Kölner Narren-Zunft: Klementien der Damen-KG Colombinen sorgen wie Programm für Überraschungen

-hgj/nj- Mit ihrer Mädchensitzung hat auch Kölner Narren-Zunft (KNZ) die Wiederkehr ihres in den beiden vergangenen Jahren verlorengegangenen Sitzungskarnevals eingeläutet. Bedauerlicherweise war der Kristallsaal der Koelnmesse nicht in dem Maße ausverkauft wie man dies vor Corona kannte. Lediglich 75 Prozent der gesamten Auslastung des querangelegten Kongreß- und Messeaales konnten erreicht werden, was den Zuschauern im Saal sicherlich nicht auffiel, da der Kristallsaal über Schiebeelemente verfügt, wodurch eine kleinere Aufteilung erreicht werden kann, oder sogar aus einem größten Säle Kölns mehrere Veranstaltungslocation mit gleichzeitiger Nutzung gemacht werden können. Aber nicht nur die überstandene Corona-Pandemie, sondern auch die seit Monaten rasant steigenden Kosten sollte man mit in Betracht ziehen, daß die Besucherzahlen rückläufig waren.

Der Mädchensitzung allerdings brachte dies keinen Abbruch, da man bei der 142 Jahre alten Gesellschaft ein einzigartiges Programm mit zwölf Programmnummern erlebte. Den Anfang hierbei machte der Elferrat der KNZ selbst, welcher zusammen mit dem Korps der EhrenGarde der Stadt Köln einzog. Mit klassischen Kölner Karnevalsklängen spielten die Musiker des Regimentsspielmannszuges „dat janze Schmölzje“ hinter sich her, wobei es auf dem Podium des Kristalsaals vor dem Elferratstisch als Eröffnung des Bühnenprogramm durch das grün-gelben Traditionskorps eng wurde. Vor diesem musikalisch tänzerischen Repertoire von „Spinat un Ei“, wie man die EhrenGarde aufgrund ihrer Farbgebung auch nennt, begrüßte „Bannerhär“ (Präsident) Thomas Brauckmann mit einem herzlichen Willkommen das Publikum seiner Gesellschaft.

Tänzerisch präsentierte sich nach weiteren Musikstücken der „fünften Jahreszeit“ das Ehren-Garde-Tanzpaar Anna-Sophie Sahm und Davide Giangualano zusammen mit den Kadetten des Tanzkorps, welche allesamt traurig darüber sind, daß ihre Regimentstochter Anna-Sophie mit Aschermittwoch nach zwölf erfolgreichen Jahren Uniform und Stiefel an den Nagel hängt. Nach den perfekt und fehlerfrei getanzten Schritten, galt der Dank allen EhrenGardisten, insbesondere der quirligen Regimentstochter, worauf das gesamte Korps zu den Klängen ihrer Spielleute Platz für „Kasalla“ machten, die mit ihren Hits und neuen Titeln nach dem Fahrplan des Literaten Stefan Knepper vor der Kinder- und Jugendtanzgruppe der Kölner Narren-Zunft ihren Auftritt hatten.

Den Jungs und Mädels der Kinder- und Jugendtanzgruppe kann man nur bescheinigen, daß sie außerhalb der trostlosen Zeit ohne Karneval allesamt sehr fleißig waren und sowohl in ihren Einzeltrainings, wie auch ab Sommer letzten Jahres in der Gemeinschaft, die Harmonie die auf den Bühnen Köln wichtig ist nicht verlernt haben. Hierbei sah man so manche stolze Mama, Oma oder große Schwester, die trotz Jubels das eine oder andere Tränchen der Freude abwischte.

 

Im Programm ging es durch die tatkräftige Unterstützung von Jens Andersen als reaktivierten Literaten Schlag auf Schlag, der den Takt seines Nachfolgers Stefan Knepper einhielt, welcher aufgrund seiner Corona-Infektion zu Hause war und sich sicherlich sehr sehr langweilte. Martin Schopps „Rednerschule“, und das breitgefächerte Repertoire der „Domstürmer“ mit Ohrwürmern, Hits und neuen Lieder zur Session begeisterte vor dem Besuch des Kölner Dreigestirns, die nach dem durch die Mädel umjubelten Einzug das beliebte persönliche Geschenk der KNZ erhielten.

Allgemein ist bekannt das Kölner Dreigestirne grundsätzlich auf persönliche Geschenke verzichten und für ihre karitativen Projekt Spenden annehmen. Bei der KNZ folgt sicherlich noch ein Scheck für EIN HERZ FÜR RENTNER e.V. und wünschdirwas e.V., womit das Trifolium Seniorinnen und Senioren, die sich trotz jahrelanger Arbeit das Nötigste zum Leben nicht leisten können sowie schwer und chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche unterstützt. Gestern allerdings übergab „Bännerhär“ Thomas Brauckmann „Prinz Boris I.“, „Bauer Marco“ und „Jungfrau Agrippina“ die traditionellen und mit Namen gravierten KNZ-Flachmänner, die auch nach ihrem Triumphzug nach Aschermittwoch eine bleibende Erinnerung für Kölns höchste Regenten der Jubelsession zum 200. Geburtstag des domstädtischen Karnevals bleiben.

Sodann gehörte die Bühne wieder bekannten und gefeierten Künstlern, so den „Klüngelköpp“ und ihren Hits, Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“ und nach der frenetisch von den Damen im Saal gefeierten Bühnenpräsenz der StattGarde Colonia Ahoj mit Bordkapelle, Shanty-Chor und den geilsten Schenkeln Kölns, womit das Tanzcorps der Gesellschaft gemeint ist. Nach dieser unglaublichen Bühnenshow, gelang es den „Paveiern“ mit ihren Liedern das jecke weibliche Volk wieder aus ihrer Rage zu holen und den Tag zu beenden. Kurz nach 20.00 Uhr bis in die hereinbrechende Nacht wurde im Foyer mit „DJ Henry“ (Heinz Cöllen) und dem sichtlich erschöpften Elferrat weitergefeiert.

Quelle und Fotos: © 2023 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. 
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Löstige Paulaner feiern Einführung ihres Präsidenten ins Amt mit buntgemischter Kostümsitzung

-hgj/nj- Für alle Karnevalisten hieß es mit dem Jahreswechsel, wieder Fahrt aufzunehmen und mit einem närrischen Neustart den Karneval wieder aufleben zu lassen. Diese Durststrecke hat auch die Löstige Paulaner Karnevalsgesellschaft hinter sich gebracht, die gestern Abend im pullman Cologne ihre Kostümsitzung im fast ausverkauften Ball- und Konrgeßsaal des Kölner Hotels an der Helenenstraße feierten.

Das Programm startete mit dem Einmarsch des Elferrates zusammen mit dem Musikkorps „Schwarz-Rot Köln, bei dem die Musiker über eine halbe Stunde mit kölschen Hits und Medleys dem Publikum im Saal einheizten. Sodann standen nach Gang bis zur Pause „Dä Blötschkopp“ Marc Metzger, die „Bläck Fööss“, „Der Mann für alle Fälle“ Guido Cantz sowie das Kölner Dreigestirn zusammen mit dem Kölner Kinderdreigestirn auf der Bühne. Hieran schloß das tänzerische Aushängeschild der Löstige Paulaner, die 35 Tänzerinnen der Tanzgruppe „Kölner Paulinchen“, auf der Bühne des First-Class-Hotels, den ersten Part der ersten Sitzung nach mehr als zweijähriger Pause waren.

Neben vielen den bereits erlebten närrischen Highlights des Abends gehörte auch der Gänsehautmoment der Vereidigung des neuen Präsidenten Dominik Müller, der den von Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn vorgesprochenen Eid ablegen mußte. Hieran überreichte Thomas Heinen als Vorgänger im Präsidentenamt Dominik Müller die Pritsche der Gesellschaft und legte mit dessen Ehefrau dem neugebackenen Präsidenten die Präsidentenkette der Löstige Paulaner KG um.

Alsdann hieß es beim Auftritt von „Kasalla“ „Alle Jläser huh“, womit die Band dem frischgebackenen Präsidenten gratulierte und weiter Stücke intonierte. Vor dem Tanzcorps „Sr. Tollität Luftflotte“ und den ins Ohr gehenden Liedern der „Klüngelköpp“ im Schlußteil der Kostümsitzung, wurde es süffisant durch die feucht-fröhlich Rede von Volker Weiniger, der wie in jedem Saal aus seinem Leben als „Sitzungspräsident“ hochprozentig berichtete.

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„Rottacher Goaßschnalzer“ bereichern Prunk- und Kostümsitzung der Bürgergarde „blau-gold“

-hgj/nj- Besuch vom Tegernsee hatte gestern Abend (14. Januar 2023) bei ihrer Prunk- und Kostümsitzung die Bürgergarde „blau-gold“ zu begrüßen, wobei die „Rottacher Goaßschnalzer“ gleich ins Programm miteinbezogen wurden und zuvor mit dem Kölschen Fasteleer noch nie aktiv in Berührung gekommen sind. Da der Kristallsaal der Koelnmesse zwar gut gebesetzt, allerdings leider durch die Nachwirkungen der abebbenden Pandemie und der Energiekrise genügend Freiraum gab, konnten die Gäste aus Oberbayern sich mit ihren Fuhrmannpeitschen (Goaßln) passend zum Einmarsch des Korps zu den Klängen des Regimentsspielmannszuges austoben.

Mit fünfzehn Goaßlschnalzern und vier Musikanten, die zusammen mit den Musikern der Kölner Band „Aluis“ ein Lied produziert haben, war dies sowohl für das Publikum des blau-goldenen Traditionskorps, die Gesellschaft selbst, wie auch den Besuchern vom Tegernsee ein besonderes Ereignis. Hiervor hatten die blau-gelben „Tanzmäuse“ ihren Auftritt, und zeigten, daß man auch krisen- und pandemie-geschüttelt nicht aus dem Konzept kommt und selbst in den vergangenen beiden Jahren fleißig für die Jubiläumssession des Kölner Karnevals in 2023 alles perfekt einstudiert hat.

Mit dem Einzug in den Saal und aufs Podium der Messebühne übernahm Markus Wallpott als Präsident und Kommandant der Bürgergarde die Moderation, welcher in seinen Begrüßungsworten den „Rottacher Goaßschnalzer“ für deren Überraschungsauftritt dankte. Währenddessen wartete bereits „Dä Tuppes vom Land“ im Foyer, der als Profi sich noch mit Bürgergardisten und Medienvertretern unterhielt, sowie dem einen oder anderen Fan Autogramm- und Selfie-Wünsche erfüllte.

In seiner Reimrede bewies „Dä Tuppes vum Land“ (Jörg Runge) einmal mehr, daß er nicht nur das tagesaktuelle Weltgeschehen in seine Rede verpacken kann, sondern auch der Einzige Redner seines Faches im rheinischen Karneval ist. Dem dankte das Publikum mit stehendem Applaus und zahlreichen Bravo-Rufen, so daß der brillante Redner durch seine Zugabe mit einigen Minuten zum nächsten Auftritt abreisen konnte. Hiernach folgten nach „Miljö“ und deren Liedern, Guido Cantz in seiner Type als „Der Mann für alle Fälle“ und „cat ballou“ – die aus ihrem reichhaltigen Repertoire alte, bekannte und neue Songs parat hatten -, der Besuch des Kölner Dreigestirns, dessen Darsteller nicht nur Mitglieder des dritten Knubbels der Roten Funken sind, sondern auch allesamt im prfoanen Leben sehr gute Freunde.

