15 Jahre Engagement und Lebensfreude: De Kölsche Madämcher feierten Jubiläums Madämcher Schoppen im Kölner Tanzbrunnen

Am vergangenen Freitag (6. Februar 2026) feierten De Kölsche Madämcher ihren Jubiläums Madämcher Schoppen im restlos ausverkauften Kölner Theater am Tanzbrunnen und zahlreichen Gästen auf der Bühne. Anlaß für das Jubiläum war das 15jährige Bestehen der Gesellschaft, das gemeinsam mit zahlreichen Gästen, viel Musik und echter kölscher Lebensfreude zelebriert wurde.

 

Bereits das traditionelle Spalier der Damen zur Begrüßung der Gäste brachte die Jecken früh in beste Feierlaune. Mit dem feierlichen Einzug der Kölsche Madämcher durch das bereits bestens gelaunte Publikum begann ein wahrlich triumphaler Abend. Die Präsidentin Gabriele P. Gérard begrüßte die Jecken und stimmte sie auf einen abwechslungsreichen Abend ein. Dabei hob sie noch einmal das diesjährige Sessionsmotto hervor. „ALAAF –  mer dun et för Kölle“ rückt das Ehrenamt in den Fokus und nur durch ganz viel ehrenamtliches Engagement so eine Veranstaltung wie der Madämcher Schoppen möglich. Und weil auch sie sich an einem solchen Abend volleinbringt, litten dieses Mal ihre Stiefel besonders. Doch als Profi hatte sie vorgesorgt und vorsichtshalber ein zweites Paar dabei. Und keiner der Gäste hat’s gemerkt.

Den stimmungsvollen Auftakt gestalteten die Schwestern der 1. Damengarde Coeln, die als Eisbrecher den Tanzbrunnen direkt für sich einnahmen.

Für den musikalischen Start sorgte anschließend „cat ballou“ – selbstverständlich mit einem Hauch „Eau de Cologne“. Hochkarätig ging es im weiteren Verlauf des Abends weiter: „Tacheles“, „Domstürmer“, „Räuber“, „Hopfenkelchen“, „Black Fööss“ und „Miljö“ sorgten mit ihren Auftritten für abwechslungsreiche musikalische Höhepunkte. Auch Mr. Music Sayhan Krämer trug mit seinem Gespür für den richtigen Moment maßgeblich zur ausgelassenen Stimmung im Saal bei.

Neben dem Bühnenprogramm nahmen die Ehrungen einen besonderen Stellenwert ein. Ein emotionaler Höhepunkt war dabei traditionell die Auszeichnung zum „Madämcher des Jahres“. In diesem Jahr durfte sich Melanie Rein über diese besondere Würdigung freuen. Seit fünf Jahren ist sie Mitglied bei De Kölsche Madämcher und gilt als echte Frau für alle Fälle. Mit großem Engagement bringt sie sich im Organisationsteam ein und trägt maßgeblich dazu bei, daß zum Beispiel ein Tanzbrunnen beim Madämcher Schoppen jedes Jahr in vollem Glanz erstrahlt. Der begeisterte Applaus zeigte die hohe Wertschätzung, die ihr innerhalb der Gesellschaft entgegengebracht wird.

Zusätzlich wurde Melanie Rein später gemeinsam mit Andrea Anders, Ivone Baniski, Sandra Ciancolo, Jacqueline Ludwig, Dorothee Müller, Saskia Rotau, Birgit Simons, Laura van de Beeck und Beatrix Wagner für ihre fünfjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Sie tragen nun stolz die Medaille für fünf Jahre Zugehörigkeit. Für zehn Jahre Mitgliedschaft erhielten Helga Klever, Sandra Schmies, Jacqueline Werz und Franziska Zschiegner einen glitzernden KM-Pin für den wunderschönen Madämcher Hut.

Eine ganz besondere Ehrung wurde Else Dunkels zuteil. Sie wurde vom Festkomitee Kölner Karneval mit dem Verdienstorden in Silber ausgezeichnet. Damit wurde ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement gewürdigt, das sie von Beginn an in unterschiedlichen Ämtern innerhalb des Vereins geleistet hat und bis heute mit großem Einsatz fortführt.

Die Prämierung der besten Kostüme des Abends ist zwischenzeitlich ein Ansporn für die Jecken, In diesem Jahr fiel der Jury die Entscheidung besonders schwer, denn die phantasievollen und detailreichen Verkleidungen waren ein wahrer Augenschmaus. Daher wurden gleich drei Kostüme ausgezeichnet, was vom Publikum mit großem Applaus honoriert wurde.

Auch die enge Verbundenheit zu befreundeten Gesellschaften und Bands wurde an diesem Abend sichtbar. Im Namen der Kölschen Madämcher überreichte Präsidentin Gabriele Gérard eigens angefertigte Jubiläumstorten an die „Domstürmer“ (20 Jahre), die Karnevalsgesellschaft Fidele Fordler (25 Jahre) – vertreten durch ihren Präsident Frank Klever – sowie an die „Räuber“ (30 Jahre). Die liebevoll gestalteten Torten wurden von Jacqueline Werz gefertigt und unterstrichen auf besondere Weise die Wertschätzung für die Jubilare. Und natürlich gab es auch für De Kölsche Madämcher eine eigene Jubiläumstorte.

Stolz zeigte sich Frank Klever über den Auftritt des Tanzcorps der KKG Fidele Fordler, das mit Präzision, Leidenschaft und sichtbarer Freude ein starkes Zeichen für gelebte karnevalistische Tradition setzte.

Ein weiterer emotionaler Höhepunkt des Abends war der Besuch des Kölner Dreigestirns. Mit seiner Präsenz und einem eindrucksvollen Appell für das kölsche Brauchtum verlieh es dem Jubiläums Madämcher Schoppen einen zusätzlichen festlichen Rahmen. Darüber hinaus durfte sich das Dreigestirn über einen Scheck in Höhe von € 333,33 freuen, der deren sozialem Projekt CAYA e.V. zugutekommt.

Weit nach Mitternacht fand der Abend seinen stimmungsvollen Abschluß: Präsidentin Gabriele Gérard bedankte sich herzlich für die grandiose Stimmung sowie den engagierten Einsatz aller Beteiligten und verabschiedete die Gäste mit einem großen Konfettifinale.

Mit diesem Jubiläums Madämcher Schoppen haben De Kölsche Madämcher eindrucksvoll bewiesen, dass kölsche Tradition, Engagement und pure Lebensfreude auch nach 15 Jahren nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben.

Quelle (Text): KG De Kölsche Madämcher e.V.; (Foto/s) KG De Kölsche Madämcher e.V. / Gerd Schäfer




Warum man die Sitzungen der Kölsche Grielächer erlebt haben muß

-hgj/nj- Wer wissen will, wie echter Kölner Sitzungskarneval klingt, aussieht und sich anfühlt, kommt an der KG Kölsche Grielächer nicht vorbei. Mit der 1. Miljöh-Sitzung am 8. Februar 2026 im Bankett- und Festsaal des Maritim Hotels am Heumarkt bogen die grün-blauen Jecken endgültig auf die Zielgerade ihres Sitzungskarnevals ein – und lieferten einmal mehr den Beweis, warum ihre Veranstaltungen seit Jahren zu den gefragtesten der Stadt zählen.

Dabei begann die Session für die Grielächer längst nicht erst im Februar. Schon der traditionelle Herrenfrühschoppen und insgeheime Sessionsauftakt vier Wochen vor dem 11. im 11. Mite Oktober 2025 im Humboldt-Gymnasium am Sachsenring eröffnete den jecken Reigen, gefolgt von der Herrensitzung zum Jahresauftakt und der Mädchensitzung am vergangenen Donnerstag. Die Miljöhsitzung bildete nun – als vorletzte Sitzung der Session – einen weiteren Höhepunkt im prall gefüllten Veranstaltungskalender.

Fast ausverkauft präsentierte sich der große Festsaal des Maritim, als Präsident Udo Schaaf und der Elferrat unter den Klängen der EhrenGarde der Stadt Köln einmarschierten. Besonders herzlich fiel der Empfang für zahlreiche Ehrengäste sowie für langjährige Freunde aus den Niederlanden aus – eine Verbindung, die tief in der Geschichte der Gesellschaft verwurzelt ist und eng mit Ehrenmitglied Henry Schroll sowie dem unvergessenen, vor zwei Jahren verstorbenen Präsidenten Rudi Schetzke verbunden bleibt.

Karnevalistische Vielfalt zog sich wie ein roter Faden durch den Abend: Die EhrenGarde, von Kennern liebevoll „Spinat un Ei“ genannt, begeisterte mit tänzerischen Darbietungen ihres Tanzpaares und einem schwungvollen Potpourri. Anschließend bewies „J.P. Weber“ (Jörg-Paul Weber) einmal mehr, warum er zu den scharfzüngigsten und treffsichersten Rednern des kölschen Fasteleers zählt – pointiert, intelligent und stets nah, aber auch kritisch am kölschen Alltag und den Versäumnissen der Kölner Politik.

 

Als die „Bläck Fööss“ die Bühne betraten, verwandelte sich der elegante Festsaal endgültig in ein Tollhaus. Von Klassikern der 1970er Jahre bis zu den aktuellen Sessionsliedern schunkelte, tanzte und sang der Saal aus voller Kehle mit. Die Folge: mehrere Zugaben, bevor Bernd Stelter als „Werbefachmann“ mit viel Applaus und herzhaftem Lachen übernommen wurde. Den musikalischen Schlußpunkt vor der Pause setzten „Kasalla“, deren Songs zwischen Parkett und den beiden Rängen widerhallten.

Nach der Pause folgte ein Auftritt, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird: Das Tanzcorps „Rheinmatrosen“ der Großen Mülheimer K.G. sorgte mit spektakulären Hebungen, rasanten Salti und beeindruckender Präzision für kollektives Staunen. Ah- und Oh-Rufe ließen dem Publikum kaum Zeit zum Durchatmen, während die Tänzerinnen und Tänzer scheinbar mühelos durch die Luft wirbelten.

Mit Guido Cantz, dem „Mann für alle Fälle“, blieb das Stimmungsniveau hoch – stehende Ovationen und laute Zurufe inklusive. Die „Höhner“ übernahmen anschließend das musikalische Zepter, bevor der Besuch des Kölner Dreigestirns den offiziellen Höhepunkt markierte. „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ sammeln für CAYA e.V., die medizinische Hilfe für wohnungs- und obdachlose Menschen in Köln organisiert. Die Kölsche Grielächer steuerten weitere € 1.111,00 bei und unterstrichen damit ihr soziales Engagement.

Nach dem Auszug des Kölner Dreigestirns ließen die Räuber die 1. Miljöhsitzung stimmungsvoll mit ihren Lieder, Hits und Evergreens ausklingen. Erst kurz vor Mitternacht endete der Abend – bei Kölsch, Büffet und vielen guten Gesprächen sozusagen als Sitzungsnachlese im Foyer.

Besonders bemerkenswert: Im Jubiläumsjahr 9 x 11 Jahre Kölsche Grielächer bewies die Gesellschaft einmal mehr Haltung und Herz. Mit dem „Grielächer Dank“ ehrten sie den Grand Senior des Kölner Karnevals, Ludwig Sebus (100). Zudem wurden gleich zwei neue Ehrengrielächer ernannt: Oberbürgermeister Torsten Burmester sowie Christoph Kuckelkorn (Foto ganz oben), der nach 21 Jahren im Festkomitee Kölner Karneval – zuletzt als Präsident – sein Amt aus beruflichen Gründen niederlegt.

Fazit: Wer Sitzungen sucht, die Tradition, Qualität, Emotion und kölsche Seele vereinen, ist bei den Kölsche Grielächern genau richtig. Ihre Veranstaltungen sind mehr als Karneval – sie sind ein Versprechen. Und wer einmal dabei war, weiß: Dieses Miljöh erlebt man nicht, man spürt es.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Kostümsitzung mit Herz, Humor und närrischen Hochkarätern – Die KG Müllemer Junge feiert den Karneval in Bestform

-hgj/nj- Ausverkauft, bunt kostümiert und getragen von einer mitreißenden Stimmung: Die Große Kostümsitzung der KG Müllemer Junge in der Stadthalle Köln präsentierte sich auch in diesem Jahr als echtes Highlight des rheinischen Karnevals – ein Nachmittag, der Generationen verband und das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zog.

Mit sicherem Gespür für Dramaturgie und Timing führte Literat und Sitzungsleiter Alexander Dick durch ein Programm, das kaum Wünsche offenließ. Hinter den Kulissen sorgte Pressesprecherin Silke Dick mit viel Einsatz dafür, daß Abläufe reibungslos funktionierten und Künstler punktgenau auf die Bühne traten. Präsident Siegfried Schaarschmidt nutzte die gewonnene Zeit, um sich intensiv den anwesenden Medienvertretern zu widmen – nahbar, präsent und ganz im Sinne eines modernen Vereinslebens.

Schon beim Einmarsch des gemischten Elferrates lag spürbare Vorfreude in der Luft, die sich mit dem ersten Programmpunkt fulminant entlud: Die REZAG Husaren (KG Fidele Grön-Wieße Rezag Porzer Ehrengarde e.V.) eröffneten mit einer über 35minütigen, energiegeladenen eine hochfrequente Show mit flotte Schritten, Sprüngen, Hebungen in Grün und Weiß und setzten damit direkt ein erstes Ausrufezeichen.

Was folgte, war ein karnevalistisches Feuerwerk: Martin Schopps überzeugte mit scharfzüngigem Witz und treffsicherer Alltagsbeobachtung in Unterricht seiner „Rednerschule“, während „Kasalla“ mit kölschen Tönen und emotionaler Wucht das Publikum zum Mitsingen brachte. Das Tanzcorps „Echte Fründe“ der Flittarder KG begeisterte mit tänzerischer Präzision und eindrucksvollen Hebefiguren von der ersten Minute bis zum Schlußbild ihrer Zugaben.

Im weiteren Verlauf des Abends gaben sich die Größen des Kölner Karnevals die Klinke in die Hand: Guido Cantz brillierte als „Der Mann für alle Fälle“ mit gewohnt pointiertem Humor, die „Höhner“ lieferten musikalische Gänsehautmomente – und mit dem Auftritt von Volker Weininger „Der Sitzungspräsident“ erreichte die Stimmung einen weiteren Höhepunkt. Spätestens hier hielt es niemanden mehr auf den Sitzen.

Nach der Pause sorgte das Kölner Dreigestirn für einen der emotionalen Höhepunkte der Sitzung und brachte mit seiner Präsenz den traditionellen Glanz des Karnevals auf die Bühne.

Besonders bewegend wurde es beim Auftritt der Original Matrosen vum Müllemer Böötche. Das vereinseigene Tanzcorps, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, verabschiedete im Rahmen seiner Darbietung mehrere Tänzerinnen und Tänzer (Estelle Biertz, Janina Görs, Lena Hallen, Michael Hammes, Rebecca Klat, Laura Rausch, Michelle Stroh, Alex und Laura Tippelhorn, Artur und Lisa Tschinse und Michael Zarbock) von der großen Bühne. Ein Moment voller Dankbarkeit, Stolz und Wehmut, der das Publikum tief berührte und mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde.

Musikalisch blieb das Niveau bis zum Schluß hoch: Die „Bläck Fööss“ und „cat ballou“ rissen den Saal noch einmal mit, bevor die Saalkapelle Markus Quodt den Abend stimmungsvoll ausklingen ließ.

Die KG Müllemer Junge bewies eindrucksvoll, warum sie zu den festen Größen im Kölner Karneval zählt: Mit einem abwechslungsreichen, familienfreundlichen Programm, hochkarätigen Künstlern und einem feinen Gespür für die richtige Mischung aus Tradition und Moderne wurde diese Kostümsitzung zu einem unvergesslichen Erlebnis – und macht schon jetzt Lust auf die kommenden Jahre, die vielerorts bereits ausverkauft sind.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Flora bebt: KKG Alt-Lindenthal feiert mit 1.000 jecken Frauen eine unvergeßliche Mädchensitzung

-hgj/nj- Was für ein Nachmittag! Wenn die KKG Alt-Lindenthal e.V. zur Mädchensitzung in die Flora lädt, bleibt kein Platz leer – und so verwandelte sich der prachtvolle Saal am 8. Februar 2026 in ein Meer aus Kostümen, Konfetti und purer Lebensfreude. Schon beim Einlaß lag dieses besondere Kribbeln in der Luft, das nur der Kölner Karneval erzeugen kann.

Von der ersten Minute an jagte ein Höhepunkt den nächsten. Mit strahlender Präsenz zogen das Kölner Dreigestirn und das Kinderdreigestirn zusammen mit Elferrat, Präsident Carl Hagemann und der 1. Vorsitzenden Anja Skupin in den Saal ein und sorgten für Gänsehaut und tosenden Applaus. Danach gab sich die kölsche Spitzenklasse förmlich das Mikrofon in die Hand: Das Traditionskorps der Altstädter Köln 1922 e.V. beeindruckte mit Haltung, Tanz, Musik und Herzblut, Guido Cantz brillierte als „Der Mann für alle Fälle“ mit scharfem Witz und treffsicheren Pointen, während Bands wie die „Höhner“, „Kasalla“ und die „Klüngelköpp“ die Flora zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen brachten. Ingrid Kühne alias „De Frau Kühne“ und Martin Schopps mit seiner „Rednerschule“ bewiesen einmal mehr, warum sie zu den beliebtesten Rednern der Stadt gehören, und auch die StattGarde Colonia Ahoj setzte mit schwungvollen Auftritten ihrer Bordkapelle, Shanty-Chor und dem Tanzkorps farbenfrohe Akzente.

Ein echter Hingucker war in diesem Jahr der Elferrat: Statt klassisch geschniegelt präsentierte sich das Gremium als Schar fleißiger Heinzelmännchen. Damit griff die Gesellschaft augenzwinkernd das Sessionsmotto „ALAAF – Mer dun et för Kölle!“ auf. Die Botschaft dahinter: Ohne das Engagement unzähliger Ehrenamtlicher wäre der Fastelovend nicht das, was er ist. Das Bild der emsigen Heinzelmännchen brachte diese Wertschätzung charmant und sichtbar auf die Bühne.

Für besonders bewegende Momente sorgte der Abschied von Ingrid Kühne aus dem aktiven karnevalistischen Bühnenleben. Mit viel Herzlichkeit und einem Hauch Wehmut verabschiedete das Publikum eine Künstlerin, die über Jahre hinweg die Säle zum Lachen gebracht hat. Als liebevolle Geste überreichte die KKG Alt-Lindenthal ihr einen symbolträchtigen Ofenhandschuh samt Adlerfigur – eine augenzwinkernde Reminiszenz an ihr aktuelles Programm, in dem sie den Vergleich mit einem Falkner zieht. Der Applaus wollte kaum enden.

Doch damit nicht genug: Gemeinsam mit den Krieler Geschäftsleuten, die traditionell die Straßenkarnevalseröffnung am Hermeskeiler Platz mitgestalten, kündigte die Gesellschaft an, an Weiberfastnacht € 1.000,00 an die Ingrid-Kühne-Stiftung zu überreichen. Die Organisation unterstützt Kinder und Familien, die Hilfe benötigen – ein starkes Zeichen dafür, daß der Karneval in Köln immer auch Herz zeigt.

Auch die junge Generation bekam ihre große Bühne. Elferratsmitglied Michael Kokott brachte zusammen mit dem Chor der „Lucky Kids“ frischen Schwung ins Programm und zeigte eindrucksvoll, wie viel Talent im kölschen Nachwuchs steckt. Der Saal dankte es mit begeistertem Applaus.

Am Ende stand ein närrisch-bunten Nachmittags, der alles vereinte, was den Fastelovend ausmacht: überschäumende Stimmung, rührende Augenblicke, musikalische Höhepunkte und das unverwechselbare Gefühl von Zusammenhalt. Die Mädchensitzung der KKG Alt-Lindenthal hat einmal mehr bewiesen, daß sie zu den Glanzlichtern der Session gehört – und die Flora war dafür die perfekte Bühne.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Thomas ten Thij
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Kölsche Lebensfreude im Kristallsaal – Eine Kostümsitzung, die Herzen hob und Geschichte schrieb

Waltraud Piel und Udo Beyers vor der Überraschungsdekoration zu dessen 2 x 11. Präsidentenjubiläum

-hgj/nj- Wenn der Kristallsaal der Koelnmesse in ein funkelndes Meer aus Farben, Kostümen und kölscher Herzlichkeit getaucht wird, dann ist klar: Der Kölner Karnevals-Verein UNGER UNS von 1948 e.V. hat zur Kostümsitzung geladen. Und was die Jecken an diesem Sonntag (8. Februar 2026) erlebten, war eine Karnevalsveranstaltung von außergewöhnlicher Dichte, Wärme und Strahlkraft – ein Fest, das noch lange in den Gedanken der Gäste bleibt.

Mit dem Einmarsch des Elferrates begann ein Nachmittag, der vom ersten Moment an unter einem guten Stern stand. Zum klingenden Spiel des Regimentsspielmannszuges der Kölsche Funke rut-wieß zog der Elferrat in den Kristallsaal ein und wurde vom närrisch kostümierten Publikum frenetisch begrüßt. Nach der herzlichen Begrüßung durch UNGER UNS-Präsident Udo Beyers ließen die Roten Funken keinen Zweifel daran, daß sie gekommen waren, um Maßstäbe zu setzen: Mit ihrem aktuellen Bühnenprogramm, den Tänzen des Tanzpaares und weiteren musikalischen Glanzstücken spielten sie den Saal in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur.

Nicht unerwähnt bleiben darf ein ganz besonderer Akt kölscher Großzügigkeit: Heinz-Günther Hunold, Ehrenpräsident der Kölsche Funke rut-wieß, spendierte als Kommandant seiner Roten Funken an diesem Tag dem Verein spontan 100 Liter Kölsch – und erhöhte diese Summe nach einem humorvollen Zuruf aus dem Saal kurzerhand auf 200 Liter. Ein herzliches Dankeschön dafür an einen Freund des Karnevals und Unterstützer des einzigen Vereins unter dem Dach des Festkomitees Kölner Karneval.

Dass diese Sitzung frühzeitig ihren ersten Höhepunkt erreichte, war dem Auftritt von Volker Weiniger als „Der Sitzungspräsident“ zu verdanken. Sein hochprozentig beschwipster Redebeitrag wurde vom Publikum gefeiert, als habe die Sitzung bereits ihren stimmungsmäßigen Zenit erreicht – ein Beweis für die ungebrochene Kraft des klassischen kölschen Wortwitzes.

Musikalisch ging es nahtlos weiter: „cat ballou“ präsentierten bekannte Ohrwürmer ebenso wie neue Hits der Session und rissen das Publikum von den Sitzen. Die lautstark geforderten Zugaben zeigten, wie tief die Songs der Band im Herzen der Jecken verankert sind. Kaum verklungen, übernahm das Tanzcorps „Rheinmatrosen“ der G.M.K.G. die Bühne und setzte mit seiner bekannten tänzerisch-akrobatischen Präzision und Ausdruckskraft einen weiteren Glanzpunkt.

Den Abschluß der ersten Abteilung gestalteten – auf Einladung von Waltraud Piel, der Literatin des Vereins – die Jungs von „Miljö“. Mit ihrer unverwechselbaren Art begeisterten sie die Gäste aus nah und fern und machten eindrucksvoll klar, warum sie eine Woche vor Karnevalssonntag nicht mehr aus dem kölschen Sitzungskarneval wegzudenken sind.

Mit dem Einzug des Tanzkorps „Kölner Rheinveilchen“ begann die zweite Halbzeit dieser außergewöhnlichen Kostümsitzung. Gemeinsam mit dem Publikum und dem UNGER UNS-Elferrat zogen sie in den Saal ein – begleitet von Begeisterungsstürmen, die den Kristallsaal erzittern ließen. Ein Tusch nach dem anderen, gespielt vom Orchester Touche, begleitete die folgenden Programmpunkte, bei denen das Publikum kaum Luft zum Durchatmen fand: „Brings“, Martin Schopps mit seiner „Rednerschule“, „Kasalla“ und Guido Cantz – „Der Mann für alle Fälle“ gaben sich die Klinke in die Hand und sorgten für ein karnevalistisches Feuerwerk, von dem man schlicht nicht genug bekommen konnte.

Den würdigen Abschluß dieser Sitzung im 2 x 11. Präsidentenjahr von Udo Beyers gestalteten die „Domstürmer“, Ehrenmitglieder des KKV UNGER UNS. Ihr Finale war emotional, kraftvoll und zutiefst kölsch in all ihren Liedern- ein Finale, wie er passender kaum hätte sein können.

Besonders bewegt zeigte sich Waltraud Piel, die an diesem Tag letztmalig nach 25 Jahren im Elferrat Platz nahm. Der Blick von der Bühne über die Künstler hinweg in den begeisterten Saal hinein sei, so ihre Worte, einer der schönsten im gesamten Kölner Karneval gewesen – ein Moment, der ihre lange ehrenamtliche karnevalistische Laufbahn würdig krönte.

Diese Kostümsitzung von UNGER UNS war mehr als ein Programmnachmittag: Sie war ein lebendiges Bekenntnis zu kölscher Tradition, zu Gemeinschaft und zu jener unvergleichlichen Lebensfreude, die den Kölner Karneval seit jeher auszeichnet.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Rolf Simons
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Kölsche Draumnaach 2026 – Ein funkelnder Abend zwischen Tradition, Klanggewalt und rheinischer Seele

-hg/nj- Als am Samstagabend (7. Februar 2026), die schweren Türen des ehrwürdigen Gürzenich sich öffnen, lag ein Hauch von Magie in der Luft. Es war nicht irgendeine Karnevalssitzung – es war die „Kölsche Draumnaach“, jene glanzvolle Festveranstaltung der Rote Funken, die längst als stilistischer Höhepunkt der Session gilt. Ein Abend, der Tradition nicht nur bewahrte, sondern in ein schillerndes Gesamterlebnis verwandelte.

Ein Fest für alle Sinne
Schon der Sektempfang ließ erahnen, daß hier Großes bevorsteht: Elegante Abendgarderobe traf auf erwartungsvolle Vorfreude, während im Hintergrund leise orchestrale Klänge den Ton für die Nacht setzen. Das anschließende Dinner verband kulinarische Raffinesse mit geselligem Austausch – ganz im Sinne des rheinischen Miteinanders.

Doch mit dem Opening im großen Saal begann die eigentliche Reise: Ein Klangteppich aus der Eurovisions-Hymne, überraschenden Arrangements und eigens inszenierten Übergängen führt das Publikum hinein in eine Traumwelt – die „Draumnaach“.

Klanggewalt und Gänsehautmomente
Für die musikalische Dramaturgie sorgte das große Orchester unter der Leitung von Matthias Heßeler. Mit einem vollbesetzten Ensemble, das klassische Instrumentierung mit modernen Elementen vereint, entstand ein Sound, der weit über das hinausgeht, was man von einer traditionellen Sitzung erwarten würde. Hier verschmolzen sinfonische Wucht, kölsche Melodik und überraschende Stilbrüche zu einem einzigartigen Hörerlebnis.

Ob die kraftvolle „Overtüre Wicked“, emotionale Filmmomente oder das eigens arrangierte „Heimweh nach Kölle“ – jede Passage war Teil eines fein komponierten Gesamtkunstwerks.

Gastgeber mit Herz und Humor
Durch den Abend führten Präsident Dirk Wissmann und Vize-Präsident Boris Müller – ein eingespieltes Duo, das bereits im Vorjahr begeisterte. Mit augenzwinkerndem Witz, charmanter Leichtigkeit und wechselnden Verkleidungen sorgten sie für eine lebendige Moderation, die Nähe schafft und zugleich den festlichen Rahmen wahrt.

Ihre Dialoge – mal pointiert, mal herzlich – verbanden die einzelnen Programmpunkte zu einem fließenden Erlebnis.

Eine Hommage an kölsche Legenden
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war nach dem Korpsaufzug der Kölsche Funken rut-Wieß vun 1823 e.V. mit viel Musik und den Tänzen ihres Tanzpaares als auch der Rede des „Sitzungspräsidenten“ „Volker Weininger“ die große Show zu Ehren des 100jährigen Ludwig Sebus. Mit der „Ludwig Sebus Show“ wurde dem Grandseigneur des Kölner Liedguts ein musikalisches Denkmal gesetzt. Klassiker wie „Wenn ich vun Düx noh Kölle lur“, „Och Verwandte, dat sin Minsche“, „Circus Colonia“, über „Wer hat Dornröschen wach geküßt“ oder „Jeder Stein vun Kölle“ entfalteten im orchestralen Gewand mit Norbert Conrads und Jacky von Guretzky-Cornitz, dem Ensemble des Matthias Hesseler Orchsters und einem annähernd 30köpfigen Bonner Jugendchor, eine neue, beeindruckende Tiefe.

Begleitet von persönlichen Gesprächen, humorvollen Rückblicken und einem vielschichtigen Medley entsteht eine bewegende Hommage, die Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll vereint.

Vielfalt, die begeistert
Neben orchestralen Höhepunkten und Traditionspflege bot die „Draumnaach“ eine beeindruckende Bandbreite an Künstlern und Programmpunkten:

  • „J.P. Weber“ und Michael Kuhl mit feinsinnigem musikalischem Dialog
  • Hellige Knäächte un Mägde als Kölns älteste Tanzgruppe
  • Bernd Stelter mit pointiertem Humor
  • Die Kultband „Höhner“ mit energiegeladenen Auftritten
  • Traditionelle Elemente wie der Korpsaufzug, mit Musik und den Tänzen des Tanzpaares der Roten Funken und das Kölner Dreigestirn

Immer wieder durchzogen von überraschenden visuellen und akustischen Inszenierungen, die den Abend lebendig hielten und ihm eine moderne, fast revuehafte Note verliehen.

Ein Finale, das unter die Haut geht
Als zum Abschluß die Melodie von „Heimweh nach Kölle“ erklang und sich der Saal in ein Meer aus Emotionen verwandelt, wurde spürbar, was diesen Abend so besonders macht: Es ist die tiefe Verbundenheit zur Stadt, zur Tradition und zu den Menschen.

