StattGarde Colonia Ahoj: „Jeck op Deck“ 2026: Wenn Kölns Karnevalsherz auf dem Rhein schlägt

-hgj/nj- Wenn 1.650 Jecke auf einem Schiff zusammenkommen, der Rhein im Takt des Karnevals seine Wellen wogt und Diversität, Lebensfreude und kölsche Tradition eine einzigartige Allianz eingehen, dann ist klar: „Jeck op Deck“ hat wieder abgelegt. Die legendäre Party der StattGarde Colonia Ahoj e.V. (SCA) verwandelte die MS „RheinEnergie“ der Köln-Düsseldorfer Schiffahrtsgeselschaft auch in diesem Jahr in einen schwimmenden Hexenkessel – restlos ausverkauft, stimmungsvoll und einmal mehr ein Höhepunkt der Session 2026.

Bereits beim Boarding am Kölner Altstadt-Ufer lag elektrisierende Vorfreude in der Luft. Farbenfroh ausgefallene Kostümkreationen, herzliche Begrüßungen und das unverwechselbare Gefühl, Teil von etwas Besonderem zu sein, prägten die ersten Momente an Bord. Den offiziellen Startschuß gab Kapitän und Präsident Dieter Hellermann, der gemeinsam mit seinen fünf Vorstandskollegen das jecke Volk von der Bühne des größten Party-Schiffs der KD willkommen hieß. Unter den Gästen: zahlreiche befreundete Karnevalsgesellschaften, Fans der maritim geprägten homo- und heterosexuellen Community, alle aktiven Mitglieder des SCA, viele ehemalige Vorstandsmitglieder, Unterstützer des Fördervereins, der Reederei sowie Gründungs- und Ehrenpräsident Andre Schulze Isfort – ein eindrucksvolles Abbild dessen, wofür die StattGarde seit jeher steht.

Ein Auftakt, der Maßstäbe setzt
Traditionell und doch jedes Mal neu begann der Abend mit dem Auftritt des vereinseigenen Tanzkorps. Als „die jeilsten Schenkel Kölns“ weit über die Domstadt hinaus bekannt, zündeten die Tänzer ein choreografisches Feuerwerk, das alle an Bord gleichzeitig in kollektive Begeisterung versetzte. Tosender Applaus, langanhaltende Ovationen, Forderungen nach Zugabe und eine Atmosphäre, die sofort klar machte: Dieser Abend würde keine Pausen kennen.

Zwischen den Bühnenauftritten gehörte das Schiff ganz seinen Gästen. Bei Kölsch und Cocktails, bei „Klaaf un Tratsch“, Tanz und Schunkeln verschmolzen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Identität und Generation zu einer großen, ausgelassenen Gemeinschaft. „DJ Henry“ (Cöllen) sorgte mit seinem feinen Gespür für Stimmung und Timing dafür, daß der musikalische Puls niemals abriß.

Gänsehaut-Momente und große Gefühle
Nach einer ausgelassenen Tanzphase und dem gefeierten musikalischen Auftritt von „Lupo rückte der Moment näher, den Kenner und Stammgäste jedes Jahr mit besonderer Spannung erwarten: der Besuch des Kölner Dreigestirns. Und auch diesmal wurde diese Erwartung mehr als erfüllt. Im Mittelpunkt stand die amtierende „Jungfrau Aenne“, die zugleich als neues Ehrenmitglied der StattGarde gefeiert wurde. Mit einer überraschenden, ebenso humorvollen wie emotionalen Gesangseinlage – fernab klassischer Karnevalsklischees – eroberte sie Bühne und Publikum gleichermaßen. Ein Augenblick, der für spürbare Gänsehaut sorgte und lange in Erinnerung bleiben wird.

Bühne frei für Kölns musikalische Elite
Bis Mitternacht folgte ein Programmpunkt dem nächsten: Die Tänzerinnen der Tanzgruppe „Kölner Paulinchen“ überzeugten mit tänzerischer Präzision, „cat ballou“ trafen mit ihren Hits direkt ins Herz des Publikums, die „Paveier“ lieferten kölsche Mitsing-Momente vom Feinsten und „Planschemalöör“ rundeten das Bühnenprogramm mit jugendlicher Energie und rheinischer Lebensfreude ab. Jeder Act fügte sich nahtlos in das Gesamtbild eines Abends, der keine Brüche, sondern nur Höhepunkte kannte.

Die Nacht gehört den Jecken
Nach dem offiziellen Programm war jedoch noch lange nicht Schluß. Das Parkett vor der Bühne wurde freigegeben, das Schiff endgültig zur Großraum-Tanzfläche, und „DJ Henry“ führte das Narrenschiff mit einer mitreißenden Mischung aus aktuellen Karnevalshits und zeitlosen Klassikern bis in die frühen Morgenstunden. Der Rhein glitt durch die Nacht, während an Bord gelacht, getanzt und gefeiert wurde – frei, respektvoll und ausgelassen.

Mehr als eine Party
„Jeck op Deck“ ist längst mehr als nur eine Karnevalsveranstaltung. Es ist ein Statement für Offenheit, Zusammenhalt und die verbindende Kraft des rheinischen Frohsinns. Die StattGarde Colonia Ahoj hat auch 2026 eindrucksvoll bewiesen, daß Tradition und Moderne, Humor und Haltung, Party und Gemeinschaft und sexuelle Neigung kein Widerspruch sind.

Wer an diesem Abend an Bord war, nahm mehr mit nach Hause als müde Beine und heisere Stimmen: das Gefühl, Teil einer jecken Familie zu sein – mitten auf dem Rhein, mitten im Herzen von Köln.

Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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