Kostümsitzung mit Herz, Humor und närrischen Hochkarätern – Die KG Müllemer Junge feiert den Karneval in Bestform

-hgj/nj- Ausverkauft, bunt kostümiert und getragen von einer mitreißenden Stimmung: Die Große Kostümsitzung der KG Müllemer Junge in der Stadthalle Köln präsentierte sich auch in diesem Jahr als echtes Highlight des rheinischen Karnevals – ein Nachmittag, der Generationen verband und das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zog.
Mit sicherem Gespür für Dramaturgie und Timing führte Literat und Sitzungsleiter Alexander Dick durch ein Programm, das kaum Wünsche offenließ. Hinter den Kulissen sorgte Pressesprecherin Silke Dick mit viel Einsatz dafür, daß Abläufe reibungslos funktionierten und Künstler punktgenau auf die Bühne traten. Präsident Siegfried Schaarschmidt nutzte die gewonnene Zeit, um sich intensiv den anwesenden Medienvertretern zu widmen – nahbar, präsent und ganz im Sinne eines modernen Vereinslebens.
Schon beim Einmarsch des gemischten Elferrates lag spürbare Vorfreude in der Luft, die sich mit dem ersten Programmpunkt fulminant entlud: Die REZAG Husaren (KG Fidele Grön-Wieße Rezag Porzer Ehrengarde e.V.) eröffneten mit einer über 35minütigen, energiegeladenen eine hochfrequente Show mit flotte Schritten, Sprüngen, Hebungen in Grün und Weiß und setzten damit direkt ein erstes Ausrufezeichen.

Was folgte, war ein karnevalistisches Feuerwerk: Martin Schopps überzeugte mit scharfzüngigem Witz und treffsicherer Alltagsbeobachtung in Unterricht seiner „Rednerschule“, während „Kasalla“ mit kölschen Tönen und emotionaler Wucht das Publikum zum Mitsingen brachte. Das Tanzcorps „Echte Fründe“ der Flittarder KG begeisterte mit tänzerischer Präzision und eindrucksvollen Hebefiguren von der ersten Minute bis zum Schlußbild ihrer Zugaben.
Im weiteren Verlauf des Abends gaben sich die Größen des Kölner Karnevals die Klinke in die Hand: Guido Cantz brillierte als „Der Mann für alle Fälle“ mit gewohnt pointiertem Humor, die „Höhner“ lieferten musikalische Gänsehautmomente – und mit dem Auftritt von Volker Weininger „Der Sitzungspräsident“ erreichte die Stimmung einen weiteren Höhepunkt. Spätestens hier hielt es niemanden mehr auf den Sitzen.
Nach der Pause sorgte das Kölner Dreigestirn für einen der emotionalen Höhepunkte der Sitzung und brachte mit seiner Präsenz den traditionellen Glanz des Karnevals auf die Bühne.
Besonders bewegend wurde es beim Auftritt der Original Matrosen vum Müllemer Böötche. Das vereinseigene Tanzcorps, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, verabschiedete im Rahmen seiner Darbietung mehrere Tänzerinnen und Tänzer (Estelle Biertz, Janina Görs, Lena Hallen, Michael Hammes, Rebecca Klat, Laura Rausch, Michelle Stroh, Alex und Laura Tippelhorn, Artur und Lisa Tschinse und Michael Zarbock) von der großen Bühne. Ein Moment voller Dankbarkeit, Stolz und Wehmut, der das Publikum tief berührte und mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde.
Musikalisch blieb das Niveau bis zum Schluß hoch: Die „Bläck Fööss“ und „cat ballou“ rissen den Saal noch einmal mit, bevor die Saalkapelle Markus Quodt den Abend stimmungsvoll ausklingen ließ.
Die KG Müllemer Junge bewies eindrucksvoll, warum sie zu den festen Größen im Kölner Karneval zählt: Mit einem abwechslungsreichen, familienfreundlichen Programm, hochkarätigen Künstlern und einem feinen Gespür für die richtige Mischung aus Tradition und Moderne wurde diese Kostümsitzung zu einem unvergesslichen Erlebnis – und macht schon jetzt Lust auf die kommenden Jahre, die vielerorts bereits ausverkauft sind.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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