Mit den Schlußworten des Präsidenten und dem augenzwinkernden Reminder „Denn nur einmal im Jahr ist Karneval“ endet der offizielle Teil – doch die Nacht ist noch lange nicht vorbei. Bei der After-Show-Party im Foyer wurde bis in den Morgen hinein weiter gefeiert, getanzt und gelacht.

Fazit
Die „Kölsche Draumnaach“ ist weit mehr als eine Karnevalssitzung. Sie ist ein kunstvoll inszeniertes Gesamterlebnis, das musikalische Exzellenz, kölsche Lebensfreude und stilvolle Festlichkeit miteinander verbindet. Ein Abend, der zeigt, wie lebendig Tradition sein kann – und wie sehr sie Menschen zu berühren vermag.

Oder, um es kölsch zu sagen: Et wor ene Ovend, dä mer nit verjiss.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Fastelovend in Hochform: Die Kölnische KG entfacht ein jeckes Feuerwerk im Sartory

-hgj/nj- Wenn im traditionsreichen Sartory die Lichter angehen, die Kapellen aufspielen und der Saal in den Farben der Kölnischen KG erstrahlt, dann liegt ein Hauch von großem Karneval in der Luft. Am 7. Februar 2026 wurde diese Erwartung mehr als erfüllt: Die Fastelovendssitzung der 1945 gegründeten Gesellschaft entwickelte sich zu einem wahren Triumphzug rheinischer Lebensfreude – ein Abend voller Glanz, Humor, Musik und tänzerischer Höchstleistungen.

Mit Charme, Souveränität und spürbarer Begeisterung führte Senatspräsident Walter F. Passmann als Sitzungsleiter durch das hochkarätige Programm. Schon die ersten Minuten machten deutlich, daß der große Festsaal des Sartory an diesem Abend zum Epizentrum jecker Ausgelassenheit werden würde.

Den Auftakt gestaltete eine Institution des Kölner Karnevals: die Prinzen-Garde Köln. Mit beeindruckender Präsenz marschierte das Traditionskorps in den Saal ein – eine gewaltige Formation, die mit ihren roten Uniformen, blitzenden Säbeln und dem kraftvollen Klang des Regimentsspielmannszuges ein imposantes Bild bot. Als das Tanzpaar über die Bühne wirbelte und die Gardetänzer mit ihren Schritten glänzten, brandete im Saal frenetischer Applaus auf. Der Abend war damit bereits fulminant eröffnet.

Mit einem Feuerwerk aus Wortwitz übernahm anschließend Guido Cantz die Bühne. In seiner Rolle als „Der Mann für alle Fälle“ ließ er eine Pointe nach der anderen folgen und nahm mit treffsicherem Humor die kleinen und großen Absurditäten des Alltags aufs Korn. Der Saal tobte vor Lachen – Guido Cantz bewies einmal mehr, warum er zu den bekanntesten Rednern im rheinischen Karneval zählt.

Dann wurde es musikalisch kraftvoll: Die Bonner Brass- und Performanceband „Druckluft“ brachte mit ihrem energiegeladenen Sound sofort Bewegung in die Reihen. Mit satten Bläsersätzen, pulsierenden Rhythmen und jeder Menge Bühnenpower verwandelten sie den Sartory in eine einzige große Partyzone. Spätestens bei ihrem Kulttitel „Karnevalsmaus“ sang der gesamte Saal lautstark mit.

Ein tänzerischer Glanzpunkt folgte mit den Rezag Husaren. Die Formation begeisterte mit einem rasanten Gardetanz voller Dynamik und Präzision. Besonders das Tanzpaar Stefanie Vogelsberg und Dominik Hinz der KG Fidele Grön-Wieße REZAG Porzer Ehrengarde sorgte mit eleganten Hebungen, schnellen Drehungen und perfektem Zusammenspiel für Staunen und tosenden Beifall.

Nach einer kurzen Pause im Foyer bei Kölsch, Currywoosch und „Klaaf“ wartete bereits ein Moment, der im Kölner Karneval immer für Gänsehaut sorgt: der Einzug des amtierenden Kölner Dreigestirn. Mit Adjutantur und Equipe zog das närrische Trifolium unter großem Jubel in den Saal ein. Die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen und begrüßten Prinz, Bauer und Jungfrau mit langanhaltendem Applaus – ein emotionaler Höhepunkt des Abends.

Danach übernahm Marc Metzger, bekannt als „Dä Blötschkopp“, das Mikrofon. Mit seinem einzigartigen Stil – einer Mischung aus Wortwitz, spontanen Einfällen und feinsinnigem Humor – brachte er die Gäste im Sartory in kürzester Zeit zum Lachen. Seine pointierten Geschichten trafen mitten ins Herz des Publikums. Musikalisch ging es mit den „Klüngelköpp“, dem fünften Blatt des musikalischen Kleeblattes neben „Bläck Fööss“, „Brings“, „Höhner“ und „Paveier“ weiter. Die Band verwandelte den Saal mit ihren bekannten Karnevalshymnen in ein Meer aus schunkelnden Armen und mitsingenden Jecken.

Für einen urkomischen Höhepunkt sorgten anschließend Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum als „Willi und Ernst“. Mit ihrer Mischung aus Situationskomik, slapstickhaften Einlagen und liebevoll-spöttischen Neckereien lieferten die beiden eine Nummer, bei der der Saal aus dem Lachen kaum herauskam. Hiernach wurde es sportlich und spektakulär: Die Cheerleader des 1. FC Köln, zugleich offizielle Tanzgruppe der Kölnischen KG, präsentierten eine dynamische Show aus Tanz, Akrobatik und beeindruckenden Formationen. Mit ihrer Energie und Präzision sorgten sie für ein weiteres Highlight.

Zum großen Finale stürmten schließlich die „Räuber“ die Bühne. Mit einem Mix aus bekannten Klassikern und frischen Songs brachten sie den Sartory endgültig zum Beben. Der gesamte Saal sang, klatschte und feierte – ein würdiger Abschluß eines Abends, der vor karnevalistischer Leidenschaft nur so sprühte.

Als nach vielen Stunden die letzten Akkorde verklangen, war eines klar: Diese Fastelovendssitzung war weit mehr als nur eine Karnevalsveranstaltung. Sie war ein rauschendes Fest des rheinischen Frohsinns, ein Abend voller Emotionen, Humor und musikalischer Höhepunkte – und ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie lebendig und mitreißend der Kölner Karneval auch heute noch ist.

Oder kurz gesagt: Der Sartory bebte in jeder Minute der Sitzung – und die Kölnische KG mit ihrer farbenfrohen Grau als Vereinsfarbe lieferte Fastelovend in seiner schönsten Form.

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Jecke Ekstase in Flittard: Miljöhsitzung bringt die Schützenhalle zum Kochen

-hgj/nj- Wenn in Flittard zur Miljöhsitzung geladen wird, weiß jeder Jeck im Veedel: Das wird kein gewöhnlicher Sitzungsnachittag – das wird ein karnevalistischer Marathon der guten Laune. Und genau so kam es auch am 7. Februar 2026 in der restlos ausverkauften Flittarder Schützenhalle. Über Stunden hinweg jagte ein Höhepunkt den nächsten, das Publikum sang, klatschte, schunkelte – und zwischendurch wurde so viel gelacht, daß selbst hartgesottene Karnevalisten kurz Luft holen mussten.

Mit sicherer Hand am närrischen Steuerpult führte Sitzungsleiter Holger Kirsch, ehemaliger Kölner Prinz, durch das Programm. Charmant, souverän und immer mit einem Augenzwinkern sorgte er dafür, daß der Abend vom ersten Moment an Fahrt aufnahm.

Den musikalischen Startschuß setzte die Band „Druckluft“ – und zwar mit ordentlich Wumms. Spätestens bei ihrem Hit „Ich bin ne Karnevalsmaus“ war klar: Hier bleibt heute niemand stillsitzen. Als dann auch noch der Elferrat mit Mäuseohren auftauchte und Speckmäuse ins Publikum schleuderte, fühlte sich die Halle eher wie Rosenmontag als wie eine Sitzung an. Die Gäste jubelten, fingen Süßigkeiten und feierten ausgelassen.

Ein Garant für Lachsalven ist seit Jahren Volker Weininger, und auch diesmal ließ er in seiner legendären Rolle als „Der Sitzungspräsident“ kein Auge trocken. Mit perfektem Timing und treffsicherem Humor sezierte er den Karnevalsalltag – und verpackte seine Pointen bei mehreren frischgezapften Kölsch die ihm auf die Bühne gereicht wurden in eine augenzwinkernde Hommage an die Tanzgruppen der Flittarder KG.

Dann gehörte die Bühne dem tänzerischen Herz des Vereins. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe legte mit sprühender Energie vor, bevor die großen Tanzformationen der KG „Echte Fründe“ zeigten, wie viel Disziplin, Leidenschaft und Trainingsfleiß hinter einer perfekten Choreografie stecken. Das Publikum honorierte jeden Sprung, jede Hebung und jede Drehung mit donnerndem Applaus.

Mit Martin Schopps folgte anschließend ein Meister der pointierten Alltagsbeobachtung. In seiner „Rednerschule“ nahm er Schule, Gesellschaft und menschliche Eigenheiten humorvoll auseinander – so scharfzüngig und gleichzeitig so treffend, dass die Halle aus dem Lachen kaum herauskam.

Nach der Pause ging es direkt wieder mit musikalischem Schwung weiter. „Auerbach“ brachten die Menge sofort zurück in Feierlaune, bevor ein echter Publikumsliebling die Bühne übernahm: Micky Brühl. Mit bekannten Hits und frischen Songs aus seinem Repertoire verwandelte er die Schützenhalle in einen gigantischen Mitsing-Chor.

Dann trat Jörg Runge auf – besser bekannt als „Dä Tuppes vum Land“. Mit seiner brillant gereimten Rede bewies er einmal mehr, daß Wortwitz im Karneval eine eigene Kunstform ist. Seine Pointen trafen punktgenau und sorgten für anhaltende Begeisterung.

Spektakulär wurde es anschließend mit dem Tanzcorps der KG Müllemer Junge. Gleich 42 Tänzerinnen und Tänzer der „Originalmatrosen vum Müllemer Böötche“ wirbelten über die Bühne und lieferten eine Show aus Präzision, Tempo und beeindruckender Akrobatik. Spätestens hier stand die Halle endgültig Kopf.

Doch das Finale setzte noch einen drauf: „Brings“ übernahmen die Bühne – und die Schützenhalle verwandelte sich in ein Meer aus erhobenen Armen, leuchtenden Augen und lautstark mitsingenden Jecken. Hit reihte sich an Hit, und die Energie im Saal erreichte ihren absoluten Höhepunkt.

Als nach über fünf Stunden Programm langsam die letzten Akkorde verklangen, war eines allen klar: Diese Miljöhsitzung war keine gewöhnliche Karnevalsveranstaltung. Sie war ein emotionales Feuerwerk aus Musik, Humor, Tanz und echter Veedelsgemeinschaft, dem auch das Schülerdreigestirn der Gemeinschaftsgrundschule Köln-Flittard (Feldrain) seine Referenz erwies.

Oder anders gesagt: Flittard hat wieder einmal gezeigt, wie Karneval richtig geht.

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„Kölle bliev Kölle“ – Wenn eine Kostümsitzung zur Liebeserklärung an die Domstadt wird

-hgj/nj- Manche Veranstaltungen sind mehr als nur ein Termin im Karnevalskalender. Sie sind ein Bekenntnis – zur Stadt, zu ihren Menschen und zu dem einzigartigen Gefühl, das nur der kölsche Fastelovend hervorbringt. Genauso ein Nachmittag war die Kostümsitzung der Gesellschaft „Kölle bliev Kölle“ am 7. Februar 2026 im Hotel DORINT an der Messe Köln.Schon beim Betreten des Saales lag diese besondere Atmosphäre in der Luft: ein Meer aus Farben, phantasievollen Kostümen und erwartungsvollen Gesichtern. Kein Platz blieb frei – bis auf den letzten Stuhl war der Saal besetzt. Hier trafen sich Freunde des Karnevals, Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben der Stadt und viele treue Wegbegleiter der noch jungen, aber tief im kölschen Brauchtum verwurzelten Gesellschaft.

Denn „Kölle bliev Kölle“ ist keine Gesellschaft, die nur Karneval veranstaltet – sie versteht sich als leidenschaftliche Botschafterin der Stadt und ihrer Traditionen.

Mit dem Einzug des Elferrates nahm der Abend Fahrt auf. Präsident Armin Kastleitner begrüßte die Gäste mit spürbarer Herzlichkeit und führte mit Charme und kölscher Lockerheit durch das Programm. Dabei wurde auch ein Blick in die Zukunft der Gesellschaft geworfen: Mit Tanja Ristovo stellte sich die neue Schatzmeisterin vor – ein Zeichen dafür, daß die Gesellschaft wächst und mit viel Engagement in die kommenden Jahre blickt.

Doch wer „Kölle bliev Kölle“ kennt, weiß: Hier wird nicht nur an sich selbst gedacht. Die Gesellschaft lebt den Gedanken der karnevalistischen Gemeinschaft. Ein besonderes Beispiel dafür ist die Patenschaft für die KG Die Reiter, die sich in diesem Jahr um die Aufnahme in das Festkomitee Kölner Karneval bemüht. Eine Geste der Unterstützung und des Zusammenhalts – ganz im Sinne des kölschen Mottos: „Mer stonn zesamme.“

Den ersten tänzerischen Glanzpunkt setzte die Ehrentanzgruppe „Eulchen“ der KG Rot-Weiß Habbelrath. Mit beeindruckender Schrittfolgen, kraftvollen Hebungen und strahlender Bühnenpräsenz zeigten sie, wie viel Leidenschaft und Disziplin im karnevalistischen Tanzsport steckt. Der Saal dankte es mit begeistertem Applaus.

Sodann wurde es feierlich: Unter großem Jubel zog das Kölner Dreigestirn ein. Prinz, Bauer und Jungfrau brachten den Glanz der Session ins DORINT und wurden vom Publikum mit stehenden Ovationen empfangen. Ein Moment, der einmal mehr zeigte, welche Strahlkraft das Dreigestirn im Kölner Karneval besitzt.

Musikalisch nahm der Abend nun Fahrt auf: Die Musiker der Bonner Brassband „Druckluft“ brachte mit kraftvollen Bläsersätzen, modernen Beats, jeder Menge Energie und Hits wie die „Karnevalsmaus“ eine mitreißende Atmosphäre in den Saal. Spätestens jetzt hielt es viele Gäste nicht mehr auf ihren Plätzen.

Für humorvolle Spitzen sorgte anschließend Guido Cantz. In seiner Rolle als „Der Mann für alle Fälle“ präsentierte er eine Rede voller Wortwitz, treffsicherer Beobachtungen und charmantem Humor. Seine pointierten Geschichten aus dem Alltag trafen genau den Nerv des Publikums – Lacher und Applaus waren ihm sicher.

Mit kölschem Herzblut ging es musikalisch weiter: Die Band „Kölsche Vita“ brachte gefühlvolle Töne und echte Mitsingmomente in den Saal. Direkt danach sorgten Nici Kempermann und ihre Jungs von „Kempest Feinest“ mit modernen Sound für frische musikalische Akzente.

