Glanz, Tradition und kölsche Lebensfreude – die 1. Kostümsitzung des Reiter-Korps „Jan von Werth“ begeistert im Sartory

-hgj/nj- Wenn der große Saal des Sartory seine Türen für die 1. Kostümsitzung des Reiter-Korps „Jan von Werth“ öffnet, dann ist eines gewiß: Es erwartet die Gäste ein Abend voller kölscher Emotionen, Tradition und ausgelassener Karnevalsfreude. So auch am 31. Januar 2026, als sich der festlich dekorierte Saal bis auf den letzten Platz füllte. Schon lange vor Beginn war klar – diese Sitzung gehört zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Session.

Neben dem bunt kostümierten Karnevalspublikum fanden sich zahlreiche Persönlichkeiten des Kölner Lebens im Saal ein. Auch viele ehemalige Vorstandsmitglieder des Traditionskorps sowie frühere „Jan un Griet“-Paare waren gekommen, um gemeinsam einen Abend zu erleben, der ganz im Zeichen des kölschen Fastelovends stand. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Orchester von Markus Quodt, das bereits zu Beginn mit schwungvollen Klängen die besondere Atmosphäre des Abends unterstrich.

Mit dem feierlichen Einzug des Elferrates nahm die Sitzung Fahrt auf – und gleich darauf gehörte die Bühne dem Nachwuchs des Korps. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe des Reiter-Korps „Jan von Werth“ eröffnete das Programm mit frischer Energie, beeindruckender Präzision und sichtbarer Freude am Tanz. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer ernteten begeisterten Applaus und durften sich über wohlverdiente Zugaben freuen. Erst danach trat Korpspräsident Stefan J. Kühnapfel ans Rednerpult, um die Gäste im Saal herzlich willkommen zu heißen und den Startschuß für einen abwechslungsreichen Sitzungsabend zu geben.

Schon kurz darauf sorgte Jörg‑Paul Weber für einen ersten humoristischen und musikalischen Höhepunkt. Mit seiner Mandoline, feinem Wortwitz und treffsicherer Improvisation nahm „J.P. Weber“ das Publikum mit auf eine unterhaltsame Reise durch den kölschen Alltag  ein Auftritt, der mit vielen Lachern und kräftigem Applaus belohnt wurde.

Nahtlos ging es musikalisch weiter, als die „Räuber“ den Saal in Bewegung brachten. Kaum erklangen die ersten Takte ihrer bekannten Hits, verwandelte sich das Publikum in einen großen, schunkelnden Chor – ein Bild, wie es nur der Kölner Karneval hervorbringen kann.

Für urkomische Geschichten aus dem Alltag sorgte anschließend Annette Esser. In ihrer Paraderolle als „Achnes Kasulke“, der „letzten Putzfrau vor der Autobahn“, nahm sie mit spitzer Zunge und unverwechselbarer Mimik die kleinen und großen Eigenheiten des Lebens aufs Korn. Ihr Auftritt sorgte für zahlreiche Lachsalven und beste Stimmung im Saal.

Mit kraftvollen Rhythmen und modernem Brass-Sound brachte danach die Band „Druckluft“ frischen musikalischen Schwung in die Sitzung. Ihre energiegeladene Performance mit treibenden Beats und satten Bläsersätzen wie ihrem Riesenhit „Karnevalsmaus“ und „Disko-Akrobat“ riß das Publikum förmlich mit.

Dann folgte ein Moment, der den Saal in Staunen versetzte: Unter klingendem Spiel zog das gesamte Reiter-Korps „Jan von Werth“ mit allen vier Schwadronen und seiner Korpskapelle ein. Ein imposantes Bild, das die lange Tradition und den Stolz dieses Kölner Traditionskorps eindrucksvoll widerspiegelte.

Im Mittelpunkt standen dabei auch das Tanzpaar des Korps, Lisa Quotschalla und Sascha Beslic, die mit eleganten Hebefiguren und dynamischen Schritten ihr Können präsentierten. Begleitet wurden sie vom diesjährigen „Jan un Griet“-Paar Horst-Peter und Melanie Becker, das mit Charme und Ausstrahlung Teil dieser eindrucksvollen Darbietung war. Gemeinsam verwandelten sie die Bühne in ein wahres karnevalistisches Spektakel – ein emotionaler Höhepunkt der ersten Programmhälfte, der mit langanhaltendem Applaus gefeiert wurde.

Nach der Pause setzte der zweite Teil des Abends mit einem musikalischen Paukenschlag ein: Der Stabsmusikzug der Nippeser Bürgerwehr zog mit eindrucksvollen Märschen in den Saal ein und verlieh dem Abend eine weitere Portion kölscher Korps-Tradition. Im Anschluß präsentierte das Tanzpaar der „Appelsinefunke“ – wie die Nippeser Bürgerwehr auch genannt wird – Svenja Klupsch und Niklas Wilske ihr tänzerisches Können und setzten mit präzisen Bewegungen und ausdrucksstarker Choreografie weitere Akzente im abwechslungsreichen Programm.

Ein besonderes Highlight wartete dann mit Volker Weininger auf das Publikum. Als „Der Sitzungspräsident“ brachte er mit seiner legendären feucht-fröhliche Büttenrede den Saal zum Beben. Zwischen scheinbar endlosen Getränkerunden und pointierten Beobachtungen aus dem Sitzungsalltag entwickelte sich ein humoristisches Feuerwerk, das die Gäste mitreißend zum Lachen brachte.

Zum krönenden Abschlusß des Abends übernahmen schließlich zwei der angesagtesten Bands des kölschen Karnevals die Bühne. Mit ihren mitreißenden Songs sorgten „Miljö“ und die „Paveier“ für ein stimmungsvolles Finale. Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr auf den Stühlen – der Saal sang, schunkelte und feierte gemeinsam den kölschen Fastelovend.

Mit einem abwechslungsreichen Programm, eindrucksvollen Auftritten und der unverwechselbaren Atmosphäre kölscher Karnevalstradition bewies das Reiter-Korps „Jan von Werth“ einmal mehr seine besondere Stellung im Kölner Fastelovend. Die 1. Kostümsitzung im Sartory wurde zu einem Abend voller Emotionen, Gemeinschaft und echter kölscher Lebensfreude – ganz im Sinne der traditionsreichen Korpsgeschichte.

Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de;  (Foto/s:
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