Appelsinefunke zeichnen designiertes Kölner Dreigestirn mit dem Nippeser Film-Award „Oscar“ aus

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-hgj/nj- Als erste Kölner Korpsgesellschaft startete die Nippeser Bürgerwehr heute Abend im Pullman Cologne in die Prozedere der Korpsappelle. Seit Jahren wählen die Appelsinefunke, wie die KKG Nippeser Bürgerwehr umgangssprachlich im Kölsche Fastelovend genannt wird, einen sehr frühen Termin, der fast immer unmittelbar nach dem Jahreswechsel liegt.

Entgegen zu den Vorjahren, erstrahlte das orange-weiße Nippeser Corps noch ein Quäntchen mehr, da die Gesellschaft nach 2003 erstmals wieder das Kölner Dreigestirn stellen darf und sich riesig auf diese besondere Herausforderung freut. So war es nicht verwunderlich, daß der Fest- und Bankettsaal der Kölschen Hofburg bis in die letzte Reihe gefüllt war um mit der Nippeser Bürgerwehr und ihrem designierten Trifolium in die kurze Session zu starten.

Zum Opening setzte man wie in den Vorjahren als Geheimwaffe das letzte noch lebende Gründungsmitglied Heinz-Günter Nippes (Olaf Lorbach) ein, der als Bürgerwehr-Kompetenz die Gäste noch vor Präsident Artur Tybussek auf einen heiteren Abend einstimmte. Alsdann schenkte das Publikum Artur Tybussek die Aufmerksamkeit, der nach seiner Begrüßung die drei bisherigen Gestellungen des Kölner Dreigestirns seiner Gesellschaft Revue passieren ließ.

Begonnen hatte alles von 40 Jahren als sein Corps erstmals 1978 mit „Prinz Heinz VI.“ (Landen), „Bauer Hans“ (Mirbach) und „Jungfrau Henriette“ (Hans Jungverdorben) ein Trifolium im Kölner Karneval stellen durfte. 1993, als vor 25 Jahren folgten Dank des Festkomitees Kölner Karneval Wilfried „Wicky“ Junggeburth als „Prinz Wilfried I.“, Bauer Karl (Petry) und er selbst als „Jungfrau Artura“. Nach einer zehnjährigen Abstinenz erfüllten sich 2003 die Kameraden Dietmar Broicher als „Prinz Dietmar I.“, Manfred Bergfelder („Bauer Manfred“) sowie Dr. Markus Beckers als „Jungfrau Mareike“ ihren größten Lebenstraum um einmal Prinz, Bauer und Jungfrau zu sein.

Diesen Traum können in dieser Session drei weitere Appelsinefunke (Michael Gerhold, Christoph Stock und Erich Ströbel) leben, die Dank des Festkomitees (FK) die Zustimmung bekamen und nach der Begrüßung des fast komplett anwesenden Vorstandes des FK ebenfalls neben einer Vielzahl von Ehrengästen aus Karnevals, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Medien geheißen wurde.

Anschließend übernahm Geschäftsführer Anton Gerhard „Gerd“ Düren die Moderation und leitete passend zum diesjährigen Kölner Rosenmontagsmotto „Mer Kölsche danze us der Reih“ zu den „Original Hellige Knäächte und Mägde“ über, welche als Kölns älteste Tanzgruppe mit ihrem historischen Ensemble die Tänze zeigten, die man von der Gründung in 1823 bis ins 20. Jahrhundert aufführte. Für diese wunderbar erfrischende Darbietung unter dem Namen „Met Schlöpp un Knöddele“ und den hiernach zeitgemäßen gezeigten Tänzen, dankte Gerd Düren den Tänzerinnen und Tänzern, die vom Publikum reichlich mit Beifall belohnt wurden.

Nach weiteren Begrüßungen illuster Gäste, gehörte der darauf folgende Part Kommandant Markus Lambrechts und Gerd Düren, die seit Jahren immer wieder mit ihren ironisch witzigen Zwiegesprächen die Appelle ihrer Gesellschaft bereichern und im Anschluß die Gäste ihrer Gesellschaft zum Essen einluden.