In Richtung Abspann des Abends der Prunk- und Kostümsitzung in Blau und Gold hatte Udo Koschollek als Literat und Vizepräsident „Kölns Erste. Tanzgruppe“, die „Hellige Knäächte und Mägde“, die neben ihrem närrischen Sessionsprogramm auch die historischen Tänze aus ihrer Entstehungszeit bis heute überliefern. Als letzte Redner vor den „Höhnern“ stand „Der Sitzungspräsident“ Volker Weiniger auf der Bühne des Kristallsaals, der wie immer ein Kölsch nach dem anderen seiner Leber zuführte und lallenden aus seinem Vereinsleben und den reichhaltigen Thekenbesuchen mit Freunden, Kollegen und seinen Karnevalskameraden der KG „Raderdolle Spritköpp“ von 1493 e.V. zu berichten wußte.

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Festsitzung der Blaue Funken war mit närrischen Highlights und Besuchen zweier Jubiläumsgeseschaften gespickt

-hgj/nj- Nach ihrem erfolgreichen Start in die Session mit der FunkenKostümSitzung blau weiß und hiernach mit dem Regimentsappell, empfing die Kölner Funken Artillerie blau weiß (Blaue Funken) ihr Publikum zur Festsitzung im alt-ehrwürdigen Gürzenich.

Das Opening ihrer Festsitzung, bei der das Publikum aus Nah und Fern trotz ihrer stilvollen Abendgarderobe auch diesjährig wieder sehr feierfreudig war, gönnte sich die Gesellschaft mit dem Aufzug ihres gesamten Korps das Aufspiel des Abends. Allen voran die Spielleute des Regimentsspielmannszuges, welche zum Marsch der Blauen Funken das gesamte „Schmölzje“ auf die Bühne des ältesten noch existierenden Fest- und Tanzhauses geleiteten.

Auf dem Podium angekommen übernahm Präsident und Kommandant Björn Griesemann die Leitung des Abends, der neben profanen Gästen auch eine Vielzahl von werten Ehrengästen und guten Freunden sowie Sponsoren aufs herzlichste begrüßte.

Dem Auditorium seiner Gesellschaft erklärte Björn Griesemann, daß seine Korpskameraden in ihren Federbüschen bis Aschermittwoch neben den blauen-weißen Federn mit zusätzlichen roten Federn eine weitere Farbe tragen, welche nicht als Fehlfarbe angesehen werden soll, sondern als Gratulation zum 200jährigen Bestehen und Wertschätzung ihrer Nachbarn (Rote Funken) am Sachsenring und sozusagen karnevalistischen Urvätern, denen man wie Heinrich von Wittgenstein und gleichgesinnten honorigen Bürgern der Domstadt den heutigen Karneval verdanken kann.

Hiernach gehörte das Podium zwischen Elferrat und Publikum den Akteuren der Artillerietänzer sowie dem Tanzpaar der Blauen Funken Marie Steffen und Christian Prehl, die mit ihren tänzerischen Einlagen in höchster Perfektion als erste Akteure brillierten. Hinzu gehörten weitere karnevalistische Schlager zum Repertoire des Regimentsspielmannszuges der Kölner Funken Artillerie, die nach ihren Zugaben die Bühne für die weiteren karnevalistischen Höhepunkte des Abends frei gaben.

Hier stand Volker Weiniger in seiner Rolle als „Der Sitzungspräsident“ allen voran auf dem Programmzettel von Programmgestalter Gerd Wordazyck, worauf mit dem „Werbefachmann“ Bernd Stelter und sodann der Besuch der diesjährigen närrischen Regenten „Prinz Boris I.“, „Bauer Marco“ und „Jungfrau Aggripina“ folgten. Als Dank für den ersten Besuch erhielt das Kölner Dreigestirn für ihre von Herzen kommenden karitativen Spendenobjekte EIN HERZ FÜR RENTNER e.V. für Seniorinnen und Senioren – die sich trotz jahrelanger Arbeit das Nötigste zum Leben nicht leisten können – sowie wünschdirwas e.V. – für schwer und chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche – eine Spende in Höhe von € 1.111,11. Umjubelt, wie das Kölner Dreigestirn 2023 in den Saal einzog und sich vor den Gästen in Abendkleid und Smoking darstellte, zogen die drei höchsten Repräsentanten des Kölner Fastelovends samt Adjutantur, Hoffriseur, Wache und Prinzenführer wieder aus dem Gürzenich.

In den bevorstehenden rund 60 Minuten bis zur Pause, überraschten die weit über 1.000 Damen und Herren im bekannten Festsaal an der Martinstraße die Tänzerinnen und Tänzer der „Goldenen Hellige Knäächte und Mägde“ der Lyskircher Junge, die wie die Roten Funken zu den Gründern des 1823 reformierten und bis heute erhaltenen Fastelleers unter dem Spitzen des Dom zählen. Vor dem letzten Programmpunkt vor der Pause dankte Björn Griesemann dem Ensemble der „Goldenen Hellige Knäächte und Mägde“ für deren hervorragenden historischen Tänzen ebenfalls mit einem Spendenscheck über € 1.111,11, damit Kölns älteste Tanzgruppe diesen Betrag in die eigene Jugendförderung stecken kann, oder die Festlichkeiten ihres Jubiläums finanziell unterstützt.

Mit dem „Bötschkopp“ (Marc Metzger), der nach seiner kreativen und sodann unfreiwilligen Corona-Pause schlagfertig und eloquent sein Spiel mit Publikum, Servicepersonal, Journalisten sowie der Saalkapelle und dem Elferrat trieb, konnte jeder im Foyer bei Kölsch und Leckereien der Koelncongress Gastronomie die Zeit als Verschnaufpause nutzten, da die zweite Halbzeit garantiert wieder pickepacke voll mit närrischen Highlights nach Blaue Funken-Manier gespickt sein wird.

Mit dem Wiedereinzug in den Gürzenich, nach erholsamer Pause, marschierten zusammen mit dem Elferrat der Blauen Funken auch deren Pendant der Kölsche Funke rut-wieß ein, welche gefühlt mit 300 Roten Funken die Bühne des ehrwürdigen Hauses bis in den hintersten Winkel füllten, so daß zahlreiche Aktive der roten Jubiläumsgesellschaft sich „hinger d´r Britz“ (hinter der Bühne) statt auf der Bühne aufhalten mußten.

Blaue Funken Präsident und Kommandant Björn Griesemann hatte zusätzlich zu den Geschenken, die die Blauen Funken bereits zum Regimentsexerzieren übergeben hatten, nach den Darbietungen des Regimentsspielmannszug sowie den Tänzen des Rote Funken-Tanzpaares Judith Gerwing und Florian Gorny wie auch dem Wibbeln, noch ein kleines Geschenk für die Jubilare parat: ein Korpskreuz und eine Treuemedaille für 11 Jahre, beides aus dem Jahr 1932. Diese werden den Archivschatz der Roten Funken weiter vergrößern.

Sodann verabschiedeten sich die Roten Funken in die Dunkelheit der Nacht, da weitere Gesellschaften auf den Besuch der 200jährigen Jubiläumsgesellschaft von der Ülepooz anstanden. Mit drei weiteren musikalisch wie rhetorischen Darbietungen von „cat ballou“, Guido Cantz („Der Mann für alle Fälle“) und den „Höhner“ endete die Festsitzung der Kölner Funken Artillerie blau weiß, wonach im Foyer des Gürzenich bis in die Dämmerung des Samstags kräftig weitergefeiert wurde.

Quelle (Text): © 2023 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. / Michael Nopens, Knut Walter
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Altstädter Köln begeistern mit karnevalistischer Auszeit vom Alltagsleben

-hgj/nj- Ein annähernd ausverkauftes Haus konnten die Altstädter Köln bei ihrer Kostümsitzung im Großen Fest- und Bankettsaal des Maritim Hotel am Kölner Heumarkt verzeichnen. Hierbei brillierte das grün-rote Traditionskorps des Kölner Karnevals mit den Auftritten zwei Tanzcorps, zweier Traditionskorps, drei bekannten Bands des Kölschen Fasteleers, sowie dem Kölner Dreigestirn und drei stadtbekannten Rednern, die den Gästen der Altstädter eine fünfeinhalbstündige Auszeit vom Alltagsleben präsentierten.

 

Beginnen durften die „Pänz“ der „Kölsche Dillendöppcher“, die als Kinder- und Jugendtanzgruppe unter dem Patronat der Altstädter stehen und gleich zu Beginn des kurzweiligen Abends für die passende Eröffnung des Bühnenspektakels sorgten. Nach dem Dank von Hans Kölschbach, der als Präsident seiner Gesellschaft den Abend leitete, marschierten die Grenadiere und Offizier des eigenen Traditionskorps ein, und sorgten mit den intonierten Liedern ihres Regimentsspielmannszuges für ausgiebige Schunkellaune. Sodann gehörte die Bühne dem Tanzpaar Jeanette Koziol und Jen Käbbe, die von den Herren des Tanzkorps unterstützt ihr Sessionsrepertoire bestens meisterten.

Hiernach legte das Tanzpaar seine Uniformen ab und trat in grünem und rotem Cabaret-Outfit weder ins Licht der Scheinwerfer, da die beiden gestern Abend (13. Januar 2023) die Rolle der Bühnenführer übernahmen und nach Gang bis zur Pause Bauchredner Klaus Rupprecht und seinen Affen Willi („Klaus und Willi“), die „Bläck Fööss“, Martin Schopps für den Unterricht in seiner „Rednerschule“ mit einer bombastischen Rede, sowie das Tanzcorps „Colonia rut wiess“ und die Jungs von „Brings“ auf und von der Bühne geleiteten.

Ganz in jrön und jäl tauchte die EhrenGarde der Stadt Köln den ansonsten grün und rot illuminierten Saal des Maritim Hotel ein, die mit zahlreichen Musikstücken ihres Regimentsspielmannszuges und den Tänzen der Kadetten und des EhrenGarde-Tanzpaares Anna-Sophia Sahm und Davide Giangualano den Abend versüßten. Zum Abschluß des herrlichen Programms aus der Feder von Martin Zylka überraschten „Der Mann für alle Fälle“ Guido Cantz, das Kölner Dreigestirn, das schon jetzt alle Herzen erobert, und zum Abgesang der Kostümsitzung „cat ballou“ im Schlußteil der überaus gelungenen Sitzung.

Quelle und Fotos: © 2023 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Krüzz un Quer: Die Party-Sitzung an Karnevalssonntag – Tradition op de Kopp jestellt –

An Weiberfastnacht noch gefeiert, den Samstag in den Knochen und den Rosenmontag vor der Tür, doch ein echter Jeck kennt es: Ausgeschlafen wird erst Aschermittwoch!

Wir präsentieren die neue Sitzung für das junge Publikum am Karnevalssonntag. Es wird jung, es wird jeck und es wird jod. Mit dabei sind die mittlerweile alteingesessenen Bands „Kasalla“, „cat ballou“ und „Kempes Feinest“. Dazu gibt es neue Tön von der „Rhythmussportgruppe“, „Krawumm“, „Auerbach“ und „Mätropolis“. Geschwafelt wird vom „Sitzungspräsidenten“ Volker Weininger höchstpersönlich.

