Vom Apfelhof auf die große Karnevalsbühne: Max und Iris Busch werden „Jan un Griet“ 2026 / 2027

-hgj/nj- Es gibt Geschichten, die schreibt nur der Kölsche Fastelovend. Geschichten von Begegnungen, von Freundschaft, von Herzlichkeit – und manchmal auch von einem Korb voller Äpfel, aus dem plötzlich ein karnevalistischer Lebenstraum wächst.
Genauso eine Geschichte beginnt jetzt für Max Peter Busch und seine Frau Iris. Beim Sommerfest ihres Reiter-Korps „Jan von Werth“ auf dem Latourshof in Dormagen-Nievenheim – welcher den beiden gehört – wurde das sympathische Ehepaar als neues, allerdings noch designierte Traditionspaar und zugleich als die zweithöchsten Regenten des Kölschen Fasteleers – der Session 2026 / 2027 vorgestellt. Als „Jan un Griet“ werden die beiden künftig die wohl romantischste Liebesgeschichte des Kölner Karnevals mit Leben füllen.
Paßender hätte der Ort der Vorstellung kaum sein können. Dort, wo heute Äpfel, Birnen und Süßkirschen wachsen, schlagen auch die Wurzeln einer ganz besonderen Verbindung zum Reiter-Korps. Mit viel Leidenschaft und Familiengeist bewirtschaften Max und Iris Busch ihren Obsthof vor den Toren Kölns. Was einst mit der Lieferung von Äpfeln an die Gesellschaft begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer engen Freundschaft mit vielen unvergesslichen Begegnungen.
„Wir haben uns vom ersten Moment an willkommen gefühlt“, erzählen die beiden. Ob bei Veranstaltungen, Festen oder gemeinsamen Stunden – stets seien sie mit offenen Armen empfangen worden. Aus Gästen wurden Freunde. Aus Freunden wurden Wegbegleiter. Und nun werden sie zum Gesicht einer Tradition, die seit Generationen das Herz des kölschen Fastelovends prägt.
Besonders bemerkenswert: Die Verbindung zur historischen Figur der Griet könnte kaum authentischer sein. Schon die legendäre Griet verkaufte auf dem Kümpchenshof Äpfel – genau wie Iris Busch heute auf ihrem eigenen Hof. Als bei einer Veranstaltung augenzwinkernd die Idee aufkam, die beiden könnten doch selbst einmal „Jan un Griet“ werden, wurde aus einem lockeren Scherz nach und nach ein Herzensgedanke.
Und plötzlich war da dieses Gefühl: Dat es et!
Für den 1969 in Immerath geborenen Max Peter Busch, der seit 2025 als Hospitant dem Reiter-Korps angehört, ist die Ernennung eine ganz besondere Auszeichnung. Mit großer Vorfreude blickt er auf die kommende Session und die Aufgabe, die traditionsreiche Figur des „Jan von Werth“ zu verkörpern. Eine Rolle, die für ihn gleichermaßen Ehre wie Verpflichtung bedeutet.
Auch Iris Busch empfindet ihre neue Aufgabe als Geschenk. Die 1971 in Willich geborene Obstbäuerin freut sich vor allem auf die vielen Begegnungen mit den Menschen. Für sie steht das Miteinander im Mittelpunkt. Gemeinschaft, Zusammenhalt und das offene Herz des Fastelovends – genau diese Werte möchte sie als „Griet“ in die Säle, auf die Bühnen und zu den Menschen tragen.
Dass die Session für die beiden eine besondere Herausforderung wird, ist ihnen bewußt. Während zahlreiche Auftritte, Veranstaltungen und Termine auf sie warten, läuft der Alltag auf dem Latourshof selbstverständlich weiter. Möglich wird dieses Abenteuer nur durch die Unterstützung ihrer Familie, ihrer Freunde und vieler helfender Hände im Hintergrund.
Doch genau darin spiegelt sich vielleicht die schönste Botschaft ihrer Geschichte wider: Wenn Menschen zusammenhalten, werden selbst die größten Herausforderungen zu unvergesslichen Erlebnissen.
Paßend zum Sessionsmotto „Morje es, wat do drus mähs“ stehen Max und Iris Busch für Mut, Offenheit und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Ihr Weg vom Obsthof zum Traditionspaar des Reiter-Korps „Jan von Werth“ zeigt eindrucksvoll, welche wunderbaren Geschichten entstehen können, wenn man Chancen ergreift und seinem Herzen folgt.
Der Fastelovend hat sein neues „Jan un Griet“-Paar gefunden – authentisch, bodenständig, herzlich und mit einer Geschichte, die kölscher kaum sein könnte.
Neben der Vorstellung des designierten „Jan un Griet“-Paares für das Jahr 2027 stand beim Sommerfest des Reiter-Korps Jan von Werth ein weiterer wichtiger Programmpunkt auf der Tagesordnung: Erstmals präsentierte sich der neue Tanzoffizier Max Beckmann dem Publikum. Gemeinsam mit Marketenderin Lisa Quotschalla bildet er künftig das Tanzpaar des Traditionskorps und wird in den kommenden Sessionen auf den Bühnen Kölns und des gesamten närrischen Rheinlandes für schwungvolle Auftritte sorgen.
Auch das musikalische Programm ließ keine Wünsche offen. Am Nachmittag begeisterten bei kühlen Getränken und leckeren Speisen vom Gril,l die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Publikumslieblinge der „Domstürmer“ die zahlreichen Gäste mit ihren kölschen Hits und sorgten für beste Stimmung auf dem Festgelände. Darüber hinaus nutzte die „Karo-Partyband“ die Gelegenheit, sich einem größeren Publikum zu präsentieren. Die aufstrebenden Newcomer überzeugten mit einem mitreißenden Auftritt und unterstrichen, daß sie sich zunehmend einen Namen in der kölschen Musikszene machen.
Quelle (Texxt): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Jordi Mergen – Fotografie & Videografie / Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.
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