Ein Abend, der bleibt. Prunksitzung des Reiter-Korps „Jan von Werth“ im Gürzenich

-hgj/nj- Es gibt Sitzungen im kölschen Fasteleer, die sind mehr als Programm, mehr als Musik, Tanz und Rede. Sie sind Gefühl. Sie sind Gemeinschaft. Sie sind dieses kaum erklärbare Kribbeln zwischen Lachen, Rührung und stolzem Innehalten. Die Prunksitzung des Reiter-Korps „Jan von Werth“ am 10. Januar 2026 im Gürzenich war genauso ein Abend – ein närrisches Gesamtkunstwerk in grün und weiß.

Nur wenige Tage nach dem glanzvollen Korpsappell mit der Proklamation des neuen „Jan un Griet“-Paares Horst-Peter und Melanie Becker im Palais der Flora öffnete das Korps mit seiner Prunksitzung erstmals öffentlich die Türen dieser Session. Und wer an diesem Abend den Gürzenich betrat, spürte vom ersten Moment an: Hier wird nicht einfach Karneval gefeiert – hier ist der Fastelovend zu Hause.

Der Auftakt gehörte den Kleinsten, den „Jan von Werth“-Pänz, die mit ihren Tänzen Herz und Saal im Sturm eroberten. Noch bevor sie selbst die Bühne ganz für sich beanspruchten, ließen sie – mit einer Selbstverständlichkeit, die berührte – dem am Vorabend proklamierten Kölner Dreigestirn den Vortritt. Ein Moment voller Symbolik: Jugend, Tradition und Zukunft Hand in Hand.

Was folgte, war ein Abend mit zehn Programmpunkten, die sich anfühlten wie eine Reise durch alle Emotionen des Karnevals. Guido Cantz, von Präsident und Literat Stefan J. Kühnapfel treffend als „Mann für alle Fälle“ angekündigt, zündete ein Feuerwerk aus Pointen und Beobachtungen. Kasalla“ riß das Publikum mit Evergreens und frischen Sessionstiteln aus den Stühlen und machte den Gürzenich zur Mitsing-Arena in Abendgarderobe.

Volker Weiniger nahm das Publikum mit an die Theke – dorthin, wo Freundschaften entstehen, Geschichten eskalieren und Erinnerungen geboren werden, über die man Tränen lacht. Zwischen nackten Saunagängen die schon beim Verlassen des Hotelzimmer beginnen, Stützrädern am Kettcar und herrlich absurden Lebensmomenten blieb kein Auge trocken – „die Äujelcher titschten“ gleichwohl bei Publikum und Elferrat.

Einen besonderen, leisen und gleichzeitig kraftvollen Akzent setzten „Schängs Schmölzje“. Mit Akkordeon, Geige und Kontrabaß brachten sie feine kölsche Krätzjer auf die Bühne – ehrlich, handgemacht und wohl zum ersten Mal in dieser Form auf einer Kölner Karnevalsbühne zu erleben.

Dann der Moment, auf den viele warteten: Der Einzug des Reiter-Korps selbst. Zu schmissigen, heiteren Tönen der Korpskapelle glitt das Korps in den Saal, und einmal mehr wurde deutlich, daß diese Bühne mehr ist als nur ein Auftrittsort. Besonders die 1. Schwadron als Tanz- und Reservekorps zeigte gemeinsam mit Marketenderin Lisa Quotschalla und Tanzoffizier Sascha Beslic beeindruckende Choreografien voller Präzision, Kraft und Eleganz – getragen von sichtbarer Freude und spürbarem Stolz.

Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Ehrung eines Mannes, der seit vielen Jahren untrennbar mit dieser Sitzung verbunden ist: Claus-Jürgen Schmitz. Jahr für Jahr Stammgast mit einer großen Gästeschar, verlässlicher Freund des Korps und treuer Begleiter –- an diesem Abend wurde ihm ein besonderer Dank zuteil. Er wurde zum Leutnant der Reserve ernannt und trägt nun voller Stolz den Ehrendienstgrad des Reiter-Korps „Jan von Werth“. Verzälloffizier Chris Schmitz brachte es im Interview auf den Punkt: eine Auszeichnung für gelebte Verbundenheit, jahrzehntelange Treue und echte Leidenschaft für das Korps.

Nach der Pause blieb das Gürzenich-Foyer so leer wie selten, denn die StattGarde Colonia Ahoj hielt den Saal fest im Griff. Mit Bordkapelle, Shanty-Chor und einem Tanzkorps, das einmal mehr Maßstäbe setzte, wurde der Gürzenich zur tosenden Welle. Hebungen, Spagate, fliegende Schrittfolgen – gefeiert mit Standing Ovations, Jubelrufen und nicht enden wollendem Applaus.

Zwischen 23:00 und 23:40 Uhr steigerten sich durch den Auftritt der StattGarde Colonia Ahoj die Emotionen noch einmal zu einem Finale, das kaum zu toppen war. „J. P. Weber“ (Jörg-Paul Weber) füllte den Saal mit Stimme, Wucht und Gefühl. Die „Bläck Fööss“ spannten den Bogen von ihren Anfängen im Jahre 1970 bis ins Heute. Und „Eldorado“ bewiesen musikalisch mit ihren Liedern und Songs eindrucksvoll, warum sie innerhalb weniger Jahree zu Lieblingen der jungen als auch der erfahrenen Jecken geworden sind.

Als die letzten Töne von Markus Quodt und seinen Musikern verklungen waren, leerte sich der Saal zwar schnell – doch der Abend war noch lange nicht vorbei. Im Foyer wurde bei Kölsch, Sekt und vielen Gesprächen bis tief in die Nacht nachbesprochen, gelacht, erinnert und gespürt wie diese Prunksitzung war: Diese Prunksitzung war mehr als ein Programmpunkt im Sessionskalender. Sie war ein Versprechen. Ein Gefühl. Und ein närrisches Meisterstück, das im Gedächtnis nachhallt und bleibt.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Zeltorden Karnevalsgesellschaft Alt-Köllen vun 1883 e.V.

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Ordensgalerie 2026

Frohsinn aus Blech – oder kleine Kunstwerke? Oder sogar beides? Die liebevoll gestalteten Orden der Karnevals- und Möhnengesellschaften sind definitiv beides, wie die Bilder in unserer Ordengalerie beweisen. Viele Motive nehmen politische Eigenarten humorvoll ins Visier, manche erinnern an die historischen Wurzeln ihrer Gesellschaften, andere stellen das jeweilige Motto der Session dar. Was alle Orden gemeinsam haben, ist der Reichtum an Phantasie und Kreativität ihrer Schöpfer, die jedes einzelne Exemplar zu einem unverwechselbaren Unikat machen. Fröhlich bunt, künden sie von der Unbeschwertheit und Ausgelassenheit der fünften Jahreszeit, von gesunder Respektlosigkeit vor der Obrigkeit, von souveräner Freude am Leben und der heilsamen Wirkung herzhaften Lachens angesichts der Widrigkeiten des Alltags.




Sessionsorden Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.

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Greesberger zünden Karnevalsfeuerwerk: Eine Kostümsitzung, über die Köln noch lange spricht

-hgj/nj- Wenn Tradition auf Aufbruch trifft und Herzblut auf Perfektion, dann ist Greesberger-Zeit! Die Kostümsitzung der Großen Karnevals-Gesellschaft Greesberger e.V. von 1852 im restlos ausverkauften Theater im Tanzbrunnen war nicht weniger als ein karnevalistischer Premierenrausch – ein Abend, der die Jecken mitriß, berauschte und zum Gesprächsthema Nummer eins machte.

Schon beim Betreten des Theaters lag dieses besondere Knistern in der Luft: Hier geschieht heute etwas Großes. Und tatsächlich – die Greesberger lieferten ab. Punktgenau. Mit Stil. Mit Herz.

Allen voran Michael Bier, der an diesem Abend erstmals als Präsident die Oberhoheit über die Sitzung innehatte. Bewährt-charmant und doch frisch wie eh und je führte Sitzungsleiter Michael Kramp durch den Abend. Eine weitere kleine, aber feine Revolution: Der Elferrat nahm erstmals am neuen Elferratstisch Platz – bequemer, repräsentativer und ganz offensichtlich ein Ort, an dem beste Laune besonders gut gedeiht. Apropos Elferrat: Historisch wurde es durch die erstmals paritätische Besetzung mit Frauen und Männern – ein starkes Zeichen für gelebte Gegenwart bei gleichzeitiger Hochachtung vor der Tradition.

Die nächste Premiere: Literat Günter Peters stellte erstmals das Programm zusammen – und was für eines! Seine Feuerprobe bestand er mit Bravour, Standing Ovations bei den Auftritten der Akteure inklusive. Der fulminante Einzug des Elferrates zu den Klängen des Regimentsspielmannszugs, begleitet von den Uniformierten der Bürgergarde „blau-gold“, setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen, das bis tief in die Nacht nachhallte.

Das Bühnenprogramm las sich wie das „Who is Who“ des kölschen Karnevals: „Willi und Ernst“ (Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum“, die Jugendtanzgruppe der Greesberger, „Kuhl un de Gäng“, „Berniebärchen“ Bernd Stelter sowie „Kasalla“ mit ihrem weitgestreckten Repertoire sorgten vor der Pause für Lachtränen, Gänsehaut und textsichere Mitsing-Chöre. Nach der Pause übernahmen die phantastischen Tänzerinnen und Tänzer der Greesberger Tanzgruppen das Kommando, bevor Volker Weininger wieder in seiner Type als „Der Sitzungspräsident“ brillierte. Nach den Hits von „Miljö“ gehörte das Podium dem am Vorabend proklamierten Kölner Dreigestirn und schließlich den „Räubern“ die das närrische Finale einläuteten. Über 1.300 Gäste feierten, sangen und tanzten – beseelt, stolz und vollkommen zurecht begeistert.

Auch jenseits der Bühne bewiesen die Greesberger Haltung: Im Foyer informierte die vom Kölner Dreigestirn unterstützte Organisation CAYA e.V. über ihre wertvolle Arbeit als medizinische Anlaufstelle für wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen – Karneval mit Herz und Verantwortung.

