Stadt Köln: Zwischenbilanz Rosenmontag 2026

Zahlreiche Mitarbeiter waren für die Feiernden im Einsatz

Pünktlich zum Start des Kölner Rosenmontagszuges um 10:00 Uhr riß der Himmel zumindest kurzzeitig über der Innenstadt auf und die Sonne zeigte sich. Auch wenn es im Lauf des Tages immer wieder in Strömen goß, hielt das die Jecken in Köln nicht vom Feiern ab. Zehntausende strömten in die Stadt, bejubelten den Zug, sammelten Strüßjer und Kamelle.

Anbei eine Zwischenbilanz:
Im Koordinierungsstab im Stadthaus Deutz arbeiten seit acht Uhr unter Leitung des Ordnungsamtes der Stadt Köln Vertreter aller beteiligten städtischen Dienststellen, der Landes- und der Bundespolizei, der Hilfsorganisationen, der Kölner Verkehrs-Betriebe, der Deutschen Bahn, des Festkomitees (Veranstalter des Rosenmontagszugs) und des beauftragten Sicherheitsunternehmens. Dieses Gremium bewertet die aktuelle Lage ständig neu, trifft erforderliche Entscheidungen und sorgt für eine rasche Umsetzung vor Ort.

Einsätze des Ordnungsamtes
Rund 250 Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind über den Tag verteilt im Einsatz in der Stadt, um für einen sicheren Rosenmontagszug zu sorgen. Unterstützt werden sie von 561 Mitarbeitenden privater Sicherheitsdienste, die sich vor allem um die Sperren entlang des Zugwegs und die Einhaltung des Glasverbotes kümmern.

Jugendschutz
Im Rahmen des Jugendschutzes wurden vom Ordnungsamt bis 13:30 Uhr 250 Jugendliche erwischt, die unerlaubt Alkohol bei sich hatten und diesen dann abgeben mussten. 159 Jugendliche mußten sich von Tabak beziehungsweise E-Zigaretten trennen. Vier hilflosen Personen wurde geholfen, zehn Wildpinkler müssen mit einem Bußgeld bis zu € 200,00 rechnen.

Testkäufe zum Jugendschutz
Bereits im Vorfeld des Straßenkarnevals hatte das Ordnungsamt mit jugendlichen Testkäufern Kioske kontrolliert, um darauf aufmerksam zu machen, dass bei Jugendlichen vor der Abgabe von Alkohol und Tabak das Alter kontrolliert werden muss. Am Rosenmontag wurden bis circa 15:00 Uhr 23 Betriebe kontrolliert, dabei wurden neun Verstöße festgestellt. Einem Betrieb wurde die Schließung für den Wiederholungsfall angedroht.

Verkehrsdienst
Damit der Rosenmontagszug störungsfrei ziehen konnte, begann für 39 Mitarbeiter des Verkehrsdienstes die Schicht am heutigen Rosenmontag bereits kurz nach Mitternacht. Leider haben auch in diesem Jahr nicht alle Fahrzeughalter die Karnevalsbeschilderung beachtet. Wann immer ein Auto im Weg stand, versuchten die Mitarbeiter, den/die Halter/Halterin zu erreichen, um das Fahrzeug umzusetzen. Dies gelang in sechs Fällen, 28 Halter waren zwar in Köln gemeldet, konnten aber nicht erreicht werden. Alle anderen waren zu weit von ihren Autos entfernt, um eingreifen zu können. Insgesamt mussten 56 Fahrzeuge abgeschleppt werden, 88 Halter kamen mit Verwarnungen davon.

In Worringen kümmerten sich sechs Mitarbeiter um einen autofreien Zugweg. 57 Verwarnungen wurden ausgesprochen, 31 Pkw sichergestellt.

Feuerwehr und Rettungsdienste
Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln und die Kräfte von Deutschem Roten Kreuz, Arbeiter Samariter Bund, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter Samariter Bund, Johanniter Unfall Hilfe und der Firma Falck ist der Rosenmontag bislang ein ruhiger Arbeitstag. An den Unfallhilfsstellen im Bereich des Zugweges, am Kwatier Latäng und dem Notfallversorgungszentrum am Perlengraben wurden bis 14:30 Uhr 49 Hilfeleistungen durchgeführt, drei Patienten davon waren unter 18 Jahren alt. Aufgrund des Krankheitsbildes mußten drei Patienten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden.

Auch der allgemeine Einsatzdienst der Feuerwehr und des Rettungsdienstes der Stadt Köln ist mit 187 Rettungsdiensteinsätzen und 28 Feuerwehreinsätzen unterhalb der Einsatzzahlen gegenüber einem normalen Wochentag. Bis zum frühen Nachmittag gab es erfreulicherweise noch keine Meldungen über Übergriffe an den ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften.

Streetwork
Auch das Jugendamt war unterwegs. Die Streetworkern haben die Zielgruppe der 14 bis 27jährigen angesprochen und mit dem Angebot von kostenfreiem Wasser, Schokoriegeln und Taschentüchern Kontakt hergestellt. Die Feiernden zeigten sich äußerst dankbar. Von 12:00 bis 15:00 Uhr hatten die Streetwork in der Altstadt 45 Kontakte zur Zielgruppe (14-27 Jahren), davon 30 männlich und 15 weiblich. Im Zülpicher Viertel gab es insgesamt 170 Kontakte zur Zielgruppe, davon 93 männlich und 77 weiblich. Weil die Lage insgesamt sehr ruhig ist, wird das gesamte Team ab sofort im Zülpicher Viertel arbeiten und nur bei Bedarf in die Altstadt wechseln.

Quelle: Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit