Anwesenden in Erinnerungen schwelgen und manch einer fühlte sich in seine Kindheit zurückversetzt und erinnerte sich an die Gerüche und Erlebnisse der Weihnachtszeit in den Kindheitstagen.

Der nächste Höhepunkt war die Einführung in das Amt des neuen Präsidenten Uwe Brüggemann, durch den Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval von 1823 e.V. Christoph Kuckelkorn. Uwe Brüggemann ist kein Unbekannter im Kölner Karneval. Er war lange Jahre Adjutant des Bauern und später der Jungfrau des Kölner Dreigestirns. Danach leistete er Arbeit im Vorstand des Festkomitees, unter anderen in der Funktion der Mitgliederbetreuung. Das ist nur ein kleiner Einblick in die karnevalistischen Stationen von Uwe Brüggemann. Die Einführung wurde nach Ablegen des Eides, wie es sich in Köln gehört, mit einem Alaaf besiegelt.

Es war ein Abend mit vielen Höhenpunkten, bei dem man sich auf die Weihnachtszeit einstimmen konnte, ABER, leider ist auch der schönste Abend einmal vorbei. Somit beendete Uwe Brüggemann den Abend und der Vorstand beschenkte alle Anwesenden mit einem kleinen Paket, welches allerdings erst am Heiligabend geöffnet werden darf, so der Präsident der Gemeinschaft der ehemaligen Präsidenten und Festkomitee-Mitarbeiter.

Quelle: Gemeinschaft EHEMALIGER Präsidenten und Festkomitee-Mitarbeiter e.V.; Foto/s: Daniel Krömpke




Kölner Karneval: Alles hät sing Zick: Karnevalssitzungen in engen Sälen sollen abgesagt werden

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Ein Großteil der Karnevalsveranstaltungen in den Sälen und Veranstaltungszelten an Rhein und Ruhr wird auch 2022 nicht stattfinden können. Das hat ein Spitzengespräch zwischen Vertretern der nordrhein-westfälischen Landesregierung und den Vertretern der großen Karnevalsverbände aus Nordrhein-Westfalen ergeben. Angesichts der gegenwärtigen Infektionslage erscheinen Karnevalspartys und -bälle, aber auch klassische Karnevalssitzungen in Innenbereichen gegenwärtig nicht vertretbar. Es ist zweifelhaft, ob sich an der derzeitigen Bewertung der Lage bis Weiberfastnacht, dem Beginn der heißen Phase des Karnevals Ende Februar, Grundlegendes ändern wird. Insbesondere die Verbreitung der neuen Omikron-Variante und die Fortschritte der Booster-Impfungen müssen dabei in den Blick genommen werden.

„Sicherheit hat oberste Priorität”, erklärte Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Bund Deutscher Karneval im Rahmen der Onlinesitzung am Dienstagmittag (14. Dezember 2021). „Daher wird der organisierte Karneval selbstverständlich seiner Verantwortung im Rahmen der gemeinsamen Anstrengungen zur Bewältigung der Pandemie gerecht werden.” Dafür ist schnellstmögliche Planungssicherheit für die ehrenamtlich geführten und in weiten Teilen gemeinnützigen Vereine überaus wichtig. Die Landesregierung hat in Abstimmung mit der Bundesregierung daher sichergestellt, dass Veranstalter einerseits und Künstler, Technik- und Hilfspersonal sowie Saalbetreiber andererseits bei pandemiebedingten Absagen finanziell unterstützt werden. Auf Bundesebene steht den Betroffenen hierfür der „Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen“ offen, für den die Veranstalter sich bis spätestens 23. Dezember 2021 angemeldet haben müssen. Auf Landesebene besteht mit dem Förderprogramm des MHKBG „Neustart miteinander“ die Möglichkeit, eingetragene Vereine zu unterstützen, die ehrenamtlich getragene, öffentliche Veranstaltungen durchführen. Für Bundesfonds und Landesprogramm ist geklärt: Sie springen unter bestimmten Bedingungen mit Ausfallzahlungen auch dann ein, wenn private Veranstalter beziehungsweise Vereine pandemiebedingt freiwillig die Veranstaltung absagen. Die Landesregierung und die Vertreter des organisierten Karnevals werden im andauernden Austausch dafür Sorge tragen, das vielfältige Vereinswesen im Karneval zu erhalten und durch diese herausfordernde Zeit zu bringen.

Einigkeit herrschte zwischen den Vertretern der Landesregierung und den Vertretern der Karnevalsverbände auch über den Umgang mit dem Straßenkarneval und Karnevalsumzügen. Da diese Veranstaltungen erst Ende Februar stattfinden sollen, erscheint der Zeitpunkt für eine Absage derzeit noch zu früh, zumal das Infektionsrisiko außerhalb von geschlossenen Räumen drastisch geringer ist. Daher soll das Infektionsgeschehen in den kommenden Wochen genau beobachtet und bewertet und erst Ende Januar über eine Durchführung der Karnevalszüge beraten werden.

„Zur anstehenden Karnevalssession gibt es noch viele Fragen, von denen nur einige heute beantwortet werden konnten”, erklärt Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Wir sind aus den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie viele staatliche Einschränkungen gewöhnt. Erhebliche Rechtseingriffe sind angesichts einer zum Glück immer größer werdenden Anzahl geimpfter Personen aber immer schwieriger. Daher kommt es auf die Eigenverantwortung jedes einzelnen, aber auch von Vereinen und Veranstaltern an – auch wenn das für viele eine völlig neue Situation ist. Der Karneval nimmt diese Herausforderung an, indem Saalveranstaltungen auf breiter Front von den jeweiligen Veranstaltern abgesagt werden. Entscheidend ist dabei, dass diese freiwilligen Absagen die ehrenamtlichen Karnevalsgesellschaften und die mit ihnen verbundenen Künstler nicht in den finanziellen Ruin treiben dürfen. Nach dem Gespräch heute sind wir sicher, daß die Landesregierung diese Problematik im Blick behalten und entsprechend gegensteuern wird. Unsere Aufgabe als Karnevalisten wird es nun sein, trotz der Absage von Saalveranstaltungen kleine, kreative Formate zu finden, die den Menschen in dieser nach wie vor schwierigen Zeit ein wenig Karnevalsjeföhl bringen. Im vergangenen Jahr ist uns das zum Beispiel mit dem Rosenmontagszoch im Format des Hänneschen-Theaters gut gelungen.

Presse-Statement im Nachgang zum Austausch der Landesregierung NRW mit den Karnevalsverbänden ab Minute 16:54 https://youtu.be/hw2ExOq7w5Q.

Quelle und Grafik: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; Presse-Statement per Video: Landesregierung Nordrhein-Westfalen