Wenn Köln sein Herz zeigt: Rote Funken sammeln für das HöVi-Land

Es sind diese besonderen Momente, in denen der Kölner Karneval über sich hinauswächst. Wenn nicht nur gelacht, gesungen und gefeiert wird, sondern wenn die Stadt ihr Herz öffnet. Genau ein solcher Moment steht am Samstag (7. Februar 2026), bevor: Ab 15:00 Uhr ziehen die Roten Funken durch die Fußgängerzonen der Innenstadt – mit ihren traditionellen „Kötterbüchsen“ und einem großen Ziel: Menschen zu helfen.
Was auf den ersten Blick wie eine liebgewonnene Tradition wirkt, ist in Wahrheit gelebte Nächstenliebe. Bereits zum sechsten Mal sammelt das älteste Korps Kölns für den guten Zweck. In diesem Jahr fließen die Spenden in das „HöVi-Land“ – ein Ort, der Kindern und Familien Hoffnung, Unterstützung und neue Perspektiven schenkt.
Die Wurzeln dieser bewegenden Aktion reichen tief in die Geschichte der Stadt. Ein altes Foto, fast ein Jahrhundert alt, zeigt den damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer, wie er einem Funken eine Münze in die Sammeldose legt. Ein stiller Moment – und zugleich ein starkes Symbol für Zusammenhalt. Dieses Bild war es, das die Roten Funken vor einigen Jahren dazu inspirierte, die Tradition wieder aufleben zu lassen.
Seit 2019 ist daraus eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geworden: Rund € 150.000,00 konnten seitdem gesammelt werden. Geld, das dort ankommt, wo es gebraucht wird. Geld, das Hoffnung schafft.
Und doch geht es um mehr als Zahlen. Es geht um das Gefühl, gemeinsam etwas zu bewegen. Darum, im Trubel des Karnevals kurz innezuhalten und an diejenigen zu denken, denen es nicht so gut geht. Genau dafür steht die „Kötteraktion“ der Kölsche Funken rut-wieß vun 1823 e.V.
Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise € 50.000,00 für die Schull- und Veedelszöch zusammen. Nun darf sich das HöVi-Land über diese besondere Unterstützung freuen – vorgeschlagen vom bisherigen Spendenempfänger, den „Freunden und Förderern des Kölnischen Brauchtums e.V.“.
Schon jetzt haben die Roten Funken knapp € 27.000,00 gesammelt – bei eigenen Veranstaltungen und dem Regimentsexerzieren (Korpsappell) im Januar. Doch das Ziel ist noch nicht erreicht. „Wir hoffen, gemeinsam mit den Kölnerinnen und Kölnern die € 30.000,00 zu schaffen“, sagt Präsident Dirk Wissmann – und man spürt: Hier spricht nicht nur ein Organisator, sondern ein Mensch, der an die Kraft der Gemeinschaft glaubt.
Der emotionale Höhepunkt folgt am 14. Februar 2026 beim Funkenbiwak auf dem Neumarkt. Dann wird der Spendenscheck an Pfarrer Franz Meurer, den Initiator des HöVi-Landes, überreicht – ein Moment, der zeigt, was möglich ist, wenn eine ganze Stadt zusammensteht.
Denn genau das sind die Kölsche Funken rut-wieß: laut, bunt – und im entscheidenden Moment voller Herz.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; Grafiken: Kölsche Funken rut-wieß vun 1823 e.V.
Abdruck nur gegen Honorar und Beleg
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