Eine kurzfristige Programmänderung verlangte dem Karneval einmal mehr seine legendäre Spontanität ab: Der angekündigte Marc Metzger „Blötschkopp“ mußte krankheitsbedingt passen. Doch statt enttäuschter Gesichter erlebte das Publikum eine Überraschung: Comedian und Kabarettist Stephan Bauer sprang ein und präsentierte eine herrlich überzeichnete, männliche Antwort auf die wohl bekannteste Putzfrau des Kölner Karnevals – „Achnes Kasulke“ (Annette Esser). Mit viel Show, Ironie und komödiantischem Talent verwandelte er die ungeplante Situation in einen eigenen Höhepunkt des Abends.

Nach der Pause ging es mit frischer Energie weiter. Die Band „StadtRand“ brachte moderne kölsche Klänge auf die Bühne und sorgte erneut für ausgelassene Stimmung im Saal. Ein weiteres tänzerisches Highlight folgte neben der Ehrentanzgruppe „Eulchen“ mit der spektakulären Performance der „De Höppemötzjer“. Mit atemberaubenden Hebefiguren, dynamischen Choreografien und sichtbarer Leidenschaft rissen sie das Publikum mit und erhielten dafür frenetischen Beifall.

Als danach die „Klüngelköpp“ die Bühne betraten, verwandelte sich der Saal endgültig in einen großen Chor. Ihre Lieder – mal emotional, mal kraftvoll – wurden aus voller Kehle mitgesungen und sorgten für Gänsehautmomente. Den krönenden Abschluß einer rundum gelungenen Sitzung bildeten schließlich die „Höhner“. Mit ihren unvergessenen Klassikern und aktuellen Hits brachten sie den Saal noch einmal zum Beben. Es wurde geschunkelt, gesungen und gefeiert – so, wie es nur der Kölner Karneval kann.

Als die letzten Töne verklangen, blieb vor allem eines zurück: das Gefühl, Teil einer Karnevalsveranstaltung gewesen zu sein, der über gewöhnliche Karnevalssitzungen hinausging.

So wurde die Kostümsitzung von „Kölle bliev Kölle“ zu einer Sitzung, die genau das verkörperte, wofür die Gesellschaft steht: echte kölsche Herzlichkeit, gelebte Tradition und eine tiefe Liebe zu Köln. Oder anders gesagt: Wenn Menschen zusammenkommen, die Köln im Herzen tragen, dann wird aus einer Sitzung schnell ein kleines Stück kölscher Seele.

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„Husaren – Anno dazomal“: Ein Abend wie aus der Zeit gefallen – und doch lebendiger denn je

-hgj/nj- Schon beim Betreten des festlich illuminierten Lindner Hotels liegt ein Hauch von Vergangenheit in der Luft – als hätte jemand ein Fenster geöffnet, durch das die Stimmen, Lieder und das Lachen vergangener Jahrzehnte hereinwehen. Die Nostalgiesitzung „Husaren – Anno dazomal“ beginnt nicht einfach – sie entfaltet sich wie ein liebevoll komponiertes Erinnerungsstück.

Bereits im Foyer beginnt das Erlebnis. Während das Glas Sekt in den Händen der Gäste leise perlt, erfüllt der Klang eines Dudelsacks den Raum – archaisch, würdevoll, beinahe entrückt. Gespräche mischen sich mit Musik, ein erwartungsvolles Knistern liegt in der Luft. Es ist, als würde sich die Gegenwart behutsam zurücknehmen, um der Erinnerung Platz zu machen.

Mit dem Öffnen des Bankett- und Festsaales beginnt die eigentliche Inszenierung: Auf den Tischen stehen bereits die Vorspeisen bereit – ein stilvoller Auftakt, der Genuß und Geselligkeit verbindet. Doch der wahre Beginn gehört der Musik. Das Orchester Markus Quodt stimmt zum Einsingen an, und binnen Augenblicken wird aus einem Saal voller Gäste eine Gemeinschaft. Stimmen heben sich, zögerlich zuerst, dann kräftiger, sicherer. Hier singt niemand allein.

Präsident Markus Simonian begrüßt die „Husarenfamillich“ mit spürbarer Wärme. Seine Worte tragen – nicht laut, sondern echt. Es ist diese Authentizität, die den Abend von Beginn an prägt.

Die „Husaren Pänz“ bringen anschließend jugendliche Energie auf die Bühne. Ihre Tänze sind mehr als Choreografien – sie sind gelebte Zukunft des Brauchtums. Man sieht in ihren Bewegungen die Weitergabe dessen, was diesen Abend überhaupt möglich macht: Tradition, die nicht verstaubt, sondern lebendig bleibt.

Als Bernd Stelter das Podium betritt, löst sich die feierliche Spannung in herzhaftes Lachen. Mit feinem Gespür für den kölschen Humor gelingt ihm das Kunststück, Nostalgie und Gegenwart miteinander zu verweben. Seine Pointen sitzen, doch es ist seine Wärme, die den Saal einnimmt.

Zwischen den Programmpunkten entfaltet sich ein kulinarischer Rhythmus: Der Hauptgang wird serviert, Gespräche fließen, Erinnerungen werden geteilt. Dann erklingt das Jubiläumslied „Treuer Husar“, getragen von den Stimmen von Karin Hennecke, Peter Buchbinder und Sascha Klupsch. Es ist kein bloßes Lied – es ist ein kollektives Gefühl. Viele im Saal singen mit, manche leise, andere voller Inbrunst. Für einen Moment scheint die Zeit aufgehoben.

Doch was dann folgt, hebt den Abend in eine andere Dimension.

V.l.n.r.: Pressesprecher Björn Zimmer, 1. Vorsitzender Berthold Diller, Ludwig Sebus, Präsident sowie Ehrenpräsident und Sentaspräsident Dr. Marko Schauermann

Eine Ankündigung – schlicht gehalten, fast zurückhaltend: „Überraschung für Ludwig Sebus.“ Ein Name, der im Saal mehr ist als nur ein Name. Ein Name über Kölns Grenzen und das Rheinland hinweg. Ein Raunen geht durch die Reihen, Köpfe drehen sich, Blicke richten sich nach vorn.

Dann steht der gesamte Saal zu seinen Ehren auf und Ludwig Sebus ist der Mittelpunkt des Abends.

Der Applaus ist kein lauter Jubel – er ist etwas Tieferes. Respekt. Dankbarkeit. Zuneigung. Man spürt: Hier steht nicht nur ein Künstler. Hier steht ein Stück Köln.

Präsident Markus Simonian beginnt seine Laudatio – und mit jedem Satz öffnet sich ein Fenster in die Vergangenheit. Er spricht von 1925, jenem Jahr, das sowohl die Geburtsstunde der Treuen Husaren als auch die von Ludwig Sebus markiert. Zwei Wege, die parallel durch ein Jahrhundert verlaufen sind – verbunden durch die Liebe zu Köln.

Er erzählt von den dunkelsten Stunden: von Bombennächten, von Angst, von einer Stadt in Trümmern. Und dann von der Rückkehr, 1949 – nicht nur in eine zerstörte Heimat, sondern in eine Zukunft, die erst wieder erschaffen werden mußte.

Und was tat dieser Mann? Er begann zu singen.

Ein einfacher Satz – und doch trägt er eine gewaltige Kraft. Denn diese Lieder waren mehr als Unterhaltung. Sie waren Trost, Hoffnung, Aufbruch. Sie gaben einer Generation ihre Stimme zurück.

Markus Simonian zeichnet das Bild eines jungen Sängers, elegant, mit Fliege und Schellackfrisur, der ab 1950 von Bühne zu Bühne zog – bald liebevoll „der kölsche Caruso“ genannt. Und dann fällt der Name eines Liedes, das alles veränderte: „Jede Stein en Kölle“.

Im Saal wird es still. Fast ehrfürchtig.

Die Worte der Laudatio lassen das Lied neu entstehen: Ein Vater, ein Kind, ein Spaziergang durch Köln. Jeder Stein ein Träger von Erinnerungen, von Geschichten, von Hoffnung. Kein Pathos, keine leere Sentimentalität – sondern eine tiefe, stille Wahrheit: Dass das, was war, in dem weiterlebt, was ist.

Und daß Zukunft nur entsteht, wenn wir erzählen.

Dann kommt der Moment, der diesen Abend unvergeßlich macht.

Ein Geschenk wird hereingetragen. Kein Prunk, kein Glanz – und doch von unermeßlichem Wert: ein originaler Stein aus dem Fundament des Kölner Dom.

Ein Stein, gesetzt im 14. Jahrhundert, gedacht für die Ewigkeit.

In ihn eingraviert: der Refrain jenes Liedes, das längst Teil der kölschen Seele geworden ist.

Als Ludwig Sebus diesen Stein in den Händen hält, geschieht etwas, das sich kaum in Worte fassen läßt. Es ist, als würde sich ein Kreis schließen. Als würde Geschichte sichtbar, greifbar.

Ein Fundament für einen, der selbst zum Fundament geworden ist.

Markus Simonian findet Worte für das, was alle fühlen: Dass dieser Stein nicht nur Köln symbolisiert, sondern auch das Lebenswerk eines Mannes, der Generationen verbunden hat. Ein Mann, der Tradition bewahrt hat, ohne sich dem Neuen zu verschließen. Der Brücken gebaut hat – zwischen Alt und Jung, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Er spricht von Treue – nicht als Begriff, sondern als gelebte Haltung. Von Liebe, die sich in jahrzehntelanger Fürsorge zeigt. Von einem Menschen, der Verantwortung übernimmt, ohne je laut zu werden.

Im Saal sitzen sie alle: die, die ihn seit Jahrzehnten kennen, und die, die ihn vielleicht erst seit Kurzem verstehen. Und doch sind sie in diesem Moment eins.

Als die letzten Worte der Laudatio verklingen, brandet Applaus auf – lang, getragen, ehrlich. Es ist kein Ende. Es ist ein Dank.

Der Abend geht weiter, doch er hat sich verändert. „J.P. Weber“ bringt mit feiner Musikalität neue Leichtigkeit hinein, die „Hellige Knäächte un Mägde“ tanzen traditionell wie seit ihrer Gründung im Jahre 1823 und die „Bläck Fööss“ lassen die kölsche Klangwelt noch einmal aufblühen.

Und dann, beim großen Finale, geschieht das, was diesen Abend vollendet: Das gemeinsame Singen. Der ganze Saal steht, Arm in Arm, begleitet vom Orchester Markus Quodt unter der Leitung von Bernhard Heinl. Stimmen verschmelzen, Generationen verschwinden, und für einen Moment gibt es nur noch dieses Gefühl: Gemeinschaft.

Vielleicht ist es genau das, was diesen Abend ausmacht. Nicht die Nostalgie allein, nicht die Musik, nicht einmal die bewegende Ehrung.

Sondern das Bewußtsein, Teil von etwas Größerem zu sein.  Etwas, das bleibt. Wie ein Lied. Wie ein Stein.

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Karneval 2026 im WDR – Humor, Heimat, Helau und Alaaf!

Samstag, 7. Februar 2026:
Thementag „Wir lieben Karneval“
Zum Auftakt in die heiße Phase der Session lädt der WDR am 7. Februar zum großen Thementag „Wir lieben Karneval“ ein. Von morgens bis abends dreht sich im WDR Fernsehen alles um Geschichten, Menschen und Momente aus den Karnevalshochburgen im Westen. Dokumentationen, Klassiker, Porträts kölscher Kultfiguren und jede Menge jecke Unterhaltung sorgen für bestes Warm-up für die tollen Tage. Unser Tipp für alle Karnevalsexperten und die, die es noch werden wollen: Um 20:15 Uhr läuft Marc Metzgers großes Karnevalslexikon als Erstausstrahlung im WDR Fernsehen – 90 Minuten Karneval pur mit “Blötschkopp” und Gästen!

 

Donnerstag, 12. Februar 2026 (Weiberfastnacht):
„Weiber live“
Passend zur Weiberfastnacht geht’s an diesem 12. Februar mit „Weiber live“ weiter, denn überall im Westen beginnt der Straßenkarneval. Aus den närrischen Hochburgen im Rheinland, Düsseldorf, Köln und Bonn, aber auch aus dem westfälischen Billerbeck kommen die Live-Bilder der feiernden Jecken und Karnevalsbands zwischen 11:00 Uhr und 12:45 Uhr im WDR Fernsehen.

„Jeck 111 – Die größten Karnevalshits aller Zeiten“
Ebenfalls am 12. Februar wird ab 13:00 Uhr bis 16 Uhr mit den größten Karnevalshits aller Zeiten weitergetanzt. Egal, ob Klassiker, Ohrwurm oder Schunkelschätzchen – die von den WDR 4 Hörerinnen und Hörern gevoteten Songs werden für ausgelassene Stimmung sorgen. Das WDR Fernsehen zeigt den Countdown LIVE aus dem WDR 4-Hörfunkstudio. Den jecken Visual-Radio-Marathon kann man trimedial live verfolgen (TV, Radio oder Stream) und kurz vor 16 Uhr steht dann fest, welcher Karnevalssong es auf Platz 1 geschafft hat.

Stunksitzung 2026 – Das Beste aus dem alternativen Kölner Karneval
Die Kultsitzung des alternativen Kölner Karnevals nimmt die aktuell schwierige Weltlage zum Anlaß, um Politik und Gesellschaft durch den Kakao zu ziehen. Getreu dem Motto: „Es gibt Wein, der mit der Zeit besser wird. Und es gibt Zeiten, die mit Wein besser werden.“ Am 12. Februar zeigt das WDR Fernsehen ab 22:15 Uhr, wie die Stunker in diesem Jahr politische und gesellschaftliche Ereignisse aus 2025 für ihre Sitzung verarbeitet haben. Besondere Highlights: Donald Trump, der zum Trumpel auf der Weltbühne im Hänneschen Theater wird.

Sitzungspräsidentin Biggi Wanninger führt auch in der „Stunksitzung 2026“ souverän durch eine gewohnt bissige Mischung aus bundespolitischer Karnevals-Satire, lokaler kölscher Tradition und stimmungsvollen Köbes Underground Songs. Zu hören auch im WDR Hörfunk am 14. Februar 2026, 15:05 Uhr bis 17:00 Uhr und in der ARD Mediathek und Audiothek (bereits jetzt verfügbar).

Samstag, 14. Februar 2026:
Divertissementchen 2026 – E Levve för Kölle
Im Himmel ist Party! Der frühere Kölner Oberbürgermeister und Bundeskanzler Konrad Adenauer feiert seinen 150. Geburtstag und mit ihm vielen ehemaligen Weggefährten. Das Divertissementchen 2026 „E Levve för Kölle“ von und mit der Bühnenspielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg Kölner Männer-Gesang-Verein begeht dieses Jubiläum am 14. Februar zwischen 10:30 Uhr und 16:00 Uhr im WDR Fernsehen mit einem rasanten Musikspektakel voller Humor, Situationskomik und natürlich mit dem typischen Musik-Mix.

Düsseldorf Helau 2026 – „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!”
Bei der großen Prunksitzung „Düsseldorf Helau“ am 14. Februar (20:15 Uhr bis 23:00 Uhr) im WDR Fernsehen überrascht das Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. mit einer neu geschaffenen Ehrung: „Der närrische Spiegel“ zeichnet eine Persönlichkeit aus, deren Ziel es ist, Menschen Freude zu bereiten und die Welt ein Stückchen bunter zu machen. Die Sendung ist geprägt von dem Motto der Session „Mer bliewe bunt – ejal war kütt!“ und bietet mit musikalischen Höhepunkten, großartigen Tanzeinlagen und „narrensicheren“ Büttenrednern alles, was das jecke Herz begehrt.

