32. Verleihung des Ohrenordens der Bürgergesellschaft Köln

Die 32. Ohrenordenverleihung der Bürgergesellschaft Köln am 4. Oktober im Hotel DORINT an der Messe, an Christoph Kuckelkorn, Ehrenpräsident des Festkomitees Kölner Karneval von 1823 e.V., war wieder traditionell eine gelungene Veranstaltung. Viele Momente, lustig, emotional, kölsch, ein Wechselbad der Gefühle.

Michael Melles (3. von links) dankt „Kocki und Schang“ und den Violistinnen von „Kwartett Latäng“ für deren phantastischen Beitrag zur 32. Ohrenordenverleihung
Zu Beginn erklangen kölsch-klassische Töne mit dem „Kwartett Latäng“. Vier Violistinnen, die in klassischem Format kölsche Hits präsentieren. Die Musik des Thekenterzetts und von „Kocki und Schang“ (Christian Kock und Jean Odenthal) war ebenfalls kölsch, passend zum diesjährigen Preisträger.
Zur Einstimmung auf seinen Nachfolger kam der Vorjahrespreisträger Andre Schulze Isfort auf die Bühne. Seine persönlichen Begegnungen und die langjährige Freundschaft mit Christoph Kuckelkorn beschrieb er so: Er hat uns zugehört und die Türen für die StattGarde Colonia Ahoj aufgemacht, damit wir hindurchgehen konnten. Geprägt von zuhören, abwägen und verbinden. Dank ihm wurde die StattGarde Colonia Ahoj 2008 ins Festkomitee aufgenommen.
Zur Verleihung des Ohrenordens versammelten sich traditionell alle anwesenden Ohrenordenträger und -trägerinnen der vergangenen Jahre unter anderem Frank Schätzing, Carola Blum, Robert Greven, Carmen Thomas und Willibert Pauels auf der Bühne. In seiner humorvollen aber auch nachdenklichen Dankesrede ging Christoph Kuckelkorn auf seine beiden Ohren ein, eins für die leisen und eins für die lauten Töne. Mit dem Wertvollstem – immer ein offenes Ohr zu haben.
- André Schule Isfort garatuliert nach seiner Laudation als Erster Christoph Kuckelkorn zum 32. Ohrenorden der Bürgergesellschaft
- Michael Melles, 1. Vorsitzender der Bürgergesellschaft Köln mit Christoph Kuckelkorn
- „Ne Bergische Jung“ alias Willibert Pauels und zugleich 13. Ohrenordenträger der Kölner Bürgergesellschaft

Michael Melles (links) mit seinem Laudator Frank Schätzing
Auf Wunsch des Preisträgers geht der Reinerlös aus der diesjährigen Veranstaltung an TrauBe Köln e.V. Die fast 90 Ehrenamtlichen begleiten Kinder und Jugendliche, die einen nahestehenden Menschen verloren haben in ihrer Trauer. Ein eindrucksvolles Video zeigte die wertvolle Arbeit des Vereins.
Nachdem Michael Melles sich als erster Vorsitzender von der großen Ohrenorden-Bühne verabschiedete und nach 24 Jahren im Vorstand und seiner 16. Ohrenordenverleihung im nächsten Jahr „in Bürgergesellschafts-Rente“ geht, kam Frank Schätzing mit einer Bestseller-Laudatio auf die Bühne. Was haben Michael Melles und Marylin Monroe gemeinsam: Man denkt eher wenig, außer den Initialen – das Kleid jedenfalls, das Marylin trug, als sie »Happy Birthday Mr. President« sang, würde er ihm als Abendgarderobe nicht unbedingt empfehlen, die körperlichen Vorzüge seien dafür zu unterschiedlich verteilt. Indes verkörperten beide MM‘s – absolute Sexyness. So auch unser MM, der Beweis, wie sexy Zivilcourage sein kann, wie Herzklopfen erzeugend soziales Engagement, wie sinnlich die Würdigung guter Taten, wenn er die Namen der Preisträger ins Mikrofon haucht.
Gegen Ende gab es Gänsehaut mit einer außergewöhnlichen Interpretation des AnnenMayKantereit – Hits „Tommi“ von „Kocki und Schang“ mit dem „Kwartett Latäng“.
Zum Schluß die musikalische Aufforderung des Thekenterzetts: Es ist noch Suppe da. Ganz sprichwörtlich gemeint, denn alle trafen sich zum Ausklang bei kölschem Klaaf mit Ähze-und Ädäppelzupp, Kölsch und Wein.
Text: Bürgergesellschaft Köln von 1863; Foto/s: Dirk Loerper Photographie