Doch wer dachte, nach dem letzten „Räuber“-Song sei Schluß, hatte die Rechnung ohne das Foyer gemacht: Dort heizte Heinz Cöllen alias „DJ Henry“ den Jecken bis weit nach 2.00 Uhr nachts ein – mit Klassikern, neuen Hits und einer Tanzfläche, die keine Pause kannte.

Dass viele Gäste noch am selben Abend Tickets für die nächste Kostümsitzung am Freitag, 8. Januar 2027 bestellten, überrascht niemanden. Wer diese Premiere erlebt hat, weiß: Bei den Greesbergern dabei zu sein, ist keine Option – es ist ein Muß.

Fazit: Diese Kostümsitzung war mehr als ein Abend. Sie war ein Versprechen. Und Köln wird noch lange darüber reden.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Niki Siegenbruck – Foto & Grafik | Köln
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Pänz Alaaf: Köln hat ein neues Kinderdreigestirn

Am Sonntagnachmittag (11. Januar 2026) wurden „Prinz Linus II.“, „Bauer Jonathan“ und „Jungfrau Phili“ im Theater am Tanzbrunnen von Oberbürgermeister Torsten Burmester offiziell proklamiert. Das neue Stadtoberhaupt übergab den dreien ihre Insignien und damit auch die jecke Regentschaft über alle kölschen Pänz.

Traditionell ist der erste Sonntag der Session für das große Fest des Kinderkarnevals reserviert: Nach der beliebten Jecko-Show mit Maus-Moderator André Gatzke proklamierte Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn gemeinsam mit Oberbürgermeister Torsten Burmester das Kölner Kinderdreigestirn der Session 2026. Anschließend ging es bunt weiter: „Kasalla“ und „ALUIS“, das große Kölner Dreigestirn und natürlich auch vier Kinder- und Jugendtanzgruppen standen auf der Tanzbrunnen-Bühne und sorgten für ordentlich Stimmung. „Es ist immer wieder toll zu sehen, wie sehr der Karneval uns alle, aber vor allem die Pänz altersübergreifend verbindet“, so Christine Flock, Festkomitee-Vizepräsidentin und verantwortlich für den Kinder- und Jugendkarneval. „Es zeigt, wie wichtig der Einsatz für den Kinderkarneval ist und auch in Zukunft bleibt.“

Der krönende Abschluß war der Auftritt des neuen Kölner Kinderdreigestirns, das sein Sessionslied „Alaaf – Mer dun et för Kölle“ eingerahmt von einem Konfettiregen präsentierte. Das Lied ist ab Montag auf allen gängigen Streamingplattformen verfügbar: https://save-it.cc/schanzenart/alaaf-mer-dun-et-foer-koelle.

Auch in diesem Jahr wurde die komplette Veranstaltung in Gebärdensprache übersetzt, damit auch hörgeschädigte Pänz wieder mitfeiern können. Festkomitee-Vorstandmitglied und Rosenmontagszugleiter Marc Michelske moderierte den Nachmittag gemeinsam mit Tim Woitecki (13), Kinderprinz aus der Jubiläumssession 2023.

Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto/s): Costa Belibasakis




Premiere im Pullman Hotel Köln – Ein Abend voller Lebensfreude, Musik und kölschem Hätz

Mit der Premiere ihrer neuen Veranstaltung „Schwestern-Appell“ haben Agrippinas Töchter am 8. Januar 2026 den offiziellen Startschuß für die Karnevalssession 2026 gegeben. Hoch über den Dächern von Köln im Pullman Hotel feierten die Damen einen Abend voller Lebensfreude, Zusammenhalt und kölschem Hätz.

Für beste Stimmung sorgte „DJ Henry“ (Heinz Cöllen), der den Abend mit einem Mix aus Karnevalsklassikern und modernen Beats musikalisch untermalte.

Ein besonderer Höhepunkt war das Spiel „Hitster op Kölsch“, bei dem die Teilnehmerinnen ihr Wissen rund um kölsche Karnevalshits unter Beweis stellten. Sängerin Eva Soujon begleitete das Spiel mit mehreren Live-Titeln und sorgte für emotionale Momente. Den krönenden Abschluß bildete der Auftritt von „Kempes Feinest“ mit Frontfrau Nici Kempermann. Mit ihrer energiegeladenen Performance brachten sie den Saal zum Beben und setzten ein starkes musikalisches Ausrufezeichen.

Der „Schwestern-Appell“ markierte einen gelungenen Auftakt in die neue Session. Agrippinas Töchter freuen sich auf viele weitere bunte Momente im Karneval 2026 – gemeinsam als Schwestern und mit allen Freundinnen des kölschen Brauchtums. Kölle Alaaf!

Quelle und Foto/s: Presseteam von Agrippinas Töchter




Prinzen-Garde empfing bei 1. Kostümsitzung Künstler und Kameraden des diesjährigen Kölner Dreigestirn

-hgj/nj- Glamouröser Auftakt in Weiß und Rot: Mit ihrer 1. Kostümsitzung am 10. Januar 2026 eröffnete die Prinzen-Garde Köln als erstes Korps überhaupt die neue Session – und setzte dabei gleich ein Ausrufezeichen. Das traditionsreiche weiß-rote Korps, das in den närrischen Wochen des Jahres insgesamt elf hochkarätige Veranstaltungen ausrichtet, bewies bereits zum Start eindrucksvoll, warum es seit Jahrzehnten zu den Fixsternen des Kölner Fastelovends zählt.

Im restlos ausverkauften Fest- und Bankettsaal des Maritim Hotel Köln hieß Sitzungsleiter Marcus Gottschalk – vor der Gesamtleitung des Abends – ein ebenso närrisches wie prominentes Publikum willkommen. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach sowie Hans Kölschbach als Ehrenpräsident der Altstädter Köln – jeweils in Begleitung ihrer Gattinnen. Sie alle hatten am Tisch von Prinzen-Garde-Präsident Dino Massi Platz genommen, was dem Abend zusätzlich gesellschaftlichen Glanz verlieh.

Ein Programm mit Tusch-Garantie
Für den dramaturgisch fein abgestimmten Ablauf zeichnete Literat Dennis Hille verantwortlich. Den Auftakt bildete der triumphale musikalische Einzug des Korps der Prinzen-Garde Köln – ein Gänsehautmoment, der nahtlos in ein opulentes musikalisch-tänzerisches Bühnenspektakel überging. Schon hier zeigte sich: Diese Sitzung wollte nicht nur unterhalten, sondern begeistern.

Mit feinsinnigem Humor und treffsicheren Witzen und Sprüche folgte „Dä Blötschkopp“ Marc Metzger, ehe die Kammerkätzchen und Kammerdiener der Alten KG „Schnüsse Tring“ mit tänzerischer Präzision und anmutiger Choreografie das Publikum in ihren Bann zogen. Noch vor der Pause sorgten zwei Schwergewichte des kölschen Humors für nachhaltigen Applaus: Martin Schopps mit seiner pointierten „Rednerschule“ sowie die unverwechselbaren „Klüngelköpp“, die einmal mehr bewiesen, warum sie aus dem Fastelovend nicht wegzudenken sind.

Glanzpunkte nach der Pause
Mit dem schwungvollen Einmarsch der EhrenGarde der Stadt Köln startete die zweite Abteilung. Das Traditionskorps präsentierte sich musikalisch wie tänzerisch in absoluter Bestform und erhielt hierfür stehende Ovationen vom närrischen Auditorium. Anschließend wechselte die Prinzen-Garde erneut souverän ins rhetorische Fach: Volker Weininger, besser bekannt als „Der Sitzungspräsident“ in seiner Paraderolle als „Biersommelier“, servierte Wortwitz auf höchstem Niveau – süffig, scharfzüngig und treffsicher.

Ein Dreigestirn wie aus dem Bilderbuch
Der unbestrittene emotionale Höhepunkt des Abends jedoch war der Besuch des am Vortag proklamierten Kölner Dreigestirns („Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“), das in dieser Session aus den Reihen der Prinzen-Garde Köln stammt. In prachtvollen Ornaten, begleitet von strahlendem Lächeln und der Aura närrischer Würde, zog das Trifolium mit Prinzenführer, den Adjutanten, Hoffriseur und Equipechef in den Saal ein und verwandelte ihn binnen Sekunden in ein Meer aus Jubel, Fahnen und leuchtenden Augen. Es war ein Auftritt voller Symbolkraft: majestätisch, herzlich und zutiefst kölsch – ein Dreigestirn, das schon jetzt das Potenzial hat, diese Session nachhaltig zu prägen.

Musikalisch eingerahmt wurde dieser Höhepunkt von den Bands „Miljö“ und „Höhner“, die mit ihrem breiten Hit-Spektrum den Saal zum Mitsingen und Schunkeln brachten. Den traditionellen Schlußpunkt setzte schließlich Tenor Norbert Conrads, der den Abend würdevoll ausklingen ließ. Sämtliche Programmpunkte wurden vom Publikum mit begeistertem Applaus bedacht und vom Sitzungsorchester Matthias Heßeler mit einem Tusch nach dem anderen veredelt.

Närrischer Ausklang bis in den Morgen
Nach dem offiziellen Finale war jedoch noch lange nicht Schluß: Im Foyer des Vier-Sterne-Hotels begann die legendäre After-Show-Party. Bei Kölsch und Sekt, begleitet von der musikalischen Untermalung durch Philipp Godart, feierten Gäste mit der Garde des Prinzen bis in die frühen Morgenstunden – ein ausgelassener, herzlicher und rundum gelungener Ausklang eines Abends, der Maßstäbe setzte.

Mit dieser Kostümsitzung ist der Prinzen-Garde Köln ein Sessionstart gelungen, der sowohl organisatorisch als auch künstlerisch höchsten Ansprüchen genügte – und der die Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen des weiß-roten Traditionskorps spürbar steigerte.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.
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Begeisternder Auftakt: Ausverkaufte Mädchensitzung „Nümaats Wiever“ sorgt für beste Stimmung beim Start ins Zeltsitzungswochenende der K.G. Alt-Köllen

Mit der Mädchensitzung „Nümaats Wiever“ eröffnete die K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V. am Freitag (9. Anuar 2026) ihr traditionelles Zeltsitzungswochenende auf dem Neumarkt – und das mit großem Erfolg. Bereits am frühen Nachmittag verwandelten rund 2.000 bestens gelaunte Jecke das restlos ausverkaufte Festzelt in eine fröhliche Karnevalshochburg.

