Ein kölsches Wohnzimmer erwacht zu neuem Leben – „Zum Jan“ schlägt ein neues Kapitel auf

-hgj/nj- Manche Häuser sind weit mehr als nur ein Ort zum Einkehren. Sie erzählen Geschichten, bewahren Erinnerungen und sind über Generationen hinweg ein Stück kölscher Heimat. Genau ein solcher Ort ist das traditionsreiche Gasthaus „Zum Jan“ in der Thieboldsgasse 137. Nach einer umfangreichen Modernisierung öffneten sich am vergangenen Samstag (1. August 2026) endlich wieder die Türen – und zahlreiche Gäste ließen sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen.
Schon beim Betreten war spürbar: Hier wurde nicht einfach ein Gasthaus wiedereröffnet. Hier kehrte ein Stück kölsches Lebensgefühl zurück. Zwischen herzlichen Begegnungen, angeregten Gesprächen und fröhlichem Lachen wurde bis in die Abendstunden gefeiert. Alte Weggefährten trafen sich wieder, neue Bekanntschaften wurden geschlossen – ganz so, wie es sich für ein echtes kölsches Wohnzimmer gehört.
Nur einen Tag später stand bereits der erste besondere Höhepunkt auf dem Programm. Die Mitglieder des Kölner Traditionskorps Reiter-Korps „Jan von Werth“, deren Vereinsleben seit Jahrzehnten eng mit diesem Haus verbunden ist, statteten ihrem langjährigen Domizil einen Besuch ab. Dabei nutzten sie die Gelegenheit, das gastronomische Konzept des neuen Pächters Jan Luca Jansen und seines Teams kennenzulernen – mit durchweg positiven Eindrücken.

Für das traditionsreiche Reiter-Korps bedeutet die Rückkehr in das Gasthaus weit mehr als einen neuen Versammlungsort. Es ist die Heimkehr an einen Platz, an dem Freundschaften gewachsen sind, Karnevalsgeschichte geschrieben wurde und zahllose unvergessliche Stunden ihren Anfang nahmen.
Korpskommandant und Vorsitzender Horst Köhler bringt die Stimmung innerhalb der Gesellschaft treffend auf den Punkt: „Wir sind froh und erleichtert, endlich wieder ein zentrales Zuhause zu haben. Unsere Überzeugung ist es, daß wir mit dem neuen Team rund um Jan Luca und ihrem Konzept hier einen modernen, nachhaltigen Treffpunkt für uns und viele andere Karnevalisten haben werden“
Ein Augenzwinkern darf dabei natürlich nicht fehlen. Für die Reiter gilt künftig gleich doppelt: Sie gehen nicht nur ins „Jan“, sondern zugleich auch zu „Jan“ (Luca Jansen) – ihrem neuen Wirt.
Dass ausgerechnet Jan Luca Jansen diese Aufgabe übernimmt, paßt dabei bestens zur Geschichte des Hauses. Der junge Gastronom zählt längst zu den bekannten Gesichtern der Kölner Gastroszene. Bereits 2021 übernahm er im Alter von nur 18 Jahren das traditionsreiche Wirtshaus „Spitz“ im Agnesviertel und machte damit als jüngster Wirt der Domstadt auf sich aufmerksam. Als aktiver Karnevalist bei den „Fidelen Sandhasen“ weiß er genau, worauf es ankommt: kölsche Gastfreundschaft mit Herz, gelebte Tradition und gleichzeitig der Mut, neue Wege zu gehen.
Auch ihn bewegt der Neustart sichtlich. Die große Resonanz zur Eröffnung, die vielen Glückwünsche und die herzliche Aufnahme durch die Karnevalsgesellschaft seien für ihn Bestätigung und Motivation zugleich. Sein Ziel ist klar: Das „Zum Jan“ soll wieder ein Ort werden, an dem Menschen gerne zusammenkommen, gemeinsam feiern und kölsche Lebensfreude erleben.
Mit der Wiedereröffnung gewinnt die Kölner Karnevalsfamilie nicht nur ein traditionsreiches Gasthaus zurück. Sie erhält einen Ort, an dem Brauchtum gelebt, Freundschaften gepflegt und neue Erinnerungen geschaffen werden. Einen Platz, an dem Vergangenheit und Zukunft miteinander verschmelzen – und an dem man schon heute spürt, daß hier viele weitere Kapitel kölscher Geschichte geschrieben werden.
Denn genau das macht Köln aus: Es sind nicht allein die großen Bühnen oder die prunkvollen Säle. Es sind diese besonderen Häuser, in denen aus Gästen Freunde werden, aus Begegnungen Gemeinschaft entsteht und das kölsche Hätz seinen ganz eigenen Takt schlägt.
Weitere Informationen zum Gasthaus, zur Speisekarte und zu den Öffnungszeiten sind auf der Internetseite des Hauses erhältlich.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Jordi Mergen – Fotografie & Videografie / Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.
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