Aber da hört es noch immer nicht auf, denn für die Erstauflage der „Krüzz un Quer“ hauen wir noch einen drauf und du bekommst „Olaf der Flipper“ live auf der Bühne, nachdem er im Sommer sein Revival hatte. Und wer nach dem ganzen Programm immer noch Energie hat, der wird diese dann bei der Aftershowparty mit unserm Bootshaus-DJ René Pera los und kann bis zum Kamelle fangen und Strüßjer sammeln an Rosenmontag weiterfeiern.

Quelle (Text und Grafik): Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.




Männer feiern bei Müllemer Junge vollformatigen Fastelovend

-hgj/nj- Endlich wieder Karneval, lautet diesjährig die Devise, die alle organisierten Karnevalisten ebenso wie die Jecken Rhein auf, Rhein ab lautstark skandieren. Über diese Haltung freut man sich auch bei den Müllemer Junge, die richtigerweise Karnevals-Gesellschaft Müllemer Junge Altmülheim e.V. von 1951 heißt.

So konnte Präsident Sigfried Schaarschmidt zusammen mit allen vor und hinter der Bühne agierenden Mitgliedern der blau-rot-weißen Karnevalsgesellschaft gestern Abend (13. Januar 2023) rund 800 Herren aus Nachbarschaften, Kollegen, Stammtischen und alten Schulkameraden aus Köln und dem Umland in der Stadthalle Köln willkommen heißen, die allesamt „verrückt“ auf das Programm des HäreOvend waren, der 2021 und 2022 leider nicht sattfinden konnte und nunmehr in seiner Pracht neu aufblüht.

Wenn er auch nicht vor Ort war, so ist Alexander Dick wieder ein riesiges Lob für das bunte und runde HäreOvend-Programm zu zollen, der von einer ganz charmanten und „jnadenlos jecken“ Dame des Müllemer Junge-Vorstandes vertreten wurde. Somit stand Silke Dick, als Ehefrau von „Alex“ Dick, nicht nur den vorbeischauenden Medienvertretern zur Verfügung, sondern ausnahmsweise auch allen Akteuren des Abends als sogenannte „Presseratin“ (Pressesprecher-Literatin) zur Seite. Die Eröffnung des HäreOvend 2023 gönnte man den Kölsche Funken rut-wieß, die in dieser Session gleich dreifach in ganz Kölle omnipräsent sind. So als ältestes Traditionskorps ihrer Domstadt, durch ihre 200jähriges Jubiläum und auch durch die Verkörperung ihrer drei Kameraden Boris Müller, Marco Schneefeld und André Fahnenbruck, die im Jubeljahr des 1823 reformierten Kölner Karnevals die Figuren der höchsten Regenten Prinz, Bauer und Jungfrau verkörpern dürfen.

Zu den Klängen ihres Musikzuges spielte sich das Korps in den Saal, und präsentierten sich neben weiteren karnevalistischen Musikstücken üblicherweise auch durch die Tänze ihres Tanzpaares Judith Gerwing und Florian Gorny und des Wibbelns sowie weiteren Tänzen ihrer Mannschaftsdienstgrade und Offiziere. Mit dem langersehnte Wiedersehn mit „Blötschkopp“ Marc Metzger, der wieder Blödsinn, wie Kölle ist die toleranteste Stadt in Köln, im Quadrat zum Besten gab und wieder Publikum, Fotografen und auch das Servicepersonal in seine Rede einbezog, ging für viele Gäste der Müllemer Junge ein langersehnter Wunsch in Erfüllung.

Weiter sodann mit den „Mann für alle Fälle“ Guido Cantz, der so manchen Rat für die Herren parat hatte, damit man in der jecken Zeit öfters mal mit dem eigenen Geschlecht um die Häuser und durch die Säle ziehen kann, und gegebenenfalls strafmildernde Umstände bei Ehefrau, Freundin und Partnerin erwarten kann. Mit „JP Weber“ (Jörg Paul Weber) und Volker Weiniger als „Der Sitzungspräsident“, standen zwei Herren des legendären Herrengedecks auf dem Mülheimer Podium, den man seitens des Publikums Begeisterungsstürme entgegenbrachte.

Musikalisch weiter ging es im Programm vor dem Auftritt der „Original Matrosen vum Müllemer Böötche“, als Tanzcorps der Gesellschaft, zu den Hits von Kasalla“, sowie nach den Zugaben der Tänzerinnen und Tänzer mit alten und neuen Liedern von „Kempes Feinest“ und „Klüngelköpp“, die das Bühnenprogramm des Abends beendeten. Allerdings war hiernach für die überwiegende Zahl der Herren noch nicht das Ende der Veranstaltung erreicht, da man mit dem Gegenüber in Uniform, Kostüm und Bieranzug den Abend oder die ein oder andere Nummer des Programms nachbesprechen mußte.

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Flüstersitzung von DGV1823 und Große Kölner ist wieder ein besonderer Genuß im Kölner Karneval

-hgj/nj- Einige liebe Ehrengäste („Bömmel“ Lückerath – „Black Fööss“, Barbara und Gustav Brüninghaus – 1. Damengarde Coeln und Prinzen-Garde Köln, Yvonne Willicks – WDR sowie die Domstädter Köln) mehrten gestern Abend (13. Januar 2023) die ausverkaufte Flüstersitzung der Großen Kölner und der Die Grosse von 1823, die seit Jahren dieses Sitzungsformat im großen Saal der Flora auf die Beine stellen. So war der Abend sozusagen die Generalprobe aller Sitzungen 2023 für die Große Kölner, die hiermit in ihren Sitzungsreigen eröffneten und die zweite Sitzung für Die Grosse von 1823 (DGV 1823), welche bereits schon eine Sitzung diesjährig hinter sich gebracht hat.

Wie immer moderierten die Präsidenten beider Gesellschaften Dr. Joachim Wüst (Große Kölner) und Thomas Frings (DGV 1823), das Programm, da man wie in den Jahren zuvor absolute karnevalistische Spitzenkräfte im Programmablauf hatte. Nach dem Auftritt des Tanzcorps „Fidele Sandhasen Oberlahr“ mit schnellen Schritten, tollen Hebungen und exakten Sprüngen, schenkte das Auditorium dem Kohberg-Orchester sein Gehör, welches gemäß des ausgelegten Liederheftes zum Mitsingen animierte. Diesen Rhythmus behielt man während der gesamten Veranstaltung auch bei, da dies in vergangenen Zeiten ein fester Bestandteil der ursprünglichen und sehr beliebten Flüstersitzungen war, und die Begleitorchester ausnahmslos in alter Besetzung unter anderem mit Tuba und Geige spielten.

Während bei dem tänzerischen Auftritt der „Fidelen Sandhasen“, nur junge Akteure die Damen und Herren im Saal begeisterten, moderierte Joachim Wüst mit dem nächsten Beitrag zwei Rentner an, die sich als Koblenzer dem Kölner Karneval verschrieben haben. Ein phantastischer Redebeitrag mit Witzen, Sticheleien und Pointen, der gleich dreisprachig in hochdeutsch, Kölsch und Kowelenzer Idiom aufgebaut das Publikum von Anfang bis Ende mitriß.

Vor den ebenfalls hervorragenden Beiträgen von „Der Flitsch JP Weber“ (Jörg Paul Weber), „Miljö“ und Michael Hehn als „Dä Nubbel“, gehörte das Podium der Flora Norbert Conrads, welcher stimmgewaltig mit kölsche Tön´ ein besonderes Erlebnis mit viel kölschem Hätz un Jeföhl für Gäste und Veranstalter war. Nach der Pause gelang der Einstieg in den zweiten Teil der Flüstersitzung ungebremst mit den eleganten Tänzen des „Dellbröcker Schnäuzer-Boore Ballett“ der KG UHU, die diese Höchstleistungen nicht ohne ihr Zebra und „die Trumm vun d´r Strung“, der Marie ihres Tanzpaares (Stefan Friedrich als „Marie“ und Timo Schönhals als Tanzoffizier) gemeistert hätten.

Wigger alsdann mit dem unerschöpflichen Repertoire der „Bläck Fööss“, die nach dem Eintritt in den Ruhestand von „Bömmel“ Lückerath und „Erry“ Stoklosa erstmalig ohne die Gründer ihrer Band das Auditorium musikalisch verzauberten. Begeistert, wie alle anderen Zuschauer im Saal, zeigte sich auch Nazareno Munos, der als argentinischer Konsul erstmals Gast einer Karnevalsitzung war und den Abend nach Jörg Runge phänomenaler Reimrede als „Dä Tuppes vum Land“, auch beim Finale mit der Brauchtumsgruppe „Fidele Kölsche“ deren intonierten Liedtexte mitsummte.

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Sechste gemeinsame Mädchensitzung von Große Allgemeine und KG Treuer Husar setzt Erfolgsserie fort

-hgj/nj- Bei den beiden Kölner Karnevalsgesellschaften Große Allgemeine und der KG Treuer Husar, gehört seit vielen Jahren ein Sitzungsformat zum gemeinschaftlichen Miteinander. Nach den beiden vergangenen Jahren – in denen der Karneval pandemie-bedingt zeitweise gänzlich ruhte – folgte gestern Abend (13. Januar 2023) mit der sechsten Auflage, der Neustart der von beiden Gesellschaften veranstalteten Mädchensitzung im Hotel pullman Cologne.

Üblicherweise, gehörte zu der blau-gelb und weinrot-grünen Sitzungen (wenn man die Farbe beider Gesellschaften in den Fokus nimmt), auch die Moderation der beiden Präsidenten. Zum einen Markus Meyer der als Präsident die Außendarstellung der Großen Allgemeinen übernahm und Markus Simonian, welcher seit Jahren das Gesicht seines Treuen Husaren ist. Zusammen mit den beiden Kinder- und Jugendtanzgruppen den „GA Flöhen“ und den „Husaren Pänz“, zog der gemischte Elferrat, sorry Zwölferrat in den Saal, so daß nunmehr die zu rund 80 Prozent ausverkaufte Sitzung „för all de Mädcher he im Saal“ beginnen konnte.

Vor den Auftritten der kleinen und heranwachsenden Karnevalisten, begrüßten in abwechselnder Moderration beide Präsidenten das närrisches Volk in der männerfreien Zone, da hier mit Ausnahme von Akteuren, Servicepersonal und Wachdienst, den Aktiven der Gesellschaften sowie den Medienvertretern keinerlei Herren Zutritt ins Foyer und den Bankett- und Festsaal eingelassen wurden.

Die „Pänz“, die die Bühne unmittelbar nach 18.00 Uhr „rockten“, ließen – wie üblich – die jecken Wiever, Mädcher und Madämcher wieder dahinschmelzen und erhielten für ihrer Darbietungen ausreichend stehenden Applaus und Forderungen um Zugaben. Hierauf folgte vor „Eldorado“ und „Frau Kühne“ (Ingrid Kühne), Guido Cantz, der in seiner Type als „Mann für alle Fälle“ als erster Redner den Übergang von tänzerischen Bühnenakteuren meisterte.

Musikalisch wurden die Damen im Saal sodann von den „Höhnern“ und „Kasalla“ zu deren Liedern und Ohrwürmern zum Mitsingen und schunkeln animiert, wonach das Publikum dem Treuen Husar und der Großen Allgemeinen einen Höhenflug bescherte. Auch die beiden schärfsten Kritiker der Präsidenten, die anwesenden First Ladys, die Ehefrauen von Markus Simonian und Markus Meyer, waren hiermit restlos zufrieden und genossen den Abend im pullman Cologne sichtlich und freuten sich wie alle Mädels im Sall auf die weiteren Höhepunkte der gemeinschaftlichen Sitzung.