Fast schon traditionell führte Sitzungsleiter Jochen Langer mit viel Charme, Witz und Gespür für das Publikum durch das Programm. Eine besondere Note erhielt die Sitzung erneut durch den ausschließlich weiblich besetzten Elferrat, der bei den Gästen für große Begeisterung sorgte und das besondere Profil der Mädchensitzung eindrucksvoll unterstrich.

Von Beginn an herrschte im Zelt ausgelassene Stimmung. Mit einer gelungenen Mischung aus hochkarätigen kölschen Bands, Rednern und Tanzdarbietungen wurde gefeiert, geschunkelt und gesungen – häufig stehend und mitten im Geschehen an den Tischen. Die musikalischen Programmpunkte sorgten für echtes Fastelovendsjeföhl, während die Redebeiträge mit viel Humor und kölscher Lebensart punkteten.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Auftritte der „Kölschen Harlequins“. Sowohl die Nachwuchstänzerinnen, als auch die große Tanzgruppe begeisterten mit sichtbarer Freude, tänzerischem Können und viel Applaus aus dem Publikum.

Nach mehreren Stunden Non-Stop-Programm verabschiedete Jochen Langer die jecken Wiever und machte bereits Lust auf die nächste Sitzung am Samstag – inklusive der traditionellen Volksproklamation des Kölner Dreigestirns 2026.

Der Auftakt ins Zeltsitzungswochenende war damit mehr als gelungen: fröhlich, stimmungsvoll und ganz im Sinne des kölschen Karnevals.

Quelle (Text): K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.; (Foto/s): Juliane Renn




Proklamation des Kölner Dreigestirns: Prinzen-Garde stellt das Trifolium

„Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ regieren die kölschen Jecken

In der Session 2026 werden die kölschen Jecken von „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ regiert

Am Freitagabend (9. Januar 2026) erlebte Kölns neuer Oberbürgermeister Torsten Burmester eine besonders jecke Premiere: Erstmals durfte er ein Kölner Dreigestirn proklamieren und „Prinz Niklas I.“ (Jüngling), „Bauer Clemens“ (von Blanckart) und „Jungfrau Aenne“ (Stefan Blatt) offiziell ins Amt einführen. Die drei gehören der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. an. Unter dem Applaus von mehr als 1.300 Gästen nahmen sie die Insignien – Pritsche (Prinz), Stadtschlüssel (Bauer) und Spiegel (Jungfrau) – entgegen und regieren nun ab sofort bis Aschermittwoch über die kölschen Jecken. „Von diesem Moment träume ich schon mein halbes Leben, ich kann noch gar nicht fassen, daß es jetzt wirklich losgeht“, erklärte der frisch proklamierte „Prinz Niklas I.“ „Wir alle drei freuen uns auf jede einzelne Gelegenheit in den kommenden sechs Wochen, mit den Menschen überall in der Stadt Fastelovend zu feiern.“

Der Proklamation folgte der erste Auftritt von „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“, der das Publikum überzeugte. Das Trifolium sag sein Lied „Loss mer all zesamme stonn“, jetzt schon ein kölscher Klassiker mit Ohrwurmpotenzial. Das Dreigestirn betont darin, passend zum Motto, den gemeinsamen Einsatz für Kölle – von den Karnevalisten und all den anderen ehrenamtlich engagierten Kölnerinnen und Kölnern. Beim anschließenden Dreigestirns-Medley wurde dem Saal eine echte Showeinlage geboten: „Prinz Niklas I.“ überzeugte mit seinem Können als ehemaliger Tanzoffizier, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“ griffen zu Trompete und Kastagnetten.

Auch das restliche Programm begeisterte: Eröffnet wurde der Abend von Grandseigneur Ludwig Sebus, der gemeinsam mit Janus Fröhlich kölsche Klassiker sang. Weiter ging es mit einer Musicalnummer, die das Ehrenamt in den Mittelpunkt rückte. Daraus entwickelte sich der rote Faden des Abends: Bis zum Schluß drehte sich die Musikauswahl um das Thema Ehrenamt, das unter anderem mit einer kölschen Version von David Bowies „Heroes“ besungen wurde. „Druckluft“, das „Kwartett Lateng“, der Kölner Männer-Gesang-Verein und das „Herrengedeck“ (Martin Schopps, J.P. Weber und Volker Weininger) unterhielten die Gäste vor der großen Proklamation. Anschließend folgten „Stadtrand“ und die Tanzgruppe Sr. Tollität „Luftflotte“. Kölsch ging es weiter mit Stefan Knittler und Freunden, der krönende Abschluß war der Auftritt von „cat ballou“. „Das Programm war genauso bunt und jeck wie unser Karneval“, erklärte Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „In diesem Jahr war es uns wichtig, die unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler auf diese ehrwürdige Bühne zu bringen. Das in Kombination mit der Würdigung des Ehrenamtes passt perfekt.“

Dieses Konzept kam bei dem hochkarätigen Publikum gut an. Neben Oberbürgermeister Torsten Burmester und NRW-Landtagspräsident André Kuper war auch die Europapolitik vertreten: Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Dr. Katarina Barley und MEP Axel Foss waren zu Gast. Auch die WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau, Bettina Böttinger und Laura Wontorra sowie Max von der Groeben feierten das Kölner Dreigestirn. Kölns ehemalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde zudem mit der Ehrenmitgliedschaft im Festkomitee Kölner Karneval ausgezeichnet.

Eine jecke Zusammenfassung des Abends strahlt der WDR am Sonntag aus. Die Sendung beginnt am 11. Januar 2025 um 20:15 Uhr und ist anschließend in der ARD-Mediathek abrufbar.

Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; (Foto): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. / Costa Belibasakis




Generalappell der G.K.G. Greesberger – Einführung von Michael Bier als Präsident

Am Dienstag (6. Januar 2026), wurde in der Malzfabrik Köln der neuer Präsident Michael Bier der G.K.G. Greesberger im Rahmen des jährlichen Generalappells der Gesellschaft durch den Präsidenten des Festkomitee Kölner Karneval Christoph Kuckelkorn und seinen Pressesprecher Michael Kramp offiziell in sein Amt eingeführt.

Vor über 100 Mitgliedern der Greesberger legte Michael Bier dem Amtseid ab und versprach im Sinne der Satzung des FK die Wahrung des Brauchtums, die Neutralität und die Förderung des Nachwuchses.

Für langjährige Verdienste um die Gesellschaft wurden Veit Hennemann mit dem Verdienstorden des Festkomitees in Gold und Hildebrand Frost mit dem Verdienstorden des FK in Silber ausgezeichnet. Neben einigen Ehrungen innerhalb der Gesellschaft legten die neuen Mitglieder den Fahneneid ab.

 

Zum Schluß des Generalsappells trat der bekannte Jazz Trompeter Martin Schädlich in der Rolle des „Trötejung“ auf und intonierte zahlreiche Kölner Karnevalslieder. Für ihn war es der erste Auftritt bei einer Kölner Karnevalsgesellschaft.

Zum Ende der Sitzung bedankten sich Michael Bier bei allen Mitglieder für ihr Kommen und freute sich auf ein baldiges Treffen am kommenden Samstag (10. Januar 2026) bei der Kostümsitzung im Theater am Tanzbrunnen.

Quelle (Text): Große Karnevalsgesellschaft Greesberger e.V. Köln von 1852; (Foto/s): Christoph Söldner




Prinzen-Garde Köln – Mit eigenem Dreigestirn beim Generalkorpsappell

Die Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. startete beim Generalkorpsappell in die Session 2026. Neben dem Präsidenten Bund Deutscher Karneval, Klaus-Ludwig Fess, waren auch die Präsidenten der namhaften Karnevalsgesellschaften sowie der Vizepräsident Festkomitee Kölner Karneval, Lutz Schade, im Festsaal des Maritim.

Den ersten Akt bildete die Kindertanztruppe PG Pänz, gefolgt von der Begrüßung durch Kommandant Marcel Kappestein. Dieser stellte Engagement und Verantwortung aller Ehrenamtler in den Mittelpunkt seiner Rede, so etwa das die Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. nicht nur das diesjährige Kölner Dreigestirn stelle, sondern auch die Prinzenwache und das gesamte Korps tagein tagaus auf Bühnen, in Krankenhäusern, Seniorenstiften, Kitas et cetera unterwegs sei, um Freude zu stiften und Gutes für die gesamte Stadt zu tun.

Es folgte die Uraufführung des neuen Tanzes der Regimentstochter durch das Tanzpaar Sandra Wüst und Tommy Engels, sehr zur Begeisterung der rund 600 anwesenden Gäste.

Nach der Vereidigung von 11 neuen Kameraden betrat das designierte Kölner Dreigestirn zum letzten Mal vor ihrer Proklamation die Bühne. Der Saal tobte, denn es handelt sich – sehr zum Stolz der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. – diesmal um drei Kameraden aus den eigenen Reihen: „Prinz Niklas I.“ (Jüngling), „Bauer Clemens“ (von Blanckart) und „Jungfrau Aenne (Stefan Blatt). Schriftführer Marcus Gottschalk hob den einmaligen Traum im Leben großer Karnevalisten hervor „ Ihr seid drei von einer Million Kölner, die diesen Traum leben dürfen – genießt jeden Augenblick!“

Elf neue Kameraden wurden vereidigt, zahlreiche befördert und geehrt. Kommandant Marcel Kappestein wurde zum Generaloberst befördert und General Matthias Schenke im Rahmen seines 50jährigen Mitgliedsjubiläums zum Ehrenratsherren ernannt. Generalmajor Ulrich Linnenberg hatte ebenfalls 50jähriges und beide erhielten – erstmals in der Geschichte der Prinzen-Garde, den Treueorden in Gold mit Diamanten besetzt. Das konnte nur noch durch das 60jährige Jubiläum von Generalleutnant Hans-Karl Jung getoppt werden, der als Ehrengabe eine 18 Karat vollvergoldete Prinzen-Gardist Statue erhielt – und zum General befördert wurde.

