Patrick Karolus beendet Tanzkarriere bei Kostümsitzung der Nippeser Bürgerwehr

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-hgj/nj- Zum Finale ihres diesjährigen Sitzungskarnevals hatten die Appelsinefunke ihre Gäste zur Kostümsitzung in die Hofburg des aus ihren Reihen kommenden Kölner Dreigestirns eingeladen, wo auch das närrische zu Hause der orange-weißen Nippeser Corpsgesellschaft ist. Die Einstimmung der maskierten und kostümierten Jecken – auf den äußerst kurzweiligen Abend – mit insgesamt elf närrischen Topnummern des Kölner Karnevals übernahm Helmut Blödgen mit seinem Orchester, bevor das Corps der Nippeser Bürgerwehr in den Saal des Pullman Cologne einzog, um ihre Sitzung zu eröffnen.

Wie immer begrüßte auch heute Abend wieder Artur Tybussek als Präsident die Gäste und überließ sodann die Sitzungsleitung seinem Amtsvorgänger Dietmar „Didi“ Broicher, der in gekonnter Manier nach seinem Willkommensgruß von Gästen und Ehrengästen Markus Lambrechts das Kommando übergab. Nach heitern Karnevalsmedleys und den tänzerischen Darbietungen der Wache als Tanzcorps der Appelsinefunke zusammen mit Marie Christina Pohl und ihrem Tanzoffizier Patrick Karolus, war die Stunde der Verabschiedung gekommen.

So hatte hier und heute letztmalig Tanzoffizier Patrick Karolus auf der Bühne seiner Gesellschaft gestanden und sagt aus beruflichen Gründen nach zehn Jahren Adieu. Seinem Corps bleibt der 39jährige erhalten und wird auch zukünftig bei den Aufzügen seiner Gesellschaft präsent bleiben. Nach dieser langen Zeit tänzerischen Könnens, dankte die Nippeser Bürgerwehr dem smarten Juristen mit der Beförderung zum Major, sowie der Senat seiner orange-weißen Gesellschaft mit einer neuen Uniform, in welcher sich bereits der neue Dienstrang widerspiegelt.

Hiernach startet man ultimativ durch und präsentierte dem gutgelaunten Publikum im Bankett- und Festsaal der Residenz des Kölner Dreigestirns die närrischen Highlights, die der amtierende Kölner Karnevalsprinz vor seinem Amtsantritt als Literat zusammengetragen hatte. Den Anfang vertraute man den „Höhnern“ an, die aus der breitgefächerten Gesamtheit ihrer Werke die beliebtesten Stücke mitgebracht hatten.

Leider viel zu selten auf Kölns Bühnen zu erleben, ist „Wicky“ Junggeburth, der als Kölner Ex-Prinz der Session 1993 mit seinem Lied „Einmol Prinz zo sin“ Geschichte geschrieben hat und bei seiner Heimatgesellschaft mit diesem Titel, sowie bekannten Krätzchen und Leedercher auftrat und hiermit eine besondere Stimmung versprühte. Sodann sorgten die „Paveier“ vor Ingrid Kühne für kölsche Tön und Stimmung pur, bevor „De Frau Kühne“ in ihrer Paraderolle erfrischend spontan als selbsternannte Rampensau die Männerwelt aufs Korn nahm.

Mit den „Domstürmern“ standen die Musiker auf dem Podium, denen die Nippeser Bürgerwehr Titel und Text des Dreigestirnliedes „Drei för 1 Million“ verdanken und heute Abend mit ihren Liedern das Publikum selbst auf den hintersten Reihen des ausverkauften Hauses begeisterten. Die Probleme der Welt umriß Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“ wieder scherzhaft, bei dem Politiker und Staatmänner und -frauen nicht zu kurz kamen.

Unmittelbar vor Mitternacht moderierte Sitzungsleiter „Didi“ Broicher mit den „Bläck Fööss“ die Mutter aller Kölner Bands an, die die Vielfältigkeit der Musiktitel der Domstadt unbeschreiblich bereichert haben und somit Evergreens für die Ewigkeit schufen. Zu einer guten Sitzung gehört mindesten eine Tanzgruppe, für die das Corps aus Nippes die Goldene „Lyskircher Hellige Knäächte und Mägde“ engagiert hatten, die in ihrer traditionellen Weise zu modernen Rhythmen ein Augenschmaus zu solch später Zeit waren und hiernach die Bühne frei für „Et fussisch Julche“ Marita Köllner machten.

Mit „Wille Wille Witt“, „Es war in Altenahr“ oder „Weil wir Kölsche sin“, war Marita Köllner die perfekte Überleitung zum Kölner Dreigestirn, welches zum Abschluß ihres Tages zum Finale der Kostümsitzung ihrer Appelsinefunke gekommen war, um hier zusammen mit den Tanzpaaren und ehemaligen Tanzoffizieren und Mariechen Patrick Karolus für seine Leistungen des letzten Jahrzehnts zu danken und nach ihrem umfeierten Auftritt vom Festsaal ins Foyer und an die Bar e.l.f. zum weiterfeiern in den Karnevalssamstag zu wechseln.

Quelle (Text und Fotos): © 2018 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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