So war der Auftritt der Tanzgruppe der Große Allgemeine wieder ein besonderes Highlight, wie GA-Presssprecher Andreas Holtmann den Medien mitteilte, was sich auch tatsächlich so bestätigen läßt. Vor dem Aufzug der Korpsmitglieder mit Tanz-, Musik- und Offizierskorps der KG Treuer Husar zum Finale gehörte die Bühne mit „Miljö“ und „Klüngelköpp“ nochmals zwei über den Grenzen der Domstadt bekannten Bands, die aus der Sitzung ein Mitsingkonzert machten und von der Weiblichkeit im Parkett sichtlich gefeiert wurden.

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Fleischer-Sänger Köln feierten 71. Karnevalssitzung

-hgj/nj- Wie alle Kölner Veranstalter im Karneval legten auch die Fleischer-Sänger Köln von 1902 e.V. mit ihrer Karnevalssitzung im Theater am Tanzbrunnen einen ungewohnten Neustart hin. Leider war die 71. Sitzung der Fleischer-Sänger nicht so besucht wie man sich die nach der schweren Zeit der vergangenen beiden Jahre gewünscht hätte, denn viele Fleischereien und Metzgerbetriebe haben ihre Türen für immer geschlossen. Nicht nur die verdammte Pandemie ist hieran schuld, sondern auch die zahlreichen Supermärkte und Discounter, die mittlerweile ein reichhaltiges, allerdings nicht so qualitativ anspruchsvollen Angebot an Fleisch- und Wurstwaren wie der Metzger von der Ecke zu bieten hat. Zudem ist die Schuld darin zu suchen, das es auch kein Nachwuchs und keine Auszubildenden mehr zu finden sind.

Allerdings hielten auch einige im Kölner Raum sehr bekannte Fleisch- und Wurstlieferanten ihren Fleischer-Sängern die Treue, so Hardy Remagen dessen Familienunternehmen Hardy Remagen GmbH & Co.KG in der 10. Generation seit 1718 Genuß mit Leidenschaft produziert. Außerdem begrüßte Sitzungsleiter und Schatzmeister Hajo Winterscheid neben weiteren Damen und Herren der fleischproduzierenden Branche, auch Astrid Schmitz, die die 1911 gegründete Landmetzgerei (GS Schmitz GmbH & Co. KG) in der dritten Generation zusammen mit Familienmitgliedern führt.

Wie der Wandel im Fleischerhandwerk haben auch die Fleischer-Sänger eine neue Vereinsführung erhalten, da Walter Heinen als bisheriger und langjähriger 1. Vorsitzender und Präsident aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme seine Metzgerei schloß und auch sein präsidiales Amt niederlegen mußte. Als Nachfolger von Walter Heinen wählte die Mitgliederversammlung vor einigen Monaten Edmund Lanser als neuen 1. Vorsitzenden, welcher auch als erster seinem Vorgänger im Amt zur Ernennung als Ehrenvorsitzenden der 121 Jahren bestehenden Sängervereinigung gratulierte.

Traditionell startete das Programm mit dem heiteren Potpourri kölnischer Lieder der Fleischer-Sänger, die hierzu von Eva-Marie Hoffmann auf dem Piano begleitet wurden. Sodann gehörte die Bühne Jörg Runge, der sehr feinsinnige Reime in seiner Rolle als „Dä Tuppes vum Land“ in eine Rede verpackt hatte. Das Mikrophon übernahm hiernach „Et fussisch Julche“ Marita Köllner, die mit ihren Liedern den Saal zum Schunkeln brachte und hiernach das Podium für den Besuch des Kölner Dreigestirns frei machte. Wie in jeder Session überreichten die Fleischer-Sänger auch „Prinz Boris I.“, „Bauer Marco“ und „Jungfrau Agrippina“ einen Scheck in Höhe von € 1.111,11, welche die drei närrischen Regenten Kölns ihren beiden sozialen Projekte für Kinder und Senioren zukommen lassen. Nach dem gegenseitigen Austausch mit Orden und den Spangen des Dreigestirns unterhielten vor der Pause noch Micky Brühl mit seinen Liedern und Jürgen Beckers in der Type „Ne Hausmann das fröhlich feiernde Auditorium im Theater am Tanzbrunnen.

Pünktlich zum zweiten Teil des Abends marschierten das Korps des Treuen Husar in den Saal, welches vor den drei letzten Programmpunkten der Karnevalssitzung mit „JP Weber“ (Jörg Paul Weber), den Tänzerinnen und Tänzer der „Winzer un Winzerinnen vun d´r Bottmüll“ und im Finale mit „Miljö“, sich mit Tänzen ihres Tanzpaares und des Tanzkorps wie auch musikalischen Klängen ihres Musikkorps den kostümierten Gästen vorstellten.

Quelle und Fotos: © 2023 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Ausgezeichnete Nachwuchsgoldschmiede des Wettbewerbs „Fest in Gold

Gruppenbild mit Preisträgerinnen und Preisträgern sowie Juroren und Veranstaltern anläßlich der Ehrung der Junggoldschmiede in der Kreissparkasse Köln am 13. Januar 2023

Ausstellung der prämierten Orden in der Hauptstelle der Kreissparkasse Köln am Neumarkt vom 13. Januar bis 3. Februar 2023

Bereits zum 43. Mal stellt die Kreissparkasse Köln Arbeiten von Nachwuchsgoldschmiedinnen und -schmieden des alljährlichen Ordenswettbewerbs des Vereins zur Studienförderung der Junggoldschmiede „Fest in Gold“ e.V. in der Kassenhalle ihrer Hauptstelle in Köln aus. Die sieben prämierten Orden sind vom 13. Januar bis 3. Februar 2023 während der Öffnungszeiten am Kölner Neumarkt zu sehen. Sie wurden angefertigt von Junggoldschmieden von Unternehmen aus Köln und Brühl.

Wettbewerb
Am Wettbewerb teilnehmen können alle Auszubildenden und Gesellen im Gold- und Silberschmiedehandwerk, Edelsteinfasser und Praktikanten, die entweder aus dem Bezirk der Handwerkskammer zu Köln kommen und/oder als Auszubildende in Köln zur Berufsschule gehen.

Ein verbindliches Thema für die Gestaltung der Orden gibt es nicht, jedoch orientiert sich der Großteil der Wettbewerbsteilnehmer entweder an besonderen gesellschaftlichen und politischen Ereignissen oder am jährlichen Kölner Karnevalsmotto. Das Sessionsmotto 2022/2023 lautet Ov krüzz oder quer“. Jeder der eingereichten Orden ist ein Unikat und besteht größtenteils aus Silber, Kupfer und Messing, das den Wettbewerbsteilnehmern (m/w/d) von ihren Betrieben zur Verfügung gestellt wird. Eine Fachjury unter dem Vorsitz von Ingo Telkmann, Präsident Fest in Gold e. V., bewertet die Orden in den Kategorien „Exzellentes Handwerk“ und „Exzellente Idee“. Darüber hinaus werden verschiedene Sonderpreise vergeben.

Als Hommage an den Kölner Karneval, der 2023 seinen 200. Geburtstag feiert, wurde die Entstehung der Unikate in diesem Jahr durch eine Onlinekampagne begleitet. So wurde für die Auszubildenden und Werkstätten über die Einbindung von sozialen Netzwerken der Blick für die Kreativität und Leistungsfähigkeit des Goldschmiedenachwuchs auf eine noch größere Öffentlichkeit gelenkt. Die Onlinekampagne mündete in einer Online-Jury, die über den Communitypreis entschieden hat. Dieser ersetzt in diesem Jahr den Preis in der Kategorie „Exzellente Idee“.

Die prämierten Junggoldschmiede erhalten Geld- und Sachpreise.

In der Klasse „Exzellentes Handwerk“ überzeugte Kathrin Czambor (Firma Micha Peteler, Köln) die Jury mit dem Orden „Ein Haufen bunter Vögel“. Einen zweiten Platz errang Hannah Bücker (Goldschmiede Alius, Köln) mit einem am Karnevalsmotto „Ov krüzz oder quer“ orientierten Orden. Emilia Timmer (Goldschmiede „Der Schmuckdoktor“, Köln) wurde für ihren gelungenen Karnevalmotto-Orden mit dem dritten Platz belohnt.

In der Kategorie „Community Preis“ wurde Paula von Bonin (Goldschmiede Gisela Nikolaysen, Köln), die mit ihrem Orden ebenfalls das aktuelle Karnevalsmotto umsetzte.

Den Sonderpreis der Kreissparkasse Köln erhielt Linda Paffenholz aus der Goldschmiede Ulrike Ullmann in Brühl. Ihr Orden „Jede Jeck es anders“ spiegelt die bunte Vielfalt des Karnevals. Denn egal, von wo wir kommen und wie wir sind, „so simmer jot!“

„200 Jahre Kölner Karneval und 66 Jahre Verein Fest in Gold e.V. – mit jecken Jubiläen nach der ungewollten Pause starten wir in die neue Session und ehren wieder die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs ‚Fest in Gold‘ in der Kreissparkasse Köln. Trotz schwieriger Zeit gibt es Kontinuität, aber auch Neues: Wie jedes Jahr überraschen uns Azubildenden mit originellen handgefertigten Unikatorden. Doch zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs war die Entstehung der Unikate öffentlich sichtbar, auf facebook und Instagram, gefolgt von einer Onlineabstimmung zum ersten Communitypreis. (Mehr dazu unter fest-in-gold.de) Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer dieses besonderen Nachwuchswettbewerbs: An die Goldschmiedewerkstätten, die Handwerkskammer zu Köln, die Kreissparkasse Köln, die Kreishandwerkerschaft Köln, das Festkomitee Kölner Karneval und die Signal Iduna Gruppe“, freut sich Ingo Telkmann Präsident Fest in Gold e.V..

„Ov krüzz oder quer – so lautet das diesjährige Sessionsmotto. Es spielt auf ein Lied von Emil Jülich an und hebt den Kölner Karneval als Konstante in Krisenzeiten hervor.

Diese Beharrlichkeit und Kontinuität verbindet den Karneval mit dem Handwerk.

Umso erfreuter sind wir, nach der pandemiebedingten Einschränkung in den letzten Jahren und pünktlich zum 200jährigen Jubiläum des Kölner Karnevals unsere Veranstaltung wieder vollumfänglich stattfinden lassen zu können. Auf diese Weise können wir die mit handwerklichem Geschick gefertigten Unikatorden wieder ihrem eigentlichen Zweck zuführen, verdiente Persönlichkeiten für ihre Arbeit auszuzeichnen. Diese Ehrung stellt zugleich eine Würdigung der kreativen Arbeit unseres Handwerksnachwuchses dar“, sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln.

Förderung durch die Kreissparkasse Köln
Die Kreissparkasse Köln fördert die Junggoldschmiede und das „Fest in Gold“ seit über vier Jahrzehnten in vielfacher Weise: Neben der Ausstellung richtet sie die Siegerehrung Weiterhin unterstützt die Kreissparkasse den Verein mit Spenden.

„Wir freuen uns sehr, daß nach der zweijährigen pandemiebedingten Pause die Ehrung der Junggoldschmiede wieder in gelebter Tradition und gewohntem Umfang in unserem Hause stattfinden kann. Großes Kompliment an die jungen Goldschmiede, denen es auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, aktuelle Themen in besondere Unikate umzusetzen. Die in unser Kassenhalle ausgestellten Orden sind ein schöner Blickfang für unsere Kundinnen und Kunden“, so Jutta Weidenfeller.

Jury „Fest in Gold e.V.“ 2023
Frank Bergemann, Gebietsdirektor Signal Iduna Gruppe
Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln
Andrea Hirsch, Bereichsdirektorin Veranstaltungsmanagement Kreissparkasse Köln
Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees des Kölner Karnevals von 1823 e.V.
Nicolai Lucks, Kreishandwerksmeister Köln
Ingo Telkmann, Präsident „Fest in Gold e.V.“ und Obermeister der Juwelier-, Gold- und Silberschmiedeinnung Köln
Hans-Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln

Quelle (Text) Kreissparkasse Köln; (Foto): Helmut Thielen




KölleAlarm e.V.: „Feiern ohne Zoff und Stoff“

Kölns größte alkoholfreie Party für Teens von 12 bis 16 Jahren – Tickets für € 12,50 erhältlich

Am Karnevalsfreitag, den 17. Februar 2023, ist es endlich wieder soweit: KölleAlarm e.V. veranstaltet nach einer zweijährigen Pause wieder die beliebte alkoholfreie Party für Jugendliche im Hotel DORINT An der Messe, Deutz-Mülheimer-Straße 22-24, 50679 Köln. In diesem Jahr dürfen sich die Kids auf ein ausgezeichnetes Programm mit zahlreichen Acts wie zum Beispiel „Eko Fresh“, die Patinnen „Funky Marys“, Patenonkel „Tim Toupet“ und viele weitere Gäste freuen. Aktuell sind noch Tickets für taschengeldfreundliche € 12,50 inklusive Imbiß und Getränke erhältlich!

Die KölleAlarm-Party für Teens ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Mehr als 750 Kinder und Jugendliche nehmen an der Party teil und feiern bei einem Spitzenprogramm – ohne Zoff und ohne Alkohol. Los geht die große Sause ab 17.00 Uhr und endet gegen 22.00 Uhr, Einlaß ist ab 16.00 Uhr. Tickets können bequem über die Website koellealarm.de bei kölnticket.de und ticket.io bestellt oder vor Ort bei der SNOGARD Computer GmbH in Köln und Frechen oder in der Bücherstube Brauweiler gekauft werden.

Starkes Line-up in 2023: bekannte Kölner Bands und deutschlandweite Top-Acts

KölleAlarm e.V. hat es auch in diesem Jahr geschafft, ausgezeichnete Bands und Künstler auf die Bühne zu holen, die garantiert für Stimmung sorgen und den Veranstaltungssaal zum Beben bringen werden. Mit dabei sind das Kölner Dreigestirn, „Räuber“, „Soul Bros“, „Funky Marys“, „Eko Fresh“, „DRUMMERHOLICS“, „Jay Oh“, Tanzgruppen, Model & Stylist VEIT ALEX, „Pläsier“, „Salooon“, DJ Daniel & Special Guest! Programmänderungen vorbehalten.

Gut zu erreichen mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Das DORINT An der Messe ist für die Teens mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichen. Die KVB-Linien 1 und 9 fahren direkt zum „Bahnhof Messe/Deutz“. Von dort aus sind es nur wenige Meter bis zum Veranstaltungsort. Auch die Linien 3 und 4 können bis zur Haltestelle „Koelnmesse“ genutzt werden, die direkt vor dem Hotel liegt.

Weitere Informationen unter: koellealarm.de

Der Verein

Der gemeinnützige Verein „KölleAlarm e.V.“ ist seit 2006 ehrenamtlich in der Alkoholprävention und Brauchtumspflege für Kinder und Jugendliche tätig.

Über das Jahr hinweg führen wir in Vereinen und Freizeiteinrichtungen fachlich geführte Workshops durch, die Kindern und Jugendlichen eine Hilfe im Umgang mit Alkohol geben soll. Mit ansprechend gestalteten Ständen und gut aufbereitetem Infomaterial zeigt das KölleAlarm-Team Präsenz, sensibilisiert und vermittelt spielerisch einen vernünftigen Umgang mit Alkohol.

Einer der Höhepunkte der Vereinstätigkeit ist die größte alkoholfreie Karnevalsparty „KölleAlarm“. Hier feiern 750 Kinder und Jugendliche bei einem Spitzenprogramm den Kölner Karneval ohne Alkohol.

Quelle und Grafik: KölleAlarm e.V.




Applesine-Stunker sitzen im Elferrat des alternativen Kölner Karnevals

Gestern (12. Januar 2033) bot sich der Nippeser Bürgerwehr die einmalige Gelegenheit als Traditionscorps den aus neun Personen abgespeckten Elferrat bei der Stunksitzung zu stellen.

Gemeinsam mit der Marie des orange-weißen Corps Stina Pohl waren sieben Appelsinefunke live dabei, als das Ensemble des alternativen Karnevals um Biggi Wanninger und die kongenialen Musiker von Köbes Underground mit ihrem diesjährigen Programm das Mühlheimer E-Werk zum Toben brachten.

„Für uns als Bürgerwehr war klar, daß wir nach zwei Jahren Pandemie und Verzicht, ein Zeichen setzen wollten, daß sogenannter traditioneller und alternativer Karneval doch ein und dieselbe Aufgabe haben: Spaß un Freud för de Minsche ze mache. Mit dreimol Kölle Alaaf!

Quelle und Foto/s: Kölner Karnevalsgesellschaft Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V.




Blaue Funken: Regimentsappell 2023

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten und Kommandanten Björn Griesemann begann der Regimentsappell mit einem gelungenen Auftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe der Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe der Blauen Funken ist die älteste Kindertanzgruppe eines Kölner Traditionskorps und feiert in dieser Session ihren 141. Geburtstag. Zum dritten Mal wurde die Aufnahme der neuen Mitglieder auf der großen Bühne im Gürzenich zu Beginn des Regimentsappells vollzogen und alle neuen Mitglieder erhielten ihren Halsorden von Björn Griesemann.

„Der Karneval muß raus aus dem Krisenmodus und eine positive Stimmung verbreiten!“

Nach einer Ansprache des Präsidenten und Kommandanten Björn Griesemann, in der er über den notwendigen Erhalt der Vielfalt im Kölner Karneval, über die erhebliche Belastung des Ehrenamtes und die Befürchtungen um die Session 2023 sprach, aber auch zu einem Ablegen des Krisenmodus und einer positiven Stimmung aufrief, wurde ein besonderes Jubiläum geehrt: seit 60 Jahren spielen die Kölsche Junge e.V. als Regimentsspielmannszug für die Blauen Funken und dies wurde mit einem Gutschein für ein Fest im Funkenturm ausgezeichnet. Inzwischen sind fast alle volljährigen Mitglieder des Regimentsspielmannzuges auch Mitglieder der Blauen Funken geworden.

Die Wechsel an der Spitze des Korps

Nach zwölf Jahren als Korpskommandant trat Thomas Klinnert bei den Wahlen im Juni 2022 nicht mehr zur Wiederwahl an und wurde nach einer Würdigung durch seinen Nachfolger mit dem Geschenk für ausscheidende Vorstandsmitglieder, einem Bild des Künstlers Toni Fuchs, verabschiedet. Als Zeichen der Dankbarkeit wurde er zum höchsten Dienstrang „Obrist“ befördert. Anschließend wurde sein Nachfolger Jürgen Pesch zum Korpskommandanten ernannt und mit dem Dienstrang Leutnant in den Vorstand aufgenommen.

Aufnahmen und Vereidigungen

Nachdem der neue Korpskommandant Jürgen Pesch ernannt worden war, konnten die Regularien des Regimentsappells fortgeführt werden und so schloss sich mit der Aufnahme zweier inaktiver Mitglieder und der Vereidigung der aktiven Mitglieder eine wichtige Regularien an.

Auch nach der Pandemie-bedingten Zwangspause war die Anzahl der neuen Mitglieder wieder sehr hoch und so schworen 25 neue Blaue Funken den Funkeneid („Auf das Zündloch der Kanone, …“) unter Handauflegung auf die Kanone und erhielten danach ihren Halsorden als Zeichen der Mitgliedschaft.

Der neue Tanzoffizier Christian Prehl

Bereits kurz nach der Session 2022 mußten die Blauen Funken mit der Suche nach einem neuen Tanzoffizier beginnen, da der damalige Tanzoffizier Dennis Sander erkrankte und seine Karriere als Tanzoffizier vorzeitig beenden mußte. Im März 2022 konnten erste Bewerber, die sich um die Nachfolge von Dennis Sander beworben hatten, eingeladen werden. In dem Auswahlverfahren hatte sich Christian Prehl schnell durchgesetzt und repräsentiert ab dieser Session zusammen mit Marie Marie Steffens die Kölner Funken Artillerie blau weiß als Tanzpaar.

Ein weiterer Abschied und zwei neue Amtsinhaber

 

Auch der bisherige Schatzmeister und Leiter der Kartenorganisation Heinrich Straetmans trat im Juni 2022 nicht mehr zur Wiederwahl an und wurde nun während des Regimentsappells mit dem Bild von Toni Fuchs verabschiedet und zum höchsten Dienstrang „Obrist“ befördert. Der bisherige Stellvertretende Schatzmeister Ralf Schmitz wurde zum neuen Schatzmeister ernannt und Patric Levy wurde als neuer Leiter der Kartenorganisation in den Vorstand berufen.

Ein feierlicher Beginn der zweiten Abteilung

Direkt nach der Pause wurden drei langjährige Vorstandsmitglieder durch den anwesenden Vorstand des Festkomitees Kölner Karneval e.V. und dessen Präsidenten und Blaue Funken-Senator Christoph Kuckelkorn geehrt. Thomas Klinnert, Heinrich Straetmans und Vizepräsident Dr. Armin Hoffmann wurden mit dem Verdienstorden des Festkomitees Kölner Karneval e.V. in Silber ausgezeichnet.

Noch feierlicher wurde es anschließend bei der Verleihung des Großkreuzes der Kölner Funken Artillerie blau weiß: den beiden Vorstandsmitgliedern Lutz Schade und Toni Henseler wurde die höchste Auszeichnung der Gesellschaft für ihren maßgeblichen Einsatz bei der juristischen Aufarbeitung der Pandemie beziehungsweise für den Einsatz in den Hochwassergebieten an der Ahr verliehen.

Treueorden, Verdienstmedaillen und natürlich Beförderungen

Die Treueorden der Gesellschaft für 10, 20, 30, 40 und 50jährige ununterbrochene Mitgliedschaft wurden nachfolgend verliehen. Darüber hinaus zeichneten die Blauen Funken den Einsatz für die Gesellschaft und die Verdienste der Mitglieder mit der Verleihung der Verdienstmedaillen und mit den Beförderungen aus.

Ein beachtenswerter Regimentsappell mit vielen Höhepunkten fand seinen würdigen Abschluß in einem Zapfenstreich, der von der Kapelle Markus Quodt gemeinsam mit dem Regimentsspielmannzug der Blauen Funken dargeboten wurde. Mit den folgenden Worten leitete Präsident und Kommandant Björn Griesemann den Zapfenstreich ein: „Wir Funken haben im letzten Jahr unseren Ehrenpräsidenten und wir unseren Vater verloren. Wir hatten mehrere Gelegenheiten, uns zu verabschieden, und heute wollen wir damit abschließen. Daher hören wir nun zu Ehren unseres Ehrenpräsidenten Peter Griesemann den karnevalistischen Zapfenstreich“.

