Köln bekommt ein neues Dreigestirn: „Prinz Marius I.“, „Bauer Alex“ und „Jungfrau Johanna“ stehen bereit

-hgj/nj- Die Kölner Narren-Zunft von 1880 stellt das designierte Trifolium der Session 2027 – drei Freunde, ein gemeinsamer Traum und 33 Tage voller Fastelovend.

Et es widder esu wigg: In Köln ist das Geheimnis um die drei Männer gelüftet, die in der kommenden Session die jecke Stadt anführen sollen. „Prinz Marius I.“, „Bauer Alex“ und „Jungfrau Johanna“ heißen die designierten Tollitäten der Session 2027. Und eines wird schon bei ihrer Vorstellung deutlich: Hier kommt ein Trifolium zusammen, das den Fastelovend nicht nur liebt, sondern ihn auch ein Stück weit mitgestalten möchte.

Marius Wallenborn, Alexander Hagen und Maximilian Roth gehören allesamt der traditionsreichen Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. an. Damit kehrt die Gesellschaft nach zehn Jahren wieder in die erste Reihe der Kölner Jecken zurück. Zuletzt stellte sie 2017 das Kölner Dreigestirn, erklärt Tollitätenvater und KNZ-Präsident Thomas Brauckmann, der in der Session 1997 als Prinz selbst einer der Protagonisten des höchsten närrischen Amtes war.

Die kommende Session wird allerdings alles andere als lang. Gerade einmal 33 Tage bleiben dem designierten Trifolium zwischen Proklamation und Rosenmontag. Am 11. im 11.2026 werden die drei erstmals vor der großen Öffentlichkeit auf dem Heumarkt erscheinen, am 8. Januar 2027 folgt die feierliche Proklamation im Gürzenich. Und schon am 8. Februar 2027 zieht der Rosenmontagszug durch Köln.

Ein Prinzentraum, der mehr als 20 Jahre gewartet hat
Für den designierten „Prinzen Marius I.“ schließt sich damit ein ganz besonderer Kreis. Marius Wallenborn träumt bereits seit seiner Kindheit davon, einmal selbst als Prinz über die Kölner Jecken zu regieren. Einen ganz besonderen Schub bekam dieser Wunsch im Jahr 2004. Damals war sein Stiefvater Wolfgang selbst Kölner Tollität. Der junge Marius durfte auf dessen Wagen durch Köln fahren – und wußte offenbar schon damals ziemlich genau, wo er eines Tages selbst stehen wollte.

Heute ist aus dem kleinen Jungen ein gestandener Karnevalist geworden. Seit 2016 gehört Marius Wallenborn der Kölner Narren-Zunft an und ist dort Senator. Bereits seit 2010 engagiert er sich als Helfer im Kölner Rosenmontagszug, seit 2024 unterstützt er zudem den Ordensmeister als Assistent.

Auch beruflich ist Marius Wallenborn fest in Köln verwurzelt. Nach seiner Ausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker, dem Studium des Handwerksmanagements und der Meisterausbildung in der Orthopädietechnik ist er heute Gesellschafter-Geschäftsführer der Wallenborn Sporthopädie GmbH.

Wenn der Karneval einmal Pause macht, darf es sportlich werden. Marius Wallenborn ist lebenslanges Mitglied des 1. FC Köln und dem SV Deutz 05 verbunden. Golf und Squash gehören ebenfalls zu seinen Freizeitbeschäftigungen. Und natürlich bleibt Zeit für Freunde und seine Lebensgefährtin.

„Bauer Alex“: kölsche Wurzeln und ein Faible für die Zukunft
An der Seite des Prinzen steht mit „Bauer Alex“ – Alexander Hagen ein gebürtiger Kölner, bei dem kölsche Verbundenheit praktisch in der Familie liegt.

Alexander Hagen ist Wirtschaftsingenieur und Betriebsleiter und arbeitet im Familienunternehmen Multitech Gesellschaft für Umwelttechnik. Seit 2025 ist er dort auch als Gesellschafter tätig.

Seine Verbindung zur Kölner Narren-Zunft besteht seit 2018. Dort engagiert er sich als Senator und gehört seit 2025 als kooptiertes Vorstandsmitglied zum erweiterten Vorstand. Besonders kümmert er sich um die digitalen Themen der Gesellschaft – von der Internetseite über den Mitgliederbereich bis hin zu den sozialen Medien.

Dass ein Kölner Jung an seinem FC hängt, versteht sich beinahe von selbst. Alex Hagen ist seit fast zwei Jahrzehnten Mitglied des 1. FC Köln. Doch auch der Fastelovend wurde ihm gewissermaßen mitgegeben: Schon als Kind war er Teil der „Krabbelgruppe“ der Prinzen-Garde Köln. Sein Vater gehörte zu den Gründern der KG Kleine Erdmännchen.

Privat genießt der designierte Bauer die Zeit mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter. Reisen, Skifahren in den österreichischen Bergen und Golf gehören zu seinen Freizeitaktivitäten. Und wenn es um American Football geht, darf die Runde gerne größer sein – am liebsten gemeinsam mit seinen Freunden Marius und Max.

„Jungfrau Johanna“: Ein Name mit ganz besonderer Bedeutung
Und dann ist da „Jungfrau Johanna“, hinter deren Ornat sich Maximilian Roth verbirgt. Der Name ist nicht zufällig gewählt. Maximilian Roth widmet seine Regentschaft seiner verstorbenen Großmutter Johanna, die für ihn eine besonders wichtige Bezugsperson war. So bekommt die Figur der Kölner Jungfrau in der Session 2027 eine ganz persönliche Geschichte mit auf den Weg.

Maximilian Roth ist seit rund zehn Jahren im organisierten Karneval aktiv. 2017 schloß er sich der Kölner Narren-Zunft an. Seit 2023 gehört er außerdem zum Tanzkorps „Blaue Jungs“ der KG Lövenicher Neustädter.

Beruflich ist Maximilian Roth in der Versicherungsbranche zu Hause. Nach seiner Tätigkeit als Allianz-Kundenbetreuer machte er sich 2023 selbstständig und gründete in Pulheim eine eigene Niederlassung. Dort betreut er Kunden rund um Versicherungen und Vorsorge.

Wenn der Terminkalender es zuläßt, gehört seine Freizeit der Familie, Freunden und seiner Lebensgefährtin. Sport ist dabei ebenfalls ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Fußball und American Football schaut Maximilian Roth besonders gerne – am liebsten gemeinsam mit den Menschen, die ihm nahestehen.

Das designierte Kölner Dreigestirn 2027 mit Festkomitee Präsident Lutz Schade (links), Thomas Brauckmann, Präsident der Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V. und jungen Dachdeckern des MeisterCampus der HwK zu Köln.

Drei Freunde mit einer gemeinsamen Idee
Was das designierte Trifolium verbindet, ist nicht allein die Mitgliedschaft in derselben Gesellschaft. Die drei kennen sich, teilen gemeinsame Interessen und wollen die kommende Session nutzen, um mit möglichst vielen Menschen in Köln ins Gespräch zu kommen.

Dabei geht es ihnen um mehr als Sitzungen, Schunkeln und Kamelle. Ihr Blick richtet sich bewußt nach vorne. Gerade junge Menschen sollen stärker für das kölsche Brauchtum begeistert und gleichzeitig ältere Generationen mitgenommen werden.

Das paßt zum Sessionsmotto 2027: „Morje es, wat do drus mähs“
Der Satz ist dabei mehr als ein hübscher Sessionsspruch. Er beschreibt ziemlich genau die Haltung, mit der Prinz, Bauer und Jungfrau ihre kurze Regentschaft angehen wollen: Nicht darauf warten, daß andere die Zukunft gestalten – sondern selbst mitmachen.

Auch Festkomitee-Präsident Lutz Schade sieht in dem Trio eine gute Besetzung für diesen Gedanken. Die drei stünden beispielhaft dafür, jungen Jecken Verantwortung zu übertragen und ihnen die Möglichkeit zu geben, den Karneval von morgen aktiv mitzugestalten.

Vorgestellt dort, wo Zukunft gemacht wird
Der Ort der offiziellen Vorstellung war deshalb durchaus pasßend gewählt. Im MeisterCampus der Handwerkskammer zu Köln in Ossendorf präsentierte das Festkomitee das neue Trifolium.

Hier geht es normalerweise nicht um Orden, Strüßjer oder Prinzenführer, sondern um Ausbildung, Handwerk und berufliche Zukunft. Genau deshalb passte der Ort hervorragend zum Gedanken hinter dem Sessionsmotto.

Denn auch der Kölner Karneval lebt davon, dass Generationen Verantwortung übernehmen, Traditionen weitertragen und gleichzeitig den Mut haben, Neues auszuprobieren.

Jetzt wird es ernst
Für Marius Wallenborn, Alexander Hagen und Maximilian Roth beginnt damit eine außergewöhnliche Zeit. Noch sind sie designiert. Doch die kommenden Monate werden sie intensiv auf ihre große Aufgabe vorbereiten.

Am 11. im 11. heißt es dann erstmals öffentlich: Bühne frei für das neue Kölner Dreigestirn.

Und spätestens am 8. Januar 2027, wenn im Gürzenich die Insignien überreicht werden, wird aus dem Traum endgültig Realität.

Dann stehen „Prinz Marius I.“, „Bauer Alex“ und „Jungfrau Johanna“ dort, wo schon viele vor ihnen standen – mitten im Herzen des Kölner Fastelovends.

Nur eines ist anders: Ihnen bleiben diesmal gerade einmal 33 Tage. Aber die dürften es in sich haben.