Sonntag, 15. Februar 2026:
„Kölner Schull- un Veedelszöch 2026“
Die Kölner Schull- un Veedelszöch stehen für das Herz des Straßenkarnevals! Mehr als 8.000 Teilnehmende aus 42 Schulen und 48 Veedelsvereinen sind am 15. Februar mit ihren handgemachten Kostümen auf den Beinen und greifen vielfach das Kölner Sessionsmotto „ALAAF – Mer dun et för Kölle!“ auf. Am Straßenrand werden bis 250.000 jubelnde Jecken erwartet. Das WDR Fernsehen fängt zwischen 12:30 Uhr und 15:40 Uhr die frechen und bunten Botschaften ein, die vor allem sagen sollen: Unsere Stadt ist tolerant und vielfältig im Zusammenleben!

 

Rosenmontag,16. Februar 2026:
„Rosenmontagszug aus Köln“
Der Kölner Rosenmontagszug ist der größte in Deutschland! Auf einer Zugstrecke von fast acht Kilometern präsentieren 22 Persiflagewagen regionale, bundesweite und international relevante Themen. Dieses Jahr zieht „der Zoch“ unter dem Motto „ALAAF – Mer dun et för Kölle!“ durch die Dom-Stadt und das WDR Fernsehen unterstützt tatkräftig durch eine Übertragung am 16. März ab 9:30 Uhr live, kommentiert von Sabine Heinrich und Guido Cantz als eingespieltes Duo.

Im Ersten kommentieren Thorsten Schorn und Monika Salchert zwischen 14:00 und 15:30 Uhr, als Reporter liefert wieder der Kölner Komiker und Schauspieler Martin Klempnow Stimmungsbilder aus dem närrischen Volk. Auslandskorrespondentin Gudrun Engel ist als Reporterin auf dem Zugleiterwagen dabei.

„Rosenmontagszug aus Düsseldorf“
Der Rosenmontagszug aus Düsseldorf ist der politischste Rosenmontagszug Deutschlands und zieht seit mehr als 200 Jahren durch Düsseldorf. Diesmal unter dem Sessions-Motto: „Mer bliewe bunt – ejal wat kütt!“, kommentiert von Freddie Schürheck und Stefan Kleinehr im Ersten.

Am 16. Februar überträgt One ab 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr live aus der Landeshauptstadt. Hier kommentieren Janine Kemmer und Sven Lorig. Aljoscha Höhn ist als Reporter unterwegs. Das Erste zeigt die Highlights von 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr mit Reporter Sebastian Auer. Der Zug ist im WDR Fernsehen ab 15:45 Uhr zu sehen.

Wie immer mit Spannung erwartet: Die provokanten Mottowagen des legendären Wagenbauers Jacques Tilly. Mehr denn je schaut man in diesem Jahr auch weit über die deutschen Grenzen hinaus auf die Wagenkreationen des bekannten Künstlers. Tilly wird in Moskau wegen „Verunglimpfung der russischen Armee“ angeklagt, er soll bereits auf einer internationalen Fahndungsliste stehen. Jacques Tilly hat mit seinen satirischen Motivwagen wiederholt Präsident Putin und dessen Politik kritisch dargestellt. Die Solidaritätsbekundungen für Jacques Tilly aus der NRW-Landespolitik und der Bevölkerung sind groß, die Anklage wird als Angriff gegen die Meinungsfreiheit und Einschüchterungsversuch verurteilt.

„Karneval in Köln 2026“
Die alljährliche Kölner Fernsehsitzung am Rosenmontag findet unter dem Sessionsmotto 2026 „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ traditionell wieder im altehrwürdigen Gürzenich in Köln statt – im ausverkauftem Saal in Feierlaune natürlich! Auch in diesem Jahr wieder unter der Leitung von Marcus Gottschalk, dem Protokollführer des Kölner Dreigestirns und Vorstand der Kölner Prinzen-Garde!

Das Who is Who der prominenten Redner: steht für dieses große Rosenmontagsspektakel im Ersten bereit: Guido Cantz, Bernd Stelter, „Der Sitzungspräsident“ alias Volker Weininger, Martin Schopps, J.P. Weber, Marc Metzger alias „Dä Blötschkopp““ und viele mehr. Die Sitzung wird von 20:15 bis 23:30 Uhr im Ersten gezeigt.

„Superjeilezick: Die große WDR Karnevalsparty!“
Zum Abschluß des Rosenmontags gibt es im WDR Fernsehen ab 23:30 Uhr vier Stunden Karnevalslaune und Party pur aus dem Gürzenich zu Köln! Mit den größten Bands des Kölner Karnevals: „Bläck Fööss“, „Klüngelköpp“, „Brings“, „Höhner“, „Kasalla“, „Paveier“, „cat ballou“, „Miljö“ und viele mehr. Hier heißt es für alle Jecken noch einmal: Lautstärke aufdrehen und mitfeiern zu allen großen Hits und den neuen Sessionstiteln!

Dienstag, 17. Februar:
Westfalen haut auf die Pauke 2026

Bei „Westfalen haut auf die Pauke“ gibt es in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen: Bereits zum 60. Mal verwandelt sich der Congress Saal der Halle Münsterland in ein Studio für die große TV-Gala und die Halle selbst feiert ihr 100jähriges Bestehen. Seiner Hoheit „Prinz Christian II.“ zu Ehren performen am 17. Februar im WDR Fernsehen zwischen 20:15 Uhr und 22:15 Uhr bekannte Comedians und brillante Tanzgruppen aus dem westfälischen Karneval. Und die anwesenden Bands hauen so lange auf die Pauke, bis selbst der sturste Westfale über Tische und Bänke geht.

Quelle: WDR Presselounge / WDR Kommunikation; Foto: WDR/Marcel Kusch/picture alliance/dpa




Wenn Köln sein Herz zeigt: Rote Funken sammeln für das HöVi-Land

Es sind diese besonderen Momente, in denen der Kölner Karneval über sich hinauswächst. Wenn nicht nur gelacht, gesungen und gefeiert wird, sondern wenn die Stadt ihr Herz öffnet. Genau ein solcher Moment steht am Samstag (7. Februar 2026), bevor: Ab 15:00 Uhr ziehen die Roten Funken durch die Fußgängerzonen der Innenstadt – mit ihren traditionellen „Kötterbüchsen“ und einem großen Ziel: Menschen zu helfen.

Was auf den ersten Blick wie eine liebgewonnene Tradition wirkt, ist in Wahrheit gelebte Nächstenliebe. Bereits zum sechsten Mal sammelt das älteste Korps Kölns für den guten Zweck. In diesem Jahr fließen die Spenden in das „HöVi-Land“ – ein Ort, der Kindern und Familien Hoffnung, Unterstützung und neue Perspektiven schenkt.

Die Wurzeln dieser bewegenden Aktion reichen tief in die Geschichte der Stadt. Ein altes Foto, fast ein Jahrhundert alt, zeigt den damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer, wie er einem Funken eine Münze in die Sammeldose legt. Ein stiller Moment – und zugleich ein starkes Symbol für Zusammenhalt. Dieses Bild war es, das die Roten Funken vor einigen Jahren dazu inspirierte, die Tradition wieder aufleben zu lassen.

Seit 2019 ist daraus eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geworden: Rund € 150.000,00 konnten seitdem gesammelt werden. Geld, das dort ankommt, wo es gebraucht wird. Geld, das Hoffnung schafft.

Und doch geht es um mehr als Zahlen. Es geht um das Gefühl, gemeinsam etwas zu bewegen. Darum, im Trubel des Karnevals kurz innezuhalten und an diejenigen zu denken, denen es nicht so gut geht. Genau dafür steht die „Kötteraktion“ der Kölsche Funken rut-wieß vun 1823 e.V.

Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise € 50.000,00 für die Schull- und Veedelszöch zusammen. Nun darf sich das HöVi-Land über diese besondere Unterstützung freuen – vorgeschlagen vom bisherigen Spendenempfänger, den „Freunden und Förderern des Kölnischen Brauchtums e.V.“.

Schon jetzt haben die Roten Funken knapp € 27.000,00 gesammelt – bei eigenen Veranstaltungen und dem Regimentsexerzieren (Korpsappell) im Januar. Doch das Ziel ist noch nicht erreicht. „Wir hoffen, gemeinsam mit den Kölnerinnen und Kölnern die € 30.000,00 zu schaffen“, sagt Präsident Dirk Wissmann – und man spürt: Hier spricht nicht nur ein Organisator, sondern ein Mensch, der an die Kraft der Gemeinschaft glaubt.

Der emotionale Höhepunkt folgt am 14. Februar 2026 beim Funkenbiwak auf dem Neumarkt. Dann wird der Spendenscheck an Pfarrer Franz Meurer, den Initiator des HöVi-Landes, überreicht – ein Moment, der zeigt, was möglich ist, wenn eine ganze Stadt zusammensteht.

Denn genau das sind die Kölsche Funken rut-wieß: laut, bunt – und im entscheidenden Moment voller Herz.

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Redner-Häreovend: Kölsche Wortkunst in neuer Größe

-hgj/nj- Der Redner-Häreovend der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft e. V. 1882 ist weit mehr als nur ein weiterer Termin im prall gefüllten Sitzungskalender der „fünften Jahreszeit“. Er ist ein Bekenntnis zur kölschen Redekunst, zur Tradition des gesprochenen Wortes – und zur besonderen Atmosphäre eines Abends, an dem der Redner im Mittelpunkt steht.

Am 5. Februar 2026 versammelten sich 475 Herren sowie ein Hauch Karnevalsprominenz aus zahlreichen Kölner Gesellschaften und dem närrischen Umland im Kleinen Saal (Garderobensaal) des altehrwürdigen Gürzenichs, um genau diese Tradition zu feiern.

Vom Marsiliussaal in den Kleinen Saal – ein Zeichen lebendiger Begeisterung
Über viele Jahre hinweg war der Marsiliussaal die angestammte Heimat des Redner-Häreovends. Doch die stetig wachsende Begeisterung für dieses besondere Format machte vor einigen Jahren einen Wechsel notwendig. Der Umzug in den Kleinen Saal – den Garderobensaal des Gürzenichs – war dabei kein Abschied von der Tradition, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung.

Hier, in unmittelbarer Nähe, dichter am Rednerpult und mit einer fast familiären Atmosphäre, entfaltet die kölsche Rhetorik ihre volle Wirkung. Pointen sitzen schärfer, leise Töne werden hörbar, und das berühmte kölsche Augenzwinkern findet sein dankbares Publikum.

Die Redner im Rampenlicht
Ganz traditionell stellte Dr. Joachim Wüst als Präsident der Großen Kölner an diesem Abend die Kölner Redner in den Mittelpunkt – viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, eigens für diesen Anlaß besondere Programmpunkte zu präsentieren. Das hochkarätige Programm ließ dabei keine Wünsche offen:

  • „Dä Schofför des Kanzlers“ – Dr. Jens Singer
  • „Dä Blötschkopp“ – Marc Metzger
  • „Dä Nubbel“ – Mike Hehn
  • „Die Rednerschule“ – Martin Schopps
  • „J.P. Weber“ – Jörg Paul Weber
  • „Der Sitzungspräsident“ – Volker Weininger

Zwischen den Wortbeiträgen durfte natürlich ein fester Bestandteil des Redner-Häreovends nicht fehlen: das traditionelle Hämmchen-Essen. Es ist mehr als nur kulinarische Stärkung – es schafft Raum für Gespräche, für Wiedersehen alter Weggefährten und für den persönlichen Austausch, der diesen Abend seit jeher prägt.

„Mer dun et för Kölle“
Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „Mer dun et för Kölle“ nutzte die Große Kölner die Session, um das vielfältige Engagement innerhalb der Gesellschaft sichtbar zu machen. Der Redner-Häreovend ist dabei ein lebendiges Beispiel dafür, wie Brauchtum, Gemeinschaft und Verantwortung für die Stadt Hand in Hand gehen.

So bleibt dieser Abend nicht nur als ein weiteres karnevalistisches Highlight in Erinnerung, sondern als Ausdruck dessen, was die Große Kölner seit 1882 ausmacht: gelebte Tradition, kölsches Herzblut und das feste Versprechen, Karneval immer auch für Kölle zu machen.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Mädchensitzung der Kölsche Grielächer begeistert nicht nur durch tänzerisches Kölner Dreigestirn

-hgj/nj- Der große Ballsaal des Hotel Maritim stand am Donnerstagnachmittag (5. Februar 2026) ganz im Zeichen von Grün und Blau: Die annähernd ausverkaufte Mädchensitzung der Kölsche Grielächer entpuppte sich einmal mehr als mitreißendes Highlight im kölschen Sitzungskarneval. Von der ersten Minute an wurde deutlich, daß die Grielächer auch im Jubiläumsjahr „9 × 11“ nichts dem Zufall überlassen.

Nach dem feierlichen Einzug des Elferrates mit Präsident Udo Schaaf und Sitzungsleiterin „Julie Voyage“ (Ken Reise) wurde das jecke Auditorium aus Mädels, Mädcher un Madämncher herzlich begrüßt – und anschließend direkt in Bewegung versetzt. Für die obligatorische „musikalische Gymnastik“ hatte Literat Torsten Stommel niemand Geringeren als „Kasalla“ verpflichtet. Die Band nutzte die erste halbe Stunde der Sitzung, um sowohl den Schallpegel als auch die ausgelassene Stimmung nahezu an den Anschlag zu treiben – textsicher, tanzend und mit voller Leidenschaft im Saal.

Bevor das Tanzcorps Sr. Tollität „Luftflotte“ mit seinen extrem pulsierenden Darbietungen aus Schnelligkeit, kraftvollen Hebungen und waghalsigen Figuren die Bühne eroberte, nahm Martin Schopps das Publikum mit in eine ebenso lehrreiche wie urkomische Unterrichtsstunde seiner „Rednerschule“. Nach den tänzerischen Höhenflügen der „Luftflotte“ sorgte Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“ für rhetorische Erdung – mit treffsicheren Ratschlägen, kölschen Weisheiten, reichlich Pointen und Lachsalven für die Mädels im Saal. Die vom Publikum frenetisch eingeforderten Zugaben unterstrichen einmal mehr seine Ausnahmestellung im Rednerfach.

Musikalisch übernahm anschließend „Räuber“ das komplette Podium und verwandelte den Ballsaal in eine einzige große Schunkel-, Tanz- und Mitsingarena – sozusagen als schwungvoller Abschluß des ersten Sitzungsteils.

Der zweite Teil der „Sitzung nor för Mädcher“ startete nach der Pause direkt mit einer absoluten Besonderheit im kölschen Fasteleer: Den Kölsche Grielächern war es gelungen, das Kölner Dreigestirn zu überzeugen das das weibliche Publikum durch den legendären Auftritt des Trifoliums mit Tanz und Gesang zu frenetischen Fans wie bei einem Rockkonzert in Wallung zu bringen. Ein emotionaler Moment, der bei allen „jecken Wiever“ im Saal für leuchtende Augen sorgte.