Quelle (Text): Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V.; (Foto/s): Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. / Michael Nopens, Knut Walter




Mädchensitzung des Reiter-Korps „Jan von Werth“ – Elferrat überraschte mit leuchtend grünen Haaren

Ein Elferrat mit grünen, leuchtenden Haaren? – da staunte Martin Schopps („Die Rednerschule“) nicht schlecht, als er die Bühne in der prall gefüllten Kölner Flora betrat, die zuvor die „Fauth Dance Company Gentlemen“ ordentlich zum Kochen gebracht hatte

Die jecken Mädcher im Elferrat werden jedes Jahr besonders kreativ um auf der Mädchensitzung, die in diesem Jahr erstmals in der Flora stattfinden durfte, zu glänzen

„Blötschkopp“ Marc Metzger strapazierte nach der Eröffnung durch die Kinder- und Jugendtanzgruppe, in gewohnter Art die Lachmuskeln aller anwesenden Damen. „Besonders freuten wir uns, daß wir auch in diesem Jahr wieder große Abordnungen unserer Freundinnen Colombina Colonia e.V. und KG Kölsche Madämcher e.V. begrüßen durften“, meldet Christopher „Chris“ Schmitz der seit dieser Session die Pressearbeit des Reiter-Korps forciert

„Brings“, „Domstürmer“ und „Kasalla“ sorgten für musikalische Extase im Saal. Die ausgelassene Stimmung ließ sich förmlich an der Temperatur im Saal ablesen, durfte auch „Der mann für alle Fälle“ Gudio Cantz feststellen.

Für Gänsehaut und Schunkelstimmung sorgte das Kölner Dreigestirn mit seiner musikalischen Hommage an 200 Jahre Kölner Karneval

Das eigene staatse Korps in voller Mannstärke mit „Jan un Griet“ 2023 zum Abschluß, rundete die von phantastischer Stimmung mit Spitzenprogramm geprägte Veranstaltung ab.

Quelle und Foto: Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.




Jubiläums-Dreigestirn: Spendenprojekt 2023: Unterstützung für Jung und Alt

Das Kölner Dreigestirn der Jubiläumssession 2023 unterstützt mit seinen Spenden die beiden Vereine EIN HERZ FÜR RENTNER e.V. und wünschdirwas e.V.. Traditionell verzichtet das Trifolium bei seinen Auftritten in der Session auf Geschenke und sammelt stattdessen Spenden für einen guten Zweck.

„Prinz Boris I.“, „Bauer Marco“ und „Jungfrau Agrippina“ fördern in diesem Jahr gleich zwei Vereine: EIN HERZ FÜR RENTNER E.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Seniorinnen und Senioren finanziell zu unterstützen, die sich trotz jahrelanger Arbeit das Nötigste zum Leben nicht leisten können. Laut der Bundesregierung beziehen bundesweit 9,3 Millionen Menschen eine Rente unter € 900,00 (2019). In Köln lebt jeder fünfte Rentner unterhalb der Armutsgrenze, die Dunkelziffer wird um 60 Prozent höher geschätzt. Neben finanzieller Soforthilfe und Obst- und Gemüseboxen setzt sich der Verein mit kostenlosen Veranstaltungen und Patenschaften außerdem aktiv gegen Einsamkeit im Alter ein.

Der gemeinnützige Verein wünschdirwas e.V. verwirklicht Herzenswünsche von schwer und chronisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Mit der Hilfe von vielen ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern können jährlich mehr als 350 Wünsche erfüllt werden, insgesamt sind es inzwischen schon über 9.000. Die Wunscherfüllungen bringen viel Glück in das Leben der kleinen Patientinnen und Patienten und fördern damit Lebensmut, Zuversicht und die Gesundheit. Alle Wünsche werden ausschließlich über Spenden finanziert. Dazu gehöret zum Beispiel ein Konzertbesuch des Lieblingskünstlers oder ein Besuch des Dicken Pitters im Kölner Dom.

„Beide Vereine leisten eine unglaublich wichtige Arbeit, die auf Unterstützung angewiesen ist. Wir hoffen, daß wir durch unseren Einsatz die Aufmerksamkeit auf die beiden Vereine lenken und damit Jung und Alt nachhaltig fördern können“, so Boris Müller, Prinz Karneval 2023.

Wer das Kölner Dreigestirn dabei unterstützen möchte:

KÖLNER DREIGESTIRN 2023
Spendenkonto Sparkasse KölnBonn
Rote Funken
IBAN DE80 3705 0198 1936 6956 40
BIC COLSDE33
Betreff: Spende Kölner Dreigestirn 2023

Mehr Informationen rund um die Arbeit der beiden Vereine finden Sie auf den Webseiten:
www.einherzfuerrentner.de
www.wuenschdirwas.de

 

Quelle und Foto: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.




DKG „Schäl Sick“ hat sich zum 70. Jubiläumsjahr neu sortiert und neue Schwerpunkt gesetzt

Die DKG „Schäl Sick“ vun 1952 e.V. hat sich in ihrem 70. Jubiläumsjahr neu sortiert. Unter ihrem Motto „Gemeinsam wir“ mit den Schwerpunkten Familie, Inklusion und Talentförderung arbeitet nun ein weitestgehend neuer, deutlich verjüngter Vorstand an der Zukunft der DKG „Schäl Sick“ (www.schael-sick.de/der-vorstand).

Der neue Vorstand freut sich besonders nach zwei Jahren Pause auf traditionellen Karneval für junge und alte Jecken, die sich auf unbeschwerte Stunden gemeinsamen Feierns freuen.

Das beliebte Kinderkostümfest, bei dem schon die Jüngsten im Kleinkind- und Kindergartenalter begeistert feiern, findet natürlich wieder statt.

Freitag, 27. Januar 2023
15.30 Uhr, Einlaß 15.00 Uhr
„Buerger’z“, Bürgerzentrum Deutz
Tempelstraße 41-43, 50679 Köln

Die Mädchen- und Große Kostümsitzung wird zusammengefaßt in ein neues Format mit neuer Zeit und neuem Ort aber altbewährten Künstlern auf der Bühne und natürlich auch wieder mit Gebärdendolmetschern im Rahmen des Programmes „Karneval für Alle“ des LVR.

Sonntag, 29. Januar 2023
16.00 Uhr, Einlaß 15.00 Uhr
Dorint Hotel an der Messe
Deutz-Mülheimer Straße 22-24, 50679 Köln

„Wir hören immer öfter, daß nur noch eine Sitzung in der Session besucht wird – mit der neuen großen gemeinsamen Sitzung bietet die DKG „Schäl Sick“ nun die Möglichkeit, familienfreundlich an einem Sonntag mit Groß und Klein eine tolle Karnevalssitzung mit bekannten Künstlern zu erleben.“ sagt Andreas Schnepf, 1. Vorsitzender der DKG „Schäl Sick“.

Quelle: Deutzer Karnevalsgesellschaft „Schäl Sick“ vun 1952 e.V.




75 Johr hätzlich und jeck! und der KKV „UNGER UNS“ ist mit großer Freude dabei

Am 7. Januar 2023 starteten die Senatorinnen und Senatoren, Gäste und Freunde mit dem Senatsfest in die Jubiläumssession. Mit einem Gläschen Sekt stimmte man sich im Dorint Hotel an der Messe auf die Veranstaltung ein. Ausgezeichnet mit dem Verdienstorden des KKV „UU“ in Bronze wurden Johannes Enderlein und Karl-Heinz Hutmacher für ihre jahrelange Unterstützung. Es folgte die Auszeichnung mit dem Verdienstorden des Festkomitees in Silber an Anna Maria Heller. Sie ist Sprecherin des Elferrats und im Senatsvorstand und für Horst Heller, Schriftführer im Senatsvorstand und tatkräftiger Unterstützer im Redaktionsteam des Vereins.

Zu ihrer großen Überraschung wurde Waltraud Piel durch Udo Marx, Vertreter des Festkomitee Kölner Karneval, mit dem Verdienstorden in Gold ausgezeichnet. Sie ist seit 22 Jahren Literatin, seit 2016 in der zusätzlichen Funktion als 2. Vorsitzende und seit vielen Jahren für vielfältige Aufgaben wie unter anderem Mitgliederverwaltung, Redaktion und Sessionsheft für den Verein tätig.

Eine wunderschöne Umsetzung des Sessions-Mottos und des Jubiläums findet sich im neuen Orden des KKV „UNGER UNS“, der an alle Gäste und Senatorinnen und Senatoren verliehen wurde.

Quelle und Foto/s: Kölner Karnevals-Vereins „UNGER UNS“ von 1948 e.V.




„Jan von Werth“ überraschte Gäste mit tollen Programmpunkten bei erster Sitzung nach pandemischer Pause

-hgj/nj- Auch das Reiter-Korps „Jan von Werth“ mit seinem „Jan un Griet“-Paar Karl Heinz und Sabine war darüber mehr als erfreut, daß man die Feste der „fünften Jahreszeit“ wieder zwanglos und bis dato uneingeschränkt erlebbar machen kann. So starteten die „Jan von Werther“ am 7. Januar 2023 mit ihrer Prunksitzung in der guten Stube dem Gürzenich in die Vielfalt ihres Sitzungskarnevals und stellten erfreut fest, daß zwar nicht die Besucherzahlen vor der seit Februar 2020 grassierenden Pandemie erreicht wurden, aber Kölns schönster Saal sehr gut durch die in Abendgarderobe gekleideten Jecken gefüllt ist.

Das Aufspiel in den vom Alltag erholsamen Abend gönnte man den Kleinsten der Gesellschaft, womit die Jungs und Mädels der Kinder- und Jugendtanzgruppe des grün-weißen Korps gemeint sind. Was die „Pänz“ mit ihren Tänzen bei dem von Anfang an aktiv mitwirkenden Auditorium bereits unter Beweis stellten, sollten auch alle anderen Akteure des Abends schaffen, wie abschließend das Resümee ausfiel. Nach dieser gelungenen Feuertaufe verabschiedet Präsident Stefan J. Kühnapfel die Kinder, welche vor und nach ihrer Zugabe mit reichlich Applaus und kleinen Geschenken das Podium für Jürgen Beckers als „Ne Hausmann“ freimachten.

Nach der glanzvollen Rede des Alsdorfer Putzteufel und Publikumslieblinks folgten sodann mit der Flitsch „JP Weber“ (Jörg Paul Weber) und Volker Weiniger als „Der Sitzungspräsident“ weitere Highlights des kölnischen Fasteleer, die beide erst nach mehreren Zugaben von der Bühne gelassen wurden. Dies wiederholte sich sodann bei den beiden letzten Programmnummern vor der Pause mit den „Klüngelköpp“, die in ihrem Repertoire ihre Ohrwürmer ebenso parat hatten wie auch ihren neuesten Hit „Niemols ohne Alaaf“. Auch dem Korpsaufzug mit klingendem Spiel, Tänzen und ihrer ersten Bühnenperformance auf eigene Bühne für „Jan un Griet“, dankte das phantastische Publikum mit einem frenetischen Empfang und reichlich Beifall.