Am 10. Januar startet die Prinzen-Garde mit der 1. Kostümsitzung im Maritim in eine intensive Session, deren Abschluß der große GardeDANZ am Karnevalssamstag (14. Februar 2026) im Gürzenich ist.

Quelle und Foto/s: Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.




KG Treuer Husar startet mit emotionalem Korpsappell in die Session 2026

Mit einem festlichen Korpsappell ist die KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln in die neue Karnevalssession gestartet. Im Pullman Hotel versammelten sich Mitglieder, Freunde und Förderer des Traditionskorps, um gemeinsam den Auftakt zu begehen – in einer Session, die nach Dreigestirn und 100-Jahr-Feier wieder in ruhigere Bahnen führt, aber mit ungebrochener Leidenschaft für Köln und den Fastelovend gelebt wird.

Husaren-Pänz machen den Anfang – neue Mitglieder folgen
Traditionell eröffneten die Husaren-Pänz den Abend, begleitet von der Uniformabnahme durch Präsident Markus Simonian und Kommandant Harry Kramer. Sieben neue Tänzerinnen und Tänzer bringen die Husaren-Pänz auf nunmehr 23 Kinder und Jugendliche. Mia Schmidt erhielt für ihr tänzerisches Engagement das BDK-Tanzabzeichen in Bronze.

Im Anschluß marschierten die neuen Hospitanten und diejenigen auf die Bühne, die nach zwei Jahren Hospitation endlich den ersehnten Eid auf die Fahne schwören dürfen. In diesem Jahr begrüßt der Treue Husar 14 neue Hospitanten und 21 neue Mitglieder in seinen Reihen. Der Mitgliederzuwachs unterstreicht einmal mehr, wie lebendig, offen und wachstumsstark das Korps auch im zweiten Jahrhundert seines Bestehens ist.

Verabschiedung verdienter Vorstandsmitglieder – Staffelstab wird übergeben
Gänsehautmomente prägten den Abend insbesondere bei der Verabschiedung dreier Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen und die Gesellschaft maßgeblich mitgestaltet haben. Schatzmeister Kurt Wietheger, der nach 26 Jahren im Amt seinen Rückzug angekündigt hatte, wurde offiziell verabschiedet. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung erhielt er einen vergoldeten Löwenkopfsäbel mit persönlicher Gravur, passend zu seinem Rang als General – ein Geschenk, das bei ihm sichtbar für große Rührung sorgte. Sein Nachfolger Lars Schmidt übernimmt das Amt mit viel Erfahrung und dem erklärten Ziel, den Husaren verantwortungsbewußt in die Zukunft zu führen.

Ebenfalls verabschiedet wurde Wolfgang Balduin, der die Gesellschaft seit 2016 als Schriftführer und zuvor unteranderem als Kammerverwalter mitgeprägt hat. Als Dank und Anerkennung für seine Leistung und Treue erhielt er die Verdienstspange der Treuen Husaren in Silber. Mit André Chapelier übernimmt ein engagierter Nachfolger, der neue Impulse setzen will.

Den dritten symbolischen Staffelstab übergab Paul-Dieter Schmitz, seit elf Jahren Korpskoch, an seinen Nachfolger Michael „Frosch“ Fröschle. Besonders emotional wurde es, als Paul-Dieter Schmitz – sichtlich gerührt – den Verdienstorden in Silber des Festkomitees Kölner Karneval entgegennahm und beim Überreichen der „Kelle“ an seinen Nachfolger mit den Tränen kämpfte.

Verdiente Mitglieder geehrt – Engagement, das verbindet
Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „ALAAF – Mer dun et för Kölle“ würdigte der Treue Husar das Ehrenamt in seiner ganzen Vielfalt. Der Verdienstorden des Festkomitees in Silber ging neben Paul-Dieter Schmitz auch an Thomas Utri-Lennartz, der in den vergangenen elf Jahren das Reservekorps geleitet und zu einer wichtigen Säule der Gesellschaft aufgebaut hat. Weitere Verdienstspangen in Bronze erhielten Patrick Hermes, Fea Jasmin Dainat, Philip Capellen und Björn Zimmer.

Für langjährige Treue wurden mit der Goldenen Vereinsnadel mit Brillanten (50 Jahre) ausgezeichnet: Georg Binder, Dieter Hoffmann und Markus Schöcke. Die Silberne Vereinsnadel (25 Jahre) erhielten Günter Paßmann, Patrick Schlangenstein und Markus Simonian.

Auch musikalisch und tänzerisch zeigte sich die beeindruckende Bandbreite des Engagements: Lothar Meusel erhielt das Musikerabzeichen in Gold, Patrick Hermes das BDK-Tanzabzeichen in Gold mit Brillanten. Das Tanzabzeichen in Bronze ging an Alexander Preuss und Wolfram von Tongern erhielt die Reiterspange in Silber.

Selbstverständlich konnten nur jene Mitglieder ihre Auszeichnungen entgegennehmen, die am Abend persönlich anwesend waren. Alle, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen verhindert waren, erhalten ihre Ehrungen zu einem späteren Zeitpunkt auf angemessenem Wege – denn ihr Engagement bleibt ebenso unvergessen und hochgeschätzt.

Neue Oberste und musikalische Highlights
Für ihr Engagement wurden Günter Paßmann und Frank Preuß zum Oberst befördert. Musikalisch brachte die junge Kölner Band „Bel Air“ frischen Wind in den Abend. Die Band überzeugte mit modernen kölschen Tönen und einem Auftritt, der Tradition und Zeitgeist auf gelungene Weise miteinander verband.

Präsident Markus Simonian dankte am Ende des Abends der Kommandantur für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung des Korpsappells. „Ihr habt uns allen einen würdigen, emotionalen und reibungslosen Auftakt beschert – dafür ein großes Dankeschön.“ Nach zwölf Jahren war es der letzte Korpsappell unter der Leitung von Kommandant Harry Kramer, unterstützt von Vizekommandant Dieter Hagen, die beide nach dieser Session ihre Ämter abgeben werden. Zugleich stellte Simonian in Aussicht, „daß noch eine intensive Session mit vielen Auftritten vor uns liegt – und wir diese gemeinsame Zeit noch einmal in vollen Zügen genießen werden, bevor wir Harry und Dieter mit gebührendem Dank verabschieden.“

Quelle (Text): KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. Köln; Foto/s: Björn Zimmer




Altstädter Köln: Verwurzelt in der Altstadt – ein Korpsappell voller Heimatgefühl, Freundschaft und einem Anker für die Marie

-hgj/nj- Wenn die Altstädter Köln 1922 e.V. zum Korpsappell laden, dann ist das stets mehr als ein offizieller Start in die Session – es ist ein Bekenntnis zur Stadt, zu ihrer Geschichte und zu den Menschen, die den Kölner Karneval seit Generationen prägen. Am Dienstagabend, 7. Januar 2026, wurde der ehrwürdige Gürzenich einmal mehr zum Herz der kölschen Altstadt, als das grün-rote Traditionskorps mit einem ebenso feierlichen wie herzlichen Appell offiziell in die neue Session einzog.

Zwischen den kraftvollen Klängen des Regimentsspielmannszuges, den schwungvollen Auftritten des Tanzkorps und den liebevoll dargebotenen Tänzen der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Kölsche Dillendöppcher“ zeigte sich eindrucksvoll, wie lebendig die Wurzeln der Altstädter sind. Hier traf Tradition auf Gegenwart, Erfahrung auf Nachwuchs – und alles vereint durch das Gefühl von Heimat, das tief in der Kölner Altstadt verankert ist. Die Vereidigung von 15 neuen Kameraden auf die „Plagge“ der Altstädter fügte sich nahtlos in dieses Bild ein: Menschen, die sich bewußt für das grün-rote Korps, für Köln und für das gelebte Brauchtum entschieden haben.

Ein Anker für die Marie – gelebte Freundschaft über den Rhein hinaus
Einen besonders emotionalen Moment erlebte der Abend mit der Vorstellung der neuen Marie Kathi Kierig, die im Korps liebevoll „Drüvche“ (Träbchen) genannt wird. Neben dem traditionellen „Fässchen“, gespendet vom Senat der Altstädter, trägt sie künftig ein Symbol, das weit über ein schmückendes Detail hinausgeht: einen Original-Marineknopf mit Ankersymbol auf der rechten Schulterklappe. Überreicht von der Besatzung der Korvette „Köln“, steht dieser Knopf für Verlässlichkeit, Zusammenhalt und eine gewachsene Freundschaft.

Seinen Ursprung hat dieses Zeichen in einer kleinen, typisch kölschen Geschichte: Als die ehemalige Marie Jeanette Leithe in der vergangenen Session einen Knopf verlor, half ein Marinesoldat spontan mit seinem eigenen aus. Aus dieser Geste entstand nun eine neue Tradition, die Heimatverbundenheit und Offenheit gleichermaßen verkörpert. Fregattenkapitän Alexander Horn, der an diesem Abend selbst zum Leutnant der Reserve ernannt wurde, übergab den Knopf persönlich – als sichtbares Zeichen der engen Patenschaft zwischen Marine und Altstadt.

Nachwuchsarbeit als Fundament der Altstadt-Tradition
Dass die Zukunft des Karnevals fest in der Altstadt verankert ist, bewiesen bereits zu Beginn des Abends die „Kölschen Dillendöppcher“. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe feiert in diesem Jahr ihr 35jähriges Bestehen unter dem Protektorat der Altstädter und steht beispielhaft für eine Nachwuchsarbeit, die weit über den Tanz hinausgeht: Sie vermittelt kölsche Werte, Gemeinschaft und Stolz auf die eigene Stadt.

Auch im Kreis der „Freunde&Förderer“ wächst die Altstädter-Familie weiter. Zahlreiche neue Mitglieder wurden begrüßt, darunter bekannte Kölner Persönlichkeiten wie Julia Schley sowie Frank Schmitz, Geschäftsführer von Merzenich – Menschen, die Köln nicht nur leben, sondern aktiv mitgestalten.

