„Jan von Werth“ kehrt zu den Wurzeln des Korpsappell mit Proklamation von „Jan un Griet“ zurück

Ein Abend voller Tradition, Herz und einer besonderen Premiere
-hgj/nj- Das Palais der Flora am botanischen Garten bot am Abend des 6. Januar 2026 einen ebenso würdigen wie stimmungsvollen Rahmen für den Korpsappell des Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V. Zugleich erlebte die Gesellschaft einen besonderen Moment: die feierliche Proklamation des „Jan un Griet“-Paares für die Session 2026 – erstmals seit vielen Jahren wieder eingebettet in den festlichen Ablauf des Korpsappells.
Schon der musikalische Auftakt ließ die Bedeutung des Abends spüren. Die Korpskapelle „Jan von Werth“ eröffnete den Appell mit einer festlichen Ouvertüre, die durch gesangliche Akzente zweier Solisten eine besondere emotionale Tiefe erhielt. Nahtlos fügte sich daran der Auftritt der Puppenspieler des Hänneschen Theaters an, das mit einer eigens für diesen Anlaß inszenierten Darstellung der „Jan un Griet“-Legende begeisterte. Mit viel Wortwitz, Charme und feinem kölschem Humor wurde die Geschichte lebendig und erinnerte eindrucksvoll an die Wurzeln dieses traditionsreichen Amtes.
Der anschließende Korpsappell stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Hierzu gehörten die 26 „Pänz“ der Kinder- und Jugendtanzgruppe. Sodann wurden verdiente Kameraden wurden für ihr Engagement geehrt, neue Mitglieder feierlich vereidigt und besondere Leistungen hervorgehoben. Der Moment, in dem neue Kameraden den Eid auf den Zabel und die Fahne ablegten und damit als Vollmitglieder in das Korps aufgenommen wurden, machte einmal mehr deutlich, was das Reiter-Korps auszeichnet: Zusammenhalt, Verlässlichkeit und gelebte Tradition über Generationen hinweg. Auch die neuen Hospitanten präsentierten sich der Gesellschaft und wurden herzlich in den Kreis des Korps aufgenommen.
Der emotionale Höhepunkt des Abends folgte mit der feierlichen Proklamation des neuen „Jan un Griet“-Paares (Horst-Peter und Melanie Becker) durch den Präsident des Festkomitees des Kölner Karnevals Christoph Kuckelkorn und der Präsidentin Kölsche Madämcher Gabriele P. Gérard. Unter langanhaltendem Applaus nahmen das proklamierte Paar ihr Amt an und traten damit in eine Reihe von Persönlichkeiten, die diese besondere Aufgabe seit 1949 mit Leben füllen. In ihren Worten wurde spürbar, wie sehr ihnen diese Rolle am Herzen liegt: „Wir wollen Brücken bauen! Egal welche Farben wir tragen – in unseren Herzen tragen wir alle die Farben des Kölner Karnevals. Laßt uns feiern, laut und leise, aber immer bunt!“
Für einen Moment, der vielen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte, sorgte das frisch proklamierte Paar schließlich selbst. Horst-Peter und Melanie Becker erfüllten sich damit einen persönlichen Traum und präsentierten eine eigens umgedichtete Schlager-Version des Hits „Warum hast Du nicht nein gesagt“ von Roland Kaiser und Maite Kelly – dessen Text sie liebevoll auf die „Jan un Griet“-Geschichte adaptierten. Mit Zeilen wie: „Warum hast du nicht ja gesagt? … Im Schein vom Kümpchenshof …“ sorgten sie für die Überraschung des Abends, Lachen und sogar die ein oder andere Freudenträne im Saal.
Auch im weiteren Verlauf des Abends wurde deutlich, wie sehr Emotion und Anerkennung zusammengehören: Als eine besondere Ehrung ausgesprochen wurde und die Verdienste um den Kölner Karneval gewürdigt wurden, zeigte sich selbst bei erfahrenen Karnevalisten spürbare Rührung.
In Anschluß an die Beförderungen und Ehrungen präsentierte sich das aktive Korps nach dessen Aufmarsch mit dem Reitermarsch und dem Tanz Gruß der Rapiere. ZU den höchsten an diesem Abend verliehenen Beförderungen gehörten die Ernennungen zum Oberwachtmeister, Obristleutnant, Generalwachtmeister sowie zum Generalleutnant.
Mit diesem Abend aus Tradition, Emotion und einer unerwarteten musikalischen Note ist die Session 2026 offiziell eröffnet. Das Reiter-Korps „Jan von Werth“ startete damit in eine Session, die ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Herzlichkeit und gelebtem kölschem Brauchtum steht – erwartungsvoll, stolz und voller Vorfreude auf alles, was kommt.
Quelle (Text): © 2026 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Fotos): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Jordi Mergen / Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V.
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