Danach begeisterte „Et fussich Julche“ Marita Köllner mit ihren Hits, die durch mehrere Zugabe für ein wenig Verspätung bei den nachfolgenden Künstlerkollegen sorgte. Leider wurde jetzt aber auch klar: wundervoll stimmungsgeladene Nachmittag neigt sich langsam aber sicher dem Finale entgegen.

Auf der Zielgeraden vor der Nachfeier im Maritim-Foyer warteten jedoch noch drei absolute Spitzendarbietungen. Die „Höhner“ lieferten mit Hits und Evergreens den perfekten musikalischen Auftakt auf der Zielgerade der Sitzung, wonach die über vierzig Tänzer und die Marie der Rezag Husaren mit hochdynamischen, ausdauernden Choreografien für atemlose Begeisterung sorgten – jecke Herzen inklusive Stillstand-Garantie.

Den umjubelten Schlußpunkt setzten schließlich „cat ballou“. Als wahre Herzensbrecher erfüllten sie im Jahr vor dem 100. Jubiläum – der aus den Grenadieren grün-blau hervorgegangenen Grielächer – einen vielfach geäußerten stimmungsvoll musikalischen Wunsch der Mädchen und machten die Mädchensitzung 2026 zu einem emotionalen, musikalischen und karnevalistischen Glanzpunkt.

Quelle(Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Jürgen Vahlenkam
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Getrennt in Farben – vereint durch et Kölsches Hätzbloot

Dritter Deckelabend 2026 der Chevaliers von Cöln in der Malzmühle ein voller Erfolg

-hgj/nj- Zum ausverkauften dritten Deckelabend der Chevaliers von Cöln 2009 e.V. versammelten sich am letzten Montagabend im Januar wieder hunderte karnevalistisch begeisterte Jecke im gemütlichen Saal der Brauerei zur Malzmühle am Heumarkt. Tradition und karnevalistisches Brauchtum trafen an diesem Abend auf herzliche Wohltätigkeit – ganz nach dem Motto

Bereits im Vorfeld war die Veranstaltung restlos ausverkauft, so groß war der Zuspruch aus den Reihen von Karnevalsgesellschaften und Unterstützern. Insgesamt hatten sich Teilnehmer aus 24 verschiedenen Kölner Karnevalsgesellschaften eingefunden, um für den guten Zweck mitzufiebern.

Im Mittelpunkt des geselligen Abends stand wieder das beliebte Spiel mit den Bierdeckeln: Jeder Gast konnte persönlich markierte Bierdeckel erwerben und versuchen, diese mit einem gezielten Wurf in eine bereitstehende Tonne zu versenken. Jeder erfolgreiche Wurf brachte die Chance auf einen der über 50 Preise, die großzügig von den Chevaliers selbst, befreundeten Gesellschaften sowie lokalen Partnern wie dem Blumenhaus Aussem und der Brauerei zur Malzmühle gespendet worden waren.

Präsident Michael Schwarz-Harkämper eröffnete den Abend offiziell und übergab die Moderation anschließend an den langjährigen Mitstreiter Markus Otrzonsek, eine Geste, die ebenso für kameradschaftlichen Zusammenhalt stand wie das gesamte Event. Der Saal war erfüllt von fröhlichem Gelächter, kölschem Dialekt und einer spürbaren Gemeinschaftsatmosphäre.

Für die musikalische Untermalung sorgte erneut das Duo „Mi Hätz“, das mit seinen bekannten kölschen Liedern das Publikum begeisterte und zum Mitsingen animierte. Begleitet wurden sie vom Musikzug der Stadtsoldaten aus Rheinbach, der mit seinen klassischen Marsch- und Karnevalsmelodien zur ausgelassenen Stimmung beitrug.

Viele der Gäste nutzten den Abend nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zum Austausch und zur Pflege des kölschen Brauchtums. Gerade in Zeiten, in denen karnevalistische Veranstaltungen in der Domstadt wieder stärker ins Bewußtsein rücken, erhielt der Deckelabend als soziale und kulturelle Größe einen besonderen Stellenwert: Er verbindet farbenfrohe Kostüme und ausgelassene Jecken-Freude mit dem tief verwurzelten Wunsch, etwas Gutes für andere zu tun.

Dank des großen Engagements aller Beteiligten – von den freiwilligen Helferinnen und Helfern über die zahlreichen Spender bis hin zu den aktiven Karnevalistinnen – konnte der Deckelabend seine traditionelle Rolle im Veranstaltungskalender festigen. Schon jetzt blicken die Chevaliers von Cöln mit Vorfreude auf den nächsten Deckelabend am letzten Montag im Januar 2027 (25. Januar), der erneut mit großer Nachfrage erwartet wird.

Ein herzliches Dankeschön ging am Ende des Abends an alle, die mit ihrem Beitrag gezeigt haben, dass kölsches Hätzbloot weit mehr ist als eine Redensart: Es ist ein verbindendes Lebensgefühl, das in Köln jeden jecken Abend zu etwas Besonderem macht.

Quelle: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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„Wecken der Jecken“: Große Allgemeine eröffnet mit Bellejeckzug den Straßenkarneval an Weiberfastnacht

Mit dem „Wecken der Jecken“ eröffnet die Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft am kommenden Donnerstag (12. Februar 2026) den Kölner Straßenkarneval. Angeführt vom „Bellejeck“, den Abordnungen von rund 20 Karnevalsgesellschaften und einem Musikcorps geht es vom Bahnhofsvorplatz zur Hofburg im DORINT am Heumarkt, wo das Kölner Dreigestirn gegen 8:30 Uhr „geweckt“ wird. Zu diesem Umzug und dem ersten Auftritt des Kölner Dreigestirns an Weiberfastnacht lädt die Große Allgemeine alle Jeckinnen und Jecken ganz herzlich ein.

Der Bellejeckzug „Wecken der Jecken“ der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V. ist der erste offizielle Umzug an Weiberfastnacht und eröffnet damit den Kölner Straßenkarneval.

2009 griff die Große Allgemeine die historische Figur des Karnevals auf und belebte den „Bellejeck“ wieder. Seinen Ursprung hat er im mittelalterlichen Hofnarren. Damit blickt der „Bellejeck“, der in Köln ausschließlich von der Großen Allgemeinen gestellt wird, auf eine mehr als 500 Jahre alte Tradition zurück.

Traditionell nehmen am „Bellejeckzug“ neben den Fahnenträgern („Plaggeköpp“) und Abordnungen vieler Gesellschaften auch ca. 250 bis 300 Jeckinnen und Jecken teil.

„Wir würden uns sehr freuen, Sie am kommenden Donnerstag, 12. Februar 2026, 8:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz um Start des Umzugs begrüßen zu dürfen. Das Eintreffen an der Hofburg im DORINT am Heumarkt ist für 08:30 Uhr geplant. Dort werden wir das Kölner Dreigestirn „wecken“ und den ersten Auftritt des Trifoliums an Weiberfastnacht erleben dürfen.“, teilt GA-Pressesprecher Andreas Holtmann mit.

Quelle (Text):Große Allgemeine Karnevalsgesellschaft von 1900 Köln e.V.; (Foto): © 2025 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Ausverkauftes Haus im Dom im Stapelhaus – KG Schlepp Schlepp Hurra setzt starkes Zeichen für den guten Zweck

Mit einem restlos ausverkauften Haus feierte die KG Schlepp Schlepp Hurra am 2. Februar 2026 im „Dom im Stapelhaus“ eine rundum erfolgreiche Veranstaltung. Bereits zu Beginn des Abends gab es einen besonderen Moment für den Verein: Der neu gewählte Präsident Max Mayerhöfer wurde offiziell in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig dankte die Gesellschaft Christoph Pickel herzlich für seine siebenjährige Amtszeit als Präsident, in der er den Verein maßgeblich geprägt und weiterentwickelt hat. Der Applaus des Publikums unterstrich die große Wertschätzung für beide.

Im weiteren Verlauf des Abends herrschte von Beginn an ausgelassene Stimmung. Das Publikum feierte ein abwechslungsreiches Programm und einen Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Neben hochkarätiger Unterhaltung stand auch der soziale Gedanke klar im Fokus. Im Rahmen der Veranstaltung konnten Spendenschecks an drei Kölner Organisationen überreicht werden, die sich mit großem Engagement für soziale Belange einsetzen:

• € 1.000,00 an das Sozialwerk der Polizei Köln
• € 111,11 an Himmel un Ääd e.V.
• € 111,11 an Traube Köln e.V.

Die KG Schlepp Schlepp Hurra zeigt damit einmal mehr, dasß Karneval, Gemeinschaft und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar zusammengehören. Der große Zuspruch des Publikums und das ausverkaufte Haus unterstreichen die Bedeutung solcher Veranstaltungen für das Kölner Brauchtum und den guten Zweck.

Veranstalter, Mitwirkende und Gäste blickten am Ende auf einen rundum gelungenen Abend zurück – mit viel Herz, viel Stimmung und einem starken Zeichen der Solidarität.

Quelle (Text): KG Schlepp Schlepp Hurra e. V.; (Foto/s): Juliane Renn und Tom Crumbach




Kölner Rosenmontagszug 2026: Zwischen bunter Bissigkeit und jecker Spende

Vorstellung ausgewählter Persiflagen des Kölner Rosenmontagszuges 2026

Knapp zwei Wochen vor dem höchsten Feiertag im Kölner Karneval hat Rosenmontagszugleiter Marc Michelske erstmals die aktuellen Persiflagen der Presse vorgestellt. Insgesamt 21 Persiflagen werden dieses Jahr im Zoch zu sehen sein. Die Motive zeigen politische und gesellschaftsrelevante Themen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

19 Zeichnungen zeigte der Zugleiter heute den Medien, vier davon sind bereits zur Veröffentlichung freigegeben. Zwei Entwürfe – sogenannte Überraschungswagen – werden nicht vorab gezeigt. Allen Wagen gemeinsam ist das Sessionsmotto als Roter Faden. „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ lautet es 2026. Ziel des Festkomitees Kölner Karneval war es, den Fokus damit auf die rund 200.000 Menschen zu richten, die sich im Kölner Karneval, aber auch an vielen anderen Ecken der Stadt ehrenamtlich engagieren.

Wer hier eigentlich was für wen tut – das verraten nun die Persiflagewagen beim Rosenmontagszug. „Seit dem Sommer treffe ich mich mit dem Team der sogenannten Kritzelköpp, um die Themen für den kommenden Zoch festzuzurren“, erklärt Marc Michelske. Dabei ist uns Vielfalt genauso wichtig wie Aktualität und Relevanz. Wir wollen auch nicht nur mahnen und anklagen. Einige unserer Wagen zeigen unsere Wertschätzung und Dankbarkeit bei bestimmten Themen. Ich denke, die Mischung ist uns gelungen, und ich freue mich schon darauf, endlich zu sehen, wie die Wagen den Jecken gefallen.“

Der Kölner Karneval ist ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region – aber letztlich fußt er auf dem Ehrenamt. Zugleiter Marc Michelske: „Unser Sessionsmotto findet sich daher im gesamten Zoch wieder, bei den Persiflagen aber beispielsweise auch bei der Eröffnung durch unseren Ehrenamtschor.“ Etwa 250 Sängerinnen und Sänger aus über 30 Kölner Chören, aus diversen Veedeln und allen Generationen werden – begleitet von einem rund 50köpfigen Orchester – dem Zoch einen ganz besonderen Auftakt schenken.

Auch der Profisport würde nicht funktionieren ohne das Ehrenamt im Amateurbereich. Die Verbindung zeigt sich in vielen Bereichen an der Kölner Sporthochschule, deren Studierende sich auch ehrenamtlich im Kölner Rosenmontagszug einbringen. Schon seit 2023 werden die neuen Großfiguren „Big Jeck“ von ihnen bespielt, insgesamt zehn Figuren gibt es. Eine von ihnen präsentiert nun die Persiflage zu Köln als Leading City für die Olympia-Bewerbung. Denn „Mer dun et för Köllympia“!

Rosenmontagszug-Spange online und am Zoch erhältlich
In der vergangenen Session hatte sie ihre jecke Premiere: Die Rosenmontagszug-Spange, mit der die Jecken den größten deutschen Karnevalszug direkt unterstützen können. Sie ist im Design dem Schild „D’r Zoch kütt“ zu Beginn des Zuges nachempfunden und neben dem Original auch in Silber und Gold (€ 10,00, € 25,00, oder € 50,00) erhältlich. Wer mit dem Kauf der Spange seine Verbundenheit mit dem Zoch zeigen möchte, kann diese unter koelnerkarneval.shop oder während des Straßenkarnevals bei mobilen Verkaufsteams erwerben.

Der Kölner Rosenmontagszug ist mit jährlich 3,5 Millionen Euro Kosten hoch defizitär und wird vom Festkomitee Kölner Karneval querfinanziert. Dazu gehört neben Einnahmen aus Tribünen, Mediarechten und Sponsorschaften auch der Verkauf der Spangen und weiterer Sessionsartikel.

 

Wat doot ihr all met Kölle?
„Mer dun et all für Kölle“ Das ist das Motto dieser Session. Wir besingen unser Köln in Hunderten von kölschen Liedern. Immer und immer wieder beschwören wir unsere ewige Liebe zu dieser Stadt. Aber das Thema Nr. 1 im Kommunalwahlkampf war die Verwahrlosung der Stadt. Da paßt doch was nicht ganz zusammen! Und Konrad Adenauer würde uns angesichts dieser Zustände an seinem 150. Geburtstag ganz sicher gehörig die Leviten lesen. Er würde uns das Motto als Gegenfrage vor den Latz knallen: Wat doot ihr all met Kölle?! Und deswegen fahren wir Adenauer auch nicht als Denkmal durch die Stadt, sondern als „Denk mal drüber nach”!

 

Mer dun et för Köllympia
Dass sich die Region RheinRuhr inklusive Köln mit München, Berlin und Hamburg im Wettkampf um die deutsche Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 befindet, wurde in der hiesigen Öffentlichkeit lange kaum wahrgenommen. Das änderte sich schlagartig, als es Anfang Dezember plötzlich hieß, daß Köln zur „Leading City“ für die Rhein-Ruhr-Bewerbung aufsteigt. Unser neuer Oberbürgermeister – mit beruflicher Vorgeschichte beim DOSB – bringt sich auch gleich mal als Oberübungsleiter in Form. Wir Kölsche reiben uns derweil verwundert die Augen und fragen uns, wie unser geliebtes Köln es beim gegenwärtigen Leistungsniveau wohl schaffen könnte, in gerade mal zehn Jahren olympiareif zu werden. Vielleicht indem sich alle mal zusammenreißen? Wär doch was! „Mer dun et für Köllympia!“

 

Mer dun et, weil mer blauäugig sin
„Ich bin so ganz anders als deine Freunde. Die sind falsch! Hör‘ auf mich / glaube mir / Augen zu / vertraue mir!“ So versetzt die Schlange Kaa den kleinen Mogli im Dschungelbuch in Trance. Und genau so lässt sich der deutsche Michel von der blauen Schlange mit der Pfeilspitzen, roten Zunge politisch hypnotisieren. Mer dun et weil mer blauäugig sin. Reichlich naiv, die Blauen zu wählen und zu glauben, dann würde alles besser. Aber wie, zum Teufel, weckt man fast 30 Prozent der Wähler aus einer Hypnose auf?