Verdiente Altstädter im Rampenlicht
Ein Korpsappell ist immer auch Anlaß, Danke zu sagen. So wurde Schatzmeister Michael Robens durch den Bund Deutscher Karneval mit dem BDK-Verdienstorden in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. Die Ehrung nahmen BDK-Präsident Klaus-Ludiwig Fess sowie Erich Ströbel, Beisitzer im Präsidium, vor.

Auch das Festkomitee Kölner Karneval würdigte herausragendes Engagement: Kommandant Michael Klaas erhielt den FK-Verdienstorden in Gold, während Günter Annes als ehemaliger Reservekorpsführer, mit dem FK-Verdienstorden in Silber ausgezeichnet wurde. Überreicht wurden die Orden durch FK-Vizepräsident Lutz Schade gemeinsam mit Nadine Krahforst aus dem Vorstand des Literarischen Komitees im FK und Erich Störbel aus dem Vorstand für Karnevalsverbände und Kulturgut im Festkomitee.

Besondere Anerkennung erfuhren zudem Persönlichkeiten, die Köln und die Altstädter über Jahrzehnte geprägt haben: Der Kölner Polizeipräsident Johannes Hermanns wurde ehrenhalber als Major der Reserve zusammen mit neun weiteren verdienten Karnevalisten, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Wirtschaft und Politik in das Korps aufgenommen. Ulrich Nockemann, Urgestein der Altstädter und ehemaliger Reiterkorpsführer, wurde für seine langjährigen Verdienste feierlich zum General befördert.

Ein feierlicher Abschluß – und ein kölscher Blick nach vorn
Mit dem Großen Karnevalistischen Zapfenstreich fand der Abend seinen würdevollen Höhepunkt. Gemeinsam mit dem Regimentsspielmannszug und dem Orchester Markus Quodt präsentierte sich das gesamte Korps geschlossen und stolz – ein starkes Bild für ein Korps, das tief in der Kölner Altstadt verwurzelt ist und dennoch offen in die Zukunft blickt.

Passend dazu richteten die Altstädter zum Abschluß einen Aufruf an das närrische Köln: Gesucht wird ein neuer Tanzoffizier, der ab der Session 2027 gemeinsam mit Marie Kathi Kierig über die Bühnen der Stadt und der Region wirbelt, das grün-rote Korps repräsentiert und die kölsche Lebensfreude weiterträgt. Bewerbungen können ab sofort an kommandant@altstaedter.de gerichtet werden.

Der Korpsappell 2026 zeigte eindrucksvoll: Die Altstädter Köln sind und bleiben ein Stück lebendige Altstadt – verwurzelt in ihrer Heimat, getragen von Freundschaft und Zusammenhalt und fest verankert im Herzen Kölns.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Sandra Schild / Altstädter Köln 1922 e.V.
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Große KG Frohsinn: Sessionsorden 2026: „Mer dun et för Kölle“ – Ein Stück Frohsinn für die Stadt

Die Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V. präsentiert ihren neuen Sessionsorden für die Session 2026 – inspiriert vom offiziellen Motto des Festkomitees Kölner Karneval: „ALAAF – Mer dun et för Kölle“. Wie das Motto selbst, steht auch der Orden ganz im Zeichen des Ehrenamts – jener stillen, aber unverzichtbaren Kraft, die Köln trägt und lebendig hält.

Im Mittelpunkt des kunstvoll gestalteten Ordens steht der Kölner Dom, das Herz der Stadt und Symbol für Zusammenhalt, Glauben und kölsche Heimatliebe. Umrahmt wird er von Konfettipunkten und funkelnden Glitzersteinen, die ihm einen edlen Anstrich verleihen und zugleich das bunte, lebensfrohe Wesen der Großen KG Frohsinn verkörpern.

Ein besonderer Blickfang ist die bewegliche Scheibe im Hintergrund, in der Konfetti wie in einer Schneekugel herabrieselt – eine liebevolle Hommage an das Motto der Gesellschaft: „Em Hätze vill Konfetti“ – als Sinnbild für die Freude, die der Karneval in alle Richtungen trägt.

Doch der Orden birgt noch eine tiefere Botschaft: So wie unzählige Freiwillige im Ehrenamt ein Stück ihrer Zeit, ihres Geldes oder ihrer Expertise schenken, um Köln ein bißchen schöner zu machen, gibt auch die Frohsinn in diesem Jahr ein Stück ihres Ordens ab. Ein abnehmbarer Pin macht den Sessionsorden zu einem Symbol des Teilens. Ganz im Sinne des Mottos können die Trägerinnen und Träger „e Stück vum Orden“ – und damit sinnbildlich ein Stück ihres eigenen Engagements – weitergeben: an jemanden, der sich mit Herzblut für Köln oder den Karneval einsetzt.

„Mit diesem Orden wollen wir nicht nur ein Schmuckstück schaffen, sondern ein Zeichen setzen – für all die Menschen, die sich mit Herz, Zeit und Leidenschaft für unsere Stadt engagieren“, so die Präsidentin Tanja Wolters. „Denn wir alle dun et för Kölle – jeder auf seine Art.“

Quelle: Große KG Frohsinn Köln 1919 e.V. ; (Foto): Markus Müller-Saran




„Jan von Werth“ kehrt zu den Wurzeln des Korpsappell mit Proklamation von „Jan un Griet“ zurück

Ein Abend voller Tradition, Herz und einer besonderen Premiere

-hgj/nj- Das Palais der Flora am botanischen Garten bot am Abend des 6. Januar 2026 einen ebenso würdigen wie stimmungsvollen Rahmen für den Korpsappell des Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V. Zugleich erlebte die Gesellschaft einen besonderen Moment: die feierliche Proklamation des „Jan un Griet“-Paares für die Session 2026 – erstmals seit vielen Jahren wieder eingebettet in den festlichen Ablauf des Korpsappells.

Schon der musikalische Auftakt ließ die Bedeutung des Abends spüren. Die Korpskapelle „Jan von Werth“ eröffnete den Appell mit einer festlichen Ouvertüre, die durch gesangliche Akzente zweier Solisten eine besondere emotionale Tiefe erhielt. Nahtlos fügte sich daran der Auftritt der Puppenspieler des Hänneschen Theaters an, das mit einer eigens für diesen Anlaß inszenierten Darstellung der „Jan un Griet“-Legende begeisterte. Mit viel Wortwitz, Charme und feinem kölschem Humor wurde die Geschichte lebendig und erinnerte eindrucksvoll an die Wurzeln dieses traditionsreichen Amtes.

Der anschließende Korpsappell stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Hierzu gehörten die 26 „Pänz“ der Kinder- und Jugendtanzgruppe. Sodann wurden verdiente Kameraden wurden für ihr Engagement geehrt, neue Mitglieder feierlich vereidigt und besondere Leistungen hervorgehoben. Der Moment, in dem neue Kameraden den Eid auf den Zabel und die Fahne ablegten und damit als Vollmitglieder in das Korps aufgenommen wurden, machte einmal mehr deutlich, was das Reiter-Korps auszeichnet: Zusammenhalt, Verlässlichkeit und gelebte Tradition über Generationen hinweg. Auch die neuen Hospitanten präsentierten sich der Gesellschaft und wurden herzlich in den Kreis des Korps aufgenommen.

Der emotionale Höhepunkt des Abends folgte mit der feierlichen Proklamation des neuen „Jan un Griet“-Paares (Horst-Peter und Melanie Becker) durch den Präsident des Festkomitees des Kölner Karnevals Christoph Kuckelkorn und der Präsidentin Kölsche Madämcher Gabriele P. Gérard. Unter langanhaltendem Applaus nahmen das proklamierte Paar ihr Amt an und traten damit in eine Reihe von Persönlichkeiten, die diese besondere Aufgabe seit 1949 mit Leben füllen. In ihren Worten wurde spürbar, wie sehr ihnen diese Rolle am Herzen liegt: „Wir wollen Brücken bauen! Egal welche Farben wir tragen – in unseren Herzen tragen wir alle die Farben des Kölner Karnevals. Laßt uns feiern, laut und leise, aber immer bunt!“

Für einen Moment, der vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte, sorgte das frisch proklamierte Paar schließlich selbst. Horst-Peter und Melanie Becker erfüllten sich damit einen persönlichen Traum und präsentierten eine eigens umgedichtete Schlager-Version des Hits „Warum hast Du nicht nein gesagt“ von Roland Kaiser und Maite Kelly – dessen Text sie liebevoll auf die „Jan un Griet“-Geschichte adaptierten. Mit Zeilen wie: „Warum hast du nicht ja gesagt? … Im Schein vom Kümpchenshof …“ sorgten sie für die Überraschung des Abends, Lachen und sogar die ein oder andere Freudenträne im Saal.

Auch im weiteren Verlauf des Abends wurde deutlich, wie sehr Emotion und Anerkennung zusammengehören: Als eine besondere Ehrung ausgesprochen wurde und die Verdienste um den Kölner Karneval gewürdigt wurden, zeigte sich selbst bei erfahrenen Karnevalisten spürbare Rührung.

In Anschluß an die Beförderungen und Ehrungen präsentierte sich das aktive Korps nach dessen Aufmarsch mit dem Reitermarsch und dem Tanz Gruß der Rapiere. ZU den höchsten an diesem Abend verliehenen Beförderungen gehörten die Ernennungen zum Oberwachtmeister, Obristleutnant, Generalwachtmeister sowie zum Generalleutnant.

Mit diesem Abend aus Tradition, Emotion und einer unerwarteten musikalischen Note ist die Session 2026 offiziell eröffnet. Das Reiter-Korps „Jan von Werth“ startete damit in eine Session, die ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Herzlichkeit und gelebtem kölschem Brauchtum steht – erwartungsvoll, stolz und voller Vorfreude auf alles, was kommt.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Jordi Mergen / Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.
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Sessionsorden Kölner Karnevalsgesellschaft Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V.

Foto: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Nippeser Bürgerwehr: Corpsappell 2026 – Tradition, Haltung und kölsche Herzlichkeit im Maritim Hotel Köln

-hgj/nj- Mit einem eindrucksvollen Corpsappell ist die Nippeser Bürgerwehr am 6. Januar 2026 feierlich in die neue Session gestartet. Rund 650 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Medien und dem karnevalistischen Brauchtum folgten der Einladung ins Maritim Hotel Köln und erlebten einen Abend, der die Werte der Gesellschaft in besonderer Dichte widerspiegelte: Verlässlichkeit, Dankbarkeit, Gemeinschaft – und nicht zuletzt eine gehörige Portion kölschen Humors.