In die zweite Abteilung der Prunksitzung hatte Stefan J. Kühgnapfel, der neben seiner Präsidentschaft auch der versierte Literat seines Reiter-Korps ist, mit dem Besuch des am Abend zuvor proklamierten Kölner Dreigestirn einen weiteren unvergeßlichen Höhepunkt für die Gäste aus nah und fern sowie „Prinz Boris I.“, „Bauer Marco“ und „Jungfrau Agrippina“ in der ersten Sitzung des Jahres 2023 geholt. Desweiteren begeisterten nach dem Trifolium noch „Werbefachmann“ Bernd Stelter, die „Paveier“ mit neuen und alten Hits, Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“ sowie im Finalteil „cat balllou“ die Jecken im Festsaal in der noch jungen Session.

Quelle und Fotos: © 2023 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Jecke Wiever feiern mit der K.G. Alt-Köllen im Zelt auf dem Neumarkt

Am Montag (9. Januar 2023) feierte die K.G. Alt-Köllen mit ihrer legendären Mädchensitzung „Nümaats Wiever“ den krönenden Abschluß des diesjährigen Volkssitzungswochenendes und rund 1.300 jecke „Wiever“ feierten kräftig mit.

Wie an den beiden Tagen zuvor, zog der Elferrat unter der Leitung des Präsidenten Stephan Degueldre und begleitet durch die zahlreichen Standartenträgerinnen und -träger der „Plaggeköpp“ ins große Festzelt ein. Minuten später eröffneten dann die „Rabaue das fünfstündige Nonstop-Programm. Nach dieser musikalischen Einstimmung übernahm Peter Kercher mit seiner Dolly als erster Redner die Bühne und hatte die Lacher der Mädels schnell auf seiner Seite.

Weiter ging es mit Marita Köllner, die bereits beim Betreten des Zeltes so stürmisch begrüßt wurde, daß sie es erst gar nicht bis auf die Bühne schaffte. Die Stimmung tobte, als das kölsche Urgestein kurzer Hand auf den nächsten Tisch stieg und von dort alle spielend zum Singen und Schunkeln animierte. Der nächste Redner, Martin Schopps („Die Rednersshule“) schaffte es dann aber mit Leichtigkeit, die Mädels wieder „einzufangen“ und mit seinen Gedankengängen zu begeistern.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich die „Sitzung“ dann eher zu einer „Stehveranstaltung“, denn bei den Auftritten von „Kuhl un de Gäng“, „Miljö“, „Räuber“, „Domstürmer“ und den „Klüngelköpp“ hielt es niemand mehr auf seinem, genauer gesagt ihrem Platz. Mittendrin ertanzten sich die Jungs und Mädels der „Kölschen Harlequins“ dann die Herzen und den stürmischen Applaus des Publikums. Sowohl die große, als auch die kleine Tanzgruppe überzeugten mit ihren hart trainierten Choreographien.

Als das Programm gegen 20.30 Uhr endete und die Damen am Ausgang noch von etlichen Herren der K.G. Alt-Köllen verabschiedet wurden, hörte man einhellig „im nächsten Jahr sehen wir uns auf jeden Fall wieder“. Und damit endete wieder ein gelungenes Zeltsitzungswochenende der K.G. Alt-Köllen mit insgesamt rund 5.300 Gästen in drei Sitzungen. Wobei die Session für Kölns neuntälteste Gesellschaft damit noch lange nicht vorbei ist. Sechs weitere Sitzungen und Partys stehen noch im Kalender. Unter www.alt-koellen.de gibt es nicht nur Karten für diese Session, ab heute Nachmittag (10. Januar 2023) beginnt dort auch der Vorverkauf für die begehrten Karten der drei Zeltsitzungen im kommenden Jahr.

Quelle (Text): Karnevalsgesellschaft Alt-Köllen vun 1883 e.V.; (Foto/s): Sigrid Haack, Hans und Juliane Renn




45 Jahre Partnerschaft: Wagenübergabe Prinzen-Garde

Seit nunmehr 45 Jahren stellt Mercedes-Benz die Mobilität der Prinzen-Garde im Karneval durch eine ganze Wagenflotte aus Bussen und Limousinen sicher. „45 Jahre sind alles andere als eine Selbstverständlichkeit“ betonte Niederlassungsleiter Matthias Hindemith, „zumal in Zeiten, in denen jede Partnerschaft immer wieder aufs Neue hinterfragt wird, ob Werte passen und Ziele erreicht werden. Bei der Prinzen-Garde passen sie 100prozentig und deswegen gibt es für Mercedes-Benz mit großem Abstand keine zweite Karnevalspartnerschaft, die so lange besteht.“

Präsident Dino Massi bedankte sich für das enorme Engagement und die Unterstützung des Ehrenamtes: „Wir sind stolz auf die Wagen und wir sind stolz auf 45 Jahre, in denen es keinen einzigen Tag gab, an dem uns ein Fahrzeug im Stich gelassen hätte.“

Kommandant Marcel Kappestein: „Für uns ist es eine  beispiellose Partnerschaft vor allem in diesen Zeiten. Wir würdigen dies auch mit unserer Manöverfahrt im Frühjahr und einem Besuch bei Mercedes-Benz in Stuttgart.“

Neben Bussen gibt es unter anderem eine Limousine für den Präsidenten, der elektrisch und damit emissionsfrei in der Stadt unterwegs sein kann.

Quelle und Foto: Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.




Prinzen-Garde Köln feiert nach Pandemie beim Generalkorpsappell die Wiederkehr des ursprünglichen Karnevals

-hgj/nj- Über 500 Mitglieder und Gäste füllten bei Generalkorpsappell der Prinzen-Garde Köln gestern Abend (5. Januar 2023) den großen Fest- und Bankettsaal des Maritim Hotel Köln am Heumarkt. In Anlehnung an das Gründungsjahr des weiß-roten Korps folgte nach dem eingespielten Imagefilm und dem musikalischen Opening mit bekannten Kölner Gassenhauern um 19.06 Uhr die Begrüßung durch Marcus Gottschalk, welcher nicht nur Schriftführer seiner Gesellschaft ist, sondern auch die Sitzungsleitung seines Korps inne hat.

Hiernach schaute man filmisch zusammen mit Kameraden und Gästen nochmals in die Session 2022 zurück, welche noch recht weit von der heuer zurückgekehrten Normalität des Kölschen Fasteleer entfernt war und größtenteils pandemiebedingt den Verboten der Behörden unterlag. Vor den Tänzen der Kindertanzgruppe „PG Pänz“, meldete sich Marcel Kappestein zu Wort, der alle Anwesenden als Kommandant der Garde seiner Tollität willkommen hieß.

Im Anschluß an den gelungenen Auftritt der „PG Pänz“ standen mit den Ernennungen von Ehrenoffizieren die ersten Ehrungen des Abends an. Hierunter befinden sich unter anderem die im Kölner Karneval bestens bekannten Persönlichkeiten wie Norbert Conrads, Dr. Marco Hollekamp und Ralf Schlegelmilch, Michael Ströter, Martin Zylka, welche ab sofort den Dienstgrad Ehrenleutnant tragen. Hinzu kamen bei den ehrenhalber ausgesprochenen Ehrungen weitere klangvolle Namen wie Lutz Schade, der nunmehr Ehrenhauptmann der Prinzen-Garde ist, Michael Klaas (Ehrenmajor), sowie Curt Rehfuß (Ehrenoberst).

Sodann stand der Aufzug des Korps unter klingendem Spiel des Regimentsspielmannszuges an, die vor der Abnahme des aktiven Korps durch Präsident Dino Massi, weitere musikalische Kölner Lieder intonierten. Nach der Ansprache von Dino Massi rückten Sandra Wüst und Thomas Engel als Tanzpaar des weiß-roten Traditionskorps in den Mittelpunkt der Bühne, die das Publikum in ihrer Uraufführung mit neuen Tänzen verzückten. Bei der Einführung von Kevin Schneider als neuen Fußkorpsführer, präsentierte sich dieser nach seiner Ernennung in seiner neuen Uniform, da der Wechsel aus dem Mannschaftsgrad in den Offiziersrang zum formellen Prozedere gehört.

Vor den 12 anstehenden Vereidigungen der Hospitanten, standen sowohl der Fußkorpstanz wie auch der Abmarsch des Spielmannszuges und der Regimentsfahne an, um auf dem Bühnenboden für Vereidigung, sowie das Gewehrexerzieren und den Gardetanz mehr Raum zu haben. Nach dem gemeinsamen Essen des diesjährigen Appells, begrüßte das designierte Kölner Dreigestirn Korps und Gäste, welches sich riesig auf ihre am folgenden Tag anstehende Proklamation und ihre Reise in den kommenden Wochen zu Sitzungen und Bällen, Besuchen in Seniorenheimen, Hospiz- und Krankenhäusern und vielen weiteren Institutionen freuen.

Im Anschluß an weitere Musiktitel durch das Orchester Helmut Blödgen, fanden die Ehrungen der Jubilare statt, die 25, 40, sowie 50 und 60 Jahre ihrer Prinzen-Garde die Treue halten. Darunter Oberst Fritz Held (40 Jahre), Oberstleutnant Theodor Krämer (50 Jahre) und General Edgar Patzer für sagenhafte 60 Jahre Mitgliedschaft, der sogleich zum Generaloberst befördert wurde. Nach diesen Ehrungen standen die Herren auf der Bühne, welche diesjährig in drei Teilen ihre Beförderungen in den Dienstgraden Oberfähnrich bis Hauptmann, Major bis Oberst und last not but least zum General erfuhren.

Mit der Abmoderation und dem Dank an alle Mitglieder und Gäste endete der Generalkorpsappell 2023 mit den Prinzen-Garde Klängen in weiß und rot durch die Musiker des Regimentsspielmannszuges, die sich hierfür auf der Empore des ersten Oberrangs versammelt hatten.

Quelle und Fotos: © 2023 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Sitzungspremiere wird zum Jubiläumserfolg – Historischer Tag mit janz vill Hätz

Seit 2019 gibt es eine neue Größe im organisierten Karneval: die Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V. wurde vor drei Jahren mit 100 Jahren Gesellschaftserfahrung und 35 Mitgliedern übernommen und stellt sich heute im Jahre ihres 104. Bestehens mit knapp 600 Mitgliedern als eine wirkliche Größe dar.

Dies zeigte sich auch bei der ersten Sitzung, die die Gesellschaft nach 17 Jahren durchführte. „Als wir die Möglichkeit bekamen den Gürzenich für den Sonntag nach der Proklamation dauerhaft zu bekommen, haben wir nicht lange gezögert, sondern direkt zugesagt“, so Präsidentin Tanja Wolters. Ein Riesenprojekt, was sich die „junge“ Gesellschaft aufgeladen hat. „Es hat zwar Schweiß und Tränen gekostet, aber es war jede Anstrengung wert, wenn ich das Ergebnis sehe“, so die strahlende Präsidentin weiter.

Und wirklich: die Sitzung war von der ersten bis zur letzten Sekunde ein Riesenerfolg, was auch aber nicht ausschließlich an dem unglaublich starken Programm lag. Neben diesem versteht es die Gesellschaft immer mit der Liebe zum Detail, einem Augenzwinkern zu sich selbst und authentischer Frohsinnigkeit zu überzeugen. Und dieser frohsinnige Funken ist – auch dank der professionellen Moderation der Sitzungspräsidentin und einem aktiv feiernden Elferrat – von der ersten Minute an auf das Publikum übergesprungen.

