Prinzen-Garde empfing bei 1. Kostümsitzung Künstler und Kameraden des diesjährigen Kölner Dreigestirn

-hgj/nj- Glamouröser Auftakt in Weiß und Rot: Mit ihrer 1. Kostümsitzung am 10. Januar 2026 eröffnete die Prinzen-Garde Köln als erstes Korps überhaupt die neue Session – und setzte dabei gleich ein Ausrufezeichen. Das traditionsreiche weiß-rote Korps, das in den närrischen Wochen des Jahres insgesamt elf hochkarätige Veranstaltungen ausrichtet, bewies bereits zum Start eindrucksvoll, warum es seit Jahrzehnten zu den Fixsternen des Kölner Fastelovends zählt.

Im restlos ausverkauften Fest- und Bankettsaal des Maritim Hotel Köln hieß Sitzungsleiter Marcus Gottschalk – vor der Gesamtleitung des Abends – ein ebenso närrisches wie prominentes Publikum willkommen. Unter den Gästen befanden sich unter anderem der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach sowie Hans Kölschbach als Ehrenpräsident der Altstädter Köln – jeweils in Begleitung ihrer Gattinnen. Sie alle hatten am Tisch von Prinzen-Garde-Präsident Dino Massi Platz genommen, was dem Abend zusätzlich gesellschaftlichen Glanz verlieh.
Ein Programm mit Tusch-Garantie
Für den dramaturgisch fein abgestimmten Ablauf zeichnete Literat Dennis Hille verantwortlich. Den Auftakt bildete der triumphale musikalische Einzug des Korps der Prinzen-Garde Köln – ein Gänsehautmoment, der nahtlos in ein opulentes musikalisch-tänzerisches Bühnenspektakel überging. Schon hier zeigte sich: Diese Sitzung wollte nicht nur unterhalten, sondern begeistern.
Mit feinsinnigem Humor und treffsicheren Witzen und Sprüche folgte „Dä Blötschkopp“ Marc Metzger, ehe die Kammerkätzchen und Kammerdiener der Alten KG „Schnüsse Tring“ mit tänzerischer Präzision und anmutiger Choreografie das Publikum in ihren Bann zogen. Noch vor der Pause sorgten zwei Schwergewichte des kölschen Humors für nachhaltigen Applaus: Martin Schopps mit seiner pointierten „Rednerschule“ sowie die unverwechselbaren „Klüngelköpp“, die einmal mehr bewiesen, warum sie aus dem Fastelovend nicht wegzudenken sind.

Glanzpunkte nach der Pause
Mit dem schwungvollen Einmarsch der EhrenGarde der Stadt Köln startete die zweite Abteilung. Das Traditionskorps präsentierte sich musikalisch wie tänzerisch in absoluter Bestform und erhielt hierfür stehende Ovationen vom närrischen Auditorium. Anschließend wechselte die Prinzen-Garde erneut souverän ins rhetorische Fach: Volker Weininger, besser bekannt als „Der Sitzungspräsident“ in seiner Paraderolle als „Biersommelier“, servierte Wortwitz auf höchstem Niveau – süffig, scharfzüngig und treffsicher.
Ein Dreigestirn wie aus dem Bilderbuch
Der unbestrittene emotionale Höhepunkt des Abends jedoch war der Besuch des am Vortag proklamierten Kölner Dreigestirns („Prinz Niklas I.“, „Bauer Clemens“ und „Jungfrau Aenne“), das in dieser Session aus den Reihen der Prinzen-Garde Köln stammt. In prachtvollen Ornaten, begleitet von strahlendem Lächeln und der Aura närrischer Würde, zog das Trifolium mit Prinzenführer, den Adjutanten, Hoffriseur und Equipechef in den Saal ein und verwandelte ihn binnen Sekunden in ein Meer aus Jubel, Fahnen und leuchtenden Augen. Es war ein Auftritt voller Symbolkraft: majestätisch, herzlich und zutiefst kölsch – ein Dreigestirn, das schon jetzt das Potenzial hat, diese Session nachhaltig zu prägen.
Musikalisch eingerahmt wurde dieser Höhepunkt von den Bands „Miljö“ und „Höhner“, die mit ihrem breiten Hit-Spektrum den Saal zum Mitsingen und Schunkeln brachten. Den traditionellen Schlußpunkt setzte schließlich Tenor Norbert Conrads, der den Abend würdevoll ausklingen ließ. Sämtliche Programmpunkte wurden vom Publikum mit begeistertem Applaus bedacht und vom Sitzungsorchester Matthias Heßeler mit einem Tusch nach dem anderen veredelt.
Närrischer Ausklang bis in den Morgen
Nach dem offiziellen Finale war jedoch noch lange nicht Schluß: Im Foyer des Vier-Sterne-Hotels begann die legendäre After-Show-Party. Bei Kölsch und Sekt, begleitet von der musikalischen Untermalung durch Philipp Godart, feierten Gäste mit der Garde des Prinzen bis in die frühen Morgenstunden – ein ausgelassener, herzlicher und rundum gelungener Ausklang eines Abends, der Maßstäbe setzte.
Mit dieser Kostümsitzung ist der Prinzen-Garde Köln ein Sessionstart gelungen, der sowohl organisatorisch als auch künstlerisch höchsten Ansprüchen genügte – und der die Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen des weiß-roten Traditionskorps spürbar steigerte.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Prinzen-Garde Köln 1906 e.V.
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