Präsident Michael Gerhold und Kommandant Mario Moersch führten gemeinsam durch einen ebenso festlichen wie kurzweiligen Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie lebendig und geschlossen die Nippeser Bürgerwehr nach 123 Jahren Vereinsgeschichte auftritt. Der Corpsappell wurde so einmal mehr zu einem Treffpunkt der Stadtgesellschaft und zu einem sichtbaren Bekenntnis zur Verantwortung des Karnevals über die Session hinaus.

Neue Kameraden, treue Weggefährten und gelebte Anerkennung
Ein zentraler Moment des Abends war die Vereidigung von 29 neuen Kameraden, die feierlich und mit großem Applaus formell in die Gesellschaft aufgenommen wurden. Sie stehen stellvertretend für den kontinuierlichen Zuwachs und die Attraktivität der Nippeser Bürgerwehr, die Tradition und Offenheit seit jeher miteinander verbindet.

Ebenso würdevoll fiel der Blick zurück aus: Insgesamt 18 Jubilare wurden für ihre 15, 20, 25, 30, 40 und 45 Jahre Treue geehrt. Präsident Michael Gerhold dankte ihnen mit Ehrennadeln und Urkunden für ihr langjähriges Engagement. Besonders hervorgehoben wurden Rudi Buch und Alfred Kröll, die der Nippeser Bürgerwehr seit beeindruckenden 45 Jahren die Treue halten – ein Zeichen von Beständigkeit, das in der heutigen Zeit Seltenheitswert hat.

Überraschung für den Präsidenten – und ein Moment kölscher Unberechenbarkeit
Wer Michael Gerhold kennt, weiß um seinen ausgeprägten Sinn für Ordnung, Ablauf und Kontrolle – insbesondere auf der Bühne. Umso größer war die Überraschung, als seine Vorstandskollegen genau diesen Umstand augenzwinkernd nutzten. Mitten während der Ehrungen unterbrach Vorstandsmitglied Max Rudloff das Geschehen und kündigte mit ernster Miene eine „notwendige Unterbrechung“ an. Begründung: Als Traditionskorps müsse alles seine Ordnung haben – und diese sei an diesem Abend angeblich mehrfach verletzt worden.

Spätestens als Max Rudloff die korrekte Uniformierung des Präsidenten öffentlich infrage stellte und weitere Vorstandsmitglieder zur „Überprüfung“ auf die Bühne bat, wich das anfängliche Staunen im Saal einem breiten Schmunzeln. Michael Gerhold selbst reagierte zunächst sichtbar irritiert, nahm die humorvolle Inszenierung jedoch sportlich auf. Im Nachgang bekannte er lachend: „Wer mich kennt, weiß, daß ich vieles ertrage – aber nicht, wenn ich nicht weiß, was als Nächstes passiert.“ Der Lacherfolg war dem Vorstand gewiß – und die Überraschung perfekt.

Ehrungen, Auszeichnungen und besondere Ernennungen
Für acht Jahre herausragenden Einsatz an der Spitze der Gesellschaft erlebte Präsident Michael Gerhold schließlich selbst einen emotionalen Höhepunkt: Der Vorstand überraschte ihn mit der Ernennung zum Generalleutnant – eine Würdigung, die seine Verdienste um die Nippeser Bürgerwehr eindrucksvoll unterstreicht.

Eine besondere Überraschung hatte der Senat der Appelsinefunke, wie die Nippeser Bürgerwehr aufgrund ihrer orange-weißen Farben genannt wird, an Abend des Corpsappell. Der Senat der Nippeser Bürgerwehr ist eines der Fördergremien der Gesellschaft. Sie sind ein Kreis von Jecken, die sich im Senat zusammengeschlossen haben und Freunde geworden sind. Verbunden durch den Willen, die Nippeser Bürgerwehr als festen Bestandteil des Kölner Brauchtums zu erhalten und zu stärken, leben sie unter dem Motto: „Fördern, Gestalten und Feiern“ Kölner Karnevalstradition. Für den Kauf der an versierten Immobilie, überreichte der Senatsvorstand (Alexander Gewehr Präsident, Udo Sitzius Vizepräsident, Udo Kerkfeld Geschäftsführer und Andreas Wolf Schatzmeister) stellvertretend für ihre Corpsgesellschaft ein Scheck in Höhe von € 175.000,00 an den Vorstand.

Musikalisch wurde Geschichte geschrieben mit der Ernennung der IG NBW-Köln Stammheim zum Ehrenspielmannszug. Nach 2 x 11 Jahren als verlässlicher Taktgeber der Gesellschaft erhielt die Formation diese besondere Auszeichnung – ein Dank für Kontinuität, Qualität und Verbundenheit.

Insgesamt elf Mitglieder wurden mit der Bürgerwehrmedaille der Nippeser Bürgerwehr ausgezeichnet. Die Sonderstufe in Silber erhielten Max Rudloff, Hellmut Schüßler und Marcus Wirtz, die Sonderstufe in Gold ging an Dr. Helmut Loggen. Eine weitere hochrangige Ehrung folgte mit der Verleihung des BDK-Verdienstordens in Gold an Michael Lambrechts, überreicht durch BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess gemeinsam mit Erich Ströbel.

Zu den zehn neu ernannten Ehrenleutnanten zählen stellvertretend für alle Genannten Ben Bereuter und Michael Conemann von den Altstädtern Köln, Dr. Marco Hollekamp von der EhrenGarde der Stadt Köln sowie Markus Marx von der Bürgergarde „blau-gold“ – ein sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit der Traditionskorps untereinander.

Feierlicher Ablauf mit Herz und Haltung
Der Corpsappell folgte einem klar strukturierten Ablauf, der Tradition und Unterhaltung gekonnt verband: vom Kölschempfang über einen stimmungsvollen Intro-Film, Ernennungen und Beförderungen der Ehrenoffiziere, die Ostermann-Revue mit Michael Hehn als Willi Ostermann und Nici Kempermann als Käthe Ostermann bis hin zum Corpsaufzug mit den Tänzen des Tanzpaares Svenja Klupsch und Niklas Wilske sowie der Wache.

Nach dem traditionellen Essen – Frikadellen mit Muhrenjemangs – folgten weitere Beförderungen im Reservecorps, Corps à la suite, Senat und Reiter-Corps, zusätzliche Jubilare-Ehrungen sowie die Auszeichnungen mit Sonderstufen- und Ehrenorden. Den stimmungsvollen Schlußpunkt setzte ein musikalisches Finale mit Recap von Michael Kuhl.

Der Corpsappell 2026 der Nippeser Bürgerwehr zeigte eindrucksvoll: Hier wird Brauchtum nicht verwaltet, sondern gelebt. Mit klarer Haltung, gegenseitigem Respekt und einer tiefen Verwurzelung im Veedel blickt die Gesellschaft geschlossen und selbstbewusst in die neue Session.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Würdevoll, herzlich, kölsch: Die K.G. Alt-Köllen feiert ihren Dreikünnige-Appell 2026 im Hilton Cologne

-hgj/nj- Mit einem Abend voller Tradition, Emotionen und echter kölscher Seele beging die K.G. Alt-Köllen am 6. Januar 2026, ihren traditionellen Dreikünnige-Appell im Hilton Hotel Cologne. Die Veranstaltung zählte einmal mehr zu den gesellschaftlichen Fixpunkten der Session und verband karnevalistische Würde mit herzlicher Lebensfreude – ganz im Sinne der altkölschen Tradition.

Im Mittelpunkt des Abends stand die 53. Verleihung der Goldenen Mütze, einer der renommiertesten Auszeichnungen im Kölner Karneval. Mit langanhaltendem Applaus und sichtlicher Rührung wurde Marc Metzger, besser bekannt als „Dä Blötschkopp“, als neuer Träger der Goldenen Mütze 2026 geehrt. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den Erhalt, die Weiterentwicklung und die Authentizität des kölschen Karnevals verdient gemacht haben – eine Beschreibung, die auf Marc Metzger in jeder Hinsicht zutrifft.

Die Laudatio hielt traditionsgemäß der Vorjahrespreisträger Willibert Pauels („Ne Bergische Jung“), der mit feinsinnigem Humor, warmherziger Tiefe und spürbarer Wertschätzung das karnevalistische Wirken des neuen Preisträgers nachzeichnete. Zwischen Nachdenklichkeit und befreiendem Lachen gelang es Willibert Pauels, den Menschen hinter der Figur „Dä Blötschkopp“ eindrucksvoll zu würdigen – ein Moment, der den Saal gleichermaßen bewegte wie begeisterte.

Bereits zu Beginn des Abends hatte Präsident Gregor Berthold die zahlreichen Gäste aus Karneval, Gesellschaft und Festkomitee Kölner Karneval herzlich begrüßt und den Dreikünnige-Appell als das bezeichnet, was er seit Jahrzehnten ist: ein Ort der Begegnung, der Anerkennung und des gemeinsamen Innehaltens zu Beginn des neuen Jahres und der heißen Phase der Session.

Für tänzerische Glanzpunkte sorgten die beiden Tanzgruppen der Gesellschaft, die „Kölsche Harlequins“. Zunächst begeisterten die „Pänz“ mit jugendlicher Energie, Präzision und sichtbarer Freude am Tanz, bevor später die große Formation mit Ausdrucksstärke und karnevalistischer Eleganz den Saal füllte. Beide Auftritte unterstrichen eindrucksvoll die erfolgreiche Nachwuchs- und Vereinsarbeit der K.G. Alt-Köllen.

Ein zentraler Bestandteil des Abends waren die zahlreichen Ehrungen und Jubiläen. Fördernde Mitglieder, langjährige Wegbegleiter sowie verdiente Karnevalisten wurden in mehreren Ehrungsblöcken für ihr Engagement ausgezeichnet. Auch die Festkomitee-Ehrungen fanden ihren würdigen Rahmen und machten deutlich, wie sehr der Kölner Karneval vom ehrenamtlichen Einsatz vieler lebt. Christoph Kuckelkorn (Präsident) und Michael Kramp (Leiter Kommunikation) verliehen dabei zwei Verdienstorden an die verdienten Mitglieder der K.G. Alt-Köllen: Uwe Lüdemann erhielt den Verdienstorden in Silber, Michael Hohmann den Verdienstorden in Gold – jeweils in Würdigung und Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste um den Kölner Karneval.