So begann die Sitzung direkt mit einer Riesenüberraschung: anstelle von einem Traditionskorps marschierten direkt zwei Korps auf: die KKG Nippeser Bürgerwehr 1903. e.V. machten gemeinsam mit den Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. den Anfang – allerdings ohne Elferrat. Dafür allerdings in getauschten Uniformen: die beiden Präsidenten auf der Bühne Michael Gerhold in rut-wieß und Heinz-Günther Hunold in orange überlegten gemeinsam am Mikrofon, daß „die Frohsinn“ ja dafür bekannt ist anders zu sein…aber so anders? Eine Sitzung ohne Elferrat? Der marschierte mit glitzernden Pompons dann doch noch im Anschluß ein. Ein gelungener Beginn, mit dem niemand gerechnet hatte.

Und genauso gelungen ging es dann weiter: erster musikalischer Act war „Kasalla“, die nicht nur mit ihrer neuen Nummer überzeugten, sondern mit ihren rockigen Tönen den Saal von Minute eins an in Partystimmung versetzten. Danach traf „De Frau Kühne“ (Ingrid Kühne) nicht nur bei den Damen ins Herz und ließ kein Auge trocken. „JP Weber“ (Jörg Paul Weber), den die frohsinnige Gemeinde bereits durch gemeinsame Online Veranstaltungen während der Pandemie kannte, berührte mit seinen lustigen und pointierten Krätzchen in einem mucksmäuschenstillen Saal. Krönender Abschluß vor der Pause war „cat ballou“, die bei der textsicheren Frohsinns-Gemeinde riesig gefeiert wurden.

 

Nach der Pause begann es erneut auf frohsinnig andere Art: dieses Mal war zwar der Elferrat vor Ort, jedoch suchte der 1. Vorsitzende Andreas Wolf die Sitzungspräsidentin, die nicht auf der Bühne erschien. Er moderierte „De Höppemötzjer“ an und die Sitzungspräsidentin – lange selber Tänzerin bei den „Höppemötzjer“ und Mariechen bei den Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. – schwebte in einer Hebefigur in den Saal. Ein erneut etwas anderer und gelungener Beginn für die zweite Abteilung.

Und erstklassig ging es im Programm weiter, welches zu Recht die Auszeichnung „Echt kölsche Sitzung“ trug, da es neben Rednern und Kölschen Bands eben auch aus einer Tanzgruppe und dem Auftritt des Kölner Dreigestirns bestand. „Der Sitzungspräsident“ Volker Weininger, der ebenfalls exklusive Online Auftritte während der Pandemie mit der Gesellschaft gestaltete, trat in Höchstform auf und die Menge tobte zu seinen Witzen mit Frohsinns-Bierglas in der Hand. Dann kam der langersehnte Augenblick: das frisch proklamierte Kölner Dreigestirn 2023 zog mit Prinzenequipe auf. Ihr Motto „Drei Fründe für 86 Veedel“ spürte man durch eine große Nähe zum Publikum, welches die drei entsprechend feierte. Im Anschluß heizte „Brings“ ordentlich ein und schuf mit ihren Balladen trotz allem auch besinnliche Momente. Als Highlight zum Schluß traten die „Paveier“ auf, die wie immer mit ihrer Mischung aus Evergreens und ihrem neuen Lied „Humba, Humba“ überzeugten.

Zu guter Letzt folgte das Finale, bei dem es sehr emotional wurde, da im vollen Gürzenich zum ersten Mal das im letzten Jahr erschienene Frohsinns-Lied „Mir sin die Große KG Frohsinn“ (siehe Liedtext) zum Besten gegeben wurde. Musikalische Unterstützung erhielten Vorstand und Elferrat auf der Bühne durch Michael Kuhl, der das Lied gemeinsam mit allen sang. Emotionen pur und ein wundervoller Abschied der – wie könnte es auch anders sein – nur durch ein Konfetti-Feuerwerk in Herzform getoppt werden konnte.

„Das heute, war für uns ein riesiger Meilenstein in der Geschichte unserer Gesellschaft“, so die glückliche Sitzungspräsidentin nach der Veranstaltung. „Genau an dieser Stelle haben Mitglieder unserer Gesellschaft nach dem zweiten Weltkrieg geholfen den Gürzenich wiederaufzubauen. Wir haben hier heute einen Stein im Mosaik des Sitzungskarnevals erschlossen. Insofern schließt sich hier heute für uns ein Kreis.“

Wer die frohsinnige Gesellschaft in diesem Jahr nochmal in Aktion erleben möchte hat noch alle Möglichkeiten: am 20. Januar 2023 findet die Frohsinnsparty unter dem Motto „Konfetti-Club“ im Wartesaal am Dom statt. Hier stehen „Eldorado“, die „Domstürmer“, „cat ballou“ und die „Klüngelköpp“ auf dem Programm der Gesellschaft. Tickets sind online erhältlich unter ticket io.

Quelle (Text): Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V.; (Foto/s): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de  sowie Vera Drewke Photography




Der Neumarkt bebt auch bei der zweiten Volkssitzung der K.G. Alt-Köllen

Nach der ersten, auch „Volksproklamation“ genannten Volkssitzung am Samstag (7. Januar 2023), ging es tags darauf Schlag auf Schlag weiter. Die K.G. Alt-Köllen hatte zur zweiten Volkssitzung geladen und das große Festzelt war abermals mit zweitausend Besucherinnen und Besuchern ausverkauft – was gerade in diesen Zeiten nicht selbstverständlich ist.

Der Elferrat, mit dem am Vortag offiziell inthronisierten Präsidenten Stephan Degueldre an der Spitze, zog wie immer mit einer großen Abordnung der „Plaggeköpp“ in Zelt. Wie immer eröffnete dann ein Traditionskorps die Sitzung. An diesem Sonntag die Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel.

„Werbefachmann“ Bernd Stelter als erster Redner brachte das Zelt ausgiebig zum Lachen, bevor direkt danach das Kölner Dreigestirn mit „Prinz Boris I.“, „Bauer Marco“, „Jungfrau Agrippina“ in Begleitung des Festkomitee-Präsidenten Christoph Kuckelkorn die Jecken begrüßte und mit seinem Auftritt das Zelt begeisterte. Quasi ein Heimspiel, war das Trifolium 2023 doch erst am Tag zuvor bereits an dieser Stelle frenetisch gefeiert worden.

Das fast sechsstündige Programm ging weiter mit Marc Metzger als „Dä Blötschkopp“, dem es wieder gelang, daß die zweitausend Jecke zuhörten und mitlachten. Danach folgte der Musikteil mit „Räuber“, Die „Cöllner“ und den „Höhnern“. Selbstverständlich hielt es dabei keinen mehr auf seinem Sitz. Das ganze Zelt stand, sang und schunkelte mit.

Ein weiterer Höhepunkt war natürlich der Auftritt der eigenen Tanzgruppen der kleinen und großen „Kölsche Harlequins“. Man sah den jungen Tänzerinnen und Tänzern ihre große Freude an, wieder für die Gäste von Alt-Köllen tanzen zu dürfen.

„Bläck Fööss“, „Kasalla“ und schließlich „Brings“ mit einer fulminanten Schlussnummer sorgten dafür, daß die ausgelassene Stimmung im Zelt bis zur letzten Minute am Kochen blieb.

Der Sitzungsmarathon auf dem Neumarkt ist damit aber noch lange nicht zu Ende. Denn bereits am nächsten Tag lädt die K.G. Alt-Köllen abermals ins Zelt zur legendären Mädchensitzung „Nümaats Wiever“. Wer auch in 2024 auf dem Neumarkt feiern möchte, muß sich bald beeilen. Bereits am Dienstagnachmittag (10. Januar 2023) startet der Vorverkauf für die nächste Session unter www.alt-koellen.de.

Quelle (Text): K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.; (Foto/s): Sigrid Haack und Hans und Juliane Renn

 




LVR zeichnet Engagement für mehr jüdische Sichtbarkeit im Karneval aus

V.l.n.r.: Stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Köln Ralf Heinen, Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Aaron Knappstein, Präsident der Kölsche Kippa Köpp und LVR-Direktorin Ulrike Lubek waren bei der Verleihung des Rheinlandtalers zugegen

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat die jüdische Karnevalsgesellschaft Kölsche Kippa Köpp e. V. vun 2017 mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie „Kultur“ ausgezeichnet. Durch die Aktivitäten der jüdischen Karnevalsgesellschaft wird deutlich, daß jüdische Kölner immer Teil des vielfältigen karnevalistischen Lebens in der Stadt Köln waren. Im Rahmen eines „Karnevalistischen Frühschoppens Falafel & Kölsch 3.0“ in der Synagoge an der Kölner Roonstraße nahm der Präsident der Gesellschaft, Aaron Knappstein, die Ehrung am 8. Januar 2023 entgegen.

„Der ‚Kölsche Kippa Köpp‘ setzt sich auch außerhalb der „fünften Jahreszeit“ unermüdlich gegen Alltagsantisemitismus ein, positioniert sich und zeigt Flagge. Der Verein integriert sich hervorragend in das bunte, vielfältige Köln und ist eine wahre Bereicherung. Darüber hinaus zeigen die „Kölsche Kippa Köpp“ das, was den Kölner Karneval so einzigartig macht: Jede Jeck is anders, jede Jeck ist willkommen!“, bekräftigte Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, in ihrer Laudatio.

Der 2017 ins Leben gerufene Verein „Kölsche Kippa Köpp“ gründete sich in Anlehnung an den „Kleinen Kölner Klub“ – den ersten jüdischen Karnevalsverein von 1922. Mit kölschem Humor, Dialekt und Prunksitzungen in namhaften Festsälen, wie der Wolkenburg, unterschied sich der „Kleine Kölner Klub“ nicht von anderen Karnevalsgesellschaften – nur waren die Mitglieder ausnahmslos Juden. Mit der Verfolgung durch das Naziregime fanden die Aktivitäten der jüdischen Karnevalsgesellschaft 1933 jedoch ein jähes Ende. Die „Kölschen Kippa Köpp“ möchten die Erinnerung an den Verein von 1922 wachhalten. Der eigens von Rolly Brings für die Karnevalsgesellschaft geschriebene Song „Schalom und Alaaf!“ betont die integrative Kraft des Vereins. Dank ihres Engagements für mehr jüdische Sichtbarkeit im Kölner Karneval sind die „Kölsche Kippa Köpp“ seit 2022 hospitierende Mitgliedsgesellschaft im Festauskomitee Kölner Karnevals von 1823.

Der LVR macht unter dem Slogan „LVR. Rheinland. Ausgezeichnet.“ herausragende Verdienste im Hinblick auf gesellschaftliches und kulturelles Engagement sowie besondere kulturwissenschaftliche oder künstlerische Leistungen sichtbar, indem er verschiedene Auszeichnungen und Preise verleiht. Den Rheinlandtaler können Personen, Organisationen oder Unternehmen erhalten, die sich in besonderer Weise im Rheinland engagieren und dabei die Werte und Leitgedanken des LVR leben. Zu der Kategorie „Kultur“ gehören unter anderem die Themengebiete landschaftliche Kulturpflege, Brauchtum, Volks- und Landeskunde und kulturelle Entwicklung sowie das multinationale Zusammenleben im Rheinland. Über die Vergabe der Auszeichnung entscheidet der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland.

Weiterführende Informationen über die Preise des LVR und die damit verbundenen Verdienste stehen unter www.rheinland-ausgezeichnet.lvr.de zur Verfügung.

Quelle (Text): Landschaftsverband Rheinland (LVR- Fachbereich Kommunikation); (Foto): Uwe Weiser