Mädchensitzung der Kölsche Grielächer begeistert nicht nur durch tänzerisches Kölner Dreigestirn

-hgj/nj- Der große Ballsaal des Hotel Maritim stand am Donnerstagnachmittag (5. Februar 2026) ganz im Zeichen von Grün und Blau: Die annähernd ausverkaufte Mädchensitzung der Kölsche Grielächer entpuppte sich einmal mehr als mitreißendes Highlight im kölschen Sitzungskarneval. Von der ersten Minute an wurde deutlich, daß die Grielächer auch im Jubiläumsjahr „9 × 11“ nichts dem Zufall überlassen.

Nach dem feierlichen Einzug des Elferrates mit Präsident Udo Schaaf und Sitzungsleiterin „Julie Voyage“ (Ken Reise) wurde das jecke Auditorium aus Mädels, Mädcher un Madämncher herzlich begrüßt – und anschließend direkt in Bewegung versetzt. Für die obligatorische „musikalische Gymnastik“ hatte Literat Torsten Stommel niemand Geringeren als „Kasalla“ verpflichtet. Die Band nutzte die erste halbe Stunde der Sitzung, um sowohl den Schallpegel als auch die ausgelassene Stimmung nahezu an den Anschlag zu treiben – textsicher, tanzend und mit voller Leidenschaft im Saal.

Bevor das Tanzcorps Sr. Tollität „Luftflotte“ mit seinen extrem pulsierenden Darbietungen aus Schnelligkeit, kraftvollen Hebungen und waghalsigen Figuren die Bühne eroberte, nahm Martin Schopps das Publikum mit in eine ebenso lehrreiche wie urkomische Unterrichtsstunde seiner „Rednerschule“. Nach den tänzerischen Höhenflügen der „Luftflotte“ sorgte Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“ für rhetorische Erdung – mit treffsicheren Ratschlägen, kölschen Weisheiten, reichlich Pointen und Lachsalven für die Mädels im Saal. Die vom Publikum frenetisch eingeforderten Zugaben unterstrichen einmal mehr seine Ausnahmestellung im Rednerfach.

Musikalisch übernahm anschließend „Räuber“ das komplette Podium und verwandelte den Ballsaal in eine einzige große Schunkel-, Tanz- und Mitsingarena – sozusagen als schwungvoller Abschluß des ersten Sitzungsteils.

Der zweite Teil der „Sitzung nor för Mädcher“ startete nach der Pause direkt mit einer absoluten Besonderheit im kölschen Fasteleer: Den Kölsche Grielächern war es gelungen, das Kölner Dreigestirn zu überzeugen das das weibliche Publikum durch den legendären Auftritt des Trifoliums mit Tanz und Gesang zu frenetischen Fans wie bei einem Rockkonzert in Wallung zu bringen. Ein emotionaler Moment, der bei allen „jecken Wiever“ im Saal für leuchtende Augen sorgte.

Danach begeisterte „Et fussich Julche“ Marita Köllner mit ihren Hits, die durch mehrere Zugabe für ein wenig Verspätung bei den nachfolgenden Künstlerkollegen sorgte. Leider wurde jetzt aber auch klar: wundervoll stimmungsgeladene Nachmittag neigt sich langsam aber sicher dem Finale entgegen.

Auf der Zielgeraden vor der Nachfeier im Maritim-Foyer warteten jedoch noch drei absolute Spitzendarbietungen. Die „Höhner“ lieferten mit Hits und Evergreens den perfekten musikalischen Auftakt auf der Zielgerade der Sitzung, wonach die über vierzig Tänzer und die Marie der Rezag Husaren mit hochdynamischen, ausdauernden Choreografien für atemlose Begeisterung sorgten – jecke Herzen inklusive Stillstand-Garantie.

Den umjubelten Schlußpunkt setzten schließlich „cat ballou“. Als wahre Herzensbrecher erfüllten sie im Jahr vor dem 100. Jubiläum – der aus den Grenadieren grün-blau hervorgegangenen Grielächer – einen vielfach geäußerten stimmungsvoll musikalischen Wunsch der Mädchen und machten die Mädchensitzung 2026 zu einem emotionalen, musikalischen und karnevalistischen Glanzpunkt.

Quelle(Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Jürgen Vahlenkam
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