Zusätzlich wurde Christoph Kuckelkorn feierlich zum Ehrenratsherrn ernannt, der höchsten externen Auszeichnung der K.G. Alt-Köllen.

Für einen weiteren musikalisch-kabarettistischen Höhepunkt sorgte Marco Ages mit seinem Beitrag „Ne Jung us em Veedel“, der mit viel Gefühl und kölscher Authentizität das Publikum erreichte. Den musikalischen Rahmen des gesamten Abends gestaltete „DJ Henry“ (Heinz Coellen) , der mit sicherem Gespür für Atmosphäre einen stimmungsvollen Ausklang ermöglichte.

Mit der Verabschiedung der Gäste endete ein Dreikünnige-Appell, der in Erinnerung bleiben wird: würdevoll, herzlich und zutiefst kölsch. Die K.G. Alt-Köllen bewies einmal mehr, daß sie Tradition nicht nur bewahrt, sondern lebt – und damit ein verlässlicher Anker im bunten Kosmos des Kölner Karnevals bleibt.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de mit einer Textpassage der K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.; (Foto/s): Juliane Renn
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Ein Stück Dom für den guten Zweck: Der Sessionsorden 2026 der Stromlosen Ader

Stromlose Ader-Mitglied Markus Richter fertigt aus dem authentischen Kölner Dom-Gestein
die Unikate für jeden einzelnen Orden

Der Sessionsorden 2026 der Stromlose Ader ist mehr als ein karnevalistisches Schmuckstück: Er ist ein emotionales Bekenntnis zu Köln, zum Ehrenamt und zum Erhalt des wohl bekanntesten Wahrzeichens der Stadt. Jeder einzelne Orden ist ein echtes Unikat und enthält ein authentisches Stück Stein vom Kölner Dom aus dem Stein aus dem 19. Jahrhundert  zwischen 1842 – 1863, der Querhausfassaden und den Lang- und Querhauses.

Mit diesem besonderen Sessionsorden verbindet die Stromlose Ader Tradition, Verantwortung und gelebte Heimatliebe. Für jeden verkauften Orden werden € 5,00 an die Kölner Dombauhütte gespendet, um den langfristigen Erhalt des Domes aktiv zu unterstützen.

„ALAAF, mer dun et för Kölle“ – dieses Motto ist für die Stromlose Ader weit mehr als ein Leitspruch der Session 2026. Es steht für eine Haltung und für den Geist des Ehrenamts, der Köln seit jeher prägt: in den Veedeln, in den Vereinen und insbesondere im Karneval. Das gesamte Vereinsleben wird von engagierten Mitgliedern in ehrenamtlichen Positionen gestaltet und vorangetrieben. Ihr Antrieb und Engagement ermöglicht es die Traditionen aufrecht zu erhalten und ganzjährig für Spaß und Stimmung zu sorgen.

Der Dom als Wahrzeichen, Fixpunkt und stiller Wächter über Köln symbolisiert genau diese Beständigkeit und ist deswegen als zentrales Element des Sessionsorden auserwählt worden. So kann jeder Jeck ein Stück des Doms bei sich tragen. Einen Stein, der Jahrhunderte überdauert hat und für Zusammenhalt, Verantwortung und Verbundenheit steht. Oder, wie es in Köln heißt: Mer dun et för Kölle – all die janze Johr!

Die Stromlose Ader setzt mit diesem innovativen Orden ein klares Zeichen für den Erhalt des kulturellen Erbes und für gelebten Zusammenhalt. Gleichzeitig gelingt es dem Verein mit dem ersten Sessionsorden mit einem echten Stück vom Kölner Dom ein feinfühliges Gespür für die Verbindung von Tradition und Moderne zu beweisen.

Der Sessionsorden 2026 ist bei allen Veranstaltungen der Stromlosen Ader an den jeweiligen Verkaufsständen erhältlich.

Quelle: KKG „Stromlose Ader“ e.V. von 1937




Mit Herz, Musik und kölscher Seele: „Nubbeline Chakira-Hildegard“ zieht ins Peters Brauhaus ein

Der Brauhauseinzug der „Nubbeline“ ist für „De Kölsche Madämcher“ bereits gelebte Tradition und zugleich ein Moment des Innehaltens. Wie in jedem Jahr begann der Abend am Kölner Dom, wo gemeinsam Kerzen entzündet wurden. Ein stiller, aber bedeutungsvoller Auftakt.

„Traditionell stellen wir vor dem Einzug unserer „Nubbeline“ Kerzen im Dom auf, in Gedenken an die, die nicht mehr bei uns sind und in Hoffnung auf eine Welt mit mehr Toleranz, Miteinander und Frieden“, erklärt Gabriele P. Gerard, Präsidentin von „De Kölsche Madämcher“.

Im Anschluß startete der Umzug durch die Kölner Altstadt: Mit dabei die noch verhüllte „Nubbeline Chakira-Hildegard“, die neugierige Blicke auf sich zog. Musikalisch und jeck begleitet wurden die Kölsche Damen KG von der KG Spillmannsfründe „Bellejeck“ e.V., die dem Umzug mit viel Herzblut und kölschem Klang den passenden Rahmen verlieh. Das winterliche Wetter zeigte sich dabei von seiner frostigen Seite – es hat geschneit, und zwar ordentlich.

Inzwischen schon legendär wurde daher ein Zwischenstopp im Kaufhaus Galeria Kaufhof eingelegt, nicht nur um sich aufzuwärmen. Besonders beliebt: die gemeinsame Fahrt mit den Rolltreppen in alle Etagen, die sowohl Mitarbeiter als auch Kundinnen und Kunden begeisterte und für viele schmunzelnde Gesichter sorgte.

Nach einer liebevollen Stärkung im Vereinslokal „StadtTreff“, wo Tina Köcher den Zugteilnehmer herzlich versorgte, führte der Weg über den Alter Markt ins Peters Brauhaus. Dort wurden Chakira Hildegard von Herbergsvater Uwe Esser persönlich empfangen. Auch hier sorgte die KG Spillmannsfründe „Bellejeck“ e.V. für die jecke Begleitung und einen stimmungsvollen Einzug. Dabei bezog die Dame feierlich den angestammten Platz ihrer Vorgängerinnen. Bis Karnevalsdienstag wird sie nun im Kapellchen über das jecke Treiben wachen – still, aufmerksam und wie es sich gehört: verschwiegen.

Doch der Abschied ist bereits terminiert: Den 17. Februar 2026 unbedingt vormerken! Dann wird die diesjährige „Nubbeline“ mit einem gebührenden Fest von „De Kölsche Madämcher“ verabschiedet. Bis dahin gilt: wir lassen es uns gutgehen – unter ihrem wachsamen Blick.

Text und Foto/s: KG De Kölsche Madämcher e.V.




Kölsche Grielächer sorgten bei Herrensitzung für Lacher und Gänsehautmomente in „frauenfreier Zone“

-hgj/nj- Es gibt Sitzungen im Kölner Karneval, die sind gut. Und es gibt Sitzungen, die haften bleiben. Die gestrige (4. Januar 2026) Herrensitzung der KG Kölsche Grielächer vun 1927 e.V. gehört zweifellos zur zweiten Kategorie.

Im 9 × 11. Jahr der grün-blauen Gesellschaft war der große Saal des Maritim Hotels durch ausschließlich mit erwartungsvollen, vorfreudigen und hochkonzentrierten Männer sehr gut besucht. „Glockenschlag 12 markierte den ersten großen Gänsehautmoment in der „frauenfreien Zone“: Der Einzug des Elferrates gemeinsam mit dem kompletten Korps der Kölner Funken Artillerie war ein Manifest kölscher Karnevalskultur. Bei dem kraftvollen Spielmannszug, dem eleganten Tanzpaar Marie Steffens und Dennis Sander sowie sämtlichen Artillerietänzer verschmolzen Tradition, Disziplin und Emotion zu einem Auftritt, der minutenlangen Applaus nach sich zog.

Zuvor, als Präsident Udo Schaaf das Publikum begrüßte, lag bereits diese besondere Spannung in der Luft, die nur echte Herrensitzungen erzeugen können: Hier wird nicht konsumiert – hier wird erlebt. Sodann legten die Blauen Funken mit ihrem Sessions-Potpourri der Musiker bestehend aus karnevalistischen Evergreens und neuen Hits vor den Tänzen des Tanzpaares zusammen mit den Artillerietänzern der zweitältesten Korpsgesellschaft los und bestachen die „Häre“ von der ersten Minute bis zur Zugabe.

Mit sicherer Hand und feinem Gespür führte ab hier Sitzungsleiter Stefan Dahm durch eine Sitzung, die dramaturgisch kaum besser hätte komponiert sein können.

Humoristisch setzte Guido Cantz früh eine Marke. In seiner Rolle als „Der Mann für alle Fälle“ brillierte er mit perfektem Timing, treffsicheren Pointen und jener Selbstironie, die ihn seit Jahren zu einem der ganz Großen macht. Danach brachten die Jungen Damen der „Fauth Dance Company“ den Saal zum Brodeln – modern, kraftvoll, präzise, mitreißend und wie immer in schicken als auch knappen Kostümen.

Mit messerscharfer Beobachtungsgabe zerlegte Martin Schopps in seiner „Rednerschule“ Sprache, Gesellschaft, Alltagswahnsinn und die Einfältigkeit seiner Schüler, und bewies daß man über Bildung, Sprache und Alltag herrlich lachen kann, wenn es einer richtig erklärt.

Mit „J.P. Weber“ (Jörg-Paul Weber) folgten die leisen, allerdings auch lauten und poetischen Töne die er anschlug – kölsch, ehrlich, mitten ins Herz. Zu den Höhenpunkten seines Vortrags gehörte wie immer auch das Spiel „op d´r Flitsch“, wodurch alle Herren sich von ihren Stühlen erhoben und lautstark den „Bläck Fööss“-Klassiker von 1977 „En unserem Veedel“ mitsangen.

