Glanz, Herz und kölsche Seele – die Kölner Narren-Zunft feiert eine Mädchersitzung der Extraklasse

-hgj/nj- Köln erlebte am 11. Januar 2026 einen weiteren karnevalistischen Höhepunkt: Die Mädchersitzung der Kölner Narren-Zunft im Kristallsaal der Koelnmesse wurde zu einem Fest der Emotionen, der Tradition und der gelebten Moderne. Der restlos ausverkaufte Saal brodelte vor Vorfreude – und sollte bis in die späten Stunden hinein seinem Ruf als jeckes Epizentrum gerecht werden.
Schon der musikalische Einzug des Elferrates mit der KG Treuer Husar setzte ein kraftvolles Ausrufezeichen. Präzise, würdevoll und voller kölschem Selbstbewußtsein führten die Husaren das Publikum mitten hinein in eine Sitzung, die keine Wünsche offenließ. Präsident und Bannerhär Thomas Brauckmann sowie Sitzungsleiter Andreas Bulich begrüßten die jecken Mädcher mit Herzlichkeit, Humor und sichtbarem Stolz auf das, was folgen sollte.
Das Sessionsprogramm des Treuen Husaren überzeugte mit rheinischen und kölschen Tön’, getragen vom Musikkorps und gekrönt durch die eleganten wie kraftvollen Darbietungen des Tanzpaares Lena Küpper und Julian Stockhausen gemeinsam mit dem Tanzkorps der Husaren – Karneval auf höchstem tänzerischem Niveau.
Musikalisch ließ der Abend keine Lücke: „Kasalla“ riß den Saal mit ihren Hits mit, während Martin Schopps mit Geschichten aus seiner legendären „Rednerschule“ für schallendes Gelächter sorgte. Ein besonders bewegender Moment war der Auftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe der Kölner Narren-Zunft: Über 30 „Kölsche Pänz“ wirbelten diszipliniert, fröhlich und mit beeindruckender Präzision über die Bühne – ein starkes Zeichen für die Zukunft des Kölner Karnevals.
Wie immer bildete der Auftritt der StattGarde Colonia Ahoj eines der absoluten Highlights des Abends. Mit Bordkapelle, Shanty-Chor, Sessionslied und dem legendären Tanzkorps – den „jeilsten Beinen Kölns“ – bot die StattGarde ein Spektakel aus Akrobatik, Spagat aller Tänzer, kraftvollen Sprüngen und perfekter Interpretation, das den Kristallsaal förmlich zum Beben brachte.
Triumphalen Jubel erntete auch der Einzug des Kölner Dreigestirns mit „Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“, die mit Adjutantur und Equipe herzlich gefeiert wurden und die besondere Verbundenheit zwischen Tradition und Gegenwart eindrucksvoll verkörperten. Musikalisch abgerundet wurde das Programm durch „J. P. Weber“ (Jörg-Paul Weber), die „Räuber“ sowie das stimmungsvolle Schlußbild zu den Hits von „Miljö“ und den „Höhner“. Die Sitzungskapelle Helmut Blödgen verlieh dem Abend dabei durchgehend den perfekten musikalischen Rahmen.
Besonders hervorzuheben: Trotz fünf krankheitsbedingter Absagen lief die Sitzung reibungslos. Alle erschienenen Künstler standen pünktlich zu ihren Auftrittszeiten auf der Bühne – ein Beweis für hervorragende Organisation und professionelle Künstlerbetreuung. Verantwortlich dafür zeichnete der reaktivierte „alte“ Literat Jens Andersson, unterstützt durch die Programmgestaltungen seines Vorgängers Stefan Knepper.
Ab 20:00 Uhr verlagerte sich das jecke Treiben schließlich ins Foyer, wo die Party der Damen mit allen Herren der KNZ nahtlos anknüpfte und den Abend in ausgelassener Atmosphäre ausklingen ließ.
Diese Mädchersitzung war zugleich ein eindrucksvolles Zeugnis der historischen Bedeutung der Kölner Narren-Zunft: Schon bei ihrer Gründung war sie ihrer Zeit voraus, öffnete als erste Karnevalsgesellschaft Frauen ihre Veranstaltungen und schuf mit den Damencomités eine Innovation, die heute aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken ist.
Die Mädchersitzung 2026 zeigte eindrucksvoll: Die Kölner Narren-Zunft bewahrt nicht nur Tradition – sie gestaltet sie. Mit Herz, Haltung und höchster Qualität.
Quelle und Fotos: © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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