 

Mer dun et för dr jode Geschmack
Dieses Motiv ist dem „König von Amerika“ gewidmet und seiner sehr besonderen Art, Hof zu halten. Während sich früher europäische Würdenträger mit einem Kuß des Rings oder der Füße die Ehre erwiesen ließen, heißt es bei Trump: „Man möge ihn am Arsche küssen!“ Und wo Selenskyj noch denkwürdig antwortete: „Du mich auch!“ kommen FIFA, NATO, EU und viele mehr willfährig angekrochen. Warum, ist schwer zu sagen. Vielleicht schmeckt das präsidiale Gesäß sogar?

Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto/s) Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. / Costa Belibasakis




Frauenpower, Frohsinn und Feierlaune – Mariechensitzung der Schlenderhaner Lumpe begeistert mit Glanz, Gefühl und grandiosem Programm

-hgj/nj- Wenn sich die Türen zur Mariechensitzung öffnen, ist eines garantiert: ein Saal voller Energie, Farbenpracht und ausgelassener Lebensfreude. Auch in diesem Jahr bewies die Veranstaltung eindrucksvoll, warum sie für viele Besucherinnen aus Köln und dem gesamten Rheinland ein fester Termin im karnevalistischen Kalender ist. Die hervorragende Stimmung im Saal? Kein Zufall – sondern das Ergebnis eines perfekt orchestrierten nachmittags.

Mit ruhiger Hand, großer Erfahrung und feinem Gespür für den richtigen Moment führte Sitzungsleiter und Justiziar Marc Michelske durch das Programm. Souverän, charmant und stets nah am Publikum sorgte er dafür, daß die Sitzung nicht nur reibungslos verlief, sondern auch emotional und stimmungsvoll ihren roten Faden behielt. An seiner Seite steht als junger Präsident und Vorsitzender Dik Hoffmann, der als Gesicht der Gesellschaft mit Herzblut und Engagement den Verein prägt und sowohl intern als auch nach außen eine starke, verbindende Rolle einnimmt. Gleichzeitig begleitet er interimsmäßig das Amt des Pressesprechers seiner rot-geben Karnevalsgesellschaft, deren Gründer die sich 1963 als Nachbarschaft der Schlenderhaner Straße fanden und aus der kleinen Familiengesellschaft ist mittlerweile eine feste Größe im Kölner Fasteleer bildeten.

Und doch zeigt sich bei aller Tradition auch ein spürbarer Wandel: Seit zwei Jahren sorgt ein Generationswechsel bei den Schlenderhaner Lumpe für frischen Wind im Vorstand. Neue, jüngere Kräfte übernehmen Verantwortung und führen den Verein mit modernen Impulsen in die Zukunft – ohne dabei die Wurzeln zu vergessen. Verdiente Persönlichkeiten wie Dr. Walter Kettenbach, Hellmut Schramm und Jürgen Knaack haben den Weg über Jahrzehnte geprägt und können sich heute mit Stolz auf ihr Lebenswerk zurücklehnen. Gerade Jürgen Knaack hinterläßt – wie alle ehemaligen Vorstandsmitglieder – große Fußstapfen: Nicht nur als langjähriger 1. Vorsitzender, sondern auch seit 1998 als verlässlicher Pressesprecher und Ansprechpartner für die Medien war er eine prägende Stimme der Gesellschaft. Heute beobachten sie alle mit wachem Blick und wohlwollender Gelassenheit, wie ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger die Traditionen weitertragen und zugleich neue Akzente setzen.

V.l.n.r.: Dr. Walter Kettenbach, Jürgen Knaack, Dirk Hoffmann, Ingrid Hannen, Hellmut Schramm und Michael Bartholme

Und dann: Bühne frei für ein Programm, das keine Wünsche offenließ.
Mit den 50 „Hopfenkehlchen“, Eschweilers wohl verrücktestem Männerchor, startete die Sitzung schwungvoll und brachte direkt die erste Welle der Begeisterung ins Rollen. Es folgte Guido Cantz, der mit seinem unverwechselbaren Humor als „Mann für alle Fälle“ das Publikum fest im Griff hatte, bevor das Kölner Kinderdreigestirn mit Charme und Herzlichkeit für einen der emotionalen Momente des Abends sorgte.

Martin Schopps als Lehrerkörper der „Rednerschule“ überzeugte mit intelligenter, pointierter Rede, „Tachles“ mit musikalischem Feinsinn eine besondere Note in das Programm brachte. Jörg Runge brillierte mit wohlformulierten als „Tuppes vom Land“ und traf mit seinen Geschichten mitten ins Herz des Publikums.

Musikalisch ging es Schlag auf Schlag weiter: Die „Räuber“ brachten den Saal zum Kochen, während die „Domstürmer“ und die „Paveier“ als auch „Et fussich Julche“ Marita Köllner mit ihren Hits für echte Mitsingmomente sorgten. Ein tänzerisches Highlight setzte das Tanzcorps Colonia Rot-Wiess der Schlenderhander Lumpe – kraftvoll, präzise und mitreißend und seit Jahr und Tanz unter der Leitung von Harlad Kaspers, der stets die Fäden in Händen hält.

Doch es war nicht nur das Programm, das diesen Abend so besonders machte. Es waren vor allem die zahlreichen weiblichen Stammgäste, die Jahr für Jahr aus Köln und dem gesamten Rheinland anreisen und der Sitzung ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Mit aufwendig gestalteten Kostümen, kreativen Ideen, prachtvollen Frisuren und beeindruckenden Kopfbedeckungen verwandelten sie den Saal in ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk.

Die Stimmung? Überschäumend. Mitreißend. Einfach elektrisierend
Dass diese Veranstaltung längst Kultstatus erreicht hat, zeigt auch der Blick in die Zukunft: Die Vorbestellungen für 2027 bewegen sich bereits im dreistelligen Bereich – ein deutliches Zeichen für die enorme Beliebtheit und Strahlkraft dieser besonderen Sitzung.

Die Mariechensitzung ist mehr als nur ein Programmpunkt im Karneval. Sie ist ein Erlebnis, ein Treffpunkt, ein Fest der Lebensfreude – und vor allem ein Abend, der noch lange nachklingt.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Goldmarie zeigt Haltung, Humor und Herz – eine Sitzung, die ihren eigenen Takt vorgibt

-hgj/nj- Wer am 1. Februar 2026 das Hotel pullman Cologne betrat, spürte schnell: Diese Sitzung wollte nicht einfach nur unterhalten. Die 6. Goldmarie-Sitzung präsentierte sich als selbstbewußter Mix aus Glamour, Haltung und kölscher Leichtigkeit – und bewies eindrucksvoll, warum die Kölner Damen-KG längst eine feste Größe im Sitzungskalender und im Kölsche Fastelovend ist.

Noch bevor der offizielle Startschuß fiel, setzte eine schillernde Bühnenfigur den Ton des Nachmittags: „Julie Voyage“, alias Ken Reise, eröffnete das Geschehen mit einem Pre-Show-Act als Einsing-Konzert, der augenzwinkernd, extravagant und publikumsnah zugleich war. Kein klassisches Warm-up, sondern ein Versprechen: Hier darf gelacht, gestaunt und gefeiert werden – und zwar ohne Schablone.

Als die Goldmaries anschließend selbst in den Saal einzogen, war der Funke sofort übergesprungen. Präsidentin Tanja Spiegel eröffnete die Sitzung sichtbar bewegt und nutzte diesen Moment nicht nur für Begrüßungsworte, sondern auch für eine Geste, die dem Nachmittag zusätzliche Tiefe verlieh: Ken Reise wurde überraschend zur Ehren Goldmarieund somit zum Ehrenmitglied ernannt. Der spontane, emotionale Dank des Geehrten machte deutlich, daß diese Auszeichnung von Herzen kam – und genau dort auch ankam.

Im weiteren Verlauf zeigte sich die Sitzung programmatisch breit aufgestellt. Mit dem Einzug der Bürgergarde „blau-gold“ und dem Besuch des Kölner Dreigestirns erhielt der Nachmittag eine klassische, karnevalistische Note. „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ wurden nicht nur gefeiert, sondern auch mit einer Spende über € 1.111,00 für den Verein CAYA bedacht – ein leiser, aber wirkungsvoller Akzent für Wohnungslose und Bedürftige in Köln die unbürokratisch eine kostenlose medizinische Grundversorgung benötigen.

Humor spielte bei den Goldmaries selbstverständlich eine Hauptrolle, allerdings ohne auf altbekannte Muster zurückzugreifen. Volker Weininger (Der Sitzungspräsident“) und Ingrid Kühne („De Frau Kühne“) nutzten ihre Auftritte weniger für Monologe als für echtes Spiel mit dem Saal. Schlagfertig, direkt und überraschend entstanden Momente, die sich nicht planen lassen – und gerade deshalb wirkten.

Musikalisch setzte die Sitzung auf Abwechslung statt Routine. „Miljö“ trafen mit ihrem energiegeladenen Auftritt den Nerv des Publikums, während andere Bands den Saal immer wieder in Bewegung brachten. Besonders bemerkenswert: kleine Geschichten und spontane Situationen entwickelten sich ganz nebenbei zu Gesprächsthemen des Tages – ein Zeichen dafür, wie nah Bühne und Publikum an diesem Nachmittag beieinanderlagen.

Auch tänzerisch wurde Akzente gesetzt. Das Tanzcorps der KG Seiner Tollität „Luftflotte“ brachte mit ihrer Akrobatik Spannung in den Saal und zeigte, wie viel Mut und Präzision moderner Karnevalstanz erfordert. Später übernahmen „cat ballou“, „Mätropolis“ und die „Domstürmer“ die musikalische Führung, bevor die „Bläck Fööss“ dem Programm ein Finale verliehen, das eher an ein gemeinsames Fest als an einen Schlußpunkt erinnerte.

Am Ende blieb der Eindruck einer Sitzung, die nicht auf Effekte setzte, sondern auf Atmosphäre. Die Goldmarie-Sitzung 2026 war kein lautes Spektakel, sondern ein fein abgestimmter Nachmittag mit Persönlichkeit, Haltung und viel Herzblut.

Dass die Goldmaries im kommenden Jahr neue Wege gehen und am 10. Januar 2027 im Palais der Flora feiern werden, paßt ins Bild: Diese Gesellschaft bleibt in Bewegung – stilvoll, mutig und ganz bei sich.

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Ausverkauftes Haus bei der Großen Kostümsitzung der KNZ

Volles Haus und hervorragende Stimmung – so läßt sich die Große Kostümsitzung der KNZ vom letzten Freitag (30. Januar 2026) im Kristallsaal kurz und knapp zusammenfassen, denn es fehlte an nichts. Das kurzweilige und hochkarätige Programm gepaart mit der ausgelassenen Stimmung der knapp 1.500 Gäste erzeugte eine Positiv-Spirale, in der Künstler und Publikum gleichermaßen voll auf ihre Kosten kamen. Nach dem Einzug des Elferrats mit der Nippeser Bürgerwehr durfte sich das Publikum über eine ausgewogene Mischung aus Rede, Musik und Tanz freuen.

Martin Schopps und „Sitzungspräsident“ Volker Weininger punkteten mit ihren humorvollen Vorträgen, während die „Karnevalsmäuse“ von „Druckluft“ sowie „Miljö“, „Räuber“ und „Bläck Fööss“ dem Saal ordentlich mit Musik einheizten. Auch das sympathische Kölner Dreigestirn um den quirligen „Prinz Niklas I.“ durfte natürlich nicht fehlen, bei deren Auftritt „Bauer Clemens“ mit seinem Trompetensolo für Gänsehaut im Saal sorgte. Darüber hinaus lieferte das Tanzcorps der KG Sr. Tollität „Luftflotte“ mit einer spektakulären Choreografie eine herausragende Performance.

Über einen besonderen Augenblick durfte sich die Kinder- und Jugendtanzgruppe der Kölner Narren-Zunft nach ihrem ebenfalls großartigen Auftritt freuen. Sie feiert in dieser Session ihr 35. Jubiläum und sorgt mit mittlerweile über 30 Pänz im Alter von sechs bis 16 Jahren für beste Stimmung auf der Bühne. Aus diesem Anlaß wurde der Tanzgruppe ein von Senatsschriftführer Udo Hillgemann entworfenes neues Logo überreicht, das die Pänz künftig voller Stolz tragen werden.

Sitzungspräsident Andreas Bulich schloß die Sitzung gegen 0:30 Uhr und entließ die sichtlich zufriedenen Gäste ins Foyer des Kristallsaals. Hier wurde bis in den frühen Morgen mit „DJ Henry“ (Cöllen) weitergefeiert.

Quelle (Text): Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.; (Foto/s): Jesper Ziegengeist




Kölsche Figaros setzen Glanzpunkt der Session im Theater am Tanzbrunnen

-hgj/nj- Das Theater am Tanzbrunnen war am Sonntag, 1. Februar 2026, bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Kölsche Figaros e.V. von 1950 zu ihrer Großen Kostümsitzung einluden. Was das Publikum an diesem Nachmittag erlebte, war eine Sitzung mit klarer Handschrift: traditionsbewußt, hochklassig besetzt und getragen von spürbarer Begeisterung auf und vor der Bühne.

Nach der Begrüßung durch Präsident Marco Köhler ließ die Gesellschaft keine Zeit verstreichen. Mit dem feierlichen Einzug des Elferrates, begleitet von den Kölsche Funken rut-wieß, nahm die Sitzung sofort Fahrt auf. Diszipliniert, präsent und eindrucksvoll setzten die Roten Funken einen würdigen Auftakt mit wunderschönen Tänzen ihres Tanzpaares sowie vielfältigen Kölschen Tön` und gaben die Richtung für den weiteren Verlauf des Abends vor.

Einen ersten humoristischen Höhepunkt setzte Martin Schopps mit seiner „Rednerschule“. Mit seinem bekannten Gespür für Situationskomik und treffsicherer Beobachtung nahm er das Geschehen im Saal auf, band das Publikum charmant ein und sorgte für anhaltende Lachsalven. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte das Publikum die Sitzung voll angenommen.

Tänzerisch überzeugte das Tanzkorps „Agrippina Colonia“, das Ehrentanzkorps der Kölsche Figaros. Mit präziser Ausführung, klaren Formationen und professioneller Ausstrahlung unterstrichen sie ihren besonderen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft und wurden entsprechend gefeiert.

Besonderen Applaus erhielt auch das Kölner Dreigestirn 2026. Nach ihrem stimmungsvollen Auftritt überreichten die Kölsche Figaros einen Scheck für das diesjährige Spendenprojekt. Zudem wurde Prinz, Bauer und Jungfrau zum zweiten Mal die „Goldene Böösch“ der Gesellschaft verliehen – eine Auszeichnung, die ab der kommenden Session fester Bestandteil werden soll.

Musikalisch setzte die Sitzung bereits vor der Pause mit den „Höhnern“ ein deutliches Ausrufezeichen. Ihre bekannten Titel verwandelten das Theater am Tanzbrunnen in eine große Mitsing-Arena und sorgten für ausgelassene Stimmung im Saal.

Mit dem Seitenwechsel von der Pause zurück in den Saal folgte erneut der Einzug des Elferrates der Kölsche Figaros. Die „Fidelen Kölsche“ als buntester Musikzug der Domstadt übernahmen im Anschluß die Bühne und kombinierten Musikzug und Tanz zu einem stimmungsvollen Fastelovend-Erlebnis. Mit viel Farbe, Bewegung und Nähe zum Publikum trafen sie genau den Nerv der Jecken.

Marita Köllner, das „Fussisch Julche“, bewies einmal mehr, warum sie seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Kölner Karnevals ist. Mit Energie, Charisma und unverwechselbarem kölschem Temperament brachte sie den gesamten Saal zum Mitsingen. Die „Domstürmer“, „Kasalla“ und die Mutter aller Kölner Bands, die „Bläck Fööss“ hielten das hohe musikalische Niveau nahtlos aufrecht.

Für eine unerwartete Wendung sorgte eine Verzögerung bei den „Rabaue“, die aufgrund eines Staus nicht pünktlich im Theater eintreffen konnten. Improvisation war gefragt – und sie gelang. Kurzfristig sprang der Krätzje-Sänger und Hans-Süper-Preisträger Fabian Rangol ein, der mit seiner „Flitsch“ souverän überbrückte. Später konnten die „Rabaue“ ihren Auftritt wie geplant absolvieren und das offizielle Programm stimmungsvoll abschließen.

Nach dem letzten Bühnenapplaus war der Abend noch lange nicht beendet. Bei der After-Show-Feier wurde weitergefeiert – „DJ Schädel“ sorgte mit bekannten kölschen Hits für beste Stimmung bis in die späten Stunden.

Die Große Kostümsitzung 2026 der Kölsche Figaros zeigte eindrucksvoll, wie Qualität, Spontanität und kölsche Leidenschaft zusammenwirken können. Ein Abend, der vielen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Sonntags mit der Familie eine schöne Zeit verbringen – Frühschoppen der KKG Blomekörfge 1867 e.V.

Mer dun et för Kölle – Wertschätzung des Ehrenamt und eine Bühne für Nachwuchskünstler

Mitten in der kurzen Session wurde auf gewohnte Blomekörfge-Art zum Familienfrühschoppen am Sonntag (1. Februar 2026) geladen. Um 10:11 Uhr eröffnete der Vorstand die Veranstaltung im Pfarrsaal von St. Maternus.

Wir bereits im Jahr zuvor heizten unsere Freunde der KG Torrausch Hasenfeld 79 e.V. mit den „Silvergirls“ und ihrem Männerballett den Gästen ordentlich ein. Das erste Mal auf der Blomekörfge-Bühne durfte Fabian Rangol, ein kölscher Jung aus dem Vringsveedel, begrüßt werden. Er begeisterte von Anfang an die Gäste mit Gitarre und Wortwitz. Es ist der Gesellschaft ein besonderes Anliegen, Nachwuchskünstlern eine Bühne zu bieten, und die hat Fabian Rangol voll ausgefüllt. Er wird in Zukunft bestimmt noch auf einigen Bühnen anzutreffen sein. Eine ganz besondere Freude war die Ehrung des Ehrenmitglied Ilse Prass für 25 Jahre Mitgliedschaft. Ilse Prass ist seit vielen Jahren im Karneval ehrenamtlich tätig, unter anderem beim Literarischen Komitee. Stolz wurde ihr die Nadel mit Brillianten für 25 Jahre Mitgliedschaft überreicht.

Im weiteren Verlauf begeisterte „Dä Schofför des Kanzlers „- Jens Singer – die Gäste mit seiner politischen Rede, die sich zwischen Bundeshauptstadt und karnevalistischer Hochburg bewegte. Das Damendreigestirn der KG Ansteler Burgritter verzauberte die Anwesenden mit ihrem Sessionslied und dem Animationshit „Karnevalsmaus“ eine große Freude. Musikalisch schloss „D´r Frank“ (Frank Schalla), der in den Reihen des Blomekörfge kein Unbekannter ist, das Programm ab. Mit seinen Hits regte er die Mitglieder und Gäste nochmal ordentlich zum Tanzen und Schunkeln an. Es war ein gelungenes Frühschoppen mit ausgelassener Stimmung und guten Freunden.

Quelle und Foto/s: KKG Blomekörfge 1867 e.V.




KVB: Karneval in Köln – mit Bus und Bahn

ALAAF – Mer dun et för Kölle un fahre för üch

Alaaf – damit die jecken Tage entspannt bleiben, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zu Fahrplanänderungen an Karneval.

Fahrplanänderungen zu Karneval

Über die närrischen Tage fahren wir auch in diesem Jahr zu den Feiern und Veranstaltungen.

Von Donnerstag (Weiberfastnacht) bis Sonntag (Karnevalssontag) sowie am Karnevalsdienstag fahren die Stadtbahnen und Busse nach dem jeweiligen Tagesfahrplan.

An Weiberfastnacht fahren alle Stadtbahnlinien bis 23:00 Uhr im 10-Minuten-Takt.
Ab 23:00 Uhr bis 2:15 Uhr fahren die Linien im 15-Minuten-Takt und danach im 30-Minuten-Takt.
Die Buslinien 132 und 136 fahren ab 23:00 Uhr bis 2:15 Uhr im 15-Minuten-Takt, danach fährt die Linie 132 im 30-Minuten-Takt.

Karnevalssonntag und Rosenmontag fahren die Stadtbahnen ab 1:15 Uhr einen Nachtverkehr im 30-Minuten-Takt.

Rosenmontag fahren die Stadtbahnen ganztägig nach Freitagsfahrplan und die Busse nach Sonntagsfahrplan.

Karnevalsdienstag wird ab 01:15 Uhr ein Nachtverkehr im 60-Minuten-Takt angeboten.

KVB-Fahrplanänderungen: https://www.kvb.koeln/aktuelles/karneval/fahrplanaenderungen/index.html

KVB-Karnevalsflyer: file:///G:/Downloads/KVB%20Karnevalsflyer%202026.pdf

Sonderöffnungszeiten der Kundencenter und KVB-eigenen Verkaufsstelle

 Weiberfastnacht

  • Mülheim: 7:30 – 14:00 Uhr
  • Ehrenfeld: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Südstadt: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Neumarkt: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Dom: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Verkaufsstelle Dom: 7:30 – 14:00 Uhr

Rosenmontag

  • Mülheim: geschlossen
  • Ehrenfeld: geschlossen
  • Südstadt: geschlossen
  • Neumarkt: geschlossen
  • Dom: geschlossen
  • Verkaufsstelle Dom: 7:30 – 16:00 Uhr

Karnevalsdienstag

  • Mülheim: 7:30 – 14:00 Uhr
  • Ehrenfeld: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Südstadt: 8:00 – 14:00 Uhr
  • Neumarkt: 8:00 – 20:00 Uhr
  • Dom: 8:00 – 18:30 Uhr
  • Verkaufsstelle Dom: 7:30 – 20:00 Uhr

An Karnevalsfreitag, Karnevalssamstag sowie Karnevalssonntag gelten die regulären Öffnungszeiten der Kundencenter und der Verkaufsstelle.

Verbotszonen KVB-Rad und Mietfahrzeuge

 Mit der Eröffnung des Straßenkarnevals hat die Stadt Köln, bezüglich des Abstellens von KVB-Rädern und anderen Mietfahrzeugen (zum Beispiel E-Scooter), bestimmte Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

Aus Sicherheitsgründen dürfen KVB-Räder und andere Mietfahrzeuge vom 12. Februar bis 17. Februar 2026 in folgenden Teilen der Innenstadt sowie den dazugehörigen Radstationen nicht abgestellt werden:

Wird das Mietfahrzeug innerhalb der Verbotszonen abgestellt, kostet die Rückgabe € 20,00!

Quelle: Kölner Verkehrs-Betriebe AG – Presse




Damenpower, große Emotionen und internationale Partystars – Die Colombinen-Nacht 2026 begeistert den Tanzbrunnen

-hgj/nj- Wenn Kölns erste Damen-Karnevalsgesellschaft zur großen Sitzung lädt, ist eines gewiss: Der Abend wird glamourös, stimmungsvoll und voller kölscher Lebensfreude. Die diesjährige Colombinen-Nacht der Colombina Colonia e.V. im festlich geschmückten Theater am Tanzbrunnen Köln bestätigte eindrucksvoll, warum diese Veranstaltung seit Jahren zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Session zählt. Bereits Wochen zuvor restlos ausverkauft, verwandelte sich die traditionsreiche Location am Rhein in einen Treffpunkt für Karnevalsgrößen, Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft sowie zahlreiche Vertreter des gesellschaftlichen Lebens der Domstadt.

Glanzvoller Auftakt durch die Präsidentin
Pünktlich um 19:00 Uhr eröffnete Präsidentin Ursula Brauckmann die Nacht der Colombinen und begrüßte die Gäste mit Worten die von Herzen kamen. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung des Engagements der Gesellschaft für den Kölner Karneval und dankte den vielen Unterstützern, die die Arbeit der Colombina Colonia seit Jahren begleiten.

Der Blick in den Saal zeigte eindrucksvoll, wie sehr sich die Colombinen-Nacht zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt entwickelt hat: Neben zahlreichen Mitgliedern und Freunden der Gesellschaft fanden sich auch viele Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und dem organisierten Karneval ein. Vertreter verschiedener Kölner Karnevalsgesellschaften, bekannte Persönlichkeiten aus der lokalen Wirtschaft sowie Gäste aus der kommunalen Politik nutzten die Gelegenheit zum Austausch – und natürlich zum gemeinsamen Feiern.

Traditioneller Einzug und kölsche Symbolik
Mit großem Applaus wurde anschließend die Nippeser Bürgerwehr empfangen, die gemeinsam mit dem Vorstand der Colombina Colonia in den Saal einzog. Der farbenprächtige – in den Farben der Appelsinefunke orange und weiß – Auftritt des Traditionskorps verlieh der Sitzung direkt zum Auftakt eine würdige und gleichzeitig ausgelassene Atmosphäre.

Ein weiterer Höhepunkt folgte kurz darauf: Das amtierende Kölner Dreigestirn betrat unter frenetischem Jubel die Bühne. Mit ihrer Mischung aus Herzlichkeit, Humor und rheinischer Bodenständigkeit gelang es Prinz, Bauer und Jungfrau schnell, den gesamten Saal in karnevalistische Hochstimmung zu versetzen. Für ihr Spendenprojekt zugunsten der wohltätigen Organisation CAYA e.V. (medizinische Grundversorgung wohnungsloser Menschen in Köln) sowie der Schirmherrschaft für den CAYA-Praxisbus überreichte der Vorstand der Colombina Colonia dem Trifoluim einen Scheck in Höhe von € 3.333,00.

Spektakuläre Tanzkunst und kölsche Musik
Ein besonderes visuelles Erlebnis bot der Auftritt des Tanzkorps Sr. Tollität „Luftflotte“, das mit spektakulären Hebefiguren, beeindruckender Athletik und präziser Choreografie für Begeisterungsstürme sorgte. Die Verbindung aus Tradition und moderner Show machte einmal mehr deutlich, warum das Tanzkorps zu den Aushängeschildern des kölschen Karnevals zählt.

Musikalisch bot die Colombinen-Nacht ein Programm der Extraklasse. Die beliebten und weit über den ripuarischen Sprachraum bekannten „Klüngelköpp“ sorgten mit ihren eingängigen Liedern für erste große Mitsingmomente, während der charismatische Entertainer „J.P. Weber“ (Jörg-Paul Weber) mit Mandoline, Humor und kölschem Wortwitz das Publikum im Handumdrehen für sich gewann.

Mit ihren emotionalen Hymnen zu Köln und energiegeladenen Auftritten brachten anschließend „cat ballou“ den Tanzbrunnen endgültig zum Kochen. Schunkelnde Reihen, leuchtende Handylichter und tausende mitsingende Stimmen verwandelten den Saal in eine einzige große Karnevalsgemeinschaft.

Humorvolle Show und moderne Klänge
Für eine erfrischend andere Perspektive auf den Karneval sorgte die StattGarde Colonia Ahoj, deren kreative Mischung aus Travestie, Tanz und augenzwinkernder Parodie seit Jahren Kultstatus genießt. Das Ensemble brachte mit seinem farbenfrohen Auftritt nicht nur Glanz auf die Bühne, sondern auch zahlreiche Lachsalven ins Publikum. Mit modernen kölschen Popklängen knüpfte später die Band „StadtRand“ an die ausgelassene Stimmung an und sorgte für weitere emotionale Höhepunkte.

Internationale Partystimmung mit den Vengaboys
Der wohl überraschendste Programmpunkt des Abends war jedoch der internationale Stargast. Als die legendäre 1990er-Popgruppe „Vengaboys“ die Bühne betrat, verwandelte sich der Tanzbrunnen innerhalb weniger Sekunden in eine riesige Partyzone.

Mit weltbekannten Hits wie „Boom, Boom, Boom, Boom!!“, „We Like To Party!“ und „We’re Going to Ibiza!“ brachte die Band ein Stück internationale Popgeschichte nach Köln. Die Mischung aus nostalgischem Partygefühl und karnevalistischer Ausgelassenheit sorgte für eine einzigartige Atmosphäre – tanzende Gäste zwischen den Tischen, lachende Gesichter und ausgelassene Festivalstimmung mitten im Sitzungskarneval.

Emotionale Ehrung für besondere Unterstützung
Neben all der ausgelassenen Stimmung bot der Abend auch einen bewegenden Moment der Dankbarkeit. Mit der Verleihung der Ehrencolombine 2026 ehrte die Gesellschaft Michael Haiminger von Liebherr Deutschland, welcher nunmehr bis zum biteren Aschermittwoch dieses Jahres Ehrenmitglied der ersten und ältesten Damen KG Kölns ist.

Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Colombina Colonia verdient gemacht haben. In ihrer Laudatio hob Präsidentin Brauckmann die langjährige Unterstützung und das Engagement Michael Haimingers hervor, das wesentlich dazu beitrage, Projekte und Veranstaltungen der Gesellschaft zu ermöglichen. Der Applaus im Saal zeigte eindrucksvoll, wie sehr diese Würdigung vom Publikum getragen wurde.

Ein gesellschaftlicher Höhepunkt der Session
Bis zur offiziellen Beendigung der Sitzung um 23:45 Uhr herrschte im Tanzbrunnen Köln ausgelassene Stimmung. Die Colombinen-Nacht bewies einmal mehr, wie lebendig der Kölner Karneval ist – und wie wichtig engagierte Gesellschaften für seine Vielfalt sind.

Mit ihrer Mischung aus Traditionspflege, moderner Unterhaltung und gesellschaftlichem Engagement steht die Colombina Colonia e.V. exemplarisch für eine starke Rolle von Frauen im organisierten Karneval. Die Colombinen-Nacht 2026 wird vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben – als ein Abend voller Musik, Emotionen und echter kölscher Herzlichkeit.

Und als sich gegen Mitternacht die letzten Akkorde im Saal verloren, war sich das Publikum einig: Diese Nacht war ganz großes Karnevalskino – mit Herz, Stil und ganz viel Alaaf, sowie der anschließenden Foyer-Party bis in den frühen Morgen hinein.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de;  (Foto/s): oliverzitza.photography
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