Cineastisch, gelang nach dem „Möhren-Untereinander mit Frikadelle“, der Einstieg mit dem Bewerbungsfilm zur Gestellung des Dreigestirns 2018, der von den Stockpuppen „Tünnes un Schäl“ (Udo Müller und Werner Schlangen) des Hänneschen Thiaters moderiert und kommentiert wurde. In der Handlung des Nippeser Blockbusters sind Artur Tybussek und Gerd Düren mit dem Appelsinefunke VW-Bus auf der Jagd und sammeln hierbei nach einen Bauern (Christoph Stock), eine Magd (Erich Ströbel) und einen Schauspieler (Michael Gerhold) ein, die sie beim Festkomitee im Maarweg abliefern, da die Gesellschaft doch allzu gerne mal wieder in ihrer Heimatstadt das Dreigestirn stellen möchte.

Wie im realen Leben gehörte hiernach die Oscar-Verleihung zum Programm, bei der in Smoking gewandet Kommandant Markus Lambrechts die Oscars an die Darsteller überreichte. Nach der Vergabe der einzelnen Kategorien, folgten die Preise an die Darsteller der besten weiblichen und männlichen Hauptrollen an Erich Ströbel und Christoph Stock, sowie mit dem Jugendförderpreis an Michael Gerhold, womit man die drei designierten Hauptakteure der diesjährig närrischen Regenten aufs Podium holte und ihnen die Statuen des Oscar überreichte.

Wenn schon das aus den eigenen Reihen kommende Dreigestirn auf der Bühne steht, kann man auch die Zeit nutzen um deren Equipe zu danken, die die drei Nippeser Bürgerwehr-Gardisten sechseinhalb Wochen begleiten. Diese holte Gerd Düren sodann aufs Podium, um die Herren zusammen mit dem Herbergsvater des Pullman Collogne Karl-Peter Engels nach ihrer Vorstellung durch Präsident Artur Tybussek ehren zu lassen. Hierbei ernannte Artur Tybussek Prinzenführer Rüdiger Schlott zum Hauptmann d.R., die Adjutanten von Prinz, Bauer und Jungfrau, Michael Palm (Prinzen-Garde Köln), Volker Marx und Frank Rehfus (beide EhenGarde der Stadt Köln) zum Leutnant d.R., sowie Hoffriseur Mike Engels und Karl-Peter Engels als stellvertretendem Hoteldirektor zum Hauptmann d.R.. Ebenso dankte man dem neuen Chef der Prinzenequipe Markus Heller der bereits Ehrencharge der Nippeser Bürgerwehr ist.

 

Hier hinzu gesellen sich seit heute Abend auch die Präsidenten der Altstädter Köln, Hans Kölschbach, der Bürgergarde „blau-gold“, Markus Wallpott und der Prinzen-Garde Köln, Dino Massi, die nun den Dienstrang Major der Reserve der Nippeser Bürgerwehr begleiten. Die weiteren hieran folgenden Programmteile waren sodann ausschließlich den Mitgliedern des orange-weißen Corps gewidmet.

Nach der Ehrung der Jubilare, unter anderem an Armin Orichel für 25 Jahre, Dr. Markus Beckers und Artur Tybussek (30 Jahre) und Hans-Dieter Düren (50 Jahre), wurden elf Hospitanten ernannt und 18 Persönlichkeiten nach erfolgter Hospitanz auf Plaggen und Standarte vereidigt. Vor den Beförderungen von Senat, Corp à la suite und dem Reservecorps, stimmte der Stabsmusikzug die Gäste und Mitglieder mit ihrem neuen Medley auf die närrischen Wochen ein, worauf die Verleihung des Ehren-Orden der Nippeser Bürgerwehr folgt.

Den Corpsappell 2018 rundeten sodann der Aufzug der Wache mit ihrem Wachtanz, die Beförderungen von Wache (Tanzcorps) und Reitercorps, der Mariechentanz sowie die Ehrung des Tanzoffiziers Pascal Karolus ab, wonach die abendliche Veranstaltung mit dem karnevalistischen Zapfenstreich und dem Dank an alle Gäste seinen Abschluß weit nach Mitternacht fand.

Quelle (Text und Fotos): © 2018 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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