Soirée des Großen Rates mit dem Kölner Dreigestirn 2013 – ein Abend voller Herz, Erinnerungen und Gänsehautmomente

So etwas gab es noch nie! Mit einer außergewöhnlich persönlichen und emotionalen Soirée lud die KG Schnüsse Tring 1901 e.V. am Samstag in das historische Gewölbe der Alten Ratsstube des Gürzenichs. Das Kölner Dreigestirn des Jahres 2013 – „Prinz Ralf III.“ (Görres), „Bauer Dirk“ (Königs) und „Jungfrau Katharina“ (Axel Busse) – ermöglichte den Gästen exklusive Einblicke in eine Session, die sie und die Gesellschaft bis heute prägt. Moderiert wurde der Abend von Markus Pohl, ehemalige Jungfrau (2002) und langjähriger Protokollchef des Festkomitees, der mit Charme, Wissen und einer gehörigen Portion kölscher Leichtigkeit durch das Programm führte.
Das Kölner Dreigestirn 2013 öffnete seine ganz private Schatztruhe
Für viele Gäste sorgten bislang unveröffentlichte Videoaufnahmen für große Heiterkeit, aber auch für Gänsehautmomente und Tränen. Große Lacher gab es etwa bei der Szene, in der das Kölner Dreigestirn bei Proben Mikrofone gegen Bananen ausgetauscht hatte. Auch die Proklamation im Gürzenich wurde noch einmal lebendig, als Ex-„Prinz Ralf“ erzählte, wie er sich damals vor lauter Glück und Emotionen die Stimmbänder zerrte und wochenlang mit den Folgen zu kämpfen hatte. Ein ganz besonderes Highlight: Die Drei hatten während ihrer Session sieben Wochen lang jeden Abend in ihrer Hofburg gemeinsam ein Video aufgenommen. Einige dieser sehr persönlichen Rückblicke wurden erstmals öffentlich gezeigt – ehrlich und berührend.
Offenheit, Verletzlichkeit und eine Session, die Spuren hinterließ
Einer der bewegenden Momente des Abends war das offene Bekenntnis von Axel Busse, der erstmals teilte, daß er kurz vor Beginn der Session einen Hörsturz erlitten hatte. Seine Offenheit fand im Saal große Anerkennung und zeigte, wie sehr das Amt des Dreigestirns begeistert, aber auch fordert. Ex-„Bauer Dirk“ ergänzte diesen Blick hinter die Kulissen mit einem Satz, der die Dimension des Erlebten perfekt einfing: „Uns wurde damals gesagt: Ihr seid jetzt Popstars für sieben Wochen“, was sowohl schmunzeln ließ, als auch die Intensität dieser einmaligen Zeit spürbar machte. „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an irgendwas aus der Session denke.“ Ein Geständnis von Ex-„Prinz Ralf“, das vielen im Saal nahe ging und deutlich machte, wie tief diese Zeit im Herzen aller Drei verankert ist.

Gänsehaut und Tränen – die Erinnerung an ein Mädchen auf der Kinderkrebsstation
Besonders ergriffen zeigte sich das Publikum, als das Dreigestirn von einem Besuch auf der Kinderkrebsstation der Uniklinik Köln berichtete. Es erinnerte sich an ein Mädchen, das voller Vorfreude auf den Besuch gewartet hatte – und nur einen Tag später verstarb. Die Eltern teilten dem Dreigestirn damals mit, daß die Vorfreude auf den Besuch ihrer Tochter die Kraft gegeben habe, diesen Tag noch zu erleben. Ein Moment, der unter die Haut ging.
Aufnahme neuer Mitglieder in den Großen Rat
Ein weiterer festlicher Programmpunkt: die feierliche Aufnahme neuer Mitglieder in den Großen Rat der KG „Schnüsse Tring“ – ein Zeichen für gelebte Tradition, Zusammenhalt und die Verantwortung, kölsches Brauchtum in die Zukunft zu tragen.
Ein Abend für den guten Zweck – aber auch für die kölsche Kultur
Die Soirée vereinte Freude, nachdenkliche Momente und große emotionale Nähe. Die Gäste unterstützten die Förderung des kölschen Brauchtums durch großzügige Spenden, deren Erlös direkt in die gemeinnützige Arbeit der KG „Schnüsse Tring“ fließt.
Über die KG Schnüsse Tring 1901 e.V.
Die KG „Schnüsse Tring“ setzt sich seit nahezu 125 Jahren für die Bewahrung des kölschen Brauchtums ein – mit Herz, Engagement und starken Wurzeln in der Kölner Gemeinschaft und feiert am 13. Januar 2026 ihr großes Jubiläum.
Quelle (Text): Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ 1901 e.V.; (Foto/s) René Töpfer