Denn wenn drei junge Kölner mit Herzblut, Freundschaft und einer gehörigen Portion Vorfreude ins Ornat steigen, dann darf Köln sich schon jetzt auf eine Session freuen, die eines ganz bestimmt nicht werden soll: langweilig.

Quelle und Foto: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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Das designierte Kölner Dreigestirn 2027

Der designierte Kölner Prinz Karneval 2027 „Prinz Marius I.”
Marius Wallenborn

Geburtsdatum: 19. April 1994
Familienstand: in einer Beziehung

Beruflicher Weg:
Nach seiner Ausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker und einem Studium des Handwerksmanagements schloss Marius Wallenborn seine Ausbildung mit einem Meister im Bereich Orthopädietechnik ab. Heute ist er Gesellschafter-Geschäftsführer der Wallenborn Sporthopädie GmbH in Köln.

Freizeit:
Diese Session erfüllt sich der designierte Prinz Karneval einen großen Traum, der ihn seit über 20 Jahren nicht loslässt. Sein Stiefvater Wolfgang war 2004 Tollität und Wallenborn durfte auf seinem Wagen durch Köln fahren. Ab diesem Zeitpunkt war ihm klar: Auf dieser Kanzel möchte ich auch stehen! Wenn es nicht um Karneval geht, dann gerne um Sport. Er ist lebenslanges Mitglied beim 1. FC Köln und auch beim SV Deutz 05 aktiv. Abseits des Fußballplatzes findet man ihn oft auf dem Golfplatz, beim Squash oder beim Eishockey – dort allerdings eher als Zuschauer. Er verbringt gerne Zeit mit Freunden und verreist mit seiner Lebensgefährtin, am liebsten in die Städte dieser Welt.

Karnevalistische Aktivitäten:
Seit 2016     Mitglied bei der Kölner Narrenzunft von 1880 e.V.

seit 2024: Assistent des Ordensmeisters
seit 2016: Senator
seit 2016: Saalordner auf den Sitzungen
seit 2010: Helfer im Kölner Rosenmontagszug

Der designierte Kölner Bauer 2027 „Bauer Alex”
Alexander Hagen

Geburtsdatum: 14. Januar 1992
Familienstand: in einer Beziehung, eine Tochter

Beruflicher Weg:
Der designierte Bauer hat in Köln und Pulheim studiert und arbeitet heute als Wirtschaftsingenieur und Betriebsleiter. Seit 2012 ist er Teil des Familienbetriebs Multitech Gesellschaft für Umwelttechnik, für welches er seit 2025 als Gesellschafter tätig ist.

Freizeit:
Als geborener Kölner ist er seiner Stadt und dem jecken Brauchtum stark verbunden. Sein Herz schlägt für den 1. FC Köln, wo er seit knapp 20 Jahren Mitglied ist. Aber auch ein Leben ohne Karneval kennt der 34-Jährige nicht: Er war bereits Teil der „Krabbelgruppe“ der Prinzen-Garde Köln, und sein Vater war Gründungsmitglied der KG Kleine Erdmännchen. Wenn er sich nicht gerade mit dem FC oder Fastelovend beschäftigt, reist er gerne mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter durch die Welt. Besonders oft findet man ihn in den österreichischen Bergen auf Skiern, gerne aber auch auf dem Golfplatz oder beim gemeinsamen American Football schauen, letzteres gerne mit Marius und Max.

Karnevalistische Aktivitäten:
Seit 2018     Mitglied der Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.

seit 2025 Kooptiertes Vorstandsmitglied
seit 2018 Senator

Die designierte Kölner Jungfrau 2027 „Jungfrau Johanna“
Maximilian Roth

Geburtsdatum: 20. September 1992
Familienstand: in einer Beziehung

Beruflicher Weg:
Maximilian Roth arbeitete als Allianz-Kundenbetreuer bei der Generalvertretung Henning Lorbetzki, bevor er sich 2023 selbstständig machte und eine eigene Niederlassung in Pulheim gründete. Dort kümmert er sich heute um Versicherungen und Vorsorgen.

Freizeit:
Das Herz der designierten Jungfrau schlägt neben dem Karneval vor allem für den Sport. Mit seiner Rolle als Tänzer der „Blauen Jungs” kann er seine beiden großen Leidenschaften auf ganz besondere Weise verbinden. Wenn er nicht tanzt, schaut er gerne Fußball und American Football, am liebsten in Gesellschaft seiner Lebensgefährtin, seiner Freunde oder seiner Familie. Von dort stammt auch die Inspiration für Jungfrau Johanna: Er trägt den Namen zu Ehren seiner Oma Johanna, die für ihn eine besonders wichtige Bezugsperson war.

Karnevalistische Aktivitäten:
Seit 2017 Mitglied bei der Kölner Narren-Zunft von 1880 e.V.
Seit 2023 Tanzkorps Blaue Jungs der KG Lövenicher Neustädter 1903 e.V.

Quelle (Text): Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; Foto/s: Festkomitee Kölner Karneval / Costa Belibasakis