Die Pause: Kein ChiChi. Kein Gedöns. Sondern klassisch, deftig, genau richtig für alle die den Pausenimbiß im Saal Heumarkt gewählt hatten. Hämmchen, Püree und Sauerkraut – kölsch kulinarische Bodenhaftung für einen Nachmittag voller weiterer Höhenflüge im Programm der Kölsche Grielächer.

Im zweiten Teil zündete ein Highlight nach dem anderen. „Willi und Ernst“ (Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum), bewiesen einmal mehr, daß ihr mit Slapstick und Selbstironie gespielter Vortrag auch hier wie so oft die größte Wirkung entfaltet. Volker Weininger als „Der Sitzungspräsident“ traf mit seinem bissigen Humor bei einem „Kranz Kölsch“, den Nerv der Zeit – scharf, klug und dennoch zutiefst kölsch.

Musikalisch übernahmen die „Räuber“ das Kommando: Evergreens, neue Sessionshits und ein Saal, der jede Zeile mitsang. Das Tanzkorps Sr. Tollität „Luftflotte“ setzte dem Ganzen mit akrobatischer Präzision, Hebungen, Tempo und Eleganz ein tänzerisches Ausrufezeichen.

Und dann kam das Finale. „Kasalla“. Ein kollektiver Ausnahmezustand. Der Saal stand, sang, feierte – pure Ekstase, pure Emotion und Kölner Karneval in seiner schönsten Form.

Besonders berührend wurde es zum Schluß noch einmal persönlich: Gleich vier Mitglieder der Gesellschaft feierten am Tag der Herrensitzung Geburtstag. Im Mittelpunkt (stellvertretend für alle Geburtstagskinder Grielächer-Familisch genannt) Ehrenmitglied Henry Schroll, der gemeinsam mit seinen Söhnen Stefan (links im Bild) und Torsten sowie Enkel Max seinen 81. Geburtstag beging. Für den Enkel war es die erste Herrensitzung – ein generationsübergreifender Moment, der sinnbildlich für das steht, was diese Sitzung ausmachte: Zusammenhalt, Tradition und Herz.

Fazit: Diese Herrensitzung war kein Programmpunkt – sie war ein Statement in „grön un blau“. Für Qualität. Für Leidenschaft. Für kölschen Karneval auf höchstem Niveau. Eine Sitzung, die man nicht vergißt.

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Sessionsorden Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln

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Gardisten der Bürgergarde „blau-gold“ im närrischen Sprint zu drei Veranstaltungen

-hgj/nj- Schlag auf Schlag startete die Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln am ersten Wochenende des neuen Jahres fulminant in das närrische Treiben der Session. Nach dem feierlich heiteren Beförderungsappell im ehrwürdigen Alten Wartesaal am Vorabend (3. Januar 2026), setzte sich der Reigen am nächsten Morgen mit der traditionellen Regimentsmesse im Heimatstadtteil Ehrenfeld fort – ein würdiger und besinnlicher Auftakt, der Kameradschaft und karnevalistische Tradition auf besondere Weise vereinte.

Von dort aus führte der Weg der Gardisten und Gäste ins Hotel Pullman Cologne, wo sich vor dem närrisch hergerichteten Fest- und Bankettsaal bereits zahlreiche Herren versammelt hatten. Die Vorfreude war spürbar, als man gespannt auf den Einlaß zur Herrensitzung des blau-goldenen Traditionskorps wartete – einer Veranstaltung, die längst zu den festen Größen im Kölner Sitzungskalender zählt.

Mit dem schmissigen Einzug des Korps, musikalisch begleitet vom Regimentsspielmannszug mit bekannten Märschen und karnevalistischen Klassikern wie „Kölsche Jung“ und dem traditionellen „Blau-Goldenen Marsch“, erreichte die Stimmung sofort ihren ersten Höhepunkt. Flankiert vom Tanzpaar (Selina Jauch und Christopher Wallpott )begrüßte Präsident Markus Wallpott das Publikum herzlich im restlos ausverkauften Saal.

Im Wechselspiel zwischen den präzise vorgetragenen Musikstücken des Spielmannszuges präsentierten das Tanzpaar sowie die tanzenden Gardisten ihre beeindruckenden Einstudierungen. Diese Darbietungen waren das sichtbare Ergebnis intensiver Probenarbeit, die selbst in der karnevalslosen Sommerzeit mit Disziplin und Leidenschaft betrieben wurde. Das Publikum dankte es mit langanhaltendem Applaus, stehenden Ovationen und einem kräftigen, dreifachen „Kölle Alaaf“, ehe die Akteure traditionell mit Klatschmarsch und einem musikalischen Potpourri der Spielleute aus dem Saal geleitet wurden.

Nun gehörte die „Bütt“ – besser gesagt die Bühne – ganz den Spitzenkräften des Kölschen Fasteleers. Den Anfang machte Jörg Runge, der in seiner unverwechselbaren Type als „Tuppes vum Land“ gekonnt als Eisbrecher fungierte. Mit feinem Wortwitz, treffsicheren Pointen und seiner Reimrede sorgte er rasch für Ruhe im Saal und legte damit das perfekte Fundament für den weiteren Verlauf der Sitzung.

Es folgten J. P. Weber (Jörg-Paul Weber) mit schlagkräftigem Wortwitz und virtuosem Mandolinenspiel sowie kölschen Liedern zum Mitschunkeln. Martin Schopps, der die Herren des Auditoriums augenzwinkernd zu einer Besichtigung seiner legendären „Rednerschule“ einlud sorgte wie seit Jahren durch sprachliche Feinheiten, pädagogische Seitenhiebe und kölsche Lebensweisheiten und brillierte hiermit für beste Unterhaltung.

Im Anschluß daran übernahmen die „Höhner“ das musikalische Zepter. Mit einer Mischung aus neuen Sessionstiteln und unvergessenen Klassikern wie „Viva Colonia“, „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ und „Echte Fründe“ brachten sie den Saal endgültig zum Kochen.

Mit Volker Weiniger alias „Der Sitzungspräsident“ hatte Vizepräsident und Literat Udo Koschollek nach J. P. Weber und Martin Schopps schließlich nach Gang das komplette „Herrengedeck“ auf die Bühne seiner Bürgergarde geholt. Wortgewandt, selbstironisch und mit einem feinen Gespür für die Eigenheiten des Sitzungspublikums traf Volker Weiniger Punkt für Punkt ins Schwarze.

Musikalisch und tänzerisch wurde es anschließend bei den letzten Programmnummern dieser ersten blau-goldenen Sitzung. Nach dem Auftritt von „Eldorado“, die mit Titeln wie „Domstadtjunge“, „Kölsche Mädche“ und „Verlieb dich nie (Thekenmädche)“ echte Stimmungsgaranten lieferten, zog Präsident Markus Wallpott eine jung charmante Augenweide aus dem Hut: die Damen der „Fauth Dance Company“. In ihren wie immer grazilen Choreografien und glanzvollen, knappen Kostümchen ließen die Mädels die Augen des gesamten Auditoriums und des Elferrates förmlich strahlen.

Den absolut perfekten Schlußpunkt setzten die „Paveier“, die ihr breites Repertoire von frühen Liedern bis hin zu den aktuellen Titeln der laufenden Session präsentierten. Spätestens bei „Leev Marie“, „Heimat es…“ und den neuen Mitsing-Hits hielt es niemanden mehr auf den Stühlen.

Nach fast viereinhalb Stunden perfekter karnevalistischer Unterhaltung zog es die Herren schließlich an die Theke im Foyer-Bereich des Pullman Cologne Hotels. Neben Kölsch und Schaub, angeregten Gesprächen und reichlich Stoff zum Fachsimpeln über diesen phantastischen Nachmittag wurde dort auch schon der Blick nach vorne gerichtet – denn selbstverständlich mußten direkt die Karten für die Session 2027 bestellt werden, womit die Herren sich einen freien Sonntag im kommenden Jahr ohne Frau, Freundin und Familie sicherten.

Einmal mehr bewies die Bürgergarde „blau-gold“, daß sie Tradition, Qualität und kölsche Lebensfreude auf höchstem Niveau zu vereinen weiß.

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Digital jeck: Festkomitee Kölner Karneval eröffnet jecken Online-Shop

Der Kölner Karneval bekommt einen weiteren digitalen Anlaufpunkt: Am 5. Januar 2026 geht der Online-Shop des Festkomitees Kölner Karneval unter www.koelnerkarneval.shop an den Start und bietet verschiedene Kleidungsartikel und Accessoires für Fastelovends-Fründe aus ganz Deutschland.

Neben Mottoschal und Festabzeichen finden Karnevalsbegeisterte dort auch erstmals die diesjährige Rosenmontagszug-Spange. Das Design der Spange ist angelehnt an den Rosenmontagszug-Orden, der alljährlich an Menschen vergeben wird, die sich besonders um den Zoch verdient gemacht haben. Erhältlich ist sie für € 10,00, die Versionen in Silber und Gold kosten € 25,00 beziehungsweise € 50,00. Der Erlös aller Spangen fließt wie im vergangenen Jahr direkt in die Finanzierung des Kölner Rosenmontagszuges.

Zusätzlich wird es exklusiv für den Shop gestaltete jecke T-Shirts und einen passenden Hoodie geben. Alle Modelle tragen dazu bei, daß der Kölner Karneval im Alltag ein kleines bisschen sichtbarer wird. Für die nächsten Wochen sind Schritt für Schritt weitere Artikel geplant.

Alle Erlöse fließen direkt in unterschiedliche Karnevalsprojekte des Festkomitees wie beispielsweise den Rosenmontagszug oder die Nachwuchsförderung in Tanzgruppen und bei Schulveranstaltungen. Der Shop ist damit ein Element in der langfristigen Strategie, den Kölner Karneval für die Zukunft gut aufzustellen und die Finanzierung zu sichern. „Käuferinnen und Käufer zeigen also nicht nur ihre Liebe zum Fastelovend, sondern unterstützen auch ganz konkret unser Brauchtum. Dafür sagen wir jetzt schon herzlichen Dank“, freut sich Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn.

Quelle und Foto: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.