Männer erfreuten sich bei herrlich jeckem Bühnenspektakel der Grielächer-Herrensitzung

Altstädter präsentierten bei Herrensitzung die Vielfalt ihres männerlastigen Programms „nor för Häre“
13. Januar 2019
Stammgäste der Kölner Narren-Zunft bestellten heute schon Eintrittskarten für 2022er Mädchersitzung
13. Januar 2019

-hgj/nj- Eine besondere Überraschung erfuhr Gerd Velden als neues ordentliches Mitglied er Kölsche Grielächer zur Herrensitzung seiner Karnevalsgesellschaft, da er im Rahmen der Veranstaltung und nicht bei der 11. im 11.-Feier nach einjähriger Ballotage vereidigt wurde. Mit diesem Novum unterstrich der Vorstand, daß man hin und wieder eine Ausnahme notwendig ist, wenn, wie im Fall von Gerd Velden ein Mitglied aufgrund eines Verkehrsunfalls nicht bei der internen Feier zur Sessionseröffnung erscheinen kann.

Der Herrensitzung im großen Saal des Maritim Hotels, welche gut besetzt war, brachte diese Zeremonie keinen Abbruch da jeder Gast feststellte das die Grielächer im Kölner Karneval eine Gesellschaft  mit „Hätz“ sind. Sehr männerlastig und kölsch hatte Literat Roland Lautenschläger das Programm zusammengestellt, welches sehr gut neben dem Aufzuges einer Korpsgesellschaft, die erste Garde der Redner, zwei Tanzgruppen und erstklassige Bands beinhaltete.

Mit dabei in der ersten Abteilung die Cheerleader des 1. FC Kölns, die die Elferräte und Präsident Rudi Schetzke beim Einzug gerne auf die Bühne begleiteten. Nach Rudi Schetzkes Willkommensgruß, legten die im Rheinland bekannten FC-Mädels mit ihren Hebungen, Tanzschritten und Hebungen los, die bei den Herren die große „Äujelchen“ verursachten. Drei Redner auf einen Streich hatte Roland Lautenschläger sodann auf die Bühne geschickt, womit nach Gang die Beiträge mit reichlich Zündstoff und nicht gezählten Pointen gemeint sind, die „Motombo Umbokko“ (Dave Davis) als ugandischer Toilettenmann, Martin Schopps in seiner „Rednerschule“ und „Werbefachmann“ Bernd Stelter parat hatten.

Zwischen den einzelnen Acts begrüßte Rudi Schetzke noch eine Vielzahl von besonderen Gästen, wie unter anderem „Dä Mann met dem Höötche“ Peter Raddatz, seine Präsidentenkollegen Jürgen Hauke (G.M.K.G.), Hans Kürten (Blomekörfge), , Dr. Joachim Wüst (Große Kölner), sowie Bruno Prass (Baas und 1. Vorsitzender des Stammtisch Kölner Karnevalisten), der großen Abordnung des Pressesprecherstammtisches der „Medienklaafer“ und Reinhold Masson als Ehrenpräsident der KKG Blomekörfge. Abgerundet wurde die erste Halbzeit der Herrensitzung 2019 durch die „Klüngelköpp“, die lautstark mit neuen Trommelwirbeln das Auditorium begeisterten und die Herren bei ihren Liedern zum mitsingen und schunkeln animierten.

Mit der „Fauth Dance Company“ holten die – aus der Karnevalsgesellschaft Kölsche Grenadeere entstandenen – Grielächer den letzten Herren vom Büfett in den Saal, da man doch gespannt war, wie die Mädels von Saskia Fauth heute tanzen. Zur Abkühlung und Beruhigung des männlichen Herzschlages stand nach den Zugaben der Viersener Tanzgruppe Jörg Runge auf der Bühne, welcher in seiner feinsinnigen Reimrede Politik und Weltgeschehen unter die Lupe nahm. Auf den Punkt pointierte „Der Mann für alle Fälle“ Guido Cantz sein Sprüche und Witze, die er bei seiner sonntäglichen Reise durch Kölner Säle auch bei der Herrensitzung der grün-blauen KG vorbrachte und hierfür mit Lachsalven und stehenden Ovationen entlohnt bekam.

Beim Besuch der Roten Funken stellten 1823 gegründeten Kölsche Funke rut-wieß neben ihren Spielleuten des Musikzuges ihre Tanzpaar und das Tanzkorps in den Vordergrund, wobei Funkendoktor (Tanzoffizier) Pascal Solscheid letztmalig bei dieser Herrensitzung auf dem Podium tanzte. Pascal hängt nach 13 Jahren seine Tanzstiefel an den Nagel, der sowohl bei seinen Roten Funken als auch im gesamten Kölner Karneval als Dienstältester Tanzoffizier in die Annalen eingeht. Zum Sessionsrepertoire von „Kasalla“ mit „Pirate“ „Dausend Levve“, „Kumm mer lääve“ und „Alle Jläser huh“ endete die harmonische Herrensitzung der Kölsche Grielächer als erste Veranstaltung dieser Session, wonach bis zum Antritt des Heimweges noch mit Kölsch vom Faß auf den phantastischen Tag angestoßen wurde.

Quelle